Werbung für die Pille: Beachtung des Arzneimittelwerbeverbots für verschreibungspflichtige Medikamente soll stärker überprüft werden

(Zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2014)

Seit dem 22. September 2008 steht auf der Website des Deutschen Bundestages eine öffentliche Petition zur Mitzeichnung an, die wir auf diesem Wege weiter bekannt machen möchten.

Text der Petition

Mit dieser Petition soll erreicht werden, dass die Einhaltung des Werbeverbots für Arzneimittel auf Internetplatformen, insbesondere zu hormonellen Verhütungsmitteln, schärfer überprüft wird.

Begründung

Es gibt zahlreiche Seiten im Internet, die Informationen zur Verhütung bieten. Gespickt mit Lifestyle, Schminktipps und ähnlichem sind diese Seiten speziell auf junge Mädchen zugeschnitten die sich erstmals über Verhütung informieren möchten. Hierbei wird jedoch übermäßig auf hormonelle Methoden eingegangen. Nebenwirkungen werden heruntergespielt oder ganz unter den Teppich gekehrt. Nicht-hormonelle Methoden werden als umständlich und unsicher abgetan, oft werden auch falsche Angaben zur Sicherheit gemacht. Betrieben werden diese Seiten von verschiedenen Pharmakonzernen welche eigene hormonelle Kontrazeptiva auf dem Markt haben.“ Hier die E-Petition bis 26. November 2008 mitzeichnen. Wir unterstützen die Petition insbesondere mit dem Hinweis auf die Verharmlosung bzw. das vollständige Verschweigen der Risiken hormoneller Kontrazeptiva – einschließlich des Brustkrebsrisikos – bei den neuen Strategien des Medikamentenmarketings über das Internet. Auch die BUKO Pharma-Kampagne hat bereits mehrfach auf Verstöße im Internet gegen das Werbeverbot für Arzneimittel im Bereich Verhütungsmittel aufmerksam gemacht.

Weiterführende Informationen

Siehe hierzu Pharma-Brief 7/2007: Werbung: Desinformation zur Pille
sowie den Pharma-Brief 1/2008 zur mangelnden Werbekontrolle in Deutschland (s. Seite 4).

Schreibe einen Kommentar

Benutzungshinweis

Die dieser Webseite zugrunde liegenden Inhalte beleuchten Einzelaspekte aus der Perspektive von betroffenen Frauen und Frauengesundheitsbewegung. Die hier bereitgestellten Informationen sind kein Ersatz für ärztliche Beratung und Behandlung. Im Einzelfall sind Diagnose und Therapieempfehlungen immer Sache der behandelnden ÄrztInnen. Weiterlesen: Haftungsausschluss / Disclaimer

Werbung?

Diese Webseite ist werbefrei.

Akkreditierung

Diese Website ist bei der Health On the Net Foundation akkreditiert.
Wir berücksichtigen HONcode Standards. Zur Überprüfung klicken Sie bitte auf das HON-Logo. Diese Website ist seit 2007 bei der Health On the Net Foundation akkreditiert. Wir berücksichtigen HONcode-Standards. Zur Überprüfung klicken Sie bitte auf das HON-Logo.

LibraryThing

Wir …

... sind eine kleine unabhängige Gemeinschaft von Frauen, die sich im Kontext Brustkrebs engagieren. Wir wollen die bestmögliche Behandlung für alle, die von dieser schweren Erkrankung betroffen sind. Wir wollen aber auch, dass die Forschung über die Ursachen von Brustkrebs und über die Möglichkeiten der Primärprävention endlich grundlegend verbessert werden.

Wir sind ein kreatives, privat finanziertes Low-Budget-Projekt, das grundsätzlich jegliche Finanzierung im Interessenkonflikt ablehnt und insbesondere keine Pharmagelder annimmt. Lesen Sie dazu unsere Leitlinie, entsprechend der Richtlinie zur Einwerbung von Drittmitteln von Breast Cancer Action.

Spenden …

Breast Cancer Action Germany - die kritische Annäherung rund um das Thema Brustgesundheit und Brustkrebs im Kontext von Medizin, Krankheitsvermeidung, Umwelt, Gesellschaft und Politik mit dem Schwerpunkt Selbstschutz / Verbraucherinnenschutz.

Wir lehnen uns u.a. an die Arbeit von Breast Cancer Action mit Sitz in San Francisco an. Diese Arbeit hilft uns sehr. Ohne die wichtige Arbeit der engagierten Frauen von Breast Cancer Action (www.bcaction.org) nachzunutzen, hätten wir von Frauenseite in Deutschland keine wirklich neutralen Berichte zu vielen wichtigen und komplizierten Themenbereichen bei Brustkrebs. Die Arbeit von Breast Cancer Action ist wertvoll und nicht kostenlos zu leisten.
Es ist möglich, direkt an Breast Cancer Action in den USA zu spenden. Die Spenden werden in der Breast Cancer Action-Zeitschrift „Source“ veröffentlicht, wenn nichts anderes angekreuzt wird. Es ist auch möglich, für namentlich genannte Patientinnen oder zum Gedächtnis von Frauen mit Brustkrebs, die nicht mehr leben, zu spenden. Eine Spende ist einfach z.B. über Kreditkarte möglich: Breast Cancer Action unterstützen.