<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>infoblog! &#187; nachdenken!!!</title>
	<atom:link href="http://www.bcaction.de/infoblog/category/politik-und-ethik/nachdenken/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bcaction.de/infoblog</link>
	<description>relevante berichte zum thema brustkrebs</description>
	<lastBuildDate>Wed, 01 Feb 2012 22:46:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3</generator>
		<item>
		<title>Krebs auslösende Silikonimplantate &#8211; Die BAGP-Stellungnahme zum unverantwortlichem Umgang mit Patientinnen</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/kostenfragen-zu-silikonimplantaten-die-bagp-stellungnahme-zum-unverantwortlichem-umgang-mit-patientinnen/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/kostenfragen-zu-silikonimplantaten-die-bagp-stellungnahme-zum-unverantwortlichem-umgang-mit-patientinnen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 21:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[chirurgie]]></category>
		<category><![CDATA[frauen | gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[krankenkassen]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[Silikonimplantate]]></category>
		<category><![CDATA[Brustrekonstruktion]]></category>
		<category><![CDATA[Brustvergrößerung]]></category>
		<category><![CDATA[Medizingeschädigte]]></category>
		<category><![CDATA[selbstschutz | selbsthilfe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/infoblog/?p=4925</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFAm 25.01.2011 hat die BAGP (BundesArbeitsGemeinschaft der Patient/inn/enstellen) mit Sitz in München eine Erklärung zu Krebs erregenden Brustimplantaten herausgeben, in der es wieder um Schuld und Kosten geht. Was der Skandal zeigt: PatientInnen können sich nicht auf sichere Medizin-Produkte verlassen Die BAGP steht auf dem Standpunkt, dass Patientinnen sich immer darauf verlassen müssen können, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/kostenfragen-zu-silikonimplantaten-die-bagp-stellungnahme-zum-unverantwortlichem-umgang-mit-patientinnen/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>Am 25.01.2011 hat die BAGP (BundesArbeitsGemeinschaft der Patient/inn/enstellen) mit Sitz in München eine Erklärung zu Krebs erregenden Brustimplantaten herausgeben, in der es wieder um Schuld und Kosten geht.</p>
<div id="attachment_4938" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://www.gesundheits.de/bagp/BAGP-Dokumente/BAGP-Stellungnahme-Silikonskandal-250112.pdf"><img class="size-full wp-image-4938" title="BAGP-Pressemeldung: Krebserregende Brustimplantate: Wer trägt Schuld und Kosten" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2012/02/BAGP_Silikon.jpg" alt="BAGP-Pressemeldung: Krebserregende Brustimplantate: Wer trägt Schuld und Kosten" width="480" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">BAGP-Pressemeldung: Krebserregende Brustimplantate: Wer trägt Schuld und Kosten</p></div>
<h3>Was der Skandal zeigt: PatientInnen können sich nicht auf sichere Medizin-Produkte verlassen</h3>
<p>Die BAGP steht auf dem Standpunkt, dass Patientinnen sich immer darauf verlassen müssen können, dass medizinische Eingriffe und Produkte keine Gesundheitsgefährdung darstellen und sieht diese durch die Tauglichkeit mangelhafter Prüfungen durch ein privates Prüfunternehmen mit dem CE Qualitätssiegel gefährdet. Die Diskussion um den Sinn und Unsinn diverser Zertifikate gibt es für viele Produkte. BAGP bemängelt unter anderem, dass die Risikokommunikation im Fall der Brustimplantate so schleppend statt findet und keine europäischen Regelungen im Umgang mit riskanten Produkten vorhanden seien.</p>
<h3>Systemversagen &#8211; Was wussten Prüfbehörden und ÄrztInnen?</h3>
<p>Auch die Prüfbehörden in Deutschland seien nicht das richtige Instrument zur Gewährleistung<br />
der Patientensicherheit. Da nun unzählige Frauen schwerste Schäden erlitten haben, kann man diese Feststellung nur untersstreichen. In den USA sei die Firma PIP bereits 2000 von jeder Zulassung ausgeschlossen worden, wegen offensichtlichen Qualitätsmängeln und Unseriösität. Deutschen Institutionen wie TüV oder BfArM liegen solche Informationen anscheinend nicht vor, denn eine aktive Risikokommunikation fand bisher nicht statt. Auch die Frage, was unter den medizinischen ExpertInnen zur Qualität der Produkte hätte bekannt sein müssen, schließt sich an dieser Stelle übrigens an.</p>
<h3>Medizinprodukteprüfung neu regeln, Risikokommunikation, Implantatregister</h3>
<p>BAGP schlägt für die unabhängige und neutrale Produktinformation das Institut für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen (IQWiG) deswegen vor.</p>
<p>Die BAGP fordert ferner aus Gründen der Patientensicherheit eine Neuregelung der Medizinprodukteprüfung und mehr Risikokommunikation. Darüberhinaus sollen es endlich bundesweite Register für Medizinprodukte geben, die auch langfristige Auswertungen ermöglichen.</p>
<h3>Die Interessengeleitete Aufklärung in der Schönheitschirurgie</h3>
<p>Ein weiteres Problem der Schönheitschirurgie, so BAGP weiter,  sei die interessengeleitete Aufklärung vor den überwiegend medizinisch nicht notwendigen Eingriffen. Approbierten Ärzten obläge eine erhöhte Sorgfaltspflicht.<br />
Dennoch erführen die Patientinnen oft nicht, dass über 15% der Eingriffe schief gingen oder das Brustimplantate alle zehn Jahre ausgewechselt werden müssten und damit auch weitere Kosten für die Patientinnen entstehen. An dieser Stelle zur Ergänzung auch der Hinweis, dass über die häufig auftretenden medizinischen Probleme beim &#8220;Austausch&#8221; nicht adäquat informiert wird, sei es nun Verlust von vorhandenem Eigengewebe, der Zustand der Brust nach Explantation und häufig lebenslanges Leid durch Narbenbildungen und Verwachsungen.</p>
<h3>Frauen müssen allein um ihre Rechte kämpfen</h3>
<p>Die vom Silikonskandal betroffenen Frauen müssten um ihre Rechte kämpfen ohne dass sie eine Schuld für das Inverkehrbringen der Mängelware träfe, stellt BAGP fest. Jedes Kaufhaus nimmt Produkte mit Qualitätsbedenken zurück, nur in der Medizin gibt es keine derartigen Regelungen!</p>
<p>Die BAGP fordert seit Jahren einen gemeinsamen Fonds von Ministerien, Ärzteverbänden, Versicherungen u. a., der für Gesundheitsschäden aufkommt, auch wenn kein Behandlungsfehler vorliegt oder nachgewiesen werden kann. Einmal mehr zeige sich, wie aktuell dieser wünschenswerte Fonds wäre, doch auch im Referentenentwurf zum Patientenrechtegesetz sei derartiges nicht verankert!</p>
<p>BAGP stellt fest:</p>
<blockquote><p>Wir finden es unverantwortlich wie mit Patienten und Patientinnen in Deutschland umgegangen wird.</p></blockquote>
<p>Das können wir nur unterstreichen.</p>
<p><strong>Weiterlesen</strong></p>
<p><a href="http://www.gesundheits.de/bagp/BAGP-Dokumente/BAGP-Stellungnahme-Silikonskandal-250112.pdf" target="_blank">Vollständige Pressemeldung</a> der Bundesarbeitsgemeinschaft der Patient/inn/enstellen (BAGP)</p>
<p><a href="http://www.gesundheits.de/bagp/bagp_prima.html" target="_blank">Webseite der BAGP</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/kostenfragen-zu-silikonimplantaten-die-bagp-stellungnahme-zum-unverantwortlichem-umgang-mit-patientinnen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kritische neue Strahlentherapien &#8211; Brachytherapie und Intraoperative Strahlentherapie bei Brustkrebs</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/strahlentherapie-brachytherapie-iort-brustkrebs/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/strahlentherapie-brachytherapie-iort-brustkrebs/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 11:34:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brachytherapie]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[IORT]]></category>
		<category><![CDATA[klinische studien]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[patientInneninformation]]></category>
		<category><![CDATA[Strahlentherapie]]></category>
		<category><![CDATA[therapie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/infoblog/?p=4821</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFBrustkrebs und die weibliche Brust in der Medizin ist weiterhin ein Feld für Experimente. Nicht alle durchgeführten Therapiemaßnahmen entsprechen dem wissenschaftlich besten Standard, einzelne Therapieverfahren sind experimentell. Können Patientinnen die Entscheidungen über ihre Therapien nicht einfach vertrauensvoll in die Hände ihrer ÄrztInnen legen? Wir meinen: Patientinnen sollten wissen, ob sie entsprechend eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/strahlentherapie-brachytherapie-iort-brustkrebs/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>Brustkrebs und die weibliche Brust in der Medizin ist weiterhin ein Feld für Experimente. Nicht alle durchgeführten Therapiemaßnahmen entsprechen dem wissenschaftlich besten Standard, einzelne Therapieverfahren sind experimentell. Können Patientinnen die Entscheidungen über ihre Therapien nicht einfach vertrauensvoll in die Hände ihrer ÄrztInnen legen? Wir meinen: Patientinnen sollten wissen, ob sie entsprechend eines Standards oder im Rahmen eines medizinischen Experiments behandelt werden. Doch die Grenzen sind heute verschwommen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4943" title="Brachytherapie - c Rebecca Ortega" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/12/Brachy00022.jpg" alt="Brachytherapie  - c Rebecca Ortega" width="480" height="323" /></p>
<p>Auf dem internationalen &#8220;Gipfel&#8221; der Brustkrebsforschung, dem San Antonio Breast Cancer Symposium 2011, das alljährlich Anfang Dezember in San Antonio stattfindet, sind auch einige Daten zur Brachytherapie bei Brustkrebs vorgelegt worden, die Anlass zur Besorgnis geben sollten. Die Therapie wird auch als &#8220;interstitielle Brachytherapie&#8221; bezeichnet.</p>
<p>Die rückschauende Auswertung von Medicare-Daten (Medicare ist Teil der öffentlich-staatlichen Gesundheitsversorgung für ältere Menschen in den USA) brachte zutage, dass die Ergebnisse des &#8220;innovativen&#8221; Verfahrens nicht wirklich gut sind. Auch hier geht es um eine &#8220;Teilbrustbestrahlung&#8221;, die in den USA erstmals 2002 durchgeführt wurde.</p>
<h3>Die Ergebnisse</h3>
<ul>
<li>Die Anzahl der späteren Lokalrezidive im Vergleich zur &#8220;Standardstrahlentherapie&#8221; liegt doppelt so hoch.</li>
<li>Die Infektionshäufigkeit ist um 6% erhöht.</li>
<li>Vermehrte Strahlenspätschäden wie Fettnekrosen (mehr als verdoppelt von 4 auf 9%) und Brustschmerzen (Anstieg von 12 auf 15%).</li>
<li>4% Mastektomie-Rate vor dem Hintergrund eines Lokalrezidivs in den ersten 5 Jahren nach Brachytherapie. Die Mastektomierate wegen Lokalrezidiv nach Standardtherapie liegt nach dieser Untersuchung bei 2,2%. [1] Eine erhöhte Rate an Lokalrezidiven dürfte auch die Überlebenschancen der betroffenen Frauen schmälern.</li>
</ul>
<p>Allein der Blick auf die Abbildungen des Flyers des Klinikums Erlangen zur &#8220;Mammakarzinom Brachytherapie&#8221; lässt die dort versprochene &#8220;schonende und wirksame Behandlung&#8221; kaum erkennen.[2]</p>
