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	<title>infoblog! &#187; mammographie</title>
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	<description>relevante berichte zum thema brustkrebs</description>
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		<title>39 Millionen Mammographien jährlich oder Was macht eigentlich Susan Love (Teil 9)</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 18:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[frauen | gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
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		<category><![CDATA[Susan Love]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDF Bildnachweis / Zitat: Screenshot NYT Well Blog Im „Well“-Blog der New York Times (NYT) vom 24. Oktober 2011 erschien ein kleiner Beitrag von Tara Parker-Pope, in dem sie auch Susan Love zur Wertigkeit der Mammographie zu Wort kommen lässt.[1] Parker-Pope geht Fragen nach den Grenzen der Wirksamkeit der Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/39-millionen-mammographien-jaehrlich-sulove9/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div>
<dl id="attachment_4770">
<dt><a href="http://well.blogs.nytimes.com/2011/10/24/mammograms-role-as-savior-is-tested/"><img title="Well Blog NYT " src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/10/Zwischenablage01.jpg" alt="Well Blog NYT" width="479" height="307" /></a></dt>
<dd>Bildnachweis / Zitat: Screenshot NYT Well Blog</dd>
</dl>
</div>
<p>Im „Well“-Blog der New York Times (NYT) vom 24. Oktober 2011 erschien ein kleiner Beitrag von Tara Parker-Pope, in dem sie auch Susan Love zur Wertigkeit der Mammographie zu Wort kommen lässt.[1] Parker-Pope geht Fragen nach den Grenzen der Wirksamkeit der Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung nach und berichtet, in einer Zeit, in der medizinische ExpertInnen die Leitlinien für Prostatakrebs und Gebärmutterhalskrebs überdenken, sei es wichtig, auch die Mammographie kritisch zu überprüfen. Während die meisten Menschen meinten, dass die Mammographie einen Platz in der Gesundheitsversorgung von Frauen habe, würden viele Ärzte inzwischen die Position vertreten, dass die weit verbreiteten Kampagnen mit „Rosa Schleife“ die Mammographie mit einem Zauber versähen, der ihr nicht zukomme. Susan Love stellt darin fest: Einige Patientinnen – richtiger wäre hier wohl, Frauen zu sagen, denn die meisten Frauen, die eine Mammographie machen lassen, sind noch keine Patientinnen – seien so eingeschworen auf die jährlichen Screenings, dass sie beginnen würden, zu glauben, dass die regelmäßige Mammographie Brustkrebs verhindere, ja sie hätten sogar ein schlechtes Gewissen, wenn sie mal eine Mammographie übersprängen.</p>
<h3>Mammographie ist keine „Prävention“</h3>
<p>Man könne von einer Mammographie nicht erwarten, was sie nicht leisten kann. Screening sei keine Prävention (Vermeidung).[2] Fairerweise sollte man an dieser Stelle auch erwähnen, dass die Definition, die die Mammographie der „Sekundärpävention“ zurechnet, von Gesundheitsbehörden, Gesundheitspolitik und einzelnen WissenschaftlerInnen etabliert worden ist.</p>
<h3>„Realitätscheck“ – Was ist wirklich?</h3>
<p>Eine neue Analyse, die gerade in den <em><a href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/full/archinternmed.2011.476">Archives of Internal Medicine</a></em>[3] erschienen ist, bietet die Möglichkeit für einen Realitätscheck. Anders als in den unzähligen Bekundungen von Frauen selbst, nämlich dass die Mammographie ihr Leben gerettet habe, werde bei den meisten Frauen, deren Brustkrebs im Rahmen einer Screening-Mammographie gefunden würde, durch diese Untersuchung ihr Leben nicht wirklich gerettet.[4]</p>
<h3>Zahlen</h3>
<p>Zwar helfe die Mammographie tatsächlich einigen Frauen, doch die Anzahl sei wesentlich geringer, als die meisten Menschen glaubten. Unter den 60 Prozent derjenigen Frauen, deren Brustkrebs mittels Screening entdeckt würde, hätten lediglich 3 bis 13 Prozent einen Vorteil durch die Mammographie. Von den jährlich 230.000 Frauen, die in den USA die Diagnose Brustkrebs erhielten, wären dies lediglich 4.000 bis 18.000 Frauen &#8211; bei 39 Millionen Mammographien, denen Frauen sich in den USA alljährlich unterzögen. Es sei wichtig, zur Kenntnis zu nehmen, dass von den 138.000 Frauen, deren Brustkrebs in den USA jährlich im Screening gefunden würde, 120.000 bis 134.000 keinen Vorteil hätten.</p>
<p>Vergleich für Deutschland: Im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms haben derzeit über 10 Millionen Frauen zwischen 50 und 70 einen Anspruch auf eine Mammographie im Abstand von zwei Jahren. Wie groß der Anteil der Frauen ist, die sich in Deutschland weiter außerhalb des Screening-Programms, also grau „screenen“ lassen (z.B. privat versicherte Frauen oder Frauen,die nicht zwischen 50 und 70 sind etc.), wissen wir nicht.</p>
<p>Häufige Interpretation sei, dass Krebs, der durch Früherkennungstests erkannt werde, zum Überleben führe. Doch das entspräche schlicht nicht der Wahrheit. Tatsächlich seien die Überlebenden größeren Gefahren durch die Überdiagnose ausgesetzt, als dass die Tests helfen würden.[5] Frauen würden ihr Überleben fälschlicherweise auf die Früherkennung zurückführen. Die meisten Frauen, deren Krebs gefunden würde, überlebten die Krankheit sowieso.[6]</p>
<h3>Und die Kostenfrage …</h3>
<p>Und die Kostenfrage wird erneut gestellt: Ob denn die Hunderte von Millionen für „Bewusstseins-Kampagnen“ und 5 Milliarden US-Dollar für Mammographien nicht besser eingesetzt werden könnten? Diese Kostenfrage hatte u.a. der größte Zusammenschluss von Frauenorganisationen in den USA, die sich mit dem Thema Brustkrebs befassen, die <a href="http://www.bcaction.de/wiki/nbcc/" target="_blank">National Breast Cancer Coalition (NBCC)</a>, in ihren Positionspapieren zum Mammographie-Sceening bereits vor über 10 Jahren gestellt. Auch dass Mammographie keine Vermeidung von Brustkrebs leistet, hat sich nicht geändert.</p>
<p>Susan Love hält abschließend fest: 15 bis 20% der Brustkrebserkrankungen verliefen nach wie vor tödlich, die gefährlichen Krebserkrankungen mit Brustkrebs blieben gefährlich. In den USA betrifft dies 40.000 Frauen pro Jahr, bei uns sind es rd. 17.000. Daran muss sich etwas ändern, ebenso wie an den Schuldzuweisungen, bei denen immer die Frau die „Schuldige“ ist.</p>
<p style="text-align: right;"><em>[Text: Beate Schmidt / Gudrun Kemper]</em></p>
<h3>Originalartikel</h3>
<p><a href="http://well.blogs.nytimes.com/2011/10/24/mammograms-role-as-savior-is-tested/">Mammogram’s role as savior is tested</a> von Tara Parker-Pope</p>
<p><em> Bildnachweis: Ausschnitt Screenshot NYT Well Blog &#8211; BCAG </em></p>
<div>
<div>
<h3>Bibliographie</h3>
<p>[1] Parker-Pope, T.: The Limits of Breast Cancer Screening, Mammogram’s Role as Savior Is Tested, Oct. 24, 2011, 4:01 PM</p>
</div>
<div>
<p>[2] hier zitiert nach Dr. Laura Esserman, Leiterin des Brustzentrums der Universität Kalifornien, San Francisco</p>
</div>
<div>
<p>[3] H. Gilbert Welch, MD, MPH; Brittney A. Frankel: <a href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/full/archinternmed.2011.476">Likelihood That a Woman With Screen-Detected Breast Cancer Has Had Her &#8220;Life Saved&#8221; by That Screening</a>, Arch Intern Med., Published online October 24, 2011., doi:10.1001/archinternmed.2011.476</p>
</div>
<div>
<p>[4] H. Gilbert Welch, Brittney A. Frankel</p>
</div>
<div>
<p>[5] Welch, H.G., NYT Blog</p>
</div>
<div>
<p>[6] Colin Begg, Epidemiologe und Statistiker am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York, zitiert nach NYT Blog</p>
</div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Gemeinsame Erklärung zum &#8220;Brustkrebsmonat&#8221;</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/gemeinsame-erklaerung-zum-brustkrebsmonat-2/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/gemeinsame-erklaerung-zum-brustkrebsmonat-2/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 20:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[frauen | gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
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		<category><![CDATA[neue wege]]></category>
		<category><![CDATA[politik | ethik]]></category>
		<category><![CDATA[selbstschutz | selbsthilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFArbeitskreis Frauengesundheit in Psychotherapie und Gesellschaft e.V. Breast Cancer Action Germany Feministisches Frauengesundheitszentrum Berlin (FFGZ) Netzwerk Frauengesundheit Berlin Treffpunkt Krebs – Selbsthilfe für jüngere Frauen Terre des Femmes Deutschland Women in Europe for a Common Future e.V. Berlin, 17.10.2011 Brustkrebs ist keine Geschäftsidee: Frauengesundheitsorganisationen fordern Stopp des Missbrauchs Die fortschreitende Kommerzialisierung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/gemeinsame-erklaerung-zum-brustkrebsmonat-2/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p style="text-align: right;">Arbeitskreis Frauengesundheit in Psychotherapie und Gesellschaft e.V.<br />
Breast Cancer Action Germany<br />
Feministisches Frauengesundheitszentrum Berlin (FFGZ)<br />
Netzwerk Frauengesundheit Berlin<br />
Treffpunkt Krebs – Selbsthilfe für jüngere Frauen<br />
Terre des Femmes Deutschland<br />
Women in Europe for a Common Future e.V.</p>
<p>Berlin, 17.10.2011</p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/10/Zwischenablage02.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-4730" title="Aktionspartnerinnen der Erklärung zum Brustkrebsmonat" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/10/Zwischenablage02.jpg" alt="" width="136" height="847" /></a><strong>Brustkrebs ist keine Geschäftsidee: Frauengesundheitsorganisationen fordern Stopp des Missbrauchs</strong></p>
<p>Die fortschreitende Kommerzialisierung und ökonomische Ausbeutung des Themas Brustkrebs ist eine Fehlentwicklung, der eine Reihe von Frauenorganisationen jetzt entschieden entgegen treten.</p>
