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	<title>infoblog! &#187; ernährung &amp; brustkrebs</title>
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	<description>relevante berichte zum thema brustkrebs</description>
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		<title>Phytoöstrogene: Lignane, Leinsamen und Brustkrebssterblichkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 18:38:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[frauen | gesundheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFDie hoffnungsvoll klingende Pressemeldung Nr. 49 &#62;&#62;&#62; Pflanzeninhaltsstoff senkt Brustkrebssterblichkeit auf der frisch gerelaunchten und jetzt auch mit Twitter und Facebook versehenen Webseite des Deutschen Krebsforschungszentrums vom 12. September 2011 klingt irgendwie zu schön, um wahr zu sein. „Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum konnten nun erstmals nachweisen, dass die Substanzen bei Brustkrebs nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/phytooestrogene-lignane-leinsamen-brustkrebssterblichkeit/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div id="attachment_4646" class="wp-caption alignright" style="width: 490px"><a href="http://www.flickr.com/photos/finklez/3837099255/lightbox/"><img class="size-full wp-image-4646 " title="Leinsamen - Flax Seed - Linum usitatissimum" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/09/leinsamenblueht1.jpg" alt="Leinsamen - Flax Seed - Linum usitatissimum" width="480" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">Leinsamen - Flax Seed - Linum usitatissimum</p></div>
<p>Die hoffnungsvoll klingende Pressemeldung Nr. 49 <a href="http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2011/dkfz-pm-11-49-Pflanzeninhaltsstoff-senkt-Brustkrebs-Sterblichkeit.php" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Pflanzeninhaltsstoff senkt Brustkrebssterblichkeit</a> auf der frisch gerelaunchten und jetzt auch mit Twitter und Facebook versehenen Webseite des Deutschen Krebsforschungszentrums vom 12. September 2011 klingt irgendwie zu schön, um wahr zu sein. „Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum konnten nun erstmals nachweisen, dass die Substanzen bei Brustkrebs nach den Wechseljahren auch das Sterblichkeitsrisiko sowie das Risiko, Metastasen oder Zweittumoren zu entwickeln, um bis zu 40 Prozent senkt“.[i] Was heißt das?</p>
<p>Phytoöstrogene und Phytohormone sind Forschungsgegenstand. Die bisherigen Forschungsergebnisse sind widersprüchlich und uneinheitlich. Studien mit negativen Ergebnissen nennt das DKFZ in seiner Meldung nicht.</p>
<h3>Ein JCO-Editorial zu den neuen Forschungsergebnissen</h3>
<p>Allein in den USA leben über 2,6 Millionen Frauen mit Brustkrebs in ihrer Krankengeschichte,[ii] lässt uns das aktuelle Editorial <a href="http://jco.ascopubs.org/content/early/2011/09/06/JCO.2011.37.9669.full.pdf+html" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Flaxseed and breast bancer: What should we tell our patients?</a> (Leinsamen und Brustkrebs: Was sollen wir unseren Patientinnen sagen?) von Ruth E. Patterson, das Anfang September 2011 im „JCO“, dem amerikanischen Journal of Clinical Oncology, erschienen ist, wissen. Mit einer entsprechenden bevölkerungsbezogenen Zahl zu den in Deutschland lebenden Frauen mit Brustkrebs in der Krankengeschichte können wir aus offizieller Quelle hier gerade nicht aufwarten. Das genannte Editorial ist aber immerhin frei zugänglich. Der in diesem gleichen September-Heft des JCO veröffentlichte Artikel mit den neuen Forschungsergebnissen aus Deutschland, auf den sich die Pressemeldung Nr. 49 des DKFZ bezieht, hingegen jedoch leider nicht.[iii]</p>
<h3>Auf Spurensuche</h3>
<p>Leider teilt die Pressemeldung des Deutschen Krebsforschungszentrums auch keine relativen Zahlen mit, so dass schwer zu sagen ist, was mit den 40% gemeint sein kann. Die 2,6 Millionen Frauen mit Brustkrebs in den USA seien eine Bevölkerungsgruppe, die hoch motiviert ist, durch Änderungen ihres Lebensstils wie Ernährung und Sport („diet and exercise“) eine Verbesserung ihrer „Prognose“ zu erreichen, erfahren wir im JCO-Editorial. Die meisten betroffenen Frauen bei uns in Deutschland sind sicher auch so motiviert. Bestimmte Pflanzenstoffe, die sogenannten Lignane &#8211; bioaktive Pflanzeninhaltsstoffe, die zu den <a title="zum Dokuwiki Eintrag Phytoöstrogene" href="http://www.bcaction.de/wiki/phytoostrogene/">Phytoöstrogenen</a> gezählt werden - sind vor allem in Leinsamen, aber auch in Sesam und in kleineren Mengen auch in einigen Getreidesorten, Reis, Gemüse und, in ebenfalls kleinen Mengen, sogar in Rotwein enthalten. Sie seien als möglicherweise schützend gegenüber Brustkrebs identifiziert worden, und zwar aufgrund ihrer Östrogen abhängigen wie auch unabhängigen antikarzinogenen Wirkung. Im menschlichen Körper werden die Lignane verstoffwechselt in <a title="zum Dokuwiki - Eintrag Enterolakton" href="http://www.bcaction.de/wiki/enterolakton-phytoostrogen/" target="_blank">Enterolakton</a>. Die Konzentration von Enterolakton – also „Spuren der Pflanzenstoffe“ – lässt sich in Blutserum, Blutplasma und im Urin nachweisen.</p>
<h3>Schnipsel aus der MARIE-Studie</h3>
<p>Die Ergebnisse, die bisher aus den deutschen Forschungsprojekten MARIE-Studie bzw. GENICA-Studie oder dem daraus inzwischen entstandenen Verbundprojekt GENICA-MARIE &#8211; Gene ENvironment Interaction and Breast Cancer (GENICA)-MAmmakarzinom RIsikofaktoren-Erhebung (MARIE) &#8211; vorliegen, sind eher mühsam zu recherchieren. Es gibt geschätzte rund 180 verstreute Veröffentlichungen in englischsprachigen wissenschaftlichen Journals. Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse gehören zur MARIE-Studie.</p>
<p>Die hier diskutierte Studie war die erste Untersuchung, die die Fragestellung nach der Wirkungsweise von Lignanen anhand von Patientinnen &#8211; also bei bereits an Brustkrebs erkrankten Frauen &#8211; untersucht hat. Zuvor war lediglich untersucht worden, inwiefern es Zusammenhänge zwischen Enterolakton-Spiegel und Brustkrebsrisiko gibt. Zum Brustkrebsrisiko gibt es bereits eine Metaanalyse, die darauf hinweist, dass Enterolakton ein Biomarker ist, der ein reduziertes Risiko an Brustkrebs zu erkranken, widerspiegelt (Reduktion 28%, so das aktuelle JCO-Editorial, das ist aber auch eine sehr unspezifische Angabe).[iv]</p>
<p>Die Konzentration von Enterolakton wurde im Rahmen der MARIE-Studie anhand einer Gruppe von 1140 Patientinnen mit Brustkrebs (nach der Menopause, Alter 50 bis 74 Jahre, an Brustkrebs diagnostiziert zwischen 2002 und 2005) überprüft. Die Überlebensdaten wurden dabei den lokalen Krebsregistern entnommen, Todesfälle wurden entsprechend anhand von Sterbeurkunden verifiziert. Informationen über Krankheitsrückfälle und Metastasierung wurden durch die teilnehmenden Ärzte aus den Krankenakten übernommen. Bei einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 6,1 Jahren sind 162 Todesfälle gemeldet worden.[v] Wie präzise können diese Daten sein?</p>
<h3>Keine gute Nachricht für alle</h3>
<p>Höhere Enterlakton-Serumspiegel waren in dieser Studie assoziiert mit einer statistisch nicht zufälligen („signifikant“) reduzierten Anzahl von Ereignissen (Todesfällen), allerdings nur für Östrogenrezeptor negative Tumoren und nicht für Östrogenrezeptor positive Tumoren. Mit anderen Worten: Für die Mehrzahl der Patientinnen – rund 80% der von Brustkrebs betroffenen Frauen haben Östrogenrezeptor positive Tumoren – gibt es leider auch keine leisen Hinweise auf mögliche Vorteile durch die Aufnahme von Lignanen. Die Schlagzeile des Deutschen Krebsforschungszentrums, die gerade ihren Niederschlag in Medien quer Beet findet und sicher auch als Ernährungstipp für Frauen noch viele Jahre in „abgeschwächten“ Varianten kursieren wird, hörte sich auf den ersten Blick zumindest gefühlte 50% besser an.</p>
<h3>Schlechte Erfahrungen mit „Nahrungsergänzung“</h3>
<p>Die spannende neue Frage bei so vielversprechend veröffentlichen Hoffnungen bleibt, wie Ruth E. Patterson in ihrem Editorial es formuliert: Was sollten Patientinnen wissen? Reichen die vorliegenden Ergebnisse aus, bereits wieder Diätempfehlungen auszusprechen? Wir wollen es jedenfalls möglichst genau wissen.</p>
<p>Patterson erinnert heute an die Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Betacarotin zur „Krebsprävention“. In den 1980er Jahren hatte man angenommen, dass der höhere Betacarotin-Spiegel im Zusammenhang mit einer an Obst und Gemüse reichen Ernährung das Krebsrisiko für epitheliale Krebserkrankungen &#8211; zu denen nebenbei auch Brustkrebs gehört &#8211; senken kann. Betacarotin als Nahrungsergänzungsmittel wurde als „unbedenklich“[vi] sowie für angebliche Krebs reduzierende Effekte beworben ohne Ende. Betacarotin wurde Nahrungsmitteln zugesetzt, um mit den angeblichen Krebs vorbeugenden Eigenschaften zu werben. Erst 1994 und 1996 kamen weitere, qualitativ bessere Untersuchungen (randomisierte Studien) zu dem Ergebnis, dass Betacarotin als Nahrungsergänzung nicht nur keinen positiven Effekt hat, sondern dass die Einnahme in diesen Studien sogar mit einem um 7% höheren Sterberisiko verbunden war. Keine schöne Bilanz.</p>
<h3>Kein „Tunnelblick“ auf einzelne Blutwerte</h3>
<p>Patterson warnt in ihrem Editorial vor dem Blick auf einzelne Blutwerte &#8211; wie jetzt etwa Enterolakton -, die sich bei einer gemischten, an Pflanzen reichen Ernährung nachweisen lassen. Daraus könne sich keine Aussage in Hinsicht auf eine „Hochdosis-Supplementation“ ableiten lassen, ganz besonders nicht für eine Gruppe, die bereits ein Risiko trage [wie beispielsweise Frauen mit „erhöhtem Brustkrebsrisiko“]. Wenn die Studienergebnisse bzw. die gefundenen Werte für Lignane als Biomarker in der MARIE-Studie als „Co-Variationen“ für einen generell gesünderen Lebenstil (Ernährung und Bewegung) stünden, seien die jetzt veröffentlichten Studienergebnisse plausibel, schreibt Ruth E. Patterson weiter. Die Bioverfügbarkeit von Lignanen aus unterschiedlichen Nahrungsquellen sei jedoch auf der wissenschaftlichen Ebene – auch im Zusammenspiel mit anderen Faktoren (z.B. Rauchen, Alkoholaufnahme, Umweltbedingungen etc.) – noch nicht wirklich geklärt.</p>
<h3>Pflanzennahrung wirkt</h3>
<p>ÄrztInnen werden von Patterson aufgerufen, weiterhin die wenig spektakuläre „ausgewogene Ernährung“ zu empfehlen, die Getreide, Obst und Gemüse enthalte. Solange es keine Studien gäbe, die eine Nahrungsergänzung mit bestimmten Lignanen auf ihre möglichen Risiken, Vorteile oder Nachteile hin untersuche, sollte weiterhin gewarnt werden vor einseitigen Empfehlungen auf der Basis von Laboruntersuchungen und epidemiologischen Beobachtungen. Das formuliert die Pressemeldung Nr. 49 des Deutschen Krebsforschungszentrums ein wenig sanfter („Von zusätzlichen Nahrungsergänzungsmitteln können wir zu diesem Zeitpunkt nur abraten.“) und nach dem spektakulären Versprechen am Anfang der Pressemeldung, sind viele vielleicht geneigt, es zu überlesen …</p>
<p>Stichwort: Enterolactone<br />
Bildnachweis: <a title="zum Foto bei flickr" href="http://www.flickr.com/photos/finklez/3837099255/lightbox/" target="_blank">Linum usitatissimum von Eran Finkle</a>, Creative Commons <a title="zur Lizenz für das Foto bei flickr" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank">2.0</a></p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Pressemeldung Nr. 49: <a title="zur Pressemitteilung Nr. 49 des Deutschen Krebsforschungszentrums" href="http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2011/dkfz-pm-11-49-Pflanzeninhaltsstoff-senkt-Brustkrebs-Sterblichkeit.php" target="_blank">Pflanzeninhaltsstoff senkt Brustkrebssterblichkeit</a> | Deutsches Krebsfoschungszentrums DKFZ</p>
