Gefahr für das Grazer Frauengesundheitszentrum: AUS! Aktion Umsetzung. Sofort!

(Zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2014)

Wir unterstützen das Grazer Frauengesundheitszentrum. Das FGZ Graz ist eine der wenigen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum, die sich kritisch mit dem Thema Brustkrebs befasst – wie wir. Die Reihe der unabhängigen Frauengesundheitsprojekte, denen öffentliche Mittel gekürzt werden, wächst in vielen Ländern. Das FFGZ Frankfurt/Main, in einer der reichsten deutschen Städte, traf es im Jahr 2013 – nur ein Beispiel. Bitte schreibt zahlreich Mails mit diesem – oder einem von Euch selbst verfassten – Text an die Adressen am Ende der Mail, um Eure Solidarität zu bekunden. Wir unterstützen diese Aktion und bitten auch Euch, unsere LeserInnen …

Unbenannt

Diese Aktion kann und soll weiterverbreitet werden!

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Sehr geehrte Stadtregierung, sehr geehrte Vizebürgermeisterin Schröck,
wie einer Pressemitteilung des Grazer Frauengesundheitszentrums zu entnehmen, hat die Stadt Graz den Vertrag mit dem Frauengesundheitszentrum gekündigt. Angeblich könne sich die Stadt Graz die Förderung sowie die laufende Indexierung nicht leisten, zudem seien die Indexierung und die fixe Fördersumme durch die Stadt Graz ungerecht gegenüber anderen Frauenvereinen, die jährlich neu um Förderungen ansuchen müssen.

Diese Aussagen sind empörend. Das Frauengesundheitszentrum leistet seit vielen Jahren wichtige feministische Basisarbeit und liefert unverzichtbare Expertise. Qualitativ hochwertige Arbeit in dieser Breite ist jedoch nur möglich, wenn das Frauengesundheitszentrum auch finanziell abgesichert ist. Viele Frauenvereine und NGOs leiden unter der unsicheren Fördersituation, wodurch Anstellungen kaum möglich sind und sehr viele Ressourcen in die Bearbeitung von Förderanträgen und -berichten investiert werden müssen. So tragen öffentliche Institutionen dazu bei, dass Mitarbeiterinnen von Frauenvereinen in prekäre Arbeitssituationen gedrängt werden.

Der Maßstab für finanzielle Förderungen können nicht andere Vereine sein, die weniger Geld bekommen, vielmehr muss die (einstige) Situation des FGZ Vorbild für Finanzierungsstrukturen sein.

Zudem ist es in Graz, in der Steiermark und in ganz Österreich gerade jetzt wichtig, in frauenpolitische Maßnahmen zu investieren und nicht das Wirtschaftskrisen-Sparprogramm auf dem Rücken von Frauen auszutragen – gerade, wo so viele gleichstellungspolitische Ziele nach wie vor nicht erreicht sind.
Es ist sehr schade, dass das Doku Graz im vergangenen Jahr aufgrund mangelnder Fördergelder (freiwillig) geschlossen hat. Wie es mit der Unabhängigen Grazer Frauenbeauftragten weitergeht, schein ebenfalls nicht klar zu sein. Dieser feministische Kahlschlag in Graz muss gestoppt werden! Ich fordere Sie daher dazu auf, dem Frauengesundheitszentrum wieder eine dauerhafte Förderung zu gewähren und in die Grazer Frauen-Einrichtungen zu investieren, die so wertvolle und wichtige Arbeit leisten.

Es braucht ein parteienübergreifendes Bekenntnis der gesamten Stadtregierung zur Gleichstellung der Frauen und Mädchen, zur Arbeit der Grazer Fraueneinrichtungen und der Bedeutung der Absicherung.

Mit freundlichen Grüßen

An:
buergermeister.nagl@stadt.graz.at, buergermeisterstellvertreterin.schroeck@stadt.graz.at, stadtrat.hohensinner@stadt.graz.at, stadtrat.eustacchio@stadt.graz.at, stadtraetin.kahr@stadt.graz.at, stadtraetin.ruecker@stadt.graz.at, stadtrat.ruesch@stadt.graz.at, potzinger.family@aon.at, alexandra.marak@gmx.at, Daniela.Grabe@gruene.at

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... sind eine kleine unabhängige Gemeinschaft von Frauen, die sich im Kontext Brustkrebs engagieren. Wir wollen die bestmögliche Behandlung für alle, die von dieser schweren Erkrankung betroffen sind. Wir wollen aber auch, dass die Forschung über die Ursachen von Brustkrebs und über die Möglichkeiten der Primärprävention endlich grundlegend verbessert werden.

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