Krebs und die Ursachen: Ein Film bricht alle Regeln

Der Film „The Idiot Cycle“ wird erstmals am 7. Dezember 2010 in Oregon und in Sacramento an der Universität von Kalifornien in den Vereinigten Staaten gezeigt.

Von Tim King – Salem-News.com [Salem ist Hauptstadt des US-Bundesstaates Oregon, Salem-News ist ein unabhängiges lokales Nachrichtenmedium vor Ort ]

The Idiot Cycle: Ein Film über die Realität des Lebens und Krebs

(Salem / Paris) Ich glaube, der neue Film The Idiot Cycle, der die besten Krebsverursacher weltweit bringt, könnte genauso gut „Das Geschäft mit dem Krebs“ heißen, denn er zeigt die dunklen und schmutzigen Seiten von Unternehmen wie Bayer, BASF, Dow, Dupont, Monsanto, Syngenta, Novartis, Pfizer und anderen.

Dieses Land liegt am Boden und tatsächlich wird auf lange Sicht die ganze Welt abgezockt, aber alles hat einen rot-weiß-blauen Anstrich. Es ist vorbei, Kinder, und was richtig gut aussah, ist nichts als eine vorübergehende Illusion.

Ich hasse es, das zu sagen, aber ich glaube nicht, dass es irgendeinen Weg gibt, um die Uhren zurückzudrehen.

Wir sind ruiniert, unsere Nahrung und unsere Trinkwasserversorgung sind kontaminiert, speziell durch die Beteiligung der amerikanischen Wirtschaft. Und unsere Kinder haben ein so stark ansteigendes Risiko, wegen dieser amerikanischen Geschäftspraktiken an Krebs zu erkranken, dass du schon anfangen könntest dich zu verabschieden.

Wir haben jahrelang über die schrecklichen Krankheiten ehemaliger US-Marines, die in Camp Lejeune in North Carolina und El Toro stationiert waren, berichtet. In beiden Basen wurden sie mit Schadstoffen aus dem Erdreich und dem Wasser kontaminiert, sie kamen in Berührung mit Substanzen wie Benzol, Trichlorethylen (TCE), Perchlorethylen (PCE) und einer lange Liste von anderen Verunreinigungen. Marines und Ehemalige, ihre Familien und die Angestellten der Basen hatten mit einer Vielzahl von Krankheiten, davon auch tödlich verlaufende, einschließlich Krebs, Erkrankungen des Verdauungssystems und Geburtsschäden bei ihren Kindern zu kämpfen. Das ist erst der Anfang.

Ein großer Teil des Films ist Monsanto gewidmet, und das muss wohl sein. Die Produzentinnen vertiefen sich nicht in Monsantos reale Geschichte als dem amerikanischen Konzern, der diese schreckliche Substanz hergestellt hat, die Agent Orange heißt und im Vietnamkrieg benutzt wurde, um die Wälder zu entlauben, während die Amerikaner da waren.

Und die Amerikaner wurden selbst schrecklich betroffen, von den Veteranen aller Dienste bis zu Zivilpersonenen wie Lesli Moore Dahlke [… mehr zu Lesli Moore Dahlke]. Sie war Teil einer USO-Tour im Jahr 1970, die sie zu allen möglichen verrückten Basen in Vietnam führte. Heute leidet sie ebenfalls an den Folgen der Kontamination mit Agent Orange und ist bereits mehrfach an Krebs erkrankt. Und dennoch kann sie sich an niemanden wenden, weil die Regierung die Verantwortung für ihre Krankheiten nicht übernimmt.

Dies ist nur eine von so vielen schrecklichen Geschichten, die auf das Konto von Monsanto und ihren unverantwortlichen Entscheidungen gehen, den Gebrauch von ungetesteten Chemikalien zu fördern. Oh, sie werden sagen, dass schon Tests durchgeführt worden seien, doch sie geben sich selbst die Spielregeln dafür. Und wissen genau, dass sie hinter so vielen Krebstodesfällen stehen, dass man sie nicht zählen kann.

Eine andere etwas kompliziert zu berechnende Geschichte ist die Anzahl der Krebs verursachenden Stoffe, die uns in den Regalen unserer Supermärkte präsentiert werden. Selbst ein Baby-Bad in Amerika hat einen bekannten krebserregenden Inhaltsstoff. Europa hat die gleiche Substanz verboten, was hat uns dahin gebracht?

Gier und Profit

Monsanto und Dow und DuPont sollten alle geschlossen werden und die Eigentümer sollten besser Solarparks darauf bauen. In den wenigen Fällen, wo ihr Land nicht total vergiftet ist, sollte es genutzt werden, um Hanf darauf anzubauen um die lange Liste der Kunststoffprodukte, die sie in erster Linie produzieren, zu ersetzen.

Der Film stand im Zentrum der Diskussion, seit ihm die Haftpflichtversicherung aufgrund des Themas versagt wurde, was in der Konsequenz bedeutet, dass er in den USA und in Kanada wahrscheinlich nicht im Fernsehen gezeigt wird, und auch der Direktor der Universität von Montpeiller [Frankreich] hätte beinah die Vorführung des Films abgesagt, als er hörte, dass es in dem Film auch um BASF, einen Sponsor seiner Einrichtung, geht.

