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	<title>infoblog!</title>
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	<description>relevante berichte zum thema brustkrebs</description>
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		<title>Darf die Pharmaindustrie direkt an die VerbraucherInnen ran?</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/dtca-no/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/wordpress/dtca-no/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 19:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[arzneimittelmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[arzneimittelwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[heilmittelwerbegesetz schützen]]></category>
		<category><![CDATA[medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sagen Nein! Seitdem es unser Projekt gibt, haben wir uns für den &#62;&#62;&#62; Schutz des Heilmittelwerbegesetzes eingesetzt. Wir wollen keine Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente bei &#8220;EndverbraucherInnen&#8221;. Diese Medikamente sind keine Produkte wie andere auch. Sie sind nicht ohne Grund weltweit stark reguliert. Sie können schwere gesundheitliche Schäden auslösen, wenn sie falsch eingesetzt werden.
Gerade Patientinnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3287" class="wp-caption alignleft" style="width: 203px"><a href="http://www.bcaction.de/pdf/infoblog/2010_DTCA-NEIN.pdf"><img class="size-medium wp-image-3287 " title="Für besseren VerbraucherInnenschutz in Europa: Gegen die Bewerbung verschreibungspflichtiger Medikamente bei PatientInnen" src="http://www.bcaction.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/Clipboard01-214x300.jpg" alt="Für besseren VerbraucherInnenschutz in Europa: Gegen die Bewerbung verschreibungspflichtiger Medikamente bei PatientInnen" width="193" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Für besseren VerbraucherInnenschutz in Europa: Gegen die Bewerbung verschreibungspflichtiger Medikamente bei PatientInnen</p></div>
<p><span style="color: #60748a;"><strong>Wir sagen Nein!</strong> Seitdem es unser Projekt gibt, haben wir uns für den<span style="text-decoration: underline;"> <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/category/medikamente/heilmittelwerbegesetz-schuetzen/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Schutz des Heilmittelwerbegesetzes</a></span> eingesetzt. Wir wollen keine Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente bei &#8220;EndverbraucherInnen&#8221;. Diese Medikamente sind keine Produkte wie andere auch. Sie sind nicht ohne Grund weltweit stark reguliert. Sie können schwere gesundheitliche Schäden auslösen, wenn sie falsch eingesetzt werden.</p>
<p>Gerade Patientinnen mit Brustkrebs waren in den vergangenen Jahren einem verstärkten Verschreibungsdruck ausgesetzt, z.B. bei &#8220;Epo&#8221;, Antidepressiva, bei speziellen schädigenden Hormonersatztherapien, die besonders bei Frauen mit Brustkrebs beworben wurden, etc. Hier ist Patientinnen Schaden entstanden, und hier sind gesponserte Patientinnenorganisationen benutzt worden. Auch bei anderen sehr hochpreisigen Therapien ist in den letzten Jahren ein erkennbarer, unzulässiger Druck entstanden. Dieser Druck auf die Verschreibungspraxis über PatientInnen ist gesundheitsgefährdend bis lebensgefährlich. Die Erfahrungen in den Vereinigten Staaten, dem einzigen Land neben Neuseeland, in dem diese Form der Werbung zugelassen ist, stimmen mehr als bedenklich. </span></p>
<p>Die Verordnung verschreibungspflichtiger Medikamente in Deutschland und Europa muss ÄrztInnen überlassen bleiben, die die Verordnung unabhängig von Herstellerinteressen im alleinigen Interesse der Gesundheit ihrer PatientInnen vornehmen. Breiten Raum in unserer Arbeit nimmt die solidarische Gesundheitsversorgung ein, auf die wir alle gleichermaßen angewiesen sind. Das nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gestaltete in den Markt Drücken von hochpreisigen Krebsmedikamenten, deren Nutzen oft nicht in ausreichendem Maße belegt ist, gefährdet den solidarisch gestalteten Zugang zur Medizin für uns alle.</p>
<p>Wir unterstützen deswegen mit Nachdruck das Verbot der Werbung für verschreibungsplfichtige Medikamente und unterstützen im Netzwerk &#8211; gemeinsam mit <a href="http://www.bukopharma.de" target="_blank">&gt;&gt;&gt; bukopharma.de</a> und 29 anderen Organisationen &#8211; dieses Anliegen quer durch Europa:</p>
<p>Der neu gewählte EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz John Dalli sicherte im vergangenen Monat zu, den Gesetzesvorschlag zu PatientInneninformation noch einmal kritisch zu hinterfragen. 29 europäische und nationale Organisationen &#8211; darunter Breast Cancer Action Germany &#8211; fordern den Kommissar auf, den Gesetzentwurf komplett umzuschreiben, damit er den Interessen der VerbraucherInnen an guter Gesundheitsinformation gerecht wird. Mitunterzeichner sind auch <a href="http://www.haiweb.org/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Health Action International</a> (HAI), bei dem die Pharma-Kampagne Mitglied ist, und <a href="http://www.isdbweb.org/pag/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; International Society of Drug Bulletins</a> (ISDB), deren Präsidenten die Pharma-Kampagne derzeit stellt.</p>
<p>Der Gesetzesvorschlag war im Dezember 2008 unter der Führung des Generaldirektorates Unternehmen und Industrie in den parlamentarischen Prozess gebracht worden und würde es der Pharmaindustrie erlauben, direkt mit VerbraucherInnen über Gesundheit, Krankheit und rezeptpflichtige Arzneimittel zu kommunizieren. Basis des Gesetzesvorschlags war ein im Juni 2007 veröffentlichter Bericht, der eine &#8220;Bestandsaufnahme&#8221; der Quellen für PatientInneninformation zu Gesundheit beinhalten sollte. Jedoch war der Bericht so einseitig, dass Zweifel an der aufrichtigen Bereitschaft der EU-Kommission, die kritischen Punkte zu diskutieren, angebracht erscheinen.</p>
<p>In öffentlichen Konsultationen äußerte sich dementsprechend eine große Anzahl von EinwenderInnen kritisch, wobei besonders hervorgehoben wurde, dass die Pharmaindustrie wegen ihrer kommerziellen Interessen nicht als eine verlässliche Quelle von unabhängiger Information angesehen werden kann. <strong>Auch der EU-Ministerrat (Versammlung aller EU-GesundheitsministerInnen) lehnte im Juni 2009 die Vorschläge der Kommission ab.</strong></p>
<p>Sollten sich die Mitglieder des Europäischen Parlamentes mit einem solchen Gesetzesvorschlag beschäftigen? Nein, denn <strong>der vorliegende Text befriedigt nicht die Bedürfnisse der europäischen BürgerInnen nach unabhängiger, vergleichender und ausgewogener Gesundheitsinformation.</strong></p>
<p>Hier sind fünf konkrete Vorschläge, wie Gesundheitsinformationen im Sinne der VerbraucherInnen verbessert werden können:</p>
<ul>
<li> Verbesserung des Beipackzettels (z.B. auf Leserlichkeit und Verständlichkeit).</li>
</ul>
<ul>
<li>Verbesserung der Arzt-PatientInnen-Kommunikation. Die Information der PatientInnen und das Eingehen auf die Bedürfnisse des Einzelnen bedarf eines vertrauensvollen Dialoges. Dies ist die Kernaufgabe von Angehörigen des Gesundheitsdienstes.</li>
<li>Stärkung der nationalen Behörden, damit sie aktiver und transparenter Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellen. Dies beinhaltet auch den öffentlichen Zugang zu Daten über Wirksamkeit und Nutzen von Arzneimitteln und anderen Gesundheitsprodukten, und zwar vor und nach der Zulassung der Produkte für den Arzneimittelmarkt.</li>
</ul>
<ul>
<li> Entwicklung, Vernetzung und Stärkung bereits existierender Quellen unabhängiger Gesundheitsinformationen.</li>
<li>Stärkere Kontrolle von Verstößen gegen das Heilmittelwerbegesetz sowie eine schärfere Ahndung von Verstößen.</li>
</ul>
<p>Die Pressemitteilung in englischer Sprache wird von 29 Organisationen getragen &#8211; darunter 14 aus Deutschland. <strong>Wir sind dabei.</strong> <a href="http://www.bcaction.de/pdf/infoblog/2010_DTCA-NEIN.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Hier geht es zum vollständigen englischen Text </a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tamoxifen und Paroxetin: Brustkrebssterblichkeit erhöht sich bei kombinierter Einnahme dramatisch</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/tamoxifen-paroxetin-fluoxetin/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/wordpress/tamoxifen-paroxetin-fluoxetin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 21:36:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[therapie]]></category>
		<category><![CDATA[warnhinweise für medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Brustkrebsmedikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Tamoxifen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem als Antidepressivum verordenten verschreibungspflichtigen Medikament Paroxetin steigt die Brustkrebssterblichkeit deutlich an, wie eine gerade im British Medical Journal veröffentlichte Untersuchung gezeigt hat. Das als Generikum (&#8221;No-Name-Präperat&#8221;) bzw. unter den Handelsnamen Paroxat, Seroxat, Tagonis, Paroxedura, Parolich oder Paroxalon verkaufte Medikament sollte nicht eingenommen werden, wenngleichzeitig das Brustkrebsmedikament Tamoxifen eingenommen wird. Unter den beiden Medikamenten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3280" class="wp-caption alignright" style="width: 267px"><a href="http://www.flickr.com/photos/jackal1/279971642/"><img class="size-medium wp-image-3280 " title="Paroxetine_flickr" src="http://www.bcaction.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/Paroxetine_flickr1-271x300.jpg" alt="Paroxetine und andere Medikamente<br />
im Cocktail von Jackal1 (CC 2.0)" width="257" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Paroxetin und andere Medikamente<br />
im Cocktail von Jackal1 (CC 2.0)</p></div>
<p>Unter dem als Antidepressivum verordenten verschreibungspflichtigen Medikament Paroxetin steigt die Brustkrebssterblichkeit deutlich an, wie eine gerade im British Medical Journal veröffentlichte Untersuchung gezeigt hat. Das als Generikum (&#8221;No-Name-Präperat&#8221;) bzw. unter den Handelsnamen Paroxat, Seroxat, Tagonis, Paroxedura, Parolich oder Paroxalon verkaufte Medikament sollte nicht eingenommen werden, wenngleichzeitig das Brustkrebsmedikament Tamoxifen eingenommen wird. Unter den beiden Medikamenten entstehen möglicherweise Wechselwirkungen, die eine Gefährdung für Frauen mit Brustkrebs bedeuten.</p>
<p>Catherine Kelly und Mitarbeiter vom Institute for Clinical Evaluative Sciences (ICES) in Toronto, Kanada berechneten das Risiko:  Eine Behandlung über 41 Prozent der Zeit der Tamoxifen-Einnahme <strong>verursacht einen zusätzlichen Todesfall innerhalb von fünf Jahren pro 20 Frauen</strong> mit der genannten Medikation. Dauert die Paroxetin-Einnahme länger, steigt das Todesrisiko sogar noch an.</p>
<p>Daten von 2.430 Frauen im Alter über 65 Jahren, die in den Jahren 1993 bis 2005 eine medikamentöse Brustkrebstherapie mit Tamoxifen erhielten, wurden statistisch ausgewertet. Etwa 30 Prozent der Patientinnen bekamen gleichzeitig von ihren Ärzten ein entprechendes Antidepressivum verschrieben. Dies sei &#8220;nicht ungewöhnlich&#8221;, da die Krebserkrankung und die &#8220;klimakterischen&#8221; Nebenwirkungen von Tamoxifen zu einer depressiven Verstimmung führen könnten.</p>
