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	<title>ethik</title>
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	<link>http://www.bcaction.de/ethics</link>
	<description>von medizinethik über medizingeschichte zu normsetzungen &#38; mehr ...</description>
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		<title>Patientenverfügungen &#8211; Hilfreiche oder gefahrvolle Vorsorge?</title>
		<link>http://www.bcaction.de/ethics/patientenverfuegungen/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/ethics/patientenverfuegungen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 14:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenverfügung]]></category>
		<category><![CDATA[Patientinnenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbebegleitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vereine Omega &#8211; Leben mit dem Sterben e.V. und BioSkop -  Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien e.V. haben eine hilfreiche Information zu Patientenverfügungen herausgegeben.
Beide Organisationen befassen sich sensibel und mit großer Kompetenz mit Grenzbereichen des Lebens.
Im Einleitungstext heißt es:
&#8220;Patientenverfügungen sollen selbstbestimmtes und würdiges Sterben ermöglichen. Ärzte sollen sie befolgen und lebensnotwendige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_123" class="wp-caption alignleft" style="width: 191px"><a href="http://www.bioskop-forum.de/downloads/faltblattpv.pdf"><img class="size-medium wp-image-123" title="Information: &gt;&gt; Patientenverfügung - Hilfreiche oder gefahrvolle Vorsorge" src="http://www.bcaction.de/ethics/wp-content/uploads/2010/01/Clipboard03-181x300.jpg" alt="Information: &gt;&gt; Patientenverfügung - Hilfreiche oder gefahrvolle Vorsorge" width="181" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Information: &gt;&gt; Patientenverfügung - Hilfreiche oder gefahrvolle Vorsorge, Download bei Bioskop e.V.</p></div>
<p>Die Vereine <a href="http://www.omega-ev.de" target="_blank"><strong>Omega &#8211; Leben mit dem Sterben e.V.</strong></a> und <strong><a href="http://bioskop-forum.de" target="_blank">BioSkop -  Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien e.V.</a> </strong>haben eine hilfreiche Information zu Patientenverfügungen herausgegeben.</p>
<p>Beide Organisationen befassen sich sensibel und mit großer Kompetenz mit Grenzbereichen des Lebens.</p>
<p>Im Einleitungstext heißt es:</p>
<p>&#8220;Patientenverfügungen sollen selbstbestimmtes und würdiges Sterben ermöglichen. Ärzte sollen sie befolgen und lebensnotwendige Therapien unterlassen. Vorausgesetzt, Erkrankte haben dies früher so aufgeschrieben und können nicht mehr für sich selbst sprechen – etwa bei Demenz, im Koma oder nach einem Schlaganfall.&#8221;</p>
<p>Die Auseinandersetzung mit Patientenverfügungen wird unter zwei zentralen Fragestellungen aufgenommen:</p>
<ul>
<li> Können Patientenverfügungen halten, was ihre Befürworter versprechen?</li>
</ul>
<ul>
<li>Was bedeutet ihre gesetzliche Verbindlichkeit für Kranke, Angehörige, Ärzte, Pflegende, unsere Gesellschaft?</li>
</ul>
<p>Behandlungsverzicht, rechtliche Sicherheit am Lebensende, Umgang mit der Situation der Hilflosigkeit werden kritisch hinterfragt, Versprechungen wie &#8220;das Lebensende selbst gestalten&#8221; auf den Prüfstand gestellt. Ebenfalls werden Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung betrachtet und es wird Perspektiven von ÄrztInnen und Pflegenden nachgegangen. So wird geschaut, ob für sie durch eine Patientenverfügung realistisch betrachtet eine &#8220;Entlastung im Alltag&#8221; gegeben ist, und die wichtige Schlüsselrolle von ÄrztInnen und Pflegenden wird hervorgehoben. Außerdem wird die Gesellschaft, in der wir leben, Vorstellungen von &#8220;Würde&#8221; und &#8220;Wünschen&#8221; nach Sterbehilfe mit ihren Versorgungsangeboten angesprochen und auch eine kleine Liste mit relevanten Literaturhinweisen ist angefügt.</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>zum Herunterladen:  <a href="http://www.bioskop-forum.de/downloads/faltblattpv.pdf" target="_blank">&gt;&gt; Patientenverfügungen &#8211; Hilfreiche oder gefahrvolle Vorsorge?</a> bei BioSkop e.V. und</p>
<p><a href="http://www.omega-ev.de/downloads/Schreiben_Bundestag.pdf" target="_blank">&gt;&gt; Geplantes Gesetz zur rechtlich verbindlichen Patientenverfügung</a> (Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten) bei Omega e.V.</p>
<h3>Weitere Informationen</h3>
<p><strong>OMEGA – Mit dem Sterben leben e.V</strong>., Telefon: (0209) 91 32 822, info@omega-ev.de, Dickampstraße 12, 45879 Gelsenkirchen, <a href="http://www.omega-ev.de" target="_blank">www.omega-ev.de</p>
<p></a><strong>BioSkop e.V.</strong>, Telefon: (0201) 53 66 706, info@bioskop-forum.de,<br />
Bochumer Landstraße 144a, 45276 Essen, <a href="http://www.bioskop-forum.de" target="_blank">www.bioskop-forum.de</a></p>
<p>Linkliste zur <a href="http://www.bioskop-forum.de/themen/patientenverfuegung/patientenverfuegung_hauptseite.html" target="_blank">&gt;&gt;  Patientenverfügung bei BioSkop</a></p>
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		<title>Die Charta von Ottawa</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 16:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[anfänge]]></category>
		<category><![CDATA[grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste Internationale Konferenz zur Gesundheitsförderung hat         am 21. November 1986 in Ottawa die folgende Charta verabschiedet. In           Deutschland hat sie bisher vergleichsweise wenig Verbreitung gefunden           und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_50" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://www.flickr.com/photos/takashi/3130971/"><img class="size-full wp-image-50" title="ottawa_charta" src="http://www.bcaction.de/ethics/wp-content/uploads/2009/12/ottawa_charta.jpg" alt="Die Charta von Ottawa" width="220" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die Charta von Ottawa</p></div>
<p>Die erste Internationale Konferenz zur Gesundheitsförderung hat         am 21. November 1986 in Ottawa die folgende Charta verabschiedet. In           Deutschland hat sie bisher vergleichsweise wenig Verbreitung gefunden           und kaum jemand kennt die Inhalte der Charta von Ottawa. Auch wenn            anfänglich an eine Umsetzung bis zum Jahr 2000 gedacht war, so            erscheint es jetzt, 10 Jahre später, mehr als dringlich, auch            bei uns ernsthaft nach Wegen zu suchen, die Ottawa-Charta besser umzusetzen.            Wie dies           geschehen kann, insbesondere im Zusammenhang mit Brustkrebs, dazu finden           sich einige Antworten z.B. im <span><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span></span> <a href="../../03info/praevention_10pte.htm">10-Punkte-Plan           zur Bekämpfung</a> von Brustkrebs            oder in den hier zusammengstellten <span><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span></span> <a href="../../03info/praevention_literatur.htm">Literaturhinweisen</a>.</p>
<p>Die Ottawa-Charta ist eines der Basispapiere für eine öffentliche           Gesundheitsbewegung, das zu aktivem Handeln für das Ziel „Gesundheit           für         alle“ bis zum Jahr 2000 und darüber hinaus aufgerufen hat. Sie wurde         auf der ersten Internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung am         21. November 1986 verabschiedet. Ausgangspunkt war u.a.  die Deklaration         von Alma-Ata zur gesundheitsbezogenen Grundbetreuung.</p>
<h2>Die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung</h2>
<p>Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozeß, allen Menschen           ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit           zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit           zu befähigen. Um ein umfassendes körperliches, seelisches           und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl           einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche           und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern           bzw. verändern können. In diesem Sinne ist die Gesundheit           als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen           und nicht als vorrangiges Lebensziel. Gesundheit steht für ein           positives Konzept, das in gleicher Weise die Bedeutung sozialer und           individueller Ressourcen für die Gesundheit betont wie die körperlichen           Fähigkeiten. Die <strong>Verantwortung</strong> für Gesundheitsförderung           liegt deshalb nicht nur bei dem Gesundheitssektor sondern <strong>bei           allen Politikbereichen</strong> und zielt über die Entwicklung <strong>gesünderer           Lebensweisen</strong> hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden           hin.<br />
Voraussetzungen für die Gesundheit</p>
<p>Grundlegende Bedingungen und konstituierende Momente von Gesundheit           sind<strong> Frieden, angemessene Wohnbedingungen, Bildung, Ernährung,           Einkommen, ein stabiles Öko-System, eine sorgfältige Verwendung           vorhandener Naturressourcen, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit</strong>.           Jede Verbesserung des Gesundheitszustandes ist zwangsläufig fest           an diese Grundvoraussetzungen gebunden.<br />
Interessen vertreten</p>
<p>Ein guter Gesundheitszustand ist eine wesentliche Bedingung für           soziale, ökonomische und persönliche Entwicklung und entscheidender           Bestandteil der Lebensqualität. Politische, ökonomische,           soziale, kulturelle, biologische sowie Umwelt und Verhaltensfaktoren           können alle entweder der Gesundheit zuträglich sein oder           auch sie schädigen. Gesundheitsförderndes Handeln zielt darauf           ab, durch aktives anwaltschaftliches Eintreten diese Faktoren positiv           zu beeinflussen und der Gesundheit zuträglich zu machen.<br />
Befähigen und ermöglichen</p>
<p>Gesundheitsförderung ist auf <strong>Chancengleichheit</strong> auf           dem Gebiet der Gesundheit gerichtet. Gesundheitsförderndes Handeln           bemüht           sich darum, bestehende soziale Unterschiede des Gesundheitszustandes           zu verringern sowie gleiche Möglichkeiten und Voraussetzungen           zu schaffen, damit alle Menschen befähigt werden, ihr größtmöglichstes           Gesundheitspotential zu verwirklichen. Dies umfaßt sowohl Geborgenheit           und Verwurzelung in einer unterstützenden sozialen Umwelt, den           Zugang zu allen wesentlichen Informationen, die Entfaltung von praktischen           Fertigkeiten, als auch die Möglichkeit, selber Entscheidungen           in Bezug auf ihre persönliche Gesundheit treffen zu können.           Menschen können ihr Gesundheitspotential nur dann weitestgehend           entfalten, wenn sie auf die Faktoren, die ihre Gesundheit beeinflussen,           auch Einfluß nehmen können. Dies gilt für Frauen ebenso         wie für Männer.</p>
<h3>Vermitteln und vernetzen</h3>
<p>Der Gesundheitssektor allein ist nicht in der Lage, die Voraussetzungen           und guten Perspektiven für die Gesundheit zu garantieren. Gesundheitsförderung           verlangt vielmehr ein koordiniertes Zusammenwirken unter Beteiligung           der Verantwortlichen in Regierungen, im Gesundheits-, Sozial- und           Wirtschaftssektor, in nichtstaatlichen und selbstorganisierten Verbänden           und Initiativen sowie in lokalen Institutionen, in der Industrie und           den Medien. <strong>Menschen in allen Lebensbereichen sind daran zu           beteiligen als einzelne, als Familien und Gemeinschaften.</strong> Die Berufsgruppen und           sozialen Gruppierungen sowie die Mitarbeiter des Gesundheitswesens           tragen große Verantwortung für eine gesundheitsorientierte           Vermittlung zwischen den unterschiedlichen Interessen in der Gesellschaft.           Die Programme und Strategien zur Gesundheitsförderung sollten           den örtlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Länder           und Regionen angepaßt sein und die unterschiedlichen Gesellschafts-           und Wirtschaftssysteme sowie die kulturellen Gegebenheiten berücksichtigen.<br />
Aktives, gesundheitsförderndes Handeln erfordert: Eine gesundheitsfördernde           Gesamtpolitik entwickeln</p>
<p>Gesundheitsförderung beinhaltet weit mehr als medizinische und           soziale Versorgung.<strong> Gesundheit muß auf allen Ebenen und in allen           Politiksektoren auf die politische Tagesordnung gesetzt werden. Politikern           müssen dabei die gesundheitlichen Konsequenzen ihrer Entscheidungen           und ihre Verantwortung für Gesundheitsförderung verdeutlicht           werden.</strong> Dazu wendet eine Politik der Gesundheitsförderung verschiedene,           sich gegenseitig ergänzende Ansätze an, u. a. Gesetzesinitiativen,           steuerliche Maßnahmen und organisatorisch strukturelle Veränderungen.           Nur koordiniertes, verbündetes Handeln kann zu einer größeren           Chancengleichheit im Bereich der Gesundheits-, Einkommens- und Sozialpolitik           führen. Ein solches gemeinsames Handeln führt dazu,<strong> ungefährlichere           Produkte, gesündere Konsumgüter und gesundheitsförderlichere           soziale Dienste zu entwickeln sowie sauberere und erholsamere Umgebungen           zu schaffen</strong>.</p>