Diese Unternehmen sind es, die zurzeit die gentechnisch veränderten Organismen („GMO’s“) entwickeln, die ebenfalls auf ihre langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen wie Krebs nicht getestet wurden. Parallel zur Entwicklung dieser unnatürlichen Nahrungsmittel gibt es eine Infrastruktur der Unterstützung und Ergänzung, buchstäblich zur Modifikation der Muster der Natur, so wie es April Scott in ihrem Artikel Feeding the Hungry or Population Control? (Nahrung für die Hungrigen oder Bevölkerungskontrolle?) beschreibt.

Russische Wissenschaftler sind nicht die einzigen, die davor gewarnt haben, dass es gesundheitliche Auswirkungen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln (GMO’s) gibt. Wir sollten auch nicht vergessen, dass bereits Wissenschaftler gefeuert wurden, nachdem sie schwere gesundheitliche Auswirkungen bei Tieren nach der Fütterung gentechnisch veränderter Lebensmittel entdeckt hatten.

Ignacio Chapela von der Universität von Berkeley und Arpad Pusztai vom schottischen Rowett Forschungsinstitut für Ernährung und Gesundheit glaubten zunächst an das Potential der GMO’s und hatten den Auftrag zur Durchführung einer ersten unabhängige Studie zur Untersuchung der Auswirkungen von gentechnisch verändertem Tierfutter. Die Studien zeigten Wachstumsstörungen, Beeinträchtigungen des Immunsystems, Magenblutungen, außergewöhnliches und potenziell präkanzeröses Zellwachstums des Darms, Störungen der Blutbildung, deformierte Zellstrukturen in der Leber, der Bauchspeicheldrüse und den Hoden, Veränderungen der Genexpression und im Zellstoffwechsel, Leber- und Nierenläsionen, teilweise verkümmerte Lebern, entzündete Nieren, weniger entwickelte Organe, reduzierte Verdauungsenzyme, erhöhte Blutzuckerwerte, entzündetes Lungengewebe, eine erhöhte Sterblichkeit und eine höhere Mortalität auch beim Nachwuchs.

Der Film konzentriert sich auf sechs große Unternehmen: Dow Chemical, Bayer, BASF, Monsanto, Dupont und AstraZeneca. Er wurde in acht Ländern, einschließlich der USA, gedreht. Der Film „ The Idiot Cycle“ wurde gerade mit dem „Green Report Award“ ausgezeichnet und war auf den größten Dokumentarfilm-Festivals weltweit ausverkauft:

  • RIDM / Montreal
  • IDFA / Amsterdam
  • die Slow Food-Bewegung zeigte in Italien die Premiere des Films
  • Verve Girl (Toronto) verglich den Film mit Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit“
  • Global TV bezeichnete den Dokumentarfilm mit „must see“
  • Große Universitäten von Oxford bis Toulouse haben den Film gezeigt, einige Universitäten sogar in mehreren Vorführungen
  • Die International Agency for Research on Cancer IARC der Vereinten Nationen plant eine spezielle Vorführung für ihre Mitarbeiter

Der Film hat keinen Verleih und keine Unterstützung durch einen Fernsehsender, so dass sich die Begeisterung für ihn nur mündlich – bzw. mit kleinen Medien im Internet – herumspricht. Nach der europäischen Premiere in Amsterdam zeigte auch ein französischer Fernsehsender Interesse, so dass die Dokumentation ab Anfang 2011 zumindest in Europa ins Fernsehen kommt.

Salem-News.com hat einen kleinen Vorgeschmack auf The Idiot Cycle erhalten und ich kann Ihnen sagen, dies ist ein extrem wichtiger Film ist.

Die Enthüllungen sind erschreckend; ein früherer Monsanto-Anwalt, der als Richter später ausschließlich Urteile zu Gunsten von Monsanto gefällt hat, trotz wissenschaftlicher Beweise, die nur als stark unternauert bezeichnet werden können, und diesen entgegenstehend.

Die Filmclips, die hier zusätzlich zum aktuellen Trailer beigefügt sind, zeigen genau, worum es in diesem Film geht. Es ist wichtig, dass alle Menschen weltweit diesen Film sehen. Afrika werden GMOs aufgezwungen mit der Idee, dass sie helfen, „die Welt zu füttern“, dabei ist es raffgierige politische Propaganda vom Feinsten.

The Idiot Cycle zeigt die minimalen Tests, die durchgeführt wurden, und legt offen, dass die am längsten nachbeobachteten Perioden, die überhaupt verfügbar sind, gerade mal vier Jahr betragen. Für die Opfer jedoch ist der Ausbruch der Krebserkrankung häufig nur fünfzehn bis zwanzig Jahren entfernt.

Über den Autor

Tim King ist Herausgeber von und Journalist bei Salem-News.com. Gebürtig in Los Angeles, ist er ein ehemaliger U.S. Marine, Nachrichtenproduzent und Fotojournalist. Tim King war Kriegsberichterstatter in verschiedenen Kriegen und ist mit diversen journalistischen Preisen für seine Arbeiten ausgezeichnet worden. Mehr zu Tim King s. auch im Originalartikel: Movie Breaks All Rules Exposing Cancer Origins

[Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung und Dank an Tim King, Übersetzung Gudrun Kemper]

Mehr zum Film

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