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	<title>ressourcen &#187; übersetzungen</title>
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	<description>bücher, medien und mehr zu brustkrebs, frauen &#38; gesundheit</description>
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		<title>Entzauberung, Enteignung, unzulässig: Das David Rieff Buch &quot;Tod einer Untröstlichen&quot;</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 23:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[bücher]]></category>
		<category><![CDATA[erfahrungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Tod einer Untröstlichen: Die letzten Tage von Susan Sontag / David Rieff. Aus dem Engl. von Reinhard Kaiser. München: Hanser, 2009. 978-3-446-23276-1  und ab Mai 2011 auch als Taschenbuch bei Fischer, ISBN 978-3-596-18662-4 David Rieffs Buch „Tod einer Untröstlichen“ (Swimming in a Sea of Death) &#8211; „Die Erinnerungen eines Sohnes: A son’s memoir&#8221; &#8211; ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2003" class="wp-caption alignleft" style="width: 254px"><a rel="attachment wp-att-2003" href="http://www.bcaction.de/bcbooks/david_rieff_tod_einer_untroestlichen/clipboard02-2/"><img class="size-full wp-image-2003" title="Susan Sontag: Tod einer Untröstlichen" src="http://www.bcaction.de/bcbooks/wp-content/uploads/2011/02/Clipboard02.jpg" alt="David Rieff Buch - Taschenbuchausgabe Fischer Verlag" width="244" height="382" /></a><p class="wp-caption-text">David Rieff Buch - Taschenbuchausgabe Fischer Verlag</p></div>
<p><em><br />
Tod einer Untröstlichen: Die letzten Tage von Susan Sontag / David  Rieff. Aus dem Engl. von Reinhard Kaiser. München: Hanser, 2009.  978-3-446-23276-1  und ab Mai 2011 auch als Taschenbuch bei Fischer,  ISBN 978-3-596-18662-4</em></p>
<p>David Rieffs Buch „Tod einer Untröstlichen“ (Swimming in a Sea of Death) &#8211; „Die Erinnerungen eines Sohnes: A son’s memoir&#8221; &#8211; ist ein Buch ausschließlich über die Krankheiten der Susan Sontag, über ihre Krebserkrankungen, minutiös, redundant, zerstörend, eine öffentliche Krankengeschichte, doch nicht von Sontag selbst autorisiert.</p>
<p>Ein Sohn, der das Lebenswerk seiner Mutter posthum einreißt, seziert, erinnert an den schrecklichen gegenwärtigen Umgang mit Mumien auf der Suche nach den letzten Geheimnissen. Daneben stellt Rieff den Traum und die Stationen des Lebens seiner Mutter, Berkeley, Chicago, Cambridge, Oxford, Paris, New York, eine die hoch zu Ross saß, „ohne wunde Stellen durch den Sattel“ (S. 127), so zitiert er aus ihren Tagebüchern. Sontags Sohn bewertet. Sie habe sich „mit ihrer Selbstobjektivierung, mit der sie sich von Persönlichem entfernte, keinen Gefallen getan“. Wirklich nicht? War es nicht gerade das, was andere an ihr so sehr liebten? Sie haben sich nicht besonders nahe gestanden, wohl seit längerem schon.</p>
<h3>Das &#8220;Mantra der Zuversicht&#8221;?</h3>
<p><em>&#8220;Sie wollte, dass wir ihr Auftrieb gaben, dass wir ihr das Mantra der Zuversicht immer wieder vor sprachen&#8221;</em> (S. 112). Seine Aufgabe sei es gewesen, sie fortan zu belügen, ein tragisches Missverständnis, das ihn zum Mitverantwortlichen des überdimensionalen Leids der Mutter macht. Zerstörung des körpereigenen Immunsystems und Knochenmarktransplantation in Seattle, „Leben als Teil einer Flucht vor dem Nichts“.</p>
<p>Rieffs Buch ist eine Zustandsbeschreibung westlicher Allmachtsphantasien, Zustand einer Gesellschaft, die Hoffnung um jeden Preis verkauft. Sontag wollte ihren Leserinnen nicht erzählen, was sich bei ihrer „Emigration ins Reich der Krankheit“ tatsächlich abspielte. Und wie es ist, dort zu leben.<a href="#_edn1">[i]</a> Genügend andere haben dies bereits getan. Sie bevorzugte die  intellektuelle Transformation. Ein unverständliches, ja sogar  voyeuristisches Buch für Rieff, den Sohn der Susan Sontag, der im Alter  von 19 Jahren ausgerechnet als Sekretär für Ivan Illich arbeitete, als  dieser an seinem ersten Entwurf der „Nemesis der Medizin“ schrieb.<a href="#_edn1">[ii]</a></p>
