Medikamente

Cannabis-Medikamente zur Schmerztherapie

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Deutscher Bundestag / Ausschuss für Gesundheit: Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will Patienten den Zugang zu Cannabis-Medikamenten erleichtern. Die Abgeordneten haben dazu am 09.05.2012 den Antrag 17/6127 (pdf) vorgelegt, der Thema einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses war.  Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), der Bundesärztekammer, der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen, der Deutsche Hanf Verband und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) waren hierzu geladen. Die Grünen verlangen in ihrem Antrag von der Bundesregierung die Vorlage eines Gesetzentwurfes, um betäubungsmittelrechtliche Strafverfahren bei Patienten zu vermeiden, „wenn sie Cannabis auf der Basis einer ärztlichen Empfehlung besitzen, anbauen oder sich verschaffen“. Die Abgeordneten verweisen darauf, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bislang nur wenigen Patienten auf Antrag die Erlaubnis zum Bezug eines Extraktes oder von Cannabisblüten durch eine Apotheke erteilt habe. Die Kosten hierfür betragen der Vorlage zufolge bis zu 1.500 Euro und würden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. „Wegen der erheblichen Kosten für eine Behandlung mit Dronabinol, Cannabisblüten oder einem Cannabisextrakt verschafften sich bedürftige PatientInnen Cannabis auf andere Weise und gerieten so unweigerlich mit dem Betäubungsmittelgesetz in Konflikt“, so die Grüne Fraktion. Die Folge seien häufig Strafverfahren. Da viele Patienten auf die regelmäßige Einnahme von Cannabis angewiesen seien, würden sie nicht selten als Wiederholungstäter zu empfindlichen Geld- oder Haftstrafen verurteilt. „Damit werden ausgerechnet jene Menschen der Strafverfolgung ausgesetzt, die aufgrund ihrer teilweise schweren Erkrankung ohnehin körperlich und seelisch erheblich belastet sind“, heißt es in dem Antrag. Die Abgeordneten verlangen ferner, ein Verfahren zu entwickeln, nach denen ärztliche Empfehlungen für die Verwendung von Cannabis-Medikamenten anhand einer Liste von Indikationen aufgestellt und nachgewiesen werden können. Zur Begründung heißt es, wissenschaftliche Untersuchungen belegten, dass Cannabis bei schweren Erkrankungen wie HIV, Multipler Sklerose, chronischen Schmerzen, Epilepsie und Krebs Linderung bewirken kann.
BCAG 9. Mai 2012 | Medikamente, Schmerztherapie
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Hamburg, Margaret

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Dr. Margaret Hamburg (*12.07.1955-) ist eine amerikanische Ärztin und Spezialistin für Public Health (Öffentliches Gesundheitswesen, Harvard-Absolventin), die aus  Chicago (Ill., USA) stammt und seit dem 18. Mai 2009 die 21. Leiterin der amerikanischen Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA)  unter der Verwaltung von Präsident Obama ist. Sie ist Mitglied der Demokratischen Partei, lebt in Washington D.C.  und ist verheiratet mit Peter Fitzhugh Brown. Am 17.11.2011 kündigte sie die Aufhebung der Zulassung für das Medikament Avastin / Bevacizumab für die Behandlung von metastasiertem Brustkrebs an.

Webseite

http://www.fda.gov/AboutFDA/CommissionersPage/default.htm

Berichterstattung zu Avastin bei uns

 

BCAG 18. November 2011 | Gesundheitsbehörden, Medikamente, Who's who
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Chemotherapie

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Wirksamkeit

“Wir wissen mittlerweile aus der großangelegten Auswertung vieler einzelner klinischer Studien, dass nur vier Prozent der Patientinnen sicher von einer Chemotherapie profitieren.”

Zitat: Dr. Randy Scott, Firmengründer von Genomic Health Inc., Anbieter des Genexpressionsprofil-Tests Oncotype DX in dem firmeneigenen Informationsblatt Genomic Health Im Dialog, Ausg Dez. 2011. Weiterlesen Genexpressionsprofile

Langzeitfolgen

“Chemobrain” (Kognitive Einschränkungen)

Chemo-Brain: Die meisten Patienten erholen sich nur langsam

“Seattle – Die neurokognitiven Auswirkungen der Chemotherapie, von den Patienten auch als Chemo-Brain bezeichnet, wurden lange Zeit unterschätzt. Eine Studie im Journal of Clinical Oncology (2011; doi: 10.1200/JCO.2010.33.9119) zeigt, dass einige Defizite noch nach 5 Jahren nachweisbar sind.” …

Dt. Ärzteblatt, Nachrichten,  05. Mai 2011

Kognitive Langzeitdefizite

Die Daten wurden erhoben in Bezug auf die “mildere” Chemotherape mit “CMF”. Zitat Nachrichten im Dt. Ärzteblatt v. 29.02.2012: “… lebenslange Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen. Diese zeigt eine Fall-Kohortenstudie im Journal of Clinical Oncology (2012; doi:10.1200/JCO.2011.37.0189)

Hinweise zu Anthrazyklinen

Ende eine Therapiestrategie: Anthrazykline bei Brustkrebs (v. 21.05.2009)

Auslösung von Leukämien

Artikel von Ulrich Dührsen: Therapie-induzierte Leukämien – ein zu wenig beachtetes Problem der medikamentösen Tumortherapie? (Therapy-induced Leukemia – An Underestimated Complication of Antineoplastic Chemotherapy?) Zentralbl Gynakol 2005; 127(4): 235-241

Brustkrebs und Chemotherapie in der Schwangerschaft

Eine Chemotherapie bei Brustkrebs in der Schwangerschaft wird in der medizinischen Literatur ab der 14. Schwangerschaftswoche als möglich beschrieben. Daten zu den Langzeitfolgen bei den Kindern sind bisher rar. Eine Untersuchung befasst sich mit den kognitiven Langzeitfolgen bzw. Auswirkungen auf das Herz bei Kindern im Alter ab 18 Monaten, deren Mütter eine Chemotherapie während der Schwangerschaft gemacht wurde. Originaldaten: Fredéric Amant u.a. Long-term cognitive and cardiac outcomes after prenatal exposure to chemotherapy in children aged 18 months or olderThe Lancet Oncology, Feb. 2012, doi:10.1016/S1470-2045(11)70363-1, Kurzbericht in dt. Sprache in den Nachrichten des Dt. Ärzteblatts.

Auch gibt es bisher keine vergleichenden Daten und Langzeitdaten, die Aussagen über mögliche Krebserkrankungen bei den Kindern auch im späteren Erwachsenenalter zulassen.

Litton, J in: Boyles, S Breast Cancer in Pregnancy: Chemo OK, WebMD Health News, Apr.18,2008