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	<title>lernen &#187; USA</title>
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	<description>basisinfo, positionen, grundlegendes und vertiefendes zu brustkrebs</description>
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		<title>Brustkrebs in Deutschland, Europa und weltweit: Zahlen &amp; Daten (Epidemiologie)</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 21:13:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Epidemiologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Druckversion &#124; Download PDFHinweis: Sich eventuell &#8220;widersprechende&#8221; Zahlen in der nachfolgenden Zusammenfassung der aktuellsten und wichtigsten Zahlen liegen an den unterschiedlichen Quellen, Erfassungsmethoden, Schätzungen und ggf. einer unzureichenden Krebsregistrierung. Bitte ggf. die Quellen prüfen. Deutschland 2010 Im Jahr 2010 sind in Deutschland 17466 Frauen an den Folgen von Brustkrebs gestorben, entsprechend 3,9% der weiblichen Verstorbenen. 140 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/lernen/brustkrebs-in-deutschland-europa-und-weltweit/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #6697c4;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #6697c4;">Druckversion | Download PDF</span></a></div><p>Hinweis: Sich eventuell &#8220;widersprechende&#8221; Zahlen in der nachfolgenden Zusammenfassung der aktuellsten und wichtigsten Zahlen liegen an den unterschiedlichen Quellen, Erfassungsmethoden, Schätzungen und ggf. einer unzureichenden Krebsregistrierung. Bitte ggf. die Quellen prüfen.</p>
<h3>Deutschland</h3>
<p><strong>2010</strong></p>
<p>Im Jahr 2010 sind in Deutschland 17466 Frauen an den Folgen von Brustkrebs gestorben, entsprechend 3,9% der weiblichen Verstorbenen. 140 337 &#8220;vollstationäre Behandlungsfälle&#8221; (stationäre Krankenhausbehandlung) betrafen im Jahr 2010 Brustkrebs. Quelle: <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Gesundheit/Todesursachen/Aktuell.psml" target="_blank">Pressemeldung destatis</a> v. 03.02.2012, s. auch  <a title="Download einer PDF-Datei mit 531 kB" href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Fachveroeffentlichungen/Gesundheit/Todesursachen/Todesursachen2120400107004,property=file.pdf" target="_blank">Todesursachen in Deutschland &#8211; Fachserie 12 Reihe 4 &#8211; 2010  (PDF / 531 kB)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_769" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.bcaction.de/lernen/pdf/2011/brustkrebssterblichkeit_destatis_1999-2010.pdf"><img class="size-large wp-image-769" title="brustkrebssterblichkeit1999_2010" src="http://www.bcaction.de/lernen/wp-content/uploads/2012/01/brustkrebssterblichkeit1999_2010-1024x624.jpg" alt="Brustkrebssterblichkeit in Deutschland: 1999 - 2010" width="500" height="305" /></a><p class="wp-caption-text">Brustkrebssterblichkeit in Deutschland 1999 - 2010, Download Daten als pdf</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2008<br />
</strong><br />
Brustkrebs ist sowohl in Deutschland als auch in Europa die häufigste Krebsneuerkrankung bei Frauen. 27,8 Prozent aller Krebserkrankungen bei Frauen entfallen auf Brustkrebs. 57.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs. 17.500 Frauen sterben pro Jahr an den Folgen einer Brustkrebserkrankung.<br />
Das mittlere Erkrankungsalter an Brustkrebs liegt bei 63 Jahren. Andere Krebserkrankungen treten durchschnittlich erst sechs Jahre später auf. Während die Zahl an Neuerkrankungen bei Brustkrebs seit 1980 weiter ansteigt, nimmt die Sterblichkeit seit Mitte der 1990-er Jahre leicht ab.<br />
Quelle: <a href="http://www.mammographie-kongress.de/global/download/%7BQELFAHNARZ-472008184840-PVPSEVMQBP%7D.pdf" target="_blank"> BMG, BMU, Kooperationsgemeinschaft Mammographie</a></p>
<p>Im Jahr 2008 gab es bevölkerungsbezogen 16,71 Sterbefälle an Brustkrebs (ICD C 50) je 100.000 EinwohnerInnen in Deutschland. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer minimalen Senkung. Quelle: <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<p>Zusammenfassung aus dem Berliner <a href="../../wordpress/brustkrebs-in-berlin-2008/" target="_blank">Basisbericht 2008</a> zu Brustkrebs in der Hauptstadt (mit retrospektiven Daten).</p>
<p><strong>2007</strong></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong><em>Mortalität:</em></strong></span> Nach Angaben von Destatis, Statistisches Bundesamt Deutschland, starben im Jahr 2007 insgesamt 16.780 Frauen an den Folgen von Brustkrebs.  Quelle: <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/StatistischesJahrbuch/JahrbuchDownload,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">Statistisches Jahrbuch 2009</a>.<br />
Vollstationäre Behandlungsfälle: Die vollstationären Behandlungsfälle sind im Vergleich zum Jahr 2005 um rund 6.000 gesunken auf 147.222.</p>
<p>Im Jahr 2007 gab es bevölkerungsbezogen 16,70 Sterbefälle an Brustkrebs (ICD C 50) je 100.000 EinwohnerInnen in Deutschland. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer minimalen Senkung. Quelle: <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<p><strong>2006</strong></p>
<p><span style="color: #333333;"><span style="color: #333333;"><em><strong>Häufigkeit:</strong></em></span> </span>In Deutschland erkranken jährlich über 55.100 Frauen an Brustkrebs, davon etwa 23.200 im Alter unter 60 Jahren. Brustkrebs stellt die häufi gste Krebserkrankung bei Frauen dar. Diese Erkrankung ist für 26,8 % aller Krebsneuerkrankungsfälle bei Frauen und für deutlich mehr als ein Drittel (40 %) der Neuerkrankungen bei Frauen unter 60 Jahren verantwortlich. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei etwas über 62 Jahren, knapp 7 Jahre unter dem mittleren Erkrankungsalter bei Krebs insgesamt.<br />
<span style="color: #333333;"><strong><em>Mortalität:</em></strong></span> Im Jahr 2006 sind 17.268 Frauen an Brustkrebs gestorben. Quelle: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes vom 21.09.2007.<br />
<span style="color: #333333;"><strong><em>Trends:</em></strong></span> Die Brustkrebsinzidenz steigt in Deutschland seit 1970 stetig an, während die Mortalität seit Mitte der 1990er Jahre leicht sinkt. Brustkrebs ist in den bevölkerungsbezogenen Krebsregistern mittlerweile eine der am besten erfassten Lokalisationen. Damit bietet die Datengrundlage eine gute Basis für die Berechnung der deutschlandweiten Inzidenz.<span style="color: #333333;"><em><strong><br />
Prognose:</strong></em></span><em> </em>Die relative 5-Jahres-Überlebensrate für Brustkrebspatientinnen beträgt, alle Stadien betrachtet, 79 Prozent.<br />
Die Zunahme von Brustkrebserkrankungen seit 2002, die sich in den Schätzungen des Robert-Koch-Instituts spiegeln, führt die <em>Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister</em> &#8221; im Wesentlichen auf &#8230; den zunehmenden Einsatz der Mammographie zur frühzeitigeren Diagnose von Brustkrebs&#8221; zurück. Quelle:  <a href="http://www.ekr.med.uni-erlangen.de/GEKID/Doc/kid2006.pdf" target="_blank">Krebs in Deutschland: Häufigkeiten und Trends</a>, 5. überarbeitete, aktualisierte Ausgabe, Saarbrücken, 2006<br />
<span style="color: #333333;"><strong><em>Direkte Krankheitskosten:</em></strong></span> Die direkten Krankheitskosten sind im Vergleich zum Jahr 2004 um über 300 Mio € angestiegen und werden auf 1.882 Milliarden € beziffert.  Quelle: <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/StatistischesJahrbuch/JahrbuchDownload,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">Statistisches Jahrbuch 2009</a></p>
<p>Im Jahr 2007 gab es bevölkerungsbezogen 17,52 Sterbefälle an Brustkrebs (ICD C 50) je 100.000 EinwohnerInnen in Deutschland. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer minimalen Senkung. Quelle: <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<p><strong>2005</strong></p>
<p><em><span style="color: #333333;"><strong>Vollstationäre Behandlungsfälle:</strong></span> </em>Im Jahr 2005 war Brustkrebs mit 153.000 Behandlungsfällen der zweithäufigste Behandlungsanlass &#8211; nach Herzmuskelschwäche mit 165.000 Fällen &#8211; in der stationären Krankenhausbehandlung von Frauen in Deutschland).<br />
Quelle: <a title="Pressemeldung Destatis 2006" href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/03/PD07__090__p001.psml" target="_blank">Pressemeldung des statistischen Bundesamtes vom 05. März 2007</a></p>
<p><strong><span style="color: #333333;"><em><span style="color: #333333;">Mortalität:</span> </em></span></strong>Im Jahr 2005 verzeichnete das statistische Bundesamt 17.455 Sterbefälle bei Frauen mit Brustkrebs. Quelle: <a title="Pressemeldung Destatis 2006" href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2006/09/PD06__383__232,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">Pressemeldung des statistischen Bundesamtes vom 15. September 2006</a>. Exakt die gleiche Zahl ist in der Publikation <a href="https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&amp;ID=1019311" target="_blank">&#8220;Todesursachen in Deutschland&#8221; des Statistischen Bundesamtes</a> für das Jahr 2005 verzeichnet. ["Ungenauigkeiten können sich durch die Angaben der Ärzte und durch die subjektive Auswertung der Todesursachen in den Statistischen Landesämtern ergeben. Wie groß diese Ungenauigkeiten sind, konnte bis jetzt noch nicht quantifiziert werden."]</p>
