Dr. Margaret Hamburg (*12.07.1955-) ist eine amerikanische Ärztin und Spezialistin für Public Health (Öffentliches Gesundheitswesen, Harvard-Absolventin), die aus Chicago (Ill., USA) stammt und seit dem 18. Mai 2009 die 21. Leiterin der amerikanischen Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) unter der Verwaltung von Präsident Obama ist. Sie ist Mitglied der Demokratischen Partei, lebt in Washington D.C. und ist verheiratet mit Peter Fitzhugh Brown. Am 17.11.2011 kündigte sie die Aufhebung der Zulassung für das Medikament Avastin / Bevacizumab für die Behandlung von metastasiertem Brustkrebs an.
Berichterstattung zu Avastin bei uns
“Wir wissen mittlerweile aus der großangelegten Auswertung vieler einzelner klinischer Studien, dass nur vier Prozent der Patientinnen sicher von einer Chemotherapie profitieren.”
Zitat: Dr. Randy Scott, Firmengründer von Genomic Health Inc., Anbieter des Genexpressionsprofil-Tests Oncotype DX in dem firmeneigenen Informationsblatt Genomic Health Im Dialog, Ausg Dez. 2011. Weiterlesen Genexpressionsprofile
“Seattle – Die neurokognitiven Auswirkungen der Chemotherapie, von den Patienten auch als Chemo-Brain bezeichnet, wurden lange Zeit unterschätzt. Eine Studie im Journal of Clinical Oncology (2011; doi: 10.1200/JCO.2010.33.9119) zeigt, dass einige Defizite noch nach 5 Jahren nachweisbar sind.” …
Dt. Ärzteblatt, Nachrichten, 05. Mai 2011
Die Daten wurden erhoben in Bezug auf die “mildere” Chemotherape mit “CMF”. Zitat Nachrichten im Dt. Ärzteblatt v. 29.02.2012: “… lebenslange Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen. Diese zeigt eine Fall-Kohortenstudie im Journal of Clinical Oncology (2012; doi:10.1200/JCO.2011.37.0189) …
Ende eine Therapiestrategie: Anthrazykline bei Brustkrebs (v. 21.05.2009)
Artikel von Ulrich Dührsen: Therapie-induzierte Leukämien – ein zu wenig beachtetes Problem der medikamentösen Tumortherapie? (Therapy-induced Leukemia – An Underestimated Complication of Antineoplastic Chemotherapy?) Zentralbl Gynakol 2005; 127(4): 235-241
Eine Chemotherapie bei Brustkrebs in der Schwangerschaft wird in der medizinischen Literatur ab der 14. Schwangerschaftswoche als möglich beschrieben. Daten zu den Langzeitfolgen bei den Kindern sind bisher rar. Eine Untersuchung befasst sich mit den kognitiven Langzeitfolgen bzw. Auswirkungen auf das Herz bei Kindern im Alter ab 18 Monaten, deren Mütter eine Chemotherapie während der Schwangerschaft gemacht wurde. Originaldaten: Fredéric Amant u.a. Long-term cognitive and cardiac outcomes after prenatal exposure to chemotherapy in children aged 18 months or older, The Lancet Oncology, Feb. 2012, doi:10.1016/S1470-2045(11)70363-1, Kurzbericht in dt. Sprache in den Nachrichten des Dt. Ärzteblatts.
Auch gibt es bisher keine vergleichenden Daten und Langzeitdaten, die Aussagen über mögliche Krebserkrankungen bei den Kindern auch im späteren Erwachsenenalter zulassen.
Litton, J in: Boyles, S Breast Cancer in Pregnancy: Chemo OK, WebMD Health News, Apr.18,2008