Die mit ihren gravierenden Maßnahmen manchmal als wenig heilsam empfundene Schulmedizin bei Krebs wird auf der einen Seite auch kritisch gesehen und löst auf der anderen Seite mit ihrem ökonomischen Hintergrund auch Abneigung aus. Aber auch und sogenannte “alternative” oder auch “komplementäre” – also zusätzlich eingesetzte – Methoden (abgekürzt CAM) sind ein Geschäft bzw. ein großer Markt. Die unterschiedlichen teilweise sehr teuren Angebote sind kaum zu überschauen. Es gibt leider viele unseriöse Anbieter, die gefährliche, manchmal sogar lebensgefährliche Methoden anbieten.
Informationen zur grundsätzlichen Orientierung bietet der Krebsinformationsdienst (KID) an unter: http://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/broschueren/alternativmedizin.php
Im gerade vom KID aktualisierten Informationsblatt “Alternative Krebsmedizin” (pdf, Stand: 15.12.2009) heißt es: “Ist eine Krebserkrankung weit fortgeschritten, ist es gerechtfertigt, auch experimentelle Methoden in Betracht zu ziehen.” Es werden Hinweise zur Einschätzung gegeben und viele Fragen gelistet, die hilfreich bei der Einschätzung von einzelnen Angeboten sein können.
Der KID berät auch zu Fragen bei alternativen Therapien unter der Rufnummer 0800 – 420 30 40.
Auch das Tumorzentrum Freiburg hat eine Broschüre, in der einzelne Therapien direkt angesprochen, herausgegeben, die unter dem Titel Komplementäre Verfahren (pdf, Stand 12/2007 ) erschienen ist.
Ältere Informationen zu komplementären Fragen finden sich auch hier:
Das Tumorzentrum München hat früher Informationen zu einzelen Maßnahmen bereitgestellt, die im Archiv der Library of Congress noch nachgelesen werden können:
- Alternative Behandlungsmethoden – Krebsdiät
- Alternative Behandlungsmethoden (Gesamtbeurteilung)
Eine Art “Quackwatch”, ein Platz also, wo differenziert gerade auch ungeprüfte, unbewiesene oder gefährliche Methoden kritisch in deutscher Sprache auf den Prüfstand gestellt werden, gibt es bisher nicht.
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