Datenschutz bei Brustkrebspatientinnen verletzt

(Zuletzt aktualisiert: 27. April 2007)

Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Peter Schaar, kritisierte in seinem 21. Tätigkeitsbericht für das Jahr 2005-2006 u.a. das Vorgehen von gesetzlichen Krankenkassen, bei Herstellern orthopädischer Produkte Bildmaterial von PatientInnen für den Einsatz von nicht konfektionierten Sonderanfertigungen wie Brustprothesen einzusetzen.

Bei allem Verständnis für den sparsamen und angemessenen Umgang mit den Geldern der Versicherten können wir dem Datenschutzbeauftragten der Bundesregierung nur nachhaltig danken, dass er genau hinschaut, wo es Grenzen geben muss.

Datenschutz und Brustkrebs ist immer wieder ein wichtiges Thema, mit dem wir uns in der nächsten Zeit umfassender auseinandersetzen müssen, sei es im Zusammenhang mit der Auswertung von Daten aus Disease-Management-Programmen, die in der Vergangenheit beispielsweise auch schon mal im Ausland auftauchen konnten, bei Online-Umfragen und in Internetforen oder der geplanten elektronischen Patientinnen-Akte u.v.a. Überall spielt Datenschutz heute eine wichtige Rolle – und das betrifft auch Frauen mit Brustkrebs, denn ihre Interessen sind schützenswert.

Der komplette Bericht ist interessant zu lesen:
21. Tätigkeitsbericht 2005-2006 des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, April 2007

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