Women’s Voices for the Earth

(Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2013)

Women’s voices for the Earth (WVE) ist eine nationale amerikanische Organisation, die sich dafür einsetzt, dass Chemikalien, die der Gesundheit von Frauen schaden, verschwinden. Stattdessen können nicht schädigende Alternativen genutzt werden.

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2011 hat die Organisation den „Dirty Secrets Report“ veröffentlicht. Darin befasst sie sich mit Reinigungsprodukten von multinationalen Konzernen, die auch in den USA die Zutaten für ihre an die Frau gebrachten Produkte nicht obligatorisch veröffentlichen müssen. Gesundheitsschädigende Substanzen würden bewusst verschwiegen und könnten so die Gesundheit von Frauen schädigen. WVE hatte für den Report ein unabhängiges Institut beauftragt, um 20 häufig benutzte Reinigungsprodukte auf ihre versteckten, toxischen (giftigen) Inhaltsstoffe hin testen zu lassen. Dabei ging es um Produkte von Clorox, Procter & Gamble, Reckitt Benckiser, SC Johnson & Son und Sunshine Makers (Simple Green).

Im Ergebnis wurden reproduktionsschädigende Gifte, Karzinogene, endokrine Disruptoren und Allergene gefunden und es zeigte sich, dass keine einzige dieser Chemikalien auf dem Produktlabel ausgewiesen war. Frauen dagegen wollten und hätten ein Anrecht darauf, zu wissen, welchen Chemikalien sie ausgesetzt werden, denn so könnten sie einfach gefährliche Produkte vermeiden,

  • die allergische Reaktionen auslösen,
  • die Langzeitnebenwirkungen haben und Krebs verursachen,
  • die embryotoxisch wirken und das ungeborene Kind schädigen oder zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen.

WVE hat in Folge der Untersuchungsergebnisse die Regierungsbehörden aufgerufen, neue Gesetzgebungen zu erlassen, damit bei Reinigungsprodukten alle Inhaltsstoffe auf den Produktlabels angegeben werden müssen. Im europäischen Raum arbeitet die Frauenorganisation Women in Europe for a Common Future (WECF e.V.) an den gleichen Themen.

Als Erfolg kann die Organisation verbuchen, dass es zumindest eine öffentliche Diskussion um ein Reinigungsmittel des Herstellers Procter & Gamble gibt. Der Konzern verweigert nach wie vor die Offenlegung der Inhaltsstoffe und die Entfernung von 1,4-Dioxan aus seinem Reinigungsprodukt. 1,4-Dioxan entsteht auch aus Sodium-Laureath-Sulfat (Natriumlaurylethersulfat). 1,4-Dioxan war einer der Hauptbestandteile des chemischen Entlaubungsmittels „Agent Orange“, welches während des Vietnamkrieges eingesetzt worden war. 1,4-Dioxan ist eine Substanz, die den Hormonhaushalt stört (endokriner Disruptor). Die Substanz ist dem Hormon Östrogen ähnlich, und es gibt Hinweise, dass es die Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs erhöht und Stress bedingte Erkrankungen sowie männliche Fruchtbarkeitsstörungen verursacht. [1.]

Webseiten

www.womensvoices.org

WVE-Jahresberichte

WVE-Reports

Reinigungsmittel-Datenbank bei Environmental Working Group (EWG)

Quellen

1. Procter & Gamble Defends Against Claims that Tide Detergents Contain Carcinogens, Forbes v. 30.04.2012

 

Benutzungshinweis

Die dieser Webseite zugrunde liegenden Inhalte beleuchten Einzelaspekte aus der Perspektive von betroffenen Frauen und Frauengesundheitsbewegung. Die hier bereitgestellten Informationen sind kein Ersatz für ärztliche Beratung und Behandlung. Im Einzelfall sind Diagnose und Therapieempfehlungen immer Sache der behandelnden ÄrztInnen. Weiterlesen: Haftungsausschluss / Disclaimer

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