<p>Zusammenfassung aus dem Berliner <a href="../../07archiv/2006_frauengesundheitsbericht_berlin.htm" target="_blank">Basisbericht 2005</a> zu Brustkrebs in der Hauptstadt (mit retrospektiven Daten).<br />
<strong></strong></p>
<p>Im Jahr 2007 gab es bevölkerungsbezigen 17,96 Sterbefälle an Brustkrebs (ICD C 50) je 100.000 EinwohnerInnen in Deutschland. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer minimalen Senkung. Quelle: <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<p><strong> 2004</strong></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong><em>Häufigkeit:</em></strong></span> Im Jahr 2004 erkrankten insgesamt 57.230 Frauen in Deutschland an Brustkrebs. Absolut gesehen war der Zuwachs bei den Fallzahlen um etwa 2.000 Erkrankungen am höchsten, jedoch verläuft der Anstieg von 2002 bis zum Jahr 2004 im Vergleich zu den Schätzungen der Vorjahre nicht mehr ganz so steil.<br />
Quelle: <a href="http://www.ekr.med.uni-erlangen.de/GEKID/Doc/kid2008.pdf" target="_blank">Krebs in Deutschland 2003 – 2004</a>, Häufigkeiten und Trends; eine gemeinsame Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., 6. überarbeitete Auflage, 2008.</p>
<p><strong><em><span style="color: #333333;">Vollstationäre Behandlungsfälle:</span> </em></strong>Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war Brustkrebs bei Frauen im Jahr 2004 der häufigste Grund für eine stationäre Behandlung. Insgesamt mussten Frauen sich im Jahr 2004 159.000 Mal vollstationär mit der Diagnose Brustkrebs im Krankenhaus behandeln lassen. Vergleichsweise wurden im Jahr 1994 noch 190.000 Krankenhausbehandlungen vollstationär durchgeführt. Sowohl 1994 als auch 2004 war dies nach der Entbindung der jeweils häufigste Grund für eine stationäre Behandlung bei Frauen. Quelle: Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes im September 1996 und im April 2006. Brustkrebs ist die gefährlichste Krebsart für Frauen, im Jahr 2004 starben 17.590 Frauen daran.<br />
Quelle: <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2006/03/PD06__090__232.psml" target="_blank">Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes vom 02. März 2006</a></p>
<p><strong><span style="color: #333333;"><em>Mortalität:</em></span> </strong>2004 sind in Deutschland nach Angabe des Statistischen Bundesamtes 17 592 Frauen (und 176 Männer) an den Folgen von Brustkrebs, der auch in diesem Jahr häufigsten krebsbedingten Todesursache, verstorben. 15 184 Todesfälle entfielen dabei auf die &#8220;alten&#8221; und 2 584 auf die &#8220;neuen&#8221; Bundesländer.<br />
Quelle: <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/WirtschaftStatistik/Gesundheitswesen/Todesursachen2004,property=file.pdf" target="_blank"> Todesursachenstatistik, Statistisches Bundesamt</a></p>
<p>Das Statistische Jahrbuch 2006 veröffentlicht ebenfalls Zahlen aus dem Jahr 2004.<br />
<span style="color: #333333;"><strong><em>Vollstationäre Behandlungsfälle:</em></strong></span> Hier lesen wir: 160.016 Patientinnen und Patienten wurden mit der Diagnose &#8220;Neubildungen der Brustdrüse&#8221; aus vollstationärer Behandlung entlassen. 2 PatientInnen waren unter 15 Jahren, 20.426 waren 15 bis 45 Jahre alt, 77.347 waren zwischen 45 und 65 Jahren, 58.578 zwischen 65 und 85 und 3.662 über 85 Jahre alt. Insgesamt waren dies 1.042 Männer und 158.974 Frauen, die im Jahr 2004 vollstationär mit Brustkrebs in Krankenhäusern in Deutschland behandelt wurden.<br />
<span style="color: #333333;"><em><strong>Mortalität:</strong></em> </span>Bei den Sterbefällen unter Frauen waren 1 Patientin zwischen 5 und 15, es gab 4 Patientinnen zwischen 15 und 25, insgesamt 864 Frauen starben im Alter zwischen 25 und 45 Jahren, 5.226 der an Brustkrebs verstorbenen Frauen waren zwischen 45 und 65 Jahren alt. <strong>Bei Frauen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren ist damit Brustkrebs auch in Deutschland die häufigste Todesursache im Jahr 2004.</strong> (Geringfügig weniger jüngere sowie vorallem ältere Frauen sterben jedoch häufiger an Krankheiten des Kreislaufssystem.) 4.380 Frauen starben im Jahr 2004 im Alter von 65 und 75 an Brustkrebs, die meisten Todesfälle betrafen jedoch die Frauen über 75 (mit 7.117 Fällen). Auch diese Zahlen werfen Fragen im Zusammenhang mit den Möglichkeiten der Brustkrebsfrüherkennung auf. Eine besondere Auswertung der Statistik nach &#8220;Screening-Alter&#8221; und &#8220;Screening-Teilnahme&#8221; könnte hier zukünftig Daten liefern. Doch wer wird uns diese Statistik in Deutschland liefern können?<br />
<span style="color: #333333;"><strong><em>Direkte Krankheitskosten:</em></strong></span> Interessant ist auch der Blick auf die direkten Krankheitskosten bei Frauen mit Brustkrebs. Im Vergleich zwischen den Jahren 2002 und 2004 kam es hier zu einem leichten Anstieg der Kosten von rund 1,694 Milliarden Euro im Jahr 2002 auf 1,745 Milliarden Euro im Jahr 2004. [Das <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/StatistischesJahrbuch/JahrbuchDownload,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">Statistische Jahrbuch 2009</a> gibt allerdings 1.565 Milliarden € für 2004 an.]<strong> Brustkrebs ist eine Erkrankung mit hohen Folgekosten.</strong> Jedoch verursachen viele andere Erkrankungen weit mehr Kosten. So schlagen etwa &#8220;psychische Verhaltensstörungen&#8221;, &#8220;Kreislauferkrankungen&#8221; und &#8220;Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und Bindegewebes&#8221; mit mehr als acht mal soviel an Krankheitskosten zu Buche. Im Jahr 2002 entstanden 223,6 Mrd. Euro direkte Krankheitskosten für Männer und Frauen, rund 129 Mrd. Euro wurden dabei von den Frauen gebraucht. Im Jahr 2004 stiegen die direkten Krankheitskosten der Männer auf über 93,7 Milliarden, für Frauen auf 131,2 Milliarden Euro an. Etwas mehr als 1% (s.o.) entfallen damit auf direkte Krankheitskosten bei Brustkrebs.<br />
Quelle: <a href="https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&amp;ID=1019209" target="_blank">Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2006</a></p>
<p>Im Jahr 2007 gab es bevölkerungsbezogen 18,40 Sterbefälle an Brustkrebs (ICD C 50) je 100.000 EinwohnerInnen in Deutschland. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer minimalen Senkung. Quelle: <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<p><strong>2003</strong></p>
<p><em><strong><span style="color: #333333;">Mortalität: </span></strong></em>Zwei von 100 Frauen sterben an Brustkrebs. Im Jahr 2003 waren es 17.173 Frauen, die in Deutschland an Brustkrebs gestorben sind.<br />
Quelle: <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2005/03/PD05__135__232.psml" target="_blank">Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes vom 22. März 2005. </a></p>
<p><strong><em><span style="color: #333333;">Schwerbehinderung:</span></em></strong> Mit Stand 31.12.2003 haben sich in Deutschland 174.798 Frauen als Schwerbehinderte mit den Folgen des Verlustes einer oder beider Brüste bei den Versorgungsämtern registrieren lassen, um eine Anerkennung als Schwerbehinderte zu erhalten.<br />
Quelle: Destatis 2005</p>
<p><em><strong><span style="color: #333333;">Häufigkeit: </span></strong></em>Brustkrebs bei Frauen macht 28 % aller aufgetretenen Krebserkrankungen aus.<br />
Quelle: <a href="http://www.rki.de/cln_100/nn_203956/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/KID2008,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/KID2008.pdf" target="_blank">Krebs in Deutschland 2003 – 2004, Häufigkeiten und Trends</a>; eine gemeinsame Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., 6. überarbeitete Auflage, 2008.</p>
<p>Im Jahr 2007 gab es bevölkerungsbezogen 18,39 Sterbefälle an Brustkrebs (ICD C 50) je 100.000 EinwohnerInnen in Deutschland. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer minimalen Senkung. Quelle: <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<h3>2002</h3>
<p><strong>Mortalität und Inzidenz:</strong> Im Jahr 2002 erkrankten 55.689 Frauen in Deutschland an Brustkrebs. Im gleichen Zeitraum starben 17.994 Frauen an den Folgen von Brustkrebs. Quelle: <a href="http://www-dep.iarc.fr/GLOBOCAN/table2.asp?cancer=132&amp;region=99&amp;sex=2&amp;sort=1&amp;submit=Execute" target="_blank">International Agency on Research on Cancer, GLOBOCAN</a>, Stand 2002. Nach der <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a> starben im Jahr 2002 in Deutschland 17.780 Frauen an den Folgen von Brustkrebs, s. dazu auch <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2004/01/PD04__041__232,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes vom 27.01.2004</a>.</p>
<h3>2001</h3>
