„State of the Evidence“: Die Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und Umwelt | Breast Cancer Action – Breast Cancer Fund

(Zuletzt aktualisiert: 15. November 2017)

Bildnachweis: c Janet Gray

State of the Evidence 2017

Janet Gray, Ph.D.: An update on the State of the Evidence 2017: The Connection between Breast Cancer and the Environment

State of the Evidence – Brustkrebs und Umwelt ist in der 5. Auflage erschienen

Im Jahr 2008 ist die 5. Auflage des beständig weiterentwickelten Werks „Die Beweislage – Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und Umwelt“ („State of the Evidence – The Connection between Breast Cancer and the Environment“, aktuell hrsg. von Dr. Janet Gray und der Stiftung „Breast Cancer Fund“) erschienen. Breast Cancer Fund dankt darin besonders den Wissenschaftlerinnen Kristan Aronson, Devra Lee Davis, Suzanne E. Fenton, Annie J. Sasco und Ana Soto.

Analyse von über 400 einzelnen Forschungsarbeiten

Brustkrebs und Umwelt: State of the Evidence 2008

Brustkrebs und Umwelt: State of the Evidence 2008

Diese sorgfältige Zusammenstellung des Wissenstandes ist ein „Muss“  zu Brustkrebs und Umwelt. Die neue Auflage enthält die Analyse von rund 400 wissenschaftlichen Studien über Chemikalien und radioaktive Strahlung  und die Zusammenhänge beim Anstieg der Erkrankungsraten bei Brustkrebs, sowie detaillierte Empfehlungen für Wissenschaft und Politik, einschließlich der sich daraus ergebenden Forderungen zur Vermeidung von Brustkrebs bei unseren Kindern und Enkelinnen.

Eine Studie allein trägt nur wenig zum komplexen Verständnis der Möglichkeiten von Krankheitsvermeidung bei. „State of the Evidence“ betrachtet die Ursachen und Möglichkeiten der Prävention von Brustkrebs komplexer:

  • Wo kommen wir in Kontakt mit Chemikalien oder ionisierender Strahlung?
  • Was ist wichtig im Zusammenhang mit der Verschmutzung unserer Atemluft?
  • Welche Forderungen müssen im Zusammenhang mit Kosmetik, Reinigungsmitteln, Hormonen in der Nahrung, im Umgang mit Pestiziden, im Beruf oder beim Strahlenschutz umgesetzt werden?
  • Welche Chemikalien sollten vermieden werden?

„State of the Evidence 2008“ betrachtet zugleich die Komplexität der Ursachen von Brustkrebs, Zusammenhänge im zeitlichen Ablauf, aber auch genetische Aspekte im Zusammenhang mit der Entstehung von Brustkrebs.

Drei Themenschwerpunkte

Die Dokumentation ist in drei Hauptbereiche unterteilt:

  1. Chemische Karzinogene
  2. Hormone und endokrin wirkenden Substanzen und
  3. Strahlenschutz

Die wissenschaftlichen Zusammenhänge zur Entstehung von Brustkrebs und Umweltbelastungen werden im Rahmen dieser drei Schwerpunkte betrachtet. Jede Kategorie beinhaltet eine Übersicht sowie Merkblätter zu einzelnen Chemikalien. Breast Cancer Fund stellt nicht nur die Dokumentation „State of the Evidence“ zur Verfügung, sondern auch vielfältige weitere Informationsmaterialien, die auf der Webseite abgerufen werden können, leider allerdings nur in englischer Sprache. Zusätzlich gibt es einen kurzen Leitfaden für Interessenvertreterinnen und ein Podcast mit Dr. Janet Gray und der Leiterin der Stiftung „Breast Cancer Fund“, Jeanne Rizzo.

Zu viele von uns haben persönliche Erfahrungen mit Brustkrebs, ob sie nun selbst betroffen sind oder eine erkrankte Frau kennen. „Breast Cancer Fund“ will daran arbeiten, gesundheitspolitische Verbesserungen zum Schutz vor Chemikalien in unserem täglichen Leben – z.B. auch bezüglich einer Kontamination mit Abfällen von Medikamenten – und viele weitere Verbesserungen zu erreichen.

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Webseite Breast Cancer Fund

Frühere Auflagen

State of the Evidence 2006 (4. ed., in Kooperation mit Breast Cancer Action)
State of the Evidence 2004 (3. ed., in Kooperation mit Breast Cancer Action)
State of the Evidence 2003r (hrsg. in Kooperation mit Breast Cancer Action)
State of the Evidence 2002 (hrsg. in Kooperation mit Breast Cancer Action)

Zum Anhören

Podcast zum Anhören zur Neuauflage 2008 (in englischer Sprache)

5 Kommentare
  1. […] Umwelt und Brustkrebs) Download: >>> (pdf)  State of the evidence [pdf] Bericht im >>> infoblog! (mit Bestellmöglichkeiten) Download französische Version >>> (pdf) L’état de […]

  2. […] Die Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und Umwelt: 5. Auflage der Beweislage, Stand 2008 | Breast Cancer Fund (Information, mit Link zum englischsprachigen Original) […]

  3. […] Ana Soto ist Professorin für Immunologie, integrative Physiologie & Pathobiologie und arbeitet bereits seit den 1990er Jahren mit verschiedenen Brustkrebsorganisationen zusammen. Sie verfügt u.a. über einen Studienabschluss in Biology (BS, Colegio Elizalde) und hat einen Abschluss als Ärztin (MD, University of Buenos Aires). Ana Soto berät die US-Regierung zu Fragen der öffentlichen Gesundheitspflege. Sie gehört zu den UnterzeichnerInnen der „Wingspread Erklärung zu endokrinen Disruptoren (1991)“ und unterstützt „State of the Evidence: Breast Cancer and the Environment„. […]

  4. […] der Anhörung von 2002 war sie gebeten worden, die damals noch neue Veröffentlichung „State of the evidence“, herausgegeben von der Organisation Breast Cancer Fund, heute „Breast Cancer Prevention […]

  5. […] Ana Soto ist Professorin für integrative Physiologie & Pathobiologie und arbeitet bereits seit den 1990er Jahren mit der MBCC zusammen. Sie verfügt u.a. über einen Studienabschluss in Biology (BS, Colegio Elizalde) und hat einen Abschluss als Ärztin (MD, University of Buenos Aires). Ana Soto berät die US-Regierung zu Fragen der öffentlichen Gesundheitspflege. Sie unterstützt auch die Organisation Breast Cancer Preventions Partners (früher Breast Cancer Fund) mit deren Veröffentlichung „State of the Evidence: Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und Umwelt“ […]

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