<p>Eine Politik der Gesundheitsförderung muß Hindernisse identifizieren,           die einer gesundheitsgerechteren Gestaltung politischer Entscheidungen           und Programme entgegenstehen. Sie muß Möglichkeiten einer Überwindung           dieser Hemmnisse und Interessensgegensätze bereitstellen. Ziel           muß es sein, auch politischen Entscheidungsträgern die gesundheitsgerechtere           Entscheidung zur leichteren Entscheidung zu machen.</p>
<h3>Gesundheitsförderliche           Lebenswelten schaffen</h3>
<p>Unsere Gesellschaften sind durch Komplexität und enge Verknüpfung           geprägt; <strong>Gesundheit kann nicht von anderen Zielen getrennt           werden. Die enge Bindung zwischen Mensch und Umwelt bildet die Grundlage           für           einen sozial-ökologischen Weg zur Gesundheit.</strong> Oberstes Leitprinzip           für die Welt, die Länder, Regionen und Gemeinschaften ist           das Bedürfnis, die gegenseitige Unterstützung zu fördern           – sich um den anderen, um unsere Gemeinschaften und unsere natürliche           Umwelt zu sorgen. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Erhaltung der           natürlichen Ressourcen als globale Aufgabe.</p>
<p>Die sich verändernden Lebens-, Arbeits- und Freizeitbedingungen           haben entscheidenden Einfluß auf die Gesundheit. <strong>Die           Art und Weise, wie eine Gesellschaft die Arbeit, die Arbeitsbedingungen           und           die Freizeit organisiert, sollte eine Quelle der Gesundheit und nicht           der Krankheit sein.</strong> Gesundheitsförderung schafft sichere,           anregende, befriedigende und angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen.           Eine systematische           Erfassung der gesundheitlichen Folgen unserer sich rasch wandelnden           Umwelt – insbesondere in den Bereichen Technologie, Arbeitswelt, Energieproduktion           und Stadtentwicklung – ist von essentieller Bedeutung und erfordert           aktives Handeln zugunsten der Sicherstellung eines positiven Einflusses           auf die Gesundheit der Öffentlichkeit. Jede Strategie zur Gesundheitsförderung           muß den Schutz der natürlichen und der sozialen Umwelt sowie           die Erhaltung der vorhandenen natürlichen Ressourcen mit zu Ihrem           Thema machen.</p>
<h3>Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen unterstützen</h3>
<p>Gesundheitsförderung wird realisiert im Rahmen konkreter und           wirksamer Aktivitäten von Bürgern in ihrer Gemeinde: in der           Erarbeitung von Prioritäten, der Herbeiführung von Entscheidungen           sowie bei der Planung und Umsetzung von Strategien. Die Unterstützung           von Nachbarschaften und Gemeinden im Sinne einer vermehrten Selbstbestimmung           ist ein zentraler Angelpunkt der Gesundheitsförderung; ihre Autonomie           und Kontrolle über die eigenen Gesundheitsbelange ist zu stärken.</p>
<p>Die Stärkung von Nachbarschaften und Gemeinden baut auf den vorhandenen           menschlichen und materiellen Möglichkeiten der größeren öffentlichen           Teilnahme und Mitbestimmung auf. Selbsthilfe und soziale Unterstützung           sowie flexible Möglichkeiten der größeren öffentlichen           Teilnahme und Mitbestimmung für Gesundheitsbelange sind dabei           zu unterstützen bzw. neu zu entwickeln. Kontinuierlicher Zugang           zu allen Informationen, die Schaffung von gesundheitsorientierten Lernmöglichkeiten           sowie angemessene finanzielle Unterstützung gemeinschaftlicher           Initiativen sind dazu notwendige Voraussetzungen.</p>
<h3>Persönliche Kompetenzen           entwickeln</h3>
<p>Gesundheitsförderung<strong> unterstützt die Entwicklung von Persönlichkeit </strong>und sozialen Fähigkeiten durch Information, gesundheitsbezogene           Bildung sowie die Verbesserung sozialer Kompetenzen und lebenspraktischer           Fertigkeiten. Sie will dadurch den Menschen helfen, mehr Einfluß auf           ihre eigene Gesundheit und ihre Lebenswelt auszuüben, und will           ihnen zugleich ermöglichen, Veränderungen in ihrem Lebensalltag           zu treffen, die ihrer Gesundheit zu gute kommen.</p>
<p>Es gilt dabei, Menschen zu lebenslangem Lernen zu befähigen,           und ihnen zu helfen, mit den verschiedenen Phasen ihres Lebens sowie           eventuellen chronischen Erkrankungen und Behinderungen umgehen zu können.           Dieser Lernprozeß muß sowohl in Schulen wie auch zu Hause,           am Arbeitsplatz und innerhalb der Gemeinde erleichtert werden. Erziehungsverbände,           die öffentlichen Körperschaften, Wirtschaftsgremien und gemeinnützige           Organisationen sind hier ebenso zum Handeln aufgerufen wie die Bildungs-           und Gesundheitsinstitutionen selbst.</p>
<h3>Die Gesundheitsdienste neu orientieren</h3>
<p>Die Verantwortung für die Gesundheitsförderung wird in den           Gesundheitsdiensten, von Einzelpersonen, Gruppen, den Ärzten und           anderen Mitarbeitern des Gesundheitswesens, den Gesundheitseinrichtungen           und dem Staat geteilt. Sie müssen gemeinsam darauf hinarbeiten,           ein Versorgungssystem zu entwickeln, das auf die stärkere<strong> Förderung           von Gesundheit</strong> ausgerichtet ist und weit über die medizinisch-kurativen           Betreuungsleistungen hinausgeht.</p>
<p>Die Gesundheitsdienste müssen dabei eine Haltung einnehmen, die             <strong>feinfühlig und respektvoll</strong> die unterschiedlichen kulturellen Bedürfnisse           anerkennt. Sie sollten dabei <strong>die Wünsche von Individuen und sozialen           Gruppen nach einem gesünderen Leben aufgreifen und unterstützen           sowie Möglichkeiten der besseren Koordination zwischen dem Gesundheitssektor           und anderen sozialen, politischen, ökonomischen Kräften eröffnen</strong>.</p>
<p>Eine solche Neuorientierung von Gesundheitsdiensten erfordert zugleich           eine stärkere Aufmerksamkeit für gesundheitsbesogene Forschung           wie auch für die notwendigen Veränderungen in der beruflichen           Aus- und Weiterbildung. Ziel dieser Bemühungen soll ein <strong>Wandel           der Einstellungen und der Organisationsformen sein, die eine Orientierung           auf die Bedürfnisse des Menschen als ganzheitliche Persönlichkeit           ermöglichen</strong>.</p>
<h3>Auf dem Weg in die Zukunft</h3>
<p><strong>Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen           und gelebt: dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben. Gesundheit           entsteht dadurch, daß man sich um sich selbst und für andere           sorgt, daß man in die Lage versetzt ist, selber Entscheidungen           zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände           auszuüben sowie dadurch, daß die Gesellschaft, in der man           lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit           ermöglichen.</strong></p>
<p><strong>Füreinander Sorge zu tragen, Ganzheitlichkeit und ökologisches           Denken sind Kernelemente bei der Entwicklung von Strategien zur Gesundheitsförderung.</strong> Alle           Beteiligten sollten als ein Leitprinzip anerkennen, daß in           jeder Phase der Planung, Umsetzung und Auswertung von gesundheitsfördernden           Handlungen <strong>Frauen und Männer gleichberechtigt</strong>e Partner sind.</p>
<h3>Gemeinsame           Verpflichtung zur Gesundheitsförderung</h3>
<p>Die Teilnehmer der           Konferenz rufen dazu auf:</p>
<p><span><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span></span> an           einer <strong>gesundheitsfördernden Gesamtpolitik mitzuwirken und           sich dafür einzusetzen, daß ein eindeutiges politisches           Engagement für Gesundheit und Chancengleichheit in allen Bereichen           zustande kommt</strong>;</p>
<p><span><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span></span> <strong>allen             Bestrebungen entgegenzuwirken, die auf die Herstellung gesundheitsgefährdender           Produkte, auf die Erschöpfung von Ressourcen, auf ungesunde Umwelt-           und Lebensbedingungen oder eine ungesunde Ernährung gerichtet           sind. Es gilt dabei, Fragen des öffentlichen Gesundheitsschutzes           wie Luftverschmutzung, Gefährdungen am Arbeitsplatz, Wohn- und           Raumplanung in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit           zu stellen;</strong></p>
<p><span><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span></span> die           gesundheitlichen Unterschiede innerhalb der Gesellschaften und zwischen           ihnen abzubauen und die von den Vorschriften und Gepflogenheiten           dieser Gesellschaften <strong>geschaffene</strong>n <strong>Ungleichheiten           im Gesundheitszustand zu bekämpfen</strong>;</p>
<p><span><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span></span> <strong>die </strong><strong>Menschen selber als die Träger ihrer Gesundheit anzuerkennen           und sie zu unterstützen und auch finanziell zu befähigen,           sich selbst, ihre Familien und Freunde gesund zu erhalten</strong>. Soziale           Organisationen und die Gemeinde sind dabei als entscheidende Partner           im Hinblick auf Gesundheit, Lebensbedingungen und Wohlbefinden zu akzeptieren           und zu unterstützen;</p>
<p><span><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span></span> die           Gesundheitsdienste und ihre Mittel <strong>auf die Gesundheitsförderung           hin umzuorientieren</strong> und auf das Zusammenwirken der Gesundheitsdienste           mit anderen Sektoren, anderen Disziplinen und, was noch viel wichtiger           ist, mit der Bevölkerung selbst hinzuwirken;</p>
<p><span><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span></span> die           Gesundheit und ihre Erhaltung als eine wichtige gesellschaftliche Investition           und Herausforderung zu betrachten und <strong>die globale ökologische         Frage unserer Lebensweisen aufzuwerfen</strong>.</p>
<p>Die Konferenzteilnehmer rufen auf, sich in diesem Sinne zu einer starken Allianz zur Förderung der öffentlichen Gesundheit zusammenzuschließen.</p>
<h3>Aufruf zu internationalem Handeln</h3>
<p>Die Konferenz ersucht die Weltgesundheitsorganisation           und alle anderen internationalen Organisationen, für die Förderung           von Gesundheit Partei zu ergreifen und ihre einzelnen Mitgliedsländer           dabei zu unterstützen, Strategien und Programme für die Gesundheitsförderung         zu entwickeln.</p>
<p>Die Konferenz ist der festen Überzeugung, daß dann, wenn           Menschen in allen Bereichen des Alltages, wenn soziale Verbände           und Organisationen, wenn Regierungen, die Weltgesundheitsorganisation           und alle anderen betroffenen Gruppen ihre Kräfte entsprechend           den moralischen und sozialen Werten dieser Charta vereinigen und Strategien           der Gesundheitsförderung entwickeln, daß dann „Gesundheit           für alle“ im Jahre 2000 Wirklichkeit werden wird.</p>
<p>WHO-autorisierte Übersetzung: Hildebrandt/Kickbusch auf           der Basis von Entwürfen aus der DDR und von Badura sowie Milz.           Zur englischen Version: <span style="color: #626262;"><img src="../../images/icons/pdf.jpg" alt="" width="16" height="17" /></span> <a href="http://www.who.int/hpr/NPH/docs/ottawa_charter_hp.pdf" target="_blank">Ottawa           Charter for Health Promotion</a> (zur Webseite der WHO)</p>
<p>Weiterlesen: Rolf           Rosenbrock: <span style="color: #626262;"><img src="../../images/icons/pdf.jpg" alt="" width="16" height="17" /></span> <a href="http://skylla.wz-berlin.de/pdf/1998/p98-201.pdf" target="_blank">Die           Umsetzung der Ottawa Charta          in Deutschland</a> (zur Webseite           der Bibliothek des Wissenschaftszentrums Berlin)</p>
<p>Abbildung: Cool Canada von Takashi Toyooka, Creative Commons 2.0 </p>
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		<title>Sterbehilfe &#124; Übersicht</title>
		<link>http://www.bcaction.de/ethics/sterbehilfe-uebersicht/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2008 17:25:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbebegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbehilfe-Debatte]]></category>

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		<description><![CDATA[Text: s. einzelne           Autorinnen
