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	<title>infoblog! &#187; arzneimittelmarkt</title>
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	<description>relevante berichte zum thema brustkrebs</description>
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		<title>Avastin: Unethische Rückerstattungen zu Lasten von Patientinnen und Gemeinwohlkökonomie?</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 10:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFDas aktuelle arznei-telegramm (a-t) berichtet im Heft 10/2011 über seltsame Deals mit Geld-zurück-Garantien im Zusammenhang mit dem Angiogenesehemmer Bevacizumab (Avastin). Mit dieser Strategie, die Kaufanreize ausüben soll, arbeiteten heute auch Krankenkassen und Pharmahersteller. Pay for Performance &#8211; Was heißt das? Roche propagiere neuerdings (entsprechend eines Entwurfs einer solchen Vereinbarung zwischen Krankenhaus/Träger der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/avastin/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><a href="http://www.arznei-telegramm.de/"><img title="arznei-telegramm avastin" src="http://www.bcaction.de/start/wp-content/uploads/2011/10/Zwischenablage01.jpg" alt="... aktuelles arznei-telegramm zu Avastin" width="490" height="277" /></a>Das aktuelle arznei-telegramm (a-t) berichtet im Heft 10/2011 über seltsame Deals mit Geld-zurück-Garantien im Zusammenhang mit dem Angiogenesehemmer Bevacizumab (Avastin). Mit dieser Strategie, die Kaufanreize ausüben soll, arbeiteten heute auch Krankenkassen und Pharmahersteller.</p>
<h3>Pay for Performance &#8211; Was heißt das?</h3>
<p>Roche propagiere neuerdings (entsprechend eines Entwurfs einer solchen Vereinbarung zwischen Krankenhaus/Träger der Krankenhausapotheke und der Roche Pharma AG) in Kliniken „Pay-for-Performance-Verträge“ für den Angiogenesehemmer Bevacizumab (Avastin) als umsatzstärkstem Medikament von Roche, berichtet a-t weiter. Nach diesem Vertragsentwurf solle bei frühem Fortschreiten innerhalb von drei bis fünf Monaten je nach Indikation eine komplette Rückerstattung erfolgen, allerdings nicht etwa an die Krankenkasse, sondern an das Krankenhaus. Entsteht hier ein neues Modell von Risiken sozialisieren &#8211; Gewinne privatisieren?</p>
<h3>Indikation Brustkrebs</h3>
<p>arznei-telegramm verweist für Brustkrebs erneut darauf, dass Bevacizumab (Avastin) in bestimmten Kombinationen das Überleben sogar tendenziell <strong>verkürze</strong>, weswegen die Arzneimittelbehörde in den USA die Indikation streichen wolle.</p>
<h3>Fazit</h3>
<ul>
<li>a-t kommt zu dem Schluss, dass die angestrebte Geld-zurück-Regelung mit Kliniken rechtlich fragwürdig und ethisch verwerflich sei.</li>
<li>Kliniken würden bei einem Modell dann finanziell profitieren, wenn Patienten nicht profitierten.</li>
<li>Die Regelung lade dazu ein, gerade dann zu therapieren, wenn die Erfolgsaussichten gering seien.</li>
<li>Verdrängungswettbewerb und Indikationsausweitungen gingen jedoch zu Lasten von Patienten, denen unter Umständen wirksamere oder nebenwirkungsärmere Therapien vorenthalten würden.</li>
</ul>
<p>Wir hoffen, dass zumindest gesetzliche Kassen für ihre Mitglieder auf die Barrikaden gehen und diesen Vermarktungskonzepten schnellstens einen Riegel vorschieben.</p>
<p><strong>Quellenangabe</strong><br />
Bevacizumab (Avastin) gegen Krebs … mit Geld-zurück-Garantie für Klinken. arznei-telegramm, 42, 2011, 10/2011 ).</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p><a href="http://www.arznei-telegramm.de/db/regshow1.php3?&amp;wirkstoffcode=del&amp;knr=20111024f946121346db3ba71a24d1863eeb3090&amp;abo=&amp;nummer=1" target="_blank">Weitere Berichte im a-t zu Avastin</a></p>
<h3>Download</h3>
<p>Originalartikel (mit freundlicher Genehmigung und Dank an das arznei-telegramm)<br />
<strong><a href="http://www.bcaction.de/start/wp-content/uploads/2011/10/Avastin_geld-zurueck_2011_10.pdf">Avastin gegen Krebs &#8230; mit Geld zurück-Garantie &#8230; </a></strong> (pdf)</p>
<p><em>Bildnachweis: Screenshot a-t / BCAG</em></p>
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		<item>
		<title>NEIN zur „Brustkrebsvorbeugung“ mit Aromasin (Exemestan): Die Breast Cancer Action-Position</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 19:28:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[antihormontherapien]]></category>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDF Auf dem weltgrößten amerikanischen Krebskongress ASCO wurden gerade neue Daten für ein Medikament vorgestellt, das viele Frauen mit Brustkrebs bereits kennen. Es ist der Aromatasehemmer Exemestan (Handelsname Aromasin), der zunächst bei metastasiertem Brustkrebs und seit 2005 teilweise auch in der „adjuvanten“ Therapie von Brustkrebs ohne Metastasen angewendet wird. Krebskongresse weltweit haben sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/nein-zu-brustkrebsvorbeugung-aromasin-exemestan/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><span style="color: #60748a;"><a href="http://bcaction.org/2011/06/07/bcaction%E2%80%99s-position-on-exemestane-study-presented-at-asco-2011/"><img class="alignleft size-full wp-image-4493" title="Breast Cancer Action Position zu Aromasin - Exemestan in der Prävention" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/06/Clipboard0111.jpg" alt="Breast Cancer Action Position zu Aromasin - Exemestan in der Prävention" width="490" height="150" /></a></span></p>
<p>Auf dem weltgrößten amerikanischen Krebskongress ASCO wurden gerade neue Daten für ein Medikament vorgestellt, das viele Frauen mit Brustkrebs bereits kennen. Es ist der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aromatase#Aromatasehemmer">Aromatasehemmer</a> Exemestan (Handelsname Aromasin), der zunächst bei metastasiertem Brustkrebs und seit 2005 teilweise auch in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adjuvante_Therapie">„adjuvant</a>en“ Therapie von Brustkrebs ohne Metastasen angewendet wird. Krebskongresse weltweit haben sich in den vergangenen Jahren zur großen Produktschau entwickelt und werden überwiegend von Pharmamultis finanziert. „Aromatasehemmer Exemestan beugt Brustkrebs vor“[i], so oder ähnlich lauten seitdem die Schlagzeilen in Presseberichterstattungen. Aber nicht überall wird genau hingeschaut, was die neuen Daten tatsächlich bedeuten. Auch beim „Vorgängermedikament“ <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tamoxifen">Tamoxifen</a> wurde phasenweise die „prophylaktische“ Einnahme propagiert, bevor hinreichende Daten vorlagen. Einige Jahre später konnte der wenig erfreuliche Umstand belegt werden: Der zu erwartende Schaden, den Frauen durch eine „prophylaktische“ Einnahme davongetragen hatten, war größer als der Nutzen.</p>
<p>In den USA ist bei Gesundheitsbehörden mittlerweile z.T. ein kritischeres Bewusstsein in Bezug auf medikamentöse Prävention mit Krebsmedikamenten vorhanden. Das Nationale Krebsinstitut der USA (<a href="http://www.cancer.gov/">&gt;&gt;&gt; National Cancer Institute</a>) wird beispielsweise die „P-4 Chemopräventionsstudie STELLAR“ nicht mehr unterstützen (s. <a title="Permanent link to Keine Unterstützung für “Präventionsstudie STELLAR” (Study to Evaluate Letrozole and Raloxifene)" href="http://www.bcaction.de/infoblog/keine-unterstutzung-fur-praventionsstudie-stellar-study-to-evaluate-letrozole-and-raloxifene/">&gt;&gt;&gt; Keine Unterstützung für „Präventionsstudie STELLAR“ (Study to Evaluate Letrozole and Raloxifene)</a>. Breast Cancer Action (San Francisco, BCA) hat am 07.06.2011 ein Positionspapier veröffentlicht, das die Relevanz der Forschungsergebnisse zu Aromasin / Exemestan einordnet. Wir stellen es hier vor.</p>
<h3>Die Breast Cancer Action-Position zur Aromasin-Studie (zur ASCO-Präsentation 2011)</h3>
