E 150 c – Ammoniak-Zuckercouleur und Krebsrisiko

(Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2012)

Vorkommen

4-Methylimidazol kann bei der Fermentierung oder beim Bräunen von Lebensmitteln entstehen, wenn man Zucker unter Einwirken von Ammoniumverbindungen erhitzt.Es kommt als in Ammoniak-Zuckercouleur (E 150 c) vor und wird in Colagetränken, Süßwaren, Bier, Cidre, Brandy, Whiskey, Rum, Weinbrand, Grappa und Spirituosen aus Getreide, in Essig, Frühstücksgetreideprodukten und Malzbrot verwendet. Im Tierversuch mit Ratten wurde eine schädigende Wirkung auf das Immunsystem beobachtet. Reagenzglasstudien konnten genetische Schädigungen durch E150c nachweisen. Der Lebensmittelfarbstoff kann auch Aluminium enthalten, ohne dass es auf dem Etikett ausgewiesen wird. Das Metall steht im Verdacht, Demenzerkrankungen wie die Alzheimer- und Parkinsonkrankheit, zu fördern. Aluminium wirkt als sogenanntes Metallöstrogen und beeinflusst die Wirkung der weiblichen Geschlechtshormone und kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Als endokriner Disruptor gehört E 150 c damit in die Gruppe der Stoffe, die auch für die Entstehung von Brustkrebs mit verantwortlich gemacht werden.

Alle Cola-Getränke in Deutschland enthalten lt. Produktinformation von Coca Cola Deutschland E 150d

Bereits eine entsprechende 3-dl-Dosis übersteigt die in Kalifornien empfohlene Dosis um das Fünffache.

Nun handeln die Getränke-Giganten und passen ihre Rezepturen an – um zu verhindern, dass sie Krebswarnungen auf ihre Flaschen platzieren müssen. Bereits sind in Kalifornien Colas nach neuem Rezept im Handel.

«Wissenschaftlich unfundierte Warnung»

Coca Cola und Pepsi, die 90 Prozent des US-Brausen-Markts beherrschen, handeln mit Zähneknirschen: «Obwohl wir davon ausgehen, dass für die Konsumenten kein Gesundheitsrisiko besteht, das eine solche Änderung rechtfertigen würde, haben wir unsere Karamell-Lieferanten um diesen Schritt gebeten», sagte eine Coca-Cola-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AP. «Wir wollten verhindern, dass auf unseren Produkte eine wissenschaftlich unfundierte Warnung zu stehen kommt.»

Details

Im Tierversuch löste Ammoniak-Zuckerkulör in hohen Konzentrationen Krämpfe und eine Saus. Für den Einsatz dieses Zusatzstoffes bestehen aus diesem Grund gesetzliche Grenzwerte, von einem hohen Verzehr wird abgeraten.

Verwendung

4-Methylimidazol ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von pharmazeutische Produkten. Es ist Ausgangsmaterial für Medikamente und antiseptische Mittel, sowie für Foto-Entwicklerlösung.
4-Methylimidazol kann bei Kaninchen, Mäusen und Hühnern Krämpfe auslösen. Des Weiteren konnte bei Ratten und Mäusen eine krebserregende Wirkung festgestellt werden[1] und die Senkung der Leukozytenzahl (weiße Blutkörperchen) beobachtet.

Quellen

  1. Chan PC, Hill GD, Kissling GE, Nyska A.: Toxicity and carcinogenicity studies of 4-methylimidazole in F344/N rats and B6C3F1 mice. In: Arch Toxicol. 2008 Jan;82(1), S. 45–53 (Epub 2007 Jul 10).

Und: Wikipedia, Methylimidazol

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