<p>Ein Vorteil bzw. die Arzneimittelsicherheit für die Einnahme dieser Medikamentenkombinantion war offensichtlich im Vorfeld dieser Therapien nicht belegt.  Das Deutsche Ärzteblatt schrieb: <strong>&#8220;Bei einer Paroxetineinnahme über die gesamte Dauer der Hormonbehandlung von in der Regel fünf Jahren betrug diese &#8220;Number needed to harm&#8221; (Anzahl der Frauen, die einen Schaden unter der Therapie erleiden) sogar nur 6,9.&#8221; </strong>In Deutschland wurde die Warnung auch auf das ähnlich wirkende Medikament Fluoxetin ausgedehnt.</p>
<h3>Wer stellt Medikamentensicherheit für Frauen mit Brustkrebs sicher?</h3>
<p>Die Ergebnisse werfen erneut Fragen nach der Sicherheit bei den zahlreichen Medikamentencocktails auf, die Frauen mit Brustkrebs verordnet werden. Die zuständigen deutschen Einrichtungen für Arzneimittelsicherheit wie etwa das <a href="http://www.bfarm.de/cln_012/nn_1194240/SiteGlobals/Forms/Suche/serviceSucheForm,templateId=processForm.html?resourceId=421166&amp;input_=&amp;pageLocale=de&amp;searchEngineQueryString=tamoxifen&amp;sortString=-score&amp;searchArchiveDocs=0&amp;searchCurrentDocs=0&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">BfArM</a> (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) oder das <a href="http://www.iqwig.de/suche.159.html?search[q]=Tamoxifen&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">IQWiG</a> (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) haben bisher keine Warnungen für Frauen mit Brustkrebs und ihre ÄrztInnen herausgegeben. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und die Deutsche  Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) haben am 03.03.2010 immerhin eine Stellungnahme abgegeben und fordern weitere Studien. Ob sie sich dabei vorstellen, dass erkrankte Patientinnen sich in diesen Studien den bekannt gewordenen Risiken freiwillig aussetzen? Ebenso empfehlen sie den Griff zu weiteren Antidepressiva &#8211; und zwar ohne dass nicht-medikamentöse Alternativen diskutiert werden. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft und die Bundesärztekammer haben bisher keine Informationen bereitgestellt. Wer wird im Interesse von Patientinnen Verantwortung übernehmen?</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Test: <a href="http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Brustkrebs-Vorsicht-bei-Tamoxifen-und-Paroxetin-1852247-2852247/" target="_blank">Brustkrebs &#8211; Vorsicht bei Tamoxifen und Paroxetin</a> Stiftung Warentest</p>
<p><a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/40020/Toedliche_Wechselwirkung_Antidepressiva_schwaechen_Tamoxifen.htm" target="_blank">Tödliche Wechselwirkung: Antidepressiva schwächen Tamoxifen</a> Deutsches Ärzteblatt</p>
<p>Originalveröffentlichung: (pdf) <a href="http://www.bmj.com/cgi/reprint/340/feb08_1/c693.pdf" target="_blank">Selective serotonin reuptake inhibitors and breast cancer mortality in women receiving tamoxifen</a>: a population based cohort study, BMJ 2010;340:c693</p>
<p><span style="font-style: normal;">Pressemeldung des ICES: <a href="http://www.ices.on.ca/webpage.cfm?site_id=1&amp;org_id=117&amp;morg_id=0&amp;gsec_id=3086&amp;item_id=5984&amp;utility_link_id=3086" target="_blank">Popular antidepressant blocks the life-saving benefits of tamoxifen in breast cancer patients</a></span></p>
<p>Pressemeldung des Britisch Medical Journal (BMJ): <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-02/bmj-pab020810.php" target="_blank">Popular antidepressant blocks the beneficial effects of tamoxifen in breast cancer</a></p>
<p>Bericht zur Stellungnahme von <a href="http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2010/03/03/tamoxifen-nicht-gleichzeitig-mit-paroxetin-und-fluoxetin-einsetzen.html" target="_blank">AMK und DPhG</a> im Internetportal der Deutschen Apotheker Zeitung: &#8220;Tamoxifen nicht gleichzeitig mit Paroxetin und Fluoxetin  einsetzen!&#8221;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bereits 57.000 Unterschriften gegen die Kopfpauschale / Überparteiliches Bündnis gegen einkommensunabhängige KV-Beiträge</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/bereits-57-000-unterschriften-gegen-die-kopfpauschale-uberparteiliches-bundnis-gegen-einkommensunabhangige-kv-beitrage/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 16:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[interessenvertretung]]></category>
		<category><![CDATA[krankenkassen]]></category>

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		<description><![CDATA[Kampagne &#8220;Kopfpauschale stoppen&#8221; wurde bereits Anfang Februar gestartet.
01.03.2010 &#8211; 13:02 Uhr, Pressemeldung Campact e.V. Berlin (ots) &#8211; &#8220;Während die SPD erst heute eine Unterschriften-Kampagne gegen die Kopfpauschale startet, hat ein überparteiliches Bündnis seit Anfang Februar bereits rund 57.000 Unterschriften im Internet gesammelt (http://www.kopfpauschale-stoppen.de). Die Kampagne &#8220;Kopfpauschale stoppen!&#8221; wurde vom Kampagnen-Netzwerk Campact initiiert und wird unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kampagne &#8220;Kopfpauschale stoppen&#8221; wurde bereits Anfang Februar gestartet.</p>
<div id="attachment_3255" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.kopfpauschale-stoppen.de"><img class="size-full wp-image-3255  qfalmnakzvdrehqfbrdc qfalmnakzvdrehqfbrdc qfalmnakzvdrehqfbrdc qfalmnakzvdrehqfbrdc" title="gesund_rectangle_300x250" src="http://www.bcaction.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/gesund_rectangle_300x250.jpg" alt="Kopfpauschale stoppen - Entsolidarisierung verhindern" width="300" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Kopfpauschale stoppen - Entsolidarisierung verhindern</p></div>
<p>01.03.2010 &#8211; 13:02 Uhr, Pressemeldung Campact e.V. Berlin (ots) &#8211; &#8220;Während die SPD erst heute eine Unterschriften-Kampagne gegen die Kopfpauschale startet, hat ein überparteiliches Bündnis seit Anfang Februar bereits rund 57.000 Unterschriften im Internet gesammelt (<a href="http://www.kopfpauschale-stoppen.de" target="_blank">http://www.kopfpauschale-stoppen.de</a>). Die Kampagne &#8220;Kopfpauschale stoppen!&#8221; wurde vom Kampagnen-Netzwerk Campact initiiert und wird unter anderem von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte unterstützt.</p>
<p>Die Kampagne richtet sich gegen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Rösler (FDP), wonach künftig alle Arbeitnehmer einen Einheitsbeitrag zur Krankenversicherung bezahlen sollen, unabhängig davon wie viel sie verdienen. <strong>&#8220;Bei der Kopfpauschale müssen Menschen mit niedrigen Einkommen für<br />
die Entlastung der Besserverdienenden bezahlen&#8221;</strong>, sagte Christine Borchers von Campact. &#8220;Den komplizierten und bürokratischen sozialen Ausgleich über das Steuersystem müssten Millionen Menschen in Anspruch nehmen. Das ist angesichts der Löcher in den öffentlichen Haushalten völlig unfinanzierbar.&#8221;</p>
<p>Campact plant für die nächsten Wochen weitere Aktionen gegen die Kopfpauschale. &#8220;<strong>Die große Mehrheit der Menschen ist für ein solidarisches Gesundheitswesen</strong>. Wer viel verdient, muss auch einen höheren Beitrag leisten. Das wollen wir mit unserer Kampagne deutlich machen&#8221;, sagte Borchers.</p>
<p>Die Kampagne wird außer von Campact und Verdi auch vom Verein demokratischer Pharmazeutinnen und Pharmazeuten, dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Patientinnenstellen und -initiativen (BAGP), dem Verein Armut und Gesundheit, <strong>Breast Cancer Action Germany</strong>, dem Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V, der<br />
Verdi-Jugend und den Internationalen Ärzten zur Verhütung des Atomkrieges &#8211; Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) unterstützt.&#8221;</p>
<h3>Quelle</h3>
<p>Originaltext: Campact e.V.<br />
Digitale Pressemappe: <a href="http://presseportal.de/pm/64126">http://presseportal.de/pm/64126</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Aktuelle Zahlen zu Brustkrebs und Krebs</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/brustkrebs_2000-2007_zahlen/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/wordpress/brustkrebs_2000-2007_zahlen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 20:40:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[krebsregistrierung]]></category>
		<category><![CDATA[zahlen & daten]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[zusammengestellt von Beate Schmidt
Rechtzeitig zum gerade eröffneten &#62;&#62;&#62; 29. Deutschen Krebskongress legte das Robert Koch-Institut (RKI) neue Zahlen zu Krebserkrankungen in Deutschland vor. Da wir in unserem Land nicht über ein nationales Krebsregister verfügen, müssen wir allerdings weiterhin mit Schätzungen der Daten auskommen. Gemeinsam mit der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID) hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>zusammengestellt von Beate Schmidt</em></p>
<p>Rechtzeitig zum gerade eröffneten <a href="http://dkk2010.de/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; 29. Deutschen Krebskongress</a> legte das <a href="http://www.rki.de" target="_blank">Robert Koch-Institut (RKI)</a> neue Zahlen zu Krebserkrankungen in Deutschland vor. Da wir in unserem Land nicht über ein nationales Krebsregister verfügen, müssen wir allerdings weiterhin mit Schätzungen der Daten auskommen. Gemeinsam mit der <a href="http://www.gekid.de" target="_blank">Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID)</a> hat das RKI seine Reihe &#8220;Krebs in Deutschland &#8211; Häufigkeiten und Trends&#8221; mit den Zahlen zur Verbreitung von Krebskrankheiten für 2005/2006 fortgesetzt.</p>
<p>Die GEKID hat ein weiteres neues Internetangebot, den <a href="http://www.ekr.med.uni-erlangen.de/GEKID/Atlas/Inzidenz/atlas.html" target="_blank">GEKID-Atlas: Inzidenz und Mortalität von Krebserkrankungen in den Bundesländern</a>, bereitgestellt. Wir  haben den Atlas getestet und in eine Tabelle für uns umgesetzt. Bei GEKID kann man jetzt, nach Indikationen getrennt, Daten zu Neuerkrankungsraten und Krebssterblichkeit der letzten Jahre abrufen. Hier die Daten zu Brustkrebs bei Frauen aus zwei ausgewählten Bundesländern (Berlin und Bayern) in der Gegenüberstellung zu den bundesweiten Zahlen.</p>
<h3><strong>GEKID-Atlas:   Zahlen zu Brustkrebs</strong></h3>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3" valign="top"><strong>Brustkrebs in Berlin</strong></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Jahr</td>
<td style="text-align: right;" valign="top"><span style="color: #ffffff;">__</span>Erkrankungszahlen</td>
<td style="text-align: right;" valign="top"><span style="color: #ffffff;">__</span>Todesfälle</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2000</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">1.972</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">697</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2001</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">1.939</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">654</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2002</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">1.977</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">675</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2003</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">2.014</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">634</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2004</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">2.152</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">689</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2005</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">2.222</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">649</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2006</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">2.063</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">685</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2007</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">keine   Daten</td>