<p>In der Therapie von Brustkrebs werden nach wie vor Verfahren an betroffenen Frauen durchgeführt, bei denen Patientinnen nicht mitgeteilt wird, dass die Verfahren experimentell sind. Es wird den betroffenen Frauen in der Regel nicht erklärt, dass es ein etabliertes Standardverfahren gibt, für das vergleichsweise gesicherte Daten vorliegen. Es wird nicht übermittelt, dass das experimentelle Verfahren möglicherweise schlechter wirksam ist als das Standardtherapieverfahren.</p>
<p>Es zeigt sich jetzt das ungünstige Ergebnis für die betroffenen Frauen am konkreten Beispiel der Brachytherapie, bei der &#8220;niemals ein direkter Vergleich mit der konventionellen Strahlentherapie  durchgeführt worden sei&#8221;.[3] Nach einem Artikel in den Nachrichten des Deutschen Ärzteblatts <strong>werden die günstigen Erfahrungen, die von deutschen Zentren berichtet würden, in Zweifel gezogen</strong>.  Uns liegen mehrere Berichte von jungen Patientinnen vor, die nach einer Brachytherapie als Strahlentherapie heute nicht mehr am Leben sind. Das Therapieverfahren wurde diesen Patientinnen als hoch innovatives High-Tech-Verfahren, natürlich ohne den Hinweis, dass es ihre Behandlungserfolge möglicherweise verschlechtern könnte, angeboten.<br />
Das Deutsche Ärzteblatt[4] betont, dass die Einführung neuer Therapien ohne aussagefähige randomisierte klinische Studie ein Wagnis sei. Dies gilt auch für medikamentöse Therapien, die aber zumindest ohne Studienergebnisse heute nicht mehr zugelassen werden, wobei es auch im medikamentösen Bereich Verbesserungspotentiale gibt und auch Medikamentenstudien in einem nationalen Register in Deutschland weder durch ÄrztInnen, noch durch Patientinnen nachvollziehbar sind.</p>
<h3>Zu viel Werbung</h3>
<p>Das Deutsche Ärzteblatt[5] verweist außerdem darauf, dass es mehrere Anbieter gäbe, die das Verfahren bewerben. Wir wissen nicht, ob es sich hier um Werbung in Deutschland oder den USA handelt.</p>
<h3>Vorsicht &#8211; Intraoperative Radiotherapie (IORT)</h3>
<p>Auffällig ist aber, dass in den vergangenen Jahren ein weiteres Verfahren massiv von Brustzentren in Deutschland beworben wird. Hierbei handelt es sich um das Therapieverfahren der intraoperativen Strahlentherapie, auch IntraOperative RadioTherapie (IORT). Brustzentren bewerben die Methode mit Versprechungen der Hersteller, obwohl keine Ergebnisse aus randomisierten Studien vorgelegt werden.</p>
<p>Wir warnen Patientinnen deswegen nachdrücklich &#8211; und auch dann, wenn es kompliziert ist -, sich auch bei nicht medikamentösen Behandlungsverfahren sachkundig zu machen hinsichtlich der empfohlenen Standardtherapieverfahren (z.B. Blick in die entsprechenden <a href="http://www.bcaction.de/lernen/nationale-europaeische-und-internationale-leitlinien-zu-brustkrebs/" target="_blank">Leitlinien</a>, ggf. gemeinsam mit der ÄrztIn des Vertrauens).</p>
<h3>Vorsicht &#8220;Selbsthilfe&#8221;</h3>
<p>Wir warnen Patientinnen außerdem, nicht auf industriell gesponserte Patientinneninitiaven zu vertrauen, die seit Jahren jedes neue &#8220;innovative&#8221; Verfahren, das nicht zuletzt vor dem Hintergrund marktwirtschaftlicher Interessen auf den Markt gebracht wird, unkritisch durch Vorträge von ÄrztInnen promoten lassen.</p>
<h3>An unsere Behandlungseinrichtungen und Brustzentren</h3>
<p>Wir rufen alle Brustzentren und Behandlungseinrichtungen auf, Werbung für medizinische Maßnahmen intensiv zu überdenken. Im Feld Brustkrebs wird generell zu viel geworben, auch dann, wenn die angebotenen Maßnahmen nicht durch verlässliche wissenschaftliche Daten abgesichert sind.</p>
<h3>Weitere Quellen</h3>
<p><a href="http://bcaction.org/2011/12/07/breast-cancer-action-says-iom-report-misses-important-opportunities-to-turn-the-tide-on-the-epidemic/" target="_blank">Pressemeldung</a> von Breast Cancer Action zur IORT: Keine großen Vorteile &#8230; wir berichten gesondert &#8230;</p>
<p><a href="http://www.aacr.org/home/public--media/aacr-in-the-news.aspx?d=2603">Brachytherapy Was Associated With Twofold Increased Risk for Mastectomy, Complications</a>, Pressemitteilung American Association for Cancer Research v. 06.12.2011</p>
<p><a href="http://www.mdanderson.org/newsroom/news-releases/2011/apbi-brachytherapy-associated-with-higher-rate-of-later-mastectomy-increased-toxicities-and-post-operative-complications-compared-to-traditional-radiation-therapy-in-women-with-early-breast-cancer.html">APBI Brachytherapy Associated with Higher Rate of Later Mastectomy, Increased Toxicities, and Post-Operative Complications, Compared to Traditional Radiation Therapy in Women with Early Breast Cancer</a>, Pressemitteilung des MDAnderson Cancer Centers v. 06.12.11</p>
<p><em>Bildnachweis: Rebecca Ortega &#8211; Brachytherapie, 2012, Copyright Rebecca Ortega</em></p>
<p>[1]Alle Zahlenangaben entsprechend: Deutsches Ärzteblatt, Nachrichen v. 07.12.2011, <a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48344/Brustkrebs--Bedenken-gegen-Brachytherapie.htm">Brustkrebs – Bedenken gegen Brachytherapie</a><br />
[2] <a href="http://www.uk-erlangen.de/e1768/e1771/e2093/e2096/inhalt15543/Mammakarzinom.pdf" target="_blank">http://www.uk-erlangen.de/e1768/e1771/e2093/e2096/inhalt15543/Mammakarzinom.pdf</a> [Abruf 07.12.2011, Link s. auch Deutsches Ärzteblatt]<br />
[3] Zitat Deutsches Ärzteblatt, Nachrichen v. 07.12.2011, <a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48344/Brustkrebs--Bedenken-gegen-Brachytherapie.htm" target="_blank">Brustkrebs – Bedenken gegen Brachytherapie</a> (rme)<br />
[4] a.a.O.<br />
[5] a.a.O.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/strahlentherapie-brachytherapie-iort-brustkrebs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>39 Millionen Mammographien jährlich oder Was macht eigentlich Susan Love (Teil 9)</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/39-millionen-mammographien-jaehrlich-sulove9/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/39-millionen-mammographien-jaehrlich-sulove9/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 18:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[frauen | gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[zahlen & daten]]></category>
		<category><![CDATA[Mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[Susan Love]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/infoblog/?p=4800</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDF Bildnachweis / Zitat: Screenshot NYT Well Blog Im „Well“-Blog der New York Times (NYT) vom 24. Oktober 2011 erschien ein kleiner Beitrag von Tara Parker-Pope, in dem sie auch Susan Love zur Wertigkeit der Mammographie zu Wort kommen lässt.[1] Parker-Pope geht Fragen nach den Grenzen der Wirksamkeit der Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/39-millionen-mammographien-jaehrlich-sulove9/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div>
<dl id="attachment_4770">
<dt><a href="http://well.blogs.nytimes.com/2011/10/24/mammograms-role-as-savior-is-tested/"><img title="Well Blog NYT " src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/10/Zwischenablage01.jpg" alt="Well Blog NYT" width="479" height="307" /></a></dt>
<dd>Bildnachweis / Zitat: Screenshot NYT Well Blog</dd>
</dl>
</div>
<p>Im „Well“-Blog der New York Times (NYT) vom 24. Oktober 2011 erschien ein kleiner Beitrag von Tara Parker-Pope, in dem sie auch Susan Love zur Wertigkeit der Mammographie zu Wort kommen lässt.[1] Parker-Pope geht Fragen nach den Grenzen der Wirksamkeit der Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung nach und berichtet, in einer Zeit, in der medizinische ExpertInnen die Leitlinien für Prostatakrebs und Gebärmutterhalskrebs überdenken, sei es wichtig, auch die Mammographie kritisch zu überprüfen. Während die meisten Menschen meinten, dass die Mammographie einen Platz in der Gesundheitsversorgung von Frauen habe, würden viele Ärzte inzwischen die Position vertreten, dass die weit verbreiteten Kampagnen mit „Rosa Schleife“ die Mammographie mit einem Zauber versähen, der ihr nicht zukomme. Susan Love stellt darin fest: Einige Patientinnen – richtiger wäre hier wohl, Frauen zu sagen, denn die meisten Frauen, die eine Mammographie machen lassen, sind noch keine Patientinnen – seien so eingeschworen auf die jährlichen Screenings, dass sie beginnen würden, zu glauben, dass die regelmäßige Mammographie Brustkrebs verhindere, ja sie hätten sogar ein schlechtes Gewissen, wenn sie mal eine Mammographie übersprängen.</p>
<h3>Mammographie ist keine „Prävention“</h3>
<p>Man könne von einer Mammographie nicht erwarten, was sie nicht leisten kann. Screening sei keine Prävention (Vermeidung).[2] Fairerweise sollte man an dieser Stelle auch erwähnen, dass die Definition, die die Mammographie der „Sekundärpävention“ zurechnet, von Gesundheitsbehörden, Gesundheitspolitik und einzelnen WissenschaftlerInnen etabliert worden ist.</p>
<h3>„Realitätscheck“ – Was ist wirklich?</h3>
<p>Eine neue Analyse, die gerade in den <em><a href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/full/archinternmed.2011.476">Archives of Internal Medicine</a></em>[3] erschienen ist, bietet die Möglichkeit für einen Realitätscheck. Anders als in den unzähligen Bekundungen von Frauen selbst, nämlich dass die Mammographie ihr Leben gerettet habe, werde bei den meisten Frauen, deren Brustkrebs im Rahmen einer Screening-Mammographie gefunden würde, durch diese Untersuchung ihr Leben nicht wirklich gerettet.[4]</p>
<h3>Zahlen</h3>
<p>Zwar helfe die Mammographie tatsächlich einigen Frauen, doch die Anzahl sei wesentlich geringer, als die meisten Menschen glaubten. Unter den 60 Prozent derjenigen Frauen, deren Brustkrebs mittels Screening entdeckt würde, hätten lediglich 3 bis 13 Prozent einen Vorteil durch die Mammographie. Von den jährlich 230.000 Frauen, die in den USA die Diagnose Brustkrebs erhielten, wären dies lediglich 4.000 bis 18.000 Frauen &#8211; bei 39 Millionen Mammographien, denen Frauen sich in den USA alljährlich unterzögen. Es sei wichtig, zur Kenntnis zu nehmen, dass von den 138.000 Frauen, deren Brustkrebs in den USA jährlich im Screening gefunden würde, 120.000 bis 134.000 keinen Vorteil hätten.</p>
<p>Vergleich für Deutschland: Im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms haben derzeit über 10 Millionen Frauen zwischen 50 und 70 einen Anspruch auf eine Mammographie im Abstand von zwei Jahren. Wie groß der Anteil der Frauen ist, die sich in Deutschland weiter außerhalb des Screening-Programms, also grau „screenen“ lassen (z.B. privat versicherte Frauen oder Frauen,die nicht zwischen 50 und 70 sind etc.), wissen wir nicht.</p>
<p>Häufige Interpretation sei, dass Krebs, der durch Früherkennungstests erkannt werde, zum Überleben führe. Doch das entspräche schlicht nicht der Wahrheit. Tatsächlich seien die Überlebenden größeren Gefahren durch die Überdiagnose ausgesetzt, als dass die Tests helfen würden.[5] Frauen würden ihr Überleben fälschlicherweise auf die Früherkennung zurückführen. Die meisten Frauen, deren Krebs gefunden würde, überlebten die Krankheit sowieso.[6]</p>
<h3>Und die Kostenfrage …</h3>