<p>Mortalität: Im Jahr 2001 starben nach Angabe des Statistischen Bundesamtes in Deutschland 17.504 Frauen an den Folgen von Brustkrebs. Quelle  <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<h3><strong>2000</strong><em><strong></strong></em></h3>
<p><em><strong><span style="color: #333333;">Mortalität: </span></strong></em>Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind im Jahr 2000 insgesamt 17.814 Frauen an Brustkrebs gestorben. Quelle  <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<p>In den Jahren 2000 &#8211; 2002  gab es bevölkerungsbezogen 19,86 (2000) 19,26 (2001) bzw. 19.30 (2002) Sterbefälle an Brustkrebs (ICD C 50) je 100.000 EinwohnerInnen in Deutschland. Quelle: <a href="http://www.gbe-bund.de/oowa921-install/servlet/oowa/aw92/dboowasys921.xwdevkit/xwd_init?gbe.isgbetol/xs_start_neu/&amp;p_aid=3&amp;p_aid=26599313&amp;nummer=327&amp;p_sprache=D&amp;p_indsp=-&amp;p_aid=37398697" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<h3><strong>1999</strong></h3>
<p>Aufgrund von Brustkrebs erfolgten 200.099 stationäre Behandlungen im Jahr 1999, 12,5% mehr als noch 1993.<br />
Quelle: <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/WirtschaftStatistik/Gesundheitswesen/Krankenhausstatistik.psml" target="_blank">10 Jahre bundeseinheitliche Krankenhausstatistik</a></p>
<p>Die Erkrankungsraten bei Brustkrebs sind seit den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts weltweit kontinuierlich stark angestiegen. In den USA stieg die Erkrankungsrate um jährlich 1% (Daut et al 1996; Greenberg 1997). Diese Zahlen lassen sich nicht allein durch die steigende Lebenserwartung oder die frühe oder bessere Aufdeckung der Krebserkrankungen erklären, sondern stellen einen realen Anstieg dar. Ebenso wie die Erkrankungsraten nahmen in den hochentwickelten Ländern auch die Sterbefälle zunächst kontinuierlich zu und sind in den Ländern wie USA und Deutschland seit den 70/80er Jahren eher gleich bleibend. Bei der Sterblichkeit ist seit den 70er Jahren keine Steigerung mehr erkennbar. Die Wirksamkeit von Früherkennungsprogrammen steht außer Frage. Häufigste Krebs bedingte Todesursache bei Frauen in Deutschland ist Brustkrebs mit einem Anteil von 3,9% an der Gesamtsterblichkeit. Bei Frauen unter 65 Jahren (sog. &#8220;Frühsterblichkeit&#8221;) ist es mit 12,1% häufigste Todesursache von Frauen. Brustkrebs gehört in der Lebensmitte zu den häufigsten Krebstodesursachen bei Frauen. Das Sterbealter bei Frauen mit Brustkrebs liegt durchschnittlich bei 65,4 Jahren und liegt damit insbesondere beim Brustkrebs niedrig (im Vgl. zu Herz- und Kreislauferkrankungen liegt sie z.B. bei Arteriosklerose bei 85,2 und bei Herzinsuffizienz bei 83,5 Jahren).<br />
Quelle: <a href="http://www.bmfsfj.de/Publikationen/genderreport/01-Redaktion/PDF-Anlagen/down-bericht-gesundheit,property=pdf,bereich=genderreport,rwb=true.pdf" target="_blank">Bericht zur gesundheitlichen Situation von Frauen in Deutschland. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend</a>, Berlin, 1999.</p>
<p><strong>1995</strong></p>
<p><acronym title="Neunzehnhundertfünfundneunzig" lang="de">1995</acronym> starben in Deutschland 18.674 Frauen an Brustkrebs. Mit einem Anteil an der Gesamtsterblichkeit von 3,9% ist der Brustkrebs seit Jahren die häufigste Krebstodesursache bei Frauen. Die standardisierte Mortalitätsrate ist in den letzten fünfzehn Jahren leicht gestiegen und lag <acronym title="Neunzehnhundertfünfundneunzig" lang="de">1995</acronym> bei 34,0 Gestorbenen je 100.000 Frauen (siehe <acronym title="Abbildung " lang="de">Abb.</acronym> 5.5.1). Der starke Anstieg im Osten nach der Wiedervereinigung ist teilweise Folge der veränderten Dokumentation.<br />
Die Brustkrebsmortalität steigt mit dem Alter deutlich an; im Osten liegen die Werte durchweg niedriger als im Westen</p>
<p>Brustkrebs macht 26,4% aller Krebserkrankungen und 17.9% aller Krebssterbefälle bei Frauen in Deutschland aus.</p>
<p>Quelle: Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister in Deutschland 1999:9)</p>
<p>In den Jahren 1998  &#8211; 1999  gab es bevölkerungsbezogen 20,35 (1998) bzw. 19.93  (1999) Sterbefälle an Brustkrebs (ICD C 50) je 100.000 EinwohnerInnen in Deutschland. Quelle: <a href="http://www.gbe-bund.de/gbe10/ergebnisse.prc_tab?fid=898&amp;suchstring=&amp;query_id=&amp;sprache=D&amp;fund_typ=TXT&amp;methode=&amp;vt=&amp;verwandte=1&amp;page_ret=0&amp;seite=1&amp;p_lfd_nr=11&amp;p_news=&amp;p_sprachkz=D&amp;p_uid=gast&amp;p_aid=68555306&amp;hlp_nr=2&amp;p_janein=J" target="_blank">Gesundheitsberichterstattung des Bundes</a></p>
<h3><a id="europa" name="europa"></a><strong>Europa</strong></h3>
<p>Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Europa. Es wird geschätzt, dass es jedes Jahr 350.000 Neuerkrankungen gibt, während 130.000 Frauen an den Folgen von Brustkrebs sterben. Brustkrebs ist damit verantwortlich für 26.5% aller Krebserkrankungen und für 17.5% aller Krebs bedingten Todesfälle bei Frauen. Die höchsten Inzidenzraten gibt es in den Niederlanden, Dänemark, Frankreich, Belgien und Schweden. Die niedrigsten Erkrankungsraten wurden in Mazedonien, Litauen, Weißrussland, Lettland und Estland beobachtet. In den 1950er bis 1960er Jahren wurde eine ansteigender Trend der Brustkrebssterblichkeit in Europa beobachtet. In einigen westeuropäischen Ländern fiel die Sterblichkeit in den 1970er bis 1980er Jahren etwas, während es insbesondere in einigen osteuropäischen Ländern zu einem weiteren Ansteigen der Brustkrebssterblichkeit kam. Es gibt große regionale Unterschiede in Bezug auf die Überlebensraten bei Brustkrebs in verschiedenen europäischen Ländern. Zwischen 1985 und 1989 haben in Schweden 81% der erkrankten Frauen Brustkrebs überlebt, während es in der Slowakei und in Polen nur 58% der Frauen waren. Es gibt außerdem große Unterschiede hinsichtlich der Therapieformen. Während in bei 65% der Patientinnen in England und bei 57% der Patientinnen in Frankreich eine konservative Chirurgie durchgeführt wurde, war dies in Estland nur bei 8% und in Spanien nur bei 13% der Frauen der Fall.<br />
Quelle: <a href="http://www.encr.com.fr/breast-factsheets.pdf" target="_blank">ENCR Cancer Fact Sheets, Vol. 2, Dec. 2002</a></p>
<p>Die Erkrankungsraten für Deutschland liegen im europäischen Vergleich im Mittelfeld. In Belgien, Frankreich und Dänemark ist die Erkrankungswahrscheinlichkeit höher, in den baltischen Ländern Estland, Lettland und Litauen sowie den südeuropäischen Ländern wie Spanien, Griechenland und Portugal teilweise deutlich niedriger.<br />
Quelle: <a href="http://info.imsd.uni-mainz.de/Krebsregister/doc/kid2006.pdf" target="_blank">Krebs in Deutschland</a>, Herausgeber: Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut. 5. überarbeitete, aktualisierte Ausgabe, Saarbrücken, 2006</p>
<p>32.000 Frauen in Europa müssten nicht an Brustkrebs sterben, wenn Brustkrebs-Früherkennung flächendeckend in der Qualität der EU-Standards umgesetzt würde.<br />
Quelle: <a href="../../06paperbib/international.htm#euleitlinie">European Guidelines on quality assurance in mammography screening</a>. 4. Ed., Stand 2005</p>
<p><strong><em><span style="color: #333333;">Mortalität:</span> </em></strong>Brustkrebs ist für mehr als 4% der Todesfälle unter der weiblichen europäischen Bevölkerung verantwortlich und betrifft auch junge Frauen im Alter zwischen 45 und 64 Jahren (mehr als 12% der Todesfälle in dieser Altersgruppe).<br />
Quelle: <a href="http://epp.eurostat.cec.eu.int/cache/ITY_OFFPUB/KS-NK-04-002/DE/KS-NK-04-002-DE.PDF" target="_blank">Mortalität in der EU</a>, Statistik kurz gefasst, 2, 2004, ISSN 1024-4379, © Europäische Gemeinschaft</p>
<p>Die Mortalitätsrate in den europäischen Ländern schwankt nach den Angaben der WHO um über 50%, die Mastektomierate (Rate der Brustamputationen im Frühstadium der Erkrankung) schwankt sogar um bis zu 60%.<br />
Quelle: WHO und &#8220;Surgical approaches to Early Breast Cancer&#8221;, J. Jassem et al. (March 2004): &#8220;Surgical Approaches to Early Breast Cancer&#8221;, International Collaborative Cancer Group (ICCG), Imperial College, London.</p>
<p>In der Europäischen Union erkrankt jede neunte Frau an Brustkrebs, jährlich sind dies 275.000 Frauen in der EU. Rund 79.000 Frauen sterben in der Europäischen Union jährlich an Brustkrebs. In der Europäischen Union ist Brustkrebs die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 35 und 55 Jahren.<br />
Quelle: <a href="http://www.europarl.europa.eu/omk/sipade3?PUBREF=-//EP//NONSGML%2BREPORT%2BA5-2003-0159%2B0%2BDOC%2BPDF%2BV0//DE&amp;L=DE&amp;LEVEL=5&amp;NAV=S&amp;LSTDOC=Y" target="_blank">Europäisches Parlament, Bericht über Brustkrebs in der Europäischen Union, (2002/2279(INI)), Ausschuss für die Rechte der Frau und Chancengleichheit</a>, Berichterstatterin: Karin Jöns, Stand 2002</p>
<p>Die Chancen, Brustkrebs zu überleben, sind in Europa nicht immer gleich gut. Nach den Zahlen der Eurocare II-Studie liegen Frauen in Deutschland auf Platz 7 in Europa, hinter Österreich, Dänemark, England, Estland, Finnland und Frankreich.<br />