<td style="text-align: right;" valign="top">632</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3><span style="color: #ffffff;">__</span></h3>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3" valign="top"><strong>Brustkrebs   in Bayern</strong></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Jahr</td>
<td style="text-align: right;" valign="top"><span style="color: #ffffff;">__</span>Erkrankungszahlen</td>
<td style="text-align: right;" valign="top"><span style="color: #ffffff;">__</span>Todesfälle</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2000</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">keine   Daten</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">2.561</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2001</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">keine   Daten</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">2.656</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2002</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">8.783</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">2.715</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2003</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">9.146</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">2.593</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2004</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">9.496</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">2.658</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2005</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">9.895</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">2.653</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2006</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">9.717</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">2.564</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2007</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">keine   Daten</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">2.536</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3><span style="color: #ffffff;">__</span></h3>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="3" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3" valign="top"><strong>Brustkrebs   in Deutschland</strong></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Jahr</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;"><span style="color: #ffffff;">__</span>Erkrankungszahlen</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;"><span style="color: #ffffff;">__</span>Todesfälle</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2000</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">keine   Daten</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">17.814</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2001</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">keine   Daten</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">17.504</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2002</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">keine   Daten</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">17.780</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2003</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">58.397</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">17.173</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2004</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">59.353</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">17.592</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2005</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">61.213</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">17.455</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2006</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">62.854</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">17.286</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2007</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">keine   Daten</div>
</td>
<td valign="top">
<div style="text-align: right;">16.780</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3><span style="color: #ffffff;">__</span></h3>
<p>Die Daten für Brustkrebs in den Bundesländern Berlin und Bayern zeigen tendenziell einen leichten Anstieg bei den Erkrankungszahlen und eine leider recht stabil unveränderte Sterblichkeit mit minimalen Schwankungen. Bundesweit liegt die Anzahl der Todesfälle allerdings erstmals seit dem Jahr 2000 unter 17.000. Es bleibt zu hoffen, dass dies bereits die endgültigen Zahlen sind und der sich hier erstmals zeigende Trend nicht nur eine übliche Schwankung ist, sondern sich weiter fortsetzt.</p>
<p>Die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie hat den europäischen Trend in einer <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-11/esfm-nfo112509.php" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Presseerklärung v. 29.11.2009</a> erklärt. Demnach sinke die Brustkrebssterblichkeit bei Frauen aller Altersgruppen in den meisten westeuropäischen Ländern. Ursächlich dafür sei eine verbesserte Therapie in Kombination mit verbesserter Diagnostik. Wir werden gerade die Zahlen bei uns weiter genau beobachten.</p>
<p>Bei den für Deutschland vorliegenden bundesweiten Zahlen handelt es sich nach wie vor um Schätzungen, da aus verschiedenen Bundesländern keine genauen Zahlen verfügbar sind. Das Robert Koch-Institut schreibt in einer <a href="http://www.rki.de/cln_160/nn_205760/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2010/03__2010.html" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Pressemeldung vom 23. Februar 2010</a> u.a., dass PatientInnen ihre Ärzte auffordern mögen, ihren Fall zu melden. Eigentlich sollte es wirksamere Wege einer vollständigen Krebsregistrierung geben, als den „schwarzen Peter“ der unzulänglichen Krebsregistrierung in Deutschland in dieser Weise nach unten weiterzureichen. Immerhin werden aber nun durch das im Jahr 2009 in Kraft getretene <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bkrg/gesamt.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Bundeskrebsregisterdatengesetz</a> die Bundesländer erstmals verpflichtet, dem Robert Koch-Institut flächendeckende und vollzählige Daten aus den Landeskrebsregistern zu übermitteln. Das RKI muss umgekehrt den Ländern die aufgearbeiteten Daten rasch zur Verfügung stellen und diese auch an Dritte für wissenschaftliche Auswertungen weitergegeben.</p>
<p>Kritik an der so etablierten Form der nationalen Krebsregistrierung hat die Stiftung Koalition Brustkrebs mit einem <a href="http://www.stiftung-koalitionbrustkrebs.de/Aktuelles/februar2009/Brief%20Nationales%20Krebsregister.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) offenen Brief an (damals noch) Bundesministerin Ulla Schmidt</a> gerichtet, und auch die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. hatte eine <a href="http://www.gmds.de/pdf/publikationen/stellungnahmen/Stellungnahme_NKRG.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) kritische Stellungnahme</a> vorgelegt.</p>
<p>Die „Dachdokumentation Krebs“ des Robert Koch-Instituts heißt ab 2010 <a href="http://www.rki.de/cln_011/nn_226978/DE/Content/GBE/DachdokKrebs/krebs__node.html__nnn=true" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Zentrum für Krebsregisterdaten</a> und soll zukünftig mit verbesserter personeller Ausstattung mehr leisten. Mit <a href="http://www.rki.de/cln_160/nn_205760/DE/Content/GBE/DachdokKrebs/KID/kid__node.html?__nnn=true" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Krebs in Deutschland: Häufigkeiten und Trends 2005/2006</a> (ISBN 978-3-89606-182-9) ist am 23. Februar 2010 ein neues Zahlenwerk vorgelegt worden, das wieder kostenlos als <a href="http://www.rki.de/cln_160/nn_203956/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/KID2010,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/KID2010.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; pdf komplett</a> heruntergeladen werden kann. Die <a href="http://www.rki.de/cln_160/nn_203956/DE/Content/GBE/DachdokKrebs/KID/Lokalisationen/C50,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/C50.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Daten zu Brustkrebs</a> können ebenfalls direkt abgerufen werden.</p>
<p>Das RKI hält fest, dass die Brustkrebsraten in Deutschland zwischen 1980 und 2000 stetig angestiegen seien und seitdem stabil wären. Nun geht man jedoch vor dem Hintergrund der Etablierung des Mammographie-Screenings zumindest von einem vorübergehenden Anstieg (S. 56) aus. Außerdem gehe die Brustkrebssterblichkeit in Deutschland deutlich zurück, Zahlen siehe oben. Das Lebenszeitrisiko von Frauen, an Brustkrebs zu erkranken, wird mit 1 : 9 und das Sterblichkeitsrisiko mit 1 : 29 angegeben. Die aktuellen Zahlen sind für uns Anlass, uns weiterhin nachhaltig einzubringen und die Situation von Frauen mit Brustkrebs in Deutschland, Europa und anderswo weiterhin intensiv zu beleuchten.</p>
<h3>Weiterlesen:</h3>
<p><a href="http://www.bcaction.de/lernen/brustkrebs-in-deutschland-europa-und-weltweit/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Brustkrebs in Deutschland, Europa und weltweit</a>: mehr Zahlen &amp; Daten bei uns</p>
<p><a href="http://www.ekr.med.uni-erlangen.de/GEKID/Atlas/Inzidenz/atlas.html" target="_blank">&gt;&gt;&gt; GEKID-Atlas</a> (aktueller Flash-Player erforderlich)</p>
<p>Berichterstattung im Deutschen Ärzteblatt: <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=40171" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Mehr Krebskranke in Deutschland</a> vom 23.02.2010</p>
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		</item>
		<item>
		<title>In der Zwickmühle &#8211; DDT ja oder nein?</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/in-der-zwickmuehle-ddt-ja-oder-nein/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 07:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[pestizide & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[umwelt | prävention]]></category>
		<category><![CDATA[umweltbelastungen]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelthormone]]></category>

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Ausschnitt Tagessspiegel


Unter dem Titel &#8220;Verteufelter Schutz&#8221; berichtet Kai Kupferschmidt aus Swasiland am 10.02.2010 im Berliner &#62;&#62;&#62; Tagesspiegel vom dort derzeit erfolgenden Einsatz des Pestizids DDT zur Bekämpfung der Malaria. Aus dem Bericht: „DDT ist ein furchtbares Gift“, sagt Carina Weber vom Pestizid-Aktions-Netzwerk und zählt die Risiken auf: Brustkrebs, verringerte Spermienzahl, Störungen des Hormonhaushaltes: „Und dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_94" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt><a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,3025913"><img title="Ausschnitt Tagesspiegel" src="http://www.bcaction.de/start/wp-content/uploads/2010/02/Clipboard01-300x247.jpg" alt="Ausschnitt Tagesspiegel" width="300" height="247" /></a></dt>
