Wer bewegt die Selbsthilfe: Vereinnahmung, Ökonomisierung, Privatisierung

„Wer bewegt die Selbsthilfe? Vereinnahmung, Ökonomisierung, Privatisierung“ fasst zwei Arbeiten der irischen Soziologin Orla O’Donovan zusammen und ist der dritte Teil unserer Reihe Alternativen, in der bereits „Ein anderes Rezept“ von Anne Rochon Ford aus Kanada und „Eine alte Geschichte“ über die amerikanische Brustkrebsaktivistin Rose Kushner erschienen ist. Auch in diesen Arbeiten geht es um Trends in Gesundheitsorganisationen und Selbsthilfe und ihre gesellschaftlichen Ausrichtungen wie etwa dem Trend zur Privatisierung von Selbsthilfe und ihre finanzielle Ankoppelung an Industrieunternehmen.

Download: Wer bewegt die Selbsthilfe: Vereinnahmung, Ökonomisierung, Privatisierung (pdf) von Orla O’Donovan. Zum online Lesen einfach auf das nachfolgende Dokument clicken …

Wir danken Orla O’Donovan für die freundliche Genehmigung der Übersetzung und die Möglichkeit der Bereitstellung. Und besonderes danken wir Uta Wagenmann für die Übersetzung ins Deutsche.

Mehr von und über Orla O’Donovan

Orla O’Donovan arbeitet an Fragen zu Demokratie, Wissenschaft und Gemeinwohlorientierung. Ein großer Teil ihrer aktuellen Forschungsarbeiten basiert auf der Untersuchung von Patientenorganisationen und der Produktion von Wissen, Normen und Erwartungen zum Thema Gesundheit und Gesundheitswesen. Im Jahr 2009 begann Orla O’Donovan gemeinsam mit anderen WissenschaftlerInnen die Arbeit an dem europäischen Forschungsprojekt EPOKS (European Patients‘ Organisations in Knowledge Society) Sie ist Mitglied des Vorstandes von Health Action International Europe, einem unabhängigen Netzwerk zu pharmazeutische Fragen in Europa. Außerdem lehrt sie an der Universität von Cork in Irland.

Buchveröffentlichung: „Power, politics and pharmaceuticals ; drug regulation in Ireland in the global context“ von Orla O’Donovan and Kathy Glavanis-Grantham (eds.) Cork, Ireland : Cork University Press, 2008. ISBN 9781859184196. Eine deutschsprachige Übersetzung fehlt bisher.

Aus dem Inhalt

Teil I

Globalisierung, Macht und Wissenschaftspolitik: Wo ist Macht – Widerständig sein, Pharmaindustrie und WHO, das TRIPS-Abkommen: Geistiges Eigentum, globale Führung und Gesundheit, Verzerrungen und Wissenschaft bei der Generierung von Wissen

Teil II – Beispiel Irland

Entwicklung gesetzlicher Regelungen für die Pharmaindustrie im Wettbewerb – auch als Profit bekannt – in Irland, Allianz für den Fortschritt oder Unheilige Allianz: Die transnationale Pharmaindustrie, der Staat und die Universität von Irland, Ausgaben für Medikamente in Irland: Erklärungen gegenwärtiger Trends, Die medizinische Profession und die pharmazeutische Industrie- verflochten, verwickelt oder verstrickt? Die Dominanz medikamentenbasierter Ansätze in der Gesundheitsversorgung psychischer Erkrankungen in Irland: Persönliche Abrechnung eines Allgemeinarztes, der Psychotherapeut wurde

Teil III

Kontroverse und Veränderungen: Arzneimittelrecht in Kanada, Großbritannien und Australien mit drei Einzelbeispielen.

Das Buch wird ergänzt mit einem kleinen Glossar und einer sorgsam recherchierten kleinen Bibliographie (S. 237 – 253). Ein adäquates Buch, dass den Stand in Deutschland betrachtet, fehlt. Für die USA hat Marcia Angell mit ihrem Buch The Truth about the Drug Companies einen Überblick veröffentlicht. Zur Rezension für die deutschsprachige Auflage

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Alternative 1:  Ein anderes Rezept: Fundraising und Ethik in Frauengesundheitsorganisationen nach einer Arbeit von Anne Rochon-Ford

Alternativen 2: Auf den Spuren von Rose Kushner: Brustkrebs, Lobby, Industrie, Therapie

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... sind eine kleine unabhängige Gemeinschaft von Frauen, die sich im Kontext Brustkrebs engagieren. Wir wollen die bestmögliche Behandlung für alle, die von dieser schweren Erkrankung betroffen sind. Wir wollen aber auch, dass die Forschung über die Ursachen von Brustkrebs und über die Möglichkeiten der Primärprävention endlich grundlegend verbessert werden.

Wir sind ein kreatives, privat finanziertes Low-Budget-Projekt, das grundsätzlich jegliche Finanzierung im Interessenkonflikt ablehnt und insbesondere keine Pharmagelder annimmt. Lesen Sie dazu unsere Leitlinie, entsprechend der Richtlinie zur Einwerbung von Drittmitteln von Breast Cancer Action.

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