Quelle: <a href="http://www.sciencedirect.com/science?_ob=PublicationURL&amp;_tockey=%23TOC%235024%231998%23999659985%2383189%23FLA%23&amp;_cdi=5024&amp;_pubType=J&amp;view=c&amp;_auth=y&amp;_acct=C000057973&amp;_version=1&amp;_urlVersion=0&amp;_userid=2754627&amp;md5=cfa3f59d052eff83e869fb0c48170cc3" target="_blank">Survival of adult cancer patients in Europe diagnosed from 1978 &#8211; 1989: The Eurocare II Study</a>, European Journal of Cancer, Vol. 34, No 14.</p>
<p>„In Deutschland liegt auf der Basis der Daten der EUROCARE-2-Studie von 1999 die relative 5-Jahres-Überlebensrate von 71,7% nach wie vor unter dem europäischen Durchschnitt von 74,3%. …Deutschland ist besser platziert als in den Vorjahren. Aber die sogenannten Vorzeigeländer Schweden (80,6%), Frankreich (80,3%) und Finnland (78,4%) stehen mit ihrer 5-Jahres-Überlebensrate doch beachtlich vor Deutschland. Selbst im Vereinigten Königreich konnten durch Screening und den Aufbau von qualitätsgesicherten Brustzentren die Todesfälle kontinuierlich innerhalb von 10 Jahren von 1992 bis 2001 um 15% gesenkt werden, während im gleichen Zeitraum die Neuerkrankungen um 19% stiegen. Für Deutschland weist die gleiche Quelle nur Daten bis 1999 aus. Von 1992 bis 1999 ist die Zahl der Todesfälle bei uns um 4% zurückgegangen, im Vereinigten Königreich um 14,5%. Um auch letzte Zweifel an dieser Entwicklung auszuräumen und dem Argument entgegenzutreten, dass absolute Zahlen die Bevölkerungsentwicklung nicht berücksichtigten, sei auf die Entwicklung der Sterblichkeitsrate ASR(W) bei Brustkrebs von Deutschland und dem Vereinigten Königreich von 1973-1999 hingewiesen. In Deutschland stieg die Rate um 10% (18,9 in 1973 zu 19,7 in 1999), während sie im Vereinigten Königreich um 12% sank (27,6 in 1973 zu 22,0 in 1999).“<br />
Quelle: Europa Donna, Karin Jöns</p>
<h3><strong>Großbritannien, Stand 2007</strong></h3>
<p>Die Brustkrebssterblichkeit in Großbritannien ist im Jahr 2007 auf 11.990 Todesfälle gesunken und damit auf dem niedrigsten Stand seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1971. Das besagen die Daten von &#8220;<a href="http://info.cancerresearchuk.org/cancerstats/types/breast/" target="_blank">Cancer Research UK</a>&#8220;. Man geht davon aus, dass sowohl das nationale Screening-Programm sowie bessere therapeutische Möglichkeiten und Qualitätsstandards bei der Behandlung für die nun vorgelegten Zahlen sind. In Großbritannien erkranken bei einer Bevölkerung von etwa 60.5 Millionen Menschen rund 45.500 Frauen jedes Jahr neu an Brustkrebs (im Vergleich: Deutschland mit 82.3 Millionen Menschen und ca. 55.000 Neuerkrankungen bei einer Sterblichkeit von ca. 18.000 Frauen). Auch in Großbritannien ist Brustkrebs die häufigste häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Neuerkrankungen sind in den vergangenen 25 Jahren in Großbritannien um 50% angestiegen.</p>
<h3><strong>Die Entwicklung in Großbritannien seit 1989</strong></h3>
<p>Im Jahr 1989 starben in Großbritannien 15.625 Frauen an Brustkrebs. Seitdem ist die Sterblichkeit um 200 bis 400 Fälle in jährlich gesunken &#8211; bis zum Jahr 2004. Im Jahr 2005 gab es wieder einen leichten Anstieg, 2006 und 2007 ist die Sterblichkeit jedoch wieder etwas gesunken.<br />
Quelle: <a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/8011920.stm" target="_blank">BBC News, Breast cancer deaths record low</a> v. 22. April 2009</p>
<h3><a id="weltweit" name="weltweit"></a><strong>Weltweit </strong></h3>
<p>Weltweit erkrankten im Jahr 2002 insgesamt 1.151.298 Frauen an Brustkrebs. 410.712 Frauen starben im Jahr 2002 an Brustkrebs.<br />
Quelle: <a href="http://www-dep.iarc.fr/GLOBOCAN/table2.asp?cancer=132%AEion=99&amp;sex=2&amp;sort=1&amp;submit=Execute" target="_blank">International Agency on Research on Cancer, GLOBOCAN</a>, Stand 2002 <a href="http://www.nationmaster.com/red/graph/hea_bre_can_inc-health-breast-cancer-incidence&amp;b_printable=1" target="_blank"><br />
</a><br />
Die WHO gibt in ihrem Datenblatt &#8220;Fact sheet N°297&#8243; vom Februar 2006 allerdings an, dass über eine halbe Million Frauen (502. 000 deaths/year) jedes Jahr weltweit an den Folgen von Brustkrebs sterben.<br />
Quelle: WHO:  <a href="http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs297/en/" target="_blank">http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs297/en/</a></p>
<p><a href="http://www.nationmaster.com/red/graph/hea_bre_can_inc-health-breast-cancer-incidence&amp;b_printable=1" target="_blank">Brustkrebs nach Erkrankungshäufigkeit und Ländern weltweit: Eine Übersicht von Nation Master (Australien)</a>: Es ist sehr spannend, diese Statistik genau zu betrachten. Sie zeigt, dass in Schweden z.B. die Erkrankungshäufigkeit an Brustkrebs niedriger ist als in Deutschland, obwohl das Land Frauen seit 1986 Mammographie-Screening zur Verfügung stellt. Schweden hat in Europa nach den Daten der Eurocare-Studien auch die besten Überlebensraten. Dieses könnte sehr wohl ein Hinweis auf die gute diagnostische Qualität &#8211; gemäß der Vorgaben der Europäischen Leitlinien &#8211; unter bestmöglicher Vermeidung von Überdiagnostik sein. (Inzidenz Deutschland: 23.5 und Schweden 18,5 per 100.000 Frauen).</p>
<p>In den USA werden im Jahr 2005 insgesamt 211.240 Frauen neu an Brustkrebs erkranken.<br />
Quelle: Forum with Michael Krasny im <a href="http://www.kqed.org/epArchive/R510241000%20" target="_blank">Interview mit Barbara Brenner</a>von Breast Cancer Action.</p>
<p>In den USA werden im Jahr 2007 nach den Angaben der American Cancer Society voraussichtlich 178.480 neue Fälle von invasivem Brustkrebs diagnostiziert werden. Mit den Änderungen im Verordnungsverhalten der Hormonersatztherapie sind auch die Neuerkrankungsraten in den USA spürbar gesunken. Trotzdem wird prognostiziert, dass rund 40.460 Frauen im Jahr 2007 an Brustkrebs sterben werden.</p>
<p>Allerdings steigt insbesondere die Entdeckung von Brustkrebsvorstufen (z.B. DCIS) weiterhin an. Man rechnet mit 62.030 neuen Behandlungsfällen allein für 2007 in den Vereinigten Staaten.<br />
Quelle: <a href="http://www.healthywomen.org/healthtopics/breastcancer" target="_blank">NWHRC</a></p>
<p>Seit dem zweiten Weltkrieg nimmt die Zahl der Brustkrebs-Neuerkrankungen bei Frauen weltweit zu. Vergleichszahlen aus den USA: In den 40er Jahren erkrankte in Amerika ca. jede 44. Frau an Brustkrebs, heute ist es bereits jede 7. Frau.</p>
<p>Lesen Sie dazu auch: <a href="../../wordpress/?p=512" target="_blank">Das urbane Leben der Frauen: Warum das Brustkrebsrisiko weltweit weiter steigt</a> bei uns im infoblog!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/PJK7r1v8t-k?rel=0" frameborder="0" width="500" height="284"></iframe></p>
<p>Video Breast Cancer Statistic con Hans Rosling: <a href="http://www.gapminder.org/videos/breast-cancer-statistics/" target="_blank">Breast Cancer Statistics</a> bei gapminder.org, Creative Commons 2.0. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Rosling" target="_blank">Hans Rosling</a> erklärt die Zahlen der <a href="http://www.iarc.fr/" target="_blank">International Agency for Research on Cancer</a> (IARC) am Beispiel Schwedens. 1958 betrug das pro Kopf-Einkommen in Schweden 11.000 US $. Durchschnittlich 45 von 100.000 Frauen erkrankten in diesem Jahr an Brustkrebs. Hans Rosling stellt fest, dass duch den veränderten Lebensstil (z.B. weniger Sport, andere Stillgewohnheiten bzw. Ernährung) die Brustkrebsrate in den kommenden Jahren angestiegen sei. Betrachtet man die Sterblichkeit, so wird verhältnismäßig ein Absinken festgestellt. Im Jahr 2002 erkrankten 88 von 100.000 Frauen in Schweden, während 15 Frauen sterben. Leider wird die Sterblichkeit in Klarschrift für das Jahr 1958 nicht eingeblendet. Hans Rosling führt weiter aus, dass &#8220;in Schweden die meisten Frauen geheilt werden&#8221;, während in Pakistan bzw. Nigeria die Sterblichkeit weiterhin hoch sei. Hier müsse deswegen dafür gesorgt werden, dass die Behandlung der Erkrankung bezahlbar würde. Der &#8220;geringere Lebensstandard&#8221;, der sich durch das geringere Einkommen ausdrückt, hatte die Schwedinnen offensichtlich vor der Krankheit geschützt. Die Erkrankungsraten waren nur halb so hoch. Die Erklärungen erscheinen einleuchtend, doch ganz so einfach ist es nicht. Der Einfluss des Mammographie-Screenings in Schweden, Umweltbelastungen, die Frauen mit ihrem Körper tragen und Hormonaufnahme durch Kontrazeptiva, Umweltöstrogene bzw. &#8220;Hormonersatztherapie&#8221; fallen auf den Tisch. Die Finanzierbarkeit der Brustkrebstherapie ist außerdem weltweit und auch in westlichen Ländern inzwischen eine wichtige Frage.</p>
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		<title>Mammographie: Bericht zur Arbeit des Nationalen Frauengesundheitsnetzwerks „National Women’s Health Network“</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 14:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
