No family history: Ein Film von Sabrina McCormick

Das Video wird „wegen GEMA-Rechten“ zur Zeit von youtube in Deutschland gesperrt. Download des Videoausschnitts von Sabrina McCormicks Film „No family history“ hier … [In der rechten Spalte sind verschiedene Formate zum Downloaden abgelegt.]

Ist Vermeidung unmöglich?
Oder fehlt es nur an größeren Anstrengungen bei der Ursachenforschung, um Brustkrebs wirklich effektiv verhindern zu können?

“ No family history“, der Film der Soziologin Prof. Dr. Sabrina McCormick, die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Umwelt erforscht, ist eine Dokumentation, die am 9. Dezember 2006 an der Harvard University (Cambridge, MA, USA) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und für die weitere Unterstützung gesucht wird. Die Dokumenation fand in den USA insbesondere deswegen viel Aufmerksamkeit, da der einseitige Blick von Politik, Medizin, Gesellschaft und Medien auf eine „Heilung“ der Erkrankung als mehr oder weniger einzigem Ansatz aufgehoben und einmal nicht das Thema ist, sondern weil Ursachen und Möglichkeiten der Vermeidung von Brustkrebs thematisch aufgenommen werden. Weil man Arbeiten zur Ursachenforschung, insbesondere zum Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Umwelt, bei uns vergebens sucht, sind hier Ausschnitte aus dem Film in englischer Sprache – versehen mit einigen kleinen Übersetzungshilfen zum Verständnis:

Während die Neuerkrankungsraten bei Brustkrebs weltweit beständig weiter ansteigen, wird die ernsthafte Frage nach den Ursachen weiter vernachlässigt. Frauen mit Brustkrebs könnten sich auf den Standpunkt stellen, dass sie selbst von dieser Frage nach den Ursachen gar nicht betroffen sind, denn sie haben die Erkrankung bereits. Viele von ihnen sind jedoch besorgt um ihre Töchter und Enkelinnen und möchten, dass wenigstens ihnen die Krankheit mit ihren massiven Folgen zukünftig erspart bleibt. 1964 wurde bei einer von 20 Frauen in den USA Brustkrebs diagnostiziert, im Jahr 2006 ist bereits jede 8. Frau betroffen. „Ich sehe, dass mehr und mehr junge Frauen an Brustkrebs erkranken. Und immer mehr junge Frauen sterben an Brustkrebs.“ Über 40.000 Frauen sterben in den USA  jährlich an den Folgen von Brustkrebs, Tendenz steigend …
„Brustkrebs ist eines der größten gesundheitlichen Probleme von Frauen. Das ist nicht einfach zu verändern, und auch die Therapien sind nicht einfach und schnell.“ …
Karen berichtet über ihren Lebensstil und ihre Brustkrebserkrankung, sie denkt, dass die Umweltbedingungen eine der Ursachen bei ihrer eigenen Erkrankung ist, während ihre Tochter das Wort „Mastektomie“ übt.

Mehr als 140 Chemikalien sind bereits identifiziert worden, die eine Rolle bei der Verursachung von Brustkrebs spielen. Sie sind z.B. in Kosmetika wie Handcremes, Deodorants, Nagellacken, Haarspray aber auch im Trinkwasser enthalten. Barbara Brenner von Breast Cancer Action (SF) berichtet über die Versprechungen in Bezug auf die Heilung von Brustkrebs und die Gelder, die mit diesem Versprechen gesammelt werden, weil jede/r eine Frau kennt, die erkrankt ist.
Aber niemand spricht über Vermeidung und das, was die Erkrankung verursacht. Alle befassen sich mit der Therapie der Erkrankung, aber niemand fragt, warum die Erkrankungsraten seit den 1940er Jahren so stark ansteigen, in den USA durchschnittlich um 1% pro Jahr. Erkrankte Frauen sprechen es aus: „Es ist etwas in unserer Umwelt, was Brustkrebs auslöst … “

Auch bei uns werden zur Zeit Kampagnen bei genetisch bedingtem Brustkrebs stärker und der Druck auf die Frauen nimmt zu. Man geht aber zur Zeit davon aus, dass nur rund 5% der Brustkrebserkrankungen auf genetisch bedingte Ursachen zurückgehen könnten und auch wer Genveränderungen hat, muss nicht zwangsläufig erkranken, auch wenn das Risiko tatsächlich erhöht ist. Auch bei genetischen Dispositionen muss zumindest nicht zwangsläufig Medikalisierung die Antwort sein.

