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	<title>infoblog! &#187; schwangerschaft &amp; brustkrebs</title>
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	<description>relevante berichte zum thema brustkrebs</description>
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		<title>SABCS II &#8211; &#8220;Oncofertilität&#8221; &#8211; Junge Frauen und Brustkrebs &#8211; Ältere Frauen und Brustkrebs</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 18:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[antihormontherapien]]></category>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFAuch 2011 ist Breast Cancer Action (BCA) in San Antonio dabei, um direkt vor Ort Eindrücke vom weltweit wichtigsten Brustkrebskongress einzusammeln. Als Organisation, die sich nicht von der Pharmaindustrie sponsern lässt, versucht &#8220;unsere große Schwester&#8221; wie in jedem Jahr, Schlüsseldaten ausfindig  und Frauen zugänglich zu machen. Hauptaufgabe sei es dabei, Fragen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/sabcs-ii-oncofertilitat-junge-frauen-aeltere-frauen-und-brustkrebs/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>Auch 2011 ist Breast Cancer Action (BCA) in San Antonio dabei, um direkt vor Ort Eindrücke vom weltweit wichtigsten Brustkrebskongress einzusammeln. Als Organisation, die sich nicht von der Pharmaindustrie sponsern lässt, versucht &#8220;unsere große Schwester&#8221; wie in jedem Jahr, Schlüsseldaten ausfindig  und Frauen zugänglich zu machen. Hauptaufgabe sei es dabei, Fragen, die Patientinnen haben, aufzuwerfen und Ressourcen zu entwickeln, die es Frauen ermöglichen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, schreibt Karuna Jaggar von Breast Cancer Action, an deren Bericht vom 1. Tag in San Antonio wir uns hier anlehnen.</p>
<p><a href="http://bcaction.org/2011/12/07/san-antonio-breast-cancer-symposium-2011-day-1/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-4853" title="Breast Cancer Action " src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/12/Zwischenablage011.jpg" alt="zur Originalberichterstattung bei Breast Cancer Action" width="490" height="191" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Karuna Jaggar und Caitlin Carmody berichten u.a. aus dem Block &#8220;Challenges in the Care of Special Populations with Breast Cancer&#8221; (Herausforderungen bei der Versorgung besonderer Gruppen mit Brustkrebs) mit den Ärztinnen <a title="zur Webseite von Teresa Woodruff" href="http://www.woodrufflab.org/about-dr-teresa-woodruff" target="_blank">Teresa K. Woodruff</a>, PhD an der Northwestern University in Chicago, <a title="zu einem Video mit Ann Partridge - in engl. Sprache" href="http://www.dana-farber.org/Health-Library/Ann-Partridge,-MD,-MPH.aspx" target="_blank">Ann H. Partridge</a>, MPH vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston, und <a title="zur Webseite von Arti Hurria bei City of Hope" href="http://www.cityofhope.org/directory/people/hurria-arti/Pages/default.aspx" target="_blank">Arti Hurria</a>, MD aus Duarte in Kalifornien, die an einer Krebsklinik mit dem Namen &#8220;City of Hope&#8221; (Stadt der Hoffnung) arbeitet.</p>
<h3>&#8220;Onkofertilität&#8221; &#8211; Fruchtbarkeit nach Brustkrebs</h3>
