Brustkrebssterblichkeit in Großbritannien 2007 leicht gesunken

(Zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2013)
Entwicklung der Brustkrebssterblichkeit in Großbritannien
Entwicklung der Brustkrebssterblichkeit in Großbritannien

Die Brustkrebssterblichkeit in Großbritannien ist im Jahr 2007 auf 11.990 Todesfälle gesunken und damit auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1971. Das besagen die Daten von „Cancer Research UK„. Man geht davon aus, dass sowohl das nationale Screening-Programm wie auch bessere therapeutische Möglichkeiten und Qualitätsstandards bei der Behandlung für die nun vorgelegten Zahlen verantwortlich sind. In Großbritannien erkranken bei einer Bevölkerung von etwa 60.5 Millionen Menschen rund 45.500 Frauen jedes Jahr neu an Brustkrebs  (im Vergleich: Deutschland mit 82.3 Millionen Menschen und ca. 55.000 Neuerkrankungen bei einer Sterblichkeit von ca. 18.000 Frauen). Auch in Großbritannien ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den vergangenen 25 Jahren in Großbritannien um 50% angestiegen.

Die Entwicklung in Großbritannien seit 1989

Im Jahr 1989 starben in Großbritannien 15.625 Frauen an Brustkrebs. Seitdem ist die Sterblichkeit um 200 bis 400 Fälle jährlich gesunken – bis zum Jahr 2004. Im Jahr 2005 gab es wieder einen leichten Anstieg, 2006 und 2007 ist die Sterblichkeit jedoch wieder etwas gesunken. Das Mammographie-Screening-Programm soll nun in Großbritannien bis zum Jahr 2012 auf die Altersgruppe der Frauen zwischen 47 und 73 Jahren ausgedehnt werden, was bedeutet, dass pro Jahr 400.000 Frauen mehr gescreent werden. Diese Erweiterung der Gruppe der „anspruchsberechtigten Frauen“ entspricht bisher nicht den Vorgaben der europäischen Leitlinien. Allerdings durften sich Frauen ab 70 in Großbritannien bisher schon alle drei Jahre auf freiwilliger Basis mammographieren lassen, wenn sie sich dafür selbst angemeldet haben.

Quelle: BBC News, Breast cancer deaths record low v. 22. April 2009

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