<hr size="1" /><a href="#_ednref1">[i]</a> siehe auch:<em> <a href="http://www.nytimes.com/2008/02/03/books/review/Roiphe-t.html?_r=1&amp;pagewanted=print" target="_self">Without Metapher v. Katie Roiphe</a>,</em> New York Times, 3. Feb. 2008</p>
<p><a href="#_ednref1">[ii]</a><em> “But as far as intellectual models go, I think probably the deepest intellectual model or mentor, maybe more than model, was a man called Ivan Illich, who was a radical priest, originally Yugoslavian, who spent his career in Latin America. I dropped out of Amherst College at nineteen to go work for Illich, and was his secretary on the first draft of the </em><em>Medical Nemesis book. That world of radical Catholic thinking was an early model. I&#8217;m not a believer in any sense; in fact, I&#8217;m a sort of a militant atheist. But if there was an intellectual matrix that was incredibly helpful to me &#8212; I mean, not from reading, but from actually knowing the people &#8212; it was probably Illich and these radical Catholics around him, European and Latin American.&#8221; </em>(<a href="http://globetrotter.berkeley.edu/people3/Rieff/rieff-con1.html" target="_blank">Conversation with David Rieff</a>, S. 1.,  Conversations    with History; Institute of International Studies, UC Berkeley, 2003)</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Webseite: <a href="http://www.pudel.uni-bremen.de/" target="_blank">Denken nach Illich</a> (Webseite von Illich-Schülern bei der Uni Bremen)</p>
<p><a href="http://www.pudel.uni-bremen.de/pdf/VERKREBS.pdf" target="_blank">Die Verkrebsung</a> (pdf, Barbara Duden auf dieser Webseite)</p>
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		<title>Literatur zur Mammographie</title>
		<link>http://www.bcaction.de/ressourcen/literatur-zur-mammographie/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Dec 2007 13:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[bücher]]></category>
		<category><![CDATA[IARC]]></category>
		<category><![CDATA[sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[übersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Mammographie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;&#62;&#62; (pdf) Screening zur Brustkrebsfrüherkennung mit Mammographie: Flyer des Nordic Cochrane Zentrums in deutscher Sprache European Guidelines for Quality Assurance in Breast Cancer Screening and Diagnosis. European Commission; Directorate-General for Health and Consumer Protection, Autoren: Perry, N. u.a. 2006. ISBN: 92-79-01258-4.  32 000 Todesfälle jährlich könnten in der Europäischen Union verhindert werden, wenn diese besten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cochrane.dk/screening/mammografi-de.pdf" target="_blank"><strong>&gt;&gt;&gt; (pdf) Screening zur Brustkrebsfrüherkennung mit Mammographie:</strong> </a>Flyer des Nordic Cochrane Zentrums in deutscher Sprache</p>
<p><a id="euleitlinie" name="euleitlinie"></a><strong> <a href="http://ec.europa.eu/health/ph_projects/2002/cancer/fp_cancer_2002_ext_guid_01.pdf" target="_blank">European         Guidelines for Quality Assurance in Breast Cancer Screening and Diagnosis</a></strong>.         European Commission; Directorate-General for Health and Consumer Protection,         Autoren: Perry, N. u.a. 2006. ISBN: 92-79-01258-4. <span> </span></p>