<p>Oncofertilität – so heißt ein neues Schlagwort, bei dem es sich um Schwangerschaft und Krebserkrankung dreht. Krebs und Fertilität (Fruchtbarkeit) sind miteinander verknüpft, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem besonders schnellen Wachstum von Zellen. Das Thema ist insbesondere für junge Frauen mit Krebs bedeutsam: Viele Krebstherapien haben negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Krebspatientinnen.</p>
<p>Nach den von Teresa Woodruf vorgestellten Daten sind 10% der Krebspatienten unter 45, also in ihren &#8220;fruchtbaren Jahren&#8221;, und 11% der Brustkrebspatientinnen sind unter 40, was bei einigen zu Schwierigkeiten bei der ersten geplanten Schwangerschaft führe. 57% der sehr jungen Frauen mit Krebs machten sich Sorgen über ihre eigenen Möglichkeiten, Kinder zu bekommen. Unfruchtbarkeit durch eine früh im Leben durchgemachte Krebstherapie sei mit einer Verdoppelung der Rate an Depression und einem Anstieg von Angst im Zusammenhang mit der Partnersuche verknüpft. Dieses betreffe Frauen und Männer gleichermaßen.</p>
<h3>&#8220;Optionen&#8221; für Frauen</h3>
<ul>
<li>Eizellgewinnung &#8211; durch hormonelle Stimulation (sehr heikel bei hormonabhängigen Krebserkrankungen) und Befruchtung von einem Spender</li>
<li>Eizellbanken – mit einer 5%igen Wahrscheinlichkeit, dass aus einem einmal eingefrorenen Ei tatsächlich ein Kind werden kann</li>
<li>Adoption</li>
<li>Leihmutterschaft (in den USA, mit all den sehr problematischen Folgen, in Deutschland ist Leihmutterschaft nicht erlaubt)</li>
<li>Natürliche Schwangerschaft, manche Frauen, die eine Krebstherapie durchlaufen haben, werden zum gewünschten Zeitpunkt oder einfach so auf natürlichem Wege schwanger.  Auch dabei gibt es kritische Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt.</li>
<li>Cryokonservierung der Eierstöcke nach chirurgischer Entfernung und Bewahrung der “schalfenden” Follikel, in der Hoffnung, dass es in der Zukunft gelingt, diese einmal “in vitro” – also im Reagenzglas zu reifen Eizellen heranzuzüchten. Weltweit sei es bisher 14 mal gelungen, die auf diesem Wege bewahrten Eierstöcke zurück zu implantieren und eine Schwangerschaft zu erreichen. Es gibt Bedenken, mit dem zurück übertragenen Gewebe auch Krebszellen zu übertragen werden [Stichwort: Eierstockmetastasen, sie kommen bei Brustkrebs nun mal vor].</li>
</ul>
<p>Fest steht, dass es sich um ein relevantes Frauengesundheitsthema für junge Frauen, die von Brustkrebs betroffen sind, handelt. Erste Leitlinien in den USA sind entwickelt worden, und es gibt beispielsweise an der Northwestern University, von der die Referentin Teresa Woodruff kommt, ein Konsortium, das sich auf das Thema spezialisiert und eine entpsrechende Webseite für Frauen unter <a href="http://www.myoncofertility.org" target="_blank">www.myoncofertility.org</a> betreibt.</p>
<h3>Ein Kind um jeden Preis?</h3>
<p>Die Sorge, die bei der sehr nah an Möglichkeiten in Tierversuchen und der medizinischen Machbarkeit geführten Diskussion bleibt &#8211; und die bei der Breast Cancer Action-Berichterstattung auch anklingt –, sind weitere gesundheitliche Schäden, die junge Frauen mit Krebs davontragen könnten, und all die komplizierten Fragen, die mit Mutterschaft und einer potentiell tödlich verlaufenden Krankheiten generell zusammenhängen. In Deutschland gibt es ähnliche Projekte, die, wie in der Reproduktionsmedizin üblich, jedoch industrienah aufgestellt und industriell finanziert sind.</p>
<h3>Therapie junger Frauen mit Brustkrebs</h3>