<p>Und die Kostenfrage wird erneut gestellt: Ob denn die Hunderte von Millionen für „Bewusstseins-Kampagnen“ und 5 Milliarden US-Dollar für Mammographien nicht besser eingesetzt werden könnten? Diese Kostenfrage hatte u.a. der größte Zusammenschluss von Frauenorganisationen in den USA, die sich mit dem Thema Brustkrebs befassen, die <a href="http://www.bcaction.de/wiki/nbcc/" target="_blank">National Breast Cancer Coalition (NBCC)</a>, in ihren Positionspapieren zum Mammographie-Sceening bereits vor über 10 Jahren gestellt. Auch dass Mammographie keine Vermeidung von Brustkrebs leistet, hat sich nicht geändert.</p>
<p>Susan Love hält abschließend fest: 15 bis 20% der Brustkrebserkrankungen verliefen nach wie vor tödlich, die gefährlichen Krebserkrankungen mit Brustkrebs blieben gefährlich. In den USA betrifft dies 40.000 Frauen pro Jahr, bei uns sind es rd. 17.000. Daran muss sich etwas ändern, ebenso wie an den Schuldzuweisungen, bei denen immer die Frau die „Schuldige“ ist.</p>
<p style="text-align: right;"><em>[Text: Beate Schmidt / Gudrun Kemper]</em></p>
<h3>Originalartikel</h3>
<p><a href="http://well.blogs.nytimes.com/2011/10/24/mammograms-role-as-savior-is-tested/">Mammogram’s role as savior is tested</a> von Tara Parker-Pope</p>
<p><em> Bildnachweis: Ausschnitt Screenshot NYT Well Blog &#8211; BCAG </em></p>
<div>
<div>
<h3>Bibliographie</h3>
<p>[1] Parker-Pope, T.: The Limits of Breast Cancer Screening, Mammogram’s Role as Savior Is Tested, Oct. 24, 2011, 4:01 PM</p>
</div>
<div>
<p>[2] hier zitiert nach Dr. Laura Esserman, Leiterin des Brustzentrums der Universität Kalifornien, San Francisco</p>
</div>
<div>
<p>[3] H. Gilbert Welch, MD, MPH; Brittney A. Frankel: <a href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/full/archinternmed.2011.476">Likelihood That a Woman With Screen-Detected Breast Cancer Has Had Her &#8220;Life Saved&#8221; by That Screening</a>, Arch Intern Med., Published online October 24, 2011., doi:10.1001/archinternmed.2011.476</p>
</div>
<div>
<p>[4] H. Gilbert Welch, Brittney A. Frankel</p>
</div>
<div>
<p>[5] Welch, H.G., NYT Blog</p>
</div>
<div>
<p>[6] Colin Begg, Epidemiologe und Statistiker am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York, zitiert nach NYT Blog</p>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/39-millionen-mammographien-jaehrlich-sulove9/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gemeinsame Erklärung zum &#8220;Brustkrebsmonat&#8221;</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/gemeinsame-erklaerung-zum-brustkrebsmonat-2/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/gemeinsame-erklaerung-zum-brustkrebsmonat-2/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 20:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[frauen | gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[neue wege]]></category>
		<category><![CDATA[politik | ethik]]></category>
		<category><![CDATA[selbstschutz | selbsthilfe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/infoblog/?p=4739</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFArbeitskreis Frauengesundheit in Psychotherapie und Gesellschaft e.V. Breast Cancer Action Germany Feministisches Frauengesundheitszentrum Berlin (FFGZ) Netzwerk Frauengesundheit Berlin Treffpunkt Krebs – Selbsthilfe für jüngere Frauen Terre des Femmes Deutschland Women in Europe for a Common Future e.V. Berlin, 17.10.2011 Brustkrebs ist keine Geschäftsidee: Frauengesundheitsorganisationen fordern Stopp des Missbrauchs Die fortschreitende Kommerzialisierung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/gemeinsame-erklaerung-zum-brustkrebsmonat-2/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p style="text-align: right;">Arbeitskreis Frauengesundheit in Psychotherapie und Gesellschaft e.V.<br />
Breast Cancer Action Germany<br />
Feministisches Frauengesundheitszentrum Berlin (FFGZ)<br />
Netzwerk Frauengesundheit Berlin<br />
Treffpunkt Krebs – Selbsthilfe für jüngere Frauen<br />
Terre des Femmes Deutschland<br />
Women in Europe for a Common Future e.V.</p>
<p>Berlin, 17.10.2011</p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/10/Zwischenablage02.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-4730" title="Aktionspartnerinnen der Erklärung zum Brustkrebsmonat" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/10/Zwischenablage02.jpg" alt="" width="136" height="847" /></a><strong>Brustkrebs ist keine Geschäftsidee: Frauengesundheitsorganisationen fordern Stopp des Missbrauchs</strong></p>
<p>Die fortschreitende Kommerzialisierung und ökonomische Ausbeutung des Themas Brustkrebs ist eine Fehlentwicklung, der eine Reihe von Frauenorganisationen jetzt entschieden entgegen treten.</p>
<p>Diagnostik und Therapie von Brustkrebs sind eng mit ökonomischen Interessen verknüpft. Eine begleitende kritische Bewertung ist grundsätzlich ratsam.</p>
<p>Besonders empörend ist der aktuelle Trend im Oktober: Globale Konzerne und Firmen überbieten sich gegenseitig mit PR-Kampagnen und sammeln Spendengelder auch in Deutschland ein. Der Aufmerksamkeitsfaktor des Themas Brustkrebs steigert Verkaufzahlen und wird zur Marketingmaßnahme für Geschäfte und Profite umgemünzt. Einnahmen und Verwendung der Spenden sind selten transparent. Beispielhaft zeigen zwei aktuelle Kampagnen, wie die Krankheit zum Geschäftsmodell umfunktioniert wird.</p>
<p>Am 18. Oktober wird Pink Ribbon Deutschland auf dem Potsdamer Platz „die größte pinkfarbene Schleife in Deutschland“ binden. Bei genauerem Hinsehen bieten die Macher auch jede Menge Werbung, Halbwissen aus PR-Kanälen, das Sammeln von Spenden sowie die Suche nach neuen Anzeigenpartnern. Als Frauengesundheitsorganisationen lehnen wir das mit solchen Aktionen verknüpfte konsumorientierte Frauenbild, das Frauen öffentlich sexualisiert und infantilisiert, ab.</p>
<p>Im Schlepptau des „pink“ angestrahlten Brandenburger Tors durch den Kosmetikkonzern Estée Lauder am 11. Oktober wird die Aufmerksamkeit auf hochpreisige Kosmetika gelenkt. Die verständliche Deklaration von Inhaltsstoffen oder der Verzicht auf krebserregende Chemikalien in Kosmetika stehen dagegen nicht auf der Agenda. Lichtaktionen, bei denen öffentliche Gebäude rosa angestrahlt werden, nennt die Medizinsoziologin Samantha King schlicht Stromverschwendung.</p>
<p>Wir sehen mehr Schaden als Gewinn für Frauen durch derartige Aktionen. Die Entwicklung, vorgeblich Wohltätigkeit auf Kosten kranker Menschen an geschäftliche Interessen zu koppeln, sehen wir mit Sorge.</p>
<p>Die Deutsche Krebshilfe, für die am 18.10. Spenden gesammelt werden sollen und die eine Vorbildfunktion einnehmen muss, rufen wir auf, ihre Kooperationen kritisch zu überprüfen.</p>
<p><strong>Was für Frauen grundsätzlich wichtig ist: 6 Punkte für den Umgang mit dem Thema Brustkrebs in Deutschland</strong></p>
<ol>
<li>Öffentlich geförderte und transparente Forschung zu Ursachen der Krebsentstehung, Diagnostik und Therapie. Langfristige Nachbeobachtung von Forschungsergebnissen weit über vermarktungsrelevante Eckpunkte und fünf Jahre hinaus.</li>
<li>Priorisierung der Vermeidung von Brustkrebs und anderen Krebserkrankungen. Schwerpunkt muss endlich der Abbau von Umweltbelastungen und Umweltgefährdungen sein. Keine Kooperationen und keine Annahme von Spenden von Unternehmen und Institutionen, die für die Erzeugung und Verbreitung von Karzinogenen verantwortlich sind.</li>
<li>Bereitstellung evidenzbasierter Informationsangebote unter Beachtung höchster professioneller und ethischer Standards und unter Berücksichtigung von Kapazität und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen. Informationsmaterialien zu den Themen Vermeidung, Screening, Diagnostik und Behandlung auf einer rationalen anstelle einer rein emotionalen Ebene.</li>
<li>Transparente, zeitnahe und für Frauen verständliche Bewertung der Ergebnisse aus dem weltweit größten organisierten Mammographie-Screening-Programm in Deutschland. Frauen haben großes Interesse und Anspruch auf die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Programm, um ihre Entscheidungen für oder gegen eine Teilnahme treffen zu können.</li>
<li>Berücksichtigung von Brustkrebs als einem großen sozialen Problem für erkrankte Frauen und ihre Familien sowie angemessene wirtschaftliche Absicherung von an Krebs erkrankten Frauen.</li>
<li>Transparente Offenlegung und Veröffentlichung der Interessenlage von Organisationen, die sich mit Brustkrebs und anderen gesundheitsbezogenen Themen befassen und/oder Spenden sammeln.</li>
</ol>
<h3>Download</h3>
<p><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/10/gemeinsameerklaerung.pdf" target="_blank">Gemeinsame Erklärung zum &#8220;Brustkrebsmonat&#8221;</a></p>
<h3>Weitere Informationen und Kontaktpartnerinnen unter:</h3>
<p><a href="http://www.frauengesundheit-berlin.de/" target="_blank">www.frauengesundheit-berlin.de<br />
</a><a href="http://www.akf-info.de/" target="_blank">www.akf-info.de</a><br />
<a href="http://www.ffgz.de" target="_blank">www.ffgz.de</a><br />
<a href="http://www.bcaction.de/" target="_blank">www.bcaction.de</a><br />
<a href="http://www.treffpunktkrebs.de" target="_blank">www.treffpunktkrebs.de</a><br />
<a href="http://www.wecf.eu/" target="_blank">www.wecf.eu</a><br />
<a href="http://frauenrechte.de/" target="_blank">http://frauenrechte.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/gemeinsame-erklaerung-zum-brustkrebsmonat-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kommentar: Brustkrebs vorbeugen? Ja, aber richtig!</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/kommentar-brustkrebs-vorbeugen-ja-aber-richtig/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/kommentar-brustkrebs-vorbeugen-ja-aber-richtig/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 17:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[antihormontherapien]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[patente & profite]]></category>
		<category><![CDATA[politik | ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Aromatasehemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[frauen | gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medikalisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/wordpress/?p=4556</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDF von Beate Schmidt Kernkraftwerke sind für alle Menschen gefährlich, sie können töten. Nun wurde beschlossen, sie abzuschalten, die ältesten und potentiell gefährlichsten zuerst. Gut so. Glücklicherweise ist bisher niemand auf die Idee gekommen, gesunden Menschen täglich und auf unbestimmte Zeit Jodtabletten zu empfehlen, um einem Atomunfall vorzubeugen. Brustkrebs ist ebenfalls gefährlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/kommentar-brustkrebs-vorbeugen-ja-aber-richtig/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><img class="alignleft size-full wp-image-4558" title="Hendrikje Stoffels am Fenster, Ausschnitt, von Rembrandt Harmenszoon van Rijn, 1656/57 (gemeinfrei, Schutzfrist abgelaufen)" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/07/Hendrikje-Stoffels1.jpg" alt="Hendrikje-Stoffels" width="490" height="255" /></p>
<p><em>von Beate Schmidt </em></p>