<p>Diagnostik und Therapie von Brustkrebs sind eng mit ökonomischen Interessen verknüpft. Eine begleitende kritische Bewertung ist grundsätzlich ratsam.</p>
<p>Besonders empörend ist der aktuelle Trend im Oktober: Globale Konzerne und Firmen überbieten sich gegenseitig mit PR-Kampagnen und sammeln Spendengelder auch in Deutschland ein. Der Aufmerksamkeitsfaktor des Themas Brustkrebs steigert Verkaufzahlen und wird zur Marketingmaßnahme für Geschäfte und Profite umgemünzt. Einnahmen und Verwendung der Spenden sind selten transparent. Beispielhaft zeigen zwei aktuelle Kampagnen, wie die Krankheit zum Geschäftsmodell umfunktioniert wird.</p>
<p>Am 18. Oktober wird Pink Ribbon Deutschland auf dem Potsdamer Platz „die größte pinkfarbene Schleife in Deutschland“ binden. Bei genauerem Hinsehen bieten die Macher auch jede Menge Werbung, Halbwissen aus PR-Kanälen, das Sammeln von Spenden sowie die Suche nach neuen Anzeigenpartnern. Als Frauengesundheitsorganisationen lehnen wir das mit solchen Aktionen verknüpfte konsumorientierte Frauenbild, das Frauen öffentlich sexualisiert und infantilisiert, ab.</p>
<p>Im Schlepptau des „pink“ angestrahlten Brandenburger Tors durch den Kosmetikkonzern Estée Lauder am 11. Oktober wird die Aufmerksamkeit auf hochpreisige Kosmetika gelenkt. Die verständliche Deklaration von Inhaltsstoffen oder der Verzicht auf krebserregende Chemikalien in Kosmetika stehen dagegen nicht auf der Agenda. Lichtaktionen, bei denen öffentliche Gebäude rosa angestrahlt werden, nennt die Medizinsoziologin Samantha King schlicht Stromverschwendung.</p>
<p>Wir sehen mehr Schaden als Gewinn für Frauen durch derartige Aktionen. Die Entwicklung, vorgeblich Wohltätigkeit auf Kosten kranker Menschen an geschäftliche Interessen zu koppeln, sehen wir mit Sorge.</p>
<p>Die Deutsche Krebshilfe, für die am 18.10. Spenden gesammelt werden sollen und die eine Vorbildfunktion einnehmen muss, rufen wir auf, ihre Kooperationen kritisch zu überprüfen.</p>
<p><strong>Was für Frauen grundsätzlich wichtig ist: 6 Punkte für den Umgang mit dem Thema Brustkrebs in Deutschland</strong></p>
<ol>
<li>Öffentlich geförderte und transparente Forschung zu Ursachen der Krebsentstehung, Diagnostik und Therapie. Langfristige Nachbeobachtung von Forschungsergebnissen weit über vermarktungsrelevante Eckpunkte und fünf Jahre hinaus.</li>
<li>Priorisierung der Vermeidung von Brustkrebs und anderen Krebserkrankungen. Schwerpunkt muss endlich der Abbau von Umweltbelastungen und Umweltgefährdungen sein. Keine Kooperationen und keine Annahme von Spenden von Unternehmen und Institutionen, die für die Erzeugung und Verbreitung von Karzinogenen verantwortlich sind.</li>
<li>Bereitstellung evidenzbasierter Informationsangebote unter Beachtung höchster professioneller und ethischer Standards und unter Berücksichtigung von Kapazität und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen. Informationsmaterialien zu den Themen Vermeidung, Screening, Diagnostik und Behandlung auf einer rationalen anstelle einer rein emotionalen Ebene.</li>
<li>Transparente, zeitnahe und für Frauen verständliche Bewertung der Ergebnisse aus dem weltweit größten organisierten Mammographie-Screening-Programm in Deutschland. Frauen haben großes Interesse und Anspruch auf die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Programm, um ihre Entscheidungen für oder gegen eine Teilnahme treffen zu können.</li>
<li>Berücksichtigung von Brustkrebs als einem großen sozialen Problem für erkrankte Frauen und ihre Familien sowie angemessene wirtschaftliche Absicherung von an Krebs erkrankten Frauen.</li>
<li>Transparente Offenlegung und Veröffentlichung der Interessenlage von Organisationen, die sich mit Brustkrebs und anderen gesundheitsbezogenen Themen befassen und/oder Spenden sammeln.</li>
</ol>
<h3>Download</h3>
<p><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/10/gemeinsameerklaerung.pdf" target="_blank">Gemeinsame Erklärung zum &#8220;Brustkrebsmonat&#8221;</a></p>
<h3>Weitere Informationen und Kontaktpartnerinnen unter:</h3>
<p><a href="http://www.frauengesundheit-berlin.de/" target="_blank">www.frauengesundheit-berlin.de<br />
</a><a href="http://www.akf-info.de/" target="_blank">www.akf-info.de</a><br />
<a href="http://www.ffgz.de" target="_blank">www.ffgz.de</a><br />
<a href="http://www.bcaction.de/" target="_blank">www.bcaction.de</a><br />
<a href="http://www.treffpunktkrebs.de" target="_blank">www.treffpunktkrebs.de</a><br />
<a href="http://www.wecf.eu/" target="_blank">www.wecf.eu</a><br />
<a href="http://frauenrechte.de/" target="_blank">http://frauenrechte.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>FFGZ Berlin berichtet neue Daten zu Mammografie-Screening und Brustkrebssterblichkeit</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/mammographie_und_brustkrebssterblichkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 20:37:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mammographie]]></category>
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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFIn den meisten europäischen Ländern ist die Brustkrebssterblichkeit gesunken. Das berichtet das Feministische Frauengesundheitszentrum FFGZ im Newsletter vom 23.09.2011 und bezieht sich dabei auf die im British Medical Journal (BMJ 2011; 343: d4411) veröffentlichten Daten, denen zufolge diese Senkung, wenn überhaupt, nur zu einem geringen Anteil der Einführung der Mammografie zu verdanken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/mammographie_und_brustkrebssterblichkeit/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><a href="http://www.ffgz.de"><img class="alignleft size-full wp-image-4666" title="FFGZ" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/09/297863_268204879869652_266371556719651_916663_218633246_n.jpg" alt="" width="200" height="182" /></a>In den meisten europäischen Ländern ist die Brustkrebssterblichkeit gesunken. Das berichtet das Feministische Frauengesundheitszentrum FFGZ im Newsletter vom 23.09.2011 und bezieht sich dabei auf die im British Medical Journal (<a title="zum Originalartikel im British Medical Journal" href="http://www.bmj.com/content/343/bmj.d4411.full" target="_blank">BMJ 2011; 343: d4411</a>) veröffentlichten Daten, denen zufolge diese Senkung, wenn überhaupt, nur zu einem geringen Anteil der Einführung der Mammografie zu verdanken sei.<br />
Das FFGZ berichtet weiter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Philippe Autier und Mitarbeiter werteten Daten der WHO-Datenbank zu Todesursachen und Screening, Krebsbehandlung und Risikofaktoren für Brustkrebssterblichkeit aus. Die Länder hatten die Screening-Programme im Abstand von 10 bis 15 Jahren eingeführt. Von 1989 bis 2006 sank die Brustkrebssterblichkeit in Nordirland um 29% und in der Republik Irland um 26 %, in den Niederlanden um 25%, in Belgien um 20 %, in Schweden um 16% und in Norwegen um 24%. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass das Screening keine direkt Rolle bei der Reduzierung der Brustkrebssterblichkeit spielt. Die Senkung der Sterblichkeit wird im Wesentlichen der Verbesserung der Qualität der Versorgung zugesprochen.<br />
Der erfreulichen Senkung der Brustkrebssterblichkeit steht allerdings ein starker Anstieg der Diagnosen seit Einführung des Screenings gegenüber. Die neuen Zahlen des Krebsregisters der ostdeutschen Bundesländer zeigen einen Anstieg der Diagnosen seit Einführung des Mammografie-Screenings um 40 Prozent von 206,7 auf 289,3 je 100 000 Frauen. Auch die nicht-invasiven Diagnosen, sogenannte In-situ-Tumore, lagen im Jahr 2008 mit 43,3 je 100.000 mehr als doppelt so hoch wie die des Vor-Screening-Zeitraums mit 19 je 100 000. (GKR Berlin, Juni 2011). Nach neuesten Erkenntnissen ist darin ein hoher Anteil an Überdiagnosen enthalten. Dies sind Formen von Brustkrebs, die nie gefährlich würden, wenn sie unerkannt bleiben. Diese Ergebnisse bestätigen, dass Frauen genau für sich abwägen sollten, welche Vor- und Nachteile die Teilnahme am Screening für sie hat.&#8221;</p></blockquote>
<h3>Info-Veranstaltung: Mammografie-Screening als Brustkrebsfrüherkennung &#8211; was nützt es?</h3>
<p>Zu dieser Frage bietet das FFGZ Berlin vor dem Hintergrund des Mitte 2006 in Berlin begonnenen &#8220;Mammografie-Screenings für Frauen zwischen 50 und 69&#8243;  am 12.10.2011 im FFGZ in Berlin und am 02.11.2011 in der Volkshochschule Reinickendorf eine Informationsveranstaltung an. Frauen dieser Altersgruppe können alle zwei Jahre kostenlos und freiwillig eine Röntgenaufnahme der Brust machen lassen. Jede Frau ist also gefordert, sich zu entscheiden, ob sie dieses Angebot annehmen möchte oder nicht. Dazu ist es notwendig, sich umfassend zu informieren, ob die Untersuchung gemacht werden soll und was bei einer Teilnahme auf  die einzelne Frau zukommen kann. Die Veranstaltung informiert über den aktuellen Stand und möchte die persönliche Entscheidungsfindung unterstützen und Ängste abbauen helfen.</p>
<p>Weitere <a href="http://www.ffgz.de/02.aktuelles/AKTUELL-Frame.htm" target="_blank">Infos zu den Kursen</a></p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p><a href="http://www.ffgz.de" target="_blank">FFGZ &#8211; Das Feministische Frauengesundheitszentrum Berlin</a><br />
<a href="http://www.facebook.com/pages/Frauengesundheitszentrum-FFGZ-eV-Berlin/266371556719651?sk=wall" target="_blank"> FFGZ Berlin bei Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Zahlen zu Brustkrebs: Gemeinsames Krebsregister GKR verweist auf 70.000 Neuerkrankungen jährlich</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/daten_zu_brustkrebs_gkr_2011/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/infoblog/daten_zu_brustkrebs_gkr_2011/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 15:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[krebsregistrierung]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[zahlen & daten]]></category>