<p>Für sprachliche Verwirrung sorgte die junge Referentin offensichtlich gleich mit einem Faux pas, als sie ihren Beitrag mit dem Hinweis eröffnete, dass es Unterschiede im „Host“ &#8211; wir kennen dieses Wort aus der Computersprache, im Deutschen würde man im medizinischen Zusammenhang vielleicht auch von „Wirt“ sprechen – bei den Krebserkrankungen junger Frauen gäbe. Es stellte sich demnach die Frage, ob mit den „Hosts“ Frauen gemeint seien, immerhin würde im Zusammenhang mit Schwangerschaft bei Frauen der Begriff „Host“ nicht verwendet, was als besondere sprachliche Diskriminierung gegenüber der an Krebs erkrankten Frauen aufgefasst werden könnte.</p>
<p>Weithin bekannt sei, dass jüngere Frauen generell an fortgeschritteneren, aggressiveren Tumoren mit höherem Grading erkrankten. So wurde wieder einmal die Frage nach dem „prognostischen Faktor“ aufgeworfen: Ist Brustkrebs in jungen Jahren ein prognostischer Faktor? Solche „prognostischen Faktoren“, die heute anerkannt werden, sind z.B. Ausdehnung des Tumors oder Grading. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt müsse die Antwort auf die Frage allerdings noch zukünftigen Forschungsarbeiten vorbehalten bleiben.</p>
<h3>Einige Daten zu jüngeren Frauen und Brustkrebs</h3>
<ul>
<li>Nach diesem Vortrag erkrankten in den USA jedes Jahr mehr als 12.000 Frauen unter 40 an Brustkrebs.</li>
<li>Hinzu kämen in den USA rd. 2.000 Frauen mit DCIS und jeweils sehr viel mehr weltweit.</li>
<li>Die HERA-Studie konnte bei den Frauen, die das Medikament Herceptin erhalten haben, keinen Unterschied hinsichtlich prognostischer oder vorhersagender (prediktiver) Faktoren im Zusammenhang mit dem Alter nachweisen.</li>
<li>Tamoxifen wirkt in den unterschiedlichen Altersgruppen gleich gut – und es gibt einige Hinweise („Evidenz“), dass das Medikament ebenso effektiv wie eine Chemotherapie wirkt bzw. bei fortgeschrittener Erkrankung vorteilhaft ist.</li>
<li>Junge Frauen müssen länger mit den Nebenwirkungen klar kommen als ältere Frauen. Hervorgehoben wurden insbesondere die Auswirkungen der vorverlegten Menopause, zu deren Effekten zu zählen sind:</li>
<ul>
<li>Unfruchtbarkeit</li>
<li>Osteoporose</li>
<li>Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit</li>
<li>kardiovaskuläre Effekte</li>
<li>Gewichtszunahme.</li>
</ul>
</ul>
<p>Jüngere Frauen litten außerdem häufiger unter psychosozialen Notlagen.</p>
<h3>Therapie von Brustkrebs bei älteren Frauen</h3>
<p>Hierzu gab es einen Beitrag von Dr. Arti Hurria (Geriatrie- wie auch Brustkrebsspezialistin). Sie verwies einmal mehr darauf, dass zunehmendes Lebensalter einer der Hauptrisikofaktoren für Brustkrebs sei und dass nicht nur das Vorkommen, sondern auch die Sterblichkeit (Inzidenz und Mortalität) mit dem Alter anstiegen. Für den Zeitraum der kommenden 30 Jahre erwartet Hurria eine Verdoppelung der Erkrankungszahlen in der Generation 65+:  Die „Babyboomer“-Generation sei im Altern begriffen. Größere Fortschritte habe man bei der Senkung der Brustkrebssterblichkeit bei jüngeren Frauen im Alter zwischen 29 und 40 Jahren gemacht. [Wir haben dazu keine Daten.] Unabhängig vom Krankheitsstadium würden ältere Frauen weniger Behandlungsmöglichkeiten bei Chirurgie, Chemotherapie und Hormontherapie angeboten. Dies habe damit zu tun, dass es für ältere Patientinnen auch weniger Daten gäbe, auf die Behandlungsentscheidungen gegründet werden könnten („keine Evidenz“).</p>
<p><strong>&#8230; Entfernung der Lymphknoten</strong></p>
<p>Etwas Evidenz („some evidence“) gibt es jetzt, dass bei der chirurgischen Therapie der älteren Patientin auf die Entfernung der Achsellymphknoten verzichtet werden könne.</p>