<p>Kernkraftwerke sind für alle Menschen gefährlich, sie können töten. Nun wurde beschlossen, sie abzuschalten, die ältesten und potentiell gefährlichsten zuerst. Gut so. Glücklicherweise ist bisher niemand auf die Idee gekommen, gesunden Menschen täglich und auf unbestimmte Zeit Jodtabletten zu empfehlen, um einem Atomunfall vorzubeugen.</p>
<p>Brustkrebs ist ebenfalls gefährlich, auch er kann töten. Einige Ursachen, z. B. Umweltgifte oder zu viele Hormone in der Umwelt und in Medikamenten, sind bekannt. Bisher ist allerdings kaum jemand auf die Idee gekommen, wenigstens bekannte Ursachen konsequent abzuschalten. Stattdessen gibt es jetzt eine neue Pille zur Brustkrebsprophylaxe, für &#8220;potentiell gefährdete&#8221; Frauen – zum Beispiel weil sie über 60 sind.</p>
<p>Würden Medien – von der Boulevard- über die Regenbogenpresse bis hin zu Nachrichtenmagazinen wie <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/neue_hoffnungstraeger_fuer_die_praevention_von_brustkrebs_1.11095088.html">&gt;&gt;&gt; NZZ online</a> – in der letzten Zeit nicht so euphorisch berichten, ich würde derartige Prophylaxepläne für einen schlechten Scherz halten. Während die Idee als solche traumhaft erscheinen mag, geht sie in Realität jedoch zu Lasten der Frauen, denn die Nebenwirkungen dieser Medikamente sind schwerwiegend. Wir haben in der Vergangenheit wiederholt über die Wirkstoffe, um die es hier geht, berichtet (<a href="http://www.bcaction.de/infoblog/tag/aromatasehemmer/">&gt;&gt;&gt; siehe Stichwort Aromatasehemmer</a> bzw. speziell <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/bca-berichtet-nebenwirkungen-bei-aromatasehemmern/">&gt;&gt;&gt; BCA berichtet: Nebenwirkungen bei Aromatasehemmern</a>).</p>
<p>BCA (Breast Cancer Action) ist weltweit eine der wenigen nicht von der Pharmaindustrie finanzierten Frauenorganisationen zu Brustkrebs. In einer Umfrage, an der sich knapp 1.200 Frauen mit Brustkrebs beteiligten, befasste sich BCA im Jahre 2008 mit den Nebenwirkungen von Aromatasehemmern. Einige der insgesamt 38 in der Umfrage genannten Nebenwirkungen sind: Hitzewallungen (66,8%), Knochenschmerzen (63,9%), Müdigkeit (61,2%), Muskelschmerzen (58,5%), Schlafstörungen (53,4%) und Gewichtszunahme (48,7%), Depressionen (31,6%), Osteoporose (20,6%), Bluthochdruck (15,4%) sowie Thrombose, Herzinfarkt und Schlaganfall (zusammen 0,9%).</p>
<p>Im Waschzettel zu Aromasin / Exemestan sind gelistet: &#8220;Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Personen): Schlaflosigkeit, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, verstärktes Schwitzen, Schmerzen der Gelenke und Skelettmuskulatur einschließlich entzündliche Knochen- und Gelenkerkrankungen, Rückenschmerzen, Gelenkentzündungen (Arthritis) und Gelenksteifigkeit, Müdigkeit. Häufig (1 bis 10 von 100 Personen): Appetitlosigkeit, Depressionen, Benommenheit, Karpaltunnelsyndrom, Bauchschmerzen, Erbrechen, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Durchfall, Hautausschlag, Haarausfall, Osteoporose … führt in einigen Fällen zu Frakturen, Schmerzen, geschwollene Hände und Füße. Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000 Personen): Schläfrigkeit, Muskelschwäche.&#8221; Zudem werden Hepatitis, Veränderung der Leber- und Blutwerte (Lymphozyten und Blutplättchen) genannt.</p>
<p>Im krankheitsbedingten – also eher unfreiwilligen – Selbstversuch haben sich bei mir viele der genannten Nebenwirkungen eingestellt. Mein gefühltes Lebensalter schoss ca. 30 Jahre nach oben und Familie und Freunde hatten Mühe, die &#8220;alte&#8221; Beate in mir wiederzuerkennen. Es erscheint mir daher unvorstellbar, derart schwere Nebenwirkungen zu akzeptieren, ohne dass eine Brustkrebserkrankung vorliegt. Wir wissen, dass viele an Brustkrebs erkrankte Frauen die Therapie mit Aromatasehemmern wegen der Nebenwirkungen abbrechen mussten, woraufhin die <a href="http://www.versicherung-2.de/dak-und-pfizer-starten-gemeinsames-projekt-zu-aromatase-hemmern/">&gt;&gt;&gt; Industrie, z.T. zusammen mit Krankenkassen</a><a href="#_edn1">[i]</a>, inzwischen sogar Maßnahmen zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Compliance_%28Medizin%29">&gt;&gt;&gt; &#8220;Therapietreue&#8221;</a> auf den Weg brachte.</p>
<p>Neue patentierte Brustkrebsmedikamente gehören häufig zu den Blockbustern im Pharmageschäft. Hohe Erkrankungsraten weltweit machen die Medikamente zum Bestseller. Zuerst werden Frauen mit Metastasen behandelt. Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium folgen bei Fuße. Und schließlich geht es um das &#8220;therapierbare Risiko&#8221; bei jeder Frau. So auch bei Aromatasehemmern, die ausschließlich Frauen nach den Wechseljahren verabreicht werden dürfen. Wurden sie 2004 noch als <strong>die</strong> neue Wunderwaffe gegen Rückfälle von Brustkrebs gepriesen, wurde nun die Indikation auf &#8220;Vorbeugung&#8221; erweitert. Auch dieses Modell ist nicht neu, nur war es bisher eben leider wenig erfolgreich (s. auch <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/keine-unterstutzung-fur-praventionsstudie-stellar-study-to-evaluate-letrozole-and-raloxifene/">&gt;&gt;&gt; Keine Unterstützung für Präventionsstudie STELLAR</a>).</p>
<p>Dass die &#8220;Pille&#8221; die Brustkrebsraten steigen lässt, ist ein alter Hut. Die Tablette, die Frauen bei einer quasi erfundenen &#8220;Hormonmangelkrankheit&#8221; verordnet wurde, hatten wir auch schon. Die Hormonersatztherapie hat die Brustkrebsraten ansteigen lassen, und ihr <strong><span style="text-decoration: underline;">Absetzen</span></strong> wurde zu dem wahrscheinlich bisher größten Erfolg im &#8220;Kampf gegen den Brustkrebs&#8221;. Diverse andere Tabletten zur Vermeidung von Brustkrebs haben nach Datenlage klinischer Studien bereits versagt.</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;"> </span></p>
<p>Träume über einen neuen Superblockbuster leuchten jetzt wieder am Horizont. Doch Frauen haben dazugelernt. Misserfolge wie die Hormonersatztherapie waren eine harte Schule. In der Folge stieg das Brustkrebsrisiko. Nun also wieder ein medikamentöser Eingriff in den Hormonhaushalt von Frauen, ohne Langzeiterfahrungen und mit ungewissem Ausgang.</p>
<p>Mit dieser neuen &#8220;Tablette zur Brustkrebsvermeidung&#8221; wird m.E. wieder einmal das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt. Diese riskante Vogel-Strauß-Politik betrachtet Ursachenforschung ganz offensichtlich als unnötig, die Abschaltung der Ursachen wird erneut hinten angestellt. Man muss die Kuh halt melken, solange sie noch senkrecht steht. Kurz nachgerechnet: 100 Tabletten kosten derzeit ca. 660 €, Summa summarum rund 2.400 € pro Frau und Jahr bzw. 200 € im Monat.</p>
<p>Abgesehen von der Vermeidung individueller Risiken wie z.B. Rauchen kann Brustkrebsprävention nur darin bestehen, alle Frauen und Mädchen endlich besser zu schützen. Das kann jedoch nicht durch Pillen geschehen, sondern erfordert eine lebensfreundliche Umwelt, die uns schützt und nicht krank macht. Die Propagierung von Aromatasehemmern zur &#8220;Prävention von Brustkrebs&#8221; ist dagegen in meinen Augen in höchstem Maße unethisch.</p>
<p>All jenen, die weiterhin produkt- und profitorientiert ganz unverdrossen am weiblichen Hormonsystem herumexperimentieren, muss man es wohl wieder und wieder sagen: Frauen sind weder Goldesel noch Versuchsobjekte. Hört endlich auf, aus der (glücklicherweise!) vielfach unbegründeten Angst vor einer möglichen Brustkrebserkrankung Profit zu schlagen.</p>
<hr size="1" />
<p align="left"><a href="#_ednref1">[i]</a> Im konkreten Beispiel hat der Hersteller Pfizer mit der gesetzlichen Krankenkasse DAK eine Telefonaktion zur Förderung der Medikamenteneinnahme des Pfizer-Produkts gestartet. Auch andere Hersteller von Aromatasehemmern haben &#8220;Compliance-Projekte&#8221; entwickelt, um ihre Produkte in den Vordergrund zu stellen. Dieses spezielle Vorgehen, das man kaum abgekoppelt vom Produktmarketing sehen kann &#8211; also die Koppelung von Medikamentenhersteller, der Druck für eine Medikamenteneinnahme aufbaut, und Krankenkasse, die zur Einnahme motivieren will -, hinterlässt ein ungutes Gefühl und sollte hinsichtlich der Zulässigkeit von neutraler Seite durchaus noch einmal hinterfragt werden.</p>
<p align="left">
<h3>Weiterlesen</h3>
<p align="left">
<p align="left">bei uns im infoblog!: <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/vorsorge-nuetzlich-oder-schadlich/">&#8220;Vorsorge&#8221; &#8211; nützlich oder schädlich?</a></p>
<p align="left">
<p>Artikel aus &#8220;Gute Pillen &#8211; Schlechte Pillen&#8221;, Ausgabe 4/2011: <a href="http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/archiv/jahrgang-2011/nr.-4-juliaugust-2011/geschaefte-mit-brustkrebs.php">Geschäfte mit Brustkrebs: Sollen gesunde Frauen Krebsmedikamente nehmen?</a></p>
<p align="left">Abbildung: Hendrikje Stoffels am Fenster, Ausschnitt, von Rembrandt Harmenszoon van Rijn, 1656/57 (gemeinfrei, Schutzfrist abgelaufen)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/kommentar-brustkrebs-vorbeugen-ja-aber-richtig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Sachverständigen-Expertise von Breast Cancer Action zur FDA-Zulassung von Avastin zur Behandlung von metastasiertem Brustkrebs</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/expertise-avastin/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/expertise-avastin/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 14:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[avastin - bevacizumab]]></category>
		<category><![CDATA[medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[Avastin / Bevacizumab]]></category>
		<category><![CDATA[BCA]]></category>
		<category><![CDATA[NBCC]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/wordpress/?p=4545</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFUm das Medikament Avastin und die Zulassung gibt es zur Zeit eine Debatte, die auch für europäische Länder wichtig ist. Es folgt ein kleiner Bericht zur Sachverständigen-Expertise von Breast Cancer Action. Vernal Branch, eine der früheren Vorstandsmitglieder von Breast Cancer Action, die jetzt dem &#62;&#62;&#62; Beirat angehört, hat am 28.06.2011 anlässlich der FDA-Anhörung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/expertise-avastin/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><span style="color: #60748a;">Um das Medikament Avastin und die Zulassung gibt es zur Zeit eine Debatte, die auch für europäische Länder wichtig ist. Es folgt ein kleiner Bericht zur Sachverständigen-Expertise von Breast Cancer Action. Vernal Branch, eine der früheren Vorstandsmitglieder von Breast Cancer Action, die jetzt dem <a href="http://bcaction.org/2006/10/21/bca-announces-its-national-advisory-council/">&gt;&gt;&gt; Beirat</a> angehört, hat am 28.06.2011 anlässlich der FDA-Anhörung zur Zulassung von Bevacizumab (Avastin) zur Therapie von Brustkrebs als Sachverständige die Breast Cancer Action Position übermittelt (s. <a href="http://bcaction.org/2011/06/28/testimony-for-fda-hearing-on-proposal-to-withdraw-approval-for-the-breast-cancer-indication-for-bevacizumab-avastin/"><strong>&gt;&gt;&gt; Testimony for FDA Hearing on Proposal to Withdraw Approval for the Breast Cancer Indication for Bevacizumab (Avastin)</strong></a>). Branch ist seit 1995 selbst von Brustkrebs betroffen und hat über 15 Jahre Erfahrung in der Interessenvertretung bei Brustkrebs</span>.</p>