<p>Faktenpapier zum Phytoöstrogen Enterolakton: <a title="zum Faktenpapier der BCERC" href="http://www.bcerc.org/COTCpubs/BCERC.FactSheet_Phytoestrogen_ENL.pdf" target="_blank">Early Life Exposure to the Phytoestrogen Enterolactone and Breast Cancer Risk in Later Years</a>(BCERC Breast Cancer &amp; The Environment Research Centers, Stand Juli 2011, nur in engl. Sprache)</p>
<p><a title="zum Dokuwiki - Eintrag Enterolakton" href="http://www.bcaction.de/wiki/enterolakton-phytoostrogen/" target="_blank">Enterolakton</a> (DokuWiki)</p>
<hr size="1" />
<p>[i] Anmerkung: Nicht belanglos: Wo sind die Wissenschaftlerinnen? Sechs Wissenschaftlerinnen und drei Wissenschaftler haben den Artikel <a href="http://jco.ascopubs.org/content/early/2011/09/06/JCO.2011.34.6478.abstract">Serum Eeterolactone and Prognosis of Postmenopausal Breast Cancer</a>[i] gemeinsam veröffentlicht. Substanzen? Klingt irgendwie nach Chemotherapie. Leider ist der Originalartikel weder in deutscher Sprache verfügbar, noch im Englischen frei zugänglich. Der Artikeldownload kostet US $ 22, und zwar für die Einzelnutzung, nicht dass hier jemand auf die Idee kommt, man könnte das dann vielleicht noch per Mail weiterschicken. Das ist bei Forschungsarbeiten, die von öffentlichen Geldern profitieren (Deutsches Krebsforschungszentrum) in unserem Interesse so nicht in Ordnung. Wichtige Forschungsergebnisse zur Frauengesundheit gehen Frauen an. Sie sollten, wenn sie schon nicht in deutscher Sprache veröffentlicht werden, da den AutorInnen der „Impact Factor“ vielleicht nicht ausreicht, zumindest frei zugänglich sein und Creative Commons lizensiert werden. Liebes Deutsches Krebsforschungzentrum! Als Alternative bietet sich das British Medical Journal an, s. <a href="http://resources.bmj.com/bmj/about-bmj/policies/open-access-policy">http://resources.bmj.com/bmj/about-bmj/policies/open-access-policy</a>. Hier sind die Artikel frei zugänglich und wir müssen auch nicht fürchten, dass uns jemand für einen übersetzten Satz Theater mit dem Urheberrecht macht. Und es gibt so viele weitere OPEN ACCESS Alternativen &#8230;</p>
<p>[ii<a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-admin/#_ednref2">]</a> <a href="http://seer.cancer.gov/statfacts/html/breast.html">http://seer.cancer.gov/statfacts/html/breast.html</a></p>
<p>[iii] S. Anmerkung Fußnote i</p>
<p>[iv] s. Quelle Zaineddin, A. K., Vrieling, A., Buck, K., Becker, S., Linseisen, J., Flesch-Janys, D., Kaaks, R. and Chang-Claude, J. (2011), Serum Enterolakton and postmenopausal breast cancer risk by estrogen, progesterone and herceptin 2 receptor status. International Journal of Cancer. doi: 10.1002/ijc.26157, wiederum nicht frei zugänglich, Abstract: Das – postmenopausale – Brustkrebs<strong>risiko</strong> fällt in einer Relation zu dem ansteigenden Enterolakton-Spiegel und zwar insbesondere für Tumoren, die nicht Hormonrezeptor abhängig sind, in geringerem Umfang auch für Hormonrezeptor abhängigen Tumoren, eine Relation zu Her2-Rezeptor-positivem Brustkrebs konnte nicht hergestellt werden. „We found strong evidence for a significant inverse association between serum Enterolakton and postmenopausal breast cancer <strong>risk</strong>, which was stronger for ER−PR− than for ER+PR+ tumors but not differential by further expression of HER2.”</p>
<p>[v] <a href="http://jco.ascopubs.org/content/early/2011/09/06/JCO.2011.34.6478.abstract?sid=b76862b2-9f6d-442b-b3c0-e1a247c42f2c">Abstract</a><strong> </strong>Serum Enterolactone and Prognosis of Postmenopausal Breast Cancer, Katharina Buck et al., <cite>JCO </cite><em>Sep 6, 2011</em><em>:</em><em>; </em><em>published online on </em><em>September 6, 2011</em><em>;</em><em> </em><em>DOI:</em><em>10.1200/JCO.2011.34.6478</em><em>.</em><em> </em></p>
<p>[vi] &#8220;… unbedenklich &#8230;&#8221; Dt Ärztebl 1995; 92: A-1316-1321 [Heft 18]</p>
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		<title>Immer wieder Soja oder Was macht eigentlich Susan Love – Teil  8</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 21:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[antihormontherapien]]></category>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDF In ihrem aktuellen Newletter vom 18. Juli 2011 weist Dr. Susan Love auf die jüngsten Forschungsergebnisse zu Soja hin. Love stellt darin fest, dass Soja in allen möglichen Nahrungsmitteln, die wir heute kaufen, enthalten sei, selbst in Vitaminprodukten. Soja sei ein gutes Beispiel für den Forschungsprozess, in dem sich das Wissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/soja-was-macht-eigentlich-susan-love-teil-8/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><a href="http://www.dslrf.org/breastcancer/content.asp?L2=1&amp;L3=4&amp;SID=130&amp;CID=2129&amp;PID=4&amp;CATID=0" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-4584" title="Su Love Screenshot Webseite" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/07/Zwischenablage0111.jpg" alt="Su Love Screenshot Webseite" width="490" height="161" /></a></p>
<p>In ihrem aktuellen Newletter vom 18. Juli 2011 weist Dr. Susan Love auf die jüngsten Forschungsergebnisse zu Soja hin. Love stellt darin fest, dass Soja in allen möglichen Nahrungsmitteln, die wir heute kaufen, enthalten sei, selbst in Vitaminprodukten. Soja sei ein gutes Beispiel für den Forschungsprozess, in dem sich das Wissen erst nach und nach herauskristallisiere, und eben auch dafür, wie Studienergebnisse sich widersprächen, während die Bewertungen zwischen „gut“ und „schlecht“ schwankten.</p>
<h3>Ist Soja gut?</h3>
<p>So sei Soja anfänglich sehr positiv betrachtet worden. Denn die Wissenschaft hätte nach einer Erklärung gesucht, warum Asiatinnen eine niedrigere Brustkrebsrate haben als Frauen in den USA. Man führte dies auf den höheren Konsum von Sojaprodukten zurück (unter Bezugnahme auf Allred CD, Allred KF, Ju YH, Goeppinger TS, Doerge DR, Helferich WG. <a href="http://carcin.oxfordjournals.org/content/25/9/1649.long">&gt;&gt;&gt; Soy Processing Influences Growth of Estrogen-Dependent Breast Cancer Tumors. Carcinogenesis</a> 2004 Sep;25(9):1649–57)</p>
<h3>Ein Wundermittel gegen Brustkrebs?</h3>
<p>Susan Love schreibt, wie damals Soja plötzlich zum Wundermittel der „Brustkrebsvorsorge“ wurde. Tofu und Sojamilch seien der letzte Schrei gewesen. Damals habe man begonnen, Soja in allen möglichen Lebensmittel zu verarbeiten, während es keine Frage war: „Soja ist gut!“. Dann hätten die Wissenschaftler begonnen, Laboruntersuchungen durchzuführen, um Gründe zu finden, warum Soja möglicherweise das Brustkrebsrisiko senke. Sie fanden dabei heraus, dass Genistein, eine Art Isoflavon (s. Wikipedia <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isoflavone">&gt;&gt;&gt; Isoflavone</a>), das in Soja enthalten ist, sogar dazu führte, dass Brustkrebszellen schneller wuchsen. Nun folgten die Hinweise an Frauen, die Antihormontherapien erhielten, Soja zu vermeiden, da Soja sich wie ein schwaches Östrogen verhielte. Es könnte einerseits diesen Therapien entgegenwirken und anderseits sogar das Rückfallrisiko bei Brustkrebs erhöhen. Und dann, so Love weiter, „war Soja plötzlich schlecht“. &#8211; Zu diesem Teil fehlt leider eine Quellenangabe.</p>
<p>Weiter geht es mit einer Studie aus Shanghai (China), die im Dezember 2009 veröffentlicht wurde. Im Ergebnis hatten Frauen, die Soja aßen, hier ein niedrigeres Risiko, ein Brustkrebsrezidiv zu erleiden oder an den Folgen von Brustkrebs zu sterben. Dieses war abhängig von der Menge, je mehr Soja verzehrt wurde, desto geringer das Rückfallrisiko, und zwar unabhängig vom Hormonrezeptorstatus bzw. von der Einnahme von Tamoxifen. Zur gleichzeitigen Einnahme von Aromatasehemmern und Soja gibt es keine Daten (Xiao Ou Shu u.a. <a href="http://jama.ama-assn.org/content/302/22/2437.full">&gt;&gt;&gt; Soy Food Intake and Breast Cancer Survival</a>, JAMA. 2009;302(22):2437-2443).</p>
<h3>Soja ist nicht gleich Soja</h3>
<p>Love hält diese Studie wegen ihrer Größe hinsichtlich der positiven Ergebnisse für sehr aussagefähig. Sie verweist allerdings auch auf die Unterschiede in der Art des Sojas, das Frauen in Asien bzw. in den USA zu sich nehmen. In Asien nähmen Frauen mehr gekochte Sojabohnen, Edamame, Tofu, Miso und Sojamilch zu sich, während Frauen in den USA mehr verarbeitete Lebensmittel äßen, die viel geringere Sojakonzentrationen aufwiesen. Zu Sojalezithin weist Love außerdem darauf hin, dass es ein Emulgator sei, aber nicht Teil des Soja-Proteins; es enthalte keine Isoflavone, diejenigen Inhaltsstoffe also, die bei den Sojabohnen die Wirkung als pflanzliche Östrogene entfalten.</p>
<p>Gegenwärtig steht Susan Love auf dem Standpunkt, dass Frauen mit Brustkrebs Soja mit gutem Gewissen essen könnten, auch wenn noch weitere Studien gebraucht würden, um die Ergebnisse abzusichern. Wissenschaft könne man nicht zu sehr vereinfachen. Soja sei kein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phyto%C3%B6strogen">&gt;&gt;&gt; Phytoöstrogen</a>, sondern ein „PhytoSERM“ (SERM = selektiver Estrogenrezeptor-Modulator, s.a. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Phytoserm">&gt;&gt;&gt; engl. Wikipedia</a>), das in seinen Eigenschaften mehr etwa dem Tamoxifen als Östrogenen entspräche. Susan Love schließt mit ihrem unvermeidlichen wie unermüdlichen Appell, dass mehr Studien gebraucht würden.</p>
<p>Vor dem unkritischen Konsum von Soja warnen wir dennoch. Einerseits ist die Studienlage nach wie vor nicht vollständig geklärt. Darüber hinaus gehört Soja zu den ersten gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln, die in Europa zugelassen wurden. Wahrscheinlich ist bereits die überwiegende Mehrheit der Produkte im Handel davon betroffen. Darüber, wie sich diese gentechnisch veränderten Nahrungsmittel in Hinsicht auf Krebserkrankungsraten oder bei bereits an Krebs erkrankten Menschen auswirken, wissen wir wenig und raten vom Konsum gentechnisch veränderten Sojas dementsprechend ab.</p>
<address>Bildnachweis: BCAG Screenshot</address>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Originalbeitrag im Blog von Susan Loves Forschungsstiftung: <a href="http://www.dslrf.org/breastcancer/content.asp?L2=1&amp;L3=4&amp;SID=130&amp;CID=2129&amp;PID=4&amp;CATID=0" target="_blank">What does current research tell us about soy? There is soy in almost everything I buy &#8211; even my vitamins. Should I be worried!</a> Vom 18. Juli 2011</p>
<p><a href="http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/anbau_genpflanzen/artikel/fakten_und_hintergruende_zur_gentech_soja/" target="_blank">Fakten und Hintergrundwissen zu Gentech-Soja</a> (greenpeace)<br />
<a href="http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/189/scheierling/gv-soja-ueberall" target="_blank">Gv-Soja überall</a> (GeN &#8211; Gen-ethisches Netzwerk)</p>
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		</item>
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		<title>Ungünstig: Gewichtszunahme nach Brustkrebsdiagnose</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/gewichtszunahme-nach-brustkrebsdiagnose/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 21:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
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		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Rezidivrisiko]]></category>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFEine geringfügige Gewichtszunahme nach Brustkrebs beeinflusst die Überlebenschancen nicht, eine starke Gewichtszunahme führt zu einem höheren Risiko, an den Folgen von Brustkrebs zu versterben. Das sind die Ergebnisse des amerikanischen Gesundheitsdienstleisters &#62;&#62;&#62; Kaiser Permanente (Krankenversicherung, Klinikbetreiber, Ärzteorganisation, Apothekenkette: „Amerika ist das größte Versuchslabor der Welt“, sagt Sophia Schlette[i], Expertin für internationale Gesundheitspolitik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/gewichtszunahme-nach-brustkrebsdiagnose/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div id="attachment_4446" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_von_Willendorf" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4446 " title="Venus_von_Willendorf_blue" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/05/Venus_von_Willendorf_blue1.jpg" alt="Venus_von_Willendorf_blue" width="200" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Venus von Willendorf, ca. 25.000 v.Chr.</p></div>
