Risikofaktoren für Brustkrebs

(Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2013)

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Etablierte Modelle für das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, berücksichtigen nicht die Muster der Erkrankung bei Frauen unter 35 Jahren, vor allem nicht bei Afroamerikanerinnen. Abgesehen von möglichen Ausnahmen, wie etwa einer Belastung mit ionisierender Strahlung oder bekannten genetischen Mutationen, stehen die meisten der bekannten Risikofaktoren für Brustkrebs in einem Zusammenhang mit kumulativen, sich also summierenden Risiken lebenslanger Exposition von Östrogenen. Diese werden häufig auch als „Lebensstilfaktoren“ bezeichnet, obwohl Mädchen und Frauen sich Expositionen oftmals gar nicht entziehen können. Ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs wird dementsprechend gesehen im Zusammenhang

  • mit dem früheren Einsetzen der Monatsblutung und
  • mit dem späteren Eintritt der Menopause,
  • mit Nulliparität (Frauen, die keine Kinder bekommen. bzw. keine Schwangerschaft voll ausgetragen haben) oder
  • mit der späten ersten Parität (späte Schwangerschaft / Mutterschaft),
  • mit der Gabe von hormonellen Kontrazeptiva (Antibabypille, die Pille) oder
  • mit der „Hormonersatztherapie“ (HET),
  • mit  kürzeren Stillzeiten,
  • mit der Exposition von Licht in der Nacht,
  • mit Übergewicht (Östogenproduktuon im eigenen Fettgewebe) oder auch
  • mit der regelmäßigen Aufnahme von Alkohol.

Alle diese Faktoren erhöhen den Spiegel von ungebundenem Östrogen im Körper der Frau.

Besonders Afroamerikanerinnen aller Altersstufen sind betroffen durch die Verwendung von speziellen hormonhaltigen Körperpflegeprodukten, die mehr PCP enthalten als diejenigen, die von Frauen vom kaukasischen Typ (mit weißer Hautfarbe) benutzt werden. Auffällig ist auch das vorzeitige Auftreten der sekundären Geschlechtsmerkmale bei Säuglingen und Kleinkindern. Es wird auch vermutet, dass die Hormon-Exposition in frühen Lebens- und Entwicklungsphasen gegenüber östrogenen und xenoöstrogen wirkenden Substanzen für die erhöhte Letalität (Sterblichkeit) an Brustkrebs bei jungen Frauen im Allgemeinen und bei afroamerikanischen Frauen aller Altersgruppen im Besonderen verantwortlich ist.[1]

Quellen

[1.] Donovan M., Sasco A. et al: Personal care products that contain estrogens or xenoestrogens may increase breast cancer risk (pdf). Medical Hypothesis, 02/2007; 68(4):756-66. DOI: 10.1016/j.mehy.2006.09.039

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