<p>32 000 Todesfälle jährlich könnten in der Europäischen Union verhindert werden, wenn diese besten Standards im Mammographie-Screening nach Europäischen Leitlinien eingehalten würden, so verspricht es die Ankündigung der 4. Auflage der EU-Leitlinie. Mammographie-Screening kann Brustkrebs drei bis vier Jahre vor Symptomen, die die Frau selbst feststellen kann, nachweisen, so heißt es weiter. Die Wahrscheinlichkeiten einer wirkungsvollen Behandlung verbessern sich damit drastisch. Diese Richtlinien zielen darauf ab, die Erfahrungen von &#8220;best-practice&#8221; der regionalen und nationalen Brustkrebs-Screening-Programme der letzte 20 Jahre auf EU-Niveau zusammenzustellen. Damit liegt ein Handbuch für medizinische Fachkräfte und Patientinnenvertreterinnen vor, das die besten Qualitätsstandards für regionale und nationale &#8211; auf der Mammographie basierende &#8211; Brustkrebs-Früherkennungsprogramme definiert. Die vierte Ausgabe dieses Bestsellers ist unter Mitarbeit von über 200 Fachleuten aus 23 Ländern entwickelt worden. Die neue Ausgabe schließt die digitale Mammographie und die Anforderungen an spezialisierte Brustzentren mit ein.</p>
<h3>Download-Möglichkeiten</h3>
<p>(kostenlos aus dem EU-Bookshop):</p>
<p>European Guidelines for Quality Assurance in Mammography Screening,  1. Auflage der EU-Leitlinien 1993:  <a href="http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/en_GB/-/EUR/ViewPDFFile-OpenPDFFile?FileName=CENA14821ENC_002.pdf&amp;SKU=CENA14821ENC_PDF">http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/en_GB/-/EUR/ViewPDFFile-OpenPDFFile?FileName=CENA14821ENC_002.pdf&amp;SKU=CENA14821ENC_PDF</a></p>
<p>2. Auflage der EU-Leitlinien 1996 <a href="http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/en_GB/-/EUR/ViewPDFFile-OpenPDFFile?FileName=CE9696667ENC_001.pdf&amp;SKU=CE9696667ENC_PDF">http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/en_GB/-/EUR/ViewPDFFile-OpenPDFFile?FileName=CE9696667ENC_001.pdf&amp;SKU=CE9696667ENC_PDF</a></p>
<p>3.  Auflage der EU-Leitlinien 2001 <a href="http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/en_GB/-/EUR/ViewPDFFile-OpenPDFFile?FileName=ND3601540ENC_001.pdf&amp;SKU=ND3601540ENC_PDF">http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/en_GB/-/EUR/ViewPDFFile-OpenPDFFile?FileName=ND3601540ENC_001.pdf&amp;SKU=ND3601540ENC_PDF</a></p>
<p>4. Auflage unter dem Titel: European guidelines for quality assurance in breast cancer screening and diagnosis, 2006 <a href="http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/en_GB/-/EUR/ViewPDFFile-OpenPDFFile?FileName=ND7306954ENC_002.pdf&amp;SKU=ND7306954ENC_PDF">http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/en_GB/-/EUR/ViewPDFFile-OpenPDFFile?FileName=ND7306954ENC_002.pdf&amp;SKU=ND7306954ENC_PDF</a></p>
<div>
<div>
<div><span></p>
<div id="attachment_994" class="wp-caption alignleft" style="width: 242px"><strong><strong><a href="http://www.iarc.fr/en/publications/pdfs-online/prev/handbook7/Handbook7_Breast.pdf"><img class="size-medium wp-image-994" title="IARC / WHO Handbook Breast Cancer Screening" src="http://www.bcaction.de/bcbooks/wp-content/uploads/2007/12/Clipboard011-232x300.jpg" alt="Handbooks of Cancer Prevention der WHO, hrsg. von der Internationalen Krebsforschungsbehörde IARC: Breast Cancer Screening" width="232" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Handbooks of Cancer Prevention der WHO, hrsg. von der Internationalen Krebsforschungsbehörde IARC: Breast Cancer Screening, zum Download bei IARC auf das Bild clicken.</p></div>
<p></span></p>
<h3><span><strong>Breast                   Cancer Screening:</strong><a href="http://stabikat.sbb.spk-berlin.de:8080/DB=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;IKT=1007&amp;SRT=YOP&amp;TRM=9-2832-3007-8%2B"> </a></p>
<p></span></h3>
<h3><span> </span></h3>
<p><a href="http://stabikat.sbb.spk-berlin.de:8080/DB=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;IKT=1007&amp;SRT=YOP&amp;TRM=9-2832-3007-8%2B" target="_blank"><strong>IARC                   Handbooks of Cancer Prevention</strong></a><br />
Volume 7, reviewed                   by Robert A Smith, Lyon 2002, ISBN 9-2832-3007-8<br />
<a href="http://www.iarc.fr/en/content/download/17187/107636/file/Handbook7_Breast.pdf" target="_blank"><span style="color: #626262;"><img src="../../images/icons/pdf.jpg" alt="" width="16" height="17" /></span> Download</a></div>
