"Alternativmedizin" (CAM) | Übersicht

(Zuletzt aktualisiert: 16. März 2012)

Viele Patientinnen wollen und fordern sanftere, weniger schädigende alternative Krebsthreapien ein. Die mit ihren gravierenden Maßnahmen manchmal als wenig heilsam empfundene Schulmedizin bei Krebs wird dabei auf der einen Seite kritisch gesehen und löst auf der anderen Seite mit ihrem ökonomischen Hintergrund bei nicht wenigen Frauen Abneigung aus.

Das Geschäft mit der Hoffnung spielt überall eine Rolle.

Es ist bekannt, dass die meisten Krebspatientinnen auch „alternative“ Methoden einsetzen. Sogenannte „alternative“ oder auch „komplementäre“ – also zusätzlich eingesetzte – Methoden (abgekürzt CAM für Complementary Alternative Medicine) sind oftmals aber ebenfalls ein Geschäft bzw. ein großer Markt. Die unterschiedlichen, teilweise sehr teuren Angebote sind kaum zu überschauen. Es gibt unseriöse  Anbieter, die gefährliche – manchmal sogar lebensgefährliche – Methoden anbieten. Manches wird individuell aber auch hilfreich von Patientinnen empfunden.

Informationen zur grundsätzlichen Orientierung bietet der Krebsinformationsdienst (KID) an unter: http://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/broschueren/alternativmedizin.php

Im gerade vom KID aktualisierten Informationsblatt „Alternative Krebsmedizin“ (pdf, Stand: 15.12.2009) heißt es: „Ist eine Krebserkrankung weit fortgeschritten, ist es gerechtfertigt, auch experimentelle Methoden in Betracht zu ziehen.“ Es werden Hinweise zur Einschätzung gegeben und viele Fragen gelistet, die hilfreich bei der Einschätzung von einzelnen Angeboten sein können.

Der KID berät auch zu Fragen bei alternativen Therapien unter der Rufnummer 0800 – 420 30 40.

Auch das Tumorzentrum Freiburg hat eine Broschüre, in der einzelne Therapien direkt angesprochen, herausgegeben, die unter dem Titel Komplementäre Verfahren (pdf, Stand 12/2007) erschienen ist. Die Information ist aktuell online nicht verfügbar.

Ältere Informationen zu komplementären Fragen finden sich auch hier:

Das Tumorzentrum München hat früher Informationen zu einzelen Maßnahmen bereitgestellt, die bei archive.org noch nachgelesen werden können:

Eine Art „Quackwatch“, ein Platz, wo differenziert gerade auch ungeprüfte, unbewiesene oder gefährliche Methoden kritisch in deutscher Sprache auf den Prüfstand gestellt werden, gibt es bisher nicht.

Aktualisiert 03/2012

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