Maren Klawiters Biopolitik und Brustkrebs: Krankheitskultur und Aktivismus

klawiter_coverThe Biopolitics of Breast Cancer: Changing Cultures of Disease and Activism von Maren Klawiter, Minneapolis, University of Minnesota Press, 2008. ISBN: 978-0-8166-5108-5 0-8166-5108-6, 978-0-8166-5107-8 0-8166-5107-8.

Ausgezeichnet mit dem Charles Tilly Award für das beste Buch zu Sozialverhalten und Sozialen Bewegungen und dem Robert K. Merton Buchpreis, American Sociological Association 2009

Maren Klawiter promovierte in Soziologie an der University of California, Berkeley. Sie war Postdoctoral Fellow an der Robert Wood Johnson Foundation, Wissenschaftlerin im Forschungsprogramm Gesundheitspolitik der Universität Michigan. Außerdem studiert sie zurzeit Jura an der Yale University.
Alle Einnahmen des Buches werden an Women’s Cancer Resource Center
und Breast Cancer Action (San Francisco) gespendet.

Entwurfstatus (wird fortgesetzt)
Text: Gudrun Kemper

Die komplette Diskussion der kulturellen Geschichte ebenso wie unterschiedliche Arten von Aktivismus zu Brustkrebs machen dieses Buch nützlich für verschiedene pädagogische, bürgerschaftliche und politische Aktivitäten, so heißt es in der Verlagsankündigung. Maren Klawiter zeige auf, wie sich Praktiken, Diskurse und Bilder zu Brustkrebs und wie sich diese „Krankheitsregime“, die mit lokalem Brustkrebsaktivismus interagieren, verschieben. Diese Erfahrungen haben wir in Deutschland mit rund 10 Jahren und teilweise mehr „Verspätung“ ebenfalls beobachten können. Bücher, die die Zusammenhänge medizinkritisch aufarbeiten, liegen allerdings bisher nur in englischer Sprache vor.

Transformation Frau – Patientin

Maren Klawiter gibt uns mit ihrem Buch eine strukturierte Analyse zu Biopolitik und Brustkrebsaktivismus. Seit fast vierzig Jahren haben Feministinnen und Patientinnenaktivisten vorgebracht, dass Medizin eine zutiefst individualisierende und entpolitisierende Institution sei. Nach dieser Auffassung wären medizinische Praktiken nebensächlich für die Transformation des Menschen von der Patientin zur Patientinnenaktivistin. Biopolitics of Breast Cancer stellt dieses Verständnis auf den Kopf – wie auch Sharon Batt in ihrem 1994 zuerst erschienen grundlegenden Werk Patient no more oder aktuell Barbara Brenner in ihrem Blogartikel Patient? Who’s patient?. Maren Klawiter analysiert Entwicklungen innerhalb der Brustkrebsbewegung und ihre weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen darauf, wie Krankheiten medizinisch gemanagt und öffentlich mit ihnen umgegangen wird.

Was erreicht wurde

Anhand der soziologischen Untersuchung chirurgischer Eingriffe, adjuvanter Therapien, Früherkennungskampagnen und dem Anstieg der Diskurse zu Risiken demonstriert Klawiter, dass diese Praktiken Veränderungen in sozialen Beziehungen – und nicht die Senkung der Sterblichkeit an Brustkrebs – durch kollektive Aktionen bewirkt haben, die so in der Regel nicht zwangsläufig im Sinne der „Erfinderinnen“ waren. Klawiters Forschung konzentriert sich auf die Dringlichkeit und Entwicklung neuer Formen des Aktivismus, sie betont die Stärkung von Basisgruppen für PatientInnenrechte, Umweltaktivismus und setzt sich mit den Folgen konzernfinanzierter Aktionen zum Bewusstsein für Brustkrebs auseinander. Biopolitics of Breast Cancer öffnet die Augen für Veränderungen. Es ermöglicht, übergeordnete Zusammenhänge bei der gegenwärtigen Umwandlung (Umbau, Restrukturierung) medizinisch fortgeschrittener Gesellschaften zu erkennen, und findet zu Wurzeln, politischen Einflüssen und Wege für eine zukünftige Brustkrebsbewegung.