<p>Eine geringfügige Gewichtszunahme nach Brustkrebs beeinflusst die Überlebenschancen nicht, eine starke Gewichtszunahme führt zu einem höheren Risiko, an den Folgen von Brustkrebs zu versterben. Das sind die Ergebnisse des amerikanischen Gesundheitsdienstleisters <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser_Permanente">&gt;&gt;&gt; Kaiser Permanente</a> (Krankenversicherung, Klinikbetreiber, Ärzteorganisation, Apothekenkette: „Amerika ist das größte Versuchslabor der Welt“, sagt Sophia Schlette<a href="#_edn1">[i]</a>, Expertin für internationale Gesundheitspolitik bei der Bertelsmann Stiftung. „Wir können uns von Netzwerken wie Kaiser Permanente viel abschauen.“). Die Firma mit Sitz in Nordkalifornien stellte ihre Projektergebnisse auf einem <a href="http://www.aacr.org/home/public--media/aacr-press-releases.aspx?d=2325">&gt;&gt;&gt; Kongress im April 2011</a> vor.</p>
<h3>After Breast Cancer (ABC) Pooling Project</h3>
<p>Das Projekt, das die Daten lieferte, trägt den Namen <em>“After Breast Cancer (ABC) Pooling Project“</em>, in dem 18.336 Brustkrebspatientinnen aus vier verschiedenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prospektive_Studie">&gt;&gt;&gt; prospektiv</a> &#8211; also in Bezug auf die Ergebnisse &#8211; beobachteten Gruppen gesammelt wurden, drei davon in den USA, eine in Shanghai, China. Der beobachtete Diagnosezeitraum der Ersterkrankung lag zwischen 1976 und 2006, und die Patientinnen waren zwischen 20 und 83 Jahren alt. Die Entwicklung des Gewichts wurde beobachtet zwischen dem 18 und 48 Monat nach Diagnose und wurde verglichen mit dem Gewicht vor der Diagnose. Eine Projektwebseite haben wir bei unserer Recherche zu diesem Projekt nicht gefunden.</p>
<h3>Ergebnisse</h3>
<ul>
<li>16% der Patientinnen hätten in Folge der Diagnose eine stärkere Gewichtszunahme gezeigt.</li>
<li>Patientinnen, die mehr als 10% ihres bisherigen Gewichts zugenommen hatten, hatten lt. Kaiser-Permanente-Projekt eine um 14% erhöhte Rückfallwahrscheinlichkeit im Vergleich zu Frauen, deren Gewicht stabil blieb.</li>
<li>Eine moderate Gewichtszunahme (5 bis 10%) nach der Diagnose wurde häufiger bei normalgewichtigen und untergewichtigen Frauen beobachtet.</li>
<li>Dies hätte aber keine Auswirkungen auf die Überlebenswahrscheinlichkeit gehabt.</li>
<li>11,1% der Patientinnen, die bereits vor der Diagnose übergewichtig waren, hatten eine starke Gewichtszunahme nach der Diagnose.</li>
<li>Schlankere Frauen (BMI unter 25), die eine Gewichtszunahme von 10% oder mehr nach der Diagnose aufwiesen, hatten zugleich auch ein höheres Rückfallrisiko und ein um 25% höheres Risiko, an ihrer Erkrankung zu sterben.</li>
<li>Besonders davon betroffen waren Frauen mit Hormonrezeptor positiven Tumoren.</li>
</ul>
<p>Zusammenfassend wurde festgestellt, dass mehr Forschung notwendig ist, um zu verstehen, was zu einer starken Gewichtszunahmen nach Brustkrebs führt.</p>
<p>Quellenangabe: <a href="http://www.aacr.org/home/public--media/aacr-press-releases.aspx?d=2325" target="_blank">AACR Webseite</a></p>
<p>Bildnachweis: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_von_Willendorf" target="_blank">Wikipedia</a>, Matthias Kabel, Creative Commons 3.0</p>
<hr size="1" /><a href="#_ednref1">[i]</a> Artikel „Prepaid-Versorgung“ in: medbiz 03/07, z.B. Health Policy Monitor der Bertelsmann-Stiftung, online unter: <a href="http://www.hpm.org/Downloads/Events/medbiz_KaiserPermanente.pdf">http://www.hpm.org/Downloads/Events/medbiz_KaiserPermanente.pdf</a><br />
[Anmerkung: Ob wir denn nun zum zweitgrößten Versuchslabor der Welt werden möchten oder gar die USA noch überflügeln? Auch die Vorstellung, dass Krankenkasse, Klinik, Arzt und Apotheke so eng vernetzt sind, kann man hinterfragen. Tatsache ist: Unsere Brustkrebs-DMPs - auch so ein Importprodukt aus der Gesundheitswirtschaft - haben uns brauchbare Daten bisher nicht gebracht, oder haben wir etwas übersehen?]<br />
<em> </em><br />
<em> </em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beunruhigendes Mineralwasser: Östrogene aus der Plastikflasche</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/beunruhigendes-mineralwasser-oestrogene-aus-der-plastikflasche/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 18:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[umwelt | vermeidung]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelthormone]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFBericht von Beate Schmidt und Gudrun Kemper Text als pdf / Druckversion Angesichts der Wasserproblematik dieser Welt erscheint die Nachricht vom mit Östrogen belasteten Wasser aus PET-Flaschen vielleicht nicht einmal so erheblich. Vielleicht ist sie aber sehr viel erheblicher, als wir uns zur Zeit vorstellen können. Das generelle Thema ist jedenfalls nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/beunruhigendes-mineralwasser-oestrogene-aus-der-plastikflasche/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><em>Bericht von Beate Schmidt und Gudrun Kemper<br />
</em></p>
<p><!--[if !mso]><br />
<mce:style><!  v:* {behavior:url(#default#VML);} o:* {behavior:url(#default#VML);} w:* {behavior:url(#default#VML);} .shape {behavior:url(#default#VML);} --></p>
<h6><!--[endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> <w:SnapToGridInCell /> <w:WrapTextWithPunct /> <w:UseAsianBreakRules /> <w:DontGrowAutofit /> </w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel> </w:WordDocument> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156"> </w:LatentStyles> </xml><![endif]--></h6>
<p><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="pdf" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg" alt="pdf" width="16" height="17" /></a><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><span> </span><a href="http://www.bcaction.de/Blog/pdf/2009/beunruhigendes_mineralwasser.pdf">Text als pdf / Druckversion</a></span></p>
<h6><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><a href="http://www.bcaction.de/Blog/pdf/2009/beunruhigendes_mineralwasser.pdf"></a></span></h6>
<p><em><span style="color: #60748a;"><em> </em><br />
Angesichts der Wasserproblematik dieser Welt erscheint die Nachricht vom mit Östrogen belasteten Wasser aus PET-Flaschen vielleicht nicht einmal so erheblich. Vielleicht ist sie aber sehr viel erheblicher, als wir uns zur Zeit vorstellen können. Das generelle Thema ist jedenfalls nicht unbekannt.</span></em></p>
<div id="attachment_1952" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/04/wasserflasche.jpg"><img class="size-medium wp-image-1952" title="Wasserflasche" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/04/wasserflasche-300x225.jpg" alt="Wasserflasche" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wasserflasche</p></div>
<p>Am 10. März 2009 ist nun in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift <a name="_ednref1" href="#_edn1">[1]</a> eine neue Forschungsarbeit aus Deutschland veröffentlicht worden, in der Risiken durch hormonell wirksame Substanzen in abgefülltem Mineralwasser nach Verpackungsart untersucht wurden. Martin Wagner und Jörg Oehlmann von der Johann Wolfgang von Goethe Universität in Frankfurt am Main befassten sich mit Hormonen in Mineralwasserflaschen, genauer: mit Östrogenen, die offenbar aus den PET-Plastikflaschen in das Mineralwasser übergehen <a name="_ednref2" href="#_edn2">[2]</a>. Zwei Tage nach Veröffentlichung in der Fachzeitschrift berichtete hierüber sogar die Tagesschau, s. Online-Ausgabe: <a title="Externer Link zum Originalartikel" href="http://www.tagesschau.de/inland/wasserflaschen100.html" target="_blank">Studie zu belastetem Mineralwasser aus Plastikflaschen. Hormone aus der Plastikflasche </a><a name="_ednref3" href="#_edn3">[3]</a>. Prof. Dr. Ibrahim Chahoud, Mediziner an der Charité in Berlin, der als einer der Experten auf diesem Gebiet in Deutschland gilt, wird in der Tagesschau so zitiert: &#8220;Gefahren sehe ich für Risikogruppen.&#8221;</p>
<p>Betroffen seien, so die Tagesschau, vor allem Schwangere, Säuglinge oder Kleinkinder. &#8220;Für diese würde ich raten: Lieber einen weiten Bogen um Plastikflaschen machen.&#8221; Ob Prof. Chahoud bei den Risikogruppen nicht an Frauen und insbesondere Frauen mit Brustkrebs gedacht hat? Frauen reagieren in vielen Phasen ihres Lebens sensitiver als Männer auf bestimmte äußere Umweltbedingungen, insbesondere Östrogene. Auch wir sind eine Risikogruppe.  <strong> </strong></p>
<h3><strong>Ein beunruhigendes Buch</strong></h3>
<p>Wagner und Oehlmann weisen in ihrer Arbeit &#8220;<a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/wikipedia11.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1403" title="Hier geht es zu Wikipedia" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/wikipedia11.jpg" alt="Hier geht es zu Wikipedia" width="11" height="11" /></a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endokrine_Disruptoren">Endocrine disruptors</a> in bottled mineral water&#8221; einleitend auf den wissenschaftlichen Bestseller „Our stolen future&#8221; von Theo Colborn hin. Die deutschsprachige Ausgabe erschien bereits 1996 unter dem Titel „Die bedrohte Zukunft&#8221;, versehen mit einem Vorwort von Al Gore. Dieses Buch hat dazu geführt hat, dass die Belastung mit „Umwelthormonen&#8221; zu einem wichtigen öffentlichen, politischen und wissenschaftlichen Thema wurde.  Die beiden Forscher &#8211; von denen einer, nämlich Martin Wagner, zur Zeit an seiner Doktorarbeit zum Thema arbeitet &#8211; berichten, dass noch zu wenig über die Exposition mit den einzelnen Stoffen wie z.B. <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/wikipedia11.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1403" title="Hier geht es zu Wikipedia" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/wikipedia11.jpg" alt="Hier geht es zu Wikipedia" width="11" height="11" /></a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phthals%C3%A4ureester">Phthalaten</a> (&#8220;Weichmacher&#8221;) bzw. „Xenoöstrogenen&#8221; über Nahrungsmitteln bekannt ist. Das Ziel ihrer Untersuchung war die Beurteilung der Östrogenbelastung in Mineralwasserflaschen, um an diesem Modell die Herkunft von Östrogenen in Lebensmitteln aufzuzeigen.</p>
<h3><strong> </strong><strong>Untersuchungsergebnisse</strong></h3>
<p>Die Forschungsergebnisse dieser Untersuchung: <strong>60% der Mineralwässer waren mit Östrogenen kontaminiert</strong>. In der genannten Arbeit untersuchten die Wissenschaftler 20 verschiedene Mineralwassermarken unterschiedlicher Preissegmente, davon 9 abgefüllt in Glas, weitere 9 in PET-Plastikflaschen sowie 2 im TetraPak. In 12 der 20 Mineralwasserproben konnte eine signifikant erhöhte Menge an Östrogenaktivität nachgewiesen werden. In 33% der Glasflaschen (3 von 9) zeigte sich eine erhöhte Östrogenbelastung des Mineralwassers. Im Vergleich dazu waren bei den PET-Flaschen 78% (7 von 9) sowie auch beide Mineralwässer aus dem TetraPak mit Östrogenen belastet. Die Mineralwasserproben wurden modellhaft &#8211; also stellvertretend für andere in Plastikmaterialien verpackte Getränke und Nahrungsmittel &#8211; untersucht. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass die Möglichkeit besteht, dass Nahrung, die in Plastikmaterialien verpackt wird, die Belastung mit solchen Xenöstrogenen („Umweltöstrogenen&#8221;) für die VerbraucherInnen erhöht, weil diese Stoffe aus der Verpackung verstärkt in die Nahrungsmittel übergehen. Die Wissenschaftler zeigten in ihrem Modell auch, dass die in den Proben vorhandenen Östrogene tatsächlich funktionell wie aktive Hormone wirken. Sie weisen darauf hin, dass sie nur die Spitze eines Eisbergs untersucht haben, während die Plastikverpackungen von Nahrungsmitteln möglicherweise eine Hauptquelle für die Aufnahme von Xenoöstrogenen über unsere Nahrung sind.</p>
