Therapiekritik für Avastin: Überlebensverkürzung

(Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2013)

„Bevacizumab (Avastin) ohne Nutzen bei Mammakarzinom.“ Das berichtet aktuell das arznei-telegramm Heft 8/2010. Die Nachricht kommt lange Zeit nach der Anwendung bei Patientinnen mit Brustkrebs in Deutschland und es fragt sich, wie das extrem teure Medikament in die „First-Line-Therapie“ bei fortgeschrittenem Brustkrebs auch bei uns Einzug nehmen konnte und wie viele Patientinnen hier die negativen Wirkungen des Medikaments bisher erdulden mussten.

arznei-telegramm berichtet, dass sich nach den Daten der E2100-Studie das Risiko für schwere unerwünschte Wirkungen um ca. 20% erhöht hat.

Das Medikament war ohne Nachweis einer Überlebenszeitverlängerung in den USA und Europa zugelassen worden, unter der Voraussetzung, dass weitere Daten zum Nutzen des Medikaments erbracht werden. Nun zeigt sich jedoch das Gegenteil. Das Medikament war entgegen der Beraterempfehlungen bei der amerikanischen Arzneimittelbehörde in den USA zugelassen worden (5 zu 4 Stimmen gegen die Zulassung, wir berichteten, s. auch Analysten erstaunt … Nachgelesen – Die Avastin-Berichterstattung).

Die „AVADO-Studie“ habe in der „Taxangruppe“ ein tendeziell verkürztes Gesamtüberleben gezeigt, und das Beratergremium der FDA habe sich inzwischen mit nur einer Gegenstimme für die Rücknahme der Zulassung von Avastin bei Brustkrebs ausgesprochen. arznei-telegramm rät von der Anwendung von Bevacizumab bei Brustkrebs ab.

Wie reagieren unsere Krankenkassen jetzt?

Weiterlesen

Originalartikel: Therapiekritik: Bevacizumab (Avastin) ohne Nutzen bei Mammakarzinom (pdf) arznei-telegramm® 2010; 41: 80-1, mit freundlicher Genehmigung und Dank an die Redaktion.

Benutzungshinweis

Die dieser Webseite zugrunde liegenden Inhalte beleuchten Einzelaspekte aus der Perspektive von betroffenen Frauen und Frauengesundheitsbewegung. Die hier bereitgestellten Informationen sind kein Ersatz für ärztliche Beratung und Behandlung. Im Einzelfall sind Diagnose und Therapieempfehlungen immer Sache der behandelnden ÄrztInnen. Weiterlesen: Haftungsausschluss / Disclaimer

Werbung?

Diese Webseite ist werbefrei.

Akkreditierung

Diese Website ist bei der Health On the Net Foundation akkreditiert.
Wir berücksichtigen HONcode Standards. Zur Überprüfung klicken Sie bitte auf das HON-Logo. Diese Website ist seit 2007 bei der Health On the Net Foundation akkreditiert. Wir berücksichtigen HONcode-Standards. Zur Überprüfung klicken Sie bitte auf das HON-Logo.

LibraryThing

Wir …

... sind eine kleine unabhängige Gemeinschaft von Frauen, die sich im Kontext Brustkrebs engagieren. Wir wollen die bestmögliche Behandlung für alle, die von dieser schweren Erkrankung betroffen sind. Wir wollen aber auch, dass die Forschung über die Ursachen von Brustkrebs und über die Möglichkeiten der Primärprävention endlich grundlegend verbessert werden.

Wir sind ein kreatives, privat finanziertes Low-Budget-Projekt, das grundsätzlich jegliche Finanzierung im Interessenkonflikt ablehnt und insbesondere keine Pharmagelder annimmt. Lesen Sie dazu unsere Leitlinie, entsprechend der Richtlinie zur Einwerbung von Drittmitteln von Breast Cancer Action.

Spenden …

Breast Cancer Action Germany - die kritische Annäherung rund um das Thema Brustgesundheit und Brustkrebs im Kontext von Medizin, Krankheitsvermeidung, Umwelt, Gesellschaft und Politik mit dem Schwerpunkt Selbstschutz / Verbraucherinnenschutz.

Wir lehnen uns u.a. an die Arbeit von Breast Cancer Action mit Sitz in San Francisco an. Diese Arbeit hilft uns sehr. Ohne die wichtige Arbeit der engagierten Frauen von Breast Cancer Action (www.bcaction.org) nachzunutzen, hätten wir von Frauenseite in Deutschland keine wirklich neutralen Berichte zu vielen wichtigen und komplizierten Themenbereichen bei Brustkrebs. Die Arbeit von Breast Cancer Action ist wertvoll und nicht kostenlos zu leisten.
Es ist möglich, direkt an Breast Cancer Action in den USA zu spenden. Die Spenden werden in der Breast Cancer Action-Zeitschrift „Source“ veröffentlicht, wenn nichts anderes angekreuzt wird. Es ist auch möglich, für namentlich genannte Patientinnen oder zum Gedächtnis von Frauen mit Brustkrebs, die nicht mehr leben, zu spenden. Eine Spende ist einfach z.B. über Kreditkarte möglich: Breast Cancer Action unterstützen.