Vermessung der Konturen: Die westliche Brust fixierte Gesellschaft

Postkarte RavenLight USA Anfang 1990er Jahre

Postkarte RavenLight USA Anfang 1990er Jahre

Maren Klawiter beginnt die Erkundungen in ihrem Buch bei einer lesbisch-schwulen Parade in San Francisco 1993. Die lesbisch-schwule Bewegung, die auch mit der AIDS-Bewegung gekoppelt bzw. verwoben war, wurde damals auch eines der Vorbilder der „Brustkrebsbewegung“. Mit dabei war eine kleine Gruppe von Frauen, denen RavenLight, eine Frau, die die Architektur der Geheimhaltung offenlegte, voran ging: eine in Leder gekleidete Frau, die ihre Einbrüstigkeit offen zeigte und damit zur Schau stellte, was bis dato schamhaft verdeckt wurde – nämlich das, was angesehen war und ist als Verstümmelung, Entsexualisierung und natürlich als tödliche Krankheit. Klawiter beschreibt auch die eigenen Reaktionen. Sie musste ergriffen weinen. Tränen quollen aus ihren Augen. Sie schrie ihre Ermutigung heraus und applaudierte wild. Der Mann, der Klawiter damals zu dieser Veranstaltung begleitete, hatte allerdings seine Mühen mit dieser Form der Darbietung, die er „widerlich“ empfand und stattdessen verlangte, dass sie verdeckt gehört. „Cover it up!“ rief er, was Klawiter in Rage brachte, und nach einem verwirrten Schlagabtausch trennten sich die beiden. In unterschiedliche Richtungen setzten sie ihre Wege fort. RavenLight erhielt an jenem Tag Applaus von Tausenden und Ablehnung von Wenigen, wohl deswegen, weil sie es schaffte, die Leben schützende und das Leben zugleich Bedrohende zu verkörpern. Sie habe den Nerv getroffen, eine hoch aufgeladene kulturelle Stimmung damit erzeugt, Erotik, Mutterschaft und Tod transportierend, so Klawiters Interpretation.

Nach Klawiters Einschätzung zog RavenLight (s. Abbildung einer Postkarte aus dieser Zeit) ihre politische Macht vor allem aus der Überbewertung der weiblichen Brust in der amerikanischen Gesellschaft. Kurze Zeit später, im August 1993, folgte die Aktionskünstlerin Matuschka auf dem Titelblatt des Times Magazines mit You can’t look away anymore, während in Deutschland die Fotografin Katharina Mouratidi während der Kontroverse um die Einführung des Mammographie-Screenings vor allem mit ihren Fotoarbeiten für Aufmerksamkeit sorgte. Mit Straßentheatern, einem Buch mit den Portraits betroffener Frauen, in dem eine der Betroffenen sich zu Macht ebenfalls äußerte: „Patientinnen müssen sich endlich ihrer Macht bewusst werden. Wenn sie nichts ändern, wird sich nichts ändern“[i], und schließlich mit einer Plakataktion. Mouratidi fotografierte 22 Frauen und die Folgen medizinisch-chirurgischer Maßnahmen, die sie damit für die breite Öffentlichkeit sichtbar machte, wie die Amerikanerinnen dies bereits einige Jahre zuvor getan hatten. Sie zeigte sie in 90 Berliner U-Bahnhöfen, in Ausstellungen, auf Postkarten und im Internet inzwischen weltweit.[ii] Bei den Demonstrationen für die Etablierung des Mammographie-Screenings in Deutschland wurden diese Plakate ebenfalls eingesetzt. Eine neue Plakataktion mit Gesichtern und werbenden Aussagen[iii] zur Förderung der Teilnahmeraten am Mammographie-Screening-Programm in Deutschland zeigt derzeit wiederum die Kooperationsgemeinschaft Mammographie, unterstützt durch das Bundesgesundheitsministerium und Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler.

Biomedikalisierung und Biopolitik des Screenings

Klawiter nimmt sich der anderen Seite des Screenings an: Mit der Etablierung des Mammographie-Screenings würden seit den 1970er bis 1980er Jahren asymptomatische gesunde erwachsene Frauen – erinnernd an frühere Transformationen der „gefährlichen Frau“ – zum Risikoobjekt konstruiert. In Massen würden Frauen ohne Krebs in die Screening-Maschinerie, eine Brustkrebs-Maschinerie, eingebaut. Sowohl in Eigeninitiative wie auch routinemäßig beginnt eine Suche nach Anzeichen von Krankheit und setzt sich fort in einer Transformation und Wandlung zur „Compliance“ bei Mastektomien, an der Speerspitze die amerikanische Krebsgesellschaft [American Cancer Society, Klawiter S. 86]. Das neue Regime der Biomedikalisierung kommt ohne die Rekonstruktion des ununterbrochen vorhandenen Risikos nicht aus. Es konstituiere und weite zugleich medizinische Macht simultan aus. Im Zusammenhang mit den Erfahrungen der medizinischen Praxis ebne es den Boden für neue Subjektivitäten, Empfindlichkeiten und Solidarität, die schließlich die Brustkrebsbewegung der 1990er Jahre nährt, nicht jedoch auf gerechten bzw. fairen Wegen, sondern zumindest in den USA als eine Art von „Klassen- und Kulturprivileg“. Weiße Frauen der Mittelschicht würden in das neue Krankheitsregime nahtlos eingefügt, während weniger privilegierte Frauen marginalisiert würden. Diskurs und Praktiken sozialer Ausgrenzungen gewannen daraus resultierend zunehmend an Bedeutung. Im neuen Regime wird das sichtbare und tastbare Risiko ausgetauscht gegen ein unsichtbares und nicht tastbares Risiko.