<dd>Ausschnitt Tagessspiegel</dd>
</dl>
</div>
<p>Unter dem Titel &#8220;Verteufelter Schutz&#8221; berichtet Kai Kupferschmidt aus Swasiland am 10.02.2010 im Berliner <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,3025913">&gt;&gt;&gt; Tagesspiegel</a> vom dort derzeit erfolgenden Einsatz des Pestizids DDT zur Bekämpfung der Malaria. Aus dem Bericht: „DDT ist ein furchtbares Gift“, sagt Carina Weber vom Pestizid-Aktions-Netzwerk und zählt die Risiken auf: Brustkrebs, verringerte Spermienzahl, Störungen des Hormonhaushaltes: „Und dabei sind uns viele Gefahren von DDT vielleicht noch gar nicht bekannt.“ Im südafrikanischen Fernsehen führte ein Wissenschaftler sogar den Fall von Caster Semenya, der 800-Meter-Läuferin, deren Geschlecht immer noch überprüft wird, auf die Benutzung von DDT in ihrer Heimat zurück. Auch Umweltorganisationen wie BUND, Greenpeace und das Umweltbundesamt prangern DDT an. Nicht nur die Menschen seien bedroht. Weil sich DDT in der Nahrungskette anreichert, sehen Umweltschützer eine ökologische Katastrophe.&#8221;</p>
<p>Die selbst an Brustkrebs erkrankte Biologin Rachel Carson war es, die in erster Linie für ein Umdenken sorgte. Weiter aus dem Artikel im Tagesspiegel: &#8220;In ihrem Buch „Stummer Frühling“ machte die US-Biologin Rachel Carson auf Umweltschäden durch DDT aufmerksam. Durch das vermeintliche Wundermittel würden die Eierschalen des Weißkopfseeadlers brüchiger und dünner, der Bestand des amerikanischen Wappentieres sei gefährdet. Das US-Landwirtschaftsministerium musste zugeben, die Giftigkeit von DDT nicht selbst getestet, sondern die Angaben des Herstellers übernommen zu haben. In einem Gutachten kam die Umweltschutzbehörde 1972 zwar zu dem Schluss, dass DDT sicher sei, aber das Ende von DDT war gekommen.</p>
<p>In den USA wurde DDT verboten und die meisten europäischen Länder zogen nach. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfahl nicht länger den Einsatz von DDT &#8230; &#8221;</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Sabrina McCormicks Film <a href="http://www.bcaction.de/archiv/no-family-history-ein-film-von-sabrina-mccormick/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; No family history</a></p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/lernen/literatur-brustkrebs-vermeidung/" target="_blank">mehr Literatur zu Brustkrebs und Umwelt</a></p>
<p><a href="http://www.pan-germany.org/" target="_blank">Pestizid-Aktions-Netzwerk PAN e.V.</a></p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,3025913" target="_blank">Verteufelter Schutz</a> im Tagesspiegel v. 10.02.2010</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schlussbilanz: Nützen teure Behandlungen den Krebspatienten oder der Pharmaindustrie?</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/schlussbilanz_bert_ehgartner/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/wordpress/schlussbilanz_bert_ehgartner/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 16:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[chemotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[patente & profite]]></category>
		<category><![CDATA[politik | ethik]]></category>
		<category><![CDATA[therapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Bert Ehgartner
Der Befund war  knapp und präzise: „Die Überprüfung hat ergeben, dass keinerlei  Anhaltspunkte für einen medizinischen Behandlungsfehler vorliegen“,  heißt es im Schreiben des Niederösterreichischen Patientenanwalts Gerald  Bachinger, das am 21. Dezember 2009 an den Primar des betroffenen  Krankenhauses ging. Davon abgesehen sei bei der Behandlung des im Alter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><span><em>Von Bert Ehgartner</em></span></p>
<p><span>Der Befund war  knapp und präzise: „Die Überprüfung hat ergeben, dass keinerlei  Anhaltspunkte für einen medizinischen Behandlungsfehler vorliegen“,  heißt es im Schreiben des Niederösterreichischen Patientenanwalts Gerald  Bachinger, das am 21. Dezember 2009 an den Primar des betroffenen  Krankenhauses ging. Davon abgesehen sei bei der Behandlung des im Alter  von 65 Jahren verstorbenen Krebspatienten Rudolf N. aber fast alles  schiefgegangen. „Ihm wurde eine, wie sich herausstellte, fachlich völlig  unrealistische Hoffnung auf eine Therapie gemacht“, konstatiert  Bachinger. „Damit hat man ihm die letzten Monate seines Lebens  genommen.“</span></p>
<p><span>Rudolf N. erkrankte, kurz nachdem er in Pension gegangen  war, an einem Nierenzellkarzinom. Nach der Entfernung des befallenen  Organs und der ersten Therapierunde fühlte er sich hervorragend,  erinnert sich seine Tochter Liese S. „Sogar als sich herausstellte, dass  der Krebs nicht geheilt war, vermittelten ihm die Ärzte die Hoffnung,  dass alles halb so wild wäre.“ Ihr Vater, sagt sie, war immer ein  reiselustiger Mann, und er sprach oft davon, dass er in der Pension  unbedingt eine Weltreise machen wollte. Gleichzeitig hatte er aber auch  geplant, die Fassade seines Hauses neu zu verputzen und das Dach zu  sanieren. „Ermutigt von den Ärzten, hat er die letzten guten Monate, die  ihm noch blieben, mit dieser unnützen Arbeit verschwendet“, ärgert sich  Liese S. „Und so hat er sich gar nichts mehr gegönnt.“</span></p>
<p><span>Kurz nachdem  sein Haus frisch renoviert war, wurden die von den Metas­tasen  ausgelösten Symptome heftiger. Die Ärzte empfahlen Rudolf N. eine neue  Chemotherapie sowie Sorafenib – einen neuartigen Wirkstoff, der pro  Monatsdosis mehr als 5700 Euro kostet. „Genützt hat es nichts“,  berichtet seine Tochter. „Er sah nichts mehr und hatte irre  Kopfschmerzen. Die letzten vier Monate waren furchtbar.“</span></p>
<p><span>Die Tendenz,  Patienten bis kurz vor dem Tod mit massivem Therapieaufwand und enormen  Kosten zu behandeln, verstärkt sich, ausgehend von den USA, auch in  Europa zusehends. Oft übersteigen die Kosten der Therapie in den letzten  Lebensmonaten sämtliche im ganzen Leben davor konsumierten  medizinischen Leistungen – speziell in der Krebstherapie. Hauptgrund ist  das von der pharmazeutischen Industrie bereitgestellte, immer breitere  Arsenal an Wirkstoffen. „Früher hatten wir etwa bei Dickdarmkrebs nach  dem ersten Chemotherapie-Durchgang oft nichts mehr“, sagt der Grazer  Onkologe Hellmut Samonigg. „Jetzt wissen wir, dass man auch noch eine  Dritt- und Viertlinientherapie anwenden kann.“ Und das lasse sich  mittlerweile auf fast alle Tumoren übertragen. „Damit steigt natürlich  auch die Versuchung für Ärzte, das in einer späten Krankheitsphase  einzusetzen.“</span></p>
<h3><span>Zahlenspiele</span></h3>
<p><span><strong> </strong>Die Effekte sind meist  bescheiden, die Kosten hingegen enorm. In dem im kommenden März im  Verlag Orac erscheinenden Buch „Zahlenspiele der Medizin“, herausgegeben  von den Wiener Gesundheitsexpertinnen Claudia Wild und Brigitte Piso,  findet sich eine Übersicht zum Verhältnis von Kosten und Nutzen für  einige der gebräuchlichsten neuen Bestseller am Zytostatika-Markt.  Behandlungskosten im Gegenwert einer Luxuslimousine stehen dabei  allerdings vergleichsweise bescheidenen Gewinnen an Lebenszeit  gegenüber.</span></p>
<p><span>Und mitunter sind nicht einmal solche dokumentierbar. Den  Vogel schoss hierbei ein im Dezember in den USA präsentiertes neues  Präparat namens Folotyn ab, das gar keinen Lebenszeitgewinn erbrachte.  Es wurde dennoch von der Behörde FDA zugelassen, weil es bei zwölf  Prozent der Patienten eine über drei Monate dauernde Reduktion der  Tumorgröße bewirkte. Der größte Trumpf des Medikaments ist jedoch sein  Einsatzgebiet: ein seltenes Lymphom, bei dem es bislang keinen  Wirkstoff gab. Und diese Monopolsituation nutzte die Herstellerfirma  Allos, um mit Behandlungskosten von mehr als 30.000 US-Dollar pro Monat  einen neuen Rekord aufzustellen. Ein typischer Behandlungszyklus käme  auf 126.000 Dollar. In Kürze wird die Zulassung für Europa erwartet.</span></p>
<p><span>Für  die Gesundheitspolitik ergibt sich das Dilemma, dass sie – speziell  beim sensiblen Thema der Therapie von Todkranken – extrem erpressbar  wird. Nichts fürchten Politiker mehr als einen Professor, der eine  Pressekonferenz veranstaltet, weil seine Therapievorschläge nicht  bezahlt werden, wie das vor einigen Jahren Christoph Zielinski  vorexerzierte. Der Wiener Star-Onkologe hatte gewarnt, dass  Krebspatienten die Behandlungskosten künftig selbst tragen müssen, wenn  die Gesundheitspolitik nicht schleunigst vorsorge. Binnen Kurzem  sicherte Bürgermeister Michael Häupl zu, dass die teuren Therapien  selbstverständlich weiterhin für alle übernommen werden.</span></p>
<p><span>Da  Krebsmedikamente meist in den Spitälern verabreicht werden, sind die  Krankenkassen, die hier nur eine Pauschale bezahlen, wenig betroffen.  Die Spitalserhalter jedoch stöhnen. „Im Bereich der Krebsmittel sind  weitgehend Monopolisten unterwegs, die den Preis nach Gutdünken in die  Höhe treiben“, klagt Herbert Atzlinger, Prokurist der Vinzenz-Gruppe,  die österreichweit sieben Ordensspitäler betreibt.</span></p>
<p><span>Und auch im Wiener  Krankenanstaltenverbund (KAV) mit seinen zwölf Spitälern schlagen sich  die neuen Krebsmittel schwer aufs Budget. Seit 2006 stiegen die Kosten  um 29 Prozent auf einen Rekordwert von 44,2 Millionen im Jahr 2009.  Damit verbrauchen die Zytostatika bereits mehr als ein Drittel des  gesamten Arzneimittelbudgets. „Bisher ist es gelungen, die Kosten der  Krebstherapie über Preis- und Verbrauchssenkungen auf anderen Gebieten  abzufangen“, erklärt Wolfgang Gerold, der im KAV für das  Arzneimittelbudget verantwortlich ist. „Ein Qualitätsverlust für andere  Patienten ist dadurch natürlich nicht entstanden“, fügt er rasch hinzu.</span></p>
<p><span>Die  Krebsmediziner stehen vor einem Dilemma. So fällt es sogar  ausgewiesenen Spezialisten schwer, sich in dem Wust an Medikamenten, die  bereits am Markt sind, zurechtzufinden. Und die Situation spitzt sich  weiter zu: In den kommenden fünf Jahren wird die Zulassung von weiteren  30 bis 50 neuen Wirkstoffen erwartet. Die zugehörigen Studien seien  zudem nicht unproblematisch, kritisiert Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender  der Deutschen Arzneimittelkommission, weil sie fast ausschließlich von  den Herstellern finanziert wurden. „Die Industrie ist über Design und  Auswertung der Studien in der Lage, fast immer ein Ergebnis zu erzeugen,  das einen Vorteil für das eigene Mittel belegt“, so Ludwig. Unabhängig  finanzierte Studien seien jedoch Mangelware.</span></p>
<h3><span>Ausbildungsmanko</span></h3>
<p><span>Zudem  gehört das Gespräch mit todkranken Patienten, die Aufklärung darüber,  dass eine weitere Therapie keine Chance mehr bietet, zu den  schwierigsten Aufgaben im Arztberuf. Weder im Studium noch in der  Ausbildung im Turnus werden die angehenden Onkologen ausreichend darauf  vorbereitet. Es ist deshalb für viele einfacher, die nächste  Therapierunde zu verordnen, als den Mut für ein klärendes Gespräch  aufzubringen.</span></p>