<h3><strong>Östrogene erhöhen das Brustkrebsrisiko</strong></h3>
<p>Abgesehen davon, dass bekannt ist, dass eine Zufuhr von Östrogenen (insbesondere, wenn sie über längere Zeiträume erfolgt) das Brustkrebsrisiko erhöht, ist die Art der Verpackung von Nahrungsmitteln, wenn man die Ergebnisse dieser Studie wirklich ernst nimmt, natürlich auch für Frauen mit Brustkrebs relevant. Mit Blick auf die ca. 55.000 Frauen, die jedes Jahr bei uns in Deutschland neu mit Brustkrebs diagnostiziert werden, erscheint es wichtig, sich vor jeder unerwünschten Aufnahme von Hormonen zu schützen, also auch über Nahrungsmittel. Die Zufuhr von Östrogenen ist für Frauen, die mit einer Brustkrebsdiagnose leben, unter Umständen sogar lebensbedrohend, da Östrogene die beabsichtigte Wirkung der Therapie mit antihormonell wirkenden Medikamenten aufheben und das Tumorwachstum erneut oder verstärkt ankurbeln können. Mindestens rund 200.000 Frauen mit Brustkrebs erhalten jährlich antihormonell wirksame Medikamente, in deren Beipackzetteln ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass sie nicht zusammen mit östrogenhaltigen Arzneimitteln verabreicht werden sollen, da diese die pharmakologische Wirkung aufheben. Übertragen auf die Nahrungsaufnahme kann diesbezüglich nichts anderes gelten. Die proliferationsfördernde Wirkung der Xenoöstrogene an Brustkrebszelllinien wurde wissenschaftlich überdies schon 1999 belegt <a name="_ednref4" href="#_edn4">[4]</a>. Eine unerwünschte Aufnahme von Umweltöstrogenen über die Nahrung könnte also Brustkrebsmedikamente in ihrer Wirksamkeit abschwächen oder gar aufheben und den bereits erkrankten &#8211; ebenso wie gesunden &#8211; Frauen womöglich weitere gesundheitliche Schäden zufügen.</p>
<h3><strong>„Risiken erkennen &#8211; Gesundheit schützen&#8221;</strong></h3>
<p>Das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR (Slogan: Risiken erkennen &#8211; Gesundheit schützen) hat sehr schnell, nämlich bereits am 18.03.2009, &#8220;eine erste vorläufige Bewertung der Studienergebnisse vorgenommen&#8221;. Ergebnis (Zitat): &#8220;Aus den Ergebnissen der Studie ergibt sich nach Ansicht des BfR für die Verbraucher keine Notwendigkeit, auf Mineralwasser aus PET-Flaschen zu verzichten und auf glasverpackte Produkte auszuweichen.&#8221; <a name="_ednref5" href="#_edn5">[5]</a><sup> </sup>Aber: Das BfR legt keine Quellen vor, die das Gegenteil der Studienergebnisse von Wagner und Oehlmann beweisen würden. Was ist mit den genannten Risikogruppen wie Säuglingen, die praktisch von der Wiege an über die kleinen PET-Säuglingsflaschen, die auch immer noch nicht vom Markt genommen wurden, womöglich gleich mehrfach mit Xenoöstrogenen belastet werden, wenn sie nun auch noch mit östrogenhaltigem Mineralwasser zubereitete Säuglingsnahrung erhalten? Und hat das Institut die Risikosituation von Frauen mit Brustkrebs überhaupt bedacht? Müsste man hier nicht endlich auch beginnen, sich über zukünftige Generationen von Frauen mit Brustkrebs und den Schutz vor dieser Erkrankung Gedanken zu machen? Diese wichtigen Ansätze sollten von allen gesundheitspolitisch Verantwortlichen im Zusammenhang mit Maßnahmen einer wirksamen Primärprävention nachhaltig aufgenommen werden.</p>
<p>VerbraucherInnen, die sich bzw. ihre Familien schützen wollen oder müssen, bleibt derzeit allein die Möglichkeit, die hormonell wirksamen Stoffe zu vermeiden, indem sie versuchen, auf Plastikflaschen und ähnliche Verpackungsmaterialien bei Nahrungsmitteln konsequent zu verzichten. Das Thema bleibt jedenfalls nicht nur für uns betroffene Frauen interessant, denn es ist leider nur einer unten vielen Faktoren, die für die Gesundheit der Bevölkerung zunehmende Relevanz haben.  <strong> </strong></p>
<p><strong>Weiterlesen:</strong> <strong> </strong></p>
<p><strong> </strong> Mehr zum Thema Prävention <a href="../../../../../../03info/praevention.htm">auf unserer Website</a> und <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/?cat=59">in unserem infoblog!</a>.</p>
<p>Originalartikel: <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="pdf" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg" alt="pdf" width="16" height="17" /></a> <a href="../../../../../../Blog/pdf/2009/wagner_oehlmann_endocrine_disruptors_in_bottled_mineral_water.pdf">Endocrine disruptors in bottled mineral water: total estrogenic burden and migration from plastic bottles</a> von Martin Wagner und Jörg Oehlmann mit Dank für die Bereitstellung im Open Access / Creative Commons auf unserer Webseite</p>
<p>EU-Projekt „COMPRENDO&#8221;: <a title="Externer Link zum EU-Projekt" href="http://comprendo-project.org/index2.html" target="_self">Comparative Research on Endocrine Disruption </a></p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-470" title="pdf" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/pdf1.jpg" alt="pdf" width="16" height="17" /></a> <a title="Externer Link zur Prager Deklaration" href="http://comprendo-project.org/_files/Prague%20Declaration%2017%20June%202005.pdf" target="_blank">Prager Deklaration</a> (Prague Declaration on Endocrine Disruption)</p>
<p>WECF e.V. forderte bereits 2005: <a href="http://wecf.eu/english/articles/2005/12/belcher.php">Bisphenol A in Lebensmittel-Verpackungen verbieten</a> (Pressemeldung v. 20.12.2005)</p>
<p>WECF e.V. Meldung vom 17.03.2009: <a href="http://www.nestbau.info/hormone-in-der-babyflasche-bund-ver-ffentlicht-studie-zu-bisphenol-a-/">Hormone in der Babyflasche</a></p>
<p>Website: <a href="http://www.ourstolenfuture.org/Authors/authors.htm">http://www.ourstolenfuture.org/Authors/authors.htm</a> Buch und Autor<em>in </em>Theo Colborn</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<hr size="1" /><a name="_edn1" href="#_ednref1">[1]</a> „<a title="Externer Link zur Zeitschrift" href="http://www.springerlink.com/content/112851/" target="_self">Environmental Science and Pollution Research</a>&#8221;<br />
<em></em><br />
<a name="_edn2" href="#_ednref2">[2]</a> <a href="http://www.springerlink.com/content/515wg76276q18115/fulltext.pdf">http://www.springerlink.com/content/515wg76276q18115/fulltext.pdf</a> (Endocrine disruptors in bottled mineral water: total estrogenic burden and migration from plastic bottles; Martin Wagner &amp; Jörg Oehlmann; in englischer Sprache)<br />
<em></em><br />
<a name="_edn3" href="#_ednref3">[3]</a> Meldung in tagesschau.de vom 12.03.2009: <a href="http://www.tagesschau.de/inland/wasserflaschen100.html">http://www.tagesschau.de/inland/wasserflaschen100.html</a><br />
<em></em><br />
<a name="_edn4" href="#_ednref4">[4]</a> Hormonell aktive Substanzen in der Umwelt: Xenoöstrogene: Stellungnahme der Beratungskommission der Sektion Toxikologie der Deutschen Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT): <a href="http://www.ecomed-medizin.de/sj/ufp/Pdf/aId/1026">http://www.ecomed-medizin.de/sj/ufp/Pdf/aId/1026</a><br />
<em></em><br />
<a name="_edn5" href="#_ednref5">[5]</a> Information Nr. 006/2009 des Bundesinstituts für Risikobewertung BfR vom 18. März 2009:  <a href="http://www.bfr.bund.de/cm/208/hormonell_wirkende_substanzen_in_mineralwasser_aus_pet_flaschen.pdf">http://www.bfr.bund.de/cm/208/hormonell_wirkende_substanzen_in_mineralwasser_aus_pet_flaschen.pdf</a> (Hormonell wirkende Substanzen in Mineralwasser aus PET-Flaschen) sowie<br />
Stellungnahme Nr. 008/2009 des BfR vom 25. März 2009: <a href="http://www.bfr.bund.de/cm/208/bfr_bewertet_untersuchungsergebnisse_zu_mineralwasserproben_mit_hormonaehnlicher_wirkung.pdf">BfR bewertet Untersuchungsergebnisse zu Mineralwasserproben mit hormon-ähnlicher Wirkung</a><br />
<em></em><br />
Foto: Dank an &#8220;sera78&#8243; auf flickr, <a href="http://www.flickr.com/photos/sera/14899839/">http://www.flickr.com/photos/sera/14899839/</a>, veröffentlicht unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">Creative Commons 2.0</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fettreiche Ernährungsweise als Risiko-Faktor für Brustkrebs?</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/fettreiche-ernahrungsweise-als-risiko-faktor-fur-brustkrebs/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/fettreiche-ernahrungsweise-als-risiko-faktor-fur-brustkrebs/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 13:51:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[klinische studien]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/wordpress/?p=1277</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDF Ergebnisse der EPIC-Studie: Wenig Fett, aber Brot und Saft, Obst und Gemüsekonsum ohne Einfluss auf das Brustkrebsrisiko? In einer Pressemeldung vom 28.10.2008 weist das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) darauf hin, dass nach den Daten der EPIC*-Potsdam-Studie ( EPIC = European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) bei erhöhtem Verzehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/fettreiche-ernahrungsweise-als-risiko-faktor-fur-brustkrebs/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div id="attachment_1282" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2008/11/gemueseteller1.jpg"><img class="size-full wp-image-1282" title="Gemüseteller" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2008/11/gemueseteller1.jpg" alt="Gemüseteller, fotografiert von Muffet" width="250" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Gemüseteller, fotografiert von Muffet</p></div>
<p><em></em><br />
<span style="color: #60748a;"><em>Ergebnisse der EPIC-Studie: Wenig Fett, aber Brot und Saft, Obst und Gemüsekonsum ohne Einfluss auf das Brustkrebsrisiko?</em></span><br />
<em></em><br />
In einer <a href="http://www.dife.de/de/index.php?request=/de/forschung/projekte/epic.php">Pressemeldung vom 28.10.2008 </a>weist das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) darauf hin, dass nach den Daten der EPIC*-Potsdam-Studie ( EPIC = <strong>E</strong>uropean <strong>P</strong>rospective <strong>I</strong>nvestigation into <strong>C</strong>ancer and Nutrition) bei erhöhtem Verzehr von Butter, Margarine, verarbeitetem Fleisch und Fisch und gleichzeitig geringem Brot- und Fruchtsaftkonsum das Brustkrebsrisiko erhöht sei.<br />
<em></em><br />
Verschiedene in den 1980er Jahren durchgeführte Tier- und Humanstudien ließen einen Zusammenhang zwischen einer erhöhten Fettaufnahme, der Aufnahme gesättigter Fettsäuren und dem Brustkrebsrisiko vermuten. Folgestudien führten jedoch zu widersprüchlichen Ergebnissen, wobei die jüngsten Resultate eher darauf hinweisen, dass die in den 1980er Jahren aufgezeigten Beziehungen auch heute noch gültig sind.<br />
<em></em><br />
Zur Klärung des Sachverhaltes wertete ein Forscherteam die Daten von 15.351 Teilnehmerinnen mit einem neuen statistischen Ansatz aus.  In der Gruppe von Frauen, die <strong>gleichzeitig viel verarbeitetes Fleisch, Fisch, Butter oder andere tierische Fette sowie Margarine verzehrten, dafür aber wenig Brot und Fruchtsäfte konsumierten, traten <em>im Verlauf von 6 Jahren etwa doppelt so viele Brustkrebserkrankungen auf wie in der Vergleichsgruppe</em>, die sich gegenteilig ernährte.</strong> Damit identifizierten die Wissenschaftler ein Ernährungsmuster, das mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs verbunden ist. Die beobachtete Risikobeziehung war unabhängig vom Körpergewicht der Frauen. Ebenso spielte es keine Rolle, ob sich die Frauen vor oder in der Menopause befanden oder ob sie eine Hormonersatztherapie bekamen.<br />
