Kommunikation mangelhaft – Umsetzung des nationalen Mammographie-Screening-Programms hat Webfehler

(Zuletzt aktualisiert: 2. Juli 2008)

Kommunikation verbessern, Screening-Einheiten an EUSOMA-Brustzentren anbinden: Diese Forderungen wurden auf dem 4. Expertengespräch zur Umsetzung des Mammographie-Screenings in Deutschland (einer Veranstaltungsreihe der Patientenbeauftragten der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel), die bereits am 18. Juni in Berlin stattfand, laut.

  • Ein Screening-Programm ohne Anbindung der Screening-Einheiten an EUSOMA-Brustzentren führt zu unnötigen „Schnittstellen“. Die Leidtragenden sind die Frauen.
  • Ein Screening-Programm ohne räumliche enge Anbindung an EUSOMA-Brustzentren gefährdet die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Leidtragenden sind die Frauen.
  • Die Evaluation des Programms bleibt nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hinter der bestmöglichen Lösung weiterhin zurück. Die Leidtragenden sind die Frauen.

Kritisiert wurden außerdem Information und Kommunikation im deutschen Mammographie-Screening-Programm. Obwohl dieses Programm in Deutschland seit vielen Jahren vorbereitet wurde, ist es allen Verantwortlichen bis zum heutigen Tage nicht gelungen, eine neutrale Information für Frauen zur Verfügung zu stellen, die entsprechend den Vorgaben der Europäischen Leitlinien über Vorteile und Risiken einer Teilnahme in geeigneter Weise aufklärt, damit Frauen sich überhaupt erst informiert entscheiden können.

Die „Stiftung Koalition Brustkrebs“ stellt dazu in ihrer online verfügbaren Präsentation fest: „Kommunikation mangelhaft“.

Die Grundsätze der Europäischen Leitlinien im Zusammenhang mit Information und Kommunikation im Mammographie-Screening müssen vollständig umgesetzt werden. Lesen Sie die Anforderungen an die Information von Frauen nach den Vorgaben der Europäischen Leitlinien bei uns nach:
http://www.bcaction.de/03info/fraueninfo.htm

Erhebliche weitere Mängel des deutschen Programms kamen in der Veranstaltung der Patientenbeauftragten zur Sprache:

  • So wurde kritisiert, dass die Ergebnisse des Programms nicht transparent und die Qualitätsindikatoren nicht interpretierbar seien.
  • Die Kommunikation der Ergebnisse des Programms sei ebenfalls mangelhaft.
  • Die technische Qualitätssicherung: mangelhaft!
  • Ferner wird die externe Evaluation des deutschen Programms einschließlich einer EUREF-Zertifizierung gefordert und zum wiederholten Male klargestellt, dass sich die S-3-Leitlinien für ein Vorgehen im Screening nicht eignen: „Kein Vorgehen nach der sog. „S-3-Leitlinie“!

Quelle:

Präsentation der Stiftung Koalition Brustkrebs

Anforderungen an die Information zum Screening nach Vorgaben der Europäischen Leitlinien:
http://www.bcaction.de/03info/fraueninfo.htm

Linksammlung zum Mammographie-Screening u. a. mit vielen weiteren Beiträgen von Dr. Angela Spelsberg

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