Einige europäische Länder haben sie bereits, bei uns darf sie         nicht wieder eingeführt werden: von Euthanasie ist die Rede. Mediale         Kampagnen versuchen zurzeit wieder verstärkt, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span><span>Text: s. einzelne           Autorinnen</span></span></em></p>
<p>Einige europäische Länder haben sie bereits, bei uns darf sie         nicht wieder eingeführt werden: von Euthanasie ist die Rede. Mediale         Kampagnen versuchen zurzeit wieder verstärkt, den Boden für angeblich notwendige         neue gesetzliche Regelungen zu bereiten, die aktive Sterbehilfe wieder         freigeben. Wir meinen,   gerade in unserem Land muss der Schutz des Lebens weiter uneingeschränkte   Priorität haben.</p>
<p>Deswegen unterstützen wir den Appell an den Deutschen Bundestag<br />
<strong><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.bioskop-forum.de/appell/appell_toetungsverbot.html" target="_blank">Das   gesellschaftliche Tötungsverbot darf nicht angetastet werden!</a> </strong><br />
initiiert von BioSkop / Erika Feyerabend zusammen mit der Interessengemeinschaft   Kritische Bioethik.</p>
<h2>Mehr Info:</h2>
<p><a href="../../wordpress/?p=1784" target="_blank">Info           zur Sterbehilfedebatte bei uns im infoblog! </a></p>
<p><a href="../../04ethik/04_euthanasie_stern.htm">Sterbehilfe             bedeutet Hilfe beim Sterben, nicht Hilfe beim Töten</a>: Unser             Leserbrief zum <a href="http://www.stern.de/magazin/heft/576887.html?nv=ma_ah" target="_blank">Stern             48/2006</a></p>
<p><a href="../../04ethik/04_sterbehilfe_sather.htm">&#8220;Ärzte             &#8211; Im Einsatz verschollen&#8221; von Jeanne Sather. </a>Eine Übersetzung             von Beate Schmidt</p>
<p>Literaturhinweis:                 Stephan Sahm: <a href="http://www.campus-verlag.de/isbn/9783593381794/act/leseprobe" target="_blank">Sterbebegleitung                 und Patientenverfügung. Kultur der Medizin Bd. 21</a>, Campus,                 ISBN 978-3-593-38179-4 (Link zum Verlag)</p>
<p>Tagungsdokumentation: <a href="http://bioskop-forum.de.domain.netcoop.nl/dokumentationen/ungeregelter-Tod/u-tod_start.htm" target="_blank">(Un)geregelter     Tod. Über &#8220;Sterbewünsche&#8221; und &#8220;Sterbehilfe&#8221; im     Schatten der Gesundheitsökonomie</a> (Essen, 22. und 23. September 2006,     Link zu BioSkop)</p>
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		<title>Die Deklaration von Helsinki (Forschung am Menschen)</title>
		<link>http://www.bcaction.de/ethics/deklaration-von-helsinki/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2008 15:23:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[grundsätzliches]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Deklaration von Helsinki (Ethische Grundsätze für             die medizinische Forschung am Menschen = Ethical             Principles for Medical Research Involving Human Subjects)           [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Die Deklaration von Helsinki (<strong>Ethische Grundsätze für             die medizinische Forschung am Menschen</strong> = <strong>Ethical             Principles for Medical Research Involving Human Subjects</strong>)             wird vom Weltärztebund herausgegeben und aktualisiert. Der erste             Entwurf wurde 1964 vom Weltärztebund verabschiedet. Revisionen             wurden 1975 (Tokio, Japan), 1983 (Venedig, Italien), 1989 (Hongkong),             1996 (Somerset West, Südafrika), 2000 (Edinburgh, Schottland)             und 2004 (Tokio, Japan) verabschiedet. Die aktuellste Übersetzung             in die deutsche Sprache ist auf der Webseite der Bundesärztekammer             online unter:<br />
<img src="../../images/icons/pdf.jpg" alt="" /> <a href="http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/92helsinki.pdf" target="_blank">http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/92helsinki.pdf</a></p>
<p><em>Hinweis:</em> Die Deklaration wurde im Oktober 2008 in Seoul, Südkorea           erneut aktualisiert. Die aktuelle Version liegt in deutscher Sprache           noch nicht vor, s. <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="../../wordpress/?p=1263" target="_blank"> Hinweise           zu den §§ 19 und 30 bei uns im infoblog!</a> Aktuell gültige           Version in englischer Sprache auf der Webseite des Weltärztebundes         (World Medical Association):        <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.wma.net/e/policy/b3.htm" target="_parent">http://www.wma.net/e/policy/b3.htm</a><br />
<span> </span></p>
<h3>Zum Weiterlesen:</h3>
<p><span><img src="../../images/wikipedia.jpg" alt="" width="11" height="11" /> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deklaration_von_Helsinki" target="_blank">wikipedia:                Deklaration von Helsinki</a><strong></strong></span></p>
<p><strong></strong> <a href="http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/%7Eg47/bauerhel.pdf" target="_blank"> <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Die               neue Deklaration von Helsinki</a> &#8211; Vergleich mit der bisherigen               Fassung. Jürgen Taupitz vergleicht die &#8220;Version 2000&#8243; mit               der Vorgänger-Version (Dt Ärztebl 2001; 98: A 2413–2420         [Heft 38]).</p>
<p><strong>Hinweis:</strong> Zu Jochen Taupitz schreibt Klaus-Peter Görlitzer,               Bioskop, Heft Nr. 45, März 2009, S. 3 unter der Überschrift &#8220;Merkwürdige Ärzteberater&#8221;:         &#8220;Bei der Anhörung zum Patientenverfügungsgesetz          am 4. März war ein Experte nicht geladen,          der seit Jahren als Politikberater hofiert          wird: der Mannheimer Juraprofessor Jochen Taupitz, bekannt etwa als Mitglied         des Deutschen          Ethikrates. Wenige Tage nach der Anhörung          verschaffte sich Taupitz via Spiegel Resonanz.           Ärzte, empfahl Medizinrechtler Taupitz im          Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin, sollten          Menschen auch bei der Selbsttötung helfen;          über Standesrichtlinien, die dies als unethisch          bewerten, könne sich jeder Mediziner ohne juristische          Probleme hinwegsetzen.          Prompt reagierte die Bundesärztekammer          (BÄK): »Wir wollen nicht, dass Ärzte sich an der          Tötung von Menschen beteiligen – auch nicht          als Gehilfe«, stellte BÄK-Vize-Chef Frank Ulrich          Montgomery in einer Pressemitteilung klar. Wer        Montgomery kennt,         nimmt ihm das gern ab.          Noch glaubwürdiger wäre die BÄK, wenn sie sich                von Beratern wie Taupitz trennen würde: Der          sitzt nämlich nach wie vor in der Zentralen Ethikkommission              bei der BÄK. Und im selben Gremium          wirkt auch Professor Dieter Birnbacher mit – ein        Bioethiker, der         gleichzeitig dem »Wissenschaftlichen          Beirat« der Deutschen Gesellschaft für        Humanes Sterben         (DGHS) vorsitzt.&#8221; Das sehen wir allerdings  auch so.</p>
<p><a href="../../04ethik/03_1_nuernberger_kodex_1947.htm"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Der&#8221;Nürnberger         Kodex&#8221;</a> (1947)         <a href="http://www.bukopharma.de/Pharma-Brief/PB-Archiv/2005/2005_02_spezial.pdf" target="_blank"></a></p>
<p><a href="http://www.bukopharma.de/Pharma-Brief/PB-Archiv/2005/2005_02_spezial.pdf" target="_blank"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Arzneimittelforschung:                 Wissenschaft im öffentlichen Interesse?</a> Ein Buko Pharmabrief             spezial 12/2005</div>
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		<title>Klinische Studien</title>
		<link>http://www.bcaction.de/ethics/klinische-studien/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Dec 2007 15:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Klinische Studien]]></category>
		<category><![CDATA[Studienregistrierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Defizit No. 1 bei klinischen Studien in Deutschland ist das fehlende nationale Studienregister. [Hinweis: Das Register ist jetzt da, s. http://www.germanctr.org, jedoch die Verzeichnung der Forschung erfolgt auf freiwilliger Basis, das heißt in der Konsequenz weiter: Keine Verzeichnung.] So können sich weder PatientInnen noch Forschung einen Überblick über bei uns aktuell und in der Vergangenheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Defizit No. 1 bei klinischen Studien in Deutschland ist das fehlende nationale Studienregister. [Hinweis: Das Register ist jetzt da, s. <a href="http://www.germanctr.org" target="_blank">http://www.germanctr.org</a>, jedoch die Verzeichnung der Forschung erfolgt auf freiwilliger Basis, das heißt in der Konsequenz weiter: Keine Verzeichnung.] So können sich weder PatientInnen noch Forschung einen Überblick über bei uns aktuell und in der Vergangenheit durchgeführte klinische Studien verschaffen. In einem solchen Studienregister muss auch die Verknüpfung zu den publizierten Ergebnissen verankert werden. Weil das Register jedoch fehlt, können auch die Ergebnisse der durchgeführten Studien (Versuche) nicht transparent nachverfolgt werden. Dieses hat dazu geführt, dass einerseits Ergebnisse zurückgehalten werden können, zum Beispiel wenn sie im Sinne des Auftraggebers nicht erwünscht sind, aber anderseits auch z.B. zu unnötiger Doppelarbeit.</p>
<p>Auf internationaler Ebene gibt es in den USA Clinicaltrials.gov, ein Register, dass als Service des NIH von der U.S. National Library of Medicine entwickelt wurde. Ferner gibt es Controlledtrials.com mit Sitz in London (UK). Dieses umfassende Register laufender klinischer Studien wird von der Science Navigation Group, einem Zusammenschluss unabhängiger Anbieter betreut, die sich mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, Informationen und Service anzubieten, und zwar sowohl für Wissenschaft, als auch für Konsumenten. Hier registrierte randomisierte klinische Studien erhalten die sogenannte ISRCTN (International Standard Randomised Controlled Trial Number), die die Studie eindeutig identifiziert und wieder auffindbar macht, ähnlich wie wir das von Büchern mit der sogenannten ISBN (International Standard Book Number) bereits kennen.</p>
<p>Aus der Sicht von Patientinnen mit Brustkrebs, die sich an klinischen Studien beteiligen, ist es eine der Mindestanforderung, dass wenigstens auch die Ergebnisse an zentraler Stelle erschlossen werden. Eine nationale Registrierung von klinischen Studien muss auch in Deutschland deswegen gesetzlich vorgeschrieben werden, um damit zum Abbau an Transparenzmängeln in der klinischen Forschung beizutragen. Eine Verzeichnung in internationalen Registern sollte zusätzlich erfolgen.</p>
<p>Defizit 2: Brustkrebs ist &#8220;Forschungssubjekt&#8221;, doch auch eine wirklich wirksame Beteiligung an Forschungsinhalten, Studiendesign und Endpunkten bei der Entwicklung von Studien ist für Frauen und Patientinnen in Deutschland bisher nicht gegeben. Und es bleibt nicht ohne Folgen, wenn Forschung nicht konsequent an denjenigen ausgerichtet wird, für die sie eigentlich gemacht sein sollte. Darüber hinaus fehlt es bei uns an gut qualifizierten, kritischen Patientinnenvertreterinnen, die sich wirksam, kritisch und unabhängig für die Interessen von Frauen im Kontext Brustkrebs einbringen.</p>
<p>To be continued &#8230;</p>
<h3>Lesen Sie dazu:</h3>
<p>Eine Frage von Leben und Tod: Musa Mayer <a href="http://www.bcaction.de/pdf/04ethik/mayer_trials_compromised.pdf" target="_blank">Wenn klinische Studien gefährdet sind &#8211; Die Perspektive einer Patientinnenvertreterin</a> (pdf) in dt. Übersetzung. (Danke an plos für &#8220;Creative Commons&#8221;)</p>
<p>Wichtige Grundlagen, Basics und weitere relevante Hintergrundinfos zu klinischen Studien sollen hier zusammengetragen werden, um Qualitätsbewusstsein im Zusammenhang mit klinischen Studien &#8211; auch bei teilnehmenden Frauen &#8211; zu fördern:</p>
<ul>
<li> Der <a href="http://www.bcaction.de/pdf/04ethik/nuernberger_kodex1947.pdf" target="_blank">Nürnberger Ärztekodex</a> (pdf) in der Fassung von 1947</li>
</ul>
<ul>
<li>Die &#8220;Deklaration des Weltärztebundes von Helsinki&#8221; (Empfehlungen für Ärzte, die in der biomedizinischen Forschung am Menschen tätig sind, 1996)</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>PatientInnenrechtegesetz (PatientInnenschutzgesetz)</title>
		<link>http://www.bcaction.de/ethics/patientinnenrechtegesetz/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/ethics/patientinnenrechtegesetz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Dec 2007 14:09:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[anfänge]]></category>
		<category><![CDATA[juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Patientinnenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialgesetzgebung]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland gibt es kein Patientenrechtegesetz.