<p>Am 4. Juni 2011 wurde auf der Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (American Society of Clinical Oncology, ASCO) über die Einnahme des Wirkstoffs Exemestan (Handelsname des Medikaments Aromasin) zur Reduktion des Risikos für invasiven Brustkrebs bei gesunden Frauen nach der Menopause berichtet. Die Autoren schlussfolgern für die dreijährige Nachbeobachtungszeit, dass Exemestan das Risiko für Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen verringert. Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Müdigkeit, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit und Gelenkschmerzen waren bei Frauen, die das Medikament eingenommen hatten, häufiger als in der Kontrollgruppe. Doch soll – so die Eigenbeobachtung der Studienteilnehmerinnen – die „Lebensqualität“ nicht beeinflusst gewesen sein. Die Studie wurde von einer kanadischen Studiengruppe (Canada’s NCIC Clinical Trials Group) durchgeführt und teilweise vom Pharmariesen Pfizer, der das Medikament herstellt, finanziert. [Anm.: Breast Cancer Action sieht die Strategie der Krankheitsvermeidung durch Medikamente generell kritisch (s. dazu <a href="http://bcaction.org/policy-on-pills-for-prevention/">&gt;&gt;&gt; Pills for Prevention</a>, eine deutschsprachige Übersetzung haben wir von diesem Papier bisher leider noch nicht). Breast Cancer Action hat sich in einer eigenen Online-Befragung intensiv mit den Nebenwirkungen, die Frauen durch die Einnahme von Aromatasehemmmern erfahren, befasst, s. Berichterstattung bei uns: <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/bca-berichtet-nebenwirkungen-bei-aromatasehemmern/">&gt;&gt;&gt; BCA berichtet: Nebenwirkungen bei Aromatasehemmern</a>.]</p>
<h3>Eine tragfähige Definition von „Hochrisiko“ ist notwendig</h3>
<p>Wenn man sich mit der prophylaktischen Behandlung zur Vermeidung von Brustkrebs bei gesunden Frauen befasst, muss man eine besonders hohe Messlatte anlegen. Dadurch, dass keine strenge Definition von „hohem Risiko“ festgelegt wurde, wird diese Studie zum Türöffner: Abertausende gesunder Frauen, die niemals Brustkrebs bekommen werden, werden allein auf Grund ihres Alters den Nebenwirkungen eines starken Medikaments ausgesetzt.</p>
<ul>
<li>BCA ist bei dieser Studie insbesondere nicht einverstanden mit der Kategorisierung „hohes Risiko“ für alle Frauen, die 60 Jahre alt oder älter sind. Diese Definition als „hohes Risiko“ öffne die Tür zur Empfehlung der Behandlung mit diesem Aromatasehemmer für gesunde Frauen.</li>
<li>BCA ist beunruhigt bezüglich des Mangels an Strenge bei den identifizierten Risikofaktoren, die Frauen nach der Menopause für die Teilnahme an dieser Studie qualifiziert haben.</li>
<li>Bei der Betrachtung des Trends bei der Entwicklung von „Tabletten zur Brustkrebsvorbeugung“ stellt BCA fest, dass es eine Tendenz gibt, ursprünglich für die Therapie zugelassene Medikamente immer breiter und breiter in den Markt zu bringen.</li>
<li>Die meisten dieser Medikamente für die Brustkrebsvorbeugung gehören zu dem Typ, der anfänglich bei der Therapie von fortgeschrittenem Brustkrebs eingesetzt wurde.</li>
<li>Dann wurden Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium [„adjuvant“] behandelt.</li>
<li>Schließlich geht es um „Risikoreduktion“ bei Frauen ohne Krankheitssymptome. Derzeitig ist die offizielle Linie, diese Medikamente bei Frauen mit einem hohen Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, zu vermarkten – diese Wahrscheinlichkeit liegt bei etwas weniger als 2% über einen Zeitraum von fünf Jahren.</li>
<li>BCA ist besorgt über diesen Trend, den Eric Schneider, ein Professor für Medizin und Public Health an der Harvard-Universität, als „schleichende Prävention“ bezeichnet hat.</li>
</ul>
<h3>Überbehandlung vermeiden</h3>
<p>BCA ist beunruhigt, dass gesunde Frauen, von denen die meisten nicht an Brustkrebs erkranken werden, Empfehlungen für eine prophylaktische Behandlung mit einem Aromatasehemmer erhalten, für den schwerwiegende („significant“) Nebenwirkungen nachgewiesen worden seien. Da Brustkrebs bei Frauen relativ selten vorkommt – einschließlich Frauen mit hohem Risiko –, erscheinen Unterschiede bei der Inzidenz, die mit „relativem Risiko“ dargestellt werden, tendenziell sehr viel größer als Unterschiede im absoluten Risiko. Zur Studie wird berichtet, dass „bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von drei Jahren in der Gruppe, die mit Exemestan behandelt wurde, eine 65%ige Reduktion der Erkrankung bei invasivem Mammakarzinom“ gezeigt wurde. Was nicht deutlich gesagt wird sei, dass in einer Gruppe von 4.560 Frauen 21 Frauen einen mögliche Nutzen haben. Anders ausgedrückt: Um einen Fall von Brustkrebs zu verhindern, müssten 94 Frauen drei Jahre lang behandelt werden. Obwohl jede Brustkrebsdiagnose eine zu viel sei, müsse man bei der Erforschung einer systematischen Behandlung zur Verringerung des Brustkrebsrisikos die absoluten Zahlen betrachten, um die Zusammenhänge richtig zu verstehen.</p>
<p>Betrachtet man diese Studie, sieht man die folgenden Zahlen:</p>
<ul>
<li>4.560 Frauen wurden beobachtet.</li>
<li>Von diesen Frauen wären 4.517 ohnehin nicht an Brustkrebs erkrankt, unabhängig davon, ob sie behandelt wurden oder nicht.</li>
<li>11 Frauen in der Exemestan-Gruppe erkrankten während des Beobachtungszeitraums an Brustkrebs.</li>
<li>32 Frauen in der Placebo-Gruppe erkrankten während des Beobachtungszeitraums an Brustkrebs.</li>
<li>21 Frauen in der Exemestan-Gruppe hatten im Beobachtungszeitraum einen möglichen Nutzen, da sie nicht an Brustkrebs erkrankten.</li>
<li>Das bedeutet, es wurden mehr als 4.500 Frauen unnötigerweise behandelt (da sie entweder trotz Behandlung erkrankten oder auch ohne Behandlung nicht erkrankt wären).</li>
</ul>
<h3>Längere Nachbeobachtungszeiten sind notwendig</h3>
<p>Wie bereits andere Studien zur Brustkrebs„prävention“ konnte auch diese Studie die Evidenz in einem hinreichend langen Zeitraum nicht erbringen, um Risiken und Vorteile dieses „präventiven“ Gebrauchs von Exemestan adäquat zu beurteilen. Die meisten Brustkrebserkrankungen entwickeln sich innerhalb eines Zeitabschnitts von 10 Jahren und mehr. Selbst in der Gruppe der Frauen mit „hohem Risiko“ [zur Definition s. oben] gab es im Untersuchungszeitraum insgesamt nur 43 Brustkrebserkrankungen in einer Gesamtgruppe von 4.560 Frauen. Betrachtet man das Lebenszeitrisiko für Brustkrebs, sind drei Jahre ein zu kurzer Zeitrahmen, um daraus Informationen über eine anhaltende Schutzwirkung abzuleiten. Kann das Medikament tatsächlich Krebs verhindern oder seine Entwicklung verzögern?</p>
<p>Selbst wenn möglicherweise im Zusammenhang mit Brustkrebs ein kurzfristiger Nutzen festgestellt werden könnte, wäre für gesunde Frauen ein klinischer Nutzen gefährdet, da das Ausmaß schädigender langfristiger Nebenwirkungen ebenso unbekannt ist wie der langfristige Nutzen für die Überlebenszeit. Gebraucht wird eine zusätzliche Studie, um seltene unerwünschte Nebenwirkungen und Langzeitsicherheit oder mögliche Risiken, die sich erst nach Beendigung der Behandlung weiterentwickeln, zu beurteilen.</p>
<p>Drei Jahre sind keine ausreichende Nachbeobachtungszeit, um Risiken und Vorteile der prophylaktischen Einnahme von Exemestan adäquat beurteilen zu können. Um informierte Entscheidungen über medizinische Behandlungen treffen zu können, brauche es harte Daten, um Nutzen und Risiken gegeneinander abwägen zu können.</p>
<h3>Das Risiko der Nebenwirkungen verstehen</h3>
<p>Die prophylaktische Einnahme von <a href="http://bcaction.org/our-take-on-breast-cancer/treatment/aromatase-inhibitors/what-are-aromatase-inhibitors/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Aromatasehemmer</a>n ruft Bedenken hervor, weil sie ernste Nebenwirkungen haben, von denen viele im Rahmen des kurzen Beobachtungszeitraums der Studie noch nicht vollständig verstanden worden sein dürften. Zu den berichteten Nebenwirkungen gehören ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche, Gelenk- und Muskelschmerzen, erhöhte Cholesterinwerte und kognitive Probleme. Obwohl lt. Studie berichtet wird, dass diese ernsten Nebenwirkungen in der Exemestan-Gruppe und in der Kontrollgruppe gleich gewesen seien, steht BCA wegen der Schwere der Nebenwirkungen anderer Aromatasehemmer auf dem Standpunkt, dass mehr Forschung erforderlich ist.</p>
<h3>Breast Cancer Action ist gegen Medikamente zur „Prävention“</h3>
<p>Breast Cancer Action unterstützt trotz eines klaren Verständnisses der hohen Anzahl von Frauen, die ein Brustkrebsrisiko haben, nicht den Gebrauch von Medikamenten zur Behandlung von Risiken. BCA engagiert sich für die Beendigung der gegenwärtigen Brustkrebsepidemie. Zusätzlich zu besseren Behandlungsmöglichkeiten und Chancengleichheit für alle bei der Behandlung von Brustkrebs müssten vielmehr die Grundursachen &#8211; einschließlich umweltbedingter Auslöser &#8211; für die Krankheit, von der so viele betroffen sind, identifiziert und beseitigt werden.</p>
<p>Es gibt eine wachsende Anzahl von Hinweisen über Zusammenhänge zwischen Umweltbelastungen und Brustkrebs. Doch die Mehrheit der Mittel in den USA, die für Brustkrebs„vorsorge“ eingesetzt würden, gingen in die Entwicklung von Medikamenten zur Reduktion des Brustkrebsrisikos, was mehr einer Verringerung des Risikos als einer wirklichen Vermeidung entspräche. Das sei ein guter Verkaufsschlager für jedes Unternehmen, nach BCAs Meinung aber der falsche Weg. Die Ressourcen seien für Maßnahmen der Primärprävention, einschließlich der Suche nach krebsauslösenden Ursachen in der Umwelt, besser angelegt.</p>