<p>Breast Cancer Action transportiert unabhängig die Stimme von Frauen, die von Brustkrebs betroffen sind, und setzt sich dafür ein, dass notwendige Änderungen im Umgang mit Ursachen, mit der Entstehung der Krankheit und in der Gesellschaft angegangen werden. Breast Cancer Action ist als Organisation besonders vertrauenswürdig, da sie auf Einnahmen aus Mitteln pharmazeutischer Hersteller bzw. von solchen Unternehmen, die für die Entstehung von Krebs durch unverantwortliche Geschäftspraktiken beitragen, &#8211; anders als viele andere &#8211; konsequent verzichtet.</p>
<p>Branch schreibt, die Diagnose „metastasierender Brustkrebs“ sei sehr schmerzhaft, doch gebraucht würden wirksamere und weniger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toxisch">&gt;&gt;&gt; toxisch</a>e &#8211; mit anderen Worten also weniger &#8220;aggressive&#8221; &#8211; Therapien. Wie viele andere, die sich für Frauen mit Brustkrebs einsetzen, hätte man sich gefreut, wenn die präsentierten Daten zu Avastin gezeigt hätten, dass das Medikament wirksamer als andere bereits auf dem Markt befindliche sei. Leider habe es bei Avastin jedoch anfänglich einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medienhype">&gt;&gt;&gt; Hype</a> gegeben, dem die bestehende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evidenzbasierte_Medizin">&gt;&gt;&gt; Evidenz</a> aus randomisierten, kontrollieren klinischen Studien, die der Hersteller Genentech durchgeführt hatte, nicht standhielte. Die Avastin-Studien (Avandon, Ribbon 1, Ribbon 2) hätten keine Hinweise auf eine Verlängerung der Gesamtüberlebenszeiten erbracht. Zwar habe sich eine „gewisse Verbesserung“ des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Progressionsfreies_%C3%9Cberleben">&gt;&gt;&gt; progressionsfreien Überlebens</a> gezeigt, doch Breast Cancer Action stehe auf dem Standpunkt, dass dies nicht ausreiche, um eine FDA-Zulassung für die Behandlung von metastasierendem Brustkrebs zu rechtfertigen. Weitere Studien hätten überdies selbst diese Verbesserung nicht gezeigt. Dr. Richard Pazdur (Leiter des FDA-Büros für Krebsmedikamente) habe bereits im Juli 2009 darauf hingewiesen, dass das Genehmigungsverfahren für neue Medikamente nicht allein ein Screening-Verfahren zur Beobachtung von Aktivitäten auf dem Azrneimittelmarkt sei. Vielmehr wolle man eine statistisch zuverlässige Bewertung eines Medikaments, die &#8211; für eine Zulassung &#8211; eine günstige Relation zwischen Nutzen- und Risikobewertung aufweisen müsse.</p>
<p>Nach den Vorstellungen von Breast Cancer Action sollte ein Medikament nur dann die Zulassung erhalten, wenn</p>
<ul>
<li>sich das Gesamtüberleben verbessere oder</li>
<li>die Lebensqualität verbessere oder</li>
<li>ein Medikament etwa [bei gleicher Wirksamkeit] kostengünstiger sei.</li>
</ul>
<p>Avastin erfülle jedoch keines dieser Kriterien. Probleme gab es auch bezüglich des Studiendesigns. So berichtet Branch weiter, dass das Gesamtüberleben kein Endpunkt in den Studien war, so dass dazu keine Daten erhoben wurden. Nur mit Daten zum Gesamtüberleben könne man jedoch objektive Daten zur Bewertung eines Medikaments erhalten. Lebensqualität dagegen sei ein sehr subjektiver Parameter. Allerdings könnten einige der möglichen Nebenwirkungen, die mit der Gabe von Avastin (verabreicht entweder als Mono- oder in einer Kombinationstherapie) verbunden seien, die Lebensqualität auch stark mindern. Noch verheerender für die Lebensqualität seien einige außerordentlich gefährliche Nebenwirkungen, die auch tödlich verlaufen könnten, wie Perforationen im Magen-Darm-Trakt, innere Blutungen oder gravierende Herz-/Kreislauferkrankungen.</p>
<p>Nach Vernal Branchs Verständnis haben Frauen mit metastasierendem Brustkrebs wirksamere, weniger toxische Therapien, eben schlicht etwas Besseres verdient. In einer zusätzlichen Studie könnte Avastin mit Paclitaxel im Vergleich zu Paclitaxel allein nochmals untersucht werden, speziell bei Patientinnen, bei denen der Biomarker VEGF-A nachgewiesen worden sei, da sie von der Behandlung möglicherweise profitierten. Einer solchen Studie würde man sich nicht widersetzen. Aber ohne weitere Untersuchungsergebnisse glaube man bei Breast Cancer Action nicht, dass Avastin zum gegenwärtigen Zeitpunkt für die Behandlung von metastasierendem Brustkrebs zugelassen werden sollte.</p>
<p>Die FDA müsse sich jedoch bei einer Zulassung auf die aktuell verfügbaren Daten stützen. Die aktuellen Daten zeigten, dass die Vorteile die ernsthaften Risiken <strong><span style="text-decoration: underline;">nicht</span></strong> aufwögen. Die Zulassung für ein Medikament könne nicht einfach beibehalten werden, um zu sehen, ob es sich innerhalb einer Wartezeit bewähre. Die FDA müsse verlangen, dass pharmazeutische Unternehmen Patienten mehr als Hoffnung verkauften. Deswegen empfehle BCAction der FDA, den Kurs zu halten und den Beschluss zur beschleunigten Zulassung von Avastin zu widerrufen, ggf. bis es neue Erkenntnisse gäbe, die eine Verbesserung des Gesamtüberlebens zeigten.</p>
<p>Unverständlich für uns in Europa bleibt dagegen die aus unserer Sicht nicht nachvollziehbare <a href="http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/news_and_events/news/2010/12/news_detail_001166.jsp&amp;murl=menus/news_and_events/news_and_events.jsp&amp;mid=WC0b01ac058004d5c1&amp;jsenabled=true" target="_blank">Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA,</a> Avastin zumindest teilweise weiterhin zu erlauben, ohne dass die Forschungen zur Kombination mit Paclitaxel bereits vorliegen.</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Stichwort <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/category/medikamente/avastin/" target="_blank">Avastin / Bevacizumab</a></p>
<p>Originaltext: <a href="http://bcaction.org/2011/06/28/testimony-for-fda-hearing-on-proposal-to-withdraw-approval-for-the-breast-cancer-indication-for-bevacizumab-avastin/" target="_blank">Testimony for FDA Hearing on Proposal to Withdraw Approval for the Breast Cancer Indication for Bevacizumab (Avastin)</a></p>
<p>Die NBCC (National Breast Cancer Coalition, größter Zusammenschluss von Brustkrebsorganisationen in den USA) beglückwünscht die FDA zu ihrer Entscheidung der Rücknahme der Zulassung von Avastin: <a href="http://www.breastcancerdeadline2020.org/what-we-do/policy/testimony/food-and-drug-administration.html" target="_blank">NBCC Testimony</a>, Aussage von Christine Brunswick bei der FDA am 28.06.2011</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/expertise-avastin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Macht der Werbung: Eine Fallstudie zu Interessenkonflikten zeigt, wie wir gefährdet werden</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/forschung-aromatasehemmer/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/forschung-aromatasehemmer/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 20:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[klinische studien]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[patente & profite]]></category>
		<category><![CDATA[warnhinweise für medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[AI/Tam]]></category>
		<category><![CDATA[Aromatasehemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Interessenkonflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Therapiesicherheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/wordpress/?p=4505</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFWir leben in einer Welt der Werbung, in der wir beständig Signalen ausgesetzt werden, die nur ein Ziel haben: uns entsprechend ökonomischer Interessen zu steuern. Geht es dabei um ungefährliche Produkte des täglichen Konsums, kann man vielleicht Wege finden, damit zu leben. In der Medizin wäre aber sehr viel mehr Widerstand notwendig, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/forschung-aromatasehemmer/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><span style="color: #60748a;">Wir leben in einer Welt der Werbung, in der wir beständig Signalen ausgesetzt werden, die nur ein Ziel haben: uns entsprechend ökonomischer Interessen zu steuern. Geht es dabei um ungefährliche Produkte des täglichen Konsums, kann man vielleicht Wege finden, damit zu leben. In der Medizin wäre aber sehr viel mehr Widerstand notwendig, um gesundheitsgefährdende versteckte Werbung abzustellen. Am Beispiel Aromatasehemmer für die Behandlung von Brustkrebs lässt sich zeigen, wie Wissenschaft und wissenschaftliche Fachzeitschriften zu Werbemedien werden. </span></p>
<p><a href="http://bcaction.org/2011/06/16/spinning-science-a-case-study-in-conflict-of-interest/">Spinning Science: A Case Study in Conflict of Interest</a> ist ein Artikel der Psychologin Dr. med. Marilyn T. Zivian, einer emeritieren Hochschullehrerin der York University in Toronto, Kanada. Sie ist eine der Vorstandsfrauen bei Breast Cancer Action. In ihrem Artikel untersucht sie Veröffentlichungen zu Aromatasehemmern minutiös &#8211; nicht zuletzt auf der Suche nach mehr Sicherheit für eigene Therapieentscheidungen. Zivian kommt zu dem Ergebnis, dass es in den Veröffentlichungen nicht immer mit rechten Dingen zugeht. So wurden beispielsweise gesponserte Inhalte nicht als solche gekennzeichnet und Erfolge beim Einsatz von Aromatasehemmern übertrieben positiv dargestellt, obwohl die Daten es nicht hergaben.</p>
<h3>Versteckte Werbung</h3>
<p>Ausgerechnet die Betrachtung der Forschungsliteratur zu Aromatasehemmern ließ in Marilyn T. Zivian die Erkenntnis wachsen, dass Fachzeitschriften seit rund 20 Jahren Artikel veröffentlichen, die tatsächlich nicht objektive Forschungsergebnisse widergeben, sondern vielmehr eine Maskerade, und die tatsächlich eher Werbung für die Produkte pharmazeutischer Hersteller seien. Zivian beklagt dabei auch die Unfähigkeit und/oder Unwilligkeit von Verlegern und Herausgebern von Fachzeitschriften, eine ordnungsgemäße Begutachtung der eingereichten Manuskripte zu gewährleisteten. Interessenkonflikte seien nicht ordnungsgemäß angegeben worden. Auch von<span style="color: #0000ff;"> <span style="color: #000000;">Pharmafirmen gesponsertes Ghostwriting </span><span style="color: #000000;">sei ein Thema. Solange</span> <span style="color: #000000;">dies</span> </span>nicht verboten sei, würden weder ÄrztInnen noch PatientInnen in der Lage sein, fundierte gesundheitsbezogene Entscheidungen zu treffen. Ferner sei die Qualität der medizinischen Versorgung nicht so gut wie sie sein sollte.</p>
<h3>Folgen für ÄrztInnen &#8230;</h3>
<p>Praktizierende ÄrztInnen haben, so stellt Zivian im Fazit fest, im Gegensatz zu ForscherInnen weder die Mittel noch die Zeit, die Ergebnisse wissenschaftlicher Experimente zu nachzuvollziehen und die Daten erneut zu analysieren. Sie müssten sich auf die Ergebnisse verlassen, die zur medizinischen Forschung in der wissenschaftlichen Literatur in Zeitschriften und Kongressberichten veröffentlicht werden. Sind diese jedoch von Interessenkonflikten beeinträchtigt und die publizierten Daten stimmen nicht, so werden Ärztinnen und Ärzte ohne ihr Verschulden darin behindert, ihren PatientInnen die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen, so Zivian.</p>
