Sterblichkeitsrate sinkt um 44% – Karin Jöns zu den Ergebnissen der Screening-Studie aus Schweden

(Zuletzt aktualisiert: 4. Mai 2013)

„Mammographie-Screening rettet Leben“, mit diesen Worten kommentiert die Europaabgeordnete Karin Jöns die jüngsten Studienergebnisse von Lazlo Tabar, einem international anerkannten Screening-Fachmann vom Screening-Center in Falun.

Karin Jöns: „Die Sterblichkeitsrate ist unter den gescreenten Frauen im Vergleich zu vor der Einführung des Screenings um 44% gesunken.“ Die Daten seien zum Teil über 20 Jahre erhoben worden. Das älteste Screening-Projekt sei 1978 in Dalarna angelaufen, das jüngste in der Studie berücksichtigte Projekt 1990 in Södermanland. Sie weist darauf hin, dass bis auf eine Ausnahme die Frauen in allen Projekten bereits ab 40 Jahren und nicht erst wie in Deutschland geplant mit über 50 Jahren gescreent worden seien. Sie betont, dass auch nicht gescreente Frauen von der Einführung des Screening profitiert hätten. Generell sei überall dort, wo die Screenprojekte länger als 10 Jahre liefen, die Sterblichkeitsrate, auch bei nichtgescreenten Frauen um 32% gesunken.

Karin Jöns:“Das erklärt sich daraus, dass mit der Einführung des Screenings gleichzeitig die Einführung der Interdisziplinarität, der fachübergreifenden Zusammenarbeit, einher gegangen ist, sowie die zunehmende Spezialisierung der Ärzte/innen aller beteiligten Disziplinen auf gut- und bösartige Erkrankungen der Brust.“
Sie sieht in der Studie eine Bestätigung der Forderung nach der flächendeckenden Einführung von Mammographie-Screenings nach EU-Leitlinien und der Einrichtung von interdisziplinären Brustzentren.

Quelle: Pressemeldung Karin Jöns (EDD), 16.09.2002

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