<p>Abschließend betont Breast Cancer Action, dass durch die derzeitigen Bemühungen, neue Medikamente zur Reduzierung von Brustkrebs-Neuerkrankungen für gesunde Frauen auf den Markt zu bringen, erhebliche Probleme entstünden. Der Fokus auf „Medikamenten für die Vorbeugung vor Krankheiten“ lenke Ressourcen um, anstatt umweltbedingte Ursachen für die Entstehung von Brustkrebs zu finden und zu beseitigen oder effektive Therapien zur Behandlung von Brustkrebs zu entwickeln. <strong>Breast Cancer Action unterstützt den auf Medikamenten basierenden Ansatz zur Brustkrebsvorbeugung nicht. </strong> <em><br />
[Textbearb. dt. Version: Gudrun Kemper, Beate Schmidt, mit Dank an Breast Cancer Action]</em></p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Breast Cancer Action: <a href="http://bcaction.org/2011/06/07/bcaction%E2%80%99s-position-on-exemestane-study-presented-at-asco-2011/?printerfriendly">BCAction’s position on Aromasin study presented at ASCO 2011</a></p>
<p>Barbara Brenner: <a href="http://barbarabrenner.net/?p=136">Understanding Health Numbers: Not Easy, but Important</a> (Blogeintrag v. 13.06.2011</p>
<h3>Originalveröffentlichung</h3>
<p>Exemestane for Breast-Cancer Prevention in Postmenopausal Women, Goss PE u.a., <a title="The New England journal of medicine." href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21639806">N Engl J Med.</a> 2011 Jun 4, der Artikel ist frei zugänglich: <a href="http://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMoa1103507">Download pdf</a></p>
<p>&#8212;</p>
<p>[i] z.B. Nachrichten, Deutsches Ärzteblatt, <a href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46140/Aromatasehemmer_Exemestan_beugt_Brustkrebs_vor.htm" target="_blank">Aromatasehemmer Exemestan beugt Brustkrebs vor</a>, 06.06.2011, mit interessanten weiteren Informationen</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Auch für uns ein Thema: Pharmasponsoring bei klinischen Studien</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/pharmasponsoring-studie/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 21:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFberichtet von Beate Schmidt Viele Frauen mit Brustkrebs sind heute Probandinnen in klinischen Studien. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie (Brustheilkunde) hat sogar ein eigenes Portal zur Bewerbung von Brustkrebsstudien eingerichtet. Doch kann uns und unseren ÄrztInnen, die Frauen mit neutralem, fachlich fundiertem Wissen bei Entscheidungsfindungen helfen sollen, die derzeitige Forschung in Sachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/pharmasponsoring-studie/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><em>berichtet von Beate Schmidt</em></p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2010/04/study.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3544" title="study" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2010/04/study-300x201.jpg" alt="study" width="300" height="201" /></a></p>
<p><span style="color: #60748a;">Viele Frauen mit Brustkrebs sind heute Probandinnen in klinischen Studien. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie (Brustheilkunde) hat sogar ein eigenes Portal zur Bewerbung von Brustkrebsstudien eingerichtet. Doch kann uns und unseren ÄrztInnen, die Frauen mit neutralem, fachlich fundiertem Wissen bei Entscheidungsfindungen helfen sollen, </span><span style="color: #60748a;">die derzeitige Forschung in Sachen Brustkrebstherapie</span><span style="color: #60748a;"> wirklich noch weiterhelfen? Bereits jetzt zeigen Studienergebnisse oft nur marginale Unterschiede. Prof. Dr. med. David Klemperer von der Fakultät Sozialwesen der Hochschule Regensburg veranschaulicht, was bei Studien wirklich Sache ist, und fordert vor allem eines: Transparenz. <strong>Für ihn sind die gegenwärtigen Zustände nicht hinnehmbar. </strong><br />
</span></p>
<p><strong>&#8220;Was würden Sie sagen, wenn der Ausgang eines Fußballspiels von einem der Vereine mit 5:0 und vom gegnerischen Verein mit 3:1 gemeldet würde, und zwar jeweils für die eigene Mannschaft?&#8221;</strong></p>
<p>So beginnt das Editorial &#8220;<em>Arzneimittelforschung: Marketing vor Evidenz, Umsatz vor Sicherheit&#8221;</em> von Prof. David Klemperer zum Leitartikel &#8220;Pharmasponsoring von Arzneimittelstudien&#8221;  im Deutschen Ärzteblatt (Jg. 107, Heft 16, 2010). Eine systematische Übersichtsarbeit, in der 57 Arzneimittelstudien miteinander verglichen wurden, kam bei der Auswertung von neun Studien zu genau zu obigem Ergebnis: Die Hersteller der beiden jeweils miteinander verglichenen Medikamente deklarierten ihr eigenes als wirksamer.</p>
<p>Klemperer weiter: &#8220;Pharmazeutische Firmen lassen &#8230; Ärzte und Patienten häufig über die wahren Wirkungen ihrer Produkte im Unklaren. Die Wissensgrundlage, auf der wir Ärzte Behandlungsentscheidungen mit unseren Patienten treffen, ist häufig verfälscht. Dadurch gefährden wir unsere Patienten unwissentlich.&#8221; Als &#8220;Mittel gegen Manipulation&#8221; fordert er Transparenz. Anforderungen an die Informationspflichten der Hersteller müssten klar, stringent und verbindlich sein.</p>
<p>Klemperer resümiert: <strong>&#8220;Wenn wir es ernst meinen mit dem Patientenwohl, können die Dinge nicht so bleiben wie sie sind.&#8221;</strong></p>
<h3>Quelle</h3>
<p>Klemperer, David: <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=74298">Arzneimittelforschung: Marketing vor Evidenz, Umsatz vor Sicherheit</a> (pdf) Deutsches Ärzteblatt, Jg. 107, Heft 16, 23. April 2010</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p><strong>Finanzierung von Arzneimittelstudien durch pharmazeutische Unternehmen und die Folgen<br />
</strong><a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=74299">Teil 1: Qualitative systematische Literaturübersicht zum Einfluss auf Studienergebnisse, -protokoll und -qualität</a>; Schott et al, Dtsch Arztebl Int 2010; 107(16): 279–85, DOI: 10.3238/arztebl.2010.0279 (pdf)<br />
&#8220;<span style="text-decoration: underline;">Schlussfolgerungen:</span> Bei der Beurteilung eines Arzneimittels führen Angaben aus publizierten Studien, die von pharmazeutischen Unternehmen finanziert wurden, häufig zu einem verzerrten Bild. Dies wird nicht durch die methodische Qualität der Arzneimittelstudien erklärt.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=74522">Teil 2: Qualitative systematische Literaturübersicht zum Einfluss auf Autorschaft, Zugang zu Studiendaten sowie auf Studienregistrierung und Publikation</a>; Schott et al, Dtsch Arztebl Int 2010; 107(17): 295–301, DOI: 10.3238/arztebl.2010.0295 (pdf)<br />
&#8220;<span style="text-decoration: underline;">Resümee:</span> Aus der vorliegenden systematischen Übersichtsarbeit ergeben sich eindeutige Hinweise darauf, dass in Publikationen zu klinischen Studien, bei denen pharmazeutische Unternehmen beteiligt sind, der therapeutische Nutzen eines Arzneimittels häufig zu positiv dargestellt wird und Risiken verschwiegen werden. Klinische Studien werden zunehmend von pharmazeutischen Unternehmen finanziert &#8230; . Auf der Basis von veröffentlichten Studienergebnissen werden zum Beispiel von medizinischen Fachgesellschaften evidenzbasierte Leitlinien erarbeitet, deren Empfehlungen deshalb fehlerhaft sein können. &#8230; Auf vielen Ebenen muss dafür gesorgt werden, dass kommerzielle Interessen nicht die Kenntnisse über eine wissenschaftlich korrekte Studienplanung, -durchführung und Publikation unterminieren &#8230; . Arzneimittelstudien werden unter Mitarbeit von vielen Ärztinnen und Ärzten geplant und durchgeführt. Sie sollten dabei zum Wohl der Patienten verstärkt Verantwortung übernehmen, indem sie den wirtschaftlichen Eigeninteressen der pharmazeutischen Unternehmen in Forschung und Klinik entgegenwirken.&#8221;</p>
<p><strong>Expertise:</strong> <a href="http://www.vdaeae.de/images/stories/fotos2/einfluss-pharmaindustrie_expertise_2009.pdf">Der Einfluss der pharmazeutischen Industrie auf die wissenschaftlichen Ergebnisse und die Publikation von Arzneimittelstudien</a>, erstellt von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Fachausschuss der  Bundesärztekammer, Vorsitzender: Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Klaus Lieb, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 01.12.2008.<br />
