Krebsursachen am Arbeitsplatz

(Zuletzt aktualisiert: 2. Juni 2019)

Die Webseite „Work cancer hazards“ (cancer hazards heißt etwa: „Krebsgefahren“) befasst sich schwerpunktmäßig mit Gefährdungen am Arbeitsplatz.

Das Projekt will den Fokus der Forschungskultur verändern will, was ja gerade bei Krebs endlich mal sehr spannend wäre. Außerdem arbeitet die „University of Stirling – Occupational and Environmental Health Research Group” an dieser Website mit. Zwei Universitäten, die sich zusammenschließen und sich tatsächlich mit Ursachenforschung und Krankheitsvermeidung im Zusammenhang mit Krebs befassen – warum gibt es das eigentlich nicht bei uns?

Ihre Webseite bezeichnen sie als „kontinuierlich aktualisierte annotierte Bibliographie für berufsbezogene Krebsforschung“, die gemeinsam herausgegeben wird vom „hazards magazine“, der „Alliance for Cancer Prevention“ und der „International Trade Union Confederation“ (ITUC), also dem Internationalen Gewerkschaftsbund.

Gerade wurde ein neues Plakat zu Krebsursachen am Arbeitsplatz veröffentlicht.

Link zum Poster beim Internationalen Gewerkschaftsbund (pdf)

 

Für Brustkrebs werden in dem Plakat folgende Ursachen gelistet:

  • ionisierende Strahlung,
  • hormonell wirksame Chemikalien (EDCs),
  • Lösungsmittel,
  • Rauchen und Tabakrauchexposition am Arbeitsplatz (Passivrauchen),
  • PCBs, Pestizide (einschließlich DDT / DDE),
  • Hexachlorbenzol,
  • Lindan,
  • Heptachlorabbauprodukte,
  • Triazinherbizide,
  • Nebenprodukte von Verbrennungen einschließlich PAK und Dioxin,
  • reaktive Chemikalien einschließlich Ethylenoxid.
  • In Verdacht stehen außerdem: nichtionisierende Strahlung (Stichwort für nichtionisierende Strahlung: z.B. Handy im BH tragen), Phthalate; außerdem Nachtarbeit über einen längeren Zeitraum.

Liebe Universitäten, Frauengesundheitsorganisationen und Gewerkschaften – bitte nachmachen! Wir brauchen im deutschsprachigen Raum auch solch ein leicht verständliches Nachweisinstrument über Eure Forschungsarbeiten zu diesem Thema und auch das Poster hätten wir gern in unserer Sprache!

Download

Plakat zu Krebsursachen am Arbeitsplatz (pdf, leider nur in englischer Sprache)

Mehr zum Thema Brustkrebs am Arbeitsplatz

Arbeit und Brustkrebs bei Frauen: Aktueller Erkenntnisstand, 2002–2017

 

Benutzungshinweis

Die dieser Webseite zugrunde liegenden Inhalte beleuchten Einzelaspekte aus der Perspektive von betroffenen Frauen und Frauengesundheitsbewegung. Die hier bereitgestellten Informationen sind kein Ersatz für ärztliche Beratung und Behandlung. Im Einzelfall sind Diagnose und Therapieempfehlungen immer Sache der behandelnden ÄrztInnen. Weiterlesen: Haftungsausschluss / Disclaimer

Werbung?

Diese Webseite ist werbefrei.

Akkreditierung

Diese Website ist bei der Health On the Net Foundation akkreditiert.
Wir berücksichtigen HONcode Standards. Zur Überprüfung klicken Sie bitte auf das HON-Logo. Diese Website ist seit 2007 bei der Health On the Net Foundation akkreditiert. Wir berücksichtigen HONcode-Standards. Zur Überprüfung klicken Sie bitte auf das HON-Logo.

LibraryThing

Wir …

... sind eine kleine unabhängige Gemeinschaft von Frauen, die sich im Kontext Brustkrebs engagieren. Wir wollen die bestmögliche Behandlung für alle, die von dieser schweren Erkrankung betroffen sind. Wir wollen aber auch, dass die Forschung über die Ursachen von Brustkrebs und über die Möglichkeiten der Primärprävention endlich grundlegend verbessert werden.

Wir sind ein kreatives, privat finanziertes Low-Budget-Projekt, das grundsätzlich jegliche Finanzierung im Interessenkonflikt ablehnt und insbesondere keine Pharmagelder annimmt. Lesen Sie dazu unsere Leitlinie, entsprechend der Richtlinie zur Einwerbung von Drittmitteln von Breast Cancer Action.

Spenden …

Breast Cancer Action Germany - die kritische Annäherung rund um das Thema Brustgesundheit und Brustkrebs im Kontext von Medizin, Krankheitsvermeidung, Umwelt, Gesellschaft und Politik mit dem Schwerpunkt Selbstschutz / Verbraucherinnenschutz.

Wir lehnen uns u.a. an die Arbeit von Breast Cancer Action mit Sitz in San Francisco an. Diese Arbeit hilft uns sehr. Ohne die wichtige Arbeit der engagierten Frauen von Breast Cancer Action (www.bcaction.org) nachzunutzen, hätten wir von Frauenseite in Deutschland keine wirklich neutralen Berichte zu vielen wichtigen und komplizierten Themenbereichen bei Brustkrebs. Die Arbeit von Breast Cancer Action ist wertvoll und nicht kostenlos zu leisten.
Es ist möglich, direkt an Breast Cancer Action in den USA zu spenden. Die Spenden werden in der Breast Cancer Action-Zeitschrift „Source“ veröffentlicht, wenn nichts anderes angekreuzt wird. Es ist auch möglich, für namentlich genannte Patientinnen oder zum Gedächtnis von Frauen mit Brustkrebs, die nicht mehr leben, zu spenden. Eine Spende ist einfach z.B. über Kreditkarte möglich: Breast Cancer Action unterstützen.