</div>
</div>
<p>Die in diesem Buch erarbeiteten Inhalte sind Sichtweisen und Meinungen der Internationalen Arbeitsgruppe der IARC zur Evaluation von Krebs-Präventionsstrategien, die sich in Lyon, Frankreich, vom 5. bis 12. März 2002 für diese Arbeit getroffen hat. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe sind von großer Bedeutung, allein weil sie Auswirkungen auf die medizinischen Angebote im Zusammenhang mit der Brustkrebsfrüherkennung weltweit haben. Mit diesem Handbuch sollte auch ein unabhängiger,  maßgeblicher Beleg (&#8220;evidence&#8221;) 	    für die Wirksamkeit der Brustkrebsfrüherkennung 	    mit Mammographie-Screening vorgelegt werden. Es sei damit besonders wichtig 	    für Regierungen, die Verwaltung des öffentlichen Gesundheitswesens 	    und für andere, die sich mit Politikempfehlungen für die Steuerung 	    der Krebsbekämpfung befassen, wie etwa Fachleute des öffentlichen 	    Gesundheitswesens, Radiologen, Gynäkologen, Ärzte für Allgemeinmedizin, 	    Krebsforschungseinrichtungen und Onkologen, so der Kommentar des Herausgebers, 	    der internationalen Krebsforschungsbehörde &#8220;International Agency 	    on Research on Cancer&#8221; mit Sitz in Lyon. Das Werk ist vergriffen, kann aber als pdf bei der IARC vollständig und kostenlos heruntergeladen werden (hier: click auf die Abbildung).</p>
<p>Andere Forschungseinrichtungen stimmen den hier vorgelegten Schlußfolgerungen, nämlich der bevölkerungsbezogenen Einrichtung von Mammographie-Screening für alle Frauen einer bestimmten Altersgruppe, jedoch nicht zu. Zu den Kritikern gehört die <a href="http://www.cochrane.org/" target="_blank">Cochrane Collaboration</a> und auch der größte Zusammenschluss von Frauenorganisationen weltweit, die <a href="http://www.stopbreastcancer.org//index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=133&amp;Itemid=180" target="_blank">National Breast Cancer Coalition (NBCC)</a> stellt sich seit dem November 2002 auf den Standpunkt, dass die Verwendung der Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung aufgrund einer persönlichen Entscheidung getroffen werden sollte. Die NBCC hält die Basis der Daten für eine Empfehlung zu einem bevölkerungsbezogenen Einsatz der Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung grundsätzlich nicht für ausreichend.</p>
<p>Mehr Literatur finden Sie in unserer<strong> <a href="http://delicious.com/bcag_mammography_screening" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Linksammlung zur Mammographie</a></strong></p>
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		<title>Marcia Angell: Der Pharmabluff</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Apr 2006 23:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[bücher]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
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		<category><![CDATA[Pharmazeutische Industrie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die medikamentöse Therapie von Brustkrebs wird beständig fortentwickelt. Das ist notwendig, weil es bis heute keine sichere Heilung der Erkrankung gibt. Doch die extrem hohen Preise gerade für neue Medikamente werfen in einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen &#8211; besonders auch erkrankte Frauen selbst &#8211; an den Rand des Existenzminimums geraten, Fragen auf: Warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-846 alignleft" title="Pharmabluff von Marcia Angell" src="http://www.bcaction.de/bcbooks/wp-content/uploads/2006/05/4125BC4PR2L._SL500_AA240_.jpg" alt="Pharmabluff von Marcia Angell" width="240" height="240" /></p>
