Cancer Task Force für Europa?

(Zuletzt aktualisiert: 11. April 2008)

Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit eine Resolution zur Krebsbekämpfung verabschiedet, um den ökologischen Ursachen für die Krankheit auf die Spur zu kommen. Es gibt viele wissenschaftlich untermauerte Belege dafür, dass Chemikalien im Haushalt, Pestizide und mit Abgasen belastete Atemluft zur Entstehung von Krebserkrankungen beitragen. Die Europaabgeordnete Caroline Lucas, die für die Grünen in England im Europaparlament sitzt, hat umfassende Änderungen an einer Entschließung des Europäischen Parlaments eingebracht, die die Etablierung einer europäischen Task Force zur Krebsbekämpfung einschließt. Das berichtete aktuell die Frauenorganisation „Women in Europe for a Common Future“ (WECF e.V.)

Mit dieser Entscheidung hat das Europäische Parlament anerkannt, dass ökologische Ursachen wie Umweltverschmutzung und chemische Kontamination Teil jeder Strategie zur Bekämpfung von Krebs sein muss. Im Jahr 2006 gab es fast 2,3 Millionen Krebsneuerkrankungen und mehr als 1 Millionen Todesfälle durch Krebs Europäischen Union. Am häufigsten sind Brustkrebs, Lungenkrebs und Darmkrebs. Auch die Organisation Greenpeace steht auf dem Standpunkt, dass neben Ursachen wie Rauchen, übermäßigem Alkoholkonsum und genetischen Faktoren Umweltfaktoren die vielleicht wichtigste Ursache im Zusammenhang mit der Zunahme der Krebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten sind.

Unterschiedliche Faktoren können Krebs begünstigen, aber vor allem sogenannte Umwelthormone, die insbesondere für die Entstehung von Brustkrebs mit verantwortlich gemacht werden, gehören zu den tödlichen Verursachern. Aktuelle Studien zeigen aber auch auf, dass Belastung durch krebserregende Stoffe am Arbeitsplatz ebenfalls eine Rolle spielen. Außerdem gibt es Zusammenhänge zwischen dem Einsatz von Pestiziden und Krebserkrankungen. Da der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln europaweit immer noch ansteigt, muss die EU dafür sorgen, dass Produkte, die schwere gesundheitliche Risiken bergen, europaweit schnell vom Markt genommen werden und im Interesse der Gesundheit wirksame Schritte in Richtung einer ökologischen Landwirtschaft gemacht werden.

Weiterlesen:

European Parliament passed important resolution on combatting cancer (Information bei WECF e.V.)

Informationen im Gesundheitsportal der Europäischen Kommission zu Krebserkrankungen

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