<p><span>Die Ärzte werden aber auch Opfer ihres eigenen  Wunschdenkens. „Sehr oft ist es nicht mehr der Wille der Patienten,  immer weiter gegen eine Tumor­erkrankung anzukämpfen“, sagt Samonigg.  „Aber dem stehen viele Ärzte gegenüber, die diesen Schritt ganz schwer  oder gar nicht schaffen.“ Den Grund dafür vermutet Samonigg in den  „Wundern des Alltags“, die doch immer wieder auftreten: wenn plötzlich  eine Therapie in einer Phase noch Wirkung zeigt, in der eigentlich  niemand mehr damit gerechnet hat. Und das werde dann immer wieder von  den Ärzten als Anreiz gewertet, möglichst viele Patienten doch noch zu  behandeln. Samonigg: „Aber das ist natürlich falsch, weil wenn sie einen  sehen, bei dem die Therapie wider Erwarten doch noch gegriffen hat,  behandeln sie 99, bei denen sie nur die Nebenwirkungen haben.“ Ein  Mittel, jenen einen Patienten zu identifizieren, bei dem die Therapie  hilft, gebe es aber leider noch nicht.</span></p>
<p><span>Etwa die Hälfte der  Krebspatienten befindet sich bei Diagnosestellung im fortgeschrittenen  Stadium, in dem meist keine Heilung mehr möglich ist. Die Therapie  konzentriert sich bei ihnen auf Lebensverlängerung sowie eine Linderung  der Symptome bei möglichst guter Lebensqualität. „In der Praxis  schließen sich diese beiden Ziele aber leider oft gegenseitig aus“,  berichtet Hans Zoidl, Leiter der Palliativstation am Krankenhaus der  Barmherzigen Schwestern in Linz. Zwar haben die neueren Generationen der  Tumortherapien oft auch weniger Nebenwirkungen, und diese sind auch  besser behandelbar, besonders das gefürchtete Erbrechen. Eine  ausgeprägte Appetitlosigkeit mit Ausbildung einer Mangelernährung ist  aber häufig. „Manche werden sehr schwach und kommen nicht mehr aus dem  Bett“, sagt Zoidl. „Und was hat eine kleine Lebensverlängerung für eine  Bedeutung, wenn die Leute verhungern?“ Dies sei eine der wichtigsten  Fragen an Krebskranke: „Was essen Sie?“ Und sehr oft laute die Antwort:  „Na, viel ist es nicht.“ Hier kommt es längst nicht mehr darauf an, die  vage Hoffnung auf Heilung zu wecken durch therapeutischen Aktionismus,  sondern darauf, zu stärken, was noch da ist. Eine spezielle  Tumortherapie lehne er dabei keinesfalls ab, sagt Zoidl. „Wenn sie Leben  verlängern und Symptome lindern kann.“ Falls das aber nicht realistisch  scheint, so müsse es in erster Linie darum gehen, die Patienten nicht  zusätzlich zu schwächen. Dadurch erst hätten sie die Chance, ihre Dinge  zu ordnen und die letzten Monate bei guter Lebensqualität im Kreis der  Familie zu verbringen.</span></p>
<h3><span>Heilungschance</span></h3>
<p><span>Arbeiten, in  denen die Therapiewünsche der Krebskranken selbst wissenschaftlich  erhoben wurden, sind eher rar und mehrheitlich schon älteren Datums. Sie  belegen im Regelfall den Willen, sich radikalen Therapien zu  unterziehen und jede noch so kleine Chance auf eine vollständige Heilung  zu ergreifen. In einer britischen Untersuchung aus dem Jahr 1990 unter  100 Krebspatienten gaben diese an, sie würden einer Chemotherapie  zustimmen, sobald die Heilungschance zumindest bei einem Prozent liege.  Die befragten Onkologen hielten im Schnitt eine Chance von zehn Prozent  für sinnvoll, Krankenschwestern mit onkologischer Tätigkeit sogar eine  von 25 bis 50 Prozent. In diese Bandbreite fielen auch die Antworten  einer gesunden Kontrollgruppe von Angehörigen der Krebskranken sowie von  Medizinstudenten.</span></p>
<p><span>Erfolgte die Chemotherapie nicht in der Absicht,  eine Heilung zu bewirken, sondern eine Lebenszeitverlängerung, so  erwarteten Tumorpatienten drei bis zwölf Monate Überlebenszeitgewinn,  Onkologen sechs bis zwölf, praktische Ärzte und Krankenschwestern zwölf  bis 24 Monate und die gesunde Vergleichsgruppe sogar zwei bis fünf  Jahre. „An diesen Ergebnissen kann man gut ablesen, wie sehr die  Wertschätzung bestimmter Größenordnungen von Überlebenszeit davon  abhängt, ob man selbst von Krankheit betroffen ist“, erklärt dazu der  Salzburger Onkologe Richard Greil.</span></p>
<p><span>In einer niederländischen Arbeit  aus dem Jahr 2003 wurden 140 Patienten mit metastasiertem Tumor befragt,  ob sie eine Chemotherapie machen oder lieber darauf verzichten und die  bestmögliche unterstützende Pflege in Anspruch nehmen wollten. Bevor sie  zum abschließenden Gespräch mit ihrem Therapeuten gingen, favorisierten  zwei Drittel die Therapie, speziell die Jüngeren. Nach dem Gespräch  blieben drei von vier bei ihrem Vorhaben. Am entschiedensten wählten  interessanterweise jene die Therapie, die in der Befragung den stärksten  Willen signalisierten, ihren Krankheitsprozess selbst zu kontrollieren,  sowie jene mit dem stärksten Wunsch, möglichst lange zu leben. Unter  den Verweigerern der Therapie überwog das Bedürfnis, die verbliebene  Zeit noch bei möglichst guter Qualität zu verbringen.</span></p>
<h3><span>Durchbruch</span></h3>
<p><span>Seit  die Untersuchungen durchgeführt wurden, kamen unzählige neue Wirkstoffe  auf den Markt. Trastuzumab (Handelsname Herceptin), eines der  bekanntesten Mittel aus der Klasse der so genannten monoklonalen  Antikörper, wurde im Jahr 2000 für Patientinnen mit metastasiertem  Brustkrebs in der EU zugelassen. Seither sind in der Krebstherapie mehr  als 20 derartige Wirkstoffe im Einsatz – erkennbar an der Wortendung  „-mab“ (für „monoclonal antibody“).</span></p>
<p><span>Enormen Zuwachs gab es auch in  der Substanzklasse der so genannten „small molecules“, die als  Sammelname für verschiedene Wirkmechanismen fungieren, die unter anderem  die Signalübertragung in der Tumorzelle stören. Das bekannteste  Beispiel ist Imatinib (Handelsname Glivec), ein Molekül, das speziell  für eine häufige Form der Leukämie entwickelt wurde. Das ungezügelte  Wachstum wird hier über ein Signal ausgelöst, das aufgrund eines  genetischen Schadens dauerhaft aktiviert ist und die rasante Vermehrung  von weißen Blutkörperchen auslöst. Imatinib bindet speziell an diese  Stellen und schaltet das verhängnisvolle Signal ab. „Das ist einer der  wenigen neuen Wirkstoffe, die einen echten Durchbruch darstellen“, sagt  Onkologe Wolf-Dieter Ludwig. Die Überlebenszeit bei dieser Leukämieform  betrug zuvor etwa drei bis fünf Jahre, und zur Behandlung war eine  Stammzelltransplantation nötig. Mithilfe von Imatinib sind bei etwa drei  Viertel dieser Patienten keine Metastasen mehr nachweisbar, fast alle  erreichen eine Normalisierung des Blutbilds.</span></p>
<p><span>Leider lässt sich dieser  Erfolg schwer auf andere Krebsformen übertragen. „Bei soliden Tumoren  wie Darmkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs haben wir häufig zehn bis  zwölf unterschiedliche Signalwege, die infolge der bösartigen Entartung  der Zellen verändert sind“, erklärt Ludwig. „Diese können wir gar nicht  gezielt attackieren, weil wir nicht genau wissen, welcher Signalweg  entscheidend für das bösartige Wachstum der Zelle ist.“</span></p>
<p><span>Die neuen  tumorspezifischen Wirkstoffe haben die klassischen Zytostatika nicht  verdrängt. Im Gegenteil, viele dieser Medikamente wirken nur dann, wenn  sie gemeinsam mit einer herkömmlichen Chemotherapie eingesetzt werden.  Für die Pharmaunternehmen ist es aber kaum noch rentabel, in deren  Verbesserung zu investieren, weil für die neuen Mittel deutlich bessere  Preise zu erzielen sind. Allein mit Imatinib, das nur bei einem  vergleichsweise sehr seltenen Krebs eingesetzt wird, erzielt Novartis  etwa 50 Prozent des Umsatzvolumens aller ambulant verordneten  Zytostatika zusammen.</span></p>
<p><span>Kritik an der Preisgestaltung weisen die  Hersteller stets vehement zurück. Immerhin dauere die Entwicklung eines  Arzneimittels bis zu zehn Jahre und verursache dabei Kosten von 800  Millionen Dollar, argumentiert Novartis-Sprecherin Doris Madlberger.  „Und nur wenige Wirkstoffe schaffen es schließlich, als Arzneimittel auf  den Markt zu gelangen, bis zum Patentablauf.“ Da stünden eben nur  sieben bis acht Jahre effektive Zeit zur Verfügung, um den Aufwand  wieder einzuspielen.</span></p>
<p><span>Nicole Gorfer, Sprecherin des Schweizer  Roche-Konzerns, des umsatzstärksten Players am Markt der  Krebsmedikamente, vertritt die Ansicht, dass die im neuen Buch von Wild  und Piso errechneten Behandlungskosten bezüglich der Roche-Produkte  teils zu hoch angesetzt seien und auch die Überlebensraten im Detail  nicht mit den konzerninternen Berechnungen übereinstimmten. Dass die  Industrie ihre Studien nach Gutdünken gestalte, um die gewünschten  Ergebnisse zu bekommen, sei ebenfalls unwahr. Vielmehr entspreche es dem  Wunsch der Behörden, in den Studien nicht das Gesamtüberleben, sondern  vielmehr die Zeit bis zum Fortschreiten des Tumorwachstums zu messen:  „Sämtliche Zulassungsbehörden verlangen dieses progressionsfreie  Überleben als primären Endpunkt für eine Zulassung, deshalb sind die  meisten Studien darauf ausgerichtet.“</span></p>
<p><span>Wie gravierend sich dieser  Unterschied auswirkt, haben Claudia Wild und ihre Mitarbeiter an zwei  Beispielen zum Brust- und Nierenkrebs illustriert. So ist der  Roche-Bestseller Avastin, wenn er zusätzlich zur herkömmlichen Therapie  verabreicht wird, in der Lage, die Zeitspanne bis zum Fortschreiten des  Tumorwachstums zu verdoppeln. Bei Brustkrebs von 6,7 auf 13,3 – bei  Nierenkrebs von 5,4 auf 10,2 Monate. Wild: „Eine Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit ist jedoch in beiden Fällen nicht nachgewiesen.“</span></p>
<h3><span>Dank</span></h3>
<p><span>Veröffentlichung bei uns mit Dank für die freundliche Genehmigung des Autors Bert Ehgartner sowie der Profil Redaktion GmbH, Wien.<br />
</span></p>
<h3><span>Quelle</span></h3>
<p><span><a href="http://www.profil.at" target="_blank">Profil</a>: das unabhängige Nachrichtenmagzin Österreichs, 2010/06 v. 08.02.2010<br />
Zum <a href="http://www.profil.at/articles/1005/560/261299/schlussbilanz-nuetzen-behandlungen-krebspatienten-pharmaindustrie" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Artikel bei &#8220;Profil online&#8221;</a></span></p>
<h3><span>Weiterlesen</span></h3>
<p><span><a href="http://ehgartner.blogspot.com/2010/02/die-kostenspirale-steigt-ins.html">Die Kostenspirale steigt ins Unbezahlbare </a><br />
Bert Ehgartner im Interview mit Wolf-Dieter Ludwig, Krebsmediziner, Deutschland (Blog &#8220;Gesund bis der Arzt kommt&#8221; von Bert Ehgartner; Langversion des in obigem Artikel zitierten Interviews)</span></p>
<p><a href="http://tinyurl.com/EhgartnerLesen" target="_blank">&#8220;Lesen, lesen, lesen&#8221; &#8211; die seltsamen Ratschläge des Prof. Zielinski<br />
</a>Der Nachschlag zur &#8220;Schlussbilanz&#8221; von Bert Ehgartner</p>
<p><span><a href="http://www.bcaction.de/wordpress/vorsorge-nuetzlich-oder-schadlich/" target="_self">Vorsorge &#8211; Nützlich oder schädlich?</a> von Bert Ehgartner (auch bei uns im infoblog!)<br />
</span></p>
<p><span><strong><br />
</strong></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kennzahlen Mammographie-Screening: Wo bleiben die Kennzahlen zur Chemotherapie?</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/kennzahlen-mammographie-screenin/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/wordpress/kennzahlen-mammographie-screenin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 19:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[zahlen & daten]]></category>
		<category><![CDATA[chemotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Mammographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Neun Männer und vier Frauen (Prof. Dr. med. Ute Susann Albert, Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Dr. med. Barbara Marnach-Kopp und Dr. med. Claudia Schumann) haben einen Brief für die Medien geschrieben. &#62;&#62;&#62; Der Brief (pdf) ist auf der Seite der Kooperationsgemeinschaft Mammographie bereitgestellt und enthält Kennzahlen zur Mammographie (s.a. Abbildung oben).