<p><strong>&#8230; Strahlentherapie</strong></p>
<p>Auch erhöhe die Strahlentherapie nicht das Gesamtüberleben bzw. es sei hier kein Einfluss auf eine mögliche Metastasierung erkennbar. Allerdings lasse eine Studie mit einer Nachbeobachtungszeit von 12 Jahren eine leicht erhöhte Rate von Lokalrezidiven erkennen, wenn keine Strahlentherapie durchgeführt werde.</p>
<p><strong>&#8230; Antihormonelle Therapie</strong></p>
<p>Nebenwirkungen der antihormonellen Therapien, besonders durch Aromatasehemmer, wie Knochenschmerzen und ein Anstieg der Rate von Knochenbrüchen seien problematisch.</p>
<p><strong>&#8230; Chemotherapie</strong></p>
<p>Im Zusammenhang mit der Chemotherapie ginge es auch bei älteren Patientinnen um das Abwägen von Risiken und Vorteilen, wobei die Überlebensverlängerung hier die Schlüsselfrage bilde. Die Lebenserwartung einer 80-Jährigen variiere von 13 Jahren für das obere Viertel bis zu 4,6 Jahren für das untere Viertel und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 8,6 Jahren für die mittleren 50%. 20% der älteren Patientinnen müssten sich wegen durch die Chemotherapie hervorgerufener Toxizitäten stationär behandeln lassen, was die Notwendigkeit erkennen lasse, dass man hier Identifizierungskriterien für diese besonders gefährdeten Patientinnen benötige.</p>
<p><strong>&#8230; &#8220;Gemeinsame Entscheidungsfindung&#8221;</strong><br />
Zusammengefasst sei die Datenlage bisher unzureichend, und Hurria plädierte für gemeinsame Entscheidungsfindung und verstärkte Beteiligung von älteren Patientinnen in klinischen Studien, damit mehr Daten verfügbar sind. [Mit anderen Worten: Wer heroisch ist und sich den tendenziell überwiegend recht eskalierenden heutigen Chemoregimen im hohen Alter unterwerfen mag, ist in der Forschung gefragt.]</p>
<h3>Originaltext bei Breast Cancer Action</h3>
<p><a href="http://bcaction.org/2011/12/07/san-antonio-breast-cancer-symposium-2011-day-1/" target="_blank"> San Antonio Breast Cancer Symposium 2011: Day 1</a> zusammengestellt von Karuna Jaggar. Die hier vorliegende Version ist eine Zusammenfassung, keine Übersetzung, prüfen Sie ggf. das engl. Original.</p>
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		<title>Brustkrebs, Cola und Aspartam: Hinweise auf doppelte Risiken</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 11:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[schwangerschaft & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[umwelt | vermeidung]]></category>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFvon Gudrun Kemper Die Diskussion um Gesundheitsrisiken bei &#8220;Erfrischungsgetränken&#8221; wie Cola und Süßstoffen wie Aspartam gibt es schon lange. Risiken werden in der Regel solange ausgeschlossen, bis sie in Langzeitbeobachtungen doch nachgewiesen werden. Wir leben in einer chemischen Welt. Die erste Aspartam-Studie Ein Forschungsteam vom &#8220;Cesare Maltoni Cancer Research Center&#8221; in Bologna [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/brustkrebs-cola-und-aspartam-hinweise-auf-doppelte-risiken/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><em>von Gudrun Kemper</em></p>