&#8220;<span style="text-decoration: underline;">Fazit:</span> Publizierte Arzneimittelstudien, die von pharmazeutischen Unternehmen finanziert werden oder bei denen ein Autor einen finanziellen Interessenkonflikt hat, haben häufiger ein für das pharmazeutische Unternehmen günstiges Ergebnis als aus anderen Quellen finanzierte Studien. &#8230; Außerdem ergaben sich Hinweise u. a. auf eine Einflussnahme auf das Studienprotokoll, auf den Einsatz von Ghostwritern und auf das Zurückhalten von Kenntnissen über unerwünschte Arzneimittelwirkungen durch pharmazeutische Unternehmen. &#8230; Für die derzeitige Situation kann nur empfohlen werden, das Wissen um eine möglicherweise verzerrte Evidenz bei der Beurteilung von Arzneimitteln zu berücksichtigen und nach Wegen zu suchen, klinische Studien unabhängig von kommerziellen Interessen zu planen, durchzuführen, auszuwerten und zu publizieren.&#8221;</p>
<p><em>Abbildung: &#8220;<a href="http://www.flickr.com/photos/agelakis/2394578930/">Tired of studying!</a>&#8221; von Dimitris Agelakis auf flickr.com, Creative Commons 2.0</em></p>
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		<title>Darf die Pharmaindustrie direkt an die VerbraucherInnen ran?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 19:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[arzneimittelmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[arzneimittelwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[heilmittelwerbegesetz schützen]]></category>
		<category><![CDATA[medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFWir sagen Nein! Seitdem es unser Projekt gibt, haben wir uns für den &#62;&#62;&#62; Schutz des Heilmittelwerbegesetzes eingesetzt. Wir wollen keine Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente bei &#8220;EndverbraucherInnen&#8221;. Diese Medikamente sind keine Produkte wie andere auch. Sie sind nicht ohne Grund weltweit stark reguliert. Sie können schwere gesundheitliche Schäden auslösen, wenn sie falsch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/dtca-no/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div id="attachment_3287" class="wp-caption alignleft" style="width: 203px"><a href="http://www.bcaction.de/pdf/infoblog/2010_DTCA-NEIN.pdf"><img class="size-medium wp-image-3287 " title="Für besseren VerbraucherInnenschutz in Europa: Gegen die Bewerbung verschreibungspflichtiger Medikamente bei PatientInnen" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2010/03/Clipboard01-214x300.jpg" alt="Für besseren VerbraucherInnenschutz in Europa: Gegen die Bewerbung verschreibungspflichtiger Medikamente bei PatientInnen" width="193" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Für besseren VerbraucherInnenschutz in Europa: Gegen die Bewerbung verschreibungspflichtiger Medikamente bei PatientInnen</p></div>
<p><span style="color: #60748a;"><strong>Wir sagen Nein!</strong> Seitdem es unser Projekt gibt, haben wir uns für den<span style="text-decoration: underline;"> <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/category/medikamente/heilmittelwerbegesetz-schuetzen/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Schutz des Heilmittelwerbegesetzes</a></span> eingesetzt. Wir wollen keine Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente bei &#8220;EndverbraucherInnen&#8221;. Diese Medikamente sind keine Produkte wie andere auch. Sie sind nicht ohne Grund weltweit stark reguliert. Sie können schwere gesundheitliche Schäden auslösen, wenn sie falsch eingesetzt werden.</span></p>
<p>Gerade Patientinnen mit Brustkrebs waren in den vergangenen Jahren einem verstärkten Verschreibungsdruck ausgesetzt, z.B. bei &#8220;Epo&#8221;, Antidepressiva, bei speziellen schädigenden Hormonersatztherapien, die besonders bei Frauen mit Brustkrebs beworben wurden, etc. Hier ist Patientinnen Schaden entstanden, und hier sind gesponserte Patientinnenorganisationen benutzt worden. Auch bei anderen sehr hochpreisigen Therapien ist in den letzten Jahren ein erkennbarer, unzulässiger Druck entstanden. Dieser Druck auf die Verschreibungspraxis über PatientInnen ist gesundheitsgefährdend bis lebensgefährlich. Die Erfahrungen in den Vereinigten Staaten, dem einzigen Land neben Neuseeland, in dem diese Form der Werbung zugelassen ist, stimmen mehr als bedenklich.</p>
<p>Die Verordnung verschreibungspflichtiger Medikamente in Deutschland und Europa muss ÄrztInnen überlassen bleiben, die die Verordnung unabhängig von Herstellerinteressen im alleinigen Interesse der Gesundheit ihrer PatientInnen vornehmen. Breiten Raum in unserer Arbeit nimmt die solidarische Gesundheitsversorgung ein, auf die wir alle gleichermaßen angewiesen sind. Das nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gestaltete in den Markt Drücken von hochpreisigen Krebsmedikamenten, deren Nutzen oft nicht in ausreichendem Maße belegt ist, gefährdet den solidarisch gestalteten Zugang zur Medizin für uns alle.</p>
<p>Wir unterstützen deswegen mit Nachdruck das Verbot der Werbung für verschreibungsplfichtige Medikamente und unterstützen im Netzwerk &#8211; gemeinsam mit <a href="http://www.bukopharma.de" target="_blank">&gt;&gt;&gt; bukopharma.de</a> und 29 anderen Organisationen &#8211; dieses Anliegen quer durch Europa:</p>
<p>Der neu gewählte EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz John Dalli sicherte im vergangenen Monat zu, den Gesetzesvorschlag zu PatientInneninformation noch einmal kritisch zu hinterfragen. 29 europäische und nationale Organisationen &#8211; darunter Breast Cancer Action Germany &#8211; fordern den Kommissar auf, den Gesetzentwurf komplett umzuschreiben, damit er den Interessen der VerbraucherInnen an guter Gesundheitsinformation gerecht wird. Mitunterzeichner sind auch <a href="http://www.haiweb.org/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Health Action International</a> (HAI), bei dem die Pharma-Kampagne Mitglied ist, und <a href="http://www.isdbweb.org/pag/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; International Society of Drug Bulletins</a> (ISDB), deren Präsidenten die Pharma-Kampagne derzeit stellt.</p>
<p>Der Gesetzesvorschlag war im Dezember 2008 unter der Führung des Generaldirektorates Unternehmen und Industrie in den parlamentarischen Prozess gebracht worden und würde es der Pharmaindustrie erlauben, direkt mit VerbraucherInnen über Gesundheit, Krankheit und rezeptpflichtige Arzneimittel zu kommunizieren. Basis des Gesetzesvorschlags war ein im Juni 2007 veröffentlichter Bericht, der eine &#8220;Bestandsaufnahme&#8221; der Quellen für PatientInneninformation zu Gesundheit beinhalten sollte. Jedoch war der Bericht so einseitig, dass Zweifel an der aufrichtigen Bereitschaft der EU-Kommission, die kritischen Punkte zu diskutieren, angebracht erscheinen.</p>
<p>In öffentlichen Konsultationen äußerte sich dementsprechend eine große Anzahl von EinwenderInnen kritisch, wobei besonders hervorgehoben wurde, dass die Pharmaindustrie wegen ihrer kommerziellen Interessen nicht als eine verlässliche Quelle von unabhängiger Information angesehen werden kann. <strong>Auch der EU-Ministerrat (Versammlung aller EU-GesundheitsministerInnen) lehnte im Juni 2009 die Vorschläge der Kommission ab.</strong></p>
<p>Sollten sich die Mitglieder des Europäischen Parlamentes mit einem solchen Gesetzesvorschlag beschäftigen? Nein, denn <strong>der vorliegende Text befriedigt nicht die Bedürfnisse der europäischen BürgerInnen nach unabhängiger, vergleichender und ausgewogener Gesundheitsinformation.</strong></p>
<p>Hier sind fünf konkrete Vorschläge, wie Gesundheitsinformationen im Sinne der VerbraucherInnen verbessert werden können:</p>
<ul>
<li> Verbesserung des Beipackzettels (z.B. auf Leserlichkeit und Verständlichkeit).</li>
</ul>
<ul>
<li>Verbesserung der Arzt-PatientInnen-Kommunikation. Die Information der PatientInnen und das Eingehen auf die Bedürfnisse des Einzelnen bedarf eines vertrauensvollen Dialoges. Dies ist die Kernaufgabe von Angehörigen des Gesundheitsdienstes.</li>
<li>Stärkung der nationalen Behörden, damit sie aktiver und transparenter Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellen. Dies beinhaltet auch den öffentlichen Zugang zu Daten über Wirksamkeit und Nutzen von Arzneimitteln und anderen Gesundheitsprodukten, und zwar vor und nach der Zulassung der Produkte für den Arzneimittelmarkt.</li>
</ul>
<ul>
<li> Entwicklung, Vernetzung und Stärkung bereits existierender Quellen unabhängiger Gesundheitsinformationen.</li>
<li>Stärkere Kontrolle von Verstößen gegen das Heilmittelwerbegesetz sowie eine schärfere Ahndung von Verstößen.</li>
</ul>
<p>Die Pressemitteilung in englischer Sprache wird von 29 Organisationen getragen &#8211; darunter 14 aus Deutschland. <strong>Wir sind dabei.</strong> <a href="http://www.bcaction.de/pdf/infoblog/2010_DTCA-NEIN.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Hier geht es zum vollständigen englischen Text </a></p>