		<category><![CDATA[Mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/wordpress/?p=4569</guid>
		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFDas Gemeinsame Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen (GKR) hat in &#8220;Fakten und Wissenswertes&#8221;, Ausgabe 2 vom Juni 2011, die aktuellen Zahlen zu Brustkrebsneuerkrankungen und Brustkrebssterblichkeit im &#8220;Einzugsbereich&#8221; des Registers vorgestellt. Leider fehlen die neuen Zahlen zu Berlin bisher noch. Kurzgefasst hier einige der Ergebnisse: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/daten_zu_brustkrebs_gkr_2011/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/gkr/publikationen/faktenundwissen/brustkrebs_2011.pdf?start&amp;ts=1308835230&amp;file=brustkrebs_2011.pdf" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-4571" title="GKR - Fakten und Wissenswertes - Ausgabe 2 vom Juni 2011" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2011/07/Zwischenablage012-209x300.jpg" alt="GKR - Fakten und Wissenswertes - Ausgabe 2 vom Juni 2011" width="209" height="300" /></a>Das Gemeinsame Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen (GKR) hat in &#8220;Fakten und Wissenswertes&#8221;, Ausgabe 2 vom Juni 2011, die aktuellen Zahlen zu Brustkrebsneuerkrankungen und Brustkrebssterblichkeit im &#8220;Einzugsbereich&#8221; des Registers vorgestellt. Leider fehlen die neuen Zahlen zu Berlin bisher noch. Kurzgefasst hier einige der Ergebnisse:</p>
<h4>Neuerkrankungen (Inzidenz)</h4>
<ul>
<li>In Deutschland erkrankten ca. 70.000 Frauen an Brustkrebs (mit Quellenangabe GEKID-Atlas).</li>
<li>Seit Beginn der elektronischen Registrierung im Jahr 1961 stiegen die Erkrankungsraten (Inzidenz).</li>
<li>Seit den 1970er Jahren ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.</li>
<li>Die Anzahl der sog. &#8220;Vorstufen&#8221; (DCIS) ist von 1,0 auf 100.000 Frauen im Jahr 1990 auf 7,0 je 100.000 Frauen bereits vor Beginn des Screenings angestiegen.</li>
<li>Im Zeitraum von 2003 bis 2006 verzeichnet das GKR einen in fast allen Ländern im Einzugsbereich sichtbaren Knick bei den Erkrankungsraten, die jährlich jeweils um 2,3% absanken. Der Rückgang werde als Effekt des Rückgangs bei der Verschreibung der Hormonersatztherapie diskutiert.</li>
<li>Der dann einsetzende steile Anstieg &#8211; um jährlich bisher 12,4% in den ostdeutschen Bundesländern &#8211; ist auf das Mammographie-Screening zurückzuführen. Die ESR bezüglich der Erkrankungsraten (Inzidenz) ist inzwischen von 206,7 je 100.000 Frauen auf 289,3 im Jahr 2008 hochgeschnellt. Das entspreche einer Steigerung um 40%. Auch die Anzahl der nicht-invasiven Tumoren hat sich im Vergleich zum &#8220;Vorscreening-Zeitraum&#8221; mehr als verdoppelt &#8211; von 19,0 auf 43,3 je 100.000 Frauen.</li>
<li>Die &#8220;Steigerung der Neuerkrankungsraten&#8221; führt das GKR vor allem auf die Einführung des Mammographie-Screenings zurück.</li>
</ul>
<h4>5-Jahresüberlebensraten</h4>
<ul>
<li>85% aller Frauen im Einzugsbereich des GKR (n=27.552) überlebten die ersten fünf Jahre nach Diagnosestellung. Zum Vergleich: In den Jahren 1961 &#8211; 1964 überlebten 52,1% (n=9.343) der Frauen.</li>
</ul>
<h4>Tumorstadien</h4>
<ul>
<li>Durch das Mammographie-Screening wurde der Anteil der Frauen mit dem Tumorstadium I im Jahr 2008 auf 38,5% gesteigert.</li>
</ul>
<h4><strong>Brustkrebssterblichkeit (Mortalität)</strong></h4>
<ul>
<li>Die Brustkrebssterblichkeit in den ostdeutschen Bundesländern ist in den letzten 15 Jahren um 30% zurückgegangen (altersstandardisierte Mortalitätsrate (ESR) 21,1 je 100.000 Frauen, absolut 3.084 Frauen und 16 Männer).</li>
<li>Die Brustkrebssterblichkeit ist rückläufig, sie betrage für Deutschland aktuell jährlich 1,75%, sei aber mit 2,2% in den neuen Bundesländern noch stärker ausgeprägt (Berlin: 1,7%).</li>
</ul>
<h4>Risikofaktoren</h4>
<p><span style="font-weight: normal; ">Das GKR benennt als Risikofaktoren für Brustkrebs Alter, Geschlecht und Genetik (nicht beeinflussbar) sowie Reproduktionsverhalten, Hormone (Pille, Hormonersatztherapie, Umwelthormone werden nicht aufgeführt) und Lebensstil unter Hinweis auf postmenopausale Frauen, Bewegungsmangel und Übergewicht.</span></p>
<p>Weitere neue Zahlen aus Berlin stehen bisher noch aus.</p>
<h3><strong>Weiterlesen</strong></h3>
<p><a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/gkr/publikationen/faktenundwissen/brustkrebs_2011.pdf?start&amp;ts=1308835230&amp;file=brustkrebs_2011.pdf" target="_blank">GKR &#8211; Fakten und Wissenswertes, Ausgabe 2</a>: Brustkrebs von Heide Wilsdorf-Köhler, Brigitte Streller und Roland Stabenow (Juni 2011)</p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/brustkrebs-in-berlin-2009/" target="_blank">Brustkrebs in Berlin</a> (infoblog! zum Basisbericht der Gesundheitsberichterstattung des Senats von Berlin 2009)</p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/lernen/brustkrebs-in-berlin-2008/" target="_blank">Brustkrebs in Berlin</a> (lernen &#8211; zum Basisbericht der Gesundheitsberichterstattung des Senats von Berlin 2008)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bündnisgrüne reichen Kleine Anfrage zum Mammographie-Screening ein</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 20:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[Mammographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFDie Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hat mit Datum vom 13.09.2010 eine &#62;&#62;&#62; (pdf) Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, die interessant ist für alle, die sich eingehender mit dem Mammographie-Screening, seinen Auswirkungen auf Frauengesundheit, Versicherungssystem und auch schwierigen Fragestellungen wie Überdiagnostik und Umgang mit Frauen, die dann die Diagnose Brustkrebs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/gruene-reichen-kleine-anfrage-zur-mammographie-ein/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div id="attachment_3992" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://web.archive.org/web/20060621092648/http://www.gruene-bundestag.de/cms/archiv/dokbin/31/31086.pdf"><img class="size-medium wp-image-3992 " title="Noch mal nachlesen? Doku zur Anhörung " src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2010/09/Clipboard012-300x266.jpg" alt="Grüne Politik: Auch bei der Anhörung zur Etablierung des Screenings haben die Grünen sich engagiert (Link zu archive.org)" width="300" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Grüne Politik: Auch bei der Anhörung zur Etablierung des Mammographie-Screenings haben die Grünen sich engagiert (Link zu archive.org)</p></div>
<p>Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hat mit Datum vom 13.09.2010 eine <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/029/1702919.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Kleine Anfrage an die Bundesregierung</a> gerichtet, die interessant ist für alle, die sich eingehender mit dem Mammographie-Screening, seinen Auswirkungen auf Frauengesundheit, Versicherungssystem und auch schwierigen Fragestellungen wie Überdiagnostik und Umgang mit Frauen, die dann die Diagnose Brustkrebs erhalten, befassen.</p>
<p>Nachfolgend der Text <strong>dieser wichtigen Kleinen Anfrage</strong> als Zitat, Fettdruck und farbige Passagen wurden von uns eingefügt. Lösungen für einzelne der Fragestellungen geben die Europäischen Leitlinien bereits vor, doch werden sie in Deutschland nicht umgesetzt. Antworten auf andere Fragen können wir uns denken, doch ist das, was gesundheitspolitisch aufgetischt wird, nicht immer das, was wünschenswert wäre. Dass außerhalb des Programms in großem Umfang &#8220;grau&#8221; weiter gescreent wird, ist ebenfalls sehr bedenklich. Und es bleibt die Fragwürdigkeit des Programms &#8211; bedingt durch die Relation zwischen Risiken und erwarteten Erfolgen &#8211; generell weiter offen. Insbesondere was die Fraueninformation betrifft, besteht Verbesserungsbedarf, s. dazu auch unsere Berichterstattung zu den Informationsmaterialien zum Mammographie-Screening-Programm (z.B. Stichwort <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/merkblatt-mammographie2010/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Merkblatt</a>). Vorallem aber verstellt nicht zuletzt die Debatte über die Mammographie und lediglich die Diagnose bereits vorhanderer Erkrankungen auch den Blick auf die Ursachen von Brustkrebs.</p>
<p>Frühere Anfragen und Drucksachen des Deutschen Bundestags finden sich auch unter den jeweiligen Nummern am Anfang unserer <a href="http://www.bcaction.de/lernen/linksammlung-mammographie/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Linksammlung zur Mammographie</a>. Wir bleiben am Thema dran und werden auch über Ergebnisse hier berichten:</p>
<h3>Kleine Anfrage</h3>
<p>der Abgeordneten Birgitt Bender, Elisabeth Scharfenberg, Dr. Harald Terpe, Maria Klein-Schmeink, Dr. Thomas Gambke, Katrin Göring-Eckardt, Brigitte Pothmer und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN</p>
<p><strong>Umsetzung und Weiterentwicklung des Mammographie-Screenings in Deutschland</strong><br />
Das Mammographie-Screening gilt als wichtige präventive Maßnahme zur frühzeitigen Erkennung und Behandlung von Brustkrebs. Mit einem Bundestags- und Bundesratsbeschluss im Jahr 2002 wurden die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung beauftragt, bis Ende 2003 ein flächendeckendes, hohen qualitativen Anforderungen unterliegendes Mammographie-Screening in Deutschland einzuführen. D<strong>amit sollte auch das sogenannte graue Screening (Mammographie-Screening in gynäkologischen Praxen zur Abklärung eines Verdachtes) abgelöst </strong>und ein bevölkerungsbezoge- nes Früherkennungsprogramm eingeführt werden.</p>
<p>Seit dem Jahr 2004 haben Frauen zwischen 50 und 69 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf ein Mammographie-Screening. Sie werden alle zwei Jahre in eine Screening-Einheit schriftlich eingeladen. Die Untersuchung ist für gesetzlich Versicherte kostenlos, für privat Versicherte können individuelle Regelungen gelten.<br />
