Neubewertung dringend gefordert: NBCC fordert Prüfung von anthrazyklinhaltigen Chemotherapien

(Zuletzt aktualisiert: 17. Juni 2013)

Pressemitteilung v. 07.09.2007

Die Nationale Brustkrebs-Koalition (National Breast Cancer Coalition Foundation, NBCCF) mit Sitz in Washington, USA, wies bereits am 25. Mai 2007 auf die Notwendigkeit einer Neubewertung von Anthrazyklinen in der Primärtherapie von Brustkrebs hin. Anthrazyklinhaltige Chemotherapien sind auch bei uns in Deutschland bereits seit vielen Jahren Standard und sie werden bis heute häufig eingesetzt.

Die Therapie hatte wegen ihrer schweren Nebenwirkungen bei den betroffenen Frauen nie einen besonders guten Ruf. So benannte die Journalistin Katherine Russell Rich ihr 1999 erschienenes Buch über ihre Erfahrungen mit dieser Form der Brustkrebstherapie nach der intensiven Farbe der Infusionslösung: „Der rote Teufel“ (The red devil, deutsche Ausgabe „Verflucht, ich will leben“).

Nebenwirkungen der Anthrazykline sind u.a. schwere Herzschäden und Leukämien. Wegen der in Leitlinien und DMPs festgelegten Behandlungsstandards ist davon auszugehen, dass in Deutschland viele Patientinnen Anthrazykline adjuvant erhalten.

Die komplette Meldung der NBCCF findet sich in deutscher Übersetzung unter bcag.twoday.net/stories/4118047/. Die NBCCF hat sich mit ihrer Meldung auch an Patientinnenvertreterinnen gewandt. Unter dem Gesichtspunkt der Abwägung von Nutzen und Risiken bei der Therapie von Brustkrebs fordert sie einen generellen Wechsel hin zu mehr Patientinnenzentrierung bei der Therapie von Brustkrebs. Genau dieses entspricht auch dem zentralen Anliegen des Projekts Breast Cancer Action Germany.

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