In dem Brief heißt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3107" class="wp-caption aligncenter" style="width: 494px"><img class="size-full wp-image-3107" title="Mammographie 2010: Kennzahlen Mammographie-Screening" src="http://www.bcaction.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Clipboard01.jpg" alt="Kennzahlen Mammographie-Screening" width="484" height="250" /><p class="wp-caption-text">Geschätzte Kennzahlen Mammographie-Screening: 20 Jahre zum Screening (Frauen zwischen 50 und 70), 10 x Mammographie, umgerechnet auf 1000 und 200 Frauen</p></div>
<p>Neun Männer und vier Frauen (Prof. Dr. med. Ute Susann Albert, Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Dr. med. Barbara Marnach-Kopp und Dr. med. Claudia Schumann) haben einen Brief für die Medien geschrieben. <a href="http://www.mammo-programm.de/cms_upload/datenpool/briefandiemedien.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Der Brief</a> (pdf) ist auf der Seite der Kooperationsgemeinschaft Mammographie bereitgestellt und enthält <strong>Kennzahlen zur Mammographie</strong> (s.a. Abbildung oben).</p>
<p>In dem Brief heißt es außerdem: <strong><span style="color: #60748a;"><em>&#8220;Bis neue Erkenntnisse, die eine Überarbeitung der Kennzahlen erfordern, vorliegen, würden wir es begrüßen, wenn Sie die „Kennzahlen Mammographie-Screening“ bei der Darstellung der Vor- und Nachteile des Programms zur Brustkrebsfrüherkennung verwenden.&#8221;</em></span></strong></p>
<p>Wir nehmen diesen Vorschlag gern auf. Es liegt damit wieder ein neuer Versuch vor, Frauen die Mammographie und ihre Auswirkungen mit Mathematik verständlicher zu machen. Befürworter und Kritiker haben sich verständigt, heißt es in der dazugehörigen <a href="http://www.mammo-programm.de/presse/aktuelle-meldungen-details.php?id=94" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Pressemeldung</a> der Kooperationsgemeinschaft Mammographie.</p>
<p>Den zusammengestellten Zahlen müssten nun eigentlich weitere zugesellt werden:</p>
<h3>Bewirkt Mammographie-Screening</h3>
<ul>
<li>mehr oder weniger Brustamputationen,</li>
<li>mehr oder weniger Brust erhaltende Operationen,</li>
<li>mehr oder weniger Chemotherapien,</li>
<li>mehr oder weniger Strahlentherapien.</li>
</ul>
<p>Wo bleiben die exakten Zahlen? Ist die Mammographie &#8211; auch &#8211; eine Form der schädlichen Medikalisierung von Frauen? Welche Auswirkungen haben die aufwändigen Screening-Programme im Zusammenhang mit dem Einsatz von Mitteln aus den Krankenkassen (Ressourcenallocation, Zahlen bitte)? Wird das Einladungssystem zur Mammographie vor dem Hintergrund der ernüchternden Kennzahlen nun wieder abgeschafft? Wird man Frauen die Teilnahme künftig lediglich in bestimmten Intervallen und Altersgruppen freistellen, ohne mit einer Einladung direkt auf eine Mammographie hinzuwirken? Sicher ist höchstens, dass niemand das &#8220;graue Screening&#8221; aus der Zeit vor dem Screening-Programm (alte Geräte, viele Falschdiagnosen, keine Überwachung der Strahlen etc.) wiederhaben möchte. Die in den Europäischen Leitlinien festgeschriebene Quote von mindestens 70% Teilnehmerinnen ist in Deutschland bisher nicht erreicht. Wird das Mammographie-Screening wieder abgeschafft? Hätte man allein das &#8220;graue Screening&#8221; abschaffen und die Mammographie ohne nachweisbaren Brustkrebsverdacht lieber verbieten sollen? Kann diese Fragen nun jede Frau für sich beantworten?</p>
<h3>Kennzahlen zur Chemotherapie</h3>
<p>Begrüßenswert wäre, wenn endlich auch die <strong>Kennzahlen zur Chemotherapie</strong> auf dem Tisch liegen würden &#8211; mehr noch als diejenigen zur Mammographie. Denn nicht die Mammographie allein ist das Problem. Das Problem ist die Kette der dann anlaufenden therapeutischen Maßnahmen, von denen Operationen mit mehr oder weniger &#8220;einschneidenden&#8221; Folgen vergleichsweise harmlos sind, im Vergleich zu den verharmlosten Wirkungen von hochtoxischen und in den letzten Jahren nahezu ritualisiert und immer höher dosiert verabreichten Chemotherapien, die Herzschädigungen bewirken, tödlich verlaufen und weitere Krebserkrankungen auslösen können.</p>
<p>Die National Breast Cancer Coalition NBCC, die bereits im November 2002 ihre Position zum Mammographie-Screening geändert hat, forderte im Mai 2007 dringend auch das Überdenken der Gabe von anthrazyklinhaltigen Chemotherapien. Auch andere Chemotherapien bewirken nicht viel mehr und sind nicht wesentlich gesünder. Das Thema &#8216;Chemotherapie und Brustkrebs&#8217; gehört auf die Tagesordnung. Kennzahlen, die klipp und klar Schäden und Nutzen gegenüberstellen, könnten uns Frauen hier ebenfalls eine große Hilfe sein.</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p><a href="http://www.mammo-programm.de/cms_upload/datenpool/1kennzahlenmammographie-screeningdokumentationv1.2.pdf" target="_blank">Kennzahlen Mammographie-Screening (pdf)</a>: Dokumentation 2010 von Dr. Christian Weymayr</p>
<p><a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39957/Einigung_bei_Kennzahlen_zur_Mammographie.htm" target="_blank">Ärzteblatt zu den Kennzahlen Mammographie-Screening 2010<br />
</a> <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/anthrazykline-bei-brustkrebs/" target="_blank">Ende einer Therapiestrategie: Anthrazykline bei Brustkrebs</a></p>
<p><a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2384935_0_2239_-wie-lohnend-ist-die-mammografie-.html" target="_blank">Wie lohnend ist die Mammographie?</a> Bericht zu den Kennzahlen in der Stuttgarter Zeitung v. 12.02.2010</p>
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		<item>
		<title>Brustkrebs als Viruskrankheit oder: Was macht eigentlich … Susan Love (6)</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/brustkrebs-als-viruskrankheit-susan-love6/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/wordpress/brustkrebs-als-viruskrankheit-susan-love6/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 20:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[histologie | pathologie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische studien]]></category>
		<category><![CDATA[neue wege]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>
		<category><![CDATA[Susan Love]]></category>
		<category><![CDATA[Viruskrankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[gewidmet Elisabeth Rieping &#8211; zusammengestellt von Gudrun Kemper



Abbildung: I Love Susan
von nachzehrer.com CC 2.0


Viren sind als Krankheitsursache bei einigen Krebserkrankungen bereits nachgewiesen worden. Verschiedene Forschungsgremien haben das Rinderleukämie-Virus (BLV), das Epstein-Barr-Virus (EBV) und das Humane Papilloma-Virus (HPV) im Brustgewebe von Frauen gefunden, und zwar gehäuft bei solchen Frauen, die bereits eine Brustkrebserkrankung in ihrer Krankengeschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>gewidmet Elisabeth Rieping &#8211; zusammengestellt von Gudrun Kemper</em></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3085" class="wp-caption alignleft" style="width: 246px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.flickr.com/photos/33333933@N00/1935315814/"><img class="size-medium wp-image-3085 " title="Abbildung: I love Susan von nachzehrer.com CC 2.0" src="http://www.bcaction.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/1935315814_7d13acf163-300x300.jpg" alt="Abbildung: I love Susan von nachzehrer.com CC 2.0" width="236" height="236" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Abbildung: I Love Susan<br />
von nachzehrer.com CC 2.0</dd>
</dl>
</div>