Eine Mammographie darf ausschließlich im Rahmen des bundesweiten qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings und auf der Grundlage der entsprechen- den EU-Leitlinien (European guidelines for quality assurance in breast cancer screening and diagnosis) erbracht werden. Eine Ausnahme bildet die sogenannte kurative Mammographie, die bei konkreten Beschwerden oder bei Verdacht auf einen krankhaften Befund zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht wird.</p>
<p>Trotz hoher Qualitätsanforderungen weichen Zeitungsberichten zufolge (<a href="http://www.zeit.de/2010/09/Mammografie" target="_blank">DIE ZEIT vom 25. Februar 2010</a>) die tatsächlichen Ergebnisse nach fünf Jahren seit Beginn des Mammographie-Screenings (ein flächendeckendes Mammographie-Screening erfolgt erst seit ca. zwei Jahren) von den erwarteten Zielgrößen ab.<strong> Daher sei z. B. nicht gesichert, dass die Brustkrebssterblichkeit durch das Massenscreening so sinken werde, wie es die Befürworterinnen und Befürworter angekündigt haben. </strong>Eine Studie des Nordic Cochrane Centers in Gebieten mit und ohne Screening-Programm hat für Dänemark jüngst ermittelt, dass das Mammographie-Screening bei Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren keinen positiven Effekt habe.</p>
<p><strong>Wir fragen die Bundesregierung:</strong></p>
<ol>
<li>Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, welche Jahrgänge der anspruchsberechtigten Frauen in welcher Stärke sich am Programm beteiligt haben und welche nicht?</li>
<li>a) Kann die Bundesregierung Presseberichte bestätigen, <strong>nach denen das so- genannte graue Screening in Deutschland zugenommen hat und quer durch alle Altersgruppen in der Vergangenheit jährlich zu diesem Zweck 6 Millionen Röntgenuntersuchungen durchgeführt wurden, davon 4 Millionen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen</strong> (Die ZEIT vom 25. Februar 2010), und wie bewertet sie diese Presseberichte?<br />
b) Kann die Bundesregierung abschätzen oder liegen ihr Schätzungen vor, wie hoch der Anteil des sogenannten graue Screenings an den abgerechneten kurativen Mammographien ist?<br />
Falls ja, wie bewertet die Bundesregierung diese Zahlen?<br />
Falls nein, warum nicht?<br />
c) Kann die Bundesregierung abschätzen oder liegen ihr Schätzungen vor, <strong>wie viele Frauen ausschließlich das sogenannte graue Screening nutzen</strong> <strong>(aufgeschlüsselt nach der Gruppe der anspruchsberechtigten Frauen und anderen Jahrgängen)?</strong><br />
Falls ja, um welche Erkenntnisse handelt es sich?<br />
Falls nein, warum nicht?<br />
d) Sieht die Bundesregierung hier mögliche gesundheitspolitische Zielkonflikte mit dem Mammographie-Screening-Programm?<br />
Wenn ja, welche, und wie bewertet die Bundesregierung diese?<br />
Wenn nein, warum nicht?</li>
<li>Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, ob die Inanspruchnahme des Screening-Programms<strong> lebenslagenabhängig</strong> ist (z. B. Migrantin- nen, arbeitslose Frauen)?<br />
Falls nein, sieht die Bundesregierung Handlungsbedarf, entsprechende Erkenntnisse zu erlangen?</li>
<li>a) Wie bewertet die Bundesregierung die Ergebnisse der Kohortenstudie des Nordic Cochrane Centre, nach denen über ein Zehnjahresintervall die Brustkrebsmortalität in der gescreenten dänischen Population nicht niedriger ist als in Gebieten ohne dieses Programm, und dort sogar die Sterblichkeitsrate in der Zielgruppe mit 2 versus 1 Prozent stärker sank als in der gescreenten Gruppe?<br />
Welche Rückschlüsse zieht die Bundesregierung daraus für das deutsche Mammographie-Screening (siehe Deutsches Ärzteblatt vom 16. April 2010)?<br />
b) Wie bewertet die Bundesregierung das Ergebnis der in Frage 4a genannten Studie, nach dem die Brustkrebsmortalität in fast allen Altersgruppen mit oder ohne Screening sinkt, und welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung für das deutsche Mammographie-Screening?</li>
<li><span style="color: #ff6600;"><strong>a) Wie bewertet die Bundesregierung die vom Gemeinsamen Bundesausschuss herausgegebene Informationsbroschüre (Informationen zum Mammographie-Screening, Juni 2010)?<br />
b) Wird aus Sicht der Bundesregierung ausreichend über Vorteile und Risiken des Mammographie-Screenings informiert?</strong></span><strong><br />
Werden Frauen nach Auffassung der Bundesregierung mit der Broschüre in die Lage versetzt, selbstbestimmt zu entscheiden, ob sie eine Mammographie in Anspruch nehmen möchten oder nicht?</strong></p>
<p><strong> </strong></li>
<li><strong>a) Wie bewertet die Bundesregierung die hohe Zahl von 90 Prozent falsch positiver Befunde beim Screening, und welche Schlussfolgerungen zieht sie daraus?</strong><br />
Wie stellt sie sicher, dass Frauen im Vorfeld über die hohe Rate an unbegründeten Verdachtsfällen informiert werden?<br />
<strong>b) Werden die Teilnehmerinnen auf ein möglicherweise positives Testergebnis vorbreitet, und wenn ja, in welcher Form?</strong><br />
<strong>c) Wie wird sichergestellt, dass betroffene Frauen angemessen über einen positiven Befund informiert und durch die weitere Therapie begleitet werden?</strong></p>
<p><strong> </strong></li>
<li><strong>Wie und wo können sich die betroffenen Frauen darüber informieren, wie gut ihre zuständige Screening-Einheit arbeitet?<br />
</strong></li>
<li>Mit welchen Maßnahmen und in welchem Zeitraum will die Bundesregierung erreichen, dass die Qualität der einzelnen Screening-Einheiten angeglichen und insbesondere dort, wo Qualitätsmängel nachgewiesen werden, die Qualität gesteigert wird?</li>
<li>Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der Tatsache, dass die EU-Leitlinien (European guidelines for quality assurance in breast cancer screening and diagnosis) einen bevölkerungsbezogenen Nutzen erst ab einer Teilnehmerquote von mindestens 70 Prozent der Frauen zwischen 50 und 69 Jahren sehen und dieser Wert in Deutschland nicht erreicht wird? Welchen konkreten Handlungsbedarf sieht sie hier?</li>
<li>Wie bewertet die Bundesregierung die Empfehlung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (Gutachten 2009), nach der in § 25 Absatz 3 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch festgelegt werden solle, dass Früherkennungsprogramme nur dann zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden können, wenn der medizinische und der bevölkerungsbezogene Nutzen nachgewiesen wird?</li>
<li>Plant die Bundesregierung eine gesundheitsökonomische Evaluation des Screening-Programms?<br />
Wenn ja, wann ist mit einer Evaluation zu rechnen?<br />
Wenn nein, warum nicht?</li>
<li>a) Kann die Bundesregierung Angaben über die Höhe der jährlichen Kosten des Screening-Programms machen?<br />
b) Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse zur Kosten-Nutzen-Relation des Screening-Programms vor, und wenn ja, welche Rückschlüsse zieht die Bundesregierung daraus?</li>
<li><strong>Wie und mit welchen Maßnahmen will die Bundesregierung darauf hinwirken, dass der Übergang von an Brustkrebs erkrankten Frauen vom Screening in die Behandlung (z. B. qualitätsgesicherte Brustzentren, Mindestmengen für Kliniken, die keinem zertifizierten Brustzentrum angeschlossen sind) verbessert wird?</strong></li>
<li><strong>Wie bewertet die Bundesregierung den Vorschlag, eine unabhängige Institution der Selbstverwaltung zu schaffen, die Transparenz über die Versorgung von Brustkrebspatientinnen herstellt und damit die Versorgungsabläufe verbessert werden können</strong> (Deutsches Ärzteblatt vom 25. April 2008)?</li>
<li>a) Plant die Bundesregierung die notwendige Integration der Hilfsangebote (z. B. Informations- und Beratungstelefone, Internetforen und Psychoonkologie) voranzutreiben?<br />
Falls ja, mit welchen Maßnahmen und in welchem Zeitraum?<br />
b) Werden die psychosozialen Fähigkeiten der Programmverantwortlichen den Anforderungen – etwa bei der Mitteillung positiver Befunde – gerecht?<br />
Falls nein, sieht die Bundesregierung Handlungsbedarf in der Fort- und Weiterbildung?<br />
c) Wie bewertet die Bundesregierung den Vorschlag, die in Frage 15a genannten Angebote stärker in die Regelversorgung zu integrieren (siehe Deutsches Ärzteblatt, Heft 3, März 2010)?</li>
<li>Welche Forschungsvorhaben unterstützt oder plant die Bundesregierung im Bereich der Tumorbiologie, um ein besseres Verständnis für die Entwicklung von Brustkrebs zu erlangen und den Nutzen des Mammographie-Scree- nings zu vergrößern beziehungsweise seine Risiken zu reduzieren?</li>
</ol>
<p>Berlin, den 13. September 2010<br />
Renate Künast, Jürgen Trittin und Fraktion</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p><a href="http://web.archive.org/web/20060621092648/http://www.gruene-bundestag.de/cms/archiv/dokbin/31/31086.pdf" target="_blank">Dokumentation der Bundestagsanhörung zur Einführung des Mammographie-Screenings aus dem Jahr 1999</a>, hrsg. von den Grünen (Archivlink)</p>
<p><a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/029/1702919.pdf" target="_blank">Kleine Anfrage als pdf</a> beim Deutschen Bundestag zum Download</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Brustkrebsvorsorge: Der Preis der frühen Diagnose&#8221; &#124; Frankfurter Rundschau 30.07.2010 (Kommentar)</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/der-preis-der-fruehen-diagnose/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 11:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