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		<title>Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente bei VerbraucherInnen &#8211; Arzneimittelwerbung &#8220;DTCA&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 09:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[arzneimittelmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[arzneimittelwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[heilmittelwerbegesetz schützen]]></category>
		<category><![CDATA[medikamente]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFDie Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente bei EndverbraucherInnen ist weltweit &#8211; abgesehen von USA und Neuseeland &#8211; verboten, aus gutem Grund. Verschreibungspflichtige Medikamente können mehr noch als nicht verschreibungspflichtige Medikamente Schäden verursachen, Sucht auslösen etc. Sie sind auch aus vielen anderen Gründen nicht vergleichbar mit anderen Produkten, für die geworben werden darf. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/arzneimittelwerbung-dtca/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>Die Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente bei EndverbraucherInnen ist weltweit &#8211; abgesehen von USA und Neuseeland &#8211; verboten, aus gutem Grund.</p>
<p>Verschreibungspflichtige Medikamente können mehr noch als nicht verschreibungspflichtige Medikamente Schäden verursachen, Sucht auslösen etc. Sie sind auch aus vielen anderen Gründen nicht vergleichbar mit anderen Produkten, für die geworben werden darf.</p>
<p>Wer die Diskussionen um Patientenorganisationen insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Thema Werbung verfolgt hat, weiß vielleicht, dass sie in den vergangenen Jahren öfter als vermutet &#8220;Produktwerbung&#8221; auf anderen Wegen betrieben haben. Wer amerikanische Zeitschriften kennt, weiß, dass dort verschreibungspflichtige Medikamente beworben werden, in der amerikanischen Brustkrebs-Zeitschrift <em>MAMM</em> findet sich beispielsweise solche Arzneimittelwerbung für alle teuren neuen Medikamente massenhaft.</p>
<p>Ähnliche Zeitschriften sind auch bei uns auf dem Markt,  wie z.B. die deutsche <em>Mamma Mia</em>. Sie müssen sich über Werbung finanzieren. Damit &#8220;informiert&#8221; die Industrie ihre Endverbraucherinnen, in den USA allerdings mit der Auflage, dass z.B. Nebenwirkungen genannt werden müssen. Nach der doppelseitigen Hochglanzwerbung für ein neues Medikament kommt dann in der Regel die Doppelseite mit Nebenwirkungen und Risiken, waschzettelähnlich im Kleingedruckten. Manche finden das toll, unabhängige PharmakologInnen, ÄrztInnen etc. finden es falsch. Ziel der Werbung ist letztlich, dass die VerbraucherIn, also die PatientIn, zum Arzt geht und sagt: &#8220;Hallo Doc, das will ich haben!&#8221;</p>
<p>Auf EU-Ebene hat sich der Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Unternehmen und Industrie, Günther Verheugen, für die Interessen der Pharmakonzerne eingesetzt, um diese Arzneimittelwerbung auch in Europa zu erlauben.</p>
<p>Nachfolgend einige Infos zum aktuellen Stand, zusammengstellt von BUKO-Pharma:</p>
<p>&#8212;</p>
<h2>1. Deutscher Bundestag</h2>
<p>Am Donnerstag, dem 2. Juli, hat der Deutsche Bundestag in seiner 230. Sitzung die Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Gesundheit verhandelt. Hierbei ging es um die Errichtung einer Europäischen Arzneimittel-Agentur in Bezug auf die Information der breiten Öffentlichkeit über verschreibungspflichtige Humanarzneimittel sowie um die Information der breiten Öffentlichkeit über verschreibungspflichtige Arzneimittel.</p>
<h2><strong>Vorgeschlagene Lösung:</strong></h2>
<p>Kenntnisnahme und Annahme eines Entschließungsantrags, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, im Rahmen der weiteren Verhandlungen über die beiden Vorschläge auf europäischer Ebene die in der Entschließung formulierten Positionen zu vertreten. Die Europäische Kommission soll insbesondere aufgefordert werden, die Erforderlichkeit der vorgeschlagenen Regelungen zu belegen sowie nachzuweisen, dass dadurch keine unnötige neue Bürokratie geschaffen wird. Die Bundesregierung soll ferner einer Aufweichung des Publikumswerbeverbots für verschreibungspflichtige Humanarzneimittel und eventuellen Risiken für die Nachhaltigkeit der sozialen Sicherungssysteme entgegentreten.</p>
<p>Die Beschlussempfehlung ist mit den Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Gegenstimmen der Fraktion der FDP und bei Stimmenthaltung der Fraktion DIE LINKE angenommen.</p>
<p>Damit ist die Bundesregierung verpflichtet, sich für die oben genannten Forderungen einzusetzen. Ein schöner Erfolg!</p>
<h2>2. Konsultation der englischen Zulassungsbehörde MHRA</h2>
<p>Die englische Zulassungsbehörde MHRA = Medicines and Healthcare products Regulatory Agency hat zum EU-Gesetzesvorschlag eine öffentliche Konsultation ausgeschrieben: Public consultation (MLX 358): The European Commission proposals on information to patients for prescription medicines. &#8211; Antworten sind möglich bis zum 14. August (<a href="http://www.mhra.gov.uk/Publications/Consultations/Medicinesconsultations/MLXs/CON046657">http://www.mhra.gov.uk/Publications/Consultations/Medicinesconsultations/MLXs/CON046657</a>).</p>
<p>Wir [Bukopharma, unterstützt damals unter anderem von Breast Cancer Action Germany, AKF und Netzwerk Frauengesundheit Berlin] haben unsere gemeinsame Stellungnahme: PatientInnen nicht im Regen stehen lassen &#8211; für eine industrieunabhängige Patienteninformation (die ja mittlerweile auch in englischer Form vorliegt &#8211; siehe Anhang) als Antwort auf die Konsultation geschickt.</p>
<h2>3. Neues Projekt: Jugendhomepage &#8211; Pillenchecker.de</h2>
<p>Um Jugendliche (Zielgruppe 12 &#8211; 18 Jahre) auf die Problematik von Arzneimittelwerbung aufmerksam zu machen, werden wir eine neue Webseite mit dem Namen Pillenchecker aufbauen, die dieses Jahr noch online gehen soll. Dabei wollen wir den Fokus nicht nur auf problematische Werbung in Deutschland richten, sondern auch auf die weltweite Problematik aufmerksam machen. Speziell wird hierzu auch Arzneimittelwerbung aus Afrika beleuchtet.</p>
<p>Ein Schülerwettbewerb zum Thema wird am Ende des Jahres starten. Jugendliche sollen sich hier kritisch mit den Fallstricken von AM-Werbung auseinandersetzen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Ende der Info von Bukopharma, Abdruck mit freundlicher Genehmigung</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Kontakt zu BUKO:</span><br />
Hedwig Diekwisch<br />
BUKO Pharma-Kampagne<br />
August-Bebel-Str. 62<br />
33602 Bielefeld<br />
<a href="www.bukopharma.de">www.bukopharma.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Werbung für die Pille: Beachtung des Arzneimittelwerbeverbots für verschreibungspflichtige Medikamente soll stärker überprüft werden</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/werbung-fur-die-pille-beachtung-des-arzneimittelwerbeverbots-fur-verschreibungspflichtige-medikamente-soll-starker-uberpruft-werden/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 16:21:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[arzneimittelmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[heilmittelwerbegesetz schützen]]></category>
		<category><![CDATA[petitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Antibabypille]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFSeit dem 22. September 2008 steht auf der Website des Deutschen Bundestages eine öffentliche Petition zur Mitzeichnung an, die wir auf diesem Wege weiter bekannt machen möchten. Text der Petition: Mit dieser Petition soll erreicht werden, dass die Einhaltung des Werbeverbots für Arzneimittel auf Internetplatformen, insbesondere zu hormonellen Verhütungsmitteln, schärfer überprüft wird. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/werbung-fur-die-pille-beachtung-des-arzneimittelwerbeverbots-fur-verschreibungspflichtige-medikamente-soll-starker-uberpruft-werden/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>Seit dem 22. September 2008 steht auf der Website des Deutschen Bundestages eine öffentliche Petition zur Mitzeichnung an, die wir auf diesem Wege weiter bekannt machen möchten.</p>
<h2>Text der Petition:</h2>
<p>Mit dieser Petition soll erreicht werden, dass die Einhaltung des Werbeverbots für Arzneimittel auf Internetplatformen, insbesondere zu hormonellen Verhütungsmitteln, schärfer überprüft wird.</p>