<div id="attachment_244" class="wp-caption alignright" style="width: 236px"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Views_of_a_Foetus_in_the_Womb.jpg&amp;filetimestamp=20050214013353"><img class="size-full wp-image-244" title="Risiken lieber vermeiden: Chemikalien können das Ungeborene schädigen" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/02/prenatal.jpg" alt="Chemikalien können das Ungeborene schädigen" width="226" height="313" /></a><p class="wp-caption-text">Chemikalien können das Ungeborene schädigen. Abbildung: Views of a foetus in the wombViews of a Foetus in the Womb, Leonardo da Vinci</p></div>
<p>Die Diskussion um Gesundheitsrisiken bei &#8220;Erfrischungsgetränken&#8221; wie Cola und Süßstoffen wie Aspartam gibt es schon lange. Risiken werden in der Regel solange ausgeschlossen, bis sie in Langzeitbeobachtungen doch nachgewiesen werden. Wir leben in einer chemischen Welt.</p>
<h2><strong>Die erste Aspartam-Studie</strong></h2>
<p>Ein Forschungsteam vom &#8220;Cesare Maltoni Cancer Research Center&#8221; in Bologna fütterte 1.500 Ratten täglich mit Aspartam in Dosen zwischen 4 mg und 5.000 mg pro kg Körpergewicht. Als Kontrollgruppe dienten 300 Tiere, die kein Aspartam erhielten. Die Studie startete in der achten Lebenswoche der Ratten und endete mit dem Tod des letzten Tieres nach 159 Wochen. Danach wurden die Nager untersucht. Die Ratten aus der Aspartam-Gruppe zeigten &#8220;beträchtliche Hinweise auf bösartige Karzinome einschließlich Lymphome, Leukämien und Tumoren in verschiedenen Organen&#8221;, so die Forscher.</p>
<h2><strong>&#8220;Aspartam ist sicher&#8221;</strong></h2>
<p><strong> </strong><br />
Die <a href="http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753824_home.htm">Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)</a> hat die Daten der vor über 20 Jahren als Süßstoff eingeführten Substanz, die sich in so vielen Lebensmitteln enthalten ist, geprüft und kam Anfang Juni 2005 erneut zu dem Ergebnis: Aspartam ist sicher. Sie sah aufgrund der vorgelegten Daten aus dem Tiermodell keinen Anlass, ihre Position zu verändern. Ob sie weiterhin bei dieser Position bleiben wird? Die &#8220;MedUniqa&#8221;, eine Zeitschrift der Österreichischen Uniqa-Versicherungsgruppe, fragte sich bereits nach den in der 1. Studie vorgelegten Ergebnissen, ob bei der breit eingesetzten Substanz Aspartam <a href="http://www.meduniqa.at/2591.0.html">nicht möglicherweise wirtschaftliche Interessen die wissenschaftlichen überragen</a>.</p>
<p>Nun gibt es konkretere Hinweise auf Zusammenhänge zwischen dem Brustkrebsrisiko und Cola-Getränken und Brustkrebsrisiko und Aspartam. Da in einigen  kalorienreduzierten Getränke sogar beides enthalten ist, könnten sich Risiken unter Umständen potenzieren. Auf diese Zusammenhänge hat die <a href="http://www.openpr.de/drucken/141449/Coca-Cola-und-Krebs.html">Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. in einer Pressemeldung vom Juni 2007</a> hingewiesen.</p>
<p>Die Untersuchungen, die an Ratten durchgeführt worden waren, lassen sich zwar nicht &#8220;1 zu 1&#8243; auf Menschen übertragen, aber sie können zumindest zum kritischen Nachdenken bei der menschlichen Nahrungsaufnahme anregen. Man kann darüber spekulieren, ob jetzt Ratten oder Menschen widerstandsfähiger sind und wie sich die Chemikalien z.B. in Schwangeren auswirken, denn die durchgeführten Studien zeigen ihre Auswirkungen bis hin zu den Nachkommen.</p>
<h2><strong>Die zweite Aspartam-Studie</strong></h2>
