Spence, Jo (1934 – 1992)

(Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2013)

Jo Spence (1934 – 1992), geboren als Joanna Patricia Clode, war eine britische Fotografin, Dozentin und politische Aktivistin. Sie bearbeitete das Thema Brustkrebs mit den Mitteln der Fotografie und Fototherapie und verfolgte dabei zugleich sozialkritische Ansätze.

Geboren in London als Kind von Eltern aus der Arbeiterklasse, sammelte Jo Spence früh Erfahrungen mit Gefühlen der „totalen Machtlosigkeit“, als sie im 2. Weltkrieg hin und her geschoben wurde, eine Erfahrung, die sie ihr Leben lang beschäftigen würde. Nach dem Besuch einer Sekretärinnenschule begann Spence im Alter von 15 Jahren zu arbeiten. Von 1951 bis 1962 war sie Sekretärin in einem kommerziellen Fotostudio. 1965 eröffnete sie im exklusiven London Hampstead ihr eigenes Fotostudio mit Spezialisierung auf Portrait- und Hochzeitsfotografie sowie Castings für Schauspieler[i]. Sie gab dieses kommerzielle Studio jedoch 1974 auf und setzte ihre in den frühen 1970er Jahren begonnene dokumentarische gesellschaftskritische Fotografie fort, weil sie erkannte, dass sie sozial engagierte Arbeiten machen muss.[ii] Bei der Arbeit und Fotografie auf Einladung des Gypsy Education Council für ein Roma-Alphabetisierungsprojekt beginnt Spence, die „Wahrheit“ der Dokumentarfotografie in Frage zu stellen. Diese Krise führte schließlich zur Beendigung ihrer Karriere als Berufsfotografin[iii]. Ab 1979 studierte sie am Politechnikum in London Fotografie bei dem britischen Konzeptkünstler Victor Burgin (Jg. 1941).

Mehr über Jo Spence

Jo Spence’s autobiographische Fotographie: Rebellion und Krankheit heute (Spurensuche)

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