<h2><strong>Begründung:</strong></h2>
<p><strong> </strong>Es gibt zahlreiche Seiten im Internet, die Informationen zur Verhütung bieten. Gespickt mit Lifestyle, Schminktipps und ähnlichem sind diese Seiten speziell auf junge Mädchen zugeschnitten die sich erstmals über Verhütung informieren möchten. Hierbei wird jedoch übermäßig auf hormonelle Methoden eingegangen. Nebenwirkungen werden heruntergespielt oder ganz unter den Teppich gekehrt. Nicht-hormonelle Methoden werden als umständlich und unsicher abgetan, oft werden auch falsche Angaben zur Sicherheit gemacht. Betrieben werden diese Seiten von verschiedenen Pharmakonzernen welche eigene hormonelle Kontrazeptiva auf dem Markt haben.&#8221;  Hier die E-Petition <strong>bis 26. November 2008</strong> <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=29656f21ad8242496365d26&amp;action=petition;sa=details;petition=682">mitzeichnen</a>.  Wir unterstützen die Petition insbesondere mit dem Hinweis auf die Verharmlosung bzw. das vollständige Verschweigen der Risiken hormoneller Kontrazeptiva &#8211; einschließlich des Brustkrebsrisikos &#8211; bei den neuen Strategien des Medikamentenmarketings über das Internet.  Auch die <a href="http://www.bukopharma.de">BUKO Pharma-Kampagne</a> hat bereits mehrfach auf Verstöße im Internet gegen das Werbeverbot für Arzneimittel im Bereich Verhütungsmittel aufmerksam gemacht. </p>
<p>Siehe hierzu <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="pdf" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg" alt="pdf" width="16" height="17" /></a> <a href="http://www.bukopharma.de/uploads/file/Pharma-Brief/Phbf2007_07.pdf">Pharma-Brief 7/2007: Werbung: Desinformation zur Pille</a><br />
sowie den <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="pdf" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg" alt="pdf" width="16" height="17" /></a> <a href="http://www.bukopharma.de/uploads/file/Pharma-Brief/Phbf2008_01.pdf">Pharma-Brief 1/2008 zur mangelnden Werbekontrolle in Deutschland</a> (s. Seite 4).</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Arzneimittelforum des Europäischen Parlaments empfiehlt Beibehaltung des Werbeverbots für verschreibungspflichtige Medikamente</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/arzneimittelforum-des-europaischen-parlaments-empfiehlt-beibehaltung-des-werbeverbots-fur-verschreibungspflichtige-medikamente/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/arzneimittelforum-des-europaischen-parlaments-empfiehlt-beibehaltung-des-werbeverbots-fur-verschreibungspflichtige-medikamente/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Oct 2008 16:32:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[arzneimittelmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[europapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[heilmittelwerbegesetz schützen]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFaufgelesen von Beate Schmidt Am 02.10.2008 hat das Arzneimittelforum der EU eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es über die Vorstellung seines Abschlussberichtes informiert. Dieser Bericht enthält Grundsätze und Empfehlungen zu drei wesentlichen Bereichen: Wie können Informationen über Krankheiten und Behandlungsmethoden verbessert werden? Wie können Arzneimittel miteinander verglichen und die wirksamsten Medikamente ermittelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/arzneimittelforum-des-europaischen-parlaments-empfiehlt-beibehaltung-des-werbeverbots-fur-verschreibungspflichtige-medikamente/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div><em>aufgelesen von Beate Schmidt</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div><span style="color: #60748a;">Am 02.10.2008 hat das Arzneimittelforum der EU eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es über die Vorstellung seines Abschlussberichtes informiert.<br />
</span></div>
<p>Dieser Bericht enthält Grundsätze und Empfehlungen zu drei wesentlichen Bereichen:</p>
<ul>
<li>Wie können Informationen über Krankheiten und Behandlungsmethoden verbessert werden?</li>
<li>Wie können Arzneimittel miteinander verglichen und die wirksamsten Medikamente ermittelt werden?</li>
<li>Wie kann man angesichts begrenzter Gesundheitsbudgets erreichen, dass Innovationen zugänglich sind und sich bezahlt machen?</li>
</ul>
<p>Zum Thema Information der Patientinnen und Patienten über Krankheiten und Behandlungsmethoden ist für uns als wichtigster Punkt die Empfehlung der EU festzuhalten: <strong>&#8220;Das Werbeverbot für verschreibungspflichtige Medikamente sollte beibehalten werden.&#8221; </strong></p>
<p>Darüber hinaus soll der Zugang zu Informationen erleichtert und die nationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Patienteninformation verbessert werden. Auch zum Thema Preisgestaltung und Zugänglichkeit von Arzneimitteln wurden Empfehlungen erarbeitet. Die Mitgliedstaaten und die übrigen Forumsteilnehmer werden gebeten, die Empfehlungen des Forums umzusetzen.</p>
<p>Auf dem Gebiet der Patienteninformationen sollen neue Formen der Zusammenarbeit angedacht werden, wobei herausgestellt wird, dass <strong>&#8220;ein Mindestmaß an ethischen Anforderungen respektiert werden (soll): Transparenz, Offenlegung von finanzieller Unterstützung und sonstigen Förderungen sowie Festlegung der Verantwortlichkeiten.&#8221;</strong> Gerade im Zusammenhang mit Brustkrebs ist dies bei uns auch auf nationaler Ebene ebenfalls nicht umgesetzt. Ausgerechnet Patientinnenorganisationen haben hier in der Vergangenheit Anlass zu öffentlicher Kritik gegeben, und die geforderte Offenlegung durch die betroffenen Organisationen selbst findet nicht statt. Das erschwert die Orientierung im Zusammenhang mit Information für Frauen mit Brustkrebs in Deutschland.</p>
<p>Da eine neutrale Information zu Brustkrebsmedikamenten &#8211; fernab von Arzneimittelwerbung &#8211; für Patientinnen auch bei uns nach wie vor sehr verbesserungsfähig ist, bleiben wir dran an diesem wichtigen Thema.</p>
<p><strong>Hier im Original weiterlesen:</strong></p>
<p>Pressemitteilung IP/08/1451 der EU vom 2. Oktober 2008:<br />
<a title="Zur Pressemitteilung geht es hier ..." href="http://ec.europa.eu/pharmaforum/docs/ip-08-1451_de.pdf" target="_self">http://ec.europa.eu/pharmaforum/docs/ip-08-1451_de.pdf</a></p>
<p>Das Abschlusspapier: Final Conclusions and Recommendations:<br />
<a title="Zu dem Abschlusspapier (nur in englischer Sprache)" href="http://ec.europa.eu/pharmaforum/docs/final_conclusions_en.pdf" target="_self">http://ec.europa.eu/pharmaforum/docs/final_conclusions_en.pdf</a> (nur in englischer Sprache)</p>
<p><strong>Wo wir weiterarbeiten:</strong></p>
<p>Das Arzneimittelwerbegesetz schützen, Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente stoppen: Wir unterstützen auch weiterhin die europaweite gemeinsame Aktion von Bundesärztekammer, BAGP, IPPWN &amp; BUKO-Pharma-Kampagne, die zusammen mit prescrire (Frankreich) läuft: <a href="http://www.bukopharma.de/uploads/file/Archiv/Industrieunabhaengige_Patinfo_Mitunterzeichner_20080918.pdf">PatientInnen nicht im Regen stehen lassen – für eine industrieunabhängige Patienteninformation</a>. PatientInnen- und VerbraucherInnensschutz bleibt eine Daueraufgabe.<br />
<strong><br />
Stellungnahme mitzeichnen: eMail an</strong> hdiekwischATbukopharma.de<br />
Mehr Information zu dieser Aktion in unserem <a title="Zur Starseite unseres infoblog!" href="http://www.bcaction.de/wordpress/?cat=66">Blog</a> oder bei <a href="http://www.bukopharma.de/index.php?page=stellungnahmen">BUKO</a>.</p>
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		<title>PatientInnen nicht im Regen stehen lassen – für eine industrieunabhängige Patienteninformation</title>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 10:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[arzneimittelmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[heilmittelwerbegesetz schützen]]></category>
		<category><![CDATA[medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFWir unterstützen die Stellungnahme der BUKO Pharma-Kampagne, der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) Deutschland, der BundesArbeitsGemeinschaft der PatientInnenstellen und -Initiativen (BAGP) sowie der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) ausdrücklich. Gesundheitsinformationen sind ein wichtiger und notwendiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Damit PatientInnen eine sachgerechte Entscheidung in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/industrieunabhaengige-patienteninformation/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div id="attachment_1706" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/04/unabhaengige_patienteninforamtion.jpg"><img class="size-full wp-image-1706" title="unabhaengige_patienteninforamtion" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/04/unabhaengige_patienteninforamtion.jpg" alt="Gemeinsam für VerbraucherInnenschutz" width="453" height="96" /></a><p class="wp-caption-text">Gemeinsame Aktion für VerbraucherInnenschutz</p></div>
