Ich sterbe und ich lebe / Gerburg Rohde-Dahl

„Ich sterbe und ich lebe“ (Dying and Living) ist ein dokumentarischer Film (75 Min.) von Gerburg Rohde-Dahl aus dem Jahre 2001 (Schnitt Margot Neubert-Maric, Rohde Dahl Filmproduktion). Die 49jährige Ursula Rosenbaum ist an Krebs erkrankt. Regisseurin und Patientin verabreden ein Filmprojekt, in dessen Mittelpunkt die Auseinandersetzung mit Krankheit in persönlichen Gesprächen stehen soll. Die Zeit der Krankheit wird

„zur intensivsten Zeit ihres Lebens“ und „es ist so, dass ich eigentlich beides in mir spüre, die Sehnsucht nach dem Tod, die für mich wirklich wie Honig ist, die mich anlockt. Und dann wach ich morgens auf und fühle mich sehr lebendig und finde das Leben hier auf der Erde wunderschön und möchte noch gar nicht gehen.“  1

In Gesprächen mit der Filmemacherin reflektiert Ursula Irmi Rosenbaum, Sekretärin, verheiratet, Mutter einer Tochter, aus Hamburg anstelle eines Tagebuchs ihre letzten 10 Lebensjahre mit der Filmemacherin. Mit 40 Jahren ließ sie eine Routine-Mammographie machen. In nicht sehr netten Worte, so Rosenbaum, erkläre die Radiologin sie auf, was sie sich denn eigentlich vorstelle, man habe das doch schon viel früher feststellen müssen, dass da ein Tumor sei. Es wäre bösartig, was auf dem Töntgenfilm sichtbar sei.

Rosenbaum starb am 28. Februar 1999 mit 49 Jahren an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Sie lebte in ihren letzten Jahren zwischen Hoffnung und Todessehnsucht, in „Zerrissenheit zwischen Leben und Tod“. Nach dem Befund Lungenmetastasen lebte sie noch drei Jahre.

„Ursula Irmi Rosenbaum, 49 years old, got cancer. The filmmaker accompanies her during half a year. The result is a portrait of a fascinating woman in deep honesty. The more Ursula looks at death, the more power she gets to live.“ 2

Der Film wurde mit Mitteln der Kulturellen Filmförderung des Landes Bremen gefördert und im September 2000 zunächst im Kino 46 in Bremen, später auch bei NDR gezeigt.

Ausschnitt bei onlinefilm.org
Info auf Rohde-Dahl-Filmproduktion

References

  1. 1. zitiert nach Rohde-Dahl, Ich sterbe und ich lebe, Zeitschrift Signal 2/2001, S. 25

  1. 2. http://archiv.filmbuero-nds.de/fmb_b2002/fmb_b2002_ich_sterbe.htm

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