Boost-Bestrahlung in der Strahlentherapie von Brustkrebs

(Zuletzt aktualisiert: 13. Mai 2013)

Zur sogenannten „Boost-Bestrahlung“ liegen nun 10-Jahres-Daten aus einem randomisierten klinischen Versuch vor (EORTC trial 22881-10882). Betrachtet wurden die lokale Tumorkontrolle, Fibrose als Nebenwirkung und das Gesamtüberleben nach 10 Jahren.

In den Versuch wurden insgesamt 5.318 Patientinnen (Stadium I und II) eingeschlossen, bei denen eine komplette chirurgische Entfernung des Tumors gelungen war (nachgewiesen durch den entsprechenden pathologischen Befund). In der „Boost-Gruppe“ (2.661 Patientinnen) wurden zusätzlich 16 Gy verabreicht, in der anderen Gruppe ohne Boost waren es 2.657 Patientinnen, die beobachtet wurden.

Der zusätzliche „Boost“, eine verstärkte Strahlendosis, die zusätzlich meist auf das „Tumorbett“ verabreicht wird und bei der anstatt der Photonen noch eine Elektronenstrahlung eingesetzt wird, bewirkte eine geringere Rückfallrate bei den sog. „Lokalrezidiven“, hier 10,2% bei den nicht mit „Boost“ behandelten Patientinnen und lediglich 6,2% bei Patientinnen mit „Boost“-Bestrahlung. Im Gesamtüberleben zeigte sich nach 10 Jahren jedoch kein Vorteil für die „Boost-Gruppe“. Bei jüngeren Patientinnen zeigte sich der Vorteil in Hinsicht auf die geringere Anzahl an Lokalrezidiven deutlicher, jedoch hatte die Patientinnen auch mehr Probleme mit Fibrosen.

Weitere Daten zur Studie/Abstract:
http://www.abstracts2view.com/sabcs06/view.php?nu=SABCS06L_265

Berichterstattung Breast Cancer Action, SF

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