<p><span style="color: #60748a;"><em>Wir unterstützen die <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="pdf" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg" alt="pdf" width="16" height="17" /></a> <a title="Link zum Originaldokument" href="http://www.bcaction.de/pdf/00blog/PatInfo.pdf" target="_blank">Stellungnahme</a> der BUKO Pharma-Kampagne, der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) Deutschland, der BundesArbeitsGemeinschaft der PatientInnenstellen und -Initiativen (BAGP) sowie der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) ausdrücklich.</em></span><em> <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg"> </a></em></p>
<p>Gesundheitsinformationen sind ein wichtiger und notwendiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Damit PatientInnen eine sachgerechte Entscheidung in Gesundheitsfragen treffen können, brauchen sie unabhängige und ausgewogene Informationen. Gesundheitsinformationen müssen:</p>
<ul>
<li><strong>Zuverlässig sein:</strong> Gesundheitsinformationen müssen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen (unter Angabe der Datenquellen).</li>
<li><strong>Unabhängig sein:</strong> Es muss deutlich werden, wer die Information verfasst hat und wie sie finanziert wurde. Dies ermöglicht es PatientInnen, Informationen, die durch Interessenkonflikte beeinflusst sind, zu erkennen.</li>
<li><strong>Vergleichend sein:</strong> Dazu gehören die Darstellung der Wirksamkeit und des möglichen Schadens aller vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten sowie der möglichen Folgen eines Verzichts auf Behandlung. Des Weiteren sollten Angaben zu Ursache und Verlauf der Erkrankung oder des Problems bereitgestellt werden.</li>
<li> <strong>AnwenderInnenfreundlich sein:</strong> Die Informationen sollten verständlich und leicht zugänglich sein sowie den kulturellen Hintergrund berücksichtigen.</li>
</ul>
<p>Mit Sorge beobachten wir, dass die Grenzen zwischen Arzneimittelwerbung und Gesundheitsinformation zunehmend verwischen. Schon heute nutzen Firmen gesetzliche Regelungslücken und mangelnde Überwachung durch die Behörden, um tendenziöse Gesundheitsinformation und indirekte Produktwerbung auch für rezeptpflichtige Arzneimittel, z.B. über das Internet zu verbreiten. Für die VerbraucherInnen wird es so immer schwieriger, unabhängige Gesundheitsinformationen von Werbung zu unterscheiden. Diese Situation könnte sich in naher Zukunft weiter verschärfen.</p>
<p>Die Europäische Kommission plant noch in diesem Jahr einen neuen Gesetzesvorschlag im Bereich der Arzneimittelwerbung und Patienteninformation. Zwar soll nach Aussagen der Kommission das Verbot der Laienwerbung für rezeptpflichtige Arzneimittel erhalten bleiben, die vorgesehene Gesetzesänderung würde es der Pharmaindustrie jedoch erlauben, „Informationen“ über Gesundheit / Krankheit und Arzneimittel direkt an die VerbraucherInnen zu richten.  (1.) Träger der Information sollte jedoch immer eine unabhängige Institution sein, die keine unmittelbaren ökonomischen Interessen an der Produktvermarktung hat. Deshalb führt das Argument der EU-Kommission, Information nur auf Basis der Qualität, nicht aber aufgrund der Quelle der Information zu beurteilen, bewusst in die Irre.  (2.)</p>
<p>Die primäre Rolle der Pharmaindustrie im Bereich Information ist die Erstellung von qualitativ hochwertiger Fachinformation für ÄrztInnen einerseits und PatientInnen andererseits (Packungsbeilagen). Pharmazeutische Unternehmen haben darüber hinaus die Pflicht, alle Studien zu registrieren und für die lückenlose Veröffentlichung auch von Studien mit negativen Ergebnissen zu sorgen  (3.) sowie Berichte über unerwünschte Arzneimittelereignisse zeitnah an die Bundesoberbehörden zu melden. Im Rahmen der Förderung unabhängiger Patienteninformation sind ein öffentliches Register, in das alle Studien eingetragen werden müssen und eine öffentliche Datenbank für unerwünschte Arzneimittelwirkungen erste Schritte. Diese Themen werden im Vorschlag der EU-Kommission aber überhaupt nicht angesprochen.</p>
<p>VerbraucherInnen benötigen gerade aufgrund der unübersichtlichen Zahl von Gesundheitsinformationen in den Medien (und besonders im Internet) eine klare Unterscheidung zwischen Werbung und Information. (4.) Um eine rationale Entscheidung für die eigene Gesundheit treffen zu können, brauchen sowohl PatientInnen als auch die Öffentlichkeit unabhängige, vergleichende Informationen zum Für und Wider aller Behandlungsmethoden. Dazu gehört neben medikamentösen und nichtmedikamentösen Methoden auch die Möglichkeit, auf Behandlung zu verzichten. Pharmafirmen und von ihnen finanzierte „Partner“ können dies nicht leisten, denn wer Produkte verkaufen will, kann nicht neutral informieren.</p>
<p>Die Erstellung qualitativ guter Informationen für PatientInnen und VerbraucherInnen erfordert daher eine klare Trennung der Rollen der unterschiedlichen handelnden Akteure: die klare Etikettierung und informative Packungsbeilage durch die Unternehmen; vergleichende Informationen zu Gesundheit, Krankheiten und Behandlungen durch industrieunabhängige Einrichtungen, Beschäftige im Gesundheitswesen, Verbraucherschutzorganisationen und unabhängige PatientInnenverbände.</p>
<p><strong>Unabhängige Gesundheitsinformation ist eine öffentliche Aufgabe.</strong></p>
<p><strong></strong> Wir fordern:</p>
<ol>
<li>Die Aufrechterhaltung des Verbots der Verbraucherwerbung für rezeptpflichtige Arzneimittel einschließlich des Verbots sogenannter Informationsangebote durch die Industrie.</li>
<li>Eine stärkere Kontrolle und Ahndung von Verstößen gegen geltendes EU- / nationales Recht.</li>
<li>Die Bereitstellung von verständlicher vergleichender Informationen über Arzneimittel durch unabhängige Einrichtungen.</li>
<li>Eine bessere Vernetzung und finanzielle Stärkung der bestehenden unabhängigen Informationsangebote.</li>
<li> Eine Registrierung aller Studien in einem öffentlichen Register sowie die Veröffentlichungspflicht aller zu einem Medikament durchgeführten Studien.</li>
<li>Die unverzügliche Meldung unerwünschter Arzneimittelereignisse an die zuständige Oberbehörde sowie die Aufnahme in eine öffentliche Datenbank.</li>
</ol>
<p>Diese Stellungnahme ist initiiert von der BUKO Pharma-Kampagne, der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) Deutschland, der BundesArbeitsGemeinschaft der PatientInnenstellen und -Initiativen (BAGP) sowie der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ).</p>
<p>Berlin, München und Bielefeld, 7. April 2008</p>
<p><strong>Kontakt &amp; Unterstützung der Stellungnahme:</strong><br />
Hedwig Diekwisch<br />
BUKO Pharma-Kampagne<br />
August-Bebel-Str. 62<br />
D-33602 Bielefeld<br />
Deutschland<br />
Telefon +49-(0)521-96 87 94 81 oder 60550<br />
Telefax +49-(0)521-63789<br />
hdiekwisch@bukopharma.de<br />
<a href="http://www.bukopharma.de">www.bukopharma.de</a></p>
<p><strong>Fußnoten: </strong></p>
<ol>
<li>Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat zum Bericht über die gegenwärtige Praxis der Bereitstellung von Arzneimittelinformationen für Patienten, Brüssel 20.12.2007 KOM (2007) 862 endgültig, <a href="http://ec.europa.eu/enterprise/pharmaceuticals/pharmacos/new.htm">http://ec.europa.eu/enterprise/pharmaceuticals/pharmacos/new.htm</a> sowie Konsultation <span style="color: #60748a;"><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="pdf" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg" alt="pdf" width="16" height="17" /></a> </span> <a href="http://ec.europa.eu/enterprise/pharmaceuticals/pharmacos/docs/doc2008/2008_02/info_to_patients_consult_200802.pdf">http://ec.europa.eu/enterprise/pharmaceuticals/pharmacos/docs/doc2008/2008_02/info_to_patients_consult_200802.pdf<br />
</a></li>
<li> Commission staff working document – Background information supportive to the Communication from the Commission to the European Parliament and the Council concerning the Report on Current Practice with Regard to Provision of Information to Patients on Medicinal Products, in the form of different annexes, Brüssel 18.12.2007 COM(2007) 862, SEC(2007) 1740</li>