<em></em><br />
„Nach unseren Ergebnissen haben Frauen ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, wenn sie sich nach einem Ernährungsmuster ernähren, das durch eine hohe Fettaufnahme charakterisiert ist. Dieser Befund bestätigt sowohl die älteren Daten als auch die erst kürzlich publizierten Befunde anderer prospektiver Studien. Ob sich dieser Trend bei neueren Befunden fortsetzt und ob negative oder positive Effekte bestimmten Fettsäurearten zugeordnet werden können, werden die nächsten Monate zeigen. Auffällig ist auch, dass jüngste Studien mit Brustkrebspatientinnen auf günstige Effekte einer fettarmen Ernährung hinweisen“, so wird Heiner Boeing vom DIfE in Potsdam zitiert. An der von Heiner Boeing geleiteten Potsdamer EPIC-Studie nehmen 27.548 Frauen und Männer im Alter zwischen 35 und 65 Jahren teil.<br />
<em></em><br />
<strong>Weiterlesen: </strong><br />
<em></em><br />
Novemberausgabe der Fachzeitschrift British Journal of Nutrition: <a href="http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&amp;aid=2411260">Identification of a dietary pattern characterized by high-fat food choices associated with increased risk of breast cancer</a>: the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Potsdam Study  (Abstract <a href="http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&amp;aid=2411260">Schulz, M. et al., 2008, 100:942-946</a>).<br />
<em></em><br />
<a href="http://jama.ama-assn.org/cgi/reprint/293/2/183.pdf">Consumption of Vegetables and Fruits and Risk of Breast Cancer</a>: Von der gleichen Forschergruppe war 2005 ebenfalls im Rahmen der EPIC-Studie bereits das Ergebnis, dass viel Obst und Gemüse das Brustkrebsrisiko <strong>nicht</strong> senke,  publiziert worden. Die Originalpublikation ist heute online frei verfügbar: <a title="zum Originalartikel im JAMA" href="http://jama.ama-assn.org/cgi/reprint/293/2/183.pdf" target="_blank">http://jama.ama-assn.org/cgi/reprint/293/2/183.pdf</a>.<br />
<em></em><br />
Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/calliope/sets/53693/">Muffet, </a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">Creative Commons</a></p>
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		<item>
		<title>Neue Studie zu Körpergewicht und Brustkrebs: DAMES</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 14:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFBericht von Beate Schmidt In der April-Ausgabe des monatlichen Newsletters &#8220;CancerWise&#8221; des M. D. Anderson Cancer Centers mit Sitz in Texas, USA erschien ein Artikel über eine neue Studie zum Zusammenhang von Brustkrebs und Körpergewicht. Titel: Weight-Loss Trial Targets Breast Cancer (dt.: Studie zur Gewichtsreduktion zielt auf Brustkrebs). Neu an dieser Studie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/neue-studie-zu-korpergewicht-und-brustkrebs-dames/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><em>Bericht von Beate Schmidt</em></p>
<div id="attachment_270" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><img class="size-full wp-image-270" title="obstschale1" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/obstschale1.jpg" alt="Obstschale" width="195" height="133" /><p class="wp-caption-text">Gibt es Zusammenhänge zwischen Ernährung und Brustkrebserkrankung?</p></div>
<p><em></em><br />
In der April-Ausgabe des monatlichen Newsletters &#8220;CancerWise&#8221; des M. D. Anderson Cancer Centers mit Sitz in Texas, USA erschien ein Artikel über eine neue Studie zum Zusammenhang von Brustkrebs und Körpergewicht. Titel: Weight-Loss Trial Targets Breast Cancer (dt.: Studie zur Gewichtsreduktion zielt auf Brustkrebs). Neu an dieser Studie ist, dass sie Zusammenhänge zwischen Müttern und ihren erwachsenen Töchtern bei der Reduktion des Körpergewichts genauer unter die Lupe nimmt.</p>
<p>Sinniger Name dieser Studie: <strong>DAMES &#8211; DA</strong>ughters and <strong>M</strong>oth<strong>E</strong>r<strong>S</strong> Against Breast Cancer (dt.: Töchter und Mütter gegen Brustkrebs). Sie wird an zwei Krebszentren des M. D. Anderson und der Duke Universität durchgeführt. Teilnehmerinnen werden gebeten, ihre Ernährung entweder im Alleingang oder als Mutter-Tochter-Team durchzuführen und zu verbessern. Ziel ist nicht nur, die Effekte von Mutter-Tochter-Beziehungen auf die Veränderung der Lebensgewohnheiten zu untersuchen, sondern auch herauszufinden, welche Mechanismen die Teilnehmerinnen motivieren. Die Teilnehmerinnen werden in drei Studienarmen untersucht und mit Hilfsmitteln wie Newslettern und Ernährungs-/Bewegungs-Magazinen bis hin zu Schrittzählern und Apple iPods ausgestattet.</p>
<p>Man hofft, dass die Ergebnisse dieser Studie für (offenbar weitere) Studien benutzt werden können, die auf die Gewichtsreduzierung zur Verhinderung von Rezidiven und anderen Erkrankungen von Brustkrebspatientinnen und ihren Töchtern abzielen.</p>
<p>Die Studie basiert augenscheinlich auf einem Bericht der American Cancer Society (dt.: Amerikanische Krebsgesellschaft), nach der Übergewicht das Risiko für alle Arten von Krebs, inklusive Brustkrebs, erhöht. Allerdings nimmt Prof. Wendy Demark-Wahnefried vom M. D. Anderson Krebszentrum die Ergebnisse praktisch vorweg, denn sie ist überzeugt, dass diese Studie Frauen tatsächlich helfen wird, etwas zu tun, um ihr Krebsrisiko zu reduzieren. Um erfolgreich zu sein, müsse man wissen, welche Hilfsmittel und Unterstützung nötig sind, um Frauen zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren. Es fragt sich, warum die Studie überhaupt noch durchgeführt wird, wenn das Ergebnis &#8220;wird tatsächlich helfen&#8221; vor Beginn bereits deklamiert und publiziert wird.</p>
<p>Die Forscher hoffen, 134 Frauen und ihre Töchter für diese einjährige Studie gewinnen zu können. Potentielle Teilnehmerinnen müssen sich vorher mehreren Telefoninterviews sowie einer persönlichen Beurteilung, die in einem der beiden Krebszentren oder zu Hause durch eine Krankenschwester durchgeführt wird, unterziehen. Zulassungskriterien für diese Studie sind ein Wohnsitz in den USA, Puerto Rico oder auf Guam. Ferner muss bei den Mütter während der letzten zwei Jahre Brustkrebs diagnostiziert worden sein, und sowohl Mütter als auch Töchter müssen einen <img class="alignnone size-full wp-image-260" title="wikipedia" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/02/wikipedia.jpg" alt="wikipedia" width="11" height="11" /> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index">Body Mass Index</a> von 25 oder höher haben. Mütter müssen mindestens 50 Jahre alt sein, Töchter mindestens 21. Weitere inhaltliche Kriterien als &#8220;übergewichtige Mutter und Tochter&#8221; wurden bei einer relativ geringen Anzahl der Studienteilnehmerinnen zumindest im vorliegenden Bericht nicht genannt.</p>
<p>Die Einteilung der Frauen in &#8220;DAMES&#8221; erfolgt in drei Gruppen:</p>
<p><em>Gruppe 1:</em> Mütter und Töchter erhalten zu Beginn ein Arbeitsbuch, anschließend zweimal monatlich allgemein zugängliche Druckschriften über Diät und Bewegung, z.B. von der American Cancer Society.</p>
<p><em>Gruppe 2:</em> Mütter und Töchter erhalten zu Beginn ein auf sie persönlich abgestimmtes Arbeitsbuch, anschließend zweimal monatlich Informationsmaterial über Diät und Bewegung. Sie bekommen auch Tagebücher, in denen sie ihre Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten verfolgen können. Diese Materialien werden an Mütter und Töchter unabhängig ausgehändigt.</p>
<p><em>Gruppe 3:</em> Die Teilnehmerinnen werden in Mutter-Tochter-Teams zusammenarbeiten. Sie erhalten die gleichen Materialien wie die Teilnehmerinnen in Gruppe 2. Außerdem werden sie gebeten, sich regelmäßig über ihren Fortschritt zu unterhalten.</p>
<p>Alle Teilnehmerinnen werden in unterschiedlichen Stadien der Studie einen Schrittzähler und einen iPod erhalten.</p>
<p>Anfang 2007 haben wir in unserem Blog über die <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/?p=129">WINS-Studie</a> (<strong>W</strong>omen’s <strong>I</strong>ntervention <strong>N</strong>utrition <strong>S</strong>tudy evaluating dietary fat reduction and breast cancer outcome), die bereits im Jahr 1994 initiiert worden war, berichtet. Diese Studie umfasste 975 Patientinnen sowie 1.462 Patientinnen in einer Kontrollgruppe und hat also erheblich mehr Teilnehmerinnen als DAMES mit ihren134 Müttern plus Töchtern in drei Gruppen. Ergebnisse der WINS-Studie, wie sie <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/?p=129">in unserem Blog nachzulesen</a> sind:<br />
&#8220;Diese Ergebnisse der WINS-Studie lassen darauf schließen, dass eine reduzierte Aufnahme von Fett in der Ernährung, die einen moderaten Einfluss auf das Körpergewicht erreicht, bei Brustkrebspatientinnen, die eine konventionelle Krebsbehandlung erhalten haben, die Überlebensraten positiv beeinflusst.</p>
<p>Insbesondere für die Patientinnengruppe, die an hormonrezeptorpositivem Brustkrebs erkrankt war, zeigte sich der Vorteil für die fettreduzierte Diät, allerdings nicht &#8220;signifikant&#8221;. Zusammenhänge werden vermutet bei den Einflüssen, die die Gewichtsreduktion im Zusammenhang mit dem Hormonrezeptorstatus ausübt. Die Ergebnisse werden weiter überprüft und es erfolgt ein weiteres Follow up.<br />
Hervorgehoben wurde bei der WINS-Studie vor allem, dass die Daten zur Fettaufnahme auf den Selbstauskünften der Studienteilnehmerinnen beruhten und dass möglicherweise auch die Gewichtsabnahme &#8211; ganz unabhängig von der Fettaufnahme &#8211; zu den besseren Überlebensergebnissen geführt haben könnten.&#8221;</p>
<p>Eine weitere Studie, die <strong>WHEL</strong>-Studie (<strong>W</strong>omen’s <strong>H</strong>ealthy <strong>E</strong>ating and <strong>L</strong>iving), deren Ergebnisse Mitte 2007 veröffentlicht wurden, kam zu anderen Ergebnissen. So berichtete das Deutsche Ärzteblatt über die seinerzeit größte randomisierte kontrollierte Studie zum Einfluss der Ernährung auf das Mammakarzinom, dass der erhoffte Nutzen ausblieb. Nach im Schnitt 7,3 Jahren hatten 16,7% der Frauen in der Interventionsgruppe und 16,9% in der Vergleichsgruppe ein Brustkrebsrezidiv erlitten. Auch bei den Todesfällen (10,1 ggü. 10,3%) gab es keine signifikanten Unterschiede. Das Ärzteblatt schlussfolgerte, dass damit das WHEL-Projekt gescheitert sein dürfte (Artikel im Deutschen Ärzteblatt: <a href="http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=106005">http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=106005</a>).</p>
<p>Die europäische <strong>EPIC</strong>-Studie (<strong>E</strong>uropean <strong>P</strong>rospective <strong>I</strong>nvestigation into <strong>C</strong>ancer and Nutrition), die bereits im Jahre 1992 begonnen wurde und darauf abzielte, Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs sowie anderen chronischen Erkrankungen aufzudecken, stützt die Ergebnisse der WHEL-Studie. Sie untersuchte sowohl den Verzehr von Obst und Gemüse (Blattgemüse, Fruchtgemüse, Wurzelgemüse, Kohl, Pilze und Zwiebeln/Knoblauch) als auch den von Frucht- und Gemüsesäften. Dabei wurden 285.526 Frauen zwischen 25 und 70 Jahren aus acht von zehn beteiligten europäischen Ländern untersucht. Dazu wurden Daten aus Ernährungserhebungen der Jahre 1992-1998 mit dem Auftreten von Brustkrebs bis zum Jahr 2002 ausgewertet. Bis dahin waren 3.659 Brustkrebsfälle diagnostiziert worden. Die untersuchten Aufnahmekategorien reichten bei Gemüse von bis zu 110 bis über 245 und bei Obst von bis zu 115 bis über 370 Gramm pro Tag. Laut Robert-Koch-Institut verzehren Frauen in Deutschland im Durchschnitt etwa 200 g Gemüse und 190 g Obst pro Tag. Alle EU-weiten EPIC-Analysen, einschließlich der deutschen, zeigten interessanterweise gleiche Ergebnisse.</p>