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		<category><![CDATA[Strahlenbelastung]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFvon Gudrun Kemper Screenshot, Artikel in der Frankfurter Rundschau (Link führt zum Artikel [1.]) Patientinneninitiativen wie die Frauenselbsthilfe nach Krebs brauchen natürlich auch viel Fachwissen. Doch MedizinjournalistInnen müssen &#8211; anders als Patientinnenintiativen, deren Mitglieder &#8220;Laiinnen&#8221; sind &#8211; über so viel Fachwissen verfügen, dass sie die bestehende Situation kritisch betrachten und Knackpunkte aufzeigen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/der-preis-der-fruehen-diagnose/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p><em>von Gudrun Kemper</em></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3792" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.fr-online.de/wissenschaft/der-preis-der-fruehen-diagnose/-/1472788/4519982/-/index.html"><img class="size-medium wp-image-3792" title="Screenshot, Artikel in der Frankfurter Rundschau: Link führt zum Artikel" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2010/07/FR-300x254.jpg" alt="Screenshot, Artikel in der Frankfurter Rundschau: Link führt zum Artikel" width="300" height="254" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Screenshot, Artikel in der <em>Frankfurter Rundschau</em><br />
(Link führt zum Artikel [1.])</dd>
</dl>
</div>
<p>Patientinneninitiativen wie die Frauenselbsthilfe nach Krebs brauchen natürlich auch viel Fachwissen. Doch MedizinjournalistInnen müssen &#8211; anders als Patientinnenintiativen, deren Mitglieder &#8220;Laiinnen&#8221; sind &#8211; über so viel Fachwissen verfügen, dass sie die bestehende Situation kritisch betrachten und Knackpunkte aufzeigen. Einige der kritischen Aspekte fehlen in Anke Brodmerkels Artikel.</p>
<p>Die <em>Frankfurter Rundschau</em> (FR) bietet &#8211; anders als <em>Standard</em> (Österreich), Berliner <em>Tagesspiegel</em>, <em>Spiegel</em> oder diverse andere Medien &#8211; nur noch begrenzte Möglichkeiten des Kommentierens für Artikel auf der Titelseite. Deswegen an dieser Stelle ein Kommentar zu dem Artikel von Anke Brodmerkel, der gestern unter der Überschrift &#8220;Brustkrebsvorsorge: Der Preis der frühen Diagnose&#8221; erschienen ist.</p>
<h3>Was zu kommentieren wäre</h3>
<p>Gleich das erste Wort wäre ei Beispiel: Mammographie-Screening ist keine &#8220;Brustkrebsvorsorge&#8221;. Brustkrebsvorsorge wäre zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>die Vermeidung von Karzinogenen,</li>
<li>ein gesünderer Lebensstil,</li>
<li>eine gesündere Lebensumwelt für Frauen,</li>
<li>weniger Kontamination mit hormonellen Medikamenten oder ihre Reduzierung über den Kreislauf des Wassers, über den die Hormone unsere Körper in Form von Xenoöstrogen (&#8220;endokrine Disruptoren&#8221;, auch &#8220;Umweltöstrogene&#8221; genannt) erneut erreichen,</li>
<li>eine Reduktion der Belastung mit ionisierenden Strahlen.</li>
</ul>
<p>Doch an diesen Formen der Vermeidung von Brustkrebs &#8211; und damit echter  &#8220;Vorsorge&#8221; &#8211; besteht nun einmal kein geschäftliches Interesse. Und deswegen  spricht auch niemand davon. Obwohl es zynisch klingen mag: Anders sieht  dies bei der Mammographie aus. Im Zeitalter des Gesundheitsmarktes haben mächtige Industrien ein Interesse  an möglichst vielen Brustkrebsdiagnosen.</p>
<p>Ein &#8220;enormer Fortschritt&#8221; lt. FR wurde nun also bei der Bereitstellung der Information zur Mammographie erreicht. Und immerhin, Risiken werden nicht mehr vollständig unter den Tisch gekehrt. Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser klingt allerdings etwas anders als in ihrem eigenen Artikel, auf den wir für unsere interessierten Leserinnen hier gern nochmals verweisen. Der Artikel hält zurzeit Rangplatz 1 in unserer <a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-uebersicht/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Übersicht der Materialien zum Mammographie-Screening</a> (Mammographie-Screening: Aktuelle wissenschaftliche  Daten und die Situation in Deutschland aus der Zeitschrift <em>clio</em> 69 vom November 2009).</p>
<p>Nicht einzusehen ist, warum das neue Merkblatt doch wieder (mehr oder weniger subtil oder versehentlich?) Frauen &#8211; mit eher irreführenden Informationen &#8211; <strong>ausgerechnet im Zusammenhang mit der Strahlenbelastung</strong>, die durch die Mammographie abgegeben wird, falsch informiert.</p>
<h3>Desinformation &#8211; in Merkblättern?</h3>
<p>Im Merkblatt lesen wir: “Dabei wird Ihre Brust zwischen Platten gedrückt. Je flacher  die Brust gedrückt wird, desto niedriger ist <strong><span style="color: #ff6600;"><span style="text-decoration: underline;">die Strahlendosis</span></span></strong> und desto aussagekräftiger ist die Aufnahme. Das kann unangenehm oder auch schmerzhaft sein. <strong><span style="color: #ff6600;"><span style="text-decoration: underline;">Krebs kann dadurch nicht ausgelöst werden</span></span></strong><span style="color: #ff6600;"><span style="color: #000000;">“.</span></span><strong><span style="color: #ff6600;"> </span></strong></p>
<p>Was zum  Strahlenrisiko nicht im Merkblatt steht: “Dennoch muss das Strahlenrisiko, wie bei jeder  röntgendiagnostischen Maßnahme, realistisch abgeschätzt und sorgfältig  in Betracht gezogen werden. … Das zusätzliche, strahlenbedingte  Lebenszeitrisiko dieser [nach europäischen Leitlinien mit Mammographie  geröntgten] Frauen, an Brustkrebs zu erkranken, kann – je nach  Studienkohorte und Risikomodell (in das nicht nur die Dosis sondern auch  das Alter bei Strahlenexposition oder das Lebensalter eingehen) –  Schätzwerte zwischen 0,01 und 0,1% annehmen.”[2] <strong>Mit anderen  Worten: Schätzungsweise eine von 10.000 bis eine von 1.000 Frauen  erkrankt wegen der Mammographie zusätzlich an Brustkrebs. Bei den  Risikofaktoren für Brustkrebs werden Röntgenstrahlen weiter oben im  Merkblatt zwar aufgeführt, allerdings ohne Bezug zur Mammographie.</strong></p>
<p>Sind die im Merkblatt zum Screening-Programm zur Verfügung gestellten Informationen, die doch die Gefahr durch ionisierende Strahlung zumindest eigenartig darstellen, durch die Verantwortlichen übersehen worden? Verbesserungen bei der Bereitstellung der Information sind weiterhin erforderlich.</p>
<p>Aufschluss über die Auswirkungen des Mammographie-Screenings in Deutschland, dem größten Screening-Programm weltweit, werden zukünftig vorallem die Daten zu Brustkrebsraten und Brustkrebssterblichkeit geben. Unbefriedigend bleibt dabei, dass ein funktionsfähiges Krebsregister nach internationalen Standards beim Start des Programms nicht existierte &#8211; und bis heute nach internationalen Standards mangelhaft bleibt &#8211; und die Bewertung der Zahlen damit weiterhin ebenfalls problematisch bleibt. Steigen die Erkrankungsraten weiterhin stark an, ohne dass die Brustkrebssterblichkeit sinkt, sind die Befürchtungen der KritikerInnen des Programms zur Gewissheit geworden.</p>
<p>Heute bleibt die Frage, inwiefern der Diagnosezeitpunkt tatsächlich den Ausgang einer Brustkrebserkrankung beeinflussen kann. Die auch von Anke Brodmerkel benannten <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/kennzahlen-mammographie-screenin/">&gt;&gt;&gt; Kennzahlen zur Mammographie</a> müssten hier noch zeigen, ob sie wirklich richtig sind.</p>
<h3>Quellen</h3>
<p>[1.] Brokmerkel A.: Der Preis der frühen Diagnose, Frankfurter Rundschau 30.07.2010</p>
<p>[2.] Nekolla EA, Griebel J, Brix G: Einführung eines  Mammographiescreeningprogramms in Deutschland. Erwägungen zu Nutzen und  Risiko. Radiologe 2005 (45):245–254, online publiziert am 17.02.2005 <a href="http://www.bfs.de/ion/papiere/Mammographiescreening.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; pdf</a></p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p><a href="../merkblatt-mammographie2010/" target="_blank">Neues Merkblatt zur Mammographie 2010 erschienen</a></p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/wordpress/mammo-merkblatt/" target="_blank">Neuer Entwurf Mammographie-Merkblatt der Krebsfrüherkennungsrichtlinie beim G-BA veröffentlicht</a></p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/wordpress/kennzahlen-mammographie-screenin/" target="_blank">Kennzahlen zur Mammographie: Wo bleiben die Kennzahlen zur Chemotherapie?</a></p>
<p><a href="http://www.chemie.uni-hamburg.de/igtw/Gesundheit/images/pdf/Seiten_aus_clio_69.pdf" target="_blank">Mammographie-Screening: Aktuelle Wissenschaftliche Daten und die Situation in Deutschland</a> von Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser, Webseite der Universität Hamburg (pdf)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neues Merkblatt zur Mammographie 2010 erschienen</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/merkblatt-mammographie2010/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 07:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mammographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFJetzt ist es erschienen und zugegeben &#8211; schon allein die Farbe tut ein wenig weh &#8211; ganz so, als wollte das neue Faltblatt uns die Frage aufdrängen, ob Frauen sachliche Informationsmaterialien in schrillem Pink-Orange tatsächlich besser gefallen? &#8220;Pink&#8221;,  nach wie vor die weltweit alles dominierende &#8220;Brustkrebsfarbe&#8221;, die spätestens durch zu viel &#8220;pinkwashing&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/merkblatt-mammographie2010/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div id="attachment_3761" class="wp-caption alignleft" style="width: 242px"><img class="size-full wp-image-3761" title="Merkblatt Mammographie 2010" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2010/07/Clipboard02.jpg" alt="Merkblatt Mammographie 2010" width="232" height="498" /><p class="wp-caption-text">Merkblatt Mammographie 2010</p></div>
<p>Jetzt ist es erschienen und zugegeben &#8211; schon allein die Farbe tut ein wenig weh &#8211; ganz so, als wollte das neue Faltblatt uns die Frage aufdrängen, ob Frauen sachliche Informationsmaterialien in schrillem Pink-Orange tatsächlich besser gefallen? &#8220;Pink&#8221;,  nach wie vor die weltweit alles dominierende &#8220;Brustkrebsfarbe&#8221;, die spätestens durch zu viel &#8220;pinkwashing&#8221; (das Geschäft mit dem Brustkrebs) nicht erst seit gestern in Verruf geraten ist, ist inzwischen offensichtlich selbst bei &#8220;nationalen&#8221; Materialien zur Gesundheitsinformation ein Gebot der Stunde. Die orangefarbene Hälfte steht übrigens für den Gemeinsamen Bundesausschuss, das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland.</p>