„Deutschland gehört in die Gruppe derjenigen Länder, in denen die Patientenrechte zersplittert auf verschiedene Gesetze und deren Interpretation durch Rechtsprechung und Literatur verteilt sind: Haftungsrecht, ärztliches Berufsrecht, Sicherheitsrecht (z. B. Arzneimittelrecht) und Krankenversicherungsrecht. Patientenrechte  sind bisher das Ergebnis der Interpretation vorhandener allgemeiner   Rechtsnormen durch die Rechtspraxis (insbesondere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>In Deutschland gibt es kein Patientenrechtegesetz.</h3>
<p>„Deutschland gehört in die Gruppe derjenigen Länder, in denen die Patientenrechte zersplittert auf verschiedene Gesetze und deren Interpretation durch Rechtsprechung und Literatur verteilt sind: Haftungsrecht, ärztliches Berufsrecht, Sicherheitsrecht (z. B. Arzneimittelrecht) und Krankenversicherungsrecht. Patientenrechte  sind bisher das Ergebnis der Interpretation vorhandener allgemeiner   Rechtsnormen durch die Rechtspraxis (insbesondere Gerichte) und die Rechtswissenschaft.“</p>
<p>In der nachfolgenden Auflistung kann man ersehen, wann andere      Länder Ihr Patientenschutzgesetz erlassen haben:</p>
<p><strong>Finnland</strong>, 1992: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.finlex.fi/sv/laki/ajantasa/1992/19920785" target="_blank"> Lag om patientens ställning och rättigheter</a></p>
<p><strong>Niederlande</strong>, 1994: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://web.archive.org/web/20050204084501/http://home.planet.nl/%7Eprivacy1/wgbo.htm" target="_blank">Dutch Medical Treatment Act</a> [offline, wird aber  evaluiert             ...]</p>
<p><strong>Israel</strong>, 1996: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://waml.haifa.ac.il/index/reference/legislation/israel/israel1.htm" target="_blank">Patient´s Rights Act</a></p>
<p><strong>Litauen</strong>, 1996: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www3.lrs.lt/pls/inter2/dokpaieska.showdoc_e?p_id=111935" target="_blank"> Law on the Rights of Patients and Damage Done to Patients</a></p>
<p><strong>Island</strong>, 1997: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.althingi.is/lagas/123a/1997074.html" target="_blank">Lög um réttindi sjúklinga</a></p>
<p><strong>Ungarn</strong>, 1997: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.szoszolo.hu/53/rights_and_obligations_of_patients.htm" target="_blank">Rights and Obligations of Patients</a> (According to Act CLIV of 1997 on Health)</p>
<p><strong>Lettland,</strong> 1997: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.aitel.hist.no/%7Ewalterk/wkeim/files/Latvia_The_law_of_Medicine.htm" target="_blank">The law of the Medicine</a></p>
<p><strong>Griechenland</strong>, 1997: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Law             2519/21-8-97</p>
<p><strong>Dänemark</strong>, 1998: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="https://www.retsinformation.dk/Forms/R0710.aspx?id=87608" target="_blank">Lov om patienters retsstilling</a>, LOV nr 482 af 01/07/1998</p>
<p><strong>Norwegen</strong>, 1999: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.lovdata.no/all/hl-19990702-063.html" target="_blank">Pasientrettighetsloven</a></p>
<p><strong>Georgien</strong>, 2000: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.aitel.hist.no/%7Ewalterk/wkeim/files/Georgia_Patients_Rights_Law.htm" target="_blank">The Law of Georgia on the right of patients </a></p>
<p><strong>Schweiz</strong>, 2002: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Patientenrechtverordnung, Patientenrechtsgesetz ist in Vorbereitung</p>
<p><strong>Frankreich</strong>, 2002: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.legifrance.gouv.fr/WAspad/UnTexteDeJorf?numjo=mesx0100092l#" target="_blank">LOI             n° 2002-303 du 4 mars 2002 relative aux droits des malades et à la  qualité du système de santé</a></p>
<p><strong>Belgien</strong>, 2002: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Act on Patients’ Rights</p>
<p><strong>Estland</strong>, 2002 Entwurf: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.aitel.hist.no/%7Ewalterk/wkeim/files/Estonia_PATSIENDISEADUS.htm" target="_blank"> Draft of the Act on Patients&#8217; Rights / Patsiendiseadus</a></p>
<p><strong>Schweiz</strong>, 2003: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Charta,             Patientenrechtverordnung 1991, Patientenrechtsgesetz in Vorbereitung</p>
<p><strong>Rumänien</strong>, 2003: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Law of Patients’ Rights (law 46)</p>
<p><strong>Zypern</strong>, 2005: <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Law 1/2005: <a href="http://www.aitel.hist.no/%7Ewalterk/wkeim/files/Cyprus-N.1%28I%292005-English-translation.doc" target="_blank">Patient Rights Law (word.doc)</a></p>
<p><strong>Und Deutschland?</strong><br />
Die Notgemeinschaft der Medizingeschädigten wandte sich 1997 mit einer Petition an den Deutschen Bundestag. <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://quepnet.fh-bielefeld.de/data/doc/id_418/Pat-Vz.pdf" target="_blank">&#8220;Eckpunkte für ein Patientenschutzgesetz&#8221;</a> stellen auch Christoph Kranich (Verbraucherzentrale Hamburg) und der Rechtsanwalt Marcus Lindemann vor. Die Verabschiedung eines umfassenden Patientenschutzgesetzes in Deutschland forderte ferner auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände im Jahr 2001. Die vorliegende sog.<img src="../../images/icons/pdf.jpg" alt="pdf-icon" width="16" height="17" /> <a href="http://www.bmj.bund.de/media/archive/226.pdf" target="_blank">„Patientencharta“</a> (&#8221;Patientenrechte in Deutschland&#8221;) hat keinen verbindlichen Charakter. Deswegen ist ein     eigenes Gesetzeswerk für Patientenrecht notwendig, um Patientenrechte auch juristisch abzusichern, damit etwaige Aufklärungs- und Behandlungsfehler auch juristisch im Interesse von Patientinnen und Patienten besser verfolgt werden können.</p>
<p>Die Patientencharta wird die juristische Lage von Patienten bei Medizinschäden nicht verbessern. Auch die Patientenbeauftragten bei Bund und Ländern können die individuellen Rechte der einzelnen Patientin nicht wirklich juristisch stärken. Rechte für die einzelne Patientinnen lassen sich nur aus einem Gesetz ableiten, was jedoch durch die oben beschriebene rechtliche Situation sehr schwierig ist. Der Verweis, wir hätten doch ein „Richterrecht“ und der Hinweis auf die Arbeit der „Schiedsstellen“ ist unzureichend für PatientInnen mit medizinjuristischen Problemen. Aus der Erfahrung von Frauen mit Brustkrebs wissen wir, dass es einen sehr langen Atem braucht, um juristische Ansprüche ggf. durchzusetzen, wenn im Zusammenhang     mit der Brustmedizin etwas schief gegangen ist. Die Liste der möglichen Probleme in der Vergangenheit war lang. Vom <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://koalitionbrustkrebs.com/Pressemiteilungen/presse041202.htm" target="_blank">Essener &#8220;Brustkrebs-Skandal&#8221;</a> zu übersehenen Tumoren, über mangelnde Aufklärung beim Vorliegen von Brustkrebsvorstufen und sehr problematische Fälle beim Einsatz von Silikon in die Brust bei gesunden Frauen &#8211; bis über Probleme bei der Therapie in den unterschiedlichen Stadien der Erkrankung &#8211; sind viele Erfahrungsberichte in den vergangenen Jahren zu uns gedrungen. Sicher hat auch die Ermangelung einer hoch spezialisierten     Brustkrebsmedizin und das Fehlen eines qualitätsgesicherten Programms zur Früherkennung von Brustkrebs bis in die jüngere Vergangenheit     nicht zuletzt Medizinschäden und juristische Probleme begünstigt.</p>
<p>So sollte es nicht bleiben. Ein PatientInnenschutzgesetz wird die Situation von PatientInnen in Deutschland dahingehend verbessern, dass sie auch Recht bekommen können, wenn sie im Recht sind. Initiativen und Petitionen an den Deutschen Bundestag, z.B. durch die &#8220;Bundesarbeitsgemeinschaft der Medizingeschädigten&#8221;, haben bisher allerdings wenig bewegt, obwohl der Petitionsausschuss sich einig war, dass ein solches PatientInnenschutzgesetz geschaffen werden soll (siehe z.B. Berichterstattung: <a href="http://web.archive.org/web/20040907103657/http://www.bundestag.de/bp/2000/bp0012/0012072a.html" target="_blank">http://www.bundestag.de/bp/2000/bp0012/0012072a.html</a><br />
<a href="http://web.archive.org/web/20030502202541/http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2000/0030003.html" target="_blank">http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2000/0030003.html</a>)</p>
<p>Die Arbeit „<a href="http://web.archive.org/web/20030619162505/www.bundestag.de/gremien/medi/medi_gut_fis.pdf" target="_blank">Ansätze für eine Stärkung der Patientenrechte im deutschen Recht –Bestandsaufnahme und Handlungsperspektiven</a>“, erstellt im Auftrag der Enquete-Kommission „Recht und Ethik der modernen Medizin“ des Deutschen Bundestages durch Prof. Dr. Gerfried Fischer, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht u.a., hat mit Stand März 2002 keine Empfehlung für die Notwendigkeit eines solchen Patientenschutzgesetzes, wie es in zahlreichen anderen Ländern längst üblich ist, abgegeben.</p>
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		<title>Musa Mayer: Wenn klinische Studien gefährdet sind &#8230; Die Perspektive einer Patientinnenvertreterin</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2007 16:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Klinische Studien]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamentenmarketing]]></category>

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		<description><![CDATA[von Musa               Mayer

Übersetzung des unter Creative Commons lizenzierten Artikels, erschienen bei plos: Gudrun Kemper &#38; Gudrun Lüttgen &#62;&#62; Text als pdf
Wer sich für den frühen Zugang zu unzureichend getesteten          Therapien engagiert, mag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von </em><a href="http://www.advancedbc.org/content/about-musa-mayer" target="_blank"><em>Musa               Mayer</em><br />
</a><br />
Übersetzung des unter Creative Commons lizenzierten Artikels, erschienen bei plos: Gudrun Kemper &amp; Gudrun Lüttgen &gt;&gt; <a href="http://www.bcaction.de/pdf/04ethik/mayer_trials_compromised.pdf" target="_blank">Text als pdf</a></p>
<p>Wer sich für den frühen Zugang zu unzureichend getesteten          Therapien engagiert, mag vielleicht glauben, dass er Patientinnen                   und Patienten hilft. Diese Aktivitäten können jedoch                   heutige PatientInnen gefährden und zukünftigen PatientInnen                   den Zugang zu dem Wissen verbauen, das sie brauchen, um „evidenzbasierte“                   Behandlungsentscheidungen treffen zu können.</p>
<p><span>Vor 12 Jahren klagte eine meiner Freundinnen aus         der Brustkrebs-Selbsthilfegruppe vor Gericht, weil ihre Krankenversicherung         die Kosten für die Knochenmark-Transplantation verweigert hatte.         Ihre erste Transplantation war erfolglos und ihr Krebs wieder auf         dem Vormarsch. Die Versicherung lehnte die Kostenübernahme ab, weil         es sich um eine experimentelle Therapie handelte. Der Richter, selbst         ein Krebsüberlebender, war aufgrund der eingelegten Rechtsmittel         sichtbar bewegt, und meine Freundin bekam ihre Transplantation. Sechs         Monate später war sie tot – nicht wegen der fortschreitenden Brustkrebserkrankung,         sie starb an den Folgen der durch die Behandlung hervorgerufenen Schädigung         des Knochenmarks. </span> <span> Dann starb ein paar         Monate später eine zweite Freundin mit Brustkrebs nach ihrer Transplantation         und ich fing an, die Studien selbst zu lesen und mir Stück für         Stück zusammenzusetzen, was die aktuellen Studien tatsächlich         zeigten – und was sie nicht beweisen konnten. Meine Ausbildung zu klinischen         Versuchen hatte begonnen, ich habe dies bereits in dem 2003 erschienenen         Artikel „Vom Zugang zum Beweis: Der Weg zur Patientinnenvertretung“ beschrieben.<a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#1"> <strong>[1]</strong></a></span> <span> Es         brauchte eine ganze Weile und einige Bemühungen, um das Kräftespiel,         das sich zu diesem Zeitpunkt mit Knochenmark-Transplantationen und Brustkrebs         in Amerika abspielte, zu verstehen. Und wie einerseits die Hoffnungen         auf der Seite der Patientinnen und Onkologen und andererseits öffentlicher         Druck, herzzerreißende Medienberichte von todkranken jungen Müttern,         politische und gesetzliche Verpflichtungen von Kostenträgern, persönliche         Reputationen von Wissenschaftlern sowie die Gewinnspannen von Krankenhäusern         mit Transplantationsbetten, die es zu füllen galt, dazu führten,         eine toxische und teure Behandlung breit zu bewerben, bevor es einen         ausreichenden Nachweis gab, dass diese Behandlung wirkt und sicher ist. </span></p>
<p><strong>Der Run, sich mit unerprobten Therapien behandeln zu lassen</strong><br />