<h3>&#8230; und die PatientInnen</h3>
<p>Marilyn Zivian kommt zu dem Schluss, dass es letztlich PatientInnen sind, die den Preis für Pharmafirmen zahlen, für die als wissenschaftliche Publikationen getarnten Artikel, für Mehrfachpublikationen, für Überbewertungen und die Erfindungen, die darin verbreitet werden. Sie zahlen mit ihrem Geld, ihrer Gesundheit und mit ihrem Leben. Interessenkonflikte können die Glaubwürdigkeit von Zeitschriften, Autoren und der Wissenschaft selbst untergraben – all dies passiert gerade im Zusammenhang mit Brustkrebs, erklärt am Beispiel Aromatasehmmer – und am Ende sind es die PatientInnen, die unter den Folgen leiden.</p>
<h3>Originalbeitrag</h3>
<p><a href="http://bcaction.org/2011/06/16/spinning-science-a-case-study-in-conflict-of-interest/">Spinning Science: A Case Study in Conflict of Interest</a> von Dr. med. Marilyn T. Zivian (Stand: März 2010, der Originalartikel ist wesentlich umfangreicher und zur Lektüre empfohlen!)</p>
<h2>Weiterlesen</h2>
<p>infoblog!: <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/pharmasponsoring-studie/">Auch für uns ein Thema: Pharmasponsoring bei klinischen Studien</a></p>
<p>Aus Zivians Literaturhinweisen: Singer, N.: <a href="http://www.nytimes.com/2009/08/05/health/research/05ghost.html">Medical Papers by Ghostwriters Pushed Therapy</a>, The New York Times, 4. August 2009</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/forschung-aromatasehemmer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>NEIN zur „Brustkrebsvorbeugung“ mit Aromasin (Exemestan): Die Breast Cancer Action-Position</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/nein-zu-brustkrebsvorbeugung-aromasin-exemestan/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/nein-zu-brustkrebsvorbeugung-aromasin-exemestan/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 19:28:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[antihormontherapien]]></category>
		<category><![CDATA[arzneimittelmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[arzneimittelwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[arzneimittelzulassung]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[frauen | gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[klinische studien]]></category>
		<category><![CDATA[medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[patente & profite]]></category>
		<category><![CDATA[warnhinweise für medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Aromatasehemmer]]></category>
		<category><![CDATA[BCA]]></category>
		<category><![CDATA[Chemoprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/wordpress/?p=4486</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDF Auf dem weltgrößten amerikanischen Krebskongress ASCO wurden gerade neue Daten für ein Medikament vorgestellt, das viele Frauen mit Brustkrebs bereits kennen. Es ist der Aromatasehemmer Exemestan (Handelsname Aromasin), der zunächst bei metastasiertem Brustkrebs und seit 2005 teilweise auch in der „adjuvanten“ Therapie von Brustkrebs ohne Metastasen angewendet wird. Krebskongresse weltweit haben sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/nein-zu-brustkrebsvorbeugung-aromasin-exemestan/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><span style="color: #60748a;"><a href="http://bcaction.org/2011/06/07/bcaction%E2%80%99s-position-on-exemestane-study-presented-at-asco-2011/"><img class="alignleft size-full wp-image-4493" title="Breast Cancer Action Position zu Aromasin - Exemestan in der Prävention" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/06/Clipboard0111.jpg" alt="Breast Cancer Action Position zu Aromasin - Exemestan in der Prävention" width="490" height="150" /></a></span></p>
<p>Auf dem weltgrößten amerikanischen Krebskongress ASCO wurden gerade neue Daten für ein Medikament vorgestellt, das viele Frauen mit Brustkrebs bereits kennen. Es ist der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aromatase#Aromatasehemmer">Aromatasehemmer</a> Exemestan (Handelsname Aromasin), der zunächst bei metastasiertem Brustkrebs und seit 2005 teilweise auch in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adjuvante_Therapie">„adjuvant</a>en“ Therapie von Brustkrebs ohne Metastasen angewendet wird. Krebskongresse weltweit haben sich in den vergangenen Jahren zur großen Produktschau entwickelt und werden überwiegend von Pharmamultis finanziert. „Aromatasehemmer Exemestan beugt Brustkrebs vor“[i], so oder ähnlich lauten seitdem die Schlagzeilen in Presseberichterstattungen. Aber nicht überall wird genau hingeschaut, was die neuen Daten tatsächlich bedeuten. Auch beim „Vorgängermedikament“ <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tamoxifen">Tamoxifen</a> wurde phasenweise die „prophylaktische“ Einnahme propagiert, bevor hinreichende Daten vorlagen. Einige Jahre später konnte der wenig erfreuliche Umstand belegt werden: Der zu erwartende Schaden, den Frauen durch eine „prophylaktische“ Einnahme davongetragen hatten, war größer als der Nutzen.</p>
<p>In den USA ist bei Gesundheitsbehörden mittlerweile z.T. ein kritischeres Bewusstsein in Bezug auf medikamentöse Prävention mit Krebsmedikamenten vorhanden. Das Nationale Krebsinstitut der USA (<a href="http://www.cancer.gov/">&gt;&gt;&gt; National Cancer Institute</a>) wird beispielsweise die „P-4 Chemopräventionsstudie STELLAR“ nicht mehr unterstützen (s. <a title="Permanent link to Keine Unterstützung für “Präventionsstudie STELLAR” (Study to Evaluate Letrozole and Raloxifene)" href="http://www.bcaction.de/infoblog/keine-unterstutzung-fur-praventionsstudie-stellar-study-to-evaluate-letrozole-and-raloxifene/">&gt;&gt;&gt; Keine Unterstützung für „Präventionsstudie STELLAR“ (Study to Evaluate Letrozole and Raloxifene)</a>. Breast Cancer Action (San Francisco, BCA) hat am 07.06.2011 ein Positionspapier veröffentlicht, das die Relevanz der Forschungsergebnisse zu Aromasin / Exemestan einordnet. Wir stellen es hier vor.</p>
<h3>Die Breast Cancer Action-Position zur Aromasin-Studie (zur ASCO-Präsentation 2011)</h3>
<p>Am 4. Juni 2011 wurde auf der Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (American Society of Clinical Oncology, ASCO) über die Einnahme des Wirkstoffs Exemestan (Handelsname des Medikaments Aromasin) zur Reduktion des Risikos für invasiven Brustkrebs bei gesunden Frauen nach der Menopause berichtet. Die Autoren schlussfolgern für die dreijährige Nachbeobachtungszeit, dass Exemestan das Risiko für Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen verringert. Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Müdigkeit, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit und Gelenkschmerzen waren bei Frauen, die das Medikament eingenommen hatten, häufiger als in der Kontrollgruppe. Doch soll – so die Eigenbeobachtung der Studienteilnehmerinnen – die „Lebensqualität“ nicht beeinflusst gewesen sein. Die Studie wurde von einer kanadischen Studiengruppe (Canada’s NCIC Clinical Trials Group) durchgeführt und teilweise vom Pharmariesen Pfizer, der das Medikament herstellt, finanziert. [Anm.: Breast Cancer Action sieht die Strategie der Krankheitsvermeidung durch Medikamente generell kritisch (s. dazu <a href="http://bcaction.org/policy-on-pills-for-prevention/">&gt;&gt;&gt; Pills for Prevention</a>, eine deutschsprachige Übersetzung haben wir von diesem Papier bisher leider noch nicht). Breast Cancer Action hat sich in einer eigenen Online-Befragung intensiv mit den Nebenwirkungen, die Frauen durch die Einnahme von Aromatasehemmmern erfahren, befasst, s. Berichterstattung bei uns: <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/bca-berichtet-nebenwirkungen-bei-aromatasehemmern/">&gt;&gt;&gt; BCA berichtet: Nebenwirkungen bei Aromatasehemmern</a>.]</p>
<h3>Eine tragfähige Definition von „Hochrisiko“ ist notwendig</h3>
<p>Wenn man sich mit der prophylaktischen Behandlung zur Vermeidung von Brustkrebs bei gesunden Frauen befasst, muss man eine besonders hohe Messlatte anlegen. Dadurch, dass keine strenge Definition von „hohem Risiko“ festgelegt wurde, wird diese Studie zum Türöffner: Abertausende gesunder Frauen, die niemals Brustkrebs bekommen werden, werden allein auf Grund ihres Alters den Nebenwirkungen eines starken Medikaments ausgesetzt.</p>
<ul>
<li>BCA ist bei dieser Studie insbesondere nicht einverstanden mit der Kategorisierung „hohes Risiko“ für alle Frauen, die 60 Jahre alt oder älter sind. Diese Definition als „hohes Risiko“ öffne die Tür zur Empfehlung der Behandlung mit diesem Aromatasehemmer für gesunde Frauen.</li>
<li>BCA ist beunruhigt bezüglich des Mangels an Strenge bei den identifizierten Risikofaktoren, die Frauen nach der Menopause für die Teilnahme an dieser Studie qualifiziert haben.</li>
<li>Bei der Betrachtung des Trends bei der Entwicklung von „Tabletten zur Brustkrebsvorbeugung“ stellt BCA fest, dass es eine Tendenz gibt, ursprünglich für die Therapie zugelassene Medikamente immer breiter und breiter in den Markt zu bringen.</li>
<li>Die meisten dieser Medikamente für die Brustkrebsvorbeugung gehören zu dem Typ, der anfänglich bei der Therapie von fortgeschrittenem Brustkrebs eingesetzt wurde.</li>
<li>Dann wurden Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium [„adjuvant“] behandelt.</li>
<li>Schließlich geht es um „Risikoreduktion“ bei Frauen ohne Krankheitssymptome. Derzeitig ist die offizielle Linie, diese Medikamente bei Frauen mit einem hohen Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, zu vermarkten – diese Wahrscheinlichkeit liegt bei etwas weniger als 2% über einen Zeitraum von fünf Jahren.</li>
<li>BCA ist besorgt über diesen Trend, den Eric Schneider, ein Professor für Medizin und Public Health an der Harvard-Universität, als „schleichende Prävention“ bezeichnet hat.</li>
</ul>
<h3>Überbehandlung vermeiden</h3>
<p>BCA ist beunruhigt, dass gesunde Frauen, von denen die meisten nicht an Brustkrebs erkranken werden, Empfehlungen für eine prophylaktische Behandlung mit einem Aromatasehemmer erhalten, für den schwerwiegende („significant“) Nebenwirkungen nachgewiesen worden seien. Da Brustkrebs bei Frauen relativ selten vorkommt – einschließlich Frauen mit hohem Risiko –, erscheinen Unterschiede bei der Inzidenz, die mit „relativem Risiko“ dargestellt werden, tendenziell sehr viel größer als Unterschiede im absoluten Risiko. Zur Studie wird berichtet, dass „bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von drei Jahren in der Gruppe, die mit Exemestan behandelt wurde, eine 65%ige Reduktion der Erkrankung bei invasivem Mammakarzinom“ gezeigt wurde. Was nicht deutlich gesagt wird sei, dass in einer Gruppe von 4.560 Frauen 21 Frauen einen mögliche Nutzen haben. Anders ausgedrückt: Um einen Fall von Brustkrebs zu verhindern, müssten 94 Frauen drei Jahre lang behandelt werden. Obwohl jede Brustkrebsdiagnose eine zu viel sei, müsse man bei der Erforschung einer systematischen Behandlung zur Verringerung des Brustkrebsrisikos die absoluten Zahlen betrachten, um die Zusammenhänge richtig zu verstehen.</p>