Mammographie-Geschichte

Das Tuberkulose-Screening war das erste Screening, das eingesetzt wurde, zunächst um Schulkinder auf die ansteckende Erkrankung hin zu untersuchen. In den 1930er Jahren hätten private Tuberkulose-Institute die Technologie weiter genutzt, um kranke Arbeiter auszusortieren, dgl. beim Militär für nicht fitte Rekruten. Ebenso setzten Versicherungskonzerne die Untersuchungen ein, um ihre Risiken zu minimieren und Profite zu maximieren.

Als Diagnoseverfahren hatte man die Mammographie erstmals bereits 1913 eingesetzt, jedoch bei einem vorhandenen Befund. In verschiedenen Teilen der Welt hätten sich Ärzte bereits in den 1930er bis 1940er Jahren entschlossen, die Mammographie als Screening-Mittel einzusetzen. 1951 gab es die erste Röntgeneinheit, die speziell für die Mammographie ausgerüstet war.

Robert Egan war 1962 derjenige, der die ersten Daten zu den Ergebnissen der Mammographie vorlegte und zeigen konnte, dass er Krebsformen aufspürte bei Frauen, die keinerlei sonst erkennbare Krankheitszeichen hatten. Unter 2000 Frauen hatte er 53 „okkulte Karzinome“ nachgewiesen. Es schloss sich die erste Mammographie-Studie des Health Insurance Plans of Greater New York, die als HIP-Studie bekannt wurde, an, bei der die Kosteneffektivität der Methode anhand eines Kollektivs von Mittelklasse- und Arbeiterfrauen zwischen 40 und 64 Jahren untersucht wurde. Die Ergebnisse dieser Studie waren der Wendepunkt. Die Mammographie avancierte vom privaten Experiment zu einer Maßnahme der öffentlichen Gesundheitspflege. Es konnte jedoch für Frauen unter 50 kein Effekt nachgewiesen und erst für Frauen über 59 Jahren ein- wenn auch nicht signifikanter – Vorteil gezeigt werden.

Die ersten Röntgengeräte, die ausschließlich für Mammographien hergestellt wurden, kamen erst 1967 auf den Markt [Klawiter, S. 88].

Im Krieg gegen den Krebs

Im Zusammenhang mit der weiblichen Brust wurde Screening eingeführt, als die Amerikanische Krebsgesellschaft begann, Frauen aufzufordern, ihre Brüste nach tastbaren Abnormalitäten zu untersuchen, was im Zusammenhang mit Empfehlungen zur Selbstuntersuchung der Brust bereits sehr viel früher begann. Seit den 1970er Jahren ist das Brustkrebs-Screening Top-Priorität der Amerikanischen Krebsgesellschaft gemacht worden, und zwar überwiegend per Mammographie, der damals noch neuen Screening-Technologie, die mittels radioaktiver Strahlung Bilder vom Innenleben der Brust ermöglicht.

National Cancer Institut: Einen Brustkrebstumor zu finden kann sein wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Eine Mammographie findet ihn früh, wenn er am behandelbarsten ist. Wenn Sie über 50 sind, planen sie regelmäßig eine Mammographie. Eine Botschaft des Nationalen Krebs Instituts

National Cancer Institut: Einen Brustkrebstumor zu finden kann sein wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Eine Mammographie findet ihn früh, wenn er am Behandelbarsten ist. Wenn Sie über 50 sind, machen sie regelmäßig einen Termin für die Mammographie. Eine Botschaft des Nationalen Krebs Instituts. Abb. U.S. National Library of Medicine, Public Domain

