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Brustkrebs – Infosuche

Diagnose Brustkrebs: Hier gibt es umfassende weiterführende Informationen zu Medizin und Gesellschaft, Umwelt, Lebensbedingungen, Gesundheitspolitik und mehr - nur aus der Perspektive von Frauen.


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aktuell – neue Beiträge


Rachel Cheetham Moro 1970-2012

Rachel Cheetham – Anna Rachnel – hat mit Cancer Culture Chronicles ihre Beobachtungen aus dem Leben mit metastasiertem Brustkrebs, Gesellschaft, Medizin und Kultur berichtet. Sie hat Breast Cancer Action unterstützt und bei uns sind drei Übersetzungen ihrer Arbeiten online: Ausgetretene Pfade (The Well Trodden Path), Tragik begegnen im Social Media-Zeitalter (Confronting Tragedy In The Age of Social Media)und Frauen bewältigen Brustkrebs über die Jahrhunderte hinweg (The Can-Do-Spirit). In ihren Blogs sind unzählige weitere wichtige Inhalte gespeichert.  Wir werden sie sehr vermissen.

Zu den Trauereinträgen in Rachel Cheethams Blog 


Am 25.01.2011 hat die BAGP (BundesArbeitsGemeinschaft der Patient/inn/enstellen) mit Sitz in München eine Erklärung zu Krebs erregenden Brustimplantaten herausgeben, in der es wieder um Schuld und Kosten geht.

BAGP-Pressemeldung: Krebserregende Brustimplantate: Wer trägt Schuld und Kosten

Was der Skandal zeigt: PatientInnen können sich nicht auf sichere Medizin-Produkte verlassen

Die BAGP steht auf dem Standpunkt, dass Patientinnen sich immer darauf verlassen müssen können, dass medizinische Eingriffe und Produkte keine Gesundheitsgefährdung darstellen und sieht diese durch die Tauglichkeit mangelhafter Prüfungen durch ein privates Prüfunternehmen mit dem CE Qualitätssiegel gefährdet.  Weiterlesen …


doku: 04.02.2012 bei arte oder online: “Krebsvorsorge – Chance oder Risiko” oder ein gigantischer MARKT

In einer Dokumentation befasst sich die Filmemacherin Kathrin Pitterling mit der Kontroverse um die Früherkennung. Seit Jahrzehnten werden diverse Empfehlungen zu Untersuchungen gegeben. Heute ist die Sichtweise differenzierter.  ”Insgesamt ist es so, dass diese Untersuchungen immer mehr Menschen schaden, als dass sie nützen,” sagt Ingrid Mühlhauser vom Institut für Gesundheitswissenschaften der Universität Hamburg. Ärztinnen in den Mammographie-Screening-Einrichtungen geben ihr Bestes. Die offene Diskussion des Dilemmas, wie in dieser Reportage gezeigt, ist ein guter Weg und aggressive Kampagnen zur Bewerbung von Früherkennung verbieten sich demnach grundsätzlich … Unbedingt ansehen!!! (Termin: arte, 04.02.2012 – 11:35 Uhr)


doku: 27.01.2012 – Bundesinstitut BfArM warnt auch vor ‘TiBREEZE’-Brustimplantaten

Wo ‘TiBREEZE’ draufstand, war wahrscheinlich PIP drin. Deshalb rät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nun weiteren Frauen mit Brustimplantaten, vorsichtshalber zum Arzt zu gehen. Betroffen sind Implantate der Firma GfE Medizintechnik, die in den Jahren 2003 und 2004 vertrieben wurden. Die Kissen namens ‘TiBREEZE’ enthielten nach Angaben der Behörde Billig-Silikongel der Firma PIP. Dieses steht im Verdacht, Entzündungen hervorzurufen.

Die Firma GfE Medizintechnik existiert heute nicht mehr. Ihre Rechtsnachfolgerin ließ aber mitteilen, dass nur zwei Fälle bekannt seien, in denen ‘TiBREEZE’-Implantate gerissen seien – von rund 730, die demnach in den Verkehr gebracht wurden.

Text dradio, CC r.0, Weiterlesen BfArM Information


infoblog! 25.01.2012 – Forschungsprojekt zu unterschiedlichen Versorgungsbedarfen oder Was macht eigentlich … Susan Love? (Teil 10)

Susan Love startet aktuell mit ihrem „Army of Women“-Projekt ein neues Forschungsprojekt zu den weitreichenden auch emotionalen Auswirkungen der Diagnose Brustkrebs. Weniger gut verstanden würden diese Auswirkungen auf Befindlichkeiten und Lebensqualität von Frauen, die im medizinischen Umfeld historisch unterversorgt seien. Lesben und bisexuelle Frauen seien eine dieser unterversorgten Bevölkerungsgruppen und es gäbe bisher kaum Forschung zu Brustkrebs dieser Gruppe. Um ihre individuellen Bedürfnisse besser zu erforschen, startet Love jetzt eine Umfrage zum Thema. Weiterlesen …


doku: 25.01.2012 – Grüne richten Kleine Anfrage im Silikonskandal an Regierung

Den Skandal fehlerhafter Brustimplantate nimmt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Anlass einer Kleinen Anfrage (17/8403, pdf aktuell nicht online). Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung unter anderem wissen, welche Pläne sie verfolgt, um die Patientensicherheit und Gesundheitsverträglichkeit von Medizinprodukten zu verbessern. Zudem erkundigt sich die Fraktion, ob die Regierung aufgrund der jüngsten Erfahrungen ein verpflichtendes Implantat- beziehungsweise Produktregister aufbauen will.
Quelle: Heute im Bundestag, Nr. 040


unser körper – unser leben: 19.01-2012 – Programmhinweis: Ungeschminkt – Die schmutzige Welt der Kosmetik