<p>Die &#8220;pinken&#8221; Informationsmaterialien der Kooperationsgemeinschaft richten sich vornehmlich an die Zielgruppe des Mammographie-Screening-Programms, Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Und auf den Inhalt kommt es schließlich an. Das neue Merkblatt zur Mammographie liegt jetzt in gedruckter Form vor. Darauf weist die Kooperationsgemeinschaft Mammographie in ihrer <a href="http://idw-online.de/pages/de/news379711" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Pressemeldung vom 16.07.2010</a> hin. In Deutschland werden die Informationsmaterialien zum Mammographie-Screening-Programm nicht von Leistungsanbieter unabhängiger Stelle erstellt. Jedoch hat das <a href="http://www.bmg.bund.de/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Bundesgesundheitsministerium</a> die Materialien geprüft und unverändert akzeptiert, obwohl einzelne Inhalte &#8211; wie etwa eine Senkung der Sterblichkeit von Brustkrebs durch das Programm oder unglücklich (?) zusammengestellte Formulierungen zum Thema Strahlenbelastung kritisch bleiben und von vielen WissenschaftlerInnen offen bezweifelt werden. Da hilft es dann auch nicht, wenn die Kooperationsgemeinschaft selbst <a href="http://www.versorgungsleitlinien.de/autoren/dokumente_pl_herzinsuffizienz/gpgi.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Gute Praxis Gesundheitheitsinformation</a> zum Merkblatt verlinkt, diese Anforderungen müssten vor allem eingehalten werden.</p>
<p>Die Fragen zur Früherkennung von Brustkrebs bleiben schwierig. Auch <a href="http://www.bcaction.org" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Breast Cancer Action</a> hat vor einigen Tagen eine sehr sorgsam aktualisierte Position zur Früherkennung von Brustkrebs (einschließlich Kurzversion) veröffentlicht. Wir werden die wichtigsten Materialien und Übersetzungen hier demnächst bereitstellen.</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Unser Bericht zum Merkblatt: <a title="Permanent link to Neuer Entwurf Mammographie-Merkblatt der  Krebsfrüherkennungsrichtlinie beim G-BA veröffentlicht" rel="bookmark" rev="post-3422" href="http://www.bcaction.de/wordpress/mammo-merkblatt/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Neuer Entwurf Mammographie-Merkblatt der  Krebsfrüherkennungsrichtlinie beim G-BA veröffentlicht </a></p>
<p>Übersicht Materialien zur <a href="http://www.bcaction.de/lernen/mammographie-screening-uebersicht/" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Mammographie bei uns</a></p>
<p>Breast Cancer Action: <a href="http://bcaction.org/uploads/PDF/BCA%20Screening%20Policy%20-%20Final%202010.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Breast Cancer Action Recommandations and Policy Statement</a> und zur Kurzversion <a href="http://bcaction.org/uploads/PDF/BCA%20Screening%20Policy%20Executive%20Summary%20-%20Final%202010.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Executive Summary</a> (Stand 06. Juli 2010)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Risiken im Mammographie-Screening: CAD-Diagnostik und Aufspüren von „nicht lebensbedrohlichen“ Formen von Brustkrebs</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 11:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[biopsie]]></category>
		<category><![CDATA[CAD]]></category>
		<category><![CDATA[diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[Mammographie]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFNach einer Position der Weltgesundheitsorganisation WHO, die ausführlich in deren Handbuch &#62;&#62;&#62; (pdf) Breast Cancer Screening dargelegt ist und Grundlage für die Entscheidung des Europäischen Parlaments war, den Mitgliedstaaten die Einführung des Mammographie-Screenings auf Basis der europäischen Leitlinien zu empfehlen, senkt das Mammographie-Screening die Brustkrebssterblichkeit. Eine einfache Antwort. Ob dies tatsächlich so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/risiken-im-mammographie-screening-cad-diagnostik-und-aufspueren-von-%e2%80%9enicht-lebensbedrohlichen%e2%80%9c-formen-von-brustkrebs/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><p>Nach einer Position der Weltgesundheitsorganisation WHO, die ausführlich in deren Handbuch <a href="http://www.iarc.fr/en/content/download/17187/107636/file/Handbook7_Breast.pdf">&gt;&gt;&gt; (pdf) Breast Cancer Screening</a> dargelegt ist und Grundlage für die Entscheidung des Europäischen Parlaments war, den Mitgliedstaaten die Einführung des Mammographie-Screenings auf Basis der europäischen Leitlinien zu empfehlen, senkt das Mammographie-Screening die Brustkrebssterblichkeit. Eine einfache Antwort. Ob dies tatsächlich so ist, bleibt schwierig. Die wissenschaftliche Kontroverse zu Risiken und Nutzen beschäftigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten und wird sie in vielen Detailfragen, die es zu klären gilt, weiter beschäftigen. Jede Frau muss ihre eigene Entscheidung auf Basis neutraler Informationen treffen: pro oder contra Mammographie-Screening.</p>
<h3>Einsatz von CAD bei der Auswertung von Mammographien</h3>
<p>In den USA ist der Einsatz von sogenannten CAD-Verfahren, also einer Computer unterstützten Erkennung von Krebserkrankungen in der Mammographie, seit dem Jahr 2003 von 5% auf 27% angestiegen. <a href="http://www.brustkrebs-info.de/">www.brustkrebs-info.de</a> schreibt dazu in einem „<strong>Fazit: </strong>Für einen Mammadiagnostiker, der das Mammogramm systematisch und ohne Zeitduck unter geeigneten Betrachtungsbedingungen, d. h. mit einer 4-fachen Lichtschachtlupe &#8220;scant&#8221;, ist nicht nachvollziehbar, wie er wichtige Details im Mammogram wie z.B. Mikroverkalkungen übersehen sollte. Auch in der in den <a href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/extract/170/11/987?maxtoshow=&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=Diffusion+of+computer-aided+mammography+after+mandated+Medicare+coverage&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=0&amp;resourcetype=HWCIT">&gt;&gt;&gt; Archives of Internal Medicine</a> veröffentlichten Arbeit wird darauf verwiesen, dass frühere Untersuchungen gezeigt hätten, dass CAD für Radiologen nicht unbedingt hilfreich sei, Tumoren akkurater aufzuspüren. Im Resultat führte CAD zu 32% mehr Wiedereinbestellungen für zusätzliche diagnostische Maßnahmen nach einer Mammographie, und die Biopsierate stieg um 20% an. Eine Verbesserung der Brustkrebsdiagnose ließ sich bei diesem Verfahren jedoch nicht nachweisen.</p>
<p>In der Bewertung kommen die AutorInnen zu dem Ergebnis, dass CAD in der Brustkrebsdiagnose ein Beispiel für ein teures Verfahren sei, das breit eingesetzt würde, bevor die Sicherheit und Unbedenklichkeit des Verfahrens belegt worden sind. Sowohl ÄrztInnen wie auch Verbraucherinnen hätten häufiger die Vorstellung, dass neue Technologien besser als die älteren seien. Wissenschaftliche Aufgabe aber sei, zunächst den Nutzen „evidenzbasiert“ zu belegen und mögliche Schäden auszuschließen. 20% zusätzliche Biopsien tun weh und sind eindeutig ein Schaden. Krankenkassen sollten den Zugang zu entsprechend abgesicherten Verfahren sicherstellen. Verfahren, die nicht ausreichend abgesichert sind, sollten zwar auch finanziert werden, doch nur im Rahmen qualitativ abgesicherter Forschung. Da CAD im Evaluationsbericht des Mammographie-Screeningprogramms in Deutschland keine Erwähung findet, wird es wahrscheinlich dort auch nicht eingesetzt.</p>
<h3>Auswirkungen des Mammographie-Screenings bei guter und schlechter Prognose</h3>
<p>Die Arbeit <a href="http://abstract.asco.org/AbstView_74_49690.html">&gt;&gt;&gt; Effect of screening on the detection of good and poor prognosis breast cancers</a> (ASCO 2010) hat sich mit den Auswirkungen der Früherkennungsmammographie auf unterschiedliche prognostische Situationen befasst. Gezeigt wurde, dass das Screening einen Anstieg bei denjenigen Brustkrebserkrankungen bewirkt, die mit niedrigem Risiko einhergehen und für die erkrankte Frau niemals lebensbedrohlich geworden wären. Mit anderen Worten: Es scheint sich eine Position zu bestätigen, die die KritikerInnen des Programms bereits länger zu bedenken geben. Die Arbeit geht außerdem auf mögliche Gefährdungen durch die Einführung neuer Screeningtechnologien ein. Zur Erinnerung: Besonders die Einführung der Magnetresonanztomographie – Mamma-MRT – wird in jüngerer Zeit mit nicht zulässigen oder hinreichend „evidenzbasierten“ Schlagzeilen öffentlich vorangetrieben, so dass sich hier der Verdacht einstellen könnte, dass durchaus industrielle Interessen und nicht diejenigen von Frauen möglicherweise auch hier wieder eine Rolle spielen. Im Ergebnis zeigte die aktuelle Untersuchung, dass in der Zeit vor 1992 (definiert als „vor-Screening-Ära“ in den USA) 46% der Frauen eine Erkrankung hatten, die einer Gruppe mit niedrigem Risiko zugeordnet wurde. In der Screening-Periode stieg diese Anzahl auf 58% an, bei Frauen, die am Screening teilgenahmen, waren es sogar 67% der Frauen, die in die Gruppe „niedriges Risiko“ fielen. Die Zuordnung zu den Risikogruppen wurden mit Gentests überprüft („70-Gene-Signatur“, s. dazu auch <a href="../../../../../../lernen/genexpressionsprofile-brustkrebs/">&gt;&gt;&gt; Genexpressionsprofile</a>, diese Tests sind keine Standardmethode sondern Forschungsinhalt). Gut wäre sicherlich, wenn die Ergebnisse anhand des tatsächlichen Überlebens noch untersucht werden könnten. In der Bewertung dieser Arbeit wurde die Quintessenz gezogen, dass mit Screening zur Früherkennung von Brustkrebs vor allem solche Brustkrebserkrankungen diagnostiziert würden, die ein nur geringes Risiko für eine lebensbedrohliche Erkrankung der so diagnostizierten Frau nach sich zögen. Die untersuchten Gruppen von Frauen waren allerdings sehr klein. Das in den USA durchgeführte Mammographie-Screening ist außerdem nicht in ein bevölkerungsbezogenes „Programm“ eingebettet und entspricht somit auch nicht den strengeren europäischen Anforderungen. Allerdings sprechen aber auch diese Ergebnisse für sich.</p>