<p><span style="color: #78468c;"><em> Die medikamentöse Therapie von Brustkrebs wird beständig fortentwickelt. Das ist notwendig, weil es bis heute keine sichere Heilung der Erkrankung gibt. Doch die extrem hohen Preise gerade für neue Medikamente werfen in einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen &#8211; besonders auch erkrankte Frauen selbst &#8211; an den Rand des Existenzminimums geraten, Fragen auf: Warum sind die Medikamente so teuer? Und bringen sie endlich die ersehnten Fortschritte im Überleben? Wie groß sind die Fortschritte wirklich? Welche Gefahren bergen neue Medikamente? Wer verdient wie viel an unserem Leid? Fragen, die eine Antwort brauchen &#8211; Marcia Angell, unabhängige Medizinjournalistin und Dozentin für Sozialmedizin an der Harvard Medical School in Boston, USA, geht diesen Fragen nach &#8230;</em></span></p>
<p><a title="Link zur Druckversion/pdf" href="http://www.bcaction.de/pdf/06paperbib/angell.pdf" target="_blank">Text als pdf / Druckversion</a></p>
<p>Marica Angell: <a href="http://http://kvk.ubka.uni-karlsruhe.de/hylib-bin/kvk/nph-kvk2.cgi?maske=kvk-last&amp;title=UB%2BKarlsruhe%3A%2BKarlsruher%2BVirtueller%2BKatalog%2BKVK%2B%3A%2BErgebnisanzeige&amp;header=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-header_neu_de_28_09_05.html&amp;spacer=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-spacer.html&amp;footer=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-footer_neu_de_04_02_04.html&amp;css=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-neu2.css&amp;input-charset=utf-8&amp;kvk-session=0D5UYL0K&amp;ALL=&amp;TI=Pharmabluff&amp;PY=&amp;AU=Angell%2C%2BMarcia&amp;SB=&amp;CI=&amp;SS=&amp;ST=&amp;PU=&amp;VERBUENDE=&amp;kataloge=SWB&amp;kataloge=BVB&amp;kataloge=NRW&amp;kataloge=HEBIS&amp;kataloge=KOBV&amp;kataloge=GBV&amp;kataloge=DDB&amp;kataloge=STABI_BERLIN&amp;kataloge=TIB&amp;kataloge=OEVK_GBV&amp;kataloge=VD17&amp;kataloge=ZDB&amp;target=_blank&amp;Timeout=120">Der Pharmabluff: Wie innovativ die Pillenindustrie wirklich ist</a>. Kompart 2005, ISBN 3980662195</p>
<h3>Blick in die „Blackbox“: Pharma auf dem Prüfstand</h3>
<p><em>Eine Rezension von Gudrun Kemper</em></p>
<p>Es gibt sie sicherlich noch, pharmazeutische Firmen mit idealistischen Forschern, die zum Wohle des Menschen arbeiten, das hoffe ich zumindest. Bei Krebspatientinnen wie mir stehen Medikamente hoch im Kurs &#8211; versprechen sie doch, den das Leben bedrohenden Zellen wirksam etwas entgegen zu setzen. Die Pharmakonzerne, die diese Medikamente herstellen und vertreiben, hat eine Frau unter die Lupe genommen, die es wissen muss, Marcia Angell.</p>
<p><strong>Die Autorin:</strong> Marcia Angell, die bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2000 Chefredakteurin des New England Journal of Medicine (der übrigens weltweit bedeutendsten medizinischen Fachzeitschrift) war, wurde vom US-Magazin Time im Jahr 2005 zu den 25 einflussreichsten Menschen Amerikas gezählt. Die Pathologin und Internistin ist eine Institution in Sachen „Unabhängigkeit“, aber auch eine exzellente Insiderin.</p>
<p><strong>Das Buch:</strong> „Die Wahrheit über die Pharmaindustrie“ (The Truth about the Drug Companies, so der Originaltitel), verlegt bei Random House in USA, erschien nun im Kompart-Verlag, der gesundheitspolitischen „Verlagsschiene“ von AOK und dem „Corporate Publisher“ mit Schwerpunkt im Gesundheitswesen wdv.</p>
<p><strong>Das Vorwort:</strong> Prof. Dr. Norbert Schmacke hat die deutsche Ausgabe mit einem kleinen Vorwort versehen. Der Versorgungsforscher von der Universität Bremen fand das Buch so spannend, dass er ihm im Handelsblatt „beinahe-Krimi-Qualität“ zuschrieb.</p>
<p><strong>Das Beispiel USA:</strong> Angell zeigt minutiös auf, wie die Pharmaindustrie sich besonders in den vergangenen 20 Jahren von ihrem ursprünglichen Ziel, der Entdeckung und Herstellung nützlicher Medikamente, verabschiedet und Politik und Ärzteschaft fest in den Griff genommen hat. Genau in dieser Zeit sind auch die Preise z.B. für Krebsmedikamente bei uns in astronomische Höhen geklettert.</p>
