Bioakkumulation – bioakkumulativ

(Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2012)

Als bioakkumulativ / Bioakkumulation wird die Anreicherung eines Stoffes in einem Organismus durch Aufnahme aus dem umgebenden Medium, Berührung bzw. Kontakt mit dem Stoff oder über die Nahrung bezeichnet. Bestimmte Umweltchemikalien reichern sich im Durchgang durch die Nahrungskette an. Besonders problematisch sind Schwermetalle und Pestizide. Sie sind besonders „bioakkumulativ“, reichern sich als an.

Bioakkumalation wird bereits seit Jahrzehnten als Problem erkannt und seit Anfang der 1970er Jahre wurde dazu in Deutschland geforscht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft rief 1971 eine Arbeitsgruppe ins Leben, die sich mit der Anreicherung von „Umweltchemikalien“ in Lebensmitteln befasste. Untersucht wurden damals insbesondere das Insektizid Lindan, ein Stoff, der bioakkumulativ ist und vom Organismus aufgenommen und nicht wieder ausgeschieden, bzw. nicht vollständig wieder ausgeschieden wird. Weiterhin wurde das Herbizid Atrazin und die Schwermetalle Blei, Cadmium und Quecksilber untersucht.

Ein besonderes Problem ist auch die Bioakkumulation von Schadstoffen, die über Verunreinigungen von Wasser in den menschlichen Körper gelangen.

Literatur

Bioakkumulation in Nahrungsketten : zur Problematik der Akkumulation von Umweltchemikalien  in aquatischen Systemen. Ergebnisse aus d. Schwerpunktprogramm „Nahrungskettenprobleme“. Deutsche Forschungsgemeinschaft, hrsg. von K. Lillelund. Weinheim 1987. ISBN 3-527-27123-6<

1 Kommentar
  1. […] ihre Störwirkung entfalten, wie sie persistent (dauerhaft) im Körper verbleiben und sich bioakkumulativ anreichern, so dass heute  jedes Neugeborene mit Hunderten von gefährlichen Schadstoffen im […]

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