<p>Schon 2003 hat ein Expertengremium des IARC die Evidenz für einen krebssenkenden Effekt von Obst und Gemüse bei Brustkrebs als unzureichend bewertet. Dennoch wurde die Möglichkeit eines leicht risikosenkenden Effekts für diese Krebsform durch Obst und Gemüse nicht ausgeschlossen. Mit der Analyse der Daten der EPIC-Studie hat sich diese Hoffnung jedoch nicht erfüllt.<br />
&#8220;Wir können aber nicht ausschließen, dass bestimmte &#8211; in dieser Studie nicht untersuchte &#8211; Obst- und Gemüsesorten trotzdem einen schützenden Effekt haben&#8221;, so die recht vage Schlussfolgerung der Experten. Siehe dazu auch die <a href="http://bcag.twoday.net/www.dife.de/de/presse/pressemitteilungen/07-02-05.php">Pressemitteilung</a> des für den deutschen Arm der Studie verantwortlichen Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke vom 07.02.2005.</p>
<p>Als Folge der Ergebnisse der EPIC-Studie musste die Deutsche Krebsgesellschaft mit ihrer nicht wirklich evidenzbasierten Kampagne <a href="http://www.5amtag.de/index1.php">&#8220;5 am Tag&#8221;</a> ihre Aussagen zur Ernährung revidieren. Siehe dazu auch: <a href="http://www.evibase.de/texte/sz/texte/versprechen_mit_zu_vollem_mund.htm">&#8220;Versprechen mit zu vollem Mund &#8211; Experten rudern zurück: Obst und Gemüse schützen vor Krebs erheblich weniger als behauptet</a>&#8221; von Klaus Koch, erschienen in der Süddeutschen Zeitung vom 12.01.2005.</p>
<p>Abschließend bleibt festzustellen, dass der Ansatz, die bekanntlich durchaus nicht immer spannungsfreien verwandtschaftlichen Beziehungen von Müttern und ihren erwachsenen Töchtern zur Basis einer neuen Studie über Brustkrebs und Ernährung zu machen, zwar interessant erscheint, neben der geringen Zahl Teilnehmerinnen jedoch konstatiert werden muss, dass auch bei der DAMES-Studie die Ergebnisse zu einem erheblichen Teil auf den Selbstauskünften der Frauen, die sie in ihren Tagebüchern geben, beruhen werden, und nur zum Teil auf objektiv messbaren Kriterien wie Gewicht, Blutdruck, Fett- oder Muskelmasse sowie Rezidivgeschehen. Der Vorgriff auf das Ergebnis sowie die sehr geringe Anzahl der Studienteilnehmerinnen und deren nicht sehr transparente Vorauslese werfen genau wie die Rekrutierung über das Geschenk eines Apple iPod Fragen auf. Ein namenloser MP3-Player könnte seinen Zweck sicherlich genau so erfüllen, wenn er denn zur Erreichung der Studienziele erforderlich ist. Insgesamt steht zu befürchten, dass die DAMES-Studie und ihr bereits geplanter Nachfolger vor allem wieder nur Geld verbrauchen, das an anderer Stelle besser verwendet werden könnte. Und ganz nebenbei gibt es Werbung und Aufmerksamkeit für Apple iPods und die beiden Studienzentren.</p>
<p><strong>Quellen und Links:</strong></p>
<p><a href="http://www.cancerwise.org/april_2008/display.cfm?id=9605E7FD-AA9C-4CF0-">Link zum Original des englischsprachigen &#8220;CancerWise&#8221;-Artikels</a></p>
<p><em>Für Interessierte</em>: Auf der Website von Breast Cancer Action San Francisco findet sich das Schreiben einer Frau, die zur Teilnahme an der WHEL-Studie eingeladen wurde, an die Studienkoordinatorin: <a href="http://www.cancerwise.org/april_2008/display.cfm?id=9605E7FD-AA9C-4CF0-">http://bcaction.org/index.php?page=newsletter-37i</a></p>
<p><em>Externer Link</em>: Ernährungsinformationssystem der Universität Hohenheim (mit BMI-Rechner)<br />
<a href="https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/info.htm">https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/info.htm</a></p>
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		<title>Ketogene Ernährung bei Krebs</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 22:57:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFInformationen zu einer sogenannten &#8220;ketogenen Ernährung&#8221; (auch &#8220;Öl-Eiweiß-Kost&#8221;), bei der auf Kohlenhydrate weitgehend verzichtet wird, jedoch Pflanzenöle mit Omega-3-Fettsäuren, Fisch, Fleisch, Wurst, aber auch Käse, viel Gemüse und Nüsse gegessen werden, gibt es zur Zeit auf einer Webseite der Uni Würzburg, die auch eine entsprechende Studie durchgeführt. Die Studie richtet sich an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/ketogene-ernahrung-bei-krebs/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>Informationen zu einer sogenannten &#8220;ketogenen Ernährung&#8221; (auch &#8220;Öl-Eiweiß-Kost&#8221;), bei der auf Kohlenhydrate weitgehend verzichtet wird, jedoch Pflanzenöle mit Omega-3-Fettsäuren, Fisch, Fleisch, Wurst, aber auch Käse, viel Gemüse und Nüsse gegessen werden, gibt es zur Zeit auf einer Webseite der Uni Würzburg, die auch eine entsprechende Studie durchgeführt. Die Studie richtet sich an PatientInnen mit fortgeschrittener Tumorerkrankung. Bei Interesse an der Teilnahme bei dieser Ernährungsstudie kann man sich an das Studiensekretariat wenden:</p>
<p>Telefon: 0931-201 25681 (Frau Strauß, vormittags)</p>
<p><a href="http://www.frauenklinik.uni-wuerzburg.de/forschung/ketogene_diaet.htm">Weitere Info der Universität Würzburg</a></p>
<p>Ferner sind von der Uni Würzburg erhältlich:</p>
<p><a href="http://www.frauenklinik.uni-wuerzburg.de/pdf/info_ketogene_diaet08.pdf">Diätbroschüre für Patienten</a></p>
<p><a href="http://www.frauenklinik.uni-wuerzburg.de/pdf/ergaenzende_hinweise_fuer_patienten.pdf">Ergänzende Hinweise für PatientInnen</a>, die die Diät eigenständig durchführen möchten</p>
<p><a href="http://www.frauenklinik.uni-wuerzburg.de/pdf/koch_backrezepte_juni_2008.pdf">Koch- und Backrezepte </a></p>
<p>Eine der Grundlagen für diese Studien ist wohl die <strong>&#8220;Öl-Eiweiß-Kost&#8221; nach Johanna Budwig</strong>. Dazu gibt es die private Webseite:</p>
<p><a href="http://www.oel-eiweiss-kost.de/oel_eiweiss_kost.htm">Johanna Budwig und die Öl-Eiweiß-Kost</a></p>
<p><strong>Weitere Links: </strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/wissenschaft/krebs/article1945794/Laesst_sich_Krebs_mit_einer_Oel-Eiweiss-Diaet_heilen.html">Bericht zur Studie von Beatrice Wagner in &#8220;Die Welt&#8221; vom April 2008</a></p>
<p>Außerdem gibt es eine Reihe von</p>
<p><a href="http://kvk.ubka.uni-karlsruhe.de/hylib-bin/kvk/nph-kvk2.cgi?maske=kvk-last&amp;title=UB+Karlsruhe%3A+Karlsruher+Virtueller+Katalog+KVK+%3A+Ergebnisanzeige&amp;header=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-header_de_2008_06.html&amp;spacer=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-spacer_de_2007_07.html&amp;footer=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-footer_de_2008_01.html&amp;css=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-neu2.css&amp;input-charset=utf-8&amp;hinweise=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-hinweise_de_2008_06.html&amp;kvk-session=5ZMYAQSO&amp;ALL=&amp;TI=%C3%96l-Eiwei%C3%9F&amp;PY=&amp;AU=Budwig%2C+Johanna&amp;SB=&amp;CI=&amp;SS=&amp;ST=&amp;PU=&amp;VERBUENDE=&amp;kataloge=SWB&amp;kataloge=BVB&amp;kataloge=NRW&amp;kataloge=HEBIS&amp;kataloge=HEBIS_RETRO&amp;kataloge=KOBV&amp;kataloge=GBV&amp;kataloge=DDB&amp;BUCHHANDEL=&amp;kataloge=ABEBOOKS&amp;kataloge=AMAZON_DE&amp;kataloge=AMAZON_US&amp;kataloge=ANTIQUARIO&amp;kataloge=BOOKLOOKER&amp;kataloge=KNO&amp;kataloge=LIBRI&amp;kataloge=ZVAB&amp;target=_blank&amp;Timeout=120&amp;inhibit_redirect=1">Büchern zur Öl-Eiweiß-Kost nach Johanna Budwig</a>.</p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>Hinweis:</strong> &#8220;Die Studie „ketogene Ernährung bei Tumorpatienten“ musste leider vorzeitig wegen Wegfall der Personalstellen eingestellt werden.&#8221; (Stand: 10.09.2008)</span></p>
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		<title>Brustkrebs, Cola und Aspartam: Hinweise auf doppelte Risiken</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/brustkrebs-cola-und-aspartam-hinweise-auf-doppelte-risiken/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 11:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[schwangerschaft & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[umwelt | vermeidung]]></category>
		<category><![CDATA[Süßstoff]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFvon Gudrun Kemper Die Diskussion um Gesundheitsrisiken bei &#8220;Erfrischungsgetränken&#8221; wie Cola und Süßstoffen wie Aspartam gibt es schon lange. Risiken werden in der Regel solange ausgeschlossen, bis sie in Langzeitbeobachtungen doch nachgewiesen werden. Wir leben in einer chemischen Welt. Die erste Aspartam-Studie Ein Forschungsteam vom &#8220;Cesare Maltoni Cancer Research Center&#8221; in Bologna [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/brustkrebs-cola-und-aspartam-hinweise-auf-doppelte-risiken/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><em>von Gudrun Kemper</em></p>
<div id="attachment_244" class="wp-caption alignright" style="width: 236px"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Views_of_a_Foetus_in_the_Womb.jpg&amp;filetimestamp=20050214013353"><img class="size-full wp-image-244" title="Risiken lieber vermeiden: Chemikalien können das Ungeborene schädigen" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/02/prenatal.jpg" alt="Chemikalien können das Ungeborene schädigen" width="226" height="313" /></a><p class="wp-caption-text">Chemikalien können das Ungeborene schädigen. Abbildung: Views of a foetus in the wombViews of a Foetus in the Womb, Leonardo da Vinci</p></div>
<p>Die Diskussion um Gesundheitsrisiken bei &#8220;Erfrischungsgetränken&#8221; wie Cola und Süßstoffen wie Aspartam gibt es schon lange. Risiken werden in der Regel solange ausgeschlossen, bis sie in Langzeitbeobachtungen doch nachgewiesen werden. Wir leben in einer chemischen Welt.</p>
<h2><strong>Die erste Aspartam-Studie</strong></h2>
<p>Ein Forschungsteam vom &#8220;Cesare Maltoni Cancer Research Center&#8221; in Bologna fütterte 1.500 Ratten täglich mit Aspartam in Dosen zwischen 4 mg und 5.000 mg pro kg Körpergewicht. Als Kontrollgruppe dienten 300 Tiere, die kein Aspartam erhielten. Die Studie startete in der achten Lebenswoche der Ratten und endete mit dem Tod des letzten Tieres nach 159 Wochen. Danach wurden die Nager untersucht. Die Ratten aus der Aspartam-Gruppe zeigten &#8220;beträchtliche Hinweise auf bösartige Karzinome einschließlich Lymphome, Leukämien und Tumoren in verschiedenen Organen&#8221;, so die Forscher.</p>
<h2><strong>&#8220;Aspartam ist sicher&#8221;</strong></h2>
<p><strong> </strong><br />
Die <a href="http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753824_home.htm">Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)</a> hat die Daten der vor über 20 Jahren als Süßstoff eingeführten Substanz, die sich in so vielen Lebensmitteln enthalten ist, geprüft und kam Anfang Juni 2005 erneut zu dem Ergebnis: Aspartam ist sicher. Sie sah aufgrund der vorgelegten Daten aus dem Tiermodell keinen Anlass, ihre Position zu verändern. Ob sie weiterhin bei dieser Position bleiben wird? Die &#8220;MedUniqa&#8221;, eine Zeitschrift der Österreichischen Uniqa-Versicherungsgruppe, fragte sich bereits nach den in der 1. Studie vorgelegten Ergebnissen, ob bei der breit eingesetzten Substanz Aspartam <a href="http://www.meduniqa.at/2591.0.html">nicht möglicherweise wirtschaftliche Interessen die wissenschaftlichen überragen</a>.</p>
<p>Nun gibt es konkretere Hinweise auf Zusammenhänge zwischen dem Brustkrebsrisiko und Cola-Getränken und Brustkrebsrisiko und Aspartam. Da in einigen  kalorienreduzierten Getränke sogar beides enthalten ist, könnten sich Risiken unter Umständen potenzieren. Auf diese Zusammenhänge hat die <a href="http://www.openpr.de/drucken/141449/Coca-Cola-und-Krebs.html">Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. in einer Pressemeldung vom Juni 2007</a> hingewiesen.</p>
<p>Die Untersuchungen, die an Ratten durchgeführt worden waren, lassen sich zwar nicht &#8220;1 zu 1&#8243; auf Menschen übertragen, aber sie können zumindest zum kritischen Nachdenken bei der menschlichen Nahrungsaufnahme anregen. Man kann darüber spekulieren, ob jetzt Ratten oder Menschen widerstandsfähiger sind und wie sich die Chemikalien z.B. in Schwangeren auswirken, denn die durchgeführten Studien zeigen ihre Auswirkungen bis hin zu den Nachkommen.</p>