Erst in der Rückschau können wir diese Dynamik heute einschätzen und sehen, wie die unkritische Annahme dieser Therapie im Versuchsstadium die Zeitspanne um Jahre verlängerte, die es zusätzlich brauchte, um Brustkrebspatientinnen in randomisierte Studien einzubinden, die erst sehr viel später definitiv die Frage nach der Effektivität der Behandlung beantworten konnten.</p>
<p>Nach 10 Jahren hatten tatsächlich mehr als 20.000 amerikanische Frauen diese Behandlung ertragen, für die es keinen nachvollziehbaren Grund gab. Viele starben trotzdem, während andere mit ernsten und lang anhaltenden Nebenwirkungen zurückblieben.</p>
<p><img src="../../images/04_ethik/musa.jpg" alt="" width="400" height="352" /></p>
<p>Abb.: <a href="http://medicine.plosjournals.org/perlserv/?request=slideshow&amp;type=figure&amp;doi=10.1371/journal.pmed.0020358&amp;id=39000" target="_blank">Der Run, sich mit unerprobten Therapien behandeln zu lassen, kann damit enden, dass PatientInnen Schaden nehmen (Illustration: Giovanni Maki) </a></p>
<p>Natürlich sind die Frauen, die damit anfangen, sehr krank. Und die vorherrschende aktuelle Meinung der Stunde ist dann, dass zerstörende Umstände nach zerstörenden Maßnahmen verlangen. Die Verabreichung einer so hohen Chemotherapiedosis, die das Knochenmark zerstört, dann die Patientin mit den eigenen Stammzellen oder Knochenmark retten – dieser Therapie liegt eine dramatische gefühlsmäßige Anziehungskraft zugrunde. Viele Frauen, einschließlich meiner beiden bereits in der Einleitung genannten Freundinnen damals, versprachen sich davon, „den Kampf aufzunehmen”, um dafür ein längeres Leben und einen sanfteren Tod zu haben, als wenn sie sich konventionell behandeln lassen würden. „Wenn ich sterbe“, äußerten besonders junge Frauen häufig, „dann möchte ich, dass meine Kinder wissen, dass ich alles getan habe, was möglich ist“. Ein Transplantationszentrum nutzte dieses bezwingende Argument als Marketingtrick.</p>
<p>Naiv glaubte ich bis dahin, dass sich die Ärzte auf einen guten Evidenzgrad stützten, besonders weil es sich um eine so toxische und kostenintensive Therapie handelte. Sicher würden sie es sich nicht erlauben, sich von einer partiellen Evidenz oder einer verlockenden Theorie leiten zu lassen, etwa<br />
dass mehr besser ist oder<br />
- dass lediglich ein eindrucksvolles Ansprechen des Tumors in unkontrollierten Phase-II-Versuchen der Hochdosisregime derzeit den klinischen Erfolg versprach. Oder, noch schockierender,<br />
- dass es nur einen kleinen randomisierten, von vielen als fehlerhaft in Frage gestellten Versuch gab, bei dem sich später auch noch herausstellte,<br />
- dass gefälschte Daten den klinischen Erfolg belegen sollten,<br />
was von den Patientinnen für eine etablierte Therapie gehalten wurde.<strong><a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#2"> [2–5]</a></strong> <span><strong></strong></span></p>
<p><strong>Meine Ausbildung in der klinischen Forschung begann<br />
</strong>Wenn ich zurückschaue, kann ich jetzt meine Radikalisierung als Patientinnenvertreterin nachzeichnen. <strong>Es begann mit meinem anfänglichen Interesse, sich hinsichtlich der ordnungsgemäßen Durchführung klinischer Versuche zu engagieren und führte zu der beunruhigenden Entdeckung, dass nämlich im Falle der Knochenmark-Transplantation bei Frauen mit Brustkrebs das Werkzeug der Wissenschaft durch den Run, sich mit unerprobten Therapien behandeln zu lassen, untergraben wurde. </strong>Die Tatsache, dass so etwas passiert, wirkte massiv desillusionierend. Ich war enttäuscht von den Onkologen. Aber noch verstörender war für mich die Rolle, die viele Patientinnenvertreterinnen dabei gespielt hatten. Sie gewährleisteten breiten Zugang zu Knochenmark-Transplantationen und sabotierten dabei effektiv den Einschluss in die randomisierten Studien, die eine aussagefähige Antwort dazu bereits Jahre früher ermöglicht hätten. Damit wäre Leben gerettet worden und viel persönliches Leiden wäre Patientinnen erspart geblieben, sowie nicht zuletzt hätten auch enorme finanzielle Ausgaben gespart werden können.</p>
<p>Vor drei Jahren rief ich diese Zusammenhänge auf der jährlichen <a href="http://www.natlbcc.org/bin/index.asp?Strid=713&amp;depid=5" target="_blank">Patientinnenvertrerterinnen-Trainings-Konferenz</a> der <a href="http://www.natlbcc.org/" target="_blank">National Breast Cancer Coalition</a> in Erinnerung. Seit die Knochenmark-Transplantationsära 1999 endete, waren sich viele der Frauen, die in jüngerer Zeit die Diagnose Brustkrebs erhalten hatten, nicht mehr bewusst, was in den 90er Jahren abgelaufen war, und <strong>das neue Mantra der „targeted therapy“</strong> („zielgerichtete Therapie&#8221;) hat inzwischen das <strong>„mehr-ist-besser-Modell“ </strong>ersetzt.</p>
<p>Das Transplantationsdebakel verstärkte auch den Beschluss und die langfristige Anbindung an <a href="../../04ethik/03_mayer_musa_clinical_trials_compromised.htm#eb">evidenzbasierte Medizin</a> und Forschungsstandards, die hinsichtlich der Bekämpfung von Brustkrebs von der National Breast Cancer Coalition (NBCC – der größten Basis- und Patientinnenvertretungsorganisation zu Brustkrebs in den Vereinigten Staaten) kommuniziert werden. Ziemlich allein unter den Brustkrebsorganisationen hatte die NBCC es abgelehnt, sich für den Zugang zu dieser noch unzureichend erprobten Therapie einzusetzen, solange der Wirksamkeitsbeleg ausstand. Ihr Positionspapier zur Knochenmark-Transplantation wurde damals von vielen als rigide und gefühllos wahrgenommen. Erst heute gewinnt der unbeirrte Einsatz für evidenzbasierte Therapien und die Notwendigkeit der Durchführung von Versuchen (randomisierten klinischen Studien) vor dem flächendeckenden Einsatz in der Behandlung das notwendige Verständnis.</p>
<p><strong> <span>Was ich über klinische Studien gelernt habe<br />
</span></strong>Tragödien können manchmal auch sehr lehrreich sein.   Als Patientinnenvertreterin erhielt ich damals eine unvergessliche Lektion,   wie klinische Versuche durch den verfrühten Einsatz einer unerprobten   Therapie schrecklich schief gehen können. Dieses außerordentlich   schmerzhafte Beispiel lehrte mich – und viele andere Patientenvertreterinnen   in Sachen Brustkrebs – eine ganze Menge über klinische Versuche, wie etwa<br />
- Limitierungen von Phase II Studien,<br />
- die entscheidende Rolle der Randomisierung und der Kontrollgruppen,<br />
- Gefahren einer verzerrenden Vorauswahl (&#8221;selection bias&#8221;) und<br />
- Mittelwertbildung (&#8221;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stage_migration" target="_blank">stage migration</a>&#8220;) sowie<br />
- Ersatzendpunkte ( &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Surrogatmarker" target="_blank">Surrogatmarker</a>&#8221; wie z.B. das &#8220;Ansprechen&#8221; eines Tumors), die jedoch versagen, wenn sie den klinischen Vorteil vorhersagen sollen. Ich habe auch gelernt, wie unglaublich wichtig es ist, die Integrität klinischer Studien &#8211; für die heutigen und zukünftigen PatientInnen &#8211; zu schützen. Es ist eine Frage von Leben und Tod.</p>
<p>Die Durchführung randomisierter klinischer Versuche war seitdem in den vergangenen Jahren oftmals in Gefahr. Was mich angespornt hat, an dieses dunkle Kapitel in unserer Geschichte zu erinnern, waren die laufenden legalen Aktivitäten einer Organisation, die als <a href="http://www.abigail-alliance.org/" target="_blank">„Abigail Alliance“ (http://abigail-alliance.org)</a> bekannt ist. Gegründet von überlebenden Familienmitgliedern von KrebspatientInnen, die keinen Zugang zu den experimentellen Therapien, die sich noch in der Entwicklung befanden, erhielten, startete die Abigail Alliance mit Unterstützung von widerständigen Bürgerinitiativen in Washington, D.C. die erste Bürgerpetition und nachfolgend eine Klage gegen die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde <a href="http://www.fda.gov/" target="_blank">Food and Drug Administration (FDA)</a>. Sie reklamierten, dass die vorhandenen Beschränkungen für experimentelle Therapien einen Rechtsverstoß gegen die bürgerlichen Rechte sterbender Patienten seien. Sie schlugen ein Regelungsverfahren für die Vermarktung von experimentellen Behandlungen nach Phase-I-Studien für Patienten, für die keine Alternativen verfügbar waren, vor und behaupteten, dass dieses in keiner Weise die Abwicklung laufender klinischer Forschungen stören würde. (Die Eingabe wurde im November 2005 dem amerikanischen Senat vorgelegt.)</p>
<p>Die Abigail Alliance-Mitglieder waren fest davon überzeugt, dass ihre Angehörigen hätten gerettet werden können, wenn sie nur den Zugang zu diesen Therapien erhalten hätten. Für sie – und auch für mich ein Jahrzehnt zuvor, bevor ich verstand, was auf dem Spiel steht – war der Erfolg dieser innovativen Therapien so nahe liegend. Der Bedarf war akut. Geliebte Menschen starben. Neue Therapien wurden entwickelt. Wie kann jemand so grausam sein, Patienten die nächste neue Behandlung, die ihr Leben retten oder verlängern könnte, zu verweigern? Randomisierte Studien wurden nicht nur als unnötig, sondern als ethisch nicht vertretbar eingestuft. Für sie war die Vorstellung eines Widerstandes schlicht eine Absurdität. Der intensive Glaube an die Wirksamkeit der Medikamente, genährt von der pharmazeutischen Industrie, hielt die Hoffnung am Leben.</p>
<p>Zuerst wirkte die Abigail Alliance-Initiative, Medikamente bereits nach den Phase-I- Versuchen zu vermarkten, so absurd, dass die meisten von uns Patientinnenvertreterinnen sie nicht wirklich ernst nahmen und auch nicht aktiv wurden. Aber die Alliance meinte es sehr ernst und war sehr zielstrebig. Mit der Veröffentlichung des lachenden Gesichts von Abigail, der verstorbenen Tochter der Gründerin, erreichte diese Gruppe beträchtliche Medienwirksamkeit z.B. mit dem Erscheinen in NBC’s Today Show, die das &#8220;Wall Street Journal&#8221; zu einem Editorial mit dem unvergesslichen Titel „FDA zu Patienten: Fallt tot um“ (FDA to patients: Drop dead)<strong><a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#6"> [6] </a></strong>inspiriierte.</p>
<p>Die erste Welle von Aktivismus für den frühen Zugang zu Therapien kam natürlich von den AIDS-Patientenvertretern, die zu vermehrten „beschleunigten Zulassungen“ führten bzw. der <a href="http://www.accessdata.fda.gov/scripts/cder/onctools/Accel.cfm#SubpartH" target="_blank">&#8220;Unterabteilung H-Regulierungen&#8221;</a> im Jahr 1993, die die frühe Vermarktung von Medikamenten im Falle von lebensbedrohlichen Erkrankungen, für die keine andere Behandlung existierte, zuließ (siehe <a href="http://www.accessdata.fda.gov/scripts/cder/onctools/Accel.cfm" target="_blank">http://www.accessdata.fda.gov/scripts/cder/onctools/Accel.cfm</a>). Diese Zulassungen konnten auf Surrogat-Endpunkten in unkontrollierten Versuchen beruhen, mit der Auflage, dass der klinische Erfolg endgültig in randomisierten, kontrollierten „post-Marketing“-Studien, also in Studien mit bereits im Handel befindlichen Medikamenten, erfolgen sollten. Im Laufe der Jahre wurden viele Krebsmedikamente auf diesem Weg zugelassen.</p>
<p>Mittlerweile hat sich mein eigenes Verständnis für die Probleme in Bezug auf klinische Versuche weiterentwickelt. Weil meine Arbeit Frauen mit metastasiertem Brustkrebs in den Mittelpunkt stellt, wurde ich infolge meines intensiven Interesses an der Entwicklung von Medikamenten und der klinischen Forschung eine Patientinnenvertreterin und Beraterin des FDA-Programms zur Entwicklung von Krebsmedikamenten.</p>
<p><span><strong>Die beschleunigte Zulassung von Krebsmedikamenten<br />
</strong></span>Im September 2002 gab die Onkologische Medikamentenberatungskommission,   trotz gleichzeitig vorliegender negativer Ergebnisse in großen randomisierten   Studien <a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#10"><strong>[10,11]</strong></a>,   die Empfehlung zur Zulassung von AstraZeneca’s Medikament Gefitinib (Iressa),   die auf auf einer 10%igen Ansprechrate bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs im   Spätstadium beruhte. <strong><a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#7">[7–9]</a></strong></p>
<p>Es war eine hitzige, emotionale Konferenz mit vielen Patienten, die ansonsten nicht mehr leben würden und persönlich Zeugnis zum Nutzen des Medikaments ablegten. Offensichtlich war die Wirksamkeit des Medikaments bei dieser kleinen Minderheit von Patienten gegeben. Mehrere der anderen Konferenzteilnehmer waren jedoch, bei einem aktuell vorliegenden Nachweis von lediglich 20 Patienten, die in zwei kleinen Phase-II-Versuchen ein Tumoransprechen zeigten, aufgrund der Schaffung eines Präzedenzfalls durch das Votum zur Zulassung beunruhigt. Andere wollten gerne wissen, warum es für diese „gezielte“ Therapie kein Ziel für ein Ansprechen oder Nichtansprechen gefunden wurde, wie etwa bei Trastuzumab (Herceptin) und hormonellen Therapien bei Brustkrebs.</p>
