Gendermedizin – neue Antworten auf alte Fragen? Clio 74 ist da

(Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2015)

[Text: Pressetext FFGZ]
Diese Ausgabe von clio stellt den Genderdiskurs im Gesundheitssystem vor und beleuchtet, inwiefern er in einzelnen medizinischen Fachbereichen bereits eingeführt wird und welche Auswirkungen ein Nicht-Beachten ganz konkret für die einzelne Frau (und auch Mann) haben kann, nämlich eine potenzielle Unter-, Fehl- und Überversorgung. So wird klar, dass die Frage nach der Bedeutung von Gender keine abgehobene wissenschaftliche Diskussion im Elfenbeinturm ist, sondern ganz konkrete Auswirkungen auf jede/n Einzelne/n hat.

Einzelne Beiträge

  • Die Soziologin Ellen Kuhlmann wirft einen Blick hinter die Kulissen der neuen Genderdiskurse in Medizin und Gesundheitsversorgung und macht Chancen ebenso wie die Fallstricke der aktuellen Entwicklungen sichtbar.
  • Die Zahnärztin Christiane Gleissner beleuchtet, wie sich die Geschlechtszugehörigkeit auf die Mundgesundheit auswirkt.
  • Die Nephrologin Christiane Erley zeigt, dass die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau gerade im Hinblick auf die Nierengesundheit sehr markant sind.
  • Die Psychologin Merve Winter bringt es in ihrem Artikel zu Organspenden auf den Punkt: Frauen spenden und Männer empfangen.
  • Die Sozialwissenschaftlerinnen Ina Schaefer und Ingeborg Jahn beschreiben das Projekt „Epi goes Gender“, das EpidemiologInnen unterstützen will, eine geschlechtersensible Forschungspraxis zu entwickeln und zu etablieren.
  • Die Gynäkologin Kirsten Kuhlmann betrachtet Schmerzen in der Gynäkologie aus zwei Blickwinkeln, der Schulmedizin und der traditionellen chinesischen Medizin.
  • Die Gynäkologin Claudia Schumann erklärt Hormonmessungen: Wann werden sie gemacht und wann sind sie sinnvoll?
  • Die Psychologin Anja Herrenbrück beschreibt die Bedeutung der Menstruation, die eine wichtige Rolle beim Erleben des gesamten eigenen Körpers spielt.
  • Die Soziologin Regina Stolzenberg stellt uns ein Projekt vor, das die alten Erkenntnis, dass man Kinder am besten fördert, wenn man ihre Mütter stärkt, in Stadtteilen mit sozialen Problemlagen umsetzt.

Die clio 74 ist erschienen mit Werken der Künstlerin Gabriele Kuntzen.

clio – die Zeitschrift für Frauengesundheit“ Nr. 74 ist zu beziehen für 4,20 € über den Buchhandel mit der ISSN 0933-0747 oder direkt hier zu bestellen über das Feministische Frauen Gesundheits Zentrum e.V., (zzgl. Versandkosten 1,20 €).

Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum e.V.
Bamberger Str. 51
10777 Berlin
Tel:  030 / 213 95 97
Fax: 030 / 214 19 27

Internet: www.ffgz.de
email: ffgzberlin@snafu.de

2 Kommentare
  1. […] Diskussion im Elfenbeinturm ist, sondern ganz konkrete Auswirkungen auf jede/n einzelne/n hat. Weiterlesen …  « ressourcen: Reise der Irrwege – Siddhartha Mukherjees König aller Krankheiten: […]

  2. […] in: Gendermedizin – neue Antworten auf alte Fragen? Zur Förderung von Kindern durch Stärkung ihrer Mütter in Stadtteilen mit sozialen […]

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