<p>Viren sind als Krankheitsursache bei einigen Krebserkrankungen bereits nachgewiesen worden. Verschiedene Forschungsgremien haben das Rinderleukämie-Virus (BLV), das Epstein-Barr-Virus (EBV) und das Humane Papilloma-Virus (HPV) im Brustgewebe von Frauen gefunden, und zwar gehäuft bei solchen Frauen, die bereits eine Brustkrebserkrankung in ihrer Krankengeschichte haben.</p>
<p>Die Dr. Susan Love Research Foundation hat bereits im Jahr 2007 ein Forschungsstipendium in Höhe von 5.000 $ an Kimberly Baltzell (RN, PhD, Assistant Adjunct Professor an der University of California in San Francisco, hier wäre dies eine registrierte Krankenschwester mit Doktoratsstudium und außerplanmäßiger Juniorprofessur) und <a href="http://sph.berkeley.edu/faculty/buehring.php" target="_blank">Prof. Gertrude Case Buehring</a> zur Verfügung gestellt, damit sie mit ihrem Team untersuchen können, ob sich Viren mit Hilfe einer <img class="alignnone size-full wp-image-260" title="wikipedia" src="http://www.bcaction.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/wikipedia.jpg" alt="wikipedia" width="11" height="11" /> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polymerase-Kettenreaktion">Polymerase-Kettenreaktion</a> im Nippelaspirat &#8211; also Material, das aus der Brustwarze entnommen wird &#8211; nachweisen lassen. Auch sollte in dieser Arbeit überprüft werden, ob sich solche Viren bei Brustkrebspatientinnen häufiger nachweisen lassen als bei Frauen, die nicht von Brustkrebs betroffen sind. Man erhofft sich von diesen Forschungsarbeiten, eine Art &#8220;Pap-Test&#8221; entwickeln zu können, um so möglicherweise Frauen mit einem größeren Brustkrebsrisiko besser identifizieren zu können.</p>
<p>Auf dem <span onmouseover="_tipon(this)" onmouseout="_tipoff()">6. Internationalen Symposium zur intraduktalen Brustkrebsforschung (</span><span onmouseover="_tipon(this)" onmouseout="_tipoff()">International Symposium on the Intraduktales Approach to Breast Cancer), das im Februar 2009 in Santa Monica, wo Susan Love lebt, stattfand, wurden Ergebnisse dieser Arbeit unter dem Titel</span><span onmouseover="_tipon(this)" onmouseout="_tipoff()"><span style="direction: ltr; text-align: left;"> </span></span> <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2727111/" target="_blank"><span>Oncogenic Viruses in Nipple Aspirate Fluid: Biomarkers for Breast Cancer Risk Assessment?</span></a> (Krebsverusachende Viren in Nippelaspirat-Flüssigkeiten: Biomarker für die Risikobeurteilung für Brustkrebs?) vorgestellt.</p>
<p>Die an dem Projekt beteiligten Forscherinnen meinen, dass es ein erheblicher Vorteil sei, wenn sich Frauen mit hohem Risiko für Brustkrebs auf diese Weise herausfiltern lassen, wobei dann Früherkennungsmethoden eine andere Berechtigung haben könnten, als &#8211; wie heute noch &#8211; alle Frauen in bestimmten Altersgruppen einer systematische Mammographie zu unterziehen, ohne individuelle Risiken zu kennen. Die Idee, die dieser Forschungsarbeit zugrunde liegt, hat große Ähnlichkeit mit der heutigen Diagnostik von Gebärmutterhalskrebs. Frauen, bei denen sich keine HPV-Viren nachweisen lassen, haben praktisch auch kein Erkrankungsrisiko (was leider bisher im Umkehrschluss noch nicht die Erkenntnis zulässt, dass die heutige Form der HPV-Impfung das Krankheitsrisiko beseitigen könnte, abgesehen davon, dass die Impfung scheinbar auch mit einigen problematischen Impfreaktionen verknüpft sein kann).</p>
<p>Bei Brustkrebs kann man bis heute nur anhand der bereits bekannten familiären Brustkrebserkrankungen Frauen mit genetischen Risiken ermitteln (entsprechend rund 5% der Brustkrebserkrankungen). Für die restlichen 95% der Frauen gibt es keine Möglichkeiten, diejenigen mit Erkrankungsrisiken sicherer von solchen ohne Risiken zu unterscheiden.</p>
<p>Die kleine, aber bereits sehr aufwändige Forschungsarbeit, über die hier berichtet wird, erhielt eine weitere finanzielle Unterstützung der AVON-Foundation. So konnten Proben, die jeweils mindestens 100 Zellen enthielten, auf die drei Virustypen untersucht werden. Im Ergebnis zeigte sich, dass Frauen mit entsprechenden Zellanomalien vier bis fünf Mal so häufig an Brustkrebs erkranken wie Frauen, bei denen sich die Viren im Nippelaspirat nicht nachweisen ließen. Und wieder wird über eine andere Art von Screening, ähnlich eines Pap-Tests – nur für die Brust –, nachgedacht, da sich offensichtlich tatsächlich Frauen mit einem höheren Risiko so finden lassen und sich der Verdacht einer Beteiligung von Viren als Ursache für Brustkrebs bestätigen könnten.</p>
<h3>Erinnerung</h3>
<p>In Deutschland hat sich die Biologin und Ärztin <a href="http://www.erieping.de/libeth/libeth/">Elisabeth Rieping</a> (1950 – 2009), die am 29. Januar 2010 60 Jahre alt geworden wäre, mit Virustheorien als Ursache von Brustkrebs befasst.</p>
<h3>Quellenangaben</h3>
<p><a href="http://www.dslrf.org/content.asp?L2=4&amp;L3=5&amp;L4=4&amp;SID=369&amp;PID=89" target="_blank">2007 Grantees</a> / Susan Love Research Foundation<br />
<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2727111/" target="_blank">Oncogenic viruses in nipple aspirate fluid: biomarkers for breast cancer risk assessment?</a> / K Baltzell, HM Shen, GC Buehring in <span>BMC Proc. </span><span>2009; </span><span>3</span><span>(Suppl 5)</span><span>: S4. </span></p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p><a href="../forschung-im-milchgang-oder-was-macht-eigentlich-%E2%80%A6-susan-love/">Forschung im Milchgang oder: Was macht eigentlich … Susan Love?</a><br />
<a href="http://www.bcaction.de/wordpress/was-macht-eigentlich-%E2%80%A6-susan-love-2/" target="_blank">Was macht eigentlich … Susan Love (2)</a><br />
<a href="http://www.bcaction.de/bcbooks/susan-love-teil3/" target="_blank">Was macht eigentlich … Susan Love (3)</a><br />
<a href="http://www.bcaction.de/wordpress/was-macht-eigentlich-susan-love-teil-4/" target="_blank">Was macht eigentlich … Susan Love (4)</a><br />
<a href="../../bcbooks/was-macht-eigentlich-%E2%80%A6-susan-love-5/" target="_blank">Was macht eigentlich … Susan Love (5) </a></p>
<p>Elisabeth Rieping: <a href="http://www.scribd.com/doc/26787080/The-Search-for-the-Human-Mammary-Tumor" target="_blank">The Search for the Human Breast Cancer Virus</a> (2004) bzw. <a href="http://www.erieping.de/libeth/die-suche-nach-dem-brustkrebsvirus-des-menschen/" target="_blank">Die Suche nach dem menschlichen Brustkrebsvirus</a><br />
Elisabeth Rieping: <a href="http://breast-cancer-research.com/content/3/S1/A14/comments" target="_blank">BLV as an agent involved in Breast Cancer</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Aufruf: Stopp &gt;&gt;&gt; Brustkrebs auslösende Chemikalien-Cocktails</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/stopp-chemikalien-cocktails/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/wordpress/stopp-chemikalien-cocktails/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 19:42:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[pestizide & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[umwelt | prävention]]></category>
		<category><![CDATA[umweltbelastungen]]></category>
		<category><![CDATA[xenoöstrogene]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikalien im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelthormone]]></category>
		<category><![CDATA[WECF]]></category>
		<category><![CDATA[Weichmacher]]></category>

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		<description><![CDATA[ 

 Women in Europe for a Common Future (WECF e.V). und andere Frauen-, Gesundheits- und Umweltorganisationen fordern jetzt zum Handeln auf:
Cocktail-Effekte bei Chemikalien sind gesundheitsgefährdend.