<h3>Quellenangaben:</h3>
<p>Diffusion of Computer-Aided Mammography After Mandated Medicare Coverage Joshua J. Fenton, MD, MPH; Susan Bartlett Foote, JD, MA; Pamela Green, PhD; Laura-Mae Baldwin, MD, MPH, <a href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/extract/170/11/987?maxtoshow=&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=Diffusion+of+computer-aided+mammography+after+mandated+Medicare+coverage&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=0&amp;resourcetype=HWCIT">Arch Intern Med. 2010;170(11):987-989</a>.</p>
<p>Effect of screening on the detection of good and poor prognosis breast cancers <a href="http://abstract.asco.org/AbstView_74_49690.html">J Clin Oncol 28:7s, 2010 (suppl; abstr 1520)</a></p>
<p>Computer dem Auge des Radiologen unterlegen – CAD-Mammografie mit falschpositiven Ergebnissen (bereits aus dem Jahr 2007) <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=28069">http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=28069</a></p>
<p>Early detection from mammography screening: two new studies provide more information to evaluate harms vs. benefits  <a href="http://www.knowbreastcancer.org/news-research/news/early-detection.html">National Breast Cancer Coalition, NBCC</a>, ohne Datum, abgerufen Juni 2010.</p>
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		<title>Mammographie: Rettet Leben oder Bringt nichts und schadet nur?</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 07:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[radioaktivität & strahlenbelastung]]></category>
		<category><![CDATA[selbstuntersuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[Strahlenbelastung]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDFDirekt zum &#62;&#62;&#62; (pdf) Download Originalbeiträge Im aktuellen Heft Nr. 185 (Ausgabe Mai/Juni 2010) der &#62;&#62;&#62; Zeitschrift Dr. med. Mabuse ist eine kritische Gegenüberstellung zu Screening-Positionen von SpezialistInnen aus Deutschland erschienen. Zwei Positionen werden gegenübergestellt: Dr. Angela Spelsberg, Ärztin, Epidemiologin und Leiterin des Tumorzentrums in Aachen, die sich für die &#62;&#62;&#62; Stiftung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/mammographie_rettet-leben-oder-bringt-nichts/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div id="attachment_3626" class="wp-caption alignleft" style="width: 172px"><a href="http://www.mabuse-verlag.de" target="_blank"><img class="size-full wp-image-3626 " title="Dr. med. Mabuse " src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2010/05/MB.jpg" alt="Dr. med. Mabuse, Titelblatt der Ausgabe Mai/Juni 2010" width="162" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. med. Mabuse, Titelblatt der Ausgabe Mai/Juni 2010</p></div>
<p>Direkt zum <a href="http://www.bcaction.de/pdf/03info/2010_05_mammo_spelsberg_dersee.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Download Originalbeiträge</a></p>
<p>Im aktuellen Heft Nr. 185 (Ausgabe Mai/Juni 2010) der <a href="http://www.mabuse-verlag.de" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Zeitschrift Dr. med. Mabuse</a> ist eine kritische Gegenüberstellung zu Screening-Positionen von SpezialistInnen aus Deutschland erschienen. Zwei Positionen werden gegenübergestellt: Dr. Angela Spelsberg, Ärztin, Epidemiologin und Leiterin des Tumorzentrums in Aachen, die sich für die <a href="http://www.stiftung-koalitionbrustkrebs.de" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Stiftung Koalition Brustkrebs</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transparency_International" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Transparency International</a> einsetzt, eine der maßgeblichen treibenden Kräfte bei der Etablierung des Mammographie-Screenings (nach Europäischen Leitlinien) in Deutschland, und Thomas Dersee, Diplom-Ingenieur und Herausgeber des Informationsdienstes <a href="http://www.strahlentelex.de/MedizinischeStrahlenbelastung.htm" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Strahlentelex</a>, einer Zeitschrift, die auch bei der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl die Menschen bei uns in Deutschland vor Strahlenexpositionen gewarnt hat.</p>
<p>Angela Spelsberg verweist in ihrem Beitrag <strong>„Rettet Leben“</strong> darauf, dass das Mammographie-Screening das erste flächendeckende Versorgungsangebot in Deutschland mit einer ständigen zentralisierten Qualitätskontrolle sei. Sie bemängelt <strong>unzureichende Einladungen</strong>, nur die Hälfte der Zielgruppe der Frauen in der Altersgruppe zwischen 50 &#8211; 69 Jahren sei bisher eingeladen worden, wiederum nur die Hälfte davon nähme das Angebot zum Mammographie-Screening an.</p>
<p>Die <strong>technische Qualität</strong> der im Screening eingesetzten Mammographie-Geräte in Deutschland sei<strong> intransparent</strong>. Angela Spelsberg verweist ferner auf <strong>das für die Frauen schädliche und ineffektive Brustabtasten</strong> durch Ärzte und Anleitungen zur Selbstuntersuchung der Brust, was als Leistung im Katalog der Krankenkassen nicht gestrichen sei.</p>
<p>Angela Spelsberg beklagt weiterhin fehlende Krebsregister, da valide Daten fehlten, und verweist auf nachweisliche Sterblichkeitssenkung (allerdings in dem kurzen Artikel ohne Quellenangaben), in Deutschland habe man die Zahl der vor dem Tod geretteten Teilnehmerinnen auf 5 von 1.000 berechnet. Sie kritisiert die neuen Daten aus Dänemark, s. dazu z.B. <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=74092">&gt;&gt;&gt; Mammographie-Screening: Der Streit um den Nutzen geht in die nächste Runde</a> im Deutschen Ärzteblatt v. 16.04.2010. Die Datenanalyse hier sei verunreinigt. Eine einfache Trennung von Frauen im Screening-Alter von denen, die nicht im Screeningalter seien, bringe bereits einen Nutzen von 13% bei den bereinigten Mortalitätsdaten ans Licht. Die Minimierung der Nachteile, ebenso wie die der Strahlenbelastung, sei Ziel der strengen Qualitätsanforderungen im Screening-Programm.</p>
<p>Der Artikel von Thomas Dersee heißt: &#8220;<strong>Bringt nichts und schadet nur</strong>&#8220;. Er weist darauf hin, dass in Deutschland bereits vor der Einführung des Screenings bekannt gewesen sei, dass die Sterblichkeit an Brustkrebs nicht durch ein Screening gesenkt werden kann, und zitiert dazu die vormalige Leiterin des kanadischen Mammographie-Screenings, <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/nachdenken-brust-%E2%80%93-krebs-%E2%80%93-medizin-%E2%80%93-screening-%E2%80%93-fur-uns/">&gt;&gt;&gt; Cornelia J. Baines</a>. Sie steht nach 20 Jahren Erfahrung und Leitung mit einem nationalen Mammographie-Screening-Programm auf dem Standpunkt, dass Screening weder Brustkrebs verhindere noch die Sterblichkeit senke, und warnt Frauen, die dies erwarteten, vor diesbezüglichen Enttäuschungen. Thomas Dersee teilt auch Angela Spelsbergs Kritik an der Selbstuntersuchung nicht, sondern meint, Selbstuntersuchungen nützten mehr.</p>
<h4>Selbstuntersuchung – eine harmlose Alternative?</h4>
<p>Die Empfehlung zur Selbstuntersuchung der Brust ist uralt (Anfang 20. Jh.) und wurde z.B. in den Vereinigten Staaten jahrzehntelang von der Amerikanischen Krebsgesellschaft durch intensive Werbemaßnahmen an alle Frauen vermittelt. Es gab Schulungsmodelle, Kurse, Informationsmaterialien ohne Ende. Doch mit dem Nachweis, dass diese Methode wirkt, hapert es. In den USA hat sich mittlerweile sogar die Amerikanische Krebsgesellschaft hiervon verabschiedet. Das ist in Deutschland anders. Hier gibt es nach wie vor Aktionen und auch Maßnahmen von einzelnen Krankenkassen, die die Selbstuntersuchung &#8211; ebenso wie die Deutsche Krebsgesellschaft, die eine Anleitung auf ihrer Homepage anbietet &#8211; weiter propagieren. Auch Anleitungen und Empfehlungen zur Selbstuntersuchung der Brust sind nicht nur harmlos in Bezug auf die Strahlenbelastung. Es handelt sich, wenn sie allen Frauen empfohlen wird, auch um eine bevölkerungsbezogene Maßnahme, der zumindest anhand evidenzbasierter Untersuchungen Schaden und kein lebensverlängernder Nutzen nachgewiesen werden konnte, s. dazu <a href="../../lernen/selbstuntersuchung-der-brust/">&gt;&gt;&gt; Die Selbstuntersuchung der Brust</a>.</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Angela Spelsberg und Thomas Dersee: Kommentar zur Mammographie <a title="zum Originalartikel von Angela Spelsberg und Thomas Dersee" href="http://www.bcaction.de/pdf/03info/2010_05_mammo_spelsberg_dersee.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; Originaltext als pdf </a>erschienen in <a href="http://www.mabuse-verlag.de" target="_blank">Dr. med. Mabuse,  Mai/Juni 2010, Nr. 185</a>.  Veröffentlichung hier mit Dank und freundlicher Genehmigung der kritischen Zeitschrift für Gesundheitsberufe: Dr. med. Mabuse, ISSN 0173-430X.  Das aktuelle Heft ist gerade auch wegen des Schwerpunktthemas &#8220;Hilfe beim Sterben&#8221; lesenswert!</p>
<p><strong>Übersicht Medizinische Strahlenbelastung</strong> unter <a href="http://www.strahlentelex.de/MedizinischeStrahlenbelastung.htm" target="_blank">&gt;&gt;&gt; strahlentelex.de.</a></p>
<p>Von Thomas Dersee ist im Strahlentelex aktuell am 06.05.2010 außerdem erschienen: <a href="http://www.bcaction.de/pdf/03info/2010_05_dersee_thomas_daenemark_strahlenbelastung.pdf">&gt;&gt;&gt; Medizinische Strahlenbelastung: Dänische Studie zeigt erneut: Mammographie-Reihenuntersuchungen nutzen nichts</a>, Veröffentlichung hier mit Dank und freundlicher Genehmigung von Strahlentelex mit ElekrosmogReport, Unabhängiger Informationsdienst zu Radioaktivität, Strahlung und Gesundheit, ISSN 0931-4288.</p>