<li>Dass eine Unterschlagung negativer Daten immer wieder geschieht, zeigt der jüngste Fall von Novo Nordisk. Hier wurden wichtige Studienergebnisse zu Insulinanaloga unter Verschluss gehalten (<a href="http://www.iqwig.de/kurzwirksame-insulinanaloga-bei-diabetes-mellitus.658.html">http://www.iqwig.de/kurzwirksame-insulinanaloga-bei-diabetes-mellitus.658.html</a>). Ein weiteres Beispiel ist die selektive Publikation zur Wirksamkeit von Antidepressiva (Turner et al. Selective Publication of Antidepressant Trials and Its Influence on Apparent Efficacy N Engl J Med 358;3, p 252)</li>
<li>Die Frage, ob Informationen aktiv („push“) und passiv („pull“) verbreitet bzw. rezipiert werden – wie die Kommission vorschlägt , ist als vorrangiges Unterscheidungskriterium zwischen Werbung und Information allerdings ungeeignet.</li>
</ol>
<p><strong>Weiterlesen:</strong></p>
<p>Der Gemeinsame Bundesausschuss hat im November 2008 gemeinsam mit anderen Organisationen ebenfalls eine <span style="color: #60748a;"><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="pdf" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg" alt="pdf" width="16" height="17" /></a> </span> <a href="http://www.g-ba.de/downloads/34-215-261/2008-10-02-Patienteninformation-AMR.pdf">Pressemeldung</a> zu diesem Thema herausgegeben.</p>
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		<item>
		<title>Arzneimittelpreise &amp; Mehrwertsteuer in Europa</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Dec 2006 21:19:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[arzneimittelmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneimittelpreise]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDF16% Steuern auf unsere Medikamente, ab Januar 2007 werden es nochmal 3% mehr. Bei der bestehenden Regelung der Besteuerung von Medikamenten muss der Staat an hohen Arzneimittelpreisen interessiert sein, denn bei jedem Medikament fließt eine üppige Summe für in Deutschland gekaufte Medikamente über den vollen Mehrwertsteuersatz an den Staatshaushalt. Mit unseren Medikamenten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/arzneimittelpreise-mehrwertsteuer-in-europa/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>16% Steuern auf unsere Medikamente, ab Januar 2007 werden es nochmal 3% mehr. Bei der bestehenden Regelung der Besteuerung von Medikamenten muss der Staat an hohen Arzneimittelpreisen interessiert sein, denn bei jedem Medikament fließt eine üppige Summe für in Deutschland gekaufte Medikamente über den vollen Mehrwertsteuersatz an den Staatshaushalt. Mit unseren Medikamenten sorgen auch wir als Frauen mit Brustkrebs also nicht zu knapp dafür, dass sich die Staatskassen füllen und die Mittel aus unseren Kassenbeiträgen über unsere Leistungsträger, meistens die Krankenkassen, über den Umweg Apotheke dem Staat zufließen.</p>
<p>Der Sozialverband VdK setzt sich zumindest für die Halbierung der<br />
Mehrwertsteuer ein und hat deswegen im August 2006 das Gespräch mit dem Bundesfinanzminister geführt.</p>
<p>Hier die <strong>Steuersätze für Arzneimittel im europäischen Vergleich</strong>:</p>
<p>Dänemark 25%<br />
Slowakei 19%<br />
Deutschland 19% (ab 2007, zuvor 16%)<br />
Italien 10%<br />
Slowenien 8,5%<br />
Griechenland 8%<br />
Finnlad 8%<br />
Polen 7%<br />
Niederlande 6%<br />
Belgien 6%<br />
Portugal 5%<br />
Ungarn 5%<br />
Lettland 5%<br />
Tschechische Republik 5%<br />
Estland 5%<br />
Spanien 4%<br />
Luxemburg 3%<br />
Schweiz 2,4%<br />
Frankreich 2,1% für erstattungsfähige und 5,5% für nicht<br />
erstattungsfähige Medikamente<br />
Irland 0% für Medikamente zur oralen Anwendung, sonst bis zu 21%<br />
England 0% auf Arzneimittel, die im Rahmen des National Health Service (NHS) verordnet werden, 17,5% auf nicht verschreibungspflichtige Medikamente<br />
Österreich 0% für erstattete Medikamente, sonst 20%<br />
Schweden 0% für verschreibungspflichtige Medikamente<br />
Litauen 0% auf verschreibungspflichtige Arzneimittel, sonst bis zu 5%<br />
Malta 0%<br />
Zypern 0%</p>
<p>Gerade Medikamente für Frauen mit Brustkrebs gehören häufig in die hohen Preissegmente. Dass z.B. staatlicherseits bei uns mit der medikamentösen Versorgung von KrebspatientInnen hohe Summen eingenommen werden, ist aus der Betroffenensicht unverständlich.</p>
<p><strong>Quelle:</strong> Zahlenangaben des <a href="http://www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=de13361">Sozialverband VdK Deutschland</a></p>
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		<title>&#8220;Die Preise für Krebsmedikamente steigen&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Nov 2006 19:05:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[arzneimittelmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneimittelpreise]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Brenner]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[NBCC]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFUnter dieser Schlagzeile erschien am 07.11.2006 ein Artikel von Liz Szabo in USA TODAY. Sie schreibt, dass die Preisspirale mittlerweile bei bis zu 10.000 $ im Monat für ein einziges Medikament und eine einzige Patientin angekommen sei. &#8220;Die Kosten sind außer Kontrolle geraten&#8221;, das sagt auch Fran Visco, die Präsidentin der dortigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/die-preise-fur-krebsmedikamente-steigen/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>Unter dieser Schlagzeile erschien am 07.11.2006 ein Artikel von Liz Szabo in USA TODAY. Sie schreibt, dass die Preisspirale mittlerweile bei bis zu 10.000 $ im Monat für ein einziges Medikament und eine einzige Patientin angekommen sei. &#8220;Die Kosten sind außer Kontrolle geraten&#8221;, das sagt auch Fran Visco, die Präsidentin der dortigen amerikanischen Nationalen Brustkrebskoalition <a href="http://www.stopbreastcancer.org/">NBCC</a>. Töne die wir hier bei unseren Patientinnenorganisationen in Deutschland breit vermissen, obwohl auch unsere Medikamente mittlwerweile exorbitant teuer sind. Visco wird deswegen eine Konferenz zu diesem Thema ausrichten und ergänzte, dass &#8220;<strong>wir es uns nicht erlauben können, so weiterzumachen</strong>&#8220;. Im Jahr 2005 sind die Kosten für verordnete Krebsmedikamente um 15% angestiegen. Im Vergleich dazu sind die Kosten für andere Medikamente nur um 3% teurer geworden.</p>
<p>Barbara Brenner von <a href="http://www.bcaction.org">Breast Cancer Action, SF</a>, äußert ihre Besorgnis hinsichtlich der zu erwartenden Preise für das neue Medikament Avastin, das bei Darmkrebs eingesetzt wird und jährlich rund $ 50.000 pro Patient und Jahr kostet. Der Preis für das Medikament könne bei Brustkrebs schnell noch auf das Doppelte ansteigen, da bei Brustkrebs höhere Dosierungen eingesetzt werden müssten, so Brenner sinngemäß. Marcia Angell, die frühere Herausgeberin des &#8220;New England Journal of Medicine&#8221;, bezeichnet die extremen Preise im selben Artikel als <strong>Ausbeutung der Verzeiflung von Menschen mit lebensberohlichen Erkrankungen</strong>.</p>
<p>In den vergangenen 10 Jahren hat die Forschung die neuen &#8220;zielgerichteten&#8221; Therapien, die Tumorerkrankungen im Griff behalten sollen, enthusiastisch gefeiert, da die Nebenwirkungen geringer als bei herkömmlichen Krebsmedikamenten ausfallen. Die Therapien geben erkrankten Menschen oftmals einige Monate, so schreibt Liz Szabo, aber, eben keine Heilung. Aufgrund der begrenzten Wirksamkeit fragen Angell und andere, ob die teuren Medikamente ihr Geld wert sind.</p>
<p>Eine Mitarbeiterin des Krankenversicherungsunternehmens Kaiser Permanente, Sharon Levine, weist darauf hin, dass die hohen Kosten für die Krebsbehandlung alle angeht. Die Kosten müssen letztlich &#8211; in den USA &#8211; auch über die Steuern finanziert werden, da der Großteil der Kosten durch die staatlichen Krankenversicherungen wie &#8220;Medicare&#8221; aufgebracht werden muss, während die Leiter von Pharmakonzernen angeben, dass sie alles tun, damit die Patienten die notwendigen Medikamente erhalten. Die Konzerne spendeten im Jahr 2005 nach eigenen Angaben mehr als 8 Mio Dollar für arme und nicht versicherte Patienten.  Walter Moore, Vice-President von &#8220;Genentech&#8221;, wo auch das Medikament Herceptin entwickelt wurde, erklärt, dass die Profite der Forschung helfen.</p>
<p><strong>Link zum Originalartikel bei USA TODAY:</strong><br />
<a href="http://www.usatoday.com/news/health/2006-07-10-cancer-costs_x.htm">http://www.usatoday.com/news/health/2006-07-10-cancer-costs_x.htm</a></p>
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