Mammographie wurde breit akzeptiert und stark beworben und war einer der ersten Punkte des von US-Präsident Richard Nixon ausgerufenen „Krieg gegen den Krebs“ (War against Cancer), für den 1971 eigens ein Gesetz geschaffen wurde. Der Plan dafür kam aus der Amerikanischen Krebsgesellschaft (ACS), wie Klawiter schreibt, und nicht aus dem National Krebsinstitut (NCI). Eine maßgebliche Rolle spielte dabei der amerikanische Radiologe Philip Strax (1909 – 1999), dessen Frau Bertha Goldberg Strax im Alter von 39 Jahren an den Folgen von Brustkrebs starb[iv]. Persönliche Betroffenheit spielte neben eigener beruflicher Ambition auch hier eine Rolle. Auch das NCI setzte sich allerdings ebenfalls für die Mammographie als Früherkennungsmaßnahme ein.

Sprunghafter Anstieg der Diagnosen

Ich verspreche

„Ich verspreche regelmäßige Mammographien ab 50. Wenn Sie eine Frau über 50 sind, versprechen Sie sich auch regelmäßige Mammographien.“  Werbeplakat US National Cancer Institut, Abb. National Library of Medicine, Public Domain

1974 folgte die Brustkrebsdiagnose bei der amerikanischen First Lady, Präsidentengattin Betty Ford, zwei Wochen später erhielt auch Happy Rockefeller (damals amerikanische Vizepräsidentengattin) die Diagnose. Die Veröffentlichungen der Brustkrebserkrankungen von Ford und Rockefeller, besonders aber Betty Fords Interpretation, dass Mammographie Leben rette, hatte viel Einfluss auf Frauen in den USA, die verstärkt die empfohlenen Screening-Methoden anwendeten, beschreibt Klawiter. Dies hatte zur Folge, dass es in Amerika in den Jahren 1974 bis 1975 zu einem sprunghaften Anstieg der Brustkrebsraten kam, bevor die Rate langsam wieder ein wenig abfiel. Dies hätte nicht passieren können, so Klawiters Interpretation, wenn Brustkrebs nicht so stark stigmatisiert gewesen wäre und wenn Frauen mit Brustkrebs bis zu diesen Ereignissen nicht so still und unsichtbar gewesen wären. Jahrzehnte der Früherkennungskampagnen folgten, nicht ohne dass die „blutigen Folgen“ der Brustkrebschirurgie mittels Mastektomie weiterhin ausgeblendet wurden. Frauen versteckten das ihnen widerfahrene Schicksal weiterhin, einträchtig, wie es schien, mit Medien, deren Inhalte sich auf Früherkennungs- und Behandlungsmethoden und heute insbesondere auf rosa verpackte Konsumierbarkeit konzentrieren.

Kontroverse bei Fuße

Klawiter berichtet über die 1975 aufziehende erste Kontroverse. Der Biostatistiker John C. Bailor III wertete Daten einer Studie aus, die darauf hinwies, dass Frauen, die sich unter dem Alter von 50 Jahren die Brust mittels Mammographie röntgen ließen, ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhten – als Folge der Röntgenexposition des Brustgewebes. In den Annuals of Internal Medicine veröffentlichte er einen Hinweis darauf, dass das Risiko bei Frauen, die ohne Symptome geröntgt würden, bedauerlicherweise ebenso viele Leben kosten könnte, wie es rette.[v]

Macht und „Brustkrebsbewegung“

Insbesondere Gruppen wie die 1991 gegründete amerikanische National Breast Cancer Coalition (NBCC) nahmen die amerikanische Innenpolitik in Angriff. Kongress und Weißes Haus standen auf dem Plan, um Interessen im Zusammenhang mit Brustkrebs wie Zugang zur Mammographie umzusetzen. Dies war ein Prozess, der weltweite Nachwehen hatte und sich in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends mit rund einer Dekade Verspätung in Deutschland und auch anderen Ländern wiederholen würde. Allerdings war dieses eine Zeite, in der sich die NBCC bereits auf den Standpunkt stellte, dass für eine Etablierung des Screenings die Datenlage nicht hinreichend sei. Die NBCC hatte zuvor ebenfalls Demonstrationen veranstaltet, einschließlich solcher vor dem Weißen Haus, Mahnwachen mit Kerzenlicht und Läufe von Überlebenden, die für mehr wissenschaftliche Forschung, medizinischen Fortschritt und „öffentliches Bewusstsein“ eintraten. Als Frauenkrankheit sei Brustkrebs negiert worden, so beschreibt Klawiter die damalige Ausgangsposition. In Deutschland wurden diese Aktivitäten der Frauen überwiegend durch Spenden multinationaler Pharmakonzerne überhaupt erst ermöglicht. Heute stellen sich vorallem auch die Fragen nach den Wurzeln von Instrumentalisierung und Interessenkonflikten, die für Deutschland und Europa bisher kaum wissenschaftlich untersucht wurden.

