Kassen zahlen Kopfgeld für Brustkrebspatientinnen in Brandenburg

(Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2007)

Der „Kampf um Brustkrebs“ treibt weiter Blüten. Unerträglich wird die Situation in Brandenburg, wo Krankenkassen im Zusammenhang mit dem Disease Management offensichtlich Kopfgelder bzw. eine sogenannte Kopfpauschale an einweisende Ärzte zahlen, wenn die Patientin dafür in die von der Kasse gewünschte Einrichtung geht.

Dieses gab nun mittlerweile mehrfach Anlass zu Presseberichterstattungen, während das Thema auf Krebskonferenzen (aktuell in Düsseldorf und Potsdam) offensichtlich von keiner Seite thematisiert wurde.

In puncto Zentrenbildung können wichtige Anforderungen wie eine spezialisierte Mammapathologie und Inhalte, wie sie die Europäischen Leitlinien nun auch für Brustkrebszentren in Hinsicht auf Fallzahlen und zahlreiche andere wichtige Parameter festlegen, von kleinen Häusern manchmal nicht erfüllt werden. Die Kopfpauschale für Brustkrebspatientinnen ist in diesem Fall jedoch mit Sicherheit eine „versicherungsferne“ Leistung, die die Kassen nicht aus den Beiträgen ihrer zahlenden Mitgliedsfrauen geben dürften. Das Verhalten der Kassen ist insofern tatsächlich nicht nachvollziehbar. Es wäre sicher besser, hier auf Informationen für die Frauen zu setzen und klarzustellen, dass die bessere Spezialisierung der medizinischen Versorgung, die nur wirklich gute Zentren bieten, auch bessere Überlebenschancen mit sich bringen.

Zur Presseberichterstattung „Brisantes Thema ausgespart?“ in Potsdamer Neueste Nachrichten PNN
(Nicht mehr online? Wir senden Ihnen das pdf gern zu, schreiben Sie an: redaktion@bcaction.de)


Mehr Info zu Brustzentren:

Was muss ein Brustzentrum leisten?
http://www.bcaction.de/pdf/03info/leistungen-brustzentrum.pdf

Übersicht zu weiteren Infos
http://www.bcaction.de/03info/zentren.htm

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