Ungeschminkt – Die schmutzige Welt der Kosmetik

Im Dezember 2011 und Januar 2012 zeigten verschiedene TV-Kanäle den Filmbeitrag “Ungeschminkt – Die schmutzige Welt der Kosmetik” von Inge Altemeier und Steffen Weber. Die Reportage nimmt auf dem deutschen Markt befindliche Kosmetika – darunter auch solche, die mit Qualitätssiegeln und Kaufanreizen wie “bio” und “test” ausgezeichnet sind – genauer unter die Lupe.

Die Versprechen der Kosmetikindustrie

Die Kosmetikindustrie verspricht Schönheit, doch von den Risiken ihrer Produkte spricht sie nicht. Ob Creme, Bodylotion, Duschgel oder Düfte, viele der Produkte bergen gesundheitliche Risiken, von denen die meisten Frauen sich überhaupt keine Vorstellung machen. Das Verständnis dafür fehlt weitgehend. Krebs auslösende und gesundheitsgefährdende Kosmetikprodukte werden heutzutage selbst von kleinen Mädchen spielerisch und arglos benutzt. Ein Spiel mit hohem Risiko.

Gefahren – auch für Mädchen

Das Milliardengeschäft mit “Schönheit”  und in diesem Fall mit Kosmetika fordert viele Opfer, sei es in Herstellungsländern wie China, wo Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Verarbeitung gesundheitsgefährdender Chemikalien oft lasch oder nicht vorhanden sind, oder hier bei den Endverbraucherinnen, die sich mangelhaft oder gar nicht informiert auf vermeintlich sichere Produkte im Handel verlassen. Gerade in Kinderkosmetik aus China werden häufig giftige Chemikalien gefunden, die Krebs und bei Mädchen den verfrühten Eintritt in die Pubertät, bei Jungen dagegen Unfruchtbarkeit fördern können, wenn sie in die Umwelt und in den menschlichen Körper gelangen. Billig verpackt in Berge von Plastik, kontaminiert mit Substanzen, die endokrine Disruptoren oder Phthalate enthalten, werden die Produkte auf den Markt gebracht. Auch Naturkosmetik enthält immer öfter nicht, was der schöne Name verspricht. Ein Konzept, das mit “Greenwashing” bezeichnet wird, macht Kasse. Doch der Schein des nach außen gehängten grünen Mäntelchens verschleiert nur Gefahren, die lebensgefährlich sind.  Die Politik ist dringend gefordert, für Abhilfe zu sorgen.

“Ungeschminkt – Die schmutzige Welt der Kosmetika”  online ansehen

Video bei WDR – Originalausstrahlung bei WDR in der Reihe die story am 12.12.2011

 

Mehr zum Thema

Eine Broschüre von AKF und WECF
Vorstellung der Broschüre Heavy Metal Hazard

Bildnachweis:

Fraser Valley Pulse & Metro Vancouver Pulse: Beauty Bar Cosmetics (CC BY NC 2.0)

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3 Kommentare zu “Ungeschminkt – Die schmutzige Welt der Kosmetik”

  1. Breast Cancer Action Germany 26. Juli 2013 at 21:56 #

    Artikel ZEIT v. 24.07.2013: KOSMETIK: Schmierige Geschäfte
    Ob Shampoo oder Bodylotion: Viele Pflegeprodukte enthalten Substanzen, die den Hormonhaushalt verändern können. Verbraucherschützer fordern ein Verbot.

    Wer sich durch das Verzeichnis der Inhaltsstoffe der Nivea Sonnenmilch quält, der wird an Stelle 25 fündig: Methylparaben heißt es dort. Hinter dem Fachbegriff verbirgt sich ein klassisches Konservierungsmittel für Kosmetika. Methylparaben tötet Bakterien und Schimmelpilze ab, die über Hautkontakt in Cremes geraten und sich darin leicht vermehren.

    Doch wohl nur die wenigsten Deutschen ahnen, dass sie sich gerade jetzt, zur Sommerzeit, einen Stoff auf die Haut schmieren, der möglicherweise langfristig ihren Hormonhaushalt durcheinanderbringen könnte. Weiterlesen unter: http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-07/kometika-chemikalien-hormone mit Notiz aus einer Reaktion des Verbraucherschutzministeriums in den Kommentaren

Trackbacks/Pingbacks

  1. Altemeier, Inge « Dokuwiki Brustkrebs - 18. Januar 2012

    […] wichtig in Bezug auf Krebsentstehung und speziell die Entstehung von Brustkrebs sind ihre Filme Ungeschminkt – Die schmutzige Welt der Kosmetik (WDR 2011), Schick aber schädlich (NDR 2010), Hauptsache Haltbar (NDR 2010), Gefahr Weichmacher […]

  2. Brustkrebs-Infoportal | Breast Cancer Action Germany - frauenorientiert - kritisch - unabhängig - 20. Januar 2012

    […] Inhaltsstoffe haben gesundheitsschädigende Wirkungen und manche können sogar Krebs auslösen. Online ansehen und mehr Info zur Doku … « infoblog!: 18.01.2011 – Regierung erwägt Konsequenzen aus […]

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