<p>Die FDA veranstaltete ein Treffen der Onkologischen Medikamentenberatungskommission im folgenden Frühjahr. Hier überprüften wir sieben Krebsmedikamente mit acht Indikationen, für die eine beschleunigte Zulassung bewilligt, aber noch keine Zulassungsstudien durchgeführt worden waren. Um das Problem zu umgehen, das viele Medikamente aufweisen, die „beschleunigt“ zugelassen werden, nämlich erst dann Patienten in Studien aufzunehmen, wenn das Medikament bereits auf dem Markt ist, stimmte AstraZeneca zu, die Zulassungsstudie für Gefitinib im Ausland abzuschließen. Aber Gefitinib versagte endgültig und konnte in der großen Zulassungsstudie „Iressa Survival evaluation in lung cancer“ (dt. etwa „Iressa Überlebenszeitbewertung bei Lungenkrebs“) keinen Vorteil zeigen. <strong><a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#12">[12–15]</a></strong> <span><strong> </strong></span>Mittlerweile haben unabhängige Wissenschaftler erforscht, wie man die etwa 10% der Patienten mit Lungenkrebs, die eine Mutation des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors aufweisen, identifiziert, bei denen das Medikament hilft. <strong><a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#16">[16–18]</a></strong> Im November 2004 erhielt dann Genentech&#8217;s konkurrierender &#8220;Epidermal Growth Factor Receptor Inhibitor&#8221; Erlotinib (Tarceva) die volle FDA-Zulassung. Angesichts der erfolglosen Zulassungsstudie für Gefitinib wurde das Medikament von der FDA tatsächlich vom Markt genommen, jedoch mit der Einschränkung, dass Patienten, denen das Medikament tatsächlich half, ihre Behandlung fortsetzen durften. Neben vielen anderen Beispielen zeigt die Geschichte von Gefitinib bei Lungenkrebs die dringende Notwendigkeit der gleichzeitigen Entwicklung von Biomarkern, die vorhersagen können, wann es sinnvoll sein kann, die „zielgerichteten Therapien“ einzusetzen.</p>
<p>Der frühzeitige Zugang zu Therapien mit den entsprechenden Auswirkungen auf die klinische Forschung ist nur einer der vielen wichtigen Belange im Zusammenhang mit klinischen Versuchen, die berücksichtigt werden müssen. Es war mir wichtig, das hervorzuheben, weil es einen Brennpunkt kennzeichnet, der engagierte PatientInnen und die Öffentlichkeit während der Zeit meines Engagements durchweg beschäftigt hat.</p>
<p><span><strong>Der vorzeitige Abbruch von Studien<br />
</strong></span>Im Frühjahr 2005 hielt ich auf dem jährlichen Treffen   der „Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie“ über ein   verwandtes Thema —nämlich das ethische und klinische Dilemma, das   mit der frühen Schließung von klinischen Versuchen bei Brustkrebs   einhergeht —einen Vortrag, der aufgezeichnet wurde und der einschließlich   der Präsentationsfolien online verfügbar ist unter <a href="http://asco.org/ac/1,1003,_12-002511-00_18-0034-00_19-001290-00_21-001,00.asp" target="_blank">http://asco.org/ac/1,1003,_12-002511-00_18-0034-00_19-001290-00_21-001,00.asp</a>.<br />
Mit steigender Tendenz wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Studien vorzeitig abgebrochen, namentlich die Brustkrebs Tamoxifen Präventionsstudie (P-1 Breast Cancer Tamoxifen Prevention Trial) <a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#19"><strong>[19]</strong></a>, die MA-17 Studie zu Letrozol (Femara) nach Tamoxifen <a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#20"><strong>[20]</strong></a> und vor allem die adjuvanten Herceptin-Studien <a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#20"><strong>[21]</strong></a>.</p>
<p>Das Fragestellung beim vorzeitigen Abbruch klinischer Studien ist identisch mit derjenigen bei der beschleunigten Zulassung experimenteller Therapien – in beiden Fällen muss die Balance zwischen der akuten Notwendigkeit von Patientinnen, heute behandelt zu werden, gegen das gewonnene Wissen, das eine <a href="../../04ethik/03_mayer_musa_clinical_trials_compromised.htm#eb">evidenzbasierte Medizin</a> für die zukünftigen Patientinnen überhaupt erst möglich macht, abgewogen werden. Patientinnen, die zukünftig Behandlungsentscheidungen treffen müssen, profitieren &#8211; nach der Veröffentlichung ausgereifter Resultate aus der klinischen Forschung &#8211; natürlich am meisten von der Beendigung gut geplanter randomisierter Studien mit aussagefähigen Endpunkten und vorliegenden Ergebnissen aus langen Nachbeobachtungszeiten. Ihren Anliegen ist selten gedient</p>
<ul>
<li>mit dem frühzeitigen Abbruch bzw.</li>
<li>mit Studiendesigns, die die Teilnehmerinnen nicht randomisieren, die</li>
<li>die Toxizitäten nicht sorgfältig untersuchen und dabei</li>
<li>nicht auf das Gesamtüberleben schauen oder es</li>
<li>vernachlässigen, durch die Nachbeobachtungen (sog. &#8220;follow-up&#8221;) alle unerwarteten Langzeitwirkungen zu erfassen.</li>
</ul>
<p><strong>Evidenzbasierte Patientinnenvertretung<br />
</strong>Es ist wichtig für uns als Patientinnenvertreterinnen, über   diese Kernpunkte in jedem verfügbaren Forum zu sprechen, und zwar sowohl   als Einzelpersonen und als Organisationen. Die Thematisierung schult auf diese   Weise sowohl die Öffentlichkeit, wie auch für die medizinische und   wissenschaftliche Fachwelt. In meinem Artikel aus dem Jahr 2003 <a href="http://www.bcaction.de/ethics/musa-mayer-klinische-studien/#1"><strong>[1]</strong></a> habe   ich die “Zugangsverfechter” definiert als diejenigen, die ihre Rolle darin   sehen, so zu argumentieren, wie die Abigail Alliance: Für frühesten   Zugang &#8211; ohne Rücksicht hinsichtlich der Auswirkungen auf die klinische   Forschung.</p>
<p><span><strong> Jede/r braucht evidenzbasierte Behandlung<br />
</strong></span>Als ich im Jahr 2003 den Artikel schrieb, wollte ich die       medizinischen Spezialisten wissen lassen, so wie ich Sie auch heute wissen       lassen möchte, dass die Sichtweise der Interessenvertreter, die nach       einem frühest möglichen Zugang und Kompromissen bei den klinischen       Studien schreien, weit enfernt von der Komplexizität des Anliegens       ist. Vielen der qualifizierten PatientenvertreterInnen ist genau wie den       medizinischen Spezialisten daran gelegen, die allerbesten <a href="../../04ethik/03_mayer_musa_clinical_trials_compromised.htm#eb">Evidenzen       [= meint beweisgestützte Ergebnisse als Grundlage]</a> für die       medizinische Behandlung aus der Forschung zu erhalten. Wir können       etwas tun. Unsere Geschichten haben die Power, die Öffentlichkeit       zu bewegen, Einfluss auf Politik und Gesetzgebung zu nehmen und damit zu       helfen, dass Patientinnen in die Studien eingeschlossen werden können,       an denen sie teilnehmen wollen. <span><strong></strong></span></p>
<p><strong>Ich glaube, dass in evidenzbasierter Medizin qualifizierte Patientinnenvertretererinnen einen Platz und eine Stimme an jedem Tisch haben müssen, an dem klinische Versuche entwickelt und umgesetzt werden.<br />
</strong><br />
Zusammen mit Wissenschaftlern und Klinikern können wir Spezialisten helfen, die sinnvollsten Fragen zu definieren und damit sicherstellen, dass die Gestaltung und die Durchführung von Versuchen so ist, wie sie sein sollte. Und wir können dabei helfen, die Öffentlichkeit über die Notwendigkeit von gut geplanten, richtig durchgeführten klinischen Versuchen zu informieren.</p>
<p>Als Autorin verstehe ich etwas von der Kraft persönlicher Erfahrungen. Persönliche Erfahrungen vermenschlichen Politik und bieten den persönlichen Kontext, in dem politische Richtlinien und Positionen die Menschen wirklich ansprechen. Ohne unsere menschlichen Erfahrungen, die Grund und Bedeutung veranschaulichen und erläutern, sind die Positionen der medizinischen Spezialisten nicht sehr aussagefähig für die Öffentlichkeit und für die Patientinnen, die an den Studien teilnehmen sollen. Richtig vermittelt, haben Erfahrungen die Energie, Herz und Verstand zu bewegen und Menschen zu verändern. Potentiell haben Erfahrungen die Kraft, eine Öffentlichkeit zu erreichen, die noch über wenig Verständnis für Forschungszusammenhänge und den Bedarf an gut geplanten und korrekt durchgeführten klinischen Studien verfügt. Jeder wird mit Krankheiten konfrontiert. Wir alle brauchen eine evidenzbasierte Behandlung.</p>
<div>Und ich denke, wir müssen damit aufhören, zu     erlauben, dass die öffentliche Diskussion über klinische Forschung     von der Pharmaindustrie und den Massenmedien kontrolliert wird.</div>
<p>Wir müssen diese wichtigen Erfahrungen erklären und unseren Standpunkt deutlich formulieren. Meine Arbeit als eine Patientinnenvertreterin mit persönlicher Erfahrung bei der NBCC sagt mir, dass politische Positionen wichtig sind und dass wir einen Einfluss auf sie nehmen können, wenn wir bereit sind, zu unseren Prinzipien zu stehen. Organisationen, wie auch Individuen sind bekannt für die Positionen die sie einnehmen und die Werte, für die sie stehen. Konsequente, wohlbegründete evidenzbasierte Positionen nötigen Respekt ab, wenn auch nicht immer Zustimmung. Das erreicht die unerschütterliche Ablehnung, eine unangebrachte Position einzunehmen, selbst wenn diese auch populärer sein mag.</p>
<p><strong> Es ist das Kennzeichen von etwas, das schlicht mit Integrität       bezeichnet wird.<br />
</strong> _______<br />
Dieser Artikel wurde erstellt nach einem Gespräch, das stattfand auf dem Jahrestreffen der Gesellschaft für Klinische Studien in Portland, Oregon im Mai 2005. Die Übersetzung ins Deutsche wurde im Januar 2007 angefertigt.</p>
<p><a id="Musa" name="Musa"></a><span><strong>Über   Musa Mayer: </strong></span><br />
<strong>Interessenkonflikte:</strong> Die Autorin erklärt, dass keine       Interessenkonflikte existieren.</p>
<p>Musa Mayer engagiert sich, seitdem sie 1989 selbst an Brustkrebs &#8211; im Stadium II &#8211; erkrankt ist. Ihr besonderer Schwerpunkt: Sie gibt den Patientinnen Unterstützung, die mit der metastasierten Erkrankung leben müssen und hilft, gute Behandlungsentscheidungen zu treffen. Musa Mayer arbeitet mit der FDA, der National Breast Cancer Coalition (einem Zusammenschluss von über 100 Mitgliedsorganisationen und über 10.000 Mitgliedern), dem <a href="http://www.iom.edu/" target="_blank">Institute of Medicine</a> und anderen Organisationen zusammen. SIe hat eine eigene Website unter: <a href="http://www.advancedbc.org/" target="_blank">http://www.advancedbc.org</a></p>
<p><strong>Originalartikel:</strong> Mayer M (2005) <a href="http://medicine.plosjournals.org/archive/1549-1676/2/11/pdf/10.1371_journal.pmed.0020358-S.pdf" target="_blank">When   Clinical Trials Are Compromised: A Perspective from a Patient Advocate</a>.   PLoS Med 2(11): e358 doi:10.1371/journal.pmed.0020358, veröffentlicht   am 18. Oktober 2005. Dieser Artikel ist ebenfalls &#8211; leicht geändert &#8211;   erschienen in Cancerworld,   2006, March/April. Dieser Übersetzung liegt der Text aus PLoS zugrunde.   Copyright: © 2005 Musa Mayer.</p>
<p><strong><br />
Abkürzungen/Worterklärungen:</strong></p>
<p><em>klinische Versuche<br />
</em>In den vergangenen Jahren hat sich bei uns der Begriff &#8220;klinische Studie&#8221; sehr stark durchgesetzt, während im anglo-amerikanischen Sprachraum weiterhin von &#8220;clinical trials&#8221; also klinischen Versuchen gesprochen wird. Der Begriff &#8220;Studie&#8221; kann verschleiern, dass es sich Therapien im Versuchsstadium handelt. Die Behandlung innerhalb von klinischen Versuchen wird auch bei uns zunehmend marketing-orientiert propagiert. Wie von Musa Mayer sehr gut beschrieben, sind klinische Versuche wichtig für die Weiterentwicklungen in unserer Medizin. Dennoch sollte durchaus mit dem Begriff &#8220;Versuch&#8221; deutlich gesagt werden, worum es geht. <em></em></p>
<p><em><a id="eb" name="eb"></a>evidenzbasiert<br />
</em>&#8220;Evidenzbasierte Medizin (EbM, v. engl. evidence „Beweis, Nachweis,   Hinweis“; die korrekte Übersetzung wäre &#8220;Beweisgestützte   Heilkunde&#8221; &#8211; siehe auch unter Evidenz) zielt darauf, patientenorientierten   Entscheidungen in der Medizin eine wissenschaftlichere Grundlage zu geben,   als dies oft der Fall ist.<br />
Der Begriff evidence-based medicine wurde Anfang der 1990er Jahre von Gordon Guyatt aus der Gruppe um David Sackett an der McMaster University, Hamilton, Kanada, geprägt.&#8221; (Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evidenzbasierte_Medizin" target="_blank">Wikipedia</a>)</p>
<p><em>FDA</em><br />
Food and Drug Administration, die Amerikanische Arzneimittelzulassungbehörde, <a href="http://www.fda.gov/" target="_blank">http://www.fda.gov</a><br />
Die Aufgabe der FDA wird bei uns in Deutschland von verschiedenen Stellen wahrgenommen. Wichtig in diesem Zusammenhang sind das Bundesinstitut für Arneimitteln und Medizinprodukte (BfArM) <a href="http://www.bfarm.de/" target="_blank">http://www.bfarm.de</a>, das jedoch zukünftig voraussichtlich per Gesetz als Anstalt des öffentlichen Rechts zur &#8220;Deutsche Arzneimittel- und Medizinprodukteagentur“ (DAMA) werden soll, sowie u.U. auch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQwiG) <a href="http://www.iqwig.de/" target="_blank">http://www.iqwig.de</a> und der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) <a href="http://www.g-ba.de/" target="_blank">http://www.g-ba.de</a></p>
<p><em>NBCC<br />
</em>National Breast Cancer Coalition, größter Zusammenschluss von   Brustkrebsorganisationen in den USA:  <a href="http://www.natlbcc.org/" target="_blank">http://www.natlbcc.org</a></p>
<p><em>Surrogat-Endpunkt<br />