Bericht von Gudrun Kemper

Gefährliche Chemikalien stehen im Verdacht, unter anderem auch Brustkrebs auszulösen. Die europäischen Gesundheitsminister haben in ihrer Sitzung vom 22.12.2009 Bedenken geäußert, dass Umwelt und Gesundheit in Europa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #68748a;"> </span></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.wecf.eu/english/articles/2009/12/ministers-chemicals.php"><img class="size-full wp-image-3063" title="logos_participants221209" src="http://www.bcaction.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/logos_participants221209.jpg" alt="Logos der Unterstützerorganisationen " width="509" height="93" /></a></strong></p>
<p><strong> </strong><strong><span style="color: #68748a;">Women in Europe for a Common Future (WECF e.V). und andere Frauen-, Gesundheits- und Umweltorganisationen fordern jetzt zum Handeln auf:<br />
Cocktail-Effekte bei Chemikalien sind gesundheitsgefährdend.</span></strong></p>
<p><em>Bericht von Gudrun Kemper<br />
</em></p>
<p>Gefährliche Chemikalien stehen im Verdacht, unter anderem auch Brustkrebs auszulösen. Die <a href="http://www.wecf.eu/english/articles/2009/12/ministers-chemicals.php">europäischen Gesundheitsminister haben in ihrer Sitzung vom 22.12.2009</a> Bedenken geäußert, dass Umwelt und Gesundheit in Europa nicht genug vor den Auswirkungen schädlicher Chemikalien geschützt werden. Das war es aber auch bereits. Wirksame Maßnahmen wurden bisher nicht eingeleitet. Insbesondere vor hormonell wirksamen Substanzen, sogenannten „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endokrine_Disruptoren">endokrinen Disruptoren</a>“ (auch Xenoöstrogene genannt), und vor sich gegenseitig verstärkenden Effekten von Chemikalien &#8211; den „Cocktail-Effekten“ &#8211; wurde ausdrücklich gewarnt.</p>
<p>Frauen reagieren auf hormonelle und chemische Kontaminationen und werden so gesundheitlichen Gefährdungen ausgesetzt, die zu schweren Krankheiten wie Brustkrebs führen können. Die Organisation <a href="http://www.breastcancerfund.org/">Breast Cancer Fund</a> hat sich in ihrer in verschiedenen Sprachen und mittlerweile in 5. Auflage erschienenen Publikation <a href="../../../../../../bcbooks/umwelt-und-brustkrebs2008/">State of the Evidence – The Connection Between Breast Cancer and the Environment</a> ausführlich mit diesen Zusammenhängen befasst. Eine deutsche Übersetzung fehlt bisher.</p>
<p>Dringlichst gefordert werden nun auch für Europa Maßnahmen gegen die Exposition mit diesen Chemikalien, so Women in Europe for a Common Future e.V. in ihrer gemeinsamen Pressemeldung mit ChemTrust, Health &amp; Environment Alliance, Greenpeace und WWF. Die Exposition muß verringert und es müssen sichere Produkte und Alternativen geschaffen werden. Die hormonähnlich wirksamen Substanzen sind in der Schwangerschaft gefährlich und spielen eine Rolle bei vorgeburtlichen Schädigungen und Geburtsfehlern. Sie führen aber auch bei Männern zu steigenden Hodenkrebserkrankungen und zum Rückgang der Anzahl der Spermien. Schätzungen gehen mittlerweile davon aus, dass einer von fünf Männern in Europa so beeinträchtigt sein könnte.</p>
<p>Für Frauen bedeutet die Belastung mit diesen Chemikalien, dass das Brustkrebsrisiko sich erhöht. Beispiele für die gefährlichen Chemikalien sind einige Phthalate, Weichmacher in PVC-Kunststoff-Produkten (wie sie z.B. in Bodenbelägen und Schuhen verwendet werden) und Bisphenol-A, das häufig verwendet wird, um Kunststoff, z. B. in Säuglingflaschen, durchsichtig zu machen, oder das als Innenbeschichtung in Lebensmittelkonserven und in verschiedenen Verpackungsmaterialien zum Einsatz kommt, s.a. unseren <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/beunruhigendes-mineralwasser-oestrogene-aus-der-plastikflasche/" target="_blank">Bericht zu Mineralwasser in Plastikflaschen</a>.</p>
<p>Die EU-Minister haben die Europäische Kommission aufgefordert, einen Bericht zur Analyse der Lücken in bestehenden EU-Vorschriften zu verfassen und entsprechende Änderungen vorzuschlagen. Die Frist für diesen Bericht der Europäischen Kommission wurde bis zum Jahr 2012 (!!!) verschoben. Das bedeutet im Klartext: Es wird noch Jahre dauern, bis dringend notwendige Gesetzesänderungen zum VerbraucherInnenschutz überhaupt diskutiert werden können.</p>
<p>Women in Europe for a Common Future, ChemTrust, Health &amp; Environment Alliance, Greenpeace und WWF drängen die Europäische Kommission, konkret Änderungen zu erwirken, um die sich gegenseitig verstärkenden Wirkungen von Chemikalien in den bestehenden EU-Rechtsvorschriften, insbesondere im Zusammenhang mit REACH3, zu berücksichtigen und die Gesundheit der europäischen Bürger und die Umwelt zu schützen. <strong>REACH</strong> steht für <strong>R</strong>egistration, <strong>E</strong>valuation, <strong>A</strong>uthorisation of <strong>Ch</strong>emicals &#8211; Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien. Die EG-Verordnung Nr. 1907/2006 zentralisiert das Chemikalienrecht europaweit, sie ist am 01. Juni 2007 in Kraft getreten. Es ist erklärtes Ziel, den Wissensstand über die Gefahren und Risiken, die von Chemikalien ausgehen können, zu erhöhen. Nur sollte dieses dann auch in die Praxis umgesetzt werden.</p>
<p>Women in Europe for a Common Future, ChemTrust, Health &amp; Environment Alliance, Greenpeace und WWF rufen Unternehmen und EU-Mitgliedstaaten jetzt gleichermaßen auf, sicherere Alternativen zu schaffen und Maßnahmen zur Verringerung der Belastung durch die genannten Chemiecocktails umzusetzen, damit hormonell aktive Substanzen nicht weiter Menschen schädigen.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.wecf.eu/english/articles/germany.php" target="_blank">Women in Europe for a Common Future e.V.</a></p>
<p><a href="http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/chemicals/reach/index_de.htm" target="_blank">Offizielle Webseite der EU zur REACH-Verordnung </a>(REACH &#8211; Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe)</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_%28EG%29_Nr._1907/2006_%28REACH-Verordnung%29" target="_blank">Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH-Verordnung)</a> (bei Wikipedia)</p>
<p><a href="../../../../../../bcbooks/umwelt-und-brustkrebs2008/">State of the Evidence – The Connection Between Breast Cancer and the Environment</a><br />
(Bericht in dt. Sprache bei uns)</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Mammographie-Screening Thema im Thüringer Landtag</title>
		<link>http://www.bcaction.de/wordpress/mammographie-screening-gestern-thema-im-thueringer-landtag/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/wordpress/mammographie-screening-gestern-thema-im-thueringer-landtag/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 07:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Antrag der Fraktion DIE LINKE beschäftigte sich am 20.01.2010 der Gleichstellungsausschuss des Thüringer Landtags mit dem Mammographie-Screening-Programm. In Thüringen läuft das &#8220;Programm zur Brustkrebs-Früherkennung&#8221; erst jetzt an. (In Berlin begann das Programm bereits 2005.) „Wahrscheinlich bedeutet das für einen Teil der jährlich 1.600 neu an Brustkrebs erkrankenden Frauen in Thüringen einen deutlichen Zeitverlust“, sagte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Antrag der Fraktion DIE LINKE beschäftigte sich am 20.01.2010 der Gleichstellungsausschuss des Thüringer Landtags mit dem Mammographie-Screening-Programm. In Thüringen läuft das &#8220;Programm zur Brustkrebs-Früherkennung&#8221; erst jetzt an.<span style="color: #68748a;"><em> </em>(In Berlin begann das Programm bereits 2005.)</span> „Wahrscheinlich bedeutet das für einen Teil der jährlich 1.600 neu an Brustkrebs erkrankenden Frauen in Thüringen einen deutlichen Zeitverlust“, sagte Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.</p>
<p>Die Zeit sei der wichtigste Parameter bei der Bekämpfung von Krebs, so Stange. Sie begrüßte, dass dank des Screenings die Entdeckungsrate für ganz kleine Tumore von 7 auf 20 Prozent und für Tumore bis 10 Millimeter von 14 auf 31 Prozent gestiegen sei. <span style="color: #68748a;">(Noch wichtiger erscheint uns, dass Ursachen für Brustkrebs gründlich nachgegangen wird, damit Frauen möglichst erst gar nicht erkranken.)</span> „Da nun die Strukturen stehen, müssen sie aber auch noch bekannter gemacht werden“, forderte Stange zum Screening. In der südöstlichen Hälfte Thüringens, wo das Screening bereits liefe, hätten 58 Prozent der 50- bis 69-jährigen Frauen am Screening teilgenommen, sich also der Mammographie unterzogen <span style="color: #68748a;">(Berlin um 50%, PM Mammographie-Screening-Programm Berlin v. 08.10.2008, bundesweit 54%, Dtsch Arztebl 2008; 105(16)).</span></p>
<p>Stange habe weiter betont, dass die thüringische Zahl deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von rund 70 Prozent läge. <span style="color: #68748a;">(Dazu liegen zumindest uns keine genauen Daten vor. Richtig ist, dass Europäische Leitlinien eine Teilnehmerinnenquote von 70 Prozent vorsehen, damit sich die Programme rentieren. Viele Länder in Europa haben bisher gar kein Screening-Programm. Die Teilnahmequoten in anderen Ländern werden nicht systematisch publiziert und zugänglich gemacht.)</span></p>
<p>Dabei sei Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, und für viele sei das Ende tödlich, so Stange weiter.<span style="color: #68748a;"> (Dass das Screening auf die Sterblichkeit wahrscheinlich nur sehr geringen Einfluss nehmen kann, sagte Stange aber nicht.) </span>Sie hielt fest, dass man die Frauen nicht zwingen könne, an der Untersuchung teilzunehmen. <span style="color: #68748a;">(Ursprünglich war in Deutschland geplant, an Brustkrebs erkrankte Frauen durch höhere Zuzahlungen zu den medizinischen Leistungen abzustrafen, wenn sie nicht am Mammographie-Screening teilnehmen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat diesen fragwürdigen Vorstoß allerdings schließlich gekippt.)</span></p>
<p>„Wenn aber die Aufklärung über Brustkrebs und über die Chancen des Mammographie-Screenings verbessert wird, beteiligen sich wahrscheinlich auch mehr Frauen daran“, wird Karola Stange zitiert, und weiter: „Jedes Flugblatt, das eine Frau von der Wichtigkeit der Untersuchung überzeugt, ist gut investiertes Geld.“</p>
<p><span style="color: #68748a;">(Ganz so sicher ist auch dies aber nicht. Dass das Mammographie-Screening die Sterblichkeit an Brustkrebs gar nicht senken wird, sickert jetzt hier und da durch. Um zum Stichpunkt &#8220;Aufklärung&#8221; zurückzukommen: Auch die Risiken des Mammographie-Screenings müssen vollständig kommuniziert werden. Wichtig bleiben auch in Thüringen die Fragen, wie sich die Fallzahlen jetzt entwickeln, welche Behandlungsmaßnahmen notwendig werden (mehr oder weniger Brustamputationen, Chemotherapien etc.) und ob die Brustkrebs-Sterblichkeit unter dem Mammographie-Screening-Programm in Thüringen tatsächlich sinkt. Um dies genau zu überprüfen, bräuchte es auch ein funktionierendes nationales Krebsregister nach IARC-Standard, welches in Deutschland aber fehlt.)</span></p>
<h3>Quellenangabe</h3>
<h3><span style="color: #68748a;"> </span></h3>
<p>Politopolis: <a href="http://www.politopolis.de/46349/bessere-aufklaerung-ueber-chancen-des-mammographie-screenings-notwendig/" target="_blank">Bessere Aufklärung über Chancen des Mammographie-Screenings notwendig</a> (DIE LINKE Thüringen)</p>
<h3><strong>Gesundheitspolitische Grundlagen</strong></h3>
<p>Deutscher Bundestag Antrag Drucksache 14/3858 vom 07.07.2002, Helga Kühn-Mengel u.a.: <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/038/1403858.pdf" target="_blank">Frauenspezifische Gesundheitsversorgung </a><br />
Deutscher Bundestag Antrag Drucksache Drucksache 14/4381 vom 24. 10. 2000,  Angela Merkel u.a. <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/043/1404381.pdf" target="_blank">Konkrete Gesundheitspolitik für Frauen </a><br />
Deutscher Bundestag Antrag Ducksache 14/9122 vom 16.05.2002, Beschlussempfehlung u. Bericht Helga Kühn-Mengel u.a.: <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/091/1409122.pdf" target="_blank">Brustkrebs – Mehr Qualität bei Früherkennung, Versorgung und Forschung – Für ein Mammographie-Screening nach Europäischen Leitlinien </a></p>
<h3>Weiterführendes</h3>
<p><a href="http://www.iarc.fr/en/about/index.php" target="_blank">International Agengy for Research on Cancer</a> (IARC)</p>
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