<p>Betrachtet man diese Studie, sieht man die folgenden Zahlen:</p>
<ul>
<li>4.560 Frauen wurden beobachtet.</li>
<li>Von diesen Frauen wären 4.517 ohnehin nicht an Brustkrebs erkrankt, unabhängig davon, ob sie behandelt wurden oder nicht.</li>
<li>11 Frauen in der Exemestan-Gruppe erkrankten während des Beobachtungszeitraums an Brustkrebs.</li>
<li>32 Frauen in der Placebo-Gruppe erkrankten während des Beobachtungszeitraums an Brustkrebs.</li>
<li>21 Frauen in der Exemestan-Gruppe hatten im Beobachtungszeitraum einen möglichen Nutzen, da sie nicht an Brustkrebs erkrankten.</li>
<li>Das bedeutet, es wurden mehr als 4.500 Frauen unnötigerweise behandelt (da sie entweder trotz Behandlung erkrankten oder auch ohne Behandlung nicht erkrankt wären).</li>
</ul>
<h3>Längere Nachbeobachtungszeiten sind notwendig</h3>
<p>Wie bereits andere Studien zur Brustkrebs„prävention“ konnte auch diese Studie die Evidenz in einem hinreichend langen Zeitraum nicht erbringen, um Risiken und Vorteile dieses „präventiven“ Gebrauchs von Exemestan adäquat zu beurteilen. Die meisten Brustkrebserkrankungen entwickeln sich innerhalb eines Zeitabschnitts von 10 Jahren und mehr. Selbst in der Gruppe der Frauen mit „hohem Risiko“ [zur Definition s. oben] gab es im Untersuchungszeitraum insgesamt nur 43 Brustkrebserkrankungen in einer Gesamtgruppe von 4.560 Frauen. Betrachtet man das Lebenszeitrisiko für Brustkrebs, sind drei Jahre ein zu kurzer Zeitrahmen, um daraus Informationen über eine anhaltende Schutzwirkung abzuleiten. Kann das Medikament tatsächlich Krebs verhindern oder seine Entwicklung verzögern?</p>
<p>Selbst wenn möglicherweise im Zusammenhang mit Brustkrebs ein kurzfristiger Nutzen festgestellt werden könnte, wäre für gesunde Frauen ein klinischer Nutzen gefährdet, da das Ausmaß schädigender langfristiger Nebenwirkungen ebenso unbekannt ist wie der langfristige Nutzen für die Überlebenszeit. Gebraucht wird eine zusätzliche Studie, um seltene unerwünschte Nebenwirkungen und Langzeitsicherheit oder mögliche Risiken, die sich erst nach Beendigung der Behandlung weiterentwickeln, zu beurteilen.</p>
<p>Drei Jahre sind keine ausreichende Nachbeobachtungszeit, um Risiken und Vorteile der prophylaktischen Einnahme von Exemestan adäquat beurteilen zu können. Um informierte Entscheidungen über medizinische Behandlungen treffen zu können, brauche es harte Daten, um Nutzen und Risiken gegeneinander abwägen zu können.</p>
<h3>Das Risiko der Nebenwirkungen verstehen</h3>
<p>Die prophylaktische Einnahme von <a href="http://bcaction.org/our-take-on-breast-cancer/treatment/aromatase-inhibitors/what-are-aromatase-inhibitors/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Aromatasehemmer</a>n ruft Bedenken hervor, weil sie ernste Nebenwirkungen haben, von denen viele im Rahmen des kurzen Beobachtungszeitraums der Studie noch nicht vollständig verstanden worden sein dürften. Zu den berichteten Nebenwirkungen gehören ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche, Gelenk- und Muskelschmerzen, erhöhte Cholesterinwerte und kognitive Probleme. Obwohl lt. Studie berichtet wird, dass diese ernsten Nebenwirkungen in der Exemestan-Gruppe und in der Kontrollgruppe gleich gewesen seien, steht BCA wegen der Schwere der Nebenwirkungen anderer Aromatasehemmer auf dem Standpunkt, dass mehr Forschung erforderlich ist.</p>
<h3>Breast Cancer Action ist gegen Medikamente zur „Prävention“</h3>
<p>Breast Cancer Action unterstützt trotz eines klaren Verständnisses der hohen Anzahl von Frauen, die ein Brustkrebsrisiko haben, nicht den Gebrauch von Medikamenten zur Behandlung von Risiken. BCA engagiert sich für die Beendigung der gegenwärtigen Brustkrebsepidemie. Zusätzlich zu besseren Behandlungsmöglichkeiten und Chancengleichheit für alle bei der Behandlung von Brustkrebs müssten vielmehr die Grundursachen &#8211; einschließlich umweltbedingter Auslöser &#8211; für die Krankheit, von der so viele betroffen sind, identifiziert und beseitigt werden.</p>
<p>Es gibt eine wachsende Anzahl von Hinweisen über Zusammenhänge zwischen Umweltbelastungen und Brustkrebs. Doch die Mehrheit der Mittel in den USA, die für Brustkrebs„vorsorge“ eingesetzt würden, gingen in die Entwicklung von Medikamenten zur Reduktion des Brustkrebsrisikos, was mehr einer Verringerung des Risikos als einer wirklichen Vermeidung entspräche. Das sei ein guter Verkaufsschlager für jedes Unternehmen, nach BCAs Meinung aber der falsche Weg. Die Ressourcen seien für Maßnahmen der Primärprävention, einschließlich der Suche nach krebsauslösenden Ursachen in der Umwelt, besser angelegt.</p>
<p>Abschließend betont Breast Cancer Action, dass durch die derzeitigen Bemühungen, neue Medikamente zur Reduzierung von Brustkrebs-Neuerkrankungen für gesunde Frauen auf den Markt zu bringen, erhebliche Probleme entstünden. Der Fokus auf „Medikamenten für die Vorbeugung vor Krankheiten“ lenke Ressourcen um, anstatt umweltbedingte Ursachen für die Entstehung von Brustkrebs zu finden und zu beseitigen oder effektive Therapien zur Behandlung von Brustkrebs zu entwickeln. <strong>Breast Cancer Action unterstützt den auf Medikamenten basierenden Ansatz zur Brustkrebsvorbeugung nicht. </strong> <em><br />
[Textbearb. dt. Version: Gudrun Kemper, Beate Schmidt, mit Dank an Breast Cancer Action]</em></p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Breast Cancer Action: <a href="http://bcaction.org/2011/06/07/bcaction%E2%80%99s-position-on-exemestane-study-presented-at-asco-2011/?printerfriendly">BCAction’s position on Aromasin study presented at ASCO 2011</a></p>
<p>Barbara Brenner: <a href="http://barbarabrenner.net/?p=136">Understanding Health Numbers: Not Easy, but Important</a> (Blogeintrag v. 13.06.2011</p>
<h3>Originalveröffentlichung</h3>
<p>Exemestane for Breast-Cancer Prevention in Postmenopausal Women, Goss PE u.a., <a title="The New England journal of medicine." href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21639806">N Engl J Med.</a> 2011 Jun 4, der Artikel ist frei zugänglich: <a href="http://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMoa1103507">Download pdf</a></p>
<p>&#8212;</p>
<p>[i] z.B. Nachrichten, Deutsches Ärzteblatt, <a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46140/Aromatasehemmer_Exemestan_beugt_Brustkrebs_vor.htm" target="_blank">Aromatasehemmer Exemestan beugt Brustkrebs vor</a>, 06.06.2011, mit interessanten weiteren Informationen</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/nein-zu-brustkrebsvorbeugung-aromasin-exemestan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schuld und Brustkrebs oder Das Spiel mit dem Schwarzen Peter</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/schuld-und-brustkrebs-ode-das-spiel-mit-dem-schwarzen-peter/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/schuld-und-brustkrebs-ode-das-spiel-mit-dem-schwarzen-peter/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Apr 2011 00:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/wordpress/?p=4434</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFBreast Cancer and the Blame Game Von Beth L. Gainer Ich habe es satt. Ich bin krank davon und es ermüdet mich. Gemeint ist das Spielchen mit der Schuld, das gespielt wird, wenn von Brustkrebs die Rede ist. Die Botschaften unserer Gesellschaft lauten ungefähr so: Wenn du das Pech hattest, an Brustkrebs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/schuld-und-brustkrebs-ode-das-spiel-mit-dem-schwarzen-peter/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><em><a href="http://bethlgainer.blogspot.com/2011/04/breast-cancer-and-blame-game.html" target="_blank">Breast Cancer and the Blame Game</a></p>
<p>Von Beth L. Gainer</em></p>
<p><em> </em></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/04/leonardo1.jpg"><img class="size-full wp-image-4436 alignright" title="leonardo" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/04/leonardo1.jpg" alt="leonardo" width="495" height="154" /></a><br />
Ich habe es satt. Ich bin krank davon und es ermüdet mich. Gemeint ist das Spielchen mit der Schuld, das gespielt wird, wenn von Brustkrebs die Rede ist. Die Botschaften unserer Gesellschaft lauten ungefähr so: Wenn du das Pech hattest, an Brustkrebs zu erkranken, dann hast du was falsch gemacht. Aber wenn du dann heroisch über die Krankheit triumphierst, dann hast du es richtig gemacht, gegen die Krankheit zu „kämpfen“.</p>
<p>Besonders die Botschaften in vielen Medien und die in diesem Zusammenhang häufig fehlinterpretierten medizinischen Studien an uns Betroffene sind laut und aggressiv. Wir haben unsere Krankheit verdient, anders ausgedrückt, wir sind selbst Schuld, wenn wir den „Kampf“ verlieren. Und wir werden als Heldinnen gefeiert, wenn wir die Krankheit „besiegen“.</p>
<p>Hier sind einige der Mythen, die die Medien und Studien, die Gesellschaft uns so bieten. Sie wurden entwickelt, um Frauen klein zu machen, zu marginalisieren.<strong> </strong></p>
<p><strong>1. Brustkrebs ist die beste Art von      Krebs, die man kriegen kann, denn die Heilungsraten sind hoch. </strong></p>
<p>Aktuell gibt es keine Heilung für diese Krankheit. Selbst diejenigen, bei denen es gerade so aussieht, als wären sie krebsfrei, können jederzeit einen Rückfall erleiden. Am Rande erwähnt: Obwohl ich eine prophylaktische doppelseitige Mastektomie mit Rekonstruktion hinter mir habe, teilten mir die Ärzte mit, dass weiterhin die Möglichkeit besteht, einen Rückfall zu erleiden. Huch? Und ich habe gesehen, wie meine Freundin an den Folgen von Brustkrebs starb. Ich glaube nicht, dass sie sagen würde, dass ihr Krebs der beste war, den sie kriegen konnte.<strong> </strong></p>
<p><strong>2. Früherkennung rettet Leben. </strong></p>
<p>Nicht immer. Wenn Brustkrebs diagnostiziert wird, bevor er „streut“, ist die Überlebenswahrscheinlichkeit höher, aber nicht garantiert. Eigentlich ist mir diese Phrase „Früherkennung“ ein Rätsel. Was ist überhaupt „Früherkennung“?</p>
<p><strong>3. </strong><strong>Die Selbstuntersuchung der Brust (SUB)      ist das A und O. </strong></p>
<p>Ich habe meinen Tumor so gefunden, aber es war teilweise auch reine Glücksache. Einige Tumoren können durch die Selbstuntersuchung einfach nicht gefunden werden. Sollten wir Frauen selbst die Schuld geben, weil sie ihren eigenen Tumor nicht finden? Kann man ihnen die Schuld dafür geben, dass sie ihren Tumor erst gefunden haben, nachdem ihr Tumor gestreut hat? [… siehe auch Bericht zur Position der National Breast Cancer Coalition (NBCC), Washington zur <a href="../../lernen/selbstuntersuchung-der-brust/">&gt;&gt;&gt; Selbstuntersuchung der Brust</a> …]</p>
<p><strong>4. </strong><strong>Die Mammographie ist immer der      Goldstandard, um Brustkrebs zu diagnostizieren</strong>.</p>
<p>Natürlich, mit der Mammographie kann man Tumoren bei vielen Frauen finden, aber zu viele fallen immer noch durch’s Raster. Wenn du dichtes Brustgewebe hast, stehen die Chancen für eine genaue Auswertung der Mammographie schlecht. Mein Brustgewebe war so dicht, dass die Mammographie den Tumor nicht zeigte. Es müssten andere Diagnosemethoden existieren und verfügbar sein.</p>