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		<title>DCIS und Übertherapie: Neue Biomarker sollen Progression und Rezidivrisiko vorhersagen</title>
		<link>http://www.bcaction.de/infoblog/dcis-und-uebertherapie/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 May 2010 14:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[anwendungsorientierte BK-forschung]]></category>
		<category><![CDATA[DCIS & brustkrebsvorstufen]]></category>
		<category><![CDATA[diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[histologie | pathologie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische studien]]></category>
		<category><![CDATA[mammographie]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Brenner]]></category>
		<category><![CDATA[DCIS]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Druck &#124; Download PDF Hoffnung auf weniger Überbehandlung? Barbara Brenner im San Francisco Chronical Text: G. Kemper WissenschaftlerInnen an der Universität von Kalifornien in San Francisco haben eine neue Arbeit vorgestellt, bei der es um die Austestung von Biomarkern geht. Sie sollen auch bei den sogenannten Vorstufen von Brustkrebs &#8211; wie Ductales Carcinoma in Situ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:right; margin: 0px 0px 0px 0px;" ><a href="http://www.bcaction.de/infoblog/dcis-und-uebertherapie/?pfstyle=wp" style="text-decoration: none; outline: none; color: #60748a;"><img class="printfriendly" src="http://www.bcaction.de/images/pdf.gif" /><span class="printfriendly" style="font-size:12px; margin-left:3px;  color: #60748a;">Druck | Download PDF</span></a></div><div class="mceTemp">
<dl id="attachment_3587" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/04/29/MNOT1D6D4T.DTL" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-3587" title="Barbara Brenner im San Francisco Chronical" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2010/05/Clipboard01-300x215.jpg" alt="Hoffnung auf weniger Überbehandlung? Barbara Brenner im San Francisco Chronical " width="300" height="215" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Hoffnung auf weniger Überbehandlung?<br />
Barbara Brenner im San Francisco Chronical </dd>
</dl>
</div>
<p><em>Text: G. Kemper</em></p>
<p>WissenschaftlerInnen an der Universität von Kalifornien in San Francisco haben eine neue Arbeit vorgestellt, bei der es um die Austestung von Biomarkern geht. Sie sollen auch bei den sogenannten Vorstufen von Brustkrebs &#8211; wie <a href="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/wikipedia11.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1403" title="wikipedia11" src="http://www.bcaction.de/infoblog/wp-content/uploads/2009/03/wikipedia11.jpg" alt="wikipedia11" width="11" height="11" /></a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Duktales_Karzinom_in_situ">Ductales Carcinoma in Situ (DCIS)</a> &#8211; ein wenig mehr Aufschluss geben können, z.B. über die tatsächliche Gefährdung, die eine individuelle Patientin hat, bei DCIS nachfolgend wirklich eine Brustkrebserkrankung zu entwickeln. Bisher wird hier in der Regel durch Unterschung einer Gewebeprobe der Van Nuys Prognoseindex eingesetzt, um zu einer Einschätzung eines individuell vorliegenden Krankheitsrisikos zu gelangen.</p>
<h3>Diagnose &amp; Häufigkeit</h3>
<p>Gerade weil durch die verschiedenen Möglichkeiten in der Brustkrebsdiagnostik, und hier insbesondere durch das Mammographie-Screening, immer häufiger die Diagnose Brustkrebs (bzw. Carcinoma in situ) gestellt wird, muss weiter nach Wegen gesucht werden, um Frauen unnötige, schädliche und lebensverändernde Therapien zu ersparen.<br />
In den USA sind jedes Jahr 60.000 Frauen von dieser Vorstufe betroffen. Der <a href="http://www.mammo-programm.de/cms_upload/datenpool/evaluationsbericht05-07_web.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Evaluationsbericht zum Mammographie-Screening in Deutschland</a> zeigt für die Jahre 2005 bis 2007, dass bei uns insgesamt 19,8% der Diagnosen (2.110 „Fälle“) in-situ-Karzinome waren. (Unter Punkt 2.2.2.2. ab S. 62 sind im pdf des Evaluationsberichts sehr detaillierte Aufschlüsselungen zu den Ergebnissen des deutschen Mammographie-Screening-Programms, speziell auch zu den unterschiedlichen diagnostizierten Vorstufen, nachzulesen.) Diese Fallzahlen betreffen jedoch nur das Screening-Programm. Der neue GEKID-Krebsatlas (<a href="http://www.gekid.de/" target="_blank">www.gekid.de</a>) weist leider keine Fallzahlen für Vorstufen von Brustkrebs nach. Die Krankenhausstatistik des statistischen Bundesamtes gibt mehr Aufschluss über die aktuelle Entwicklung der Zahlen in Deutschland. Die Carcinoma in situ der Brust sind danach bei uns innerhalb von acht Jahren (2000 bis 2008) von 3.810 auf 11.162 hochgeschnellt, s. <a href="http://www.bcaction.de/pdf/03info/2010_05_Abruf_Krankenhausstatistik_DCIS.pdf" target="_blank">&gt;&gt;&gt; (pdf) Diagnosedaten</a>.</p>
<h3>Überbehandlung heute</h3>
<p>Die meisten Frauen mit einer sogenannten Vorstufe von Brustkrebs erhalten eine chirurgische Therapie, bei der entweder das veränderte Gewebe oder die gesamte Brust entfernt wird &#8211; und dies, obwohl der Anteil derjenigen Frauen, die im Zeitraum von 10 Jahren nach Diagnose eines in-situ-Karzinoms tatsächlich Krebs entwickeln oder gar daran versterben, sehr gering ist. Den SpezialistInnen in der Brustheilkunde ist lange bekannt, dass viele Frauen überbehandelt werden. Doch nur „Zuschauen und Warten“ ist nach wie vor für viele ÄrztInnen &#8211; und damit auch die Patientinnen &#8211; kein gangbarer Weg. In den USA sollen es rund 5% der Frauen sein, die sich gegen eine Therapie und lediglich für eine Beobachtung der Gewebeveränderungen entscheiden.</p>
<h3>Biomarker als Entscheidungshilfe?</h3>
<p>Am 28.04.2010 ist im Journal of the National Cancer Institute ein neuer Artikel veröffentlicht worden, der sich mit Biomarkern und individuellem Krankheitsrisiko befasst. Eine der Autorinnen, die Pathologie-Professorin Thea Tlsty von der Universität in San Francisco, verweist darauf, dass sich nur eine von 10 diagnostizierten Vorstufen tatsächlich zu einer invasiven Krebserkrankung entwickele. Warum sollte man eine Mastektomie durchführen, wenn eine Frau sie nicht braucht? Es werde allerdings noch Jahre dauern, bis die aktuellen Forschungsergebnisse eine Chance haben, in die Praxis einzuziehen, da es sich um bisher unübliche Marker handelt, die nicht routinemäßig eingesetzt werden.</p>
<h3>Eine gelobte Studie</h3>
<p>Die aktuelle Studie schloss 1.162 Frauen mit DCIS-Diagnose ein, die zwischen 1983 und 1994 eine chirurgische Entfernung des veränderten Gewebes, und zwar eine <a href="../wp-content/uploads/2009/03/wikipedia11.jpg"><img title="wikipedia11" src="../wp-content/uploads/2009/03/wikipedia11.jpg" alt="wikipedia11" width="11" height="11" /> </a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lumpektomie" target="_blank">Lumpektomie</a>, hinter sich hatten. Verschiedene Biomarker wurden gleichzeitig untersucht, und die Frauen wurden über einen Zeitraum von acht Jahren nachbeobachtet. Wenn drei bestimmte Marker (p16, COX-2 und Ki67) nachgewiesen werden konnten, hatten die Frauen das höchste Risiko von 20%, dass sich tatsächlich im Nachbeobachtungszeitraum von 8 Jahren ein invasives Karzinom entwickelte. 28% der Patientinnen fielen in diese Kategorie. Frauen mit geringerem Risiko entwickelten nur zu 4% eine Krebserkrankung. Außerdem hätten diejenigen Frauen, die durch das DCIS selbst einen Knoten in der Brust gefunden hatten, ein höheres Risiko als solche, bei denen die Vorstufe lediglich in der Mammographie aufgespürt werden konnte. Dieses wurde der höheren Empfindlichkeit der Mammographie, Veränderungen aufzuspüren, zugeschrieben. Mammographie könne kleinere Veränderungen aufspüren, die im Laufe des Lebens nicht zu Krebs werden müssten, während getastete Befunde üblicherweise weiter fortgeschritten seien.</p>
<p>Das Deutsche Ärzteblatt weist in seinem Kurzbericht zu der Untersuchung allerdings darauf hin, dass das Ergebnis wegen des retrospektiven Charakters vielleicht verzerrt sei.</p>
<p>In den USA wurde die Studie von ÄrztInnen und Patientinnen &#8211; darunter auch Barbara Brenner, Breast Cancer Action, s. Foto oben &#8211; sehr gelobt. Auf diesem Weg könnte vielen Frauen leidvolle Therapien &#8211; in einer leider noch etwas ferneren Zukunft und mit den für die Krankheit so typischen, üblichen Unsicherheitsfaktoren &#8211; einmal erspart bleiben. Wenn dazu auch mehr Wege einer konsequenteren Beachtung von vermeidbaren Risikofaktoren kämen, wären solche Perspektiven allerdings nicht die schlechtesten.</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p><a href="http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/djq101" target="_blank">Biomarker Expression and Risk of Subsequent Tumors After Initial Ductal Carcinoma In Situ Diagnosis</a> von Karla Kerlikowske … u. a. Thea D. Tlsty, J. Natl. Cancer Inst. 2010; 0: djq101v1-11, leider im Volltext nicht frei zugänglich (kein open access)</p>
<p><a href="http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/reprint/djq118v1.pdf" target="_blank">Editorial des JNCI</a> (pdf) mit Bezug zu diesem Artikel</p>
<p><a href="http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2010/04/29/MNOT1D6D4T.DTL" target="_blank">Artikel im San Francisco Chronicle</a></p>
<p>Bericht des Deutschen Ärzteblatts: <a href="http://aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=41035&amp;src=suche&amp;p=DCIS" target="_blank">Mammakarzinom: Prädiktoren für das DCIS</a></p>
<p>Unser Bericht <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/erdrutsch-bei-den-therapieempfehlungen-fuer-brustkrebs-vorstufen-dcis-nicht-immer-operieren/">Erdrutsch bei den Therapieempfehlungen für Brustkrebsvorstufen</a></p>
<p><em>Bildnachweis: Screenshot Breast Cancer Action Germany 01.05.2010</em></p>
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