</em>Ein Surrogat-Endpunkt im Zusammenhang mit klinischen Studien ist ein     Meßwert, der sozusagen &#8220;ersatzweise&#8221; festgelegt wird. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Surrogatmarker" target="_blank">Beispiel     aus Wikipedia:</a> &#8220;Die Messung des Blutfettwertes in einer klinischen     Studie über fettsenkende Medikamente, anstelle der Überlebensrate.     Das eigentliche Ziel von Lipidsenkern ist die Verlängerung des Lebens,     nicht nur die dazu beitragende Senkung des Lipidspiegels.&#8221;</p>
<p><strong>Quellenangaben:<br />
</strong> <a id="1" name="1"></a>1. Mayer M (2003) From access to evidence:       An advocate&#8217;s journey. J Clin Oncol 21:3881–3884. <a href="http://www.jco.org/cgi/reprint/21/20/3881" target="_blank">http://www.jco.org/cgi/reprint/21/20/3881<br />
</a><br />
<a id="2" name="2"></a>2. Bezwoda WR (1999) Randomised, controlled trial       of high dose chemotherapy (HD-CNVp) versus standard dose (CAF) chemotherapy       for high risk, surgically treated, primary breast cancer. P Am Soc Clin       Oncol 18:2.</p>
<p><a id="3" name="3"></a>3. Bezwoda WR (1999) Randomised controlled trial of     high dose chemotherapy (HD-CNVp) versus standard dose (CAF) chemotherapy     for high risk, surgically treated, primary breast cancer. Eur J Cancer 35:230.</p>
<p><a id="4" name="4"></a>4. Mayer A, Earl H (2001) Whither high- dose chemotherapy         in breast cancer? Breast Cancer Res 3:8–10. <a href="http://www.pubmedcentral.nih.gov/articlerender.fcgi?artid=138669" target="_blank">http://www.pubmedcentral.nih.gov/articlerender.fcgi?artid=138669</a>.</p>
<p><a id="5" name="5"></a>5. Weiss RB, Rifkin RM, Stewart FM, Theriault             RL, Williams LA, et al. (2000) High-dose chemotherapy for high-risk             primary breast cancer: An on-site review of the Bezwoda study. Lancet             355:999–1003. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=10768448&amp;dopt=Abstract" target="_blank"> http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_<br />
uids=10768448&amp;dopt=Abstract</a></p>
<p><a id="6" name="6"></a>6. [Anonymous]. (2002 September 24) FDA to patients: Drop dead. Wall Street Journal: A18.</p>
<p><a id="7" name="7"></a>7. AstraZeneca International. (2002) FDA advisory committee   votes in favour of accelerated approval of AstraZeneca&#8217;s Iressa (ZD1839) for   advanced non-small cell lung cancer. London: AstraZeneca International.<br />
<a href="http://www.astrazeneca.com/pressrelease/450.aspx" target="_blank">http://www.astrazeneca.com/pressrelease/450.aspx</a></p>
<p><a id="8" name="8"></a>8. United States Food and Drug Administration Oncologic     Drugs Advisory Committee. (2002) Briefing information NDA 21-399 Iressa (gefitinib).     Rockville (Maryland): United States Food and Drug Administration Oncologic     Drugs Advisory Committee. <a href="http://www.fda.gov/ohrms/dockets/ac/02/briefing/3894b1.htm" target="_blank">http://www.fda.gov/ohrms/dockets/ac/02/briefing/3894b1.htm</a></p>
<p><a id="9" name="9"></a>9. Cohen MH, Williams GA, Sridhara R, Chen G, Pazdur       R (2003) FDA drug approval summary: Gefitinib (ZD1839) (Iressa) tablets.       Oncologist 8:303–306.<br />
<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=12897327&amp;dopt=Abstract" target="_blank">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_<br />
uids=12897327&amp;dopt=Abstract<br />
</a><br />
<a id="10" name="10"></a>10. Giaccone G, Herbst RS, Manegold C, Scagliotti             G, Rosell R, et al. (2004) Gefitinib in combination with gemcitabine             and cisplatin in advanced non-small-cell lung cancer: A phase III             trial—INTACT 1. J Clin Oncol 22:777–784. <a href="http://www.jco.org/cgi/reprint/22/5/777" target="_blank">http://www.jco.org/cgi/reprint/22/5/777<br />
</a><br />
<a id="10" name="10"></a>11. Herbst RS, Giaccone G, Schiller JH,             Natale RB, Miller V (2004) Gefitinib in combination with paclitaxel             and carboplatin in advanced non-small-cell lung cancer: A phase III             trial—INTACT 2. J Clin Oncol 2004 22:785–794.  <a href="http://www.jco.org/cgi/reprint/22/5/785" target="_blank">http://www.jco.org/cgi/reprint/22/5/785</a></p>
<p><a id="12" name="12"></a>12. AstraZeneca International. (2004) Gefitinib             (Iressa) lung cancer ISEL trial shows no overall survival advantage             in a highly refractory population. London: AstraZeneca International. <a href="http://www.astrazeneca.com/pressrelease/4245.aspx" target="_blank">http://www.astrazeneca.com/pressrelease/4245.aspx</a></p>
<p><a id="13" name="13"></a>13. United States Food and Drug Administration.             (2005) Alert for healthcare professionals. Gefitinib (marketed as             Iressa). Rockville (Maryland): United States Food and Drug Administration.  <a href="http://www.fda.gov/cder/drug/InfoSheets/HCP/gefitinibHCP.pdf" target="_blank">http://www.fda.gov/cder/drug/InfoSheets/HCP/gefitinibHCP.pdf</a></p>
<p><a id="14" name="14"></a>14. United States Food and Drug Administration.             (2005) Questions and answers on Iressa (gefitinib). Rockville (Maryland):             United States Food and Drug Administration.<br />
<img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="8" /> <a href="http://www.fda.gov/cder/drug/infopage/iressa/iressaQ&amp;A2005.htm" target="_blank">http://www.fda.gov/cder/drug/infopage/iressa/iressaQ&amp;A2005.htm</a></p>
<p><a id="15" name="15"></a>15. Thatcher N, Chang A, Parikh P, Pemberton             K, Archer V (2005) Results of a phase III placebo-controlled study             (ISEL) of gefitinib (IRESSA) plus best supportive care (BSC) in patients             with advanced non-small-cell lung cancer (NSCLC) who had received             1 or 2 prior chemotherapy regimens [abstract]. 96th Annual Meeting             of American Association of Cancer Research; 2005 April 16–April 20;             Anaheim (California), United States of America. American Association             of Cancer Research. Abstract No. LB-6.</p>
<p><a id="16" name="16"></a>16. Lynch TJ, Bell DW, Sordella R, Gurubhagavatula             S, Okimoto RA, et al. (2004) Activating mutations in the epidermal             growth factor receptor underlying responsiveness of non-small-cell             lung cancer to gefitinib. N Engl J Med 350:2129–2139.<br />
<a href="http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/350/21/2129" target="_blank">http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/350/21/2129<br />
</a><br />
<a id="17" name="17"></a>17. Paez JG, Janne PA, Lee JC, Tracy S,             Greulich H, et al. (2004) EGFR mutations in lung cancer: Correlation             with clinical response to gefitinib therapy. Science 304:1497–1500.<br />
<a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/304/5676/1497" target="_blank">http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/304/5676/1497<br />
</a></p>
<p><a id="18" name="18"></a>18. Pao W, Miller V, Zakowski M, Doherty             J, Politi K, et al. (2004) EGF receptor gene mutations are common             in lung cancers from “never smokers” and are associated with sensitivity             of tumors to gefitinib and erlotinib. Proc Natl Acad Sci U S A 101:13306–13311.<br />
<a href="http://www.pnas.org/cgi/reprint/101/36/13306" target="_blank">http://www.pnas.org/cgi/reprint/101/36/13306<br />
</a><br />
<a id="19" name="19"></a>19. Fisher B, Costantino JP, Wickerham DL,             Redmond CK, Kavanah M, et al. (1998) Tamoxifen for prevention of             breast cancer: Report of the National Surgical Adjuvant Breast and             Bowel Project P-1 Study. J Natl Cancer Inst 90:1371–1388. <a href="http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/reprint/90/18/1371" target="_blank">http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/reprint/90/18/1371</a></p>
<p><a id="20" name="20"></a>20. Goss PE, Ingle JN, Martino S, Robert             NJ, Muss HB, et al. (2003) A randomized trial of letrozole in postmenopausal             women after five years of tamoxifen therapy for early-stage breast             cancer. N Engl J Med 349:1793–1802.<a href="http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/349/19/1793" target="_blank"><br />
http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/349/19/1793</a></p>
<p><a id="21" name="21"></a>21. Burstein HJ (2005) Improving breast             cancer outcomes with targeted therapy in the adjuvant setting. 41st             American Society of Clinical Oncology Annual Meeting; 2005 13 May–17             May; Orlando, United States of America. American Society of Clinical             Oncology.<br />
<a href="http://www.medscape.com/viewarticle/506534" target="_blank">http://www.medscape.com/viewarticle/506534</a> (Registrierung             erforderlich).</p>
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		<title>EthikLinks</title>
		<link>http://www.bcaction.de/ethics/ethiklinks/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Dec 2006 20:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[übersicht]]></category>
		<category><![CDATA[Linksammlung]]></category>

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		<description><![CDATA[

Biowissenschaften

Bioethik-Konvention 	          des Europarates: Interessengemeinschaft kritische Bioethik Deutschland


 Gut sortierte Linkliste: Konventionstexte,   Kommentare, Forschung am humanbiologischen Material u.a.


DRZE   &#8211; Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften


Bioskop   &#8211; Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien e.V.


Dossier   Biobanken (Bioskop [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div>
<h3>Biowissenschaften</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.bioethik-konvention.de/" target="_blank">Bioethik-Konvention 	          des Europarates</a>: Interessengemeinschaft kritische Bioethik Deutschland</li>
</ul>
<ul>
<li> Gut sortierte Linkliste: <a href="http://www.bioethik-konvention.de/bioethik-konvention_texte_und_zusatzprotokolle.html" target="_blank">Konventionstexte,   Kommentare, Forschung am humanbiologischen Material</a> u.a.</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.drze.de/" target="_blank">DRZE   &#8211; Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.bioskop-forum.de/" target="_blank">Bioskop   &#8211; Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien e.V.</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.bioskop-forum.de/themen/biobanken/bb_start.html" target="_blank">Dossier   Biobanken</a> (Bioskop e.V. gefördert durch die Stiftung Bridge)</li>
</ul>
<ul>
<li> <a href="http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gen-ethisches-netzwerk-fuer-verantwortung-wissenschaft-und-forschung" target="_blank">Genethisches   Netzwerk e.V.</a> &#8211; für Verantwortung in Wissenschaft und Forschung</li>
</ul>
<h3>Medizinethik</h3>
<ul>
<li><a href="../../04ethik/03_1_nuernberger_kodex_1947.htm" target="_blank">&#8220;Nürnberger Ärztekodex&#8221; </a> in 	        der Fassung von 1947</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.zme-bochum.de/" target="_blank">Zentrum             für medizinische Ethik e.V.</a> an             der Ruhr-Uni Bochum</li>
</ul>
<ul>
<li> <a href="http://opac.zbmed.de/ethik.html" target="_blank">Ethik           der Medizin</a><span> </span>:           Linksammlung der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin</li>
</ul>
<h3>Sterbehilfe-Debatte</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.uni-heidelberg.de/institute/fak5/igm/g47/baueriir.pdf" target="_blank">Autonomie 	          am Lebensende: Realität, Ideal, Illusion?</a> Prof. Axel W. Bauer.</li>
</ul>
<ul>
<li> Weiterlesen im Ethik-Teil &#8230; über <a href="../../04ethik/04_euthanasie.htm">unsere &#8211; bisher sehr kleine &#8211; Arbeit zur Sterbehilfe</a></li>
</ul>
<ul>
<li> <a href="http://www.bioskop-forum.de/dokumentationen/ungeregelter-Tod/u-tod_start.htm" target="_blank">(Un)geregelter     Tod. Über &#8220;Sterbewünsche&#8221; und &#8220;Sterbehilfe&#8221; im     Schatten der Gesundheitsökonomie</a> (Bioskop e.V.)</li>
</ul>
<h3>Pharmazie</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.vdpp.de/" target="_blank">Verein 	      demokratischer Pharmazeuten und Pharmazeutinnen (VDPP)</a> : Die andere 	      Pharmazie</li>
</ul>
<h3>Linksammlung</h3>
<ul>
<li><a href="http://delicious.com/conflicts" target="_blank">Linksammlung Interessenkonflikte </a></li>
</ul>
</div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ärzte &#8211; Im Einsatz verschollen&#8221; (MIA Doctors)</title>
		<link>http://www.bcaction.de/ethics/im-einsatz-verschollen/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/ethics/im-einsatz-verschollen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Dec 2006 17:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[und mehr ...]]></category>
		<category><![CDATA[AerztInnen]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/ethics/?p=72</guid>
		<description><![CDATA[von Jeanne Sather, aus dem Amerikanischen übersetzt von Beate Schmidt 
&#62;&#62; Text als pdf
Ich nenne sie &#8220;im Einsatz verschollene Ärzte&#8220;  ["Missing in Action", 1.] &#8211; Ärzte, die im Einsatz verloren gehen, während ihre Patienten sterben.
