Citizens for Science: Gemeinsam für einen besseren Schutz vor Pestiziden in Europa

(Zuletzt aktualisiert: 1. November 2018)

Citizens for Science: Europäer schließen sich zusammen für ein höheres Niveau des Schutzes vor Pestiziden

Heute, am 31.10.2018, startet in Brüssel die europaweite Initiative „Citizens for Science in Pesticide Regulation“ (Bürger für Wissenschaft bei der Pestizidregulierung), die von über 100 Organisationen und 25 Wissenschaftlern unterstützt wird. Wir unterstützen diese Initiative, so wie wir in der Vergangenheit auch das Bündnis für Gesundheit und Umwelt Health and Environment Alliance (HEAL) und EDC-Free Europe aktiv unterstützten.

Pestizide sind häufig hormonaktiv. Sie können z.B. eine östrogenähnliche Wirksamkeit entfalten und gelangen in Nahrung, Lebenswelt und den Körper von Frauen. Sie stehen deswegen im Verdacht, die Entstehung von Krebserkrankungen wie Brustkrebs zu begünstigen. Auch für bereits an Brustkrebs erkrankte Frauen sind hormonwirksame Substanzen ein Problem. Deswegen unterstützen wir aktiv Projekte, die sich für vorsorgenden Gesundheitsschutz und die Vermeidung von Stoffen einsetzen, die krank machen können.

Der Start der Initiative erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, denn im Rahmen des sogenannten REFIT-Programms überprüft die Europäische Kommission derzeit die geltende Pestizidgesetzgebung (Verordnung 1107/2009). Dies nahm das neue „Citizens for Science“-Bündnis zum Anlass, in einem Manifest die Schwächen der derzeitigen Gesetzgebung zu analysieren und Vorschläge zur Verbesserung zu präsentieren. In dem Manifest werden neben der Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse  in der Pestizidgesetzgebung vor allem volle Transparenz und die strikte Vermeidung von Interessenkonflikten bei deren Anwendung gefordert. Dies sind genau die Grundsätze, die wir mit unserem Projekt verfolgen.

Intransparenz bei der Genehmigung von Pestiziden können wir nicht brauchen. Gesetzeslücken, durch deren Existenz nach wie vor hochgefährlicher Pestizide in der EU vermarktet werden, müssen dringend geschlossen werden. Der Einsatz von Pestiziden darf nur das allerletzte Mittel sein, wenn alle nichtchemischen Alternativen erprobt wurden und versagt haben. Besonders als bereits an Brustkrebs erkrankte Frauen, schwangere und stillende Frauen und Mädchen, deren Entwicklung nicht abgeschlossen ist, brauchen wir Nahrungsmittel, die nicht mit hormonell wirksamen Chemikalien belastet sind.

Wir unterstützen deswegen das Manifest „Citizens for Science in Pesticide Regulation: Eine Europäische Koalition für präzise Wissenschaft, sichere Lebensmittel und eine gesunde Umwelt“.

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Manifest unterzeichnen

Downloads und Literatur zum Thema

Webseite: Citizens for Science
Das Manifest Citizens for Science (in deutscher Sprache, pdf)
Manifest Citizens for Science (in englischer Sprache, pdf)
Presseerklärung: Europäer fordern besseren Schutz vor Pestiziden (in englischer Sprache, pdf)
PAN Germany Das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.
Gestörte Weiblichkeit: Endokrine Disruptoren, das weibliche Fortpflanzungssystem und Brustkrebs
Gestörte Entwicklung: Risiken während der Schwangerschaft
Prävention zuerst: Brustkrebs und Chemikalienbelastung
The falling age of puberty (Dr. med. Sandra Steingraber)

 

 

 

Benutzungshinweis

Die dieser Webseite zugrunde liegenden Inhalte beleuchten Einzelaspekte aus der Perspektive von betroffenen Frauen und Frauengesundheitsbewegung. Die hier bereitgestellten Informationen sind kein Ersatz für ärztliche Beratung und Behandlung. Im Einzelfall sind Diagnose und Therapieempfehlungen immer Sache der behandelnden ÄrztInnen. Weiterlesen: Haftungsausschluss / Disclaimer

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