<h2><strong>Die zweite Aspartam-Studie</strong></h2>
<p>Die <a href="http://www.ramazzini.it/">Europäische Stiftung für Onkologie und Umweltwissenschaften</a> weist aktuell auf ihre zweite Studie zu dem künstlichen Süßstoff Aspartam unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.ehponline.org/members/2007/10271/10271.pdf">Lifespan Exposure to Low Doses of Aspartame Beginning During Prenatal Life Increases Cancer Effects in Rats</a>&#8221; (Pränatal beginnende Lebenzeit-Exposition mit niedrig dosiertem Aspartam erhöht die Krebsentstehung bei Ratten) hin, die gerade auch bei &#8220;Environmental Health Perspectives&#8221; erscheinen konnte und im <a href="http://www.ehponline.org/members/2007/10271/10271.pdf">Volltext</a> frei zugänglich nachzulesen ist, leider jedoch nur in englischer Sprache.</p>
<p>&#8220;Als Erstes konnten die Forscher eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme sowie Gewichtszunahme bei den Ratten sowie deren Nachkommen unabhängig vom Geschlecht aufzeigen. Darüber hinaus zeigte sich<strong> im Vergleich zur Kontrollgruppe ein <strong>signifikant erhöhtes Auftreten von bösartigen Brusttumoren</strong> bei den weiblichen Ratten sowie dem weiblichen Nachwuchs</strong>. Das Team um Fiorella Belpoggi von <a href="http://www.ramazzini.it/">European Foundation for Oncology &amp; Environmental Sciences</a> vermutet als Grund eine Wechselbeziehung zwischen Übergewicht und Brustkrebs&#8221;, berichtet die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie. So lag die Rate der Brustkrebserkrankungen ohne Aspartam-Aufnahme bei durchschnittlich 5,3%, bei 20 mg/kg des Körpergewichts lag sie bei 7,1% und sie stieg mit der Aufnahme von 100 mg/kg auf 15,7%. Auch die Rate der Lymphome und Leukämien verdreifachte sich knapp und stieg auf 31,4% an. Ohne Aspartamaufnahme lag sie bei 12,6% für Lymphome und Leukämien im Tierversuchsmodell.</p>
<p>Auf experimenteller Ebene im &#8220;Modell mit Ratten&#8221; konnte damit gezeigt werden, dass Aspartam eine &#8220;<strong>multipotente krebserzeugende Substanz</strong>&#8221; ist. Neben einem <strong>höheren Brustkrebsrisiko</strong> konnte bei Aspartam im Versuch dosisabhängig auch ein noch höheres Risiko für Lymphome und Leukämien gezeigt werden.</p>
<h2><strong>Aspartam in der Nahrungsaufnahme überdenken!</strong></h2>
<p>Die Forschergruppe um die Ärztin Fiorella Belpoggi, deren Arbeitsschwerpunkt die Erforschung von industriellen und in der Umwelt vorhandenen krebserregenden Substanzen (&#8220;Karzinogenen&#8221;) ist, <strong>fordert ein Überdenken in Bezug auf Aspartam in der Nahrungsaufnahme</strong>. Gerade weil bereits Kinder den Stoff über Nahrung und Getränke aufnehmen &#8211; und zwar bereits beginnend vor der Geburt über die Nahrungsaufnahme der Mutter &#8211;  und sich ein kummulierendes Risiko über die Lebenszeit zeigen lässt, bestünde hoher Handlungsdruck. <a href="http://www.ramazzini.it/fondazione/pdfUpload/JECH_26.11.2006.pdf">Fiorella Belpoggi</a> ist stellvertretende Präsidentin der Stiftung und Chefpathologin und hat lange unter dem kritischen Onkologen Prof. Cesare Maltoni (1930 &#8211; 2001) gearbeitet. Ihr Leitgedanke &#8220;per aspera ad astra’’ (Seneca) &#8211; in etwa &#8220;man erreicht die Sterne nur, wenn man große Schwierigkeiten überwindet&#8221; &#8211;  ist in diesem Zusammenhang ein Sinnbild für ihre Zähigkeit.</p>
<h2><strong>Die Coca-Cola-Studie</strong></h2>
<p>Die &#8220;Coca-Cola-Studie&#8221;, ebenfalls unter der Leitung von Fiorella Belpoggi, untersuchte die Langzeit-Auswirkungen in Hinsicht auf die Entstehung von Krebserkrankungen durch Coca-Cola &#8211; ebenfalls anhand von Ratten im Versuch.</p>
<p>Die Resultate dieser Studie haben gezeigt:<br />
(a) eine Zunahme des Körpergewichts in allen behandelten Tieren,<br />
(b) eine statistisch signifikantes Ansteigen von Brustkrebs bei Weibchen, bis hin zu den Nachkommen,<br />
(c) eine statistisch signifikante Zunahme von Pankreastumoren (exocrine adenomas of the pancreas ) in den männlichen und weiblichen Tieren und Nachkommen,<br />
(d) eine Ansteigen, jedoch statistisch signifikant, bei Pankreas-Inselzellkarzinomen (pancreatic islet cell carcinomas) bei den Weibchen. Dieser bösartige Tumor ist in den historischen Kontrollen sehr selten aufgetreten.</p>
<p>Auf der Grundlage der Resultate dieser Studie sollten insbesondere Kinder und Jugendlichen vom übermäßigen Verbrauch dieser „Soft-Drinks“ abgeraten werden.</p>
<p>Wieviele Jahrzehnte hat man uns nun Cola und Süßstoff als harmlos verkauft?<br />
Und <strong>wollen</strong> wir VerbraucherInnen es wirklich weiterhin glauben?</p>
<p><strong>Quellenangaben zum Weiterlesen:</strong></p>
<p>Link zur Originalarbeit der 1. Studie zum Thema &#8220;Aspartam&#8221; &#8211; nur in englischer Sprache &#8211; im Volltext:<br />
<a href="http://ehp.niehs.nih.gov/members/2005/8711/8711.pdf">http://ehp.niehs.nih.gov/members/2005/8711/8711.pdf</a></p>
<p>Link zur Originalarbeit der 2. Studie zum Thema &#8220;Aspartam&#8221; &#8211; nur in englischer Sprache &#8211; im Volltext:<br />
<a href="http://www.ehponline.org/members/2007/10271/10271.pdf">http://www.ehponline.org/members/2007/10271/10271.pdf</a></p>
<p>Link zum Abstract der &#8220;Coca-Cola-Studie&#8221; (Results of Long-Term Carcinogenicity Bioassays on Coca-Cola Administered to Sprague-Dawley Rats, Fiorella Belpoggi et al, in englischer Sprache): <a href="http://www.annalsnyas.org/cgi/content/abstract/1076/1/736">http://www.annalsnyas.org/cgi/content/abstract/1076/1/736</a><br />
(Volltext leider 15 €)</p>
<p>Link zur Pressemeldung der &#8220;Fachgesellschaft für Ernährungstherapie&#8221;:<br />
<a href="http://www.openpr.de/news/141449/Coca-Cola-und-Krebs.html">http://www.openpr.de/news/141449/Coca-Cola-und-Krebs.html</a></p>
<p>Ärzteblatt studieren:<br />
<a href="http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=102023">Erhöhtes Krebsrisiko durch Süßstoff Aspartam? (rme, 25.11.2005)<br />
</a><br />
Die Pressekonferenz der EFSA zur 1. Aspartam-Studie in 2006:<br />
Die <a href="http://www.efsa.europa.eu/en.html">Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)</a> hat sich große Mühe gemacht, die 1. Aspartam-Studie abzuschmettern. Die <a href="http://www.flyonthewall.com/FlyBroadcast/efsa.eu.int/AspartamePressConference/index.php?language=german&amp;stream=wmv">Pressekonferenz der ESFA aus dem Jahr 2006 </a>dazu ist in simultaner Übersetzung in die deutsche Sprache online verfügbar und kann als Video angesehen werden. Sie enthält:</p>
<ul>
<li>Eröffnung durch Anne Laure Gassin (Leitung der Pressekonferenz für die EFSA)</li>
<li>Herman Koeter, leitender Wissenschaftler der EFSA, berichtet zum Hintergrund und der Chronologie, sowie zu den vorliegenden Daten zur Unschädlichkeit von Aspartam.</li>
<li>Sue Barlow, Vorsitzende des &#8220;Scientific Panel on Food Additives, Flavourings, Processing Aids and Materials in Contact with Food (AFC), gibt allgemeine Informationen zur Lebensmittelsicherheit und eine Einführung in ihre Arbeit. Sie stellt dar, wie die Empfehlungen zur Sicherheit von Aspartam aufgestellt wurden.</li>
<li>Iona Pratt, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe der EFSA, stellt die Resultate der Evaluation und die abschließende Zusammenfassung der EFSA vor.</li>
<li>Fragen der Journalisten folgen.</li>
</ul>
<p>Die Pressekonferenz wurde durchgeführt am 5. Mai 2006 aus Anlass der 1. Aspartam-Studie. Die Schlussfolgerungen der EFSA sind eigentlich nicht wirklich überzeugend. Es erscheint nicht wirklich nachvollziehbar, warum so vehement für die Sicherheit von Aspartam Stellung bezogen wird. Zwar betont die EFSA insbesondere ihre Unabhängigkeit, doch eine vorsichtigere Positionierung, die wenigstens Restrisiken anerkennt, würde mehr für eine solche Unabhängigkeit sprechen.</p>
<p><strong>Link zur Pressekonferenz:</strong><br />
<a href="http://www.flyonthewall.com/FlyBroadcast/efsa.eu.int/AspartamePressConference/index.php?language=german&amp;stream=wmv">http://www.flyonthewall.com/FlyBroadcast/efsa.eu.int/AspartamePressConference/index.php?language=german&amp;stream=wmv</a></p>
<p>Auch die von der EFSA vorgelegte Powerpointpräsentation (nur in englischer Sprache verfügbar) mit dem Titel <a href="http://www.efsa.europa.eu/etc/medialib/efsa/press_room/focus_on_the_issues/aspartame/1458.Par.0007.File.dat/presentation_aspartame_en2.ppt">Aspartame: &#8220;EVALUATION OF THE EUROPEAN RAMAZZINI FOUNDATION STUDY&#8221; by the Scientific Panel on Food Additives, Flavourings, Processing Aids and Materials in Contact with Food (AFC) </a>kommt zu dem Ergebnis, dass die 1. Aspartam-Studie nicht relevant ist.</p>
<p>Link zu ESFA-Position (Zusammenfassung in deutscher Sprache, gesamtes Gutachten leider nur in englischer Sprache):<br />
<a href="http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753824_1178620765743.htm">http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753824_1178620765743.htm</a></p>
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		<item>
		<title>Fettreduzierte Diät &amp; Brustkrebsüberleben (WINS-Studie)</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jan 2007 22:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[SABCS]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFZusammenstellung Gudrun Kemper Ernährung, Brustkrebs und insbesondere der Konsum von Fett in der Nahrung ist in der Vergangenheit immer wieder einmal Gegenstand klinischer Forschungen gewesen. Der Zusammenhang zwischen Fett in der Ernährung in Bezug auf die Entstehung von Brustkrebs, aber auch bei Frauen, die bereits an Brustkrebs erkrankt sind, ist nach wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/fettreduzierte-diat-brustkrebsuberleben-wins-studie/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><em>Zusammenstellung Gudrun Kemper</em></p>
<p>Ernährung, Brustkrebs und insbesondere der Konsum von Fett in der Nahrung ist in der Vergangenheit immer wieder einmal Gegenstand klinischer Forschungen gewesen. Der Zusammenhang zwischen Fett in der Ernährung in Bezug auf die Entstehung von Brustkrebs, aber auch bei Frauen, die bereits an Brustkrebs erkrankt sind, ist nach wie vor Forschungsgegenstand. Neue Ergebnisse zur Aufnahme von Fett in der Nahrung von Brustkrebspatientinnen wurden jetzt vorgestellt und diese Studienresultate gehörten zu den interessantesten Beiträgen vom San Antonio Breast Cancer Symposium 2006.</p>
<p>Ergebnisse zur Ernährung nach Brustkrebs und Brustkrebsüberleben &#8211; und zwar hinsichtlich der Reduktion von Fett in der Ernährung &#8211; werden in der sogenannten &#8220;WINS-Studie&#8221; (<strong>W</strong>omen’s <strong>I</strong>ntervention <strong>N</strong>utrition <strong>S</strong>tudy evaluating dietary fat reduction and breast cancer outcome) untersucht, die bereits im Jahr 1994 initiiert worden war.<br />
Die Ergebnisse wurden auf dem <a href="http://www.sabcs.org">SABCS</a> 2006 von MD PhD Rowan T. Chlebowski, Prof. of Medicine am Habor UCLA Center in Torrance, Kalifornien, vorgestellt.  Die Studie wurde finanziert vom National Cancer Institute und dem Institute of Health in den USA, zusätzliche Projekte wurden dabei unterstützt durch die Breast Cancer Research Foundation und das American Institute for Cancer Research.</p>
