AVON, Mammographie, Pathologie oder Was macht eigentlich … Susan Love? (Teil 3)

(Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2009)

Eine sehr amerikanische Video-Nachricht des Nachrichtensenders abc7news.com erreicht uns über Susan Love. Die Schauspielerin Reese Witherspoon ist Ehrenvorsitzende des Susan-Love-Projekts „Army of Women“, das vom Kosmetik-Konzern AVON gesponsert wird. In dem Video wird ein kleiner Einblick in das „Avon Comprehensive Breast Center“ am Zentralkrankenhaus in San Francisco gezeigt, das unterversicherten und sozial benachteiligten Frauen Zugang zu einer Früherkennungsmammographie ermöglicht und gerade seinen 5. Geburtstag gefeiert hat. Susan Love war dabei.

Seit der Eröffnung vor fünf Jahren hat das Zentrum mehr als 34.000 Mammographien durchgeführt. Damit seien viele Brustkrebsdiagnosen früher gestellt und die Überlebensraten verbessert worden, so Dr. Judith Luce vom dortigen Zentrum. Auch im Brustzentrum in San Francisco ist die Rede von den viel versprechenden genetischen Markern, die Tumoren einmal verhersagen könnten. Ziel von Susan Loves Projekt ist es, an die Wurzeln der Erkrankung zu gehen, bevor die Krankheit ausbricht. Das sagt auch die Pathologin Thea Tisty Ph.D. vom UCSF, Fachbereich Pathologie. Susan Love erklärt, es sei ihr Forschungsziel, herauszufinden, was zu Brustkrebs führt und wie man die Erkrankung verhindern kann.

In ihrem heutigen E-Mail Newsletter weist Love außerdem wieder darauf hin, dass Frauen eine „wegweisende“ umfassende Studie zu Brustkrebsvorstufen („DCIS“ – Duktales Carcinoma in situ) brauchen. In der geplanten Studie sollen die Auswirkungen von lokal angewendeten Chemotherapeutika in der Brust untersucht werden. Zur Zeit werden 30 Teilnehmerinnen gesucht. Man erhofft sich, hier eine „intraduktale“ Therapiemöglichkeit zu entwickeln. Diese könnte eines noch fernen Tages eine Alternative zur Entfernung der Brust, der bei Brustkrebsvorstufen nach wie vor häufig angewandten chirurgischen Therapie, werden – wenn die These denn stimmt. Es erscheint augenblicklich schwer vorstellbar, dass der Einsatz von Zellgiften (Chemotherapeutika) in den Gängen der Brust veränderte Krebszellen bewegen kann, sich langfristig wieder in gesunde Zellen zu verwandeln. Das Forschungsprojekt wird in einer Kooperation zwischen dem California Breast Cancer Research Program in Zusammenarbeit mit Ellen Mahoney, MD, und dem Humboldt-Community Breast Health Project durchgeführt.

Mehr Info/Links:

Susan Love Projekt „Army of Women“
Link zu den Video-Nachrichten mit Susan Love
& die Berichte bei uns im infoblog!
„Forschung im Milgang oder Was macht eigentlich … Susan Love“ und
„Was macht eigentlich … Susan Love (2)“

5 Kommentare
  1. […] macht eigentlich … Susan Love: Teil 1, Teil 2, Teil3 & aus der Pressearbeit der „Army”: […]

  2. […] im Milchgang oder: Was macht eigentlich … Susan Love? Was macht eigentlich … Susan Love (2) Was macht eigentlich … Susan Love (3) Was macht eigentlich … Susan Love (4) Was macht eigentlich … Susan Love […]

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  5. Love, Susan sagt:

    […] Was macht eigentlich … Susan Love (Teil 3) […]

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