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		<description><![CDATA[Druckversion &#124; Download PDFDownload &#62;&#62; Text als pdf Stand der Information: November 2007 National Women’s Health Network (NWHN) ist eine der großen unabhängigen Frauengesundheitsnetzwerke in den USA. Im Editorial des „The Women&#8217;s Health Activist“- eines auch online zugänglichen Newsletters der Organisation &#8211; findet sich in der September/Oktober-Ausgabe 2007 ein Editorial zu Screeningtests, und bereits in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-nwhn/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #6697c4;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #6697c4;">Druckversion | Download PDF</span></a></div><p><span>Download &gt;&gt; <a href="http://www.bcaction.de/pdf/03info/screening_nwhn.pdf" target="_blank">Text als pdf</a><br />
Stand der Information: November 2007<br />
</span><span><a id="inhalt" name="inhalt"></a><a id="inhalt" name="inhalt"></a></span></p>
<p><a href="http://www.nwhn.org/" target="_blank">National               Women’s Health Network (NWHN)</a> ist eine der großen unabhängigen               Frauengesundheitsnetzwerke in den USA.</p>
<p>Im Editorial des „The Women&#8217;s Health Activist“- eines auch online            zugänglichen Newsletters der Organisation &#8211; findet sich in der            September/Oktober-Ausgabe 2007 ein Editorial zu Screeningtests, und            bereits in der Januar/Februar-Ausgabe gab es einen Bericht zur Mammographie       von Cynthia Pearson.</p>
<h2><a id="Cindy" name="Cindy"></a>Wer ist Cynthia Pearson?</h2>
<p>Cynthia Pearson ist die Leiterin des NWHN, die bereits seit         20 Jahren für dieses Frauengesundheitsnetzwerk arbeitet. Sie koordinierte         das Referendariat, leitete die Clearingstelle sowie auch das NWHN-Programm         und die Leitlinienarbeit. 1996 wurde sie Leiterin der Organisation. Cindy         Pearson stammt aus Kalifornien, machte einen Bachelor-Abschluss der UC San Diego         in Biologie und leitete nachfolgend die für Abtreibungsrechte aktive         Organisation Colorado NARAL. In San Diego arbeitete sie schließlich         für verschiedene Spezialeinrichtungen in der Frauengesundheitspflege         und in einem feministischen Frauengesundheitszentrum. Sie ist zur Zeit         auch Präsidentin des Vorstands der Frauengesundheitsspezialistinnen         in Nordkalifornien und Schatzmeisterin der National Breast Cancer Coalition,         die der größte Zusammenschluss von amerikanischen Frauengesundheitsorganisationen         zum Thema Brustkrebs ist. Den Skandal der Hormonersatztherapie kommentierte sie mit: &#8220;Dies ist Teil einer Geschichte von Korruption in Medizin und Wissenschaft, in der Frauen, und ihre Ärzte, betrogen wurden. Frauen [die eine Hormonersatztherapie eingenommen haben] waren Schäden durch ihre Ärzte, die als ahnungslose Sündenböcke für die Pharma-Unternehmen gehandelt hatten, ausgesetzt. (“Women, and their physicians, were duped. Women [who took HRT] were placed in the way of harm by their physicians, who acted as unsuspecting patsies for pharmaceutical companies.” <a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-nwhn/#1">[1]</a></p>
<h2>Pearson und Screeningtests</h2>
<p>Für die September/Oktober-Ausgabe 2007 schrieb sie ein Editorial unter   dem Titel: “Warum ich für Zugang zu medizinischen Leistungen für   alle arbeite und NEIN zu Screeningtests sage“. Cindy Pearson schreibt, dass   sie mit verschiedenen Frauengesundheitsorganisationen zusammenarbeitet, um   im Netzwerk eine Stimme zu Standpunkten der Frauengesundheit zu entwickeln.   Ihr Schwerpunkt dabei ist das, „was Frauen wirklich brauchen“. Für sie   ist das in erster Linie eine qualitativ hochwertige, bezahlbare gesundheitliche   Versorgung, die präventive Maßnahmen, integrierte reproduktionsbezogene   Gesundheitsleistungen, freie Auswahlmöglichkeiten bei den Leistungsanbietern   und respektvolle Behandlung für alle einschließt.</p>
<p>Bei einem jährlichen Check-up werden ihr, die 53 Jahre alt ist, eine Blutdruckkontrolle, eine Blutuntersuchung auf Cholesterin, ein Haemocculttest, eine Koloskopie, eine Mammographie, eine Knochendichtemessung für ein Osteoporose-Check-Up und ein EKG empfohlen. In der Diskussion mit ihrer neuen Ärztin äußert sie jedoch ihre Bedenken: Alle Tests verursachen falsch-positive Befunde, die nachfolgenden Untersuchungen sind nicht ungefährlich und teilweise invasiv. Die Tests konnten nicht immer zeigen, dass man mit ihrer Hilfe die Lebenszeit verlängern kann, und Screeningtests führen zu Medikamentenbehandlungen, die zwar den Risikofaktor therapieren, aber nicht immer das Gesamt-Outcome beeinflussen können. Doch sie sieht es noch differenzierter: Für Blutdruck-Check, Mammographie und Darmkrebs-Screening gibt sie eine positive Note, doch der Cholesterintest jedes Jahr erhält ein Nein, das EKG ohne Symptome kommt für sie nicht in Frage und die Knochendichtemessung will sie mit 53 nicht, ab 65 sähe es anders aus. Cindy Pearson stellt sich selbst die Frage, wie sie das mit ihrem Standpunkt und ihrem Engagement für eine bessere Frauengesundheit nun unter einen Hut bringen soll. Schließlich weist sie darauf hin, dass die NWHN an einem System mit Respekt für alle arbeitet, und das lässt dann ja durchaus dann Variablilität zu. Um sich schlau zu machen, empfiehlt sie ihren Leserinnen noch den Blick in die amerikanischen Leitlinien zur Präventivmedizin für periodische Screenings.</p>
<h2>Pearson und Mammographie-Screening</h2>
<p>Bereits in ihrem Beitrag vom Januar 2007 befasste sich Cindy Pearson mit der            Mammographie. Ihr Beitrag ist vor dem Hintergrund des bei uns aktuell            neu geschaffenen Zugangs zur Mammographie durchaus eine spannende            Lektüre und zeigt zugleich die Entwicklung in den USA auf. Manchmal            ist es nicht leicht, sich in Sachen Frauengesundheit zu engagieren,            schreibt sie. Wir entdecken ein neues Verfahren, dass die Gesundheit            von Frauen verbessern soll. Wir setzen uns dafür ein, dass alle            Frauen Zugang dazu erhalten, und wir tun alles dafür, dass die            besten Qualitätsstandards eingehalten werden. Schließlich            meinen wir, dass wir am Ziel sind. Doch manchmal ist es komplizierter,            so wie bei der Mammographie, die ein schmerzhaftes Beispiel für            komplizierte Fragen in Sachen Frauengesundheit ist.</p>
<p>Als Screening-Methode wurde die Mammographie zunächst in den            1960er Jahren erforscht. Die erste Studie sah so aus, als ob das Screening            Leben retten kann. Frauen ohne Symptome für Brustkrebs wurden            jedes Jahr oder alle zwei Jahre gescreent. Bei den gescreenten Frauen            wurden kleinere Karzinome als bei den nicht gescreenten gefunden.            Diese Frauen wurden sofort behandelt, und in der Screening-Gruppe            starben weniger Frauen an Brustkrebs. Aufgrund dieser vielversprechenden            Ergebnisse sah es so aus, dass man allen Frauen ein solches Screening            anbieten sollte.</p>
<h2>Zugang</h2>
<p>In den nachfolgenden Jahren engagierte sich die NWHN sehr für            den Zugang zur Mammographie. In den 1980er Jahren wurde durch intensive            Lobbyarbeit im Parlament die Kostenübernahme für die Mammographie über            Medicare, die staatliche Gesundheitsversicherung in den USA, erkämpft.            Zu diesem Zeitpunkt übernahm Medicare noch keinerlei Kosten für            Screeningmaßnahmen welcher Art auch immer. Cindy Pearson erinnert sich,            dass ein Abgeordneter argumentierte, dass ein Screening zu teuer sei,            weil man Kosten für alle Frauen übernehmen müsse, die            dann nur länger mit einem durch Mammographie gefundenen Brustkrebs            leben würden. Die Entscheidung fiel jedoch trotz dieser Warnung            doch positiv für die Kostenübernahme der Mammographie aus.            Nachdem Medicare die Kosten übernahm, zogen die privaten Kassen            nach, und es gab spezielle Programme für unversicherte Frauen.</p>
<h2>Qualität</h2>
<p>Nachdem die Kostenübernahme erreicht war, engagierte sich NWHN für   die Qualitätssicherung in der Mammographie und musste feststellen, dass   das auch wieder harte Arbeit war. Die Erbringung der Screening-Mammographie   war nicht geregelt, und die Gerätequalität variierte ebenso wie die   Qualifikation und Spezialisierung bei Technikern und Radiologen. Viele Frauen   erhielten eine qualitativ gute Leistung, doch eben nicht alle. Damals formulierte   NWHN, dass eine schlechte Mammographie schlechter sei als keine Mammographie,   ein Satz, der sich nebenbei auch auf den Plakaten der Brustkrebsdemonstrantinnen   in Deutschland wiederfand.</p>
<h2>Information und ein Gesetz</h2>
<p>Dann erstellte das Netzwerk eine Information für Frauen, die die wichtigsten   Qualitätskriterien für eine gute Mammographie festhielt und forderte   die Frauen auf, genau zu prüfen, ob diese Kriterien auch eingehalten wurden.   Wenn Missstände festgestellt wurden, wandten die Frauen sich gleich an   das Parlament, um eine gesetzliche Regelung zur Durchführung der Mammographie   einzufordern. Viele Frauengesundheitsorganisationen beteiligten sich damals   und 1992 war es dann soweit, das Gesetz zum Qualitätsstandard in der Mammographie   (Mammography Quality Standards Act) wurde verabschiedet. Besonders stolz waren   die Frauen darauf, dass es auch das Recht auf die Aushändigung einer Kopie   ihrer eigenen Mammographie gab.</p>
