Silikonimplantate bei Brustkrebs

(Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2010)

Ist eine die Brust erhaltende Operation bei Brustkrebs nicht möglich, wird Frauen oftmals die „Wiederherstellung“ der Brust mit oder ohne Verpflanzung von Eigengewebe angeboten. Auch Implantate aus Silikon werden bei solchen Operationen zur „Rekonstruktion“ in den Körper der Frau eingesetzt. Silikonimplantate können häufig nicht dauerhaft in der Brust verbleiben, weitere Nachoperationen werden dann notwendig. Eine Reihe von Komplikationen können sich einstellen, die jedoch angesichts der Diagnose Brustkrebs zunächst unter Umständen als zweitrangig betrachtet werden. Dennoch sollten Frauen sich sehr genau informieren, bevor sie chirurgisch-rekonstruktiven Maßnahmen zustimmen, um Risiken und mögliche Folgeproblematiken besser einschätzen zu können.

Die Stiftung Warentest hat im Dezember 2003 den Artikel >>> Materialtest an Frauen (bitte auf pdf-Icon auf der Webseite der Stiftung Warentest klicken) veröffentlicht, der sich zwar grundsätzlich mit Brustimplantaten im Zusammenhang mit Brustvergrößerung befasst, Risiken und Nebenwirkungen sind beim Einsatz nach Brustkrebsoperation jedoch ggf. von noch größerer Tragweite.

Leider gibt es keine kritischen Informationen zum Einsatz von Silikon in die Brust nach Brustkrebs. Wir raten Frauen deswegen zu größter Vorsicht. Silikon in der Brust trägt mit Sicherheit nicht zur physischen Gesundheit bei und kann weitere erhebliche Gesundheitsprobleme verursachen.

Weitere Informationen:

Alternativen zu Silikon & Co:   Frauen, die sich nicht „rekonstruieren“ ließen

Zur Geschichte des Silikons: Skandalöser Normalzustand von Jan Pehrke (02/2012)

Entschließung des Europa-Parlaments zu Brustimplantaten

Silikonimplantate in der Brust: Gefährliche Kosmetik?

Silikonimplantate: Bericht zum Stand in den Vereinigten Staaten (Stand 2007)

Siliconegate (Frauenzeitschrift EMMA, 1996, trotzdem relevant)

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