Pressemeldung v. 18.07.2007 – 09:47
Aufgrund zahlreicher wissenschaftlicher Bedenken hat das National Cancer Institute (NCI) mit Sitz in Bethesda, USA, aktuell eine Studie zur „medikamentösen Prävention“ von Brustkrebs, in der ein Medikament aus der Substanzklasse der Aromatasehemmer mit einem älteren Medikament verglichen werden sollte, zurückgewiesen.
Die lange geplante „100-Millionen-Dollar-Studie“ (Zitat Washington Post) wurde z.B. wegen vielen bereits bekannten Nebenwirkungen und zu geringen Erfahrungen in Bezug auf die Langzeitwirkungen abgelehnt. Das NCI unter der Leitung von Direktor John Niederhuber hat sich auch gefragt, wie viele Frauen vor dem Hintergrund der Nebenwirkungen überhaupt bereit sein würden, Aromatasehemmer einzunehmen, selbst dann, wenn eine Senkung des Brustkrebsrisikos bewiesen werden könnte. Das Risiko überwiege einen möglichen Nutzen. Überdies gibt es bereits andere große Studien, die u.a. auch Aromatasehemmer hinsichtlicht einer medikamentösen Prävention von Brustkrebs erforschen.
Auch in Deutschland gibt es Forschung auf diesem Gebiet. So stand z.B. die „IBIS-II-Studie“, die eine medikamentöse Prävention von Brustkrebs untersucht, ebenfalls in der Kritik.
Weitere Informationen zu der gestoppten Studie:
bcag.twoday.net/stories/4069952/
Breast Cancer Action Germany – das neue unabhängige Netzwerk gegen Brustkrebs – wird insbesondere präventive Maßnahmen im Kontext Brustkrebs genau beobachten und engagiert sich dabei national und international u.a. auch für gesundheitsziele.de (www.gesundheitsziele.de), das nationale Forum für Gesundheitsziele in Deutschland.
Breast Cancer Action Germany
www.bcaction.de
Brustkrebsprävention – Kein Thema?
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Alle reden von der Behandlung. Als von Brustkrebs betroffene Frauen haben wir lange gedacht, dass es für uns sowieso zu spät ist, wenn es um die Prävention von Brustkrebs geht. Dennoch ist es spannend, zusätzlich auch den Faden zum Thema Erkrankungsursachen aufzunehmen und nach Wegen zu suchen, die präventiv wirken.
Ist Brustkrebs ein unvermeidliches Schicksal oder gibt es mehr Dinge, die getan werden können, um die Erkrankung zu verhindern? Einige erste Informationen haben wir bereits zusammengetragen. Lesen Sie den 10-Punkte-Plan zur Vermeidung von Brustkrebs auf unserer Website unter www.bcaction.de/03info/praevention.htm oder achten Sie auf die Dokumentation von Sabrina McCormick “No family history” www.bcaction.de/07archiv/02vid_prevention.htm, die ebenfalls versucht, den Erkrankungsursachen auf die Spur zu kommen.

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