DCIS – Ductales Carcinoma in Situ: Breast Cancer Action Information für Frauen

Bereits im Februar 2013 hat Breast Cancer Action eine Überarbeitung des DCIS-Informationsblattes veröffentlicht. Da dieses nur in englischer Sprache verfügbar ist, berichten wir über die Inhalte, die Frauen helfen sollen, die für sie richtige Entscheidung zu treffen. 

Definition

DCIS (Duktales Carcinoma in Situ) ist keine Krebserkrankung, sondern eine unnormale Veränderung von Zellen in den Milchgängen. Diese Zellen wandern jedoch nicht das umgebende Gewebe[1], d.h. es handelt sich um eine nicht-invasive Veränderung. DCIS wird oft als eine Vorstufe von Brustkrebs bezeichnet, jedoch entwickelt sich hieraus bei den meisten Frauen kein invasiver Brusttumor.[2]

Barbara Brenner (1951 – 2013) – In Memoriam

In memoriam Barbara Brenner
Barbara Brenner, langjährige Geschäftsführerin von Breast Cancer Action bis August 2010, ist am vergangenen Freitag (10.05.2013) an den Folgen ihrer ALS-Erkrankung verstorben.

Es war ihre unabhängige kritische Stimme, die Breast Cancer Action über viele Jahre hinweg geprägt hat. Ihre kritischen Stellungnahmen waren wichtig und wegweisend auch für uns in Deutschland. In ihrem Blog „Healty Barbs“ (Gesunde Stacheln) hat sie in den letzten Jahren weiterhin kritisch Stellung bezogen, auch zum Thema Brustkrebs, und zu gesellschaftlichen Problemen, Gesundheitswesen und ihrem Leben mit ihrer schweren Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Wir sind sehr traurig.

Unser Mitgefühl gehört der Lebensgefährtin von Barbara Brenner, Susie Lampert, ihren Angehörigen sowie Freundinnen und Freunden bei Breast Cancer Action und darüber hinaus. Wir werden Barbara Brenners Stimme sehr vermissen und ihren Spuren auch weiterhin folgen.

Spenden an den Barbara Brenner Rapid Response Fund  (Breast Cancer Action)

Nachrufe
Beast Cancer Action

Spannende Frage: Gynäkologie im 21. Jahrhundert – Hat sich für Frauen etwas verbessert? (clio 76 ist da!)

Clio Heft 76Seit den 1970er Jahren nimmt die Gynäkologie in Deutschland immer mehr Raum ein und sieht sich zunehmend als Begleiterin des ganzen Frauenlebens. Es entwickelte sich eine enorme Medikalisierung und Pathologisierung: Pubertät, Schwangerschaft und Geburt, Zeiten hormoneller Veränderungen, die Wechseljahre, aber auch unnötige Eingriffe wie die Gebärmutterentfernung und die zunehmende Technisierung, z.B. Pränataldiagnostik oder Reproduktionsmedizin, sind die wichtigsten Themen.

Parallel dazu erstarkte die Frauengesundheitsbewegung, die von Anfang an einen kritischen Blick auf die Gynäkologie warf. Es wurde vehement um eine frauengerechtere Medizin gestritten und Frauen forderten lautstark die Selbstbestimmung über ihren Körper und ihre Gesundheit.

Was verursacht Metastasen bei Brustkrebs?

„Am Knoten in der Brust ist noch keine Frau gestorben“, so lautete eine der polarisierend wirkenden Aussagen beim Tauziehen um die Etablierung des Mammographie-Screenings in Deuschland vor rund zehn Jahren. Die Aussage kam von durchaus sehr frauenorientierter, qualifizierter Seite.[1] Ob richtig oder falsch, darüber streitet die medizinische „Community“ bis heute. Frauen mit Brustkrebs bzw. speziell mit Metastasen haben dazu ihre eigene Meinung.

Überleben mit Brustkrebs-Metastasen ist kompliziert

Fest steht, tauchen Brustkrebszellen im Körper einer Frau auch an anderen Stellen als in der Brust auf, so wird es komplizierter in Sachen Überleben. Das Anliegen, die fortgeschrittene Erkrankung entweder sicher zu vermeiden, sie zu heilen oder zumindest langfristig wirksam in Schach zu halten, ist von Seiten erkrankter Frauen riesengroß. Bisher sind allen Schritten in diese Richtung nur kleinere Erfolge beschieden gewesen.

Mammographie-Screening: Ein Risikofaktor für Brustkrebs?

Unter dem Titel: “Mammographie-Screening: Ein Risikofaktor für Brustkrebs?” ist ein für hiesige Verhältnisse spannendes Interview in deutscher Sprache bei Medscape Deutschland erschienen, in dem die Aussagen zweier Wissenschaftlerinnen gegenübergestellt werden. Prof. Dr. med. Sylvia H. Heywang-Köbrunner (München) vertritt bezüglich des Mammographie-Screenings die Meinung, die auch viele Frauen und Patientinnen vertreten[1]:

“Man sollte den Frauen sagen, dass sie die Chance haben, Brustkrebs zu vermeiden.” (Prof. Dr. med. Sylvia H. Heywang-Köbrunner)

Der Definition, bei der Screening-Mammographie handele es sich um eine Maßnahme zur “Sekundärprävention”, folgen nationale und internationale Behörden. Europäische Leitlinien[2], die WHO[3] und der Gemeinsame Bundesausschuss[4] stellen Mammographie-Screening ebenfalls in den Kontext von Sekundärprävention.

Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser (Hamburg) vertritt in dem Interview den Kontrapunkt:

“Es hat noch nie etwas gegeben, das ein so schlimmer Risikofaktor für Krebserkrankungen ist wie das Mammografie-Screening!” (Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser)

Was bringt das Patientenrechtegesetz? Neue Broschüre zu PatientInnenrechten bei BAGP erschienen

Broschüre Patientenrechte - ÄrztepflichtenDie unabhängige BundesArbeitsGemeinschaft der PatientInnenstellen und -Initiativen e.V. (BAGP) hat mit Pressemeldung v. 13.03.2013 auf ihre neue Broschüre zum neuen Patientenrechtegesetz hingewiesen. Die Broschüre wird ab April für 3 € Schutzgebühr bei der Bundesarbeitsgemeinschaft erhältlich sein. Die BAGP kritisiert das neue Gesetz in der aktuellen Pressemeldung und verweist darauf, dass wirkliche Verbesserungen darin fehlen.

Aus der Pressemeldung

“Richtig verstandener Patientenschutz setzt nicht auf rechtliche Bevormundung, sondern orientiert sich am Leitbild des mündigen Patienten”, heißt es im Gesetzesentwurf.

AKF informiert: Fraueninformation zur Hormontherapie bei Frauen in und nach den Wechseljahren

Zum 08. März 2013 hat der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) eine “Erklärung zur Hormontherapie für Frauen in und nach den Wechseljahren” veröffentlicht. Frauen mit Brustkrebs werden häufig mit einer “Antihormontherapie” behandelt. Um diese Therapie geht es jedoch in dieser Erklärung nicht, die unterschiedlichen hormonellen Manipulationen, denen Frauen im Laufe ihres Lebens ausgesetzt werden, sind ein weites Feld. Die Hormontherapie bei Frauen in und nach den Wechseljahren ist vielmehr eine Therapie, die Frauen ohne Brustkrebs verschrieben wird. Ein trauriger Höhepunkt in dieser Strategie betraf allerdings sogar Frauen mit Brustkrebs, s. auch Stichwort “Liviella”: eine Hormontherapie, die Frauen mit Brustkrebs einnehmen sollten, mit erschreckenden Ergebnissen.

STOP EDCs – Neue WECF-Info zu hormonell wirksamen Chemikalien in Alltagsprodukten

STOP EDCs - Infoflyer zu hormonell wirksamen Chemikalien von WECF

Women in Europe for a Common Future e.V. (WECF) hat eine wichtige Info zu Umweltschadstoffen veröffentlicht. Aus dem Einleitungstext:

Was ist das Problem?

Abnehmende Spermienqualität, weibliche Unfruchtbarkeit, ein erhöhtes Diabetes-und Krebsrisiko sowie Adipositas sind nur einige gesundheitliche Auswirkungen, die mit hormonell wirksamen Chemikalien (Endokrin Disruptiven Chemikalien = EDCs), auch Umwelthormone genannt, in Verbindung gebracht werden. EDCs sind Stoffe, die das hormonelle Gleichgewicht stören, indem sie ähnlich oder identisch wie körpereigene Hormone wirken oder die Rezeptoren dieser Hormone blockieren und so die körperliche Entwicklung beeinflussen können. Die Wirkung von EDCs hängt sehr vom Zeitpunkt der Aufnahme im Körper ab. Besonders kritische Phasen sind Schwangerschaft (fötale Entwicklung), Säuglingszeit bzw. frühe Kindheit und Pubertät. Faltblatt STOP EDCs bei Women in Europe for a Common Future downloaden

Erinnerung an Christine Brunswick

Ende Februar 2013 starb Christine Ann Brunswick an den Folgen ihrer Krebserkrankungen. Christine Brunswick wurde 60 Jahre alt und war bis zu ihrem Tode Vizepräsidentin und Vorstandsmitglied der amerikanischen National Breast Cancer Coalition (NBCC). Sie vertrat die Organisation auf internationalen Kongressen wie z.B. der 4. United Nations World Conference on Women in Beijing (China) 1995.
Im November 1999 hat Christine Brunswick die Arbeit der NBCC und ihr Engagement auch in Deutschland auf der AKF Jahrestagung “Brust 2000 – Gesundheitspolitische Ein- und Aussichten” vorgestellt.   Ihr AKF-Kongressbeitrag Breast Cancer Advocacy in den USA – Eine Erfolgsstory (pdf) ist online verfügbar und ermöglicht heute einen Rückblick auf Hoffnungen vor knapp 15 Jahren, die Frauen und Frauengesundheitsbewegung mit ihrem Engagement damals hegten.

Die NBCC hat für sie den Chris Brunswick Fund bei der National Breast Cancer Coalition eingerichtet. 

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NBCC-Nachruf: NBCC Celebrates the Life of Christine Brunswick

 

Neue Broschüre zum Thema Lymphödem

Broschüre Leben mit einem LympödemDr. Margret Heider (Frauenärztin und Lymphödempatientin, engagiert bei AKF e.V.) hat eine neue Broschüre zum Thema  Leben mit einem Lymphödem (pdf) erstellt. Die Broschüre wurde von einem fachlichen ExpertInnenteam zum Thema Lymphödem beraten und von der  Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen gefördert. Sie wird bereitgestellt von der Bremer Krebsgesellschaft, ist erhältlich in den Beratungsstellen der Bremer Krebsgesellschaft bzw. kann dort auch bestellt werden (Telefon 0421-491 92 22).

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Broschüre Leben mit einem Lymphödem (pdf)

Ergänzender Literaturhinweis zum Lymphödem

Christine Bernsen
Lymphödem bei Brustkrebs – was tun?
Ein Ratgeber für Patientinnen, Angehörige und andere Interessierte (erschienen 2008)