Brustkrebs durch Hormonersatztherapie: Patientin erhält 6,3 Millionen Dollar Schadensersatz

Schluss mit der lebensgefährlichen Medikalisierung von Frauen!

Schluss mit der lebensgefährlichen Medikalisierung von Frauen!

Über die Nachrichtenticker in aller Welt läuft zur Zeit eine Meldung, die zumindest für eine Frau in den USA eine gewisse Entschädigung sein dürfte, auch wenn die Gesundheit dieser Frau damit natürlich nicht wiederhergestellt werden kann:

Der US-Pharmagigant Pfizer ist von einem Gericht zur Zahlung einer Geldstrafe von 6,3 Millionen Dollar an eine Krebspatientin verurteilt worden. Die Geschworenen in Philadelphia kamen zu dem Ergebnis, dass die von den Pfizer-Töchtern Wyeth sowie Pharmacia und Upjohn hergestellten Menopausen-Mittel Premarin, Provera und Prempro bei der Klägerin Brustkrebs verursacht hätten. Nach Angaben des Anwalts der 66-Jährigen wurden die Pfizer-Töchter zusätzlich zu Geldstrafen verurteilt, weil sie nicht über die Risiken der Medikamente informiert hätten. Über die Höhe der Geldbußen soll am Montag entschieden werden. Die jetzt verhängte Strafe ist die höchste, die bisher im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren wegen des Medikaments Prempro verhängt wurde. Insgesamt sind wegen des Produkts etwa 1500 Verfahren anhängig, wie der Anwalt der Klägerin sagte.

Bemerkenswert sind insbesondere auch die Geldstrafen wegen unzureichender Informationen über die Risiken der Medikamente, die auch bei uns regelmäßig im Kleingedruckten der Waschzettel verschwinden. Solange Frauen, die durch Medikamente schwere Schäden im Zusammenhang mit Brustkrebs erleiden – z.B. Brustkrebspatientinnen Rezidive nach der Einnahme von Liviella / Tibolon oder nach Einnahme der vielen nach wie vor im Handel befindlichen Hormonersatztherapien -, in Deutschland keinen entsprechenden Schadenersatz erhalten, ist hier allerdings wohl eher nicht damit zu rechnen, dass diese Medikamente, die mit ihren Rückständen überdies die Umwelt belasten und damit auch die Gesundheit von bisher gesunden Menschen bedrohen, endlich vom Markt verschwinden.

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Tödliche Nebenwirkungen – Eine von 22 Brustkrebspatientinnen erlitt Rezidiv nach Tibolon-Einnahme

Abbildung: chemo? no thanks! von Dave Campbell, Creative Commons 2.0

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