„No family history“, der Film der Soziologin Prof. Dr. Sabrina McCormick, die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Umwelt erforscht, schaut auf Kontaminationen und synergistische Effekte in der Luft, die wir atmen, der Nahrung, die wir zu uns nehmen, auf das Wasser, das wir trinken und die Produkte, die wir benutzen, in der Körperpflege, in Haus und Garten.

„No family history“ von Sabrina McCormick ist inzwischen als Buch erschienen. Eine Rezension mit weiteren Inhalten ist bei uns in Vorbereitung.

Weitere Infos:

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Benutzungshinweis

Die dieser Webseite zugrunde liegenden Inhalte beleuchten Einzelaspekte aus der Perspektive von betroffenen Frauen und Frauengesundheitsbewegung. Die hier bereitgestellten Informationen sind kein Ersatz für ärztliche Beratung und Behandlung. Im Einzelfall sind Diagnose und Therapieempfehlungen immer Sache der behandelnden ÄrztInnen. Weiterlesen: Haftungsausschluss / Disclaimer

Werbung?

Diese Webseite ist werbefrei.

Akkreditierung

Diese Website ist bei der Health On the Net Foundation akkreditiert.
Wir berücksichtigen HONcode Standards. Zur Überprüfung klicken Sie bitte auf das HON-Logo. Diese Website ist seit 2007 bei der Health On the Net Foundation akkreditiert. Wir berücksichtigen HONcode-Standards. Zur Überprüfung klicken Sie bitte auf das HON-Logo.

LibraryThing

Wir …

... sind eine kleine unabhängige Gemeinschaft von Frauen, die sich im Kontext Brustkrebs engagieren. Wir wollen die bestmögliche Behandlung für alle, die von dieser schweren Erkrankung betroffen sind. Wir wollen aber auch, dass die Forschung über die Ursachen von Brustkrebs und über die Möglichkeiten der Primärprävention endlich grundlegend verbessert werden.

Wir sind ein kreatives, privat finanziertes Low-Budget-Projekt, das grundsätzlich jegliche Finanzierung im Interessenkonflikt ablehnt und insbesondere keine Pharmagelder annimmt. Lesen Sie dazu unsere Leitlinie, entsprechend der Richtlinie zur Einwerbung von Drittmitteln von Breast Cancer Action.

Spenden …

Breast Cancer Action Germany - die kritische Annäherung rund um das Thema Brustgesundheit und Brustkrebs im Kontext von Medizin, Krankheitsvermeidung, Umwelt, Gesellschaft und Politik mit dem Schwerpunkt Selbstschutz / Verbraucherinnenschutz.

Wir lehnen uns u.a. an die Arbeit von Breast Cancer Action mit Sitz in San Francisco an. Diese Arbeit hilft uns sehr. Ohne die wichtige Arbeit der engagierten Frauen von Breast Cancer Action (www.bcaction.org) nachzunutzen, hätten wir von Frauenseite in Deutschland keine wirklich neutralen Berichte zu vielen wichtigen und komplizierten Themenbereichen bei Brustkrebs. Die Arbeit von Breast Cancer Action ist wertvoll und nicht kostenlos zu leisten.
Es ist möglich, direkt an Breast Cancer Action in den USA zu spenden. Die Spenden werden in der Breast Cancer Action-Zeitschrift „Source“ veröffentlicht, wenn nichts anderes angekreuzt wird. Es ist auch möglich, für namentlich genannte Patientinnen oder zum Gedächtnis von Frauen mit Brustkrebs, die nicht mehr leben, zu spenden. Eine Spende ist einfach z.B. über Kreditkarte möglich: Breast Cancer Action unterstützen.