<p>Die <a href="http://www.ramazzini.it/">Europäische Stiftung für Onkologie und Umweltwissenschaften</a> weist aktuell auf ihre zweite Studie zu dem künstlichen Süßstoff Aspartam unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.ehponline.org/members/2007/10271/10271.pdf">Lifespan Exposure to Low Doses of Aspartame Beginning During Prenatal Life Increases Cancer Effects in Rats</a>&#8221; (Pränatal beginnende Lebenzeit-Exposition mit niedrig dosiertem Aspartam erhöht die Krebsentstehung bei Ratten) hin, die gerade auch bei &#8220;Environmental Health Perspectives&#8221; erscheinen konnte und im <a href="http://www.ehponline.org/members/2007/10271/10271.pdf">Volltext</a> frei zugänglich nachzulesen ist, leider jedoch nur in englischer Sprache.</p>
<p>&#8220;Als Erstes konnten die Forscher eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme sowie Gewichtszunahme bei den Ratten sowie deren Nachkommen unabhängig vom Geschlecht aufzeigen. Darüber hinaus zeigte sich<strong> im Vergleich zur Kontrollgruppe ein <strong>signifikant erhöhtes Auftreten von bösartigen Brusttumoren</strong> bei den weiblichen Ratten sowie dem weiblichen Nachwuchs</strong>. Das Team um Fiorella Belpoggi von <a href="http://www.ramazzini.it/">European Foundation for Oncology &amp; Environmental Sciences</a> vermutet als Grund eine Wechselbeziehung zwischen Übergewicht und Brustkrebs&#8221;, berichtet die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie. So lag die Rate der Brustkrebserkrankungen ohne Aspartam-Aufnahme bei durchschnittlich 5,3%, bei 20 mg/kg des Körpergewichts lag sie bei 7,1% und sie stieg mit der Aufnahme von 100 mg/kg auf 15,7%. Auch die Rate der Lymphome und Leukämien verdreifachte sich knapp und stieg auf 31,4% an. Ohne Aspartamaufnahme lag sie bei 12,6% für Lymphome und Leukämien im Tierversuchsmodell.</p>
<p>Auf experimenteller Ebene im &#8220;Modell mit Ratten&#8221; konnte damit gezeigt werden, dass Aspartam eine &#8220;<strong>multipotente krebserzeugende Substanz</strong>&#8221; ist. Neben einem <strong>höheren Brustkrebsrisiko</strong> konnte bei Aspartam im Versuch dosisabhängig auch ein noch höheres Risiko für Lymphome und Leukämien gezeigt werden.</p>
<h2><strong>Aspartam in der Nahrungsaufnahme überdenken!</strong></h2>
<p>Die Forschergruppe um die Ärztin Fiorella Belpoggi, deren Arbeitsschwerpunkt die Erforschung von industriellen und in der Umwelt vorhandenen krebserregenden Substanzen (&#8220;Karzinogenen&#8221;) ist, <strong>fordert ein Überdenken in Bezug auf Aspartam in der Nahrungsaufnahme</strong>. Gerade weil bereits Kinder den Stoff über Nahrung und Getränke aufnehmen &#8211; und zwar bereits beginnend vor der Geburt über die Nahrungsaufnahme der Mutter &#8211;  und sich ein kummulierendes Risiko über die Lebenszeit zeigen lässt, bestünde hoher Handlungsdruck. <a href="http://www.ramazzini.it/fondazione/pdfUpload/JECH_26.11.2006.pdf">Fiorella Belpoggi</a> ist stellvertretende Präsidentin der Stiftung und Chefpathologin und hat lange unter dem kritischen Onkologen Prof. Cesare Maltoni (1930 &#8211; 2001) gearbeitet. Ihr Leitgedanke &#8220;per aspera ad astra’’ (Seneca) &#8211; in etwa &#8220;man erreicht die Sterne nur, wenn man große Schwierigkeiten überwindet&#8221; &#8211;  ist in diesem Zusammenhang ein Sinnbild für ihre Zähigkeit.</p>
<h2><strong>Die Coca-Cola-Studie</strong></h2>
<p>Die &#8220;Coca-Cola-Studie&#8221;, ebenfalls unter der Leitung von Fiorella Belpoggi, untersuchte die Langzeit-Auswirkungen in Hinsicht auf die Entstehung von Krebserkrankungen durch Coca-Cola &#8211; ebenfalls anhand von Ratten im Versuch.</p>
<p>Die Resultate dieser Studie haben gezeigt:<br />
