Herceptin: Nebenwirkungen in Sachen Herzschädigung ernsthafter als bisher bekannt

Ergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen, die am 30. August 2012 im Journal of the National Cancer Insitute veröffentlicht wurden, beinhalten keine guten Nachrichten in Sachen Nebenwirkungen des Medikaments Herceptin. Neue Daten, die auf der Untersuchung von 12.500 Patientinnen beruhen, die zwischen 1999 und 2007 an invasivem Brustkrebs erkrankt sind und mit Herceptin und Chemotherapie behandelt wurden, zeigen, dass das Risiko von Herzversagen odHerceptin - Bildnachweis BCAG, Creative Commons 2.0er der Schwächung des Herzmuskels deutlich höher ist, als bisher vermutet, und dass wesentlich mehr Frauen davon betroffen sind, als bisher angenommen. Es gibt bisher auch keine dahingehend beruhigenden Nachrichten, dass diese Nebenwirkungen nach fünf Jahren etwa überwunden sein könnten, sondern sie steigen nach den neuen vorliegenden Daten sogar kontinuierlich an. Auf folgende Zusammenhänge weist Breast Cancer Action (FB Eintrag v. 04.09.2012) derzeit hin:

  1. Das Risiko für Herzversagen und Herzschwäche ist bei Frauen, die nur Herceptin erhalten haben (was nicht die Standardtherapie war), vierfach erhöht, bei Frauen, die zusätzlich Anthrazykline erhalten haben (was der Standardtherapie entspricht), ist dieses Risiko sogar um den Faktor 7 erhöht.
  2. Frauen, die diese Therapie erhalten haben oder denen sie empfohlen wird, sollten über diese Nebenwirkungen informiert werden und mit ihren ÄrztInnen über diese Studienergebnisse und die Auswirkungen auf ihre Gesundheit sprechen.
  3. Die betroffenen Frauen sollten die Symptome von Herzproblemen kennen. Zusätzliche medizinische Überwachung und Kontrolluntersuchungen vor, während und nach der Therapie sind notwendig.

Quellenangabe

Bildnachweis: BCAG

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