<h2>Die Wende</h2>
<p>Und gerade als man wieder dachte, dass das Ziel der Arbeit sei erreicht, so   schreibt Pearson, kamen die Versprechungen, dass Mammographie Leben rettet,   ins Wanken. 1992 begann NWHN den Nutzen, den Frauen von der Mammographie wirklich   hatten, zu analysieren. Und dabei kam heraus, dass der Vorteil nicht ganz so   groß war, wie gedacht, und außerdem war sie auch nicht für   Frauen in allen Altersgruppen gleichermaßen geeignet. Das Netzwerk fühlte   sich verantwortlich, auch wegen des eigenen Engagements, und die Mitglieder   wollten außerdem wissen, ob es auch Zweifel an der Behandlung gab. Man   wollte keine zu optimistischen Informationen und simplifizierten Botschaften,   eine bessere Motivation sei schließlich Information.</p>
<p>Was man dann herausfand, war weniger ermutigend. In Folge der ersten Mammographie-Studie   wurden verschiedene andere Studien durchgeführt, ohne allzu beeindruckende   Ergebnisse. Der lebensrettende Vorteil konnte damals nicht in allen nachfolgenden   Studien nicht in allen Studien belegt werden. Insbesondere für die Mammographie   ab 40 zeigte sich der Vorteil damals nicht. Damit wandte sich das NWHN 1993   an die Öffentlichkeit und gab ein Positionspapier heraus, das die Mammographie   für prämenopausale Frauen ablehnte, in den USA eine sehr kontroverse   Position. Die Brustkrebsbewegung startete gerade durch, und viele Organisationen   hatten daran zu knacken, dass die Mammographie vielleicht nicht ganz so effektiv   ist, wie man immer annahm.</p>
<p>Außerdem waren viele auch schockiert von der Idee, dass Mammographie            auch Schäden verursachen könnte. Der Grund ist, dass Screening            zu einer Diagnose führt, die eine Therapie nach sich ziehen kann,            und eine Therapie auch immer Risiken hat. Eine Therapie ist oftmals            das Risiko wert, wenn Symptome vorliegen oder eine akute Gefahr besteht.            Vorstufen von Krebs führen nicht immer zu einer lebensbedrohlichen,            fortgeschrittenen Krebserkrankung. Wir hätten gerne die Sicherheit            gehabt, dass die Früherkennung auch tatsächlich lebensrettend            ist, so Cynthia Pearson. Es waren diese Bedenken, die NWHN damals            veranlassten, dass Mammographie prämenopausalen Frauen so lange            nicht angeboten werden sollte, bis bewiesen ist, dass die Vorteile            größer als der Schaden sind.</p>
<p>Auch bei uns ist diese Gruppe der prämenopausalen Frauen ja bisher nicht einbezogen in unser neues deutsches Mammographie-Screening-Programm, wohl aber wurden – und werden? – Frauen zu „grauen“ Screenings geschickt bzw. nutzen ein graues Screening möglicherweise immer noch. In Norwegen ist z.B. bekannt, dass neben dem nationalen Screening-Programm Frauen sich wegen der Arztwahl, als privat Versicherte oder insbesondere auch berufstätige Frauen aus terminlichen Gründen sich weiterhin „grau“, was meint &#8211; bei Radiologen außerhalb eines qualitätsgesicherten Screening-Programms &#8211; screenen lassen.</p>
<p>Nun ist wieder Zeit ins Land gegangen, aber unglücklicherweise ist Mammographie-Screening   nach wie vor eine komplizierte Frage. Die gleichen sieben Studien verursachen   nach wie vor eine generelle Kontroverse, genau wie in den 1990er Jahren. Unzählige   weitere Standpunkte und Teilergebnisse aus Studien sind hinzugekommen. Immer   noch liegen nicht alle Daten, die nötig wären, vor, aber die Datenflut   ist dennoch kaum zu überschauen. Pearson weist auch auf die Entstehung   von zahlreichen wunderbaren Brustkrebsorganisationen hin, die ihre eigenen   unabhängigen Analysen zur Wissenschaft und den vorliegenden klinischen   Studien durchgeführt haben. Sie machen es für Frauen heute viel einfacher,   exzellente Informationen zu dieser komplizierten Fragestellung zu finden. NWHN   stoppte deswegen die eigene Arbeit an der Auswertung der Studien zur Frage   des Mammographie-Screenings, zumal die spezialisierteren Organisationen genau   so gut und meistens schneller als NWHN berichten.</p>
<h2>Standpunkte</h2>
<p>Abschließend stellt Cynthia Person ausgewählte Passagen            der Standpunkte der vier Organisationen, die NWHN am meisten schätzt,            zusammenfassend kurz vor:</p>
<h2>Center for Medical Consumers</h2>
<p>Brustkrebs hat die beste Prognose, wenn die Diagnose mit Mammographie gestellt   wird. Allerdings führt Screening auch zur Entdeckung und Behandlung von   Brustkrebs, der nie lebensbedrohlich wird. Die Rolle der Mammographie im Zusammenhang   mit der Senkung der Brustkrebssterblichkeit in den USA ist unklar. Im besten   Fall erscheint der Einfluss jedoch minimal. Frauen erhalten zu wenig Information über   die Risiken. Für 1.000 Frauen, die sich 10 Jahre lang mammographieren   lassen, erreicht eine Frau eine Lebensverlängerung. Fünf Frauen werden   eine unnötige zusätzliche Krebsdiagnose und eine Behandlung erhalten,   drei Frauen erhalten eine Biopsie bei einem gutartigen Befund. Center for Medical   Consumers, 2005, <a href="http://www.medicalconsumers.org/" target="_blank">www.medicalconsumers.org</a>.</p>
<h2>Breast Cancer Action</h2>
<p>Mammographie ist zur Zeit die beste Screeningmethode, die verfügbar     ist. Es gab viele Diskussionen hinsichtlich der ionisierenden Strahlung,     wie man gesunden Frauen ohne Symptomen für eine Brusterkrankung damit     verabreicht. Um sich informiert zu entscheiden zu können, müssen     Frauen sich über verschiedene Faktoren im Klaren sein: Die Mammographie     verhindert Brustkrebs nicht. Mammographie verursacht radioaktive Strahlung,     und radioaktive Strahlung ist dafür bekannt, dass sie Krebs verursachen     kann. Die Strahlenbelastung akkumuliert sich im Laufe eines Lebens. Die Qualität     der Mammographie ist sehr variabel und die Mammographie ist ein Test, der     nicht perfekt ist. Der Vorteil für prämenopausale Frauen ist nicht     belegt. Die klinische Untersuchung und die Selbstuntersuchung sind wichtige     Methoden zur Entdeckung von Brustkrebs. Breast Cancer Action 2004.<br />
Auf unserer Website können Sie die komplette <a href="../../03info/screening_BCA_Leitlinie.htm" target="_blank">Breast Cancer Action Position zum Mammographie-Screening</a> in deutscher Übersetzung finden.</p>
<h2>Dr. Susan Love Research Foundation</h2>
<p>Selbst bei älteren Frauen ist die Mammographie weit davon entfernt, ein   perfektes Mittel für ein Screening zu sein. Sie mag hilfreich sein, um   den Krebs früher zu finden, aber das frühere Auffinden ist keine   Garantie dafür, dass es damit auch lebensrettend ist. Neue Daten legen   den Schluss nahe, dass es verschiedene Arten von Brustkrebs gibt und dass eine   schnelle Krankheitsprogression mehr von der Art des Krebses und weniger vom   Zeitpunkt der Diagnosestellung abhängig ist. Wahrscheinlich sind es rund   30 Prozent der Brustkrebserkrankungen, die das Potential haben, „böse“   zu enden, wenn man sie nicht früh stoppt. Das sind die Arten von Brustkrebs,   die man mit einem Früherkennungsprogramm und Mammographie-Screening beeinflussen   kann. Das sind auch die Krebserkrankungen, die die Mammographie am besten detektieren   kann. Screening ist immer noch unser bestes Werkzeug, um die Sterblichkeit   bei Brustkrebs zu senken. Wir müssen den größten Gewinn daraus   ziehen und gleichzeitig hart daran arbeiten, etwas Besseres zu finden. Dr.   Susan Love Foundation 2006, <a href="http://www.susanlovemd.org/" target="_blank">www.susanlovemd.org</a></p>
<h2>National Breast Cancer Coalition (NBCC)</h2>
<p>Die NBCC steht auf dem Standpunkt, dass es eine ungenügende Evidenz     für oder gegen den Einsatz eines Mammographie-Screenings unabhängig     vom Alter der Frauen gibt. Frauen wird vermittelt, dass die Mammographie     Leben retten kann, aber die Beweislage für die Reduktion der Sterblichkeitsrate     ist widersprüchlich und wird weiterhin von einigen WissenschaftlerInnen     und EntscheidungsträgerInnen etc. in Frage gestellt. Es steht Frauen     zu, die Wahrheit zu erfahren und diese ist, dass es keinen Beleg für     eine Reduktion der Sterblichkeit für Frauen unter 50 gibt und die Beweislage     für Frauen über 50 zur Zeit unklar ist. Die NBCC glaubt, dass es     Maßnahmen einer öffentlichen Gesundheitspflege gibt, die mehr     Leben retten können und dabei weniger Ressourcen des Gesundheitswesens     benötigen als die Mammographie. Eine solche Maßnahme wäre     die Sicherstellung des Zugang zu einer qualitätsgesicherten Behandlung     für alle Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird. National     Breast Cancer Coalition, 2003, <a href="../../03info/www.stopbreastcancer.org" target="_blank"> www.stopbreastcancer.org</a></p>
<p><strong>Quellenangabe:</strong><br />
