Ketogene Ernährung bei Krebs

(Zuletzt aktualisiert: 28. März 2018)

Informationen zu einer sogenannten „ketogenen Ernährung“ (auch „Öl-Eiweiß-Kost“), bei der auf Kohlenhydrate weitgehend verzichtet wird, jedoch Pflanzenöle mit Omega-3-Fettsäuren, Fisch, Fleisch, Wurst, aber auch Käse, viel Gemüse und Nüsse gegessen werden, gab es auf einer Webseite der Uni Würzburg, die auch eine entsprechende Studie durchgeführt hat. Die Studie richtete sich an PatientInnen mit fortgeschrittener Tumorerkrankung. Bei Interesse an der Teilnahme bei dieser Ernährungsstudie konnte man sich an das Studiensekretariat wenden:

Ferner waren bei der Uni Würzburg erhältlich eine Diätbroschüre, ergänzende Hinweise für Patienten und Koch- und Backrezepte, die sämtlich nicht mehr online sind.

Eine der Grundlagen für diese Studien ist wohl die „Öl-Eiweiß-Kost“ nach Johanna Budwig. Dazu gibt es die private Webseite:
Johanna Budwig und die Öl-Eiweiß-Kost

Hinweis: „Die Studie „ketogene Ernährung bei Tumorpatienten“ musste leider vorzeitig wegen Wegfall der Personalstellen eingestellt werden.“ (Stand: 10.09.2008, wir bewahren die hier bereit gestellten Informationen zur Dokumentation und ergänzen neue Informationen zum Thema.)

Weitere Links:

 

2 Kommentare
  1. Eine Gruppe von drei Biologen (Ulrike Kämmerer, Würzburg; Christina Schlatterer, Konstanz und Gerd Knoll, Konstanz) hat sich des Themas „Ketogene Ernährung“ erneut angenommen und das Buch „Krebszellen lieben Zucker – Patienten brauchen Fett“ (ISBN 978-3-927372-90-0) herausgegeben. Es ist bei Sytemed erschienen, einem Verlag der verschiedene „krankheitsspezifische“ Ernährungsbücher in seinem Verlagsprogramm hat. Der Titel erinnert ein wenig an „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ und im Zusammenhang mit Brustkrebs lässt der Gedanke an Fett wegen der Fettlöslichkeit von Hormonen schon gleich kritisch aufmerken, ganz abgesehen davon, dass der Titel Genderbezug und damit Patientinnen vermissen lässt.

    Webseite Keto bei Krebs

    Zugleich betreiben die AutorInnen die Webseite keto bei krebs, die Stellung zu der von uns damals dokumentierten Studie bezieht. Daraus lässt sich u.a. zunächst entnehmen, dass die damals durchgeführte Untersuchung viel zu klein war, um brauchbare Ergebnisse zu liefern.

    Veröffentlichung der Studienergebnisse

    Die Ergebnisse der damaligen Würzburger Untersuchung wurden inzwischen veröffentlicht in dem Artikel Krebszellen mögen Zucker, aber noch mehr lieben sie Fett und tierisches Eiweiß (pdf) von Ludwig Manfred Jakob und Nicole Weis, erschienen in Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2012; 44: 109–118. Der Artikel ist vollständig frei zugänglich.

    Kritische Auseinandersetzung mit den Studienergebnissen

    Ulrike Kämmerer, Christina Schlatterer und Gerd Knoll setzen sich auf ihrer Webseite kritisch mit diesen publizierten Ergebnissen auseinander und stellen die Ergebnisse der Würzburger Studie hinsichtlich verschiedener Aspekte wie Insulinsekretion oder Fett zur Energiegewinnung in Frage.

    Bevor Wege des Umgangs mit Krebs und Ernährung vorschnell beiseite geschoben werden, wäre es wünschenswert, dass tatsächlich valide Studienergebnisse erhoben werden. Wichtig wäre auch, spezifischere Untersuchungen durchzuführen, denn unterschiedliche Krebserkrankungen lassen sich nur schlecht miteinander vergleichen. Eine Untersuchung, die sich auf Frauen mit Brustkrebs – in wiederum spezifischen Krankheitsstadien – beschränkt, wäre also mindestens notwendig, um wertvolle Untersuchungsergebnisse zu erhalten.

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