Ab 40 Screening? Studie konnte Vorteile nicht belegen

(Zuletzt aktualisiert: 4. Mai 2013)

Die randomisierte kontrollierte Studie des britischen Institute of Cancer Research kommt zu dem Ergebnis, dass ein Brustkrebsscreening ab dem 40. Lebensjahr die Brustkrebssterblichkeit zwar um 17 Prozent senkt. Bei Teilnahme aller Frauen könnten es sogar 24 Prozent sein.

Die absolute Risikoreduktion beträgt 0,40 vermiedene Brustkrebstodesfälle auf 1.000 zum Screening eingeladene Frauen. Etwa 2.500 Frauen müssten eingeladen werden, um eine Frau vor einem Brustkrebstod zu retten (Number needed do screen, NNS). Wobei der Erfolg nicht sicher ist, da die Ergebnisse das Signifikanzniveau verfehlten.

Wichtig in diesem Kontext, es gibt mehrere solcher Studien, die jedoch zu leicht differierenden (z.T. etwas besseren) Ergebnissen für Frauen dieser Altersgruppe kommen. Allerdings dürften diese Daten dazu führen, dass sich noch längere Zeit nichts tun wird in Hinsicht auf die Senkung der Sterblichkeit der Altersgruppe, die nach den Vorgaben der Europäischen Leitlinien zur qualitatsgesichterten Brustkrebsfrüherkennung mit Mammografie-Screening einzuladen sind (zur Zeit zwischen 50 und 70 Jahren).

Quellen / Links:

Pressemitteilung des Lancet

Pressemitteilung des Institute of Cancer Research

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