
"ausgezogen" - Ausstellung Jutta Imelda Kanneberger im Kleisthaus Berlin
Photography by courtesy of Jutta Imelda Kanneberger
Noch bis zum 18. April 2010 zeigt das Kleisthaus „ausgezogen“ – eine Ausstellung von Arbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin Jutta Imelda Kanneberger (juimka). Das Kleisthaus ist „Dienstsitz des Beauftragten der Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen“.
Jutta Imelda Kanneberger, Jg. 1957, ist Konzeptkünstlerin und arbeitete von 1983 – 2002 in den Bereichen Malerei, Fotografie und Textildesign an Stadt- und Staatstheatern sowie Opernhäusern im In- und Ausland. Als Bühnen- und Kostümassistentin schuf sie eigene Produktionen. Einzel- und Sammelausstellungen – aber auch Serien wie ihre 4000 Aufnahmen umfassende Fotoausstellung - zeigen „Dinge des Alltags anders“. Durch ihre Arbeit im Theater wuchs die Liebe zur Konzeptkunst.
Das Kleisthaus zeigt „private Objekte”. Im Original und in verfremdeter Form gibt juimka Einblick in ihr persönliches Schicksal. 2006 an Brustkrebs erkrankt, zeigt sie ihre Art der Begegnung mit der Erkrankung mit künstlerischen Mitteln.
Die Sammelleidenschaft für Markendessous erfährt eine Verwandlung. Die Designertextilien haben ihre Aufgabe als Kleidungsstücke verloren. Als Kunstobjekte werden sie verfremdet. Grafik oder digitale Fotografie wandelt Gebrauchsgegenstände in Erinnerung. „Ganz ohne Körper. Das Gefühl entsteht im Kopf. Die Fantasie modelliert“, so Kanneberger, die Zufriedenheit heutigem Jugendwahn vorzieht.
Selbstbewusstsein, Schicksal, Sammelleidenschaft, juimka kommt ohne Effekthascherei aus. Ihr Rückblick zeigt Humor mit Trauer. Der Körper ist Erinnerung, die abgelegte Kleidung zeugt von dieser Häutung. Neues Leben beginnt.
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Ausstellung auf juimka.de

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