<p><strong>5. </strong><strong>Wenn frau schließlich „</strong><strong>frei von      Brustkrebs“</strong><strong> ist – was auch immer das bedeutet –, dann geht man davon aus,      dass die Krebstherapie dafür verantwortlich ist. </strong></p>
<p>Abhängig vom jeweiligen Grading und der individuellen Biochemie kann Krebs streuen oder auch nicht. Es ist normal, dass einige Brustkrebsarten eine Resistenz gegenüber Krebstherapien entwickeln. Wie können Frauen Schuld an einer Krankheit sein, die abhängig von einem derartigen Bündel von Faktoren ist?</p>
<p>Die folgenden Spielereien mit der Schuld zeigen weitere Aussagen, die gern gemacht werden unter dem Deckmäntelchen, dass man Frauen helfen möchte, zu verstehen, warum sie an Brustkrebs erkrankt sind. Aber sie werden gemacht, um Frauen die Schuld für ihre Krankheit zuzuschieben.</p>
<p><strong>6. </strong><strong>Wir sollten Kinder im Alter von unter      35 Jahren bekommen. </strong></p>
<p>Ich kenne zu viele Frauen, die ihre Kinder in ihren „20igern“ bekommen haben, und sie sind trotzdem an Brustkrebs erkrankt. [s. dazu auch <a title="Permanent link to Prävention, Aromatasehemmer und mehr vom Rande (SABCS V, 2009 – letzter Teil)" rel="bookmark" rev="post-2965" href="../praevention-aromatasehemmer-2009/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Prävention, Aromatasehemmer und mehr vom Rande (SABCS V, 2009 – letzter Teil</a>, Abschnitt über den Vortrag von Valerie Beral aus Großbritannien]</p>
<p><strong>7. Sport und die richtige Ernährung      verhindern Brustkrebs.</strong></p>
<p>Das sind sehr schöne Lifestyle-Faktoren, aber sie sind keine Gewähr dafür, nicht an Brustkrebs zu erkranken. Ich muss es wissen. Vor der Diagnose war ich „fit“ und ich habe mich gesund ernährt. <strong> </strong></p>
<p><strong>8. Wenn die Menstruation früher einsetzt,      haben wir ein höheres Brustkrebsrisiko. </strong></p>
<p>Ist dies eine nützliche Information? [s. dazu auch <a href="http://www.breastcancerfund.org/media/publications/falling-age-of-puberty/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Sandra Steingraber: The Falling Age of Puberty</a>]<strong> </strong></p>
<p><strong>9. Brustkrebs ist sexy, niedlich und      weiblich. </strong></p>
<p>Die Wahrheit ist, Brustkrebs ist <a href="http://bethlgainer.blogspot.com/2011/02/cancer-is-ugly.html" target="_blank">&gt;&gt;&gt; hässlich</a>. <strong> </strong></p>
<p><strong>10. Wer keine BRCA-Genveränderungen hat,      kann auch nicht an Brustkrebs erkranken.</strong></p>
<p>Wie viele viele andere Menschen habe ich keine Mutation, und ich habe diese Krankheit trotzdem.</p>
<p>Was ich am Schuld-Spiel besonders interessant finde, ist, dass man bei anderen Krebserkrankungen scheinbar weniger mit dem Finger auf diejenigen zeigt, die daran erkranken. Es gibt bei Brustkrebs etwas, das dieses Spiel mit der Schuldzuweisung fördert.</p>
<p>Vielleicht liegt die Ursache in der <a href="http://bethlgainer.blogspot.com/2011/03/sexualizing-breast-cancer.html" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Sexualisierung von Brustkrebs</a>, die Frauen zu einem Subjekt sozialer Schuld macht.</p>
<p>Ich jedenfalls bin es leid, dass Menschen mit Brustkrebs weiterhin der schwarze Peter zugeschoben wird.</p>
<p><strong>Die Autorin</strong></p>
<p>Beth L. Gainer ist Sprachwissenschaftlerin und Schriftstellerin. Dieser Text ist ein Auszug aus ihrem in Kürze erscheinenden Buch. Mythen zu Brustkrebs sind heute praktisch universell. Die von Beth Gainer hier gezeigten Beispiele sind mit großer Präsenz auch bei uns in den Medien ständig präsent. Sie weisen sehr ähnliche Inhalte und Eingleisigkeiten auf, während bei uns ebenso Ursachen, Umweltbelastungen und durch die individuelle Frau nicht beeinflussbare Faktoren wie die Kontamination mit Umweltgiften und viele weitere Belastungen auf dem Leben von Frauen heute – von Stress über soziale Probleme bis zur Verantwortung für hormonelle Empfängnisverhütung etc. – grundsätzlich kein Thema sind. Wissenschaftlich abgesichertes, weniger einseitiges Wissen zu Brustkrebs dagegen bleibt wichtig.</p>
<p><em>Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von und Dank an Beth Gainer.</em></p>
<h3><em>Weiterlesen</em></h3>
<p><a href="../../lernen/brustkrebs-schluss-mit-mythen/" target="_self">Brustkrebs &#8211; Schluss mit den Mythen!</a> zusammengestellt auf Basis der Arbeit von Breast Cancer Action und Breast Cancer Action Montreal von Beate Schmidt</p>
<p><a href="http://bethlgainer.blogspot.com/" target="_blank">Beth L. Gainer Blog: Calling the Shots </a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/schuld-und-brustkrebs-ode-das-spiel-mit-dem-schwarzen-peter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alles ganz legal: Birgit Fischer wird Pharmalobbyistin</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/fischer-spd-barmer-pharma/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/fischer-spd-barmer-pharma/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 13:41:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[krankenkassen]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken!!!]]></category>
		<category><![CDATA[politik | ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenkasse]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/wordpress/?p=4426</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFHallo Karriere in Deutschland 2011. Im Zusammenhang mit Brustkrebs kennen wir Karrierefrau Bigit Fischer nun von der Etablierung des Mammographie-Screenings über DMP, Selbsthilfeprojekte mit der Barmer GEK und dem Wechsel zur Pharmalobby. Ganz unerwartet schließt sich auch hier wieder ein Kreis. Glückwunsch, aber wohl nicht für die Gemeinwohl orientierte gesetzliche Krankenkasse Barmer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/fischer-spd-barmer-pharma/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><a href="http://www.bcaction.de/start/wp-content/uploads/2011/03/Barmer.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-563 alignleft" title="Barmer" src="http://www.bcaction.de/start/wp-content/uploads/2011/03/Barmer-150x150.jpg" alt="Tagesschau: Barmer Chefin wird Pharmalobbyistin" width="207" height="207" /></a>Hallo Karriere in Deutschland 2011. Im Zusammenhang mit Brustkrebs kennen wir Karrierefrau Bigit Fischer nun von der Etablierung des Mammographie-Screenings über DMP, Selbsthilfeprojekte mit der Barmer GEK und dem Wechsel zur Pharmalobby. Ganz unerwartet schließt sich auch hier wieder ein Kreis. Glückwunsch, aber wohl nicht für die Gemeinwohl orientierte gesetzliche Krankenkasse Barmer GEK, sie hat ihre Vorstandsvorsitzende verloren. Der neue Posten ist wahrscheinlich besser &#8220;dotiert&#8221;. Dass die neue Funktion etwas daran ändert, „wie überhöht die Arzneipreise in Deutschland sind“ (Lauterbach, SPD, <strong><a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/fischers-wechsel-loest-kritik-aus/3961856.html" target="_blank"> &gt;&gt;&gt; Tagesspiegel, 17.03.2011</a></strong>), erscheint zumindest uns eher etwas traumtänzerisch. Insiderwissen der gesetzlichen Krankenkassen wandert jetzt ganz praktisch zur Pharmaindustrie. „Es könne nicht schaden, wenn die Arzneihersteller „mal mitbekommen, wie in der Kassenlandschaft gedacht wird“, meint auch Biggi Bender (Grüne)“, lesen wir weiter im Tagesspiegel. So kann man es also auch sehen. Sprachlos, hilflos, wortlos &#8230; <strong><a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/fischers-wechsel-loest-kritik-aus/3961856.html" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Weiterlesen: Fischers Wechsel löst Kritik aus.</a></strong></p>
<p>Zur Erinnerung hier die umgekehrte Karriere: Dr. Tatjana Heinen-Kammerer (Volkswirtin), die seit dem Jahr 2006 als  Referentin für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung beim Verband  forschender Arzneimittelhersteller (vfa) beschäftigt war, übernahm am  1. März 2010 die Leitung der Kooperationsgemeinschaft Mammographie in  Deutschland. „Der <img title="wikipedia11" src="../../wordpress/wp-content/uploads/2009/03/wikipedia11.jpg" alt="wikipedia11" width="11" height="11" /> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verband_forschender_Arzneimittelhersteller" target="_self">vfa</a> vertritt schwerpunktmäßig die Interessen der Global Player &#8230;“ (Quelle: Wikipedia, Stichwort vfa, Stand: 17.04.2011).  Weiterlesen: <strong><a href="http://www.bcaction.de/wordpress/mammographie-im-spiegel/" target="_blank">&gt;&gt;&gt;  Die Mammographie im Spiegel</a></strong></p>
<h3><strong>Gespaltene Persönlichkeit? Zitat Nachdenkseiten</strong></h3>
<p><strong>„</strong><strong>Von der Krankenkasse zur Pharmalobby: Gespaltene Persönlichkeit</strong></p>
<p>Sie setzte sich für all das ein, was die Pharmaindustrie ablehnte.  Trotzdem wird die Chefin der größten deutschen Krankenkasse, Birgit  Fischer, jetzt Cheflobbyistin des Verbandes Forschender  Arzneimittelhersteller. Die Branche ist entsetzt.<br />
Quelle: <a href="http://www.fr-online.de/wirtschaft/gespaltene-persoenlichkeit/-/1472780/8238602/-/index.html">Frankfurter Rundschau</a></p>
<p><em><strong>Anmerkung MB:</strong> Das ist nicht einfach nur so, als  ob ein Grüner zur Atomlobby wechseln würde (wie CDU-Politiker Jens Spahn  kommentiert, außerdem <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bildstrecke-politiker-ad-in-ihren-neuen-jobs-1.582360-11">gibt es den ja schon</a>).  Es ist zu befürchten, dass die Stellung der gesetzlichen Krankenkassen  dadurch insgesamt geschädigt wird, da die Pharmalobby unbezahlbares  Fachwissen über die Taktik von Krankenkassen im Umgang mit  Pharmakonzernen gewinnen wird.&#8221;</em></p>
<p>URL s. <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=8736#h16" target="_blank">http://www.nachdenkseiten.de/?p=8736#h16</a></p>
<h3><em>Presseschau</em></h3>
<p><em>tagesschau.de: </em><a href="http://www.tagesschau.de/inland/barmer108.html" target="_blank">Barmer-Chefin wird oberste Pharma-Lobbyistin</a></p>
<p><em>KSTA:</em> <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1300359397654.shtml" target="_blank">Kritikerin geht zur Pharmaindustrie</a>:<em> </em>„Öffentlich sagte sie gestern: „Ich freue mich sehr auf die anstehenden  Aufgaben.“ Ihr Brief enthält ganz zum Ende dagegen einen bemerkenswerten  Satz: „Nach wie vor gilt meine Loyalität der BARMER GEK.“ Nun wird  vermutet, dass Fischer einzig dem Ruf des Geldes gefolgt ist, auch wenn  sie schon in ihrer bisherigen Funktion nicht schlecht verdiente. 200000  Euro sollen es pro Jahr gewesen sein.“</p>
<p><em>Ärzteblatt:</em> <a href="http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=115818" target="_blank">Fischer wechselt an die Spitze der Pharmalobby</a>, <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=45125" target="_blank">Diskussionen</a>, <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/blogs/beitrag.asp?id=45135" target="_blank">Blog</a>, <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=45137" target="_blank">Lauterbach legt Fischer Rückzug aus SPD-Vorstand nahe<br />
</a></p>
<p>Abbildungsnachweis: Screenshot Artikel Tagesschau, BCAG</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/infoblog/fischer-spd-barmer-pharma/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