<p><strong>Was der Markt hergibt: </strong>Die Amerikaner ärgern sich zunehmend über „Mondpreise“ für Medikamente, während sie die Kosten für Forschung und Entwicklung kritischer hinterfragen und die Gewinnspannen der Konzerne ins Blickfeld nehmen. Das Gefälle der Medikamentenpreise über nationale Grenzen hinweg zeigt, dass es auch anders geht. Insbesondere ältere Menschen, für die notwendige Medikamente mittlerweile nicht mehr finanzierbar sind, kaufen regelmäßig in kanadischen Apotheken ein, wo die Preise deutlich niedriger sind. Noch dramatischer ist die Situation für die über 45 Millionen Menschen, die in den USA gar nicht krankenversichert sind, ein Trend, der sich, am Rande bemerkt, auch bei uns mit rund 300.000 nicht Krankenversicherten bereits ankündigt.</p>
<p><strong>„Ich-auch“ – keine Innovation in der pipeline? </strong>Hohe Arzneimittelkosten werden vielfach mit dem hohen Forschungsaufwand der Pharma begründet. Gewinnversprechender als Innovationen sind jedoch Nachahmerpräparate („Me-Too-Arzneimittel“). Marketingstrategisch treten sie als verbesserte Produkte in Erscheinung. Sind die Patente durch Veränderungen der Verabreichungsform und andere Strategien nicht mehr zu halten, schrauben Generika die Phantasiepreise der Medikamente auf ein realistischeres Maß mit mehr Bezug zu den Herstellungskosten herunter. Wenn das passiert, ist es – im Interesse des Profits – an der Zeit, mit einem geringfügig veränderten Präparat das alte Medikament selbst zu überflügeln und mit aufwändigem Marketing zu platzieren, weil das neue „das Bessere“ ist. Doch ist es das wirklich? Es ist oft schwer, sich hier Klarheit zu verschaffen. Endgültig Aufschluss geben erst Langzeiterfahrungen, in 20 Jahren wissen wir mehr. Dies ist für KrebspatientInnen eine bittere Erkenntnis, denn sie brauchen schnelle Hilfe und haben oftmals keine Zeit.</p>
<p><strong>Die Macht des Geldes:</strong> Unabhängige Information zu Medikamenten muss von ausgewiesenen Experten bereitgestellt werden, die selbst keine finanziellen Interessen an der Informationsverbreitung und Vermarktung haben. Ärzte unabhängig auszubilden sei ureigenste Aufgabe medizinischer Fakultäten und ärztlicher Standesorganisationen. Angell vertritt die Auffassung, dass die Macht von „Schlemmen, Schmeicheln und Freundschaft“ und die Macht des Geldes zu Korruption und Missbrauch führen und stellt dar, wie entsprechende Mechanismen funktionieren. Ihre These: „Innovative Medikamente brauchen kein Marketing“.</p>
<p><strong>Marketing vor Forschung oder „Forschung light“:</strong> Patente für die vielversprechendsten Substanzen werden in der Regel von Universitäten erworben. In den USA bekommen damit Universitäten – und zum Teil auch Wissenschaftler selbst – ebenfalls einige Krumen vom Kuchen. Bei dem Brustkrebs-Chemotherapeutikum Taxol war es zum Beispiel so. Knapp 30 Jahre wurden vorab an staatlich finanzierter Forschung am National Cancer Institute geleistet, bevor das Patent dafür an Bristol-Myers Squibb ging. Hohe Kosten in der Forschung? Ein riesiger Marketingapparat und viel Getöse um das Image, so Angell. Nicht Forschung und Entwicklung, sondern Profit und Marketing seien ursächlich für exorbitante Arzneimittelpreise. Die Ausgaben im Marketing übersteigen bei weitem die Kosten für Forschung und Entwicklung, wo die Industrie unzweifelhaft dennoch eine wertvolle Funktion erfüllt: Auch wenn einzelne Konzerne selbst keine neuen Wirkstoffe entdecken, entwickeln sie diese – durch klinische Studien z.B. – weiter und bringen sie auf den Markt.</p>
<p><strong>Klinische Studien brauchen „Probanden“</strong>, also freiwillige Versuchspersonen. Bei der Suche kommen auch Selbsthilfegruppen ins Visier, denn nicht die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA, sondern die knappen Ressourcen an Probanden sind der Hauptgrund, warum die Markteinführung neuer Produkte sich verzögert. 2001 erhielten Ärzte in den USA im Durchschnitt 7.000 Dollar je eingeschriebener Versuchsperson.</p>
