Aktuelles aus dem a-t: Hand-Fuß-Syndrom und Veränderungen des Fingerabdrucks

(Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2014)

Medikamete, die zur Chemotherapie bei Brustkrebs angewendet werden, wie z.B. Paclitaxel und Capecitabin, können im Zusammenhang der Nebenwirkungen (Hand-Fuß-Syndrom) mit Veränderungen des Fingerabdrucks einhergehen. Darauf verweist das aktuelle Arzneitelegramm. Pflegecremes sollen leichte Besserung gebracht haben.

Schon länger bekannt sei die Nebenwirkung für das Medikament Capecitabin (Xeloda), das sehr häufig ein schweres Hand-Fuß-Syndrom mit Blasenbildung und Hautablösung verursache. Ein Hinweis darauf, dass sich dieses auf den Fingerabdruck auswirken kann, fehle in der Fachinformationen. Auch bei anderen Krebsmedikamenten, die ein Hand-Fuß-Syndrom auslösen könnten, sei mit Veränderungen bzw. Verlust von Fingerlinien zu rechnen. Die Nachricht ist besonders auch deswegen wichtig, da der Fingerabruck in technischen Systemen zur Identifikation von Menschen benötigt wird. Auch bei Ausweiskontrollen, wie im a-t beschrieben, kann es bei Veränderungen des Fingerabdrucks entsprechend zu Probleme für PatientInnen kommen.

Wer reist, z.B. in die USA, oder entsprechende technische Geräte nutzt, um sich mit dem Fingerabdruck zu authentifizieren, sollte also an entsprechende vorsorgliche Maßnahmen denken, z.B. ein Schreiben über die erhaltene Therapie (am besten auch auf Englisch) mit auf Reisen nehmen etc.

Weitere Information s. arznei-telegramm (kostenpflichtig!)

Quellenangabe: Nebenwirkungen: Verlust des Fingerabdrucks durch Krebsmittel, a-t 2014, Jg. 45, Nr. 9; S. 88

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