<a name="1"></a> Pearson C. Statement zur Veröffentlichung der Gesundheitsrisiken. National Women’s Health Network, Juli 2002 unter <a href="http://web.archive.org/web/20031222212832/http://www.womenshealthnetwork.org/hrtupdate.htm" target="_blank">www.womenshealthnetwork.org/hrtupdate.htm</a></p>
<p><strong>Links</strong></p>
<p>Website der &#8220;National Women&#8217;s Health Network&#8221;:<br />
<a href="http://www.nwhn.org/" target="_blank">http://www.nwhn.org/</a><strong><br />
</strong><strong>Link     zum Originalartikel:<br />
</strong><a href="http://www.nwhn.org/newsletter/article.cfm?content_id=118" target="_blank">http://www.nwhn.org/newsletter/article.cfm?content_id=118 </a><strong><br />
</strong> <strong> </strong><strong>Internetquellen     zum Mammographie-Screening</strong> erschließen wir in unserer Linksammlung: <a href="http://delicious.com/bcag_mammography_screening" target="_blank">http://delicious.com/bcag_mammography_screening</a> (im     Aufbau)<strong><br />
Stichwortliste     zur Linksammlung:<br />
</strong><a href="../../03info/screening-links.htm" target="_blank">http://www.bcaction.de/03info/screening-links.htm </a><br />
<a href="../../03info/screening.htm"><br />
<strong>Zurück zur Themenübersicht zum Mammographie-Screening</strong></a><strong></strong></p>
<div>Stichwort: Mammografie, Mammografie-Screening</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Mammographie-Screening: Die Breast Cancer Action Position</title>
		<link>http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Dec 2006 14:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[früherkennung]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[BCA]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Druckversion &#124; Download PDFOriginaltext Breast Cancer Action, www.bcaction.org, Stand 2006 (bis heute gültige Version, zuletzt geprüft 04/2010) Aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt von Beate Schmidt, Vorbemerkung: G. Kemper Brustkrebs-Screening und &#8220;Früherkennung&#8221;[1] Vorbemerkung: Diese kurzgefasste Leitlinie umreißt den komplizierten Kontext, in dem Frauen die Früherkennung von Brustkrebs mittels Mammographie-Screening angeboten wird. Wichtig erscheint uns: Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #6697c4;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #6697c4;">Druckversion | Download PDF</span></a></div><p><span>Originaltext Breast Cancer Action, <a href="http://www.bcaction.org">www.bcaction.org</a>, Stand 2006 (bis heute gültige Version, zuletzt geprüft 04/2010)<br />
</span></p>
<p><span> </span><span>Aus       dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt       von Beate Schmidt,<br />
Vorbemerkung: G. Kemper</span><span> <a id="inhalt" name="inhalt"></a></span></p>
<p><span><strong>Brustkrebs-Screening und &#8220;Früherkennung&#8221;</strong></span><strong><a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#1"><span>[1]</span></a></strong><span> </span></p>
<p><strong>Vorbemerkung:</strong> Diese kurzgefasste Leitlinie umreißt         den komplizierten Kontext, in dem Frauen die Früherkennung von Brustkrebs         mittels Mammographie-Screening angeboten wird.</p>
<p>Wichtig erscheint uns: Der Zugang zu dieser Form der Brustkrebs-Früherkennung   darf Frauen nicht vorenthalten werden! Die Entscheidung, das Angebot   zu nutzen oder auch nicht zu nutzen, kann jedoch nur auf einer Basis der Freiwilligkeit   erfolgen. Neutrale Information ist dabei ein Schlüssel, um die notwendige   Entscheidung treffen zu können.</p>
<p>Die Situation in den USA und Deutschland war dazu sehr unterschiedlich. Frauen   in den USA haben seit Jahrzehnten selbstverständlichen Zugang zu einer   Brustkrebs-Früherkennung mit Mammographie, Frauen in Deutschland nicht.   In Deutschland war die Früherkennungsmammographie bis zu dem nun bei uns   angelaufenen nationalen Programm zur Brustkrebs-Früherkennung illegal,   lediglich Mammographien bei Krankheitsbefunden oder bei hohen individuellen   Risiken waren erlaubt. Dennoch wurde die Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs screeningähnlich als sogenannte &#8220;graue Mammographie&#8221; ohne strenge Überwachung der Strahlenbelastung durch die eingesetzten Röntgenstrahlung, auch an veralteten Geräten, ohne Doppelbefundung und ohne Evaluation jahrzehntelang in Deutschland durchgeführt. Möglicherweise ist die Mammographie jedoch nicht in der Lage, an der Brustkrebssterblichkeit etwas zu verändern, während allein die Anzahl der Diagnosen ansteigt. Wir werden das Thema Mammographie auf dieser Webseite weiter genau beobachten und zu Forschungsergebnissen minutiös berichten.</p>
<p>Grundsätzlich wäre eine verständliche Publikation für interessierte   Frauen, die sich mit allen durchgeführten Forschungsarbeiten zur Mammographie   befasst und Frauen die jeweiligen Ergebnisse erklärt, wünschenswert.   Leider gibt es eine solche Publikation nicht. So kann diese Übersetzung   vielleicht zumindest eine kleine Hilfe sein, um Verständnis zu entwickeln.</p>
<h2>Die Breast Cancer Action Position</h2>
<p>Seit den frühen 1980er Jahren hat sich das staatliche Engagement         zur Brustkrebsbekämpfung in den Vereinigten Staaten weitgehend auf         Bemühungen, die das Mammographie-Screening fördern, konzentriert.         Seit den frühen 1990er Jahren hat Breast Cancer Action (BCA) Bedenken         hinsichtlich der Effektivität des Mammographie-Screenings sowie         die Gefahr der Irreführung der Öffentlichkeit über die         Vorteile der &#8220;Brustkrebs-Früherkennung&#8221; thematisiert.         Seit der Gründung hat BCA Frauen dazu ermutigt, eigene informierte         Entscheidungen zu treffen, ob sie diese Technologie nutzen wollen.</p>
<p>In den letzten Jahren ist das Mammographie-Screening – die Mammographie bei   gesunden Frauen ohne jegliche Symptome eines Brustproblems – Gegenstand einer   beträchtlichen Debatte innerhalb der medizinischen Gemeinschaft gewesen,   insbesondere in Bezug auf die Anwendung bei Frauen vor den Wechseljahren und   zunehmend in Bezug auf seine Effektivität als Screening-Instrument für   Frauen jeden Alters. BCA glaubt, dass die weit verbreitete Nutzung der Mammographie   und die Kontroverse über ihre Nutzung es notwendig machen, dass Frauen   jeden Alters über die Risiken und Vorteile der Mammographie informiert   sind.</p>
<p>BCA glaubt auch, dass jede Frau, nachdem sie vollständig über die   Mammographie informiert ist, ihre eigene Entscheidung treffen sollte, ob sie   diese Technologie nutzt oder nicht. Diesbezüglich stellt die informierte   Zustimmung Frauen vor eine schwierige Entscheidung. Denjenigen, die das Mammographie-Screening   wählen, sollte natürlich Zugang zur besten Technologie, die erhältlich   ist, offen stehen, einschließlich einer staatlichen bzw. von ihrer Krankenkasse   gewährleisteten Kostenübernahme.</p>
<p>Viele Kampagnen zu Brustkrebs-Bewusstsein und -Wissen konzentrieren sich auf   die Idee, dass &#8220;die frühe Entdeckung der beste Schutz ist“<a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#2"> <strong>[2.]</strong></a>.   Sie transportieren damit häufig auch die Zusicherung, dass &#8220;früh   gefundener Brustkrebs zu fast 100 Prozent heilbar ist&#8221;. Tatsächlich   verschleiert jedoch die Werbung für Mammographie-Screening das eigentliche   Problem bei der Brustkrebs-Diagnose: den Wert der &#8220;frühen&#8221; Entdeckung.   Während 98 Prozent der Frauen, die in einem lokalisierten Stadium diagnostiziert   werden, fünf Jahre nach der Diagnose noch leben, bedeutet dieses nicht,   dass diese Frauen von Brustkrebs geheilt sind.<strong> <a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#3">[3.]</a></strong></p>
<p>Richtigerweise wird Krebsfreiheit fünf Jahre nach Diagnosestellung bei   einigen Krebsarten als Heilung betrachtet. Aber Brustkrebs ist eine Ausnahme:   Die Erkrankung kann jederzeit wieder auftreten und tut es auch, obwohl die   Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens in den ersten zwei Jahren nach der   Therapie am höchsten ist und dann mit der Zeit abnimmt.</p>
<p>Viele Kampagnen zum Brustkrebs-Bewusstsein, die Frauen zu jährlichen Mammographien   drängen, basieren auf der Annahme, dass früh diagnostizierter Brustkrebs   immer wirksam behandelt werden kann. Die komplexe Biologie von Brustkrebs ist   jedoch dafür verantwortlich, dass Frauen, bei denen Brustkrebs im „Frühstadium“   diagnostiziert wird, einer von drei Gruppen angehören:</p>
<ul>
<li>Eine     Gruppe hat eine sehr aggressive Erkrankung, die mit den derzeit erhältlichen     Therapien nicht effektiv behandelt werden kann, egal wie klein der Tumor     bei Entdeckung ist. Diese Frauen werden schließlich an Brustkrebs sterben,     unabhängig davon, welche Behandlung man ihnen gegeben hat, es sei denn,     sie sterben vorher an etwas anderem.</li>
</ul>
<ul>