Aus den Pressestimmen des Verlags zu Klawiters Buch[vi]

Biopolitics of Breast Cancer ist überzeugend, dicht strukturiert und wunderbar geschrieben. Dieses wird eine vielfältige Leserschaft anziehen, in Klassenzimmern unterrichtet werden und schließlich die Tagesordnung verändern.“ Steven Epstein

„Seit mehr als einem Jahrzehnt hat Klawiter das umfassende, komplizierte Terrain zu Brustkrebs in den Vereinigten Staaten ausgewertet und theoretische Kleinode neben den fesselnden Geschichten von Menschen, die in der Brustkrebsbewegungen mitgearbeitet haben, ausgegraben. Biopolitics of Breast Cancer trägt sie alle zusammen zu einem Meisterwerk.“ Monica J. Casper

Biopolitics of Breast Cancer bietet historischen Hintergrund besonders für Medizinstudenten, die an Soziologie der Medizin und Patientensoziologie interessiert sind.

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Maren Klawiter: Biopolitics of Breast Cancer bei google books online einsehen


[i]Brustkrebs: Porträts betroffener Frauen: Eine Fotoarbeit von Katharina Mouratidi, Berlin 2000. ISBN 3-933557-21-6, S. 60

[ii] “Diese Plakate waren vom 17.10.2000 bis zum 24.10.2000 in 90 Berliner U-Bahnhöfen zu sehen (Originalgröße 1.75 m x 1.18 m). Die Aktion wurde am 17.10.2000 in Anwesenheit der Künstlerin direkt auf dem U-Bahnhof Berlin – Alexanderplatz feierlich eröffnet. Parallel zu der Plakat- und Postkartenaktion fotografierte K. Mouratidi eine 22teilige Serie von Halbakten betroffener Frauen.“, s. http://www.brustkrebs.net/bki/kunst.htm

[iii] “Mit der Fotoausstellung „Mitten im Leben“ eröffnet die Kooperationsgemeinschaft Mammographie einen neuen und ungewöhnlichen Blick auf das Thema Mammographie-Screening. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung geplant: Aussteller können die Fotoausstellung für ihre Öffentlichkeitsarbeit vor Ort nutzen, um Frauen auf das Thema Brustkrebsfrüherkennung aufmerksam zu machen. … Die Fotoausstellung „Mitten im Leben“ ist in Zusammenarbeit der Kooperationsgemeinschaft Mammographie und des Referenzzentrums Mammographie Münster mit der international renommierten Fotokünstlerin Bettina Flitner entstanden. Sie wurde bereits mehrfach an unterschiedlichen Orten in Deutschland mit großem Erfolg gezeigt und kann kostenfrei bei der Kooperationsgemeinschaft Mammographie ausgeliehen werden.“ s. Webseite der Kooperationsgemeinschaft Mammographie http://www.kooperationsgemeinschaft-mammographie.de/fotoausstellung/idee-der-ausstellung.php bzw. http://www.mammo-programm.de/presse/archiv-meldungen-details.php?id=102 (abgerufen 03/2011) „Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler sagte anlässlich der Eröffnung: „Die Fotoausstellung ist ein wichtiger Beitrag, um das Interesse und das Vertrauen der Frauen für das Mammographie-Screening-Programm zu stärken“. Die Ausstellung ist vom 25. November bis zum 19. Dezember 2010 von jeweils 12.00 bis 20.00 Uhr im Atrium des Bundesministeriums für Gesundheit zu sehen.“ http://idw-online.de/pages/de/news398588 (Pressemeldung der Kooperationsgemeinschaft Mammographie v. 24.11.2010)

[iv] s. auch: Dr. Philip Strax, 90, is dead; An advocate of mammograms, NYTimes, 11.03.1999, http://www.nytimes.com/1999/03/11/us/dr-philip-strax-90-is-dead-an-advocate-of-mammograms.html

[v] …mammography in screening asymptomatic women may eventually take almost as many lives as it saves, Mammography: A Contrary View, John C. Bailar III, Ann Intern Med January 1, 1976 84:77-84; http://www.annals.org/content/84/1/77, nur Abstract, nicht frei zugänglich

[vi] online s. http://www.upress.umn.edu/Books/K/klawiter_biopolitics.html

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  1. Matuschka - 28. Oktober 2011

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