Im Dezember 2011 und Januar 2012 zeigten verschiedene TV-Kanäle den Filmbeitrag “Ungeschminkt – Die schmutzige Welt der Kosmetik” von Inge Altemeier und Steffen Weber. Die Reportage nimmt auf dem deutschen Markt befindliche Kosmetika – darunter auch solche, die mit Qualitätssiegeln und Kaufanreizen wie “bio” und “test” ausgezeichnet sind – genauer unter die Lupe. Viele der enthaltenen Inhaltsstoffe haben gesundheitsschädigende Wirkungen und manche können sogar Krebs auslösen. Selbst Kinderkosmetika, über deren Sinn und Unsinn Diskussionen überfällig werden, sind mit den gefährlichen, Krebs auslösenden Chemikalien belastet. Online ansehen und mehr Info zur Doku …


infoblog!: 18.01.2012 – Regierung erwägt Konsequenzen aus Brustimplantate-Skandal

Die Bundesregierung schließt Konsequenzen aus dem Skandal fehlerhafter Brustimplantate nicht aus. Im Gesundheitsausschuss machte die Regierung am Mittwoch deutlich, dass dabei ihr Augenmerk auf einer möglichen Verbesserung der Kontrolle der Herstellung von Medizinprodukten liege. Weiter unterstrich die Regierung, dass es im Fall der minderwertigen Silikonkissen der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) um „kriminelle Handlungen“ gehe, dem nicht mit dem Zulassungsrecht beizukommen sei. Weiterlesen …


ressourcen: 18.01.2012 – Buchbesprechung: Das Kerstin Ostmann-Buch

Titelblatt Kerstin Ostmann - Richard RickelmannUnzählige Bücher zu Brustkrebs haben in den vergangenen Jahren den Buchmarkt geflutet. Doch ein Buch möchten wir unsere LeserInnen in besonderer Weise ans Herz legen. Im September 2011 erschien bei aufbau das Kerstin-Ostmann-Buch „Es lohnt sich um jeden Tag“. Eine junge Frau führt zwölf Jahre lang einen Kampf gegen ihren Krebs: couragiert, unverzagt hoffend, kraftvoll Widerstand leistend. Mit bewundernswerter Energie, unerschöpflicher Geduld und großer Leidensfähigkeit bewältigt sie selbst schwerste Krisen. Endlich ist unsere Buchbesprechung Entmystifizierung, Wegweisung: Das Kerstin-Ostmann-Buch online …


doku: 18.01.2012 – arznei-telegramm – Schlussfolgerungen aus dem Silikonskandal

In seiner Ausgabe 1/2012 berichtet auch das arznei-telegramm zu einem der sicherlich größten Medizin-Skandale der letzten Jahre unter dem Titel: “Kriminell produzierte Silikonkissen”. arznei-telegramm verweist darauf, dass Krebs in der Folge bei den betroffenen Frauen nicht ausgeschlossen werden kann.

Zitat arznei-telegramm

  • “Die französische Firma PIP hat international mehrere hunderttausend Silikon-Brustimplantate verkauft, die aus Gründen des Profits zum überwiegenden Teil mit minderwertigem Industriesilikon gefüllt sind, auffällig häufig reißen, oft Silikon abgeben (“ausschwitzen”) und die die Trägerinnen gefährden. Krebs als Anwendungsfolge lässt sich nicht ausschließen.
  • Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat keinen Überblick, wie viele Frauen in Deutschland betroffen sind. Die Behörde empfiehlt inzwischen, PIP-Implantate vorsichtshalber zu entfernen.
  • Statt Zertifizierung durch private Institute erscheint – analog zu Arzneimitteln – eine behördliche Zulassung von Medizinprodukten auf der Basis einer systematischen zentralen Sicherheitsprüfung überfällig.
  • Bereits kurzfristig realisierbare einfache Maßnahmen wie unangekündigte Kontrollinspektionen der Herstellerbetriebe dürften die Wahrscheinlichkeit von Unregelmäßigkeiten und kriminellen Machenschaften verringern.
  • Alle Implantat-Operationen sollten in zentralen Registern erfasst werden, um im Falle von Produktfehlern verwertbare Informationen zur Risikoabwehr zu haben.”

Wir schließen uns den Forderungen aus dem arznei-telegramm an. Der Volltext der Berichterstattung im arznei-telegramm ist frei zugänglich unter: http://www.arznei-telegramm.de/html/sonder/1201001_01.html




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