<li>Eine     weitere Gruppe Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird, hat entweder     eine nicht-aggressive Erkrankung oder sie stellt sich als eine solche Form     von DCIS (Ductales Carcinoma in situ)<strong> <a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#4">[4.]</a></strong> heraus,     die nie lebensbedrohlich wird.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die           dritte Gruppe hat eine Form von Brustkrebs, die auf die derzeit erhältlichen           Behandlungen anspricht. Brustkrebs früher zu finden erhöht           die Wahrscheinlichkeit, dass die Behandlung für die Frauen in           dieser Gruppe wirkt. Wir wissen nicht, wie viele Frauen historisch           gesehen jeder dieser drei Gruppen hätten zugeordnet werden müssen.           Und, während diese Unterteilung und die derzeit erhältlichen           Therapien bedeuten, dass &#8220;Früherkennung&#8221; nur für           Frauen in der dritten Gruppe eine Rolle spielt, <em>können wir           zum Zeitpunkt der Diagnose nicht feststellen, welchen Typ Tumor die           Frau hat</em>. Im Ergebnis werden viele Frauen, die mit Brustkrebs           diagnostiziert werden, falsch behandelt oder überbehandelt.</li>
</ul>
<p>Wir müssen die drei Screening-Methoden, die in den Vereinigten Staaten   derzeit für die Entdeckung von Brustkrebs benutzt oder empfohlen werden:   Mammographie, Selbstuntersuchung der Brust (SUB) und die Klinische Brustuntersuchung,   in diesem Zusammenhang betrachten. Die Thermographie &#8211; die Nutzung von Wärmesensoren   zur Entdeckung von Veränderungen der Brust &#8211; ist als Brustkrebs-Screening-Technologie   nicht gründlich ausgewertet worden und wird in diesem Land <strong><a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#5">[5.]</a></strong> daher   als Screening-Methode nicht allgemein anerkannt.</p>
<p>Für die Mammographie werden niedrig dosierte Röntgenstrahlen eingesetzt,   um die Brust zu untersuchen. (Röntgenstrahlen sind ionisierende Strahlung,   ein bekanntes Karzinogen, das eine kumulative Wirkung im Körper hat. Je   mehr Strahlung man während der gesamten Lebenszeit ausgesetzt ist, desto   größer wird das Risiko eines Strahlen induzierten Krebses. Dieses   Risiko ist am höchsten in Gewebe, in dem sich die Zellen schnell teilen,   wie dem Brustgewebe junger Frauen.)</p>
<p>Selbstuntersuchungen der Brust erfordern, dass Frauen ihre eigenen Hände   und Sichtuntersuchungen benutzen, um regelmäßig nach Veränderungen   in ihren Brüsten zu suchen.</p>
<p>Klinische Brustuntersuchungen sind auch eine manuelle Untersuchung, durchgeführt   von medizinisch ausgebildeten SpezialistInnen, die die Brüste der Frau   in regelmäßigen Abständen auf tastbare Masse untersuchen. Jährliche   klinische Brustuntersuchungen durch ausgebildete SpezialistInnen und Selbstuntersuchungen  der   Brust <strong><a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#6">[6.]</a></strong> sind wesentliche Aspekte des Brustkrebs-Screenings   und sollten mit der ersten gynäkologischen Untersuchung einer Frau bzw.   nicht später als mit 20 Jahren beginnen. Während es eine Kontroverse   darüber gibt, ob die SUB Leben rettet, gibt es klare Beweise, dass Frauen,   die monatliche SUBs durchführen, viele Brustveränderungen entdecken.   BCA ermutigt Frauen, ihre eigenen Körper zu kennen und einen medizinischen   Leistungsanbieter aufzusuchen, wenn sie irgendwelche Veränderungen in   ihren Brüsten finden. Weil die Mammographie die einzige medizinisch akzeptierte   Technologie für ein Brustkrebs-Screening ist, und weil die Bundesregierung <strong><a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#7">[7.]</a></strong> und   viele Krebs-Wohltätigkeitsorganisationen deren Nutzung für das Brustkrebs-Screening   fördern, wird sie weithin genutzt. Aber Brustkrebs wird mit Mammographie,   SUB und klinischen Brustuntersuchungen nicht immer gefunden, und die Untersuchungen   sind nicht immer zuverlässig. Mammographie, SUB und klinische Brustuntersuchungen   finden Brustkrebs nicht immer &#8211; und bewirken &#8220;falsch-negative&#8221; Ergebnisse   (wenn eine Methode zur Diagnostik versagt, einen vorhandenen Brustkrebs zu   finden). In der täglichen Praxis können Mammographien mehr als ein   Viertel aller Tumore übersehen. <strong><a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#8">[8.]</a></strong></p>
<p>Alle Screening-Methoden resultieren auch in &#8220;falsch-positiven&#8221; Befunden,   was zu unnötigen Biopsien mit erhöhtem Stress und Angst wie auch   physischen Vernarbungen führt. Ein Drittel der Frauen, die ein Jahrzehnt   lang gescreent werden, werden wenigstens ein falsch-positives Mammographie-Ergebnis   erleben.<strong> <a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#9">[9.]</a></strong></p>
<p>Die Ressourcen sollten darauf konzentriert werden, Leistungserbringer im Gesundheitswesen   in wirksamen klinischen Brustuntersuchungstechniken zu trainieren, bessere   Behandlungen für solche Brustkrebserkrankungen zu entwickeln, die wir   derzeit nicht effektiv behandeln können, sowie Techniken zu entwickeln,   mit denen diejenigen Frauen, denen mit Therapien geholfen werden kann, von   denen unterschieden werden können, die entweder keine Therapie benötigen   oder die derzeit nicht effektiv therapierbar sind.</p>
<p>Breast Cancer Action ist eine nationale Basisorganisation, deren Anliegen es   ist, die Veränderungen anzuregen und zu erzwingen, die nötig sind,   die Brustkrebs-Epidemie zu beenden. Wir sind uns darüber im Klaren, dass   fundamentale soziale Veränderungen nötig sind, unsere Anliegen zu   erfüllen, und wir engagieren uns dafür, Menschen zu mobilisieren,   um für diese Veränderungen zu arbeiten. Es ist ein BCA-Leitsatz,   keine Gelder von jedweden Firmen anzunehmen, die in irgendeiner Weise von Krebs   profitieren, einschließlich pharmazeutischen und anderen Firmen der Gesundheitsfürsorge.</p>
<p>Überarbeitete Leitlinie: Angenommen im Oktober 2006<strong> <a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-breast-cancer-action-position/#10">[10.]</a></strong></p>
<p><strong><a href="../../03info/screening.htm">Zurück             zur Themenübersicht zum Mammographie-Screening</a></strong></p>
<p><strong>Fußnoten: </strong></p>
<p>1.<a id="1" name="1"></a> Originaltext im Internet unter: <a href="http://www.bcaction.org/Pages/LearnAboutUs/BreastCancerScreening.html" target="_blank">www.bcaction.org/Pages/LearnAboutUs/BreastCancerScreening.html</a></p>
<p>2. <strong><a id="2" name="2"></a></strong>Slogan im Original: &#8220;Early   detection is your best protection&#8221;</p>
<p>3.<strong><a id="3" name="3"></a></strong> American Cancer Society, Cancer   Facts &amp; Figures 2006. Five-Year Survival Rate by Stage at Diagnosis, 1995-2001</p>
<p>4.<strong> </strong> <strong><a id="4" name="4"></a></strong>Anm.: DCIS,   Ductales Carcinoma in situ, wird als mögliche Vorstufe von Brustkrebs   bewertet. Eine pathologische Untersuchung mittels Biopsie kann Aufschluss über   die individuelle Risikosituation geben. Eine kleine Info zum DCIS findet sich   bei Wikipedia unter: <img src="../../images/wikipedia.jpg" alt="" width="11" height="11" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DCIS" target="_blank"> http://de.wikipedia.org/wiki/DCIS</a>,   eine umfassende neutrale Information für Frauen steht im deutschen Sprachraum   zur Zeit (Stand: März 2007) nicht zur Verfügung.</p>
<p>5. <strong><a id="5" name="5"></a></strong>Anm. d. Übers.: gemeint sind   die USA, jedoch entspricht dieses auch hiesiger Lehrmeinung.</p>
<p>6. <strong><a id="6" name="6"></a></strong>Anm. d. Übers.: Zur Selbstuntersuchung   der Brust nimmt die National Breast Cancer Coalition allerdings einen anderen   Standpunkt ein. Lesen Sie hierzu auch: <a href="../../03info/sub.htm">Stellungnahme zur   Selbstuntersuchung der Brust</a> (Aktualisierte Version, April 2006, bei uns   in einer Übersetzung ins Deutsche).</p>
<p>7. <strong><a id="7" name="7"></a></strong>Anm. d. Übers.: der USA; in   Deutschland wurde im Jahr 2002 ein nationales Programm zur Brustkrebs-Früherkennung   auf der Basis der sog. Europäischen Leitlinien zur Qualitätssicherung   im Mammographie-Screening fraktionsübergreifend <a href="http://dip.bundestag.de/btd/14/091/1409122.pdf" target="_blank">im   Deutschen Bundestag beschlossen</a>.</p>
<p>8. <strong><a id="8" name="8"></a></strong>Yankaskas B et al., &#8220;Association   of recall rates with sensitivity and positive predictive values of screening   mammography&#8221;, American Journal of Roentgen Ray Society, 2001 Sep; 177[3]:   543-9</p>
<p>9. <strong><a id="9" name="9"></a></strong>J.G. Elmore, et al., &#8220;Ten Year   Risk of False Positive Screening Mammograms and Clinical Breast Examinations&#8221;,   The New England Journal of Medicine 3338(16), April 1998, pp. 1089-1096.</p>
<p>10. <strong><a id="10" name="10"></a></strong>Anm. d. Übers.: betrifft   BCA in den USA</p>
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<div><strong> </strong><a href="../../03info/screening.htm">Zurück             zur Themenübersicht zum Mammographie-Screening</a></div>
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