(a) eine Zunahme des Körpergewichts in allen behandelten Tieren,<br />
(b) eine statistisch signifikantes Ansteigen von Brustkrebs bei Weibchen, bis hin zu den Nachkommen,<br />
(c) eine statistisch signifikante Zunahme von Pankreastumoren (exocrine adenomas of the pancreas ) in den männlichen und weiblichen Tieren und Nachkommen,<br />
(d) eine Ansteigen, jedoch statistisch signifikant, bei Pankreas-Inselzellkarzinomen (pancreatic islet cell carcinomas) bei den Weibchen. Dieser bösartige Tumor ist in den historischen Kontrollen sehr selten aufgetreten.</p>
<p>Auf der Grundlage der Resultate dieser Studie sollten insbesondere Kinder und Jugendlichen vom übermäßigen Verbrauch dieser „Soft-Drinks“ abgeraten werden.</p>
<p>Wieviele Jahrzehnte hat man uns nun Cola und Süßstoff als harmlos verkauft?<br />
Und <strong>wollen</strong> wir VerbraucherInnen es wirklich weiterhin glauben?</p>
<p><strong>Quellenangaben zum Weiterlesen:</strong></p>
<p>Link zur Originalarbeit der 1. Studie zum Thema &#8220;Aspartam&#8221; &#8211; nur in englischer Sprache &#8211; im Volltext:<br />
<a href="http://ehp.niehs.nih.gov/members/2005/8711/8711.pdf">http://ehp.niehs.nih.gov/members/2005/8711/8711.pdf</a></p>
<p>Link zur Originalarbeit der 2. Studie zum Thema &#8220;Aspartam&#8221; &#8211; nur in englischer Sprache &#8211; im Volltext:<br />
<a href="http://www.ehponline.org/members/2007/10271/10271.pdf">http://www.ehponline.org/members/2007/10271/10271.pdf</a></p>
<p>Link zum Abstract der &#8220;Coca-Cola-Studie&#8221; (Results of Long-Term Carcinogenicity Bioassays on Coca-Cola Administered to Sprague-Dawley Rats, Fiorella Belpoggi et al, in englischer Sprache): <a href="http://www.annalsnyas.org/cgi/content/abstract/1076/1/736">http://www.annalsnyas.org/cgi/content/abstract/1076/1/736</a><br />
(Volltext leider 15 €)</p>
<p>Link zur Pressemeldung der &#8220;Fachgesellschaft für Ernährungstherapie&#8221;:<br />
<a href="http://www.openpr.de/news/141449/Coca-Cola-und-Krebs.html">http://www.openpr.de/news/141449/Coca-Cola-und-Krebs.html</a></p>
<p>Ärzteblatt studieren:<br />
<a href="http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=102023">Erhöhtes Krebsrisiko durch Süßstoff Aspartam? (rme, 25.11.2005)<br />
</a><br />
Die Pressekonferenz der EFSA zur 1. Aspartam-Studie in 2006:<br />
Die <a href="http://www.efsa.europa.eu/en.html">Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)</a> hat sich große Mühe gemacht, die 1. Aspartam-Studie abzuschmettern. Die <a href="http://www.flyonthewall.com/FlyBroadcast/efsa.eu.int/AspartamePressConference/index.php?language=german&amp;stream=wmv">Pressekonferenz der ESFA aus dem Jahr 2006 </a>dazu ist in simultaner Übersetzung in die deutsche Sprache online verfügbar und kann als Video angesehen werden. Sie enthält:</p>
<ul>
<li>Eröffnung durch Anne Laure Gassin (Leitung der Pressekonferenz für die EFSA)</li>
<li>Herman Koeter, leitender Wissenschaftler der EFSA, berichtet zum Hintergrund und der Chronologie, sowie zu den vorliegenden Daten zur Unschädlichkeit von Aspartam.</li>
<li>Sue Barlow, Vorsitzende des &#8220;Scientific Panel on Food Additives, Flavourings, Processing Aids and Materials in Contact with Food (AFC), gibt allgemeine Informationen zur Lebensmittelsicherheit und eine Einführung in ihre Arbeit. Sie stellt dar, wie die Empfehlungen zur Sicherheit von Aspartam aufgestellt wurden.</li>