<p>Auch die Praxis, dass Pharmakonzerne die klinische Prüfung ihrer eigenen Medikamente überwachen, führe zur einseitigen Forschung zugunsten der Geldgeber, konstatiert Angell. Sie fordert die Übernahme und Überwachung der klinischen Studien durch eine staatliche Behörde. Klinische Studien seien zu wichtig, um sie von privaten Vertragsunternehmen allein durchführen zu lassen. Vorsicht in Sachen „Unabhängigkeit“ ist aber auch geboten, wenn Staat allein gemeint ist. Wissenschaft im unabhängigen „akademischen Umfeld“ stellt hier die notwendige Balance her.</p>
<p><strong>Ist die FDA nicht unabhängig?</strong> Angell fordert die finanzielle Stärkung der Unabhängigkeit der Arzneimittelzulassungsbehörde FDA, damit sie ihre Aufgabe wahrnehmen kann, der Allgemeinheit in Sachen Medikamentensicherheit, Überwachung von Produktionsanlagen und wahrheitsgemäßer Werbung zu dienen. Dem steht entgegen, dass ausgerechnet die FDA durch Nutzungsgebühren „auf der Gehaltsliste der Industrie“ und damit in einem schweren Interessenkonflikt steht. Sie warnt, dass die Geschwindigkeit bei der Zulassung zu Lasten der Sicherheit gehen kann und fordert strikt, dass auch die FDA-Mitarbeiter keine finanziellen Verbindungen zur Industrie haben.</p>
<p><strong>„Öffnet die Blackbox!“ </strong>Was Angell beklagt, sind Ausbeutung der Allgemeinheit durch wuchernde Arzneimittelpreise und erhebliche Transparenzmängel. Die Öffentlichkeit habe das Recht zu erfahren, wie hoch die Gewinnspanne ist und wohin die Gewinne fließen. Wie alle anderen Beteiligten im Gesundheitswesen schuldet die Industrie der Öffentlichkeit, so macht Angell eindringlich klar, die vollständige Rechenschaft, wie sie ihre gewaltigen Einnahmen verwendet.</p>
<p>Die Botschaft aus Marcia Angells Erkenntnissen ist unüberhörbar und fordert aus meiner Sicht als Konsumentin für ein menschengerechtes Gesundheitssystem, dass nicht nur die Menschen in unserer „modernen Konsumgesellschaft“ grundlegende Reformen – etwa im Gesundheitswesen &#8211; erdulden müssen, sondern dass dringlichst auch die Industrie – hier die Pharmaindustrie – an der Reihe ist, ihren adäquaten Beitrag für diese Gesellschaft, von der sie lebt, zu leisten.</p>
<p><strong>Keine Konsumgüter wie andere auch: </strong>Medikamente sind etwas anderes. Übermedikalisierung, Multimedikation, Medikamentensucht, und dennoch: Von geeigneten Medikamenten hängen Gesundheit und Leben vieler Menschen ab. Wir brauchen Medikamente zum Leben. Sie sind keine normalen Konsumgüter, die wir nur konsumieren wollen und auf die wir einfach verzichten könnten, wenn sie unbezahlbar werden. Die ethische Dimension und Verpflichtung im Dienste von Menschen sind das, was fehlt – oder zumindest vernachlässigt wird –, trotz der Errungenschaften im Hinblick auf neue medikamentöse Therapien.</p>
<p>Das lesenswerte Buch bietet auch Frauen, die sich im gesundheitspolitischen Umfeld – z.B. rund um Brustkrebs &#8211; oder in anderen Frauengesundheitsorganisationen engagieren möchten, einen globaleren Überblick. Es erweitert den Horizont über die schöne Welt der Fachkongresse hinaus und regt ein kritischeres Bewusstsein zu den Pharmafirmen an, die Medikamente entwickeln, herstellen und auf den Markt bringen.</p>
<p><em>Diese Rezension ist auch erschienen in <a title="Externer Link zum AKF-Info" href="http://www.akf-info.de/conpresso/_data/1_2006.pdf" target="_blank">AKF-Info, (1) 2006</a></em></p>
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<p style="text-align: right;">Unsere Aufgabe, Wissen zu verbreiten, ist nur halb erfüllt, wenn die Information für die Gesellschaft nicht breit gestreut und leicht zugänglich ist.&#8221;</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://oa.mpg.de/openaccess-berlin/Berliner_Erklaerung_dt_Version_07-2006.pdf" target="_blank">Berliner Erklärung<br />
</a><a href="http://oa.mpg.de/openaccess-berlin/Berliner_Erklaerung_dt_Version_07-2006.pdf" target="_blank">über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen<br />
</a></p>
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