Living Downstream – Leben, stromabwärts: Dokumenation von Sandra Steingraber

Im März 2010 geht Sandra Steingraber mit der Verfilmung ihres Buches „Living Downstream“ an die Öffentlichkeit.

Auf der Webseite zum Film findet sich eine Zusammenfassung der Inhalte. Sie beginnt mit der Erkärung des Titels, dem Text, den Sandra Steingraber im Video oben auch spricht: „Es war einmal ein Dorf an einem wunderschönen Fluss. Die Menschen, die hier lebten, waren sehr freundlich. Dem Gleichnis nach wurde den Bewohnern klar, dass immer mehr Menschen in der schnellen Strömung im Fluss ertranken. Und so machten sie sich an die Arbeit, immer kompliziertere Technologien zu entwickeln, mit denen sie die Menschen wiederbeleben konnten. Die heroischen Dorfbewohner sind so beschäftigt mit der Rettung und Behandlung der Ertrinkenden, dass sie nie auf die Idee kamen, stromaufwärts zu schauen, um zu sehen, warum die Menschen in den Fluss fallen. Living Downstream ist ein Spaziergang am Fluss. Der Fluss ist der menschliche Krebs.“

Aufgewachsen in einer Kleinstadt in Illinois, erlebte Sandra Steingraber, wie Krebs in ihrer Familie grassiert. Mit 20 erhielt sie selbst die Diagnose Blasenkrebs. Ihre Mutter erkrankte an Brustkrebs, als sie die Oberschule besuchte. Viele ihrer Verwandte kämpften gegen die Krankheit. Eine ihrer Tanten starb an den Folgen der selben Blasenkrebserkrankung, an der dann auch Sandra Steingraber erkrankt.

Und während die Krankheit grassiert, ist klar, dass es keine genetischen Ursachen haben kann, denn Sandra ist ein Adoptivkind in ihrer Familie. Durch diese ungewöhnliche Konstellation stellt Sandra Steingraber Fragen zu den Zusammenhängen, die neben der DNA in ihrer Familie eine Rolle spielen und zu Krebserkrankungen führen könnten. Die Antwort, so schreibt sie auf der Webseite zu ihrem Film, sei um uns herum: Unsere Umwelt.

Der Film geht mit Steingraber auf eine Reise quer durch Nordamerika, um das Schweigen über die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Krebserkrankung zu brechen. Als die Reise beginnt, folgt das Filmteam ihr an den Arbeitsplatz und zu ihren eigenen medizinischen Untersuchungen, die besorgniserregende Resultate erbringen und in eine Zeit der Unsicherheit führen. So zeigt die Reise zwei Seiten: Die private und die öffentliche Sandra Steingraber. Aber sie ist nicht die einzige auf dieser Reise. Die Chemikalien, gegen die sie kämpft, sind ebenfalls auf Wanderschaft. Der Film folgt den unsichtbaren Giften und zeigt, wie sie Einzug halten in die schönsten Plätze in Nordamerika. Und die Gifte reisen weiter in unsere Körper. Wenn sie dort angekommen sind, können sie Krebs verursachen.

Sandra Steingrabers persönliche Reise und ihre wissenschaftlichen Untersuchungen in „Living Downstream“ sind eine Erinnerung an die engen Zusammenhänge zwischen unserer persönlichen Gesundheit und der Gesundheit von Natur, Luft, Land und Wasser.

Living Downstream wurde von durch The People’s Picture Company produziert und erhielt Unterstützung von The Ceres Trust, Kendeda Sustainability Fund of the Tides Foundation, The Canadian Independent Film und Video Fund, Canada Council for the Arts, Park Foundation, Canadian Auto Workers – Social Justice Fund, The Cancer Prevention Challenge (Ya Ya Sistahs & Bruddahs Too! & Team Vitality) and Doris Cadoux & Hal Schwartz.

Mehr Info

Sandra Steingraber – Biologin, Ökologin, Krebsüberlebende

Webseite der Dokumentation

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No family history von Sabrina McCormick

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