<li>Iona Pratt, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe der EFSA, stellt die Resultate der Evaluation und die abschließende Zusammenfassung der EFSA vor.</li>
<li>Fragen der Journalisten folgen.</li>
</ul>
<p>Die Pressekonferenz wurde durchgeführt am 5. Mai 2006 aus Anlass der 1. Aspartam-Studie. Die Schlussfolgerungen der EFSA sind eigentlich nicht wirklich überzeugend. Es erscheint nicht wirklich nachvollziehbar, warum so vehement für die Sicherheit von Aspartam Stellung bezogen wird. Zwar betont die EFSA insbesondere ihre Unabhängigkeit, doch eine vorsichtigere Positionierung, die wenigstens Restrisiken anerkennt, würde mehr für eine solche Unabhängigkeit sprechen.</p>
<p><strong>Link zur Pressekonferenz:</strong><br />
<a href="http://www.flyonthewall.com/FlyBroadcast/efsa.eu.int/AspartamePressConference/index.php?language=german&amp;stream=wmv">http://www.flyonthewall.com/FlyBroadcast/efsa.eu.int/AspartamePressConference/index.php?language=german&amp;stream=wmv</a></p>
<p>Auch die von der EFSA vorgelegte Powerpointpräsentation (nur in englischer Sprache verfügbar) mit dem Titel <a href="http://www.efsa.europa.eu/etc/medialib/efsa/press_room/focus_on_the_issues/aspartame/1458.Par.0007.File.dat/presentation_aspartame_en2.ppt">Aspartame: &#8220;EVALUATION OF THE EUROPEAN RAMAZZINI FOUNDATION STUDY&#8221; by the Scientific Panel on Food Additives, Flavourings, Processing Aids and Materials in Contact with Food (AFC) </a>kommt zu dem Ergebnis, dass die 1. Aspartam-Studie nicht relevant ist.</p>
<p>Link zu ESFA-Position (Zusammenfassung in deutscher Sprache, gesamtes Gutachten leider nur in englischer Sprache):<br />
<a href="http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753824_1178620765743.htm">http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753824_1178620765743.htm</a></p>
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		<item>
		<title>Schwangerschaft nach Brustkrebs (Daten 1983 &#8211; 2003)</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Dec 2006 21:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[schwangerschaft & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFEine australische Langzeitstudie hat Daten über Schwangerschaften nach Brustkrebs ausgewertet. Die 5- und 10-Jahres-Überlebensraten lagen bei 92 und 86 Prozent. Die Pressemeldung des BMJ v. 09.12.06 titelte, dass mit einer Empfängnis nicht gewartet werden muss: &#8220;Women need not wait to conceive after Breast Cancer&#8221;. Link zur Berichterstattung im Ärzteblatt: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=26738 Link zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/schwangerschaft-nach-brustkrebs-daten-1983-2003/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>Eine australische Langzeitstudie hat Daten über Schwangerschaften nach Brustkrebs ausgewertet. Die 5- und 10-Jahres-Überlebensraten lagen bei 92 und 86 Prozent. Die Pressemeldung des BMJ v. 09.12.06 titelte, dass mit einer Empfängnis nicht gewartet werden muss:  &#8220;Women need not wait to conceive after Breast Cancer&#8221;.</p>
<p><strong>Link zur Berichterstattung im Ärzteblatt:</strong><br />
<a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=26738">http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=26738</a></p>
<p><strong>Link zur Studie:</strong><br />
<a href="http://www.bmj.com/cgi/rapidpdf/bmj.39035.667176.55.pdf">http://www.bmj.com/cgi/rapidpdf/bmj.39035.667176.55.pdf</a></p>
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