<p>In der randomisierten &#8220;WINS-Studie&#8221; (Phase III) wurden 975 Brustkrebspatientinnen in der Altersgruppe zwischen 48 und 79 Jahren innerhalb eines Jahres nach ihrer Brustkrebsoperation einer Gruppe zugeteilt, die eine fettreduzierte Diät einhalten musste. Die Brustkrebspatientinnen in dieser Gruppe sollten maximal 20% oder weniger der täglichen Gesamtkalorienaufnahme in Form von Fett zu sich nehmen. (Dr. Chlebowski gibt in seiner Präsentation weniger als 20% an, die Berichterstattung im Journal of the National Cancer Institute jedoch unter 15%.) Außerdem erhielten die Patientinnen in der Diätgruppe Schulungen über fettreduzierte Nahrungszubereitung und schriftliche Informationsmaterialien zu ihrer täglichen Kalorienaufnahme. Eine Diätassistentin kontaktierte sie alle drei Monate und es bestand die Möglichkeit, monatlich an einem Diätgruppentreffen teilzunehmen.</p>
<p>Die Ergebnisse wurden verglichen mit einer etwas größeren Kontrollgruppe, in die 1462 Frauen eingeschlossen wurden.</p>
<p>Alle  Patientinnen in beiden Gruppen, bei denen bei Studieneinschluß sehr viel Wert auf die gute Vergleichbarkeit beider Gruppen gelegt wurde, hatten zuvor eine normale schulmedizinische Standardbehandlung ihrer Brustkrebserkrankung erhalten und wurden zwischen 1994 und 2001 in die Studie aufgenommen.</p>
<p>Zu Beginn der Studie hatten die Teilnehmerinnen aus beiden Gruppen rund 30% ihrer Kalorienzufuhr in Form von Fett zu sich genommen, nach einem Jahr Laufzeit sank der Anteil an Fett jedoch auf durchschnittlich 20,3% in der Gesamtkalorienzufuhr, während es in der Kontrollgruppe 29,2% waren. Zu Beginn der Studie lag das durchschnittliche Körpergewicht der Brustkrebspatientinnen in beiden Studienarmen auf dem gleichen Niveau, fünf Jahre später jedoch waren die Brustkrebspatientinnen in der Diätgruppe im Durchschnitt 6 Pfund leichter als in der Kontrollgruppe.</p>
<p>Die Interimsergebnisse, die bereits auf dem ASCO 2005 präsentiert wurden, sind nun im Journal of the National Cancer Institute vom 20.12.2006 erschienen. Zum <a href="http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/content/full/98/24/1751-a">Extract</a> im JNCI  2006 98(24):1751<br />
Die Ergebnisse der Studie wirken auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär, wenn die gesundheitsbezogenen Ergebnisse betrachtet werden. Jedoch zeigt sich insbesondere in der Gesamtheit ein nicht zu übersehender Vorteil für die Patientinnen in der &#8220;Diät-Gruppe&#8221;. Sie hatten insgesamt auch bessere Überlebenschancen, denn in der Diätgruppe verstarben lediglich 7,7% der Frauen, während es der Kontrollgruppe 10,2% waren. 5,5% der Patientinnen erlitten in der Diätgruppe eine Metastasierung, in der Kontrollgruppe waren es 6,6%, an Brustkrebs in der anderen Brust erkrankten in der Diätgruppe 1,4% der Patientinnen, während es in der Kontrollgruppe 2,1% waren. Eine weitere Krebserkrankung erlitten 3,2% der Patientinnen in der &#8220;Diätgruppe&#8221;, jedoch 3,8% in der Kontrollgruppe. Die Forschergruppe rechnete aus, dass 38 Patientinnen an einem solchen Diätprogramm teilnehmen müssten, um einen Rückfall  zu vermeiden, während das durchschnittliche Risiko sich für die Diätgruppe um insgesamt 24% verringerte.</p>
<p>Diese Ergebnisse der WINS-Studie lassen darauf schließen, dass eine reduzierte Aufnahme von Fett in der Ernährung, die einen moderaten Einfluss auf das Körpergewicht erreicht, bei Brustkrebspatientinnen, die eine konventionelle Krebsbehandlung erhalten haben, die Überlebensraten positiv beeinflusst.</p>
<p>Insbesondere für die Patientinnengruppe, die an Hormonrezeptor positivem Brustkrebs erkrankt war, zeigte sich der Vorteil für die fettreduzierte Diät, allerdings nicht &#8220;signifikant&#8221;.  Zusammenhänge werden vermutet bei den Einflüssen, die die Gewichtsreduktion im Zusammenhang mit dem Hormonrezeptorstatus ausübt. Die Ergebnisse werden weiter überprüft und es erfolgt ein weiteres &#8220;Follow up&#8221;.</p>
<p>Hervorgehoben wurde vorallem, dass die Daten zur Fettaufnahme auf den Selbstauskünften der Studienteilnehmerinnen beruhten und dass möglicherweise auch die Gewichtsabnahme &#8211; ganz unabhängig von der Fettaufnahme &#8211; zu den besseren Überlebensergebnissen geführt haben könnten.</p>
<p><strong>Quellen: </strong></p>
<p><a href="http://www.sabcs.org/">http://www.sabcs.org/</a> (z.B. &#8220;Hot 5 presentations&#8221; bei den Videovorträgen)</p>
<p><a href="http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/content/full/98/24/1751-a">http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/content/full/98/24/1751-a</a></p>
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		<title>Brustkrebsrisiko: Vergleichende Untersuchungen zu Eiern, Fleisch- und Milchprodukten</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/brustkrebsrisiko-vergleichende-untersuchungen-zu-eiern-fleisch-und-milchprodukten/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Dec 2002 17:52:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[ernährung & brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Milchkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFzusammengestellt von Beate Schmidt Hinweis: Die verschiedenen Studien zu Ernährung und Brustkrebsentstehung sind widersprüchlich und daher wenig hilfreich bei der Entscheidung für den persönlichen Ernährungsstil. Bereits im Jahr 2002 erschien im &#8220;International Journal of Epidemiology&#8221; eine zusammenfassende Auswertung rund 20 sogenannter Kohortenstudien zu den Zusammenhängen zwischen dem Verzehr von Eiern, Fleisch- und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/brustkrebsrisiko-vergleichende-untersuchungen-zu-eiern-fleisch-und-milchprodukten/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><em>zusammengestellt von Beate Schmidt</em></p>
<p><strong>Hinweis:</strong> Die verschiedenen Studien zu Ernährung und Brustkrebsentstehung sind widersprüchlich und daher wenig hilfreich bei der Entscheidung für den persönlichen Ernährungsstil.</p>
<p>Bereits im Jahr 2002 erschien im &#8220;International Journal of Epidemiology&#8221; eine zusammenfassende Auswertung rund 20 sogenannter Kohortenstudien zu den Zusammenhängen zwischen dem Verzehr von Eiern, Fleisch- und Milchprodukten und Brustkrebs. Die Autoren dieser Analyse stammen aus 17 Forschungseinrichtungen aus den USA (Boston MA, Loma Linda CA, Buffalo und New York NY, Seattle WA), den Niederlanden (Utrecht und Zeist), Schweden (Stockholm) und auch aus Deutschland (DKFZ Heidelberg, Anthony B. Miller, ehemaliger Leiter der Abteilung für Klinische Epidemiologie im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg). Für die Auswertung hatten sich die WissenschaftlerInnen zum Ziel gesetzt, das tatsächliche Brustkrebsrisiko durch den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten zu bewerten und herauszufinden, ob nicht-ernährungsbedingte Risikofaktoren erkennbar sind, die das Ergebnis verändern.</p>
<p>Die Daten aus acht Kohortenstudien aus Nordamerika und Westeuropa (die <a title="Link zu Wikipedia - Nurses Health Study" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nurses%27_Health_Study" target="_self"> Nurses&#8217; Health Study</a> a und b, <a title="Link zur Webseite der Iowa Womens's Health Study" href="http://epi.grants.cancer.gov/ResPort/IowaWomen.html" target="_self">Iowa Women&#8217;s Health Study</a>,  Adventist Health Study,  New York State Cohort, New York University Women&#8217;s Health Study,  Sweden Mammography Cohort, The Netherlands Cohort Study) wurden abgeglichen mit neu entstandenen Brustkrebsfällen und Ernährungsgewohnheiten.</p>
<p>In Bezug auf Fleisch kamen von den analysierten Studien vier zu dem Ergebnis, dass es keinen statistisch signifikanten Zusammenhang gibt, während vier eine direkte Beziehung ergaben. Eine Meta-Analyse von 12 Fallkontroll- und 5 Kohortenstudien, die zwischen 1966 und 1993 veröffentlicht wurden, berichteten von erhöhtem Brustkrebsrisiko bei hohem im Vergleich mit niedrigem Fleischverzehr. Der Zusammenhang bei Verzehr von rotem Fleisch war in sieben dieser Studien stärker als bei Betrachtung des gesamten Fleischkonsums. Bei Geflügel ergab sich kein statistisch signifikanter Zusammenhang.<br />
Zu den ausgewerteten Nahrungsmitteln gehörten u.a. Bacon, Hackfleisch, Rind- / Schwein- / Lammfleisch, Schinken, Aufschnitt, Würstchen, Rinder- / Schweine- / Hähnchen- und Truthahnleber sowie Nieren in der Gruppe rotes Fleisch, Fischfilet, Fischkonserven, Krustentiere, Muscheln, Hähnchen- und Truthahnfleisch in der Gruppe weißes Fleisch, Eier in jeglicher Zubereitung sowie in Untergruppen Zubereitungen jeglicher Art aus den o.g. Produkten.</p>
<p>In Bezug auf nicht fermentierte Milch gab es ebenfalls widersprüchliche Ergebnisse. Bei den analysierten Studien zeigten zwei eine umgekehrte Wirksamkeit (fermentierte Milch hätte demnach einen schützenden Einfluss), eine Metaanalyse beobachtete eine direkte Wirkung (die Brustkrebshäufigkeit stieg demnach) und drei sahen keine statistisch signifikante Verbindung. Die oben genannte Meta-Analyse ergab insgesamt ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei hohem im Vergleich mit niedrigem Milchkonsum; gleiches gilt für den Verzehr von Käse.<br />
Da es erhebliche Unterschiede zwischen 100g flüssigen und 100g festen Milchprodukten gibt, wurden diese soweit möglich getrennt betrachtet: u.a. Sahne, Schlagsahne, Pudding, Eiscreme, Milch jeder Fettstufe, saure Sahne, Joghurt und Joghurt-Dressing in der Gruppe flüssige Milchprodukte, Butter, Käse jeglicher Fettstufe, Hüttenkäse, Ricotta und Frischkäse in der Gruppe feste Milchprodukte.</p>
<p>Insgesamt wurden 351.041 Frauen in die Datenbasis einbezogen, von denen 7.379 während eines bis zu 15-jährigen Follow-ups mit invasivem Brustkrebs diagnostiziert wurden.</p>
<p><strong>Ergebnis für die Ernährung mit Fleisch und Milch:</strong></p>
<p>Es wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Gesamtverzehr von rotem und weißem Fleisch, dem Gesamtverzehr von flüssigen und festen Milchprodukten und einem Brustkrebsrisiko gefunden.</p>
<p><strong>Ergebnis für die Ernährung mit Eiern:</strong></p>
<div id="attachment_567" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2002/12/eier1.jpg"><img class="size-full wp-image-567" title="Eier" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2002/12/eier1.jpg" alt="Gibt es wirklich Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Ei und der Entstehung von Brustkrebs?" width="150" height="141" /></a><p class="wp-caption-text">Gibt es wirklich Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Ei und der Entstehung von Brustkrebs?</p></div>
<p><em></em><br />
Eine Analysekategorie &#8211; Eier &#8211; deutete jedoch darauf hin, dass im Vergleich mit Frauen, die keine Eier aßen, das Brustkrebsrisiko bei Verzehr von weniger als 2 Eiern pro Woche etwas geringer war, bei Verzehr von einem oder mehreren Eiern pro Tag jedoch leicht erhöht. In Bezug auf Eier bedarf es also, so die WissenschaftlerInnen, weiterer Abklärung.</p>
<p><strong>Der Bericht schließt mit der Feststellung, dass diese große Studie keinen Beweis erbracht hat, dass es für amerikanische und westeuropäische Frauen in mittleren oder späteren Lebensjahren einen Zusammenhang zwischen einem hohen Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten und einem erhöhten Brustkrebsrisiko gibt.<br />
</strong></p>
<p><strong>Studienergebnis im Original lesen:</strong></p>
<p><a href="http://ije.oxfordjournals.org/cgi/content/full/31/1/78?maxtoshow=&amp;HITS=10&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=1&amp;author1=Missmer%2C+S&amp;andorexacttitle=and&amp;andorexacttitleabs=and&amp;andorexactfulltext=and&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=0&amp;sortspec=relevance&amp;resourcetype=HWCIT">Meat and dairy food consumption and breast cancer: a pooled analysis of cohort studies</a> (International Journal of Epidemiology 2002;31:78-85, der Artikel ist im Open Access frei zugänglich)</p>
<p><span>Foto von Zyada: <a href="http://www.flickr.com/people/zyada/">http://www.flickr.com/people/zyada/</a> CC Creative Commons 2.0</span></p>
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