KrebspatientInnen erwarten von ihrem Arzt, der sie über die ganze           [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span><span>von Jeanne Sather, aus dem Amerikanischen übersetzt von Beate Schmidt </span></span></em><span><br />
</span>&gt;&gt; <a href="http://www.bcaction.de/pdf/04ethik/sterbehilfe_sather.pdf" target="_blank">Text als pdf</a></p>
<p>Ich nenne sie &#8220;<strong>im Einsatz verschollene Ärzte</strong>&#8220;<a href="http://www.bcaction.de/ethics/im-einsatz-verschollen/#1"> <img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> ["Missing in Action", 1.]</a> &#8211; Ärzte, die im Einsatz verloren gehen, während ihre Patienten sterben.</p>
<p>KrebspatientInnen erwarten von ihrem Arzt, der sie über die ganze           Zeit der Erkrankung behandelt hat, nicht, dass er sich umdreht und           weggeht, sobald sie unheilbar krank sind. Aber das ist es, was öfter           passiert als umgekehrt. Der Arzt wird sie bei einem Hospiz zur Palliativversorgung           los oder schickt sie zum Sterben nach Hause, und fertig: Diese sterbenden           PatientInnen hören oder sehen ihren Arzt nie wieder. Während           ihres letzten Termins sagen Onkologen oft nicht einmal auf Wiedersehen           oder geben zu, dass sie die PatientInnen nicht wiedersehen werden.</p>
<p>Als meine Freundin Surain af Sandeberg im Frühjahr 2002 <a href="http://www.bcaction.de/ethics/im-einsatz-verschollen/#2">[2]</a> an   Krebs starb, erzählte mir ihr Ehemann Robert, wie betrübt er war,   dass sie von Surains Ärztin seit ihrem letzten Termin nichts gehört   hatten.</p>
<p>Surain hatte metastasierten Brustkrebs. Ende 2001 entdeckte ihre Ärztin,   dass sich der Krebs in ihr Gehirn ausgebreitet hatte, und sie bekam eine Strahlentherapie   ihres Kopfes. Dann wurde in ihrer oberen Wirbelsäule Krebs gefunden, und   im Januar 2002 sagte Surains Ärztin zu ihr, dass es unwahrscheinlich sei,   dass weitere Behandlung helfen würde.</p>
<p>Surain ging nach Haus in ihr Hausboot auf Seattles Lake Union, wo sie mit Robert   seit 1994 lebte, und eine Gruppe von Freunden half Robert, während ihrer   verbleibenden Lebensmonate für sie zu sorgen. Aber während dieser   Zeit, und sogar zur Zeit von Surains Tod im März, hat ihre Ärztin   weder sie noch ihren Ehemann ein einziges Mal kontaktiert. Sie rief niemals   an; sie schickte nie ein kleines Zettelchen.</p>
<p>&#8220;Es ist definitiv wahr, dass [die Ärztin] vollständig verschwand, nachdem sie uns gesagt hatte, dass Surain nur noch ein oder zwei Monate zu leben hatte&#8221;, sagt Rain Robert af Sandeberg (der seitdem den Spitznamen seiner Frau dem seinen hinzugefügt hat). &#8220;Surain und ich waren davon überrascht &#8211; ich könnte auch sagen, ein bisschen bestürzt.&#8221;</p>
<p>&#8220;Surain mochte ihre Ärztin sehr. Sie war eine berühmte Ärztin, schien Surains Fall sogar Vorrang zu geben, und sie gab ihr schnell termine, wenn es in ihrem vollen Terminkalender möglich war.&#8221;</p>
<p>Ich war eine von denen die halfen, Surain am Ende ihres Lebens zu pflegen,   und ich war schockiert, als Robert mir erzählte, dass Surains Ärztin &#8220;MIA&#8221; &#8211;   Missing in Action &#8211; im Einsatz verschollen war. Zu der Zeit hatte ich keine   Vorstellung, dass dieses bei den meisten Onkologen Standard ist. Sobald sie   fühlen, dass sie für die PatientInnen medizinisch nichts mehr tun   können, werden sie sie bei einem Hospiz, Sozialarbeiter oder Pastor los   oder schicken sie einfach zum Sterben nach Hause.</p>
<p>Seitdem habe ich eine ganze Anzahl ähnlicher Geschichten gehört,   und jedes Mal, wenn ich eine höre, wächst meine Empörung. Diese   sterbenden PatientInnen bitten nicht um viel: einen Anruf, eine Chance, auf   Wiedersehen und danke zu sagen, ein bisschen Anerkennung für die Beziehung,   die sie mit ihrem Arzt hatten.</p>
<p><a id="1" name="1"></a><span><strong>[1]</strong></span> Anm.             d. Übers.: Im Einsatz verschollen, im Amerikanischen &#8220;MIA&#8221; =             Missing In Action. MIA stammt aus der Militärsprache und bedeutet             &#8211; verschollen bzw. vermisst im (Kriegs-)Einsatz<br />
<a id="2" name="2"></a><span><strong>[2]</strong></span> Anm.         d. Übers.: Surain starb am Abend des 8. März 2002</p>
<h3><strong>Weiterlesen: </strong></h3>
<p><strong><a href="http://www.assertivepatient.com/2006/09/cancer_soapbox_.html" target="_blank"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> Jeanne             Sathers Beitrag vom 05.09.2006 im Original lesen &#8230;</a></strong><br />
Jeanne Sathers Blog: The Assertive Cancer Patient (Die selbstbewusste Krebspatientin)<strong></strong></p>
<p><strong>Interview mit Jeanne Sather: </strong><a href="http://seattletimes.nwsource.com/html/localnews/2002280434_goodbye19m.html" target="_blank"><br />
<img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> </a> <strong><a href="http://seattletimes.nwsource.com/html/localnews/2002280434_goodbye19m.html" target="_blank">„Discovering   the power of goodbye“</a> </strong>über einen Onkologen in Seattle, der   versucht, die beschriebene Situation zu verändern. Bericht aus der Seattle   Times vom 19. Mai 2005 mit Jeanne Sather im Interview. (Text nur Englisch)</p>
<p><strong><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://afsandeberg.com/1/Surain-pictures/English/automate_English.htm" target="_blank"> Bilder             von Surain </a></strong></p>
<p><strong>Dank</strong> geht an Jeanne Sather, Seattle, USA, für die         freundliche Genehmigung zur Übersetzung und Veröffentlichung         an dieser Stelle. Das © Copyright liegt bei Jeanne Sather.</p>
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<div><span><span style="color: #626262;"><strong><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> </strong><a href="../../04ethik/04_euthanasie.htm">Zurück                     zur Übersicht/Sterbehilfedebatte </a><br />
<img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /> <a href="http://www.bcaction.de/ethics/tag/sterbehilfe-debatte/" target="_blank">Sterbehilfedebatte in unserem infoblog!</p>
<p></a></span></span></div>
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		<title>Klinische Studien &#8211; Der Nürnberger Kodex</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Dec 2006 17:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[anfänge]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[grundsätzliches]]></category>
		<category><![CDATA[Klinische Studien]]></category>

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Dieser Kodex wurde als Leitlinie zur Forschung am Menschen aufgestellt, weil sich durch die Menschenversuche im Nationalsozialismus gezeigt hat, dass eine solche Leitlinie unverzichtbar ist. Der Kodex ist die &#8220;Grundlage für die Selbstverpflichtung von Wissenschaftlern zur Einhaltung forschungsethischer Normen&#8221;. Warum steht dieser &#8220;Kodex&#8221; hier? Frauen mit Brustkrebs nehmen an klinischen Studien teil. Sie sind [...]]]></description>
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<p>Dieser Kodex wurde als Leitlinie zur Forschung am Menschen aufgestellt, weil sich durch die Menschenversuche im Nationalsozialismus gezeigt hat, dass eine solche Leitlinie unverzichtbar ist. Der Kodex ist die &#8220;Grundlage für die Selbstverpflichtung von Wissenschaftlern zur Einhaltung forschungsethischer Normen&#8221;. Warum steht dieser &#8220;Kodex&#8221; hier? Frauen mit Brustkrebs nehmen an klinischen Studien teil. Sie sind auch Teilnehmerinnen in Anwendungsbeobachtungen, wahrscheinlich auch unwissentlich,  da alle neueren Brustkrebsmedikamente in den letzten Jahren auch auf diese Weise verordnet worden sind.</p>
<h3>Fassung vom 20.08.1947</h3>
<p>1. Die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich.         Das heißt, dass der Betreffende die gesetzmäßige Fähigkeit         haben muss, seine Einwilligung zu geben; in der Lage sein muss, eine         freie Entscheidung zu treffen, unbeeinflußt durch Gewalt, Betrug,         List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Beeinflussung         oder des Zwanges; und genügend Kenntnis von und Einsicht in die         Bestandteile des betreffenden Gebietes haben muss, um eine verständnisvolle         und aufgeklärte Entscheidung treffen zu können. Diese letzte         Bedingung machte es notwendig, dass der Versuchsperson vor der Annahme         ihrer bejahenden Entscheidung das Wesen, die Länge und der Zweck         des Versuches klargemacht werden; sowie die Methode und die Mittel, welche         angewendet werden sollen, alle Unannehmlichkeiten und Gefahren, welche         mit Fug zu erwarten sind, und die Folgen für ihre Gesundheit oder         ihre Person, welche sich aus der Teilnahme ergeben mögen.Die Pflicht und Verantwortlichkeit, den Wert der Zustimmung festzustellen, obliegt jedem, der den Versuch anordnet, leitet oder ihn durchführt. Dies sind persönliche Pflichten und persönliche Verantwortungen, welche nicht ungestraft auf andere übertragen werden können.</p>
<p>2. Der Versuch muss derart sein, dass fruchtbare Ergebnisse für           das Wohl der Gesellschaft zu erwarten sind, welche nicht durch andere           Forschungsmittel oder Methoden zu erlangen sind und welche ihrem Wesen           nach nicht willkürlich und unnötig sind.</p>
<p>3. Der Versuch ist so zu planen und auf Ergebnissen von Tierversuchen und einer   Kenntnis des Wesens der Krankheit oder des sonstigen Problems aufzubauen, dass   die vermutlichen Ergebnisse die Ausführung des Versuchs rechtfertigen   werden.</p>
<p>4. Der Versuch ist so durchzuführen, dass alle unnötigen körperlichen           und geistigen Leiden und Verletzungen vermieden werden.</p>
<p>5. Kein Versuch darf durchgeführt werden, wenn a priori ein Grund           besteht für die Annahme, dass der Tod oder ein dauernder, körperlicher           Schaden eintreten wird, mit der Ausnahme vielleicht jener Versuche,           bei welchen Versuchsleiter gleichzeitig als Versuchsperson dienen.</p>
<p>6. Das Gefahrenmoment darf niemals die Grenzen überschreiten, welche           sich aus der humanitären Bedeutung des zu lösenden Problems           ergeben.</p>
<p>7. Angemessene Vorbereitungen sind zu machen und ausreichende Vorkehrungen zu   treffen, um die Versuchspersonen gegen selbst die geringste Möglichkeit   der Verletzung, der bleibenden gesundheitlichen Schädigungen oder des   Todes zu schützen.</p>
<p>8. Der Versuch darf nur von wissenschaftlich geschulten Personen durchgeführt   werden. Die größte Geschicklichkeit und die größte Vorsicht   müssen in allen Stufen des Versuches von denjenigen angewandt werden,   die den Versuch leiten oder durchführen.</p>
<p>9. Während des Versuches muss der Versuchsperson freigestellt bleiben, den   Versuch zu beenden, wenn sie körperlich oder geistig den Punkt erreicht   hat, an dem ihr seine Fortsetzung unmöglich erscheint.</p>
<p>10. Im Verlauf des Versuchs muss der Versuchsleiter jederzeit bereit bleiben, den   Versuch einzustellen, wenn er bei Anwendung des von ihm geforderten guten Glaubens,   besonderer Geschicklichkeit und Sorgfalt des Urteils Grund hat anzunehmen,   dass eine Fortsetzung des Versuches eine Verletzung, eine bleibende gesundheitliche   Schädigung oder den Tod der Versuchsperson herbeiführen könnte.</p>
<h3><strong> Quelle</strong></h3>
<p>Mitscherlich, A.; Mielke, F. [Hrsg.]:                Medizin ohne Menschlichkeit. Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses.                Frankfurt a.M. 1978, S. 273f.</p>
<h3><strong>Weiterlesen</strong></h3>
<p><a href="http://www.cochrane.de/de/studienregistrierung.htm" target="_blank"><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span> Aktuelles             zur Studienregistrierung des Deutschen Cochrane-Zentrums<br />
</a><br />
<a href="http://www.bukopharma.de/Pharma-Brief/PB-Archiv/2005/2005_02_spezial.pdf" target="_blank"><span style="color: #5b5b5b;"><img src="../../images/rechtshellbau.jpg" alt="" width="9" height="9" /></span> Arzneimittelforschung:             Wissenschaft im öffentlichen Interesse?</a><br />
Ein Buko Pharmabrief spezial 12/2005</p>
<p>Stichwort: Nürnberger Ärztekodex</p></div>
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