Spannende Frage: Gynäkologie im 21. Jahrhundert – Hat sich für Frauen etwas verbessert? (clio 76 ist da!)

(Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2015)

Clio Heft 76Seit den 1970er Jahren nimmt die Gynäkologie in Deutschland immer mehr Raum ein und sieht sich zunehmend als Begleiterin des ganzen Frauenlebens. Es entwickelte sich eine enorme Medikalisierung und Pathologisierung: Pubertät, Schwangerschaft und Geburt, Zeiten hormoneller Veränderungen, die Wechseljahre, aber auch unnötige Eingriffe wie die Gebärmutterentfernung und die zunehmende Technisierung, z.B. Pränataldiagnostik oder Reproduktionsmedizin, sind die wichtigsten Themen.

Parallel dazu erstarkte die Frauengesundheitsbewegung, die von Anfang an einen kritischen Blick auf die Gynäkologie warf. Es wurde vehement um eine frauengerechtere Medizin gestritten und Frauen forderten lautstark die Selbstbestimmung über ihren Körper und ihre Gesundheit. Die Missstände in der patriarchal geprägten Gynäkologie empörten viele frauenbewegte und feministische Frauen, viele traten an, das Fach grundlegend zu verändern, so dass heute der größere Anteil in diesem Bereich die Ärztinnen sind – allerdings nur in den unteren Etagen.
Es entwickelten sich die Frauengesundheitsforschung und die Gendermedizin. Unterschiedlich vom Ansatz her, vereint sie doch der Gedanke, dass Gesundheit und Krankheit nicht „geschlechtsneutral“ sind.

Doch was ist heute, in Zeiten der Entpolitisierung, Individualisierung, Technisierung und Ökonomisierung, daraus geworden? Was hat sich tatsächlich verändert, zum Positiven, zum Negativen? Wie steht es um die viel beschworene Selbstbestimmung? Diesen Fragen geht das Berliner FFGZ in der clio 76 nach.
Gefragt wurden Gynäkologinnen, die damals etwas verändern wollten, nach ihrer Einschätzung. Was treibt eine junge Frau heute an, Gynäkologin zu werden. Darüber hinaus wird die Sicht der Entwicklungen in der Gynäkologie aus Perspektive des FFGZ  und die Seite der Frauen als Nutzerinnen der Gynäkologie betrachtet: Welche Erfahrungen machen sie heute als Patientinnen?  Das FFGZ verspricht einen spannenden Einblick aus unterschiedlichen Perspektiven, der zeigt, was noch alles zu tun ist. Die clio 76 erscheint mit Werken der Künstlerin Ellen Ernst.

„clio – die Zeitschrift für Frauengesundheit“ Nr. 76 ist zu beziehen für 4,20 Euro über den Buchhandel mit der ISSN-Nummer: 0933-0747.

Online hier zu bestellen (zzgl. Versandkosten 1,30 €) bei:
Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum e.V.
Bamberger Str. 51
10777 Berlin
Tel: 030/ 213 95 97
Fax:030/